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Annette Groth kommt nach Köln – um den Terror zu feiern

Die Bundestagsabgeordnete Annette Groth (Linke) ist seit Jahren als eine der fanatischsten Israelhasserinnen ihrer Partei bekannt. Am Samstag will sie in Köln die aktuelle „Intifada in Palästina“ feiern. Damit sind die Messerattacken gegen israelische Bürgerinnen und Bürger gemeint, die seit Monaten die Bevölkerung terrorisieren. 

Die Veranstaltung in Köln wird von deutschen Unterstützern der terroristischen Gruppe DFLP organisiert. Anlass ist das 47-jährige Bestehen der Organisation, die unter anderem für das Ma’alot-Massaker von 1974 verantwortlich ist. Die Terroristen besetzten damals eine Schule und töteten 31 Israelis – 21 davon waren Schulkinder. Und die DFLP ist seitdem nicht friedlicher geworden. Erst in der vergangenen Woche wurde ein Video bekannt, in dem Kämpfer der Gruppe in einem Tunnel posieren und Anschläge ankündigen. In Köln wird das Wirken der DFLP mit Folkloregruppen und Musik gefeiert. Neben Groth wird auch die „Botschafterin Palästinas in Deutschland“ anwesend sein. Die Veranstaltung findet im Bürgerzentrum Alte Feuerwache statt, das mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln finanziert wird.

Die Hinterbänklerin Groth tut sich seit Jahren nur mit einem hervor: Hetze gegen den jüdischen Staat Israel. Gemeinsam mit Islamisten nahm sie 2010 an einer Schiffstour zur Unterstützung der Terrororganisation Hamas teil – natürlich auf dem Frauendeck. 2014 war Groth eine zentrale Figur in der sogenannten Toilettenaffäre, in deren Folge sie vom renommierten Simon Wiesenthal Zentrum in der jährlichen Liste der weltweit schlimmsten antisemitischen Zwischenfälle genannt wurde. Auch zum syrischen Bürgerkrieg nimmt Groth groteske Positionen ein, so warf sie Hilfsorganisationen eine „Verletzung der syrischen Souveränität“ vor. 

Nachtrag 12:00 Uhr: Der Kölner Bundestagsabgeordnete Volker Beck findet gegenüber Ruhrbarone deutliche Worte: „Frau Groth ist bei diesem Thema ja nicht das erste Mal auf Abwegen. Wer sich als links bezeichnet und gleichzeitig mit barbarischen Messerattacken auf die israelische Zivilbevölkerung solidarisch ist, hat echt nicht mehr alle Tassen im Schrank.“ Beck ist Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe und erhielt im vergangenen Jahr den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden. Das obsessive Verhalten von Groth weckt bei ihm Erinnerungen: „Auch Horst Mahler bezeichnete sich lange als Linker und befürwortete gleichzeitig Gewalt an Juden bzw. Israelis. Wo das endete, wissen wir. Frau Groth kann man nur sagen: Denken Sie nach, kommen Sie zur Vernunft, kehren Sie um.“

Annette Groth’s Büro reagierte auf Anfragen von Ruhrbarone nicht. 
Das Kölner Bündnis gegen Antisemitismus hat eine Gegenkundgebung angemeldet.

RuhrBarone-Logo

15 Kommentare zu “Annette Groth kommt nach Köln – um den Terror zu feiern

  • #1
    Nazienkel

    Da kann sie mit den Antisemiten der Feuerwache die Korken knallen lassen, um den eliminatorischen Antisemitismus in bester deutscher Tradition zu feiern.

  • #2
    philter

    es ist schon wichtig, dass die begriffe korrekt benutzt werden: auch wenn ca. 3/4 der bevölkerung dem jüdischen glauben anhängen, ist israel K E I N jüdischer staat, wie es der text behauptet, sondern lediglich ein staat (mit parlamentarischer regierungsform und grundgesetzen). nicht zu vergleichen mit staaten die sich selbst religiös nennen – wie zum beispiel die islamische republik iran (mit präsidentieller regierungsform). der unterschied liegt – denke ich – rein organisatorisch darin, dass im iran theologen in experten- und wächterrat berufen werden, in israel machen politiker politik (die dann sicherlich auch gläubig sind).
    deshalb: das ist wichtig und sollte, wenn hier schon jemand wegen antisemitismus kritisiert wird, auch so dargestellt werden. man sollte bei so einem wichtigen thema keine falschinformationen verbreiten!

