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49. Anti-Pegidaprotest in Duisburg: Antifa und Ringelpietz

Keine besonderen Vorkommnisse während des 49. Antipegida-Montags gestern in Duisburg. Bis auf eine Bluesband mit Luftballons.

Antifa-Protest in Duisburg auf der Strasse gestern. Bild: Herr Broccoli

Antifa-Protest in Duisburg auf der Strasse gestern. Bild: Herr Broccoli

Vor einem Publikum von knapp 200 Pegidas redet der Mönchengladbacher Ratsherr Dominik Roeseler.

Im Kontext zum antirassistischen Engagement des Vaters eines Überfallopfers äusserte er vor Tagen: „Für das Mädchen tut es mir leid. Allerdings hat es bei dem Vater die Richtige getroffen. Wer gegen HoGeSa, Pegida, AfD und Pro NRW hetzt und demonstriert, dem kann ein bisschen Realität nicht schaden.“ Deswegen liegen mehrere Strafanzeigen gegen ihn vor.  Und selbst die rechtsextremistische Kleinpartei Pro NRW warf ihn deswegen raus.

Vor dem Duisburger Hauptbahnhof ruft Roeseler laut Zeugen offen zur Gewalt gegen Geflüchtete auf: „Wir müssen diese Leute rausschmeissen, notfalls mit Gewalt“, sagt er um kurz vor acht Uhr abends, „wenn das nicht der Staat macht, dann machen wir das“.

Während anschliessend Pegida durch die Innenstadt marschiert, zeigen wenige Antifas Plakate an der Strecke.

Doch auf der Gegenseite tut sich derweil Neues, erstmals lässt die neue Kulturinitiative Duispunkt aufspielen. In einem luftballongeschmückten Pavillon röhrt eine Bluesband, den Strom hat gar die Stadtverwaltung spendiert. Ein Sprecher der Ein-Punkt-Ini kündigt regelmässiges Erscheinen an.

„Pegida hat sich in Duisburg festgebissen“, sagt Konzertveranstalter Eckhard Pressler, „wir wollen denen die Suppe versalzen, indem wir hier unseren Stützpunkt einrichten.“

Man begreife sich nicht als Konkurrenz zu antifaschistischen Strassenaktivitäten, mit Kulturaktivitäten wolle man „die Herzen der Duisburger erreichen“.

Duisburgs bürgerliche Antifas bei Kaffee und Köpi in Bahnofsnähe. Bild: Mupfl

Duisburgs bürgerliche Antifas bei Kaffee und Köpi in Bahnofsnähe. Bild: Mupfl

Noch während Pegida ums Karree marschiert treffen sich die Kulturarbeiter  im warmen Nebenraum des Cafe Museum. Leute von Refugees Welcome,  Gewerkschafter von Verdi, der IG Metall sowie Parteivertreter der Grünen und der Linkspartei sind auch dabei.

Bei Kaffee und Köpie wird viel geredet über Kunstaktionen und von der Notwendigkeit, „die Leute da abzuholen, wo sie stehen“.

Bis ein Realogrüner endlich Tacheles spricht: „Überall dort, wo ein paar Tausend Demonstranten gegen Pegida aufgetaucht sind, wurde Pegida vertrieben – in Düsseldorf etwa“, sagt Architekt Dietmar Beckmann.

Das scheint das neue Ziel der guten Bürger zu sein.

Denn: Für Samstag, den 12. März, kündigte die Kulturintiative Duispunkt eine Grossdemonstration gegen Pegida in Duisburg an.

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4 Kommentare zu “49. Anti-Pegidaprotest in Duisburg: Antifa und Ringelpietz

  • #1
    Luise Hoyer

    Und wieder ein Gerücht in die Welt gesetzt!
    Duispunkt hat die Demo nicht angekündigt.
    Initiator ist DSSQ. Wir hoffen, dass viele mitmachen.

  • #2
    Thomas Meiser Beitragsautor

    Luise. Die Demo wurde von der Bühne von Duispunkt angekündigt, von Eurer Bühne also.

  • #3
  • #4
    Andrea Mobini

    ich finde es faszinierend wie hier wieder ein Kübel der Häme ausgeschüttet wird! Bürgerlicher Protest Pfui wie können die sich nur zusammen setzen und überlegen wie es weiter geht..
    Wo seid ihr den, wo ist euer Protest ? Ein paar Bildchen machen und danach einen Artikel raus hauen um sich über die diejenigen zu echauffieren die seit einem Jahr bei Wind und Wetter den Rechten am Bahnhof Paroli bieten, eine Glanzleistung Applaus.
    Ihr Kotzt mich eurer Überheblichkeit so was von an, dieses Austeilen aber selbst nichts tun außer zu Kritisieren..

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