  • #3
    Felix Christians Beitragsautor

    @philter da liegen Sie falsch. Israel ist der Staat der Juden, als jüdische Heimstätte gegründet und versteht sich folgerichtig als jüdischer Staat – gleichwohl säkular und ohne Staatsreligion verfasst. Ein Vergleich mit dem Iran ist somit dennoch völlig abwegig.

    Vergleichen Sie
    http://www.botschaftisrael.de/2014/02/19/der-kern-des-konfliktes-die-anerkennung-israels-als-juedischen-staat/

    sowie
    http://embassies.gov.il/berlin/AboutIsrael/Dokumente%20Land%20und%20Leute/Die_Unabhaengigkeitserklaerung_des_Staates_Israel.pdf

  • #4
    Thomas Weigle

    Ich habe die mal 2011auf einer von einem GEW-Funktionär moderierten Veranstaltung erlebt. So was von Hass auf Juden hätte ich nicht für möglich gehalten, jedenfalls nicht bei Linken und der GEW.

  • #5
    Walter Stach

    Thomas Weigle,
    hast Du Erkenntnisse über das Warum dieses von Dir wahrgenommenen Hasses von Frau G. gegenüber Juden? Ich wäre an ihnen interessiert bezogen auf die Person der hier beschriebenen antijüdischen Akivistin G., aber auch ganz generell mit Blick auf die immer währende Frage nach dem Warum des Antisemitismus.

  • #6
    philter

    @Felix Christians: danke für die erklärung. das tertium comparationis für israel und iran ist die staatliche verfasstheit. dieser vergleich drängte sich mir quasi durch Ihre formulierung "jüdischen staat israel" auf. ich verstehe Ihre argumentation. in meinen augen sind allerdings ein "jüdischer staat" und die "heimstätte der juden" unterschiede. zwar wird auch in der unabhängigkeitserklärung Ihre formulierung gebraucht, aber im offiziellen staatsnamen fehlt das attribut "jüdisch". ich glaube aus gutem grund. denn – im gegensatz zum iran – ist israel weltlich verfasst.
    das sollte übrigens anlass dazu sein, z. b. iraner (oder eine frau groth) dafür zu verurteilen, weil sie juden hassen und nicht dafür, dass sie moslems sind (oder einer anderen weltanschauung anhängen). während in einem geistlich verfassten land, z. b. juden dafür verurteilt werden können, weil eine geistlichkeit es gebietet.
    aber ich bitte für die etwas müßige begriffklauberei um entschuldigung. dass es weltanschauungen und religionen gibt, die zu judenhass tendieren, bleibt davon unberührt und zu verurteilen.

  • #7
    Thomas Weigle

    @Walter Stach Besonders in Erinnerung sind mir die Verleugnung von Raketenangriffen aus Gaza, die Behauptungen, dass Gaza ein Ghetto a la Warschau sei, auch die Behauptung dass in Israel Apartheit herrsche und selbiges kurz vor dem Faschismus stehe. Auch wurden auf oder am Rande dieser Veranstaltung durch einen Teilnehmer generell die Anzahl jüdischer Opfer palästinensischer Terroristen bezweifelt. Ich kann mir die Art und Weise wie diese Äußerungen fielen, auch im Kontext mit anderen Äußerungen aus diesem Umfeld bei anderen Gelegenheiten im Herbst 2011, z.B. "dass Israel mit den Natostaaten einen Krieg am Golf plane, um von der Finanzkrise abzulenken" und dabei "Gräueltaten im Westjordanland und Gaza begehen werde" nur mit Hass erklären, denn Substanz hatten und haben diese Äußerungen ja eher nicht, um es mal vorsichtig auszudrücken.

  • #8
    Matthias Andre Richter

    Sie war übrigens auch auf dem knallroten Gummiboot auf der Spree mit unterwegs, einen Jokus aus dem Elend von Flüchtlingen machend.

  • #9
    philter

    sorry – schon wieder! der artikel der botschaft israels in berlin (http://www.botschaftisrael.de/2014/02/19/der-kern-des-konfliktes-die-anerkennung-israels-als-juedischen-staat/) bezeichnet den eigenen staat ja schon als jüdisch (und trotzdem säkular – scheint mir ein innerer widerspruch). gleichzeitig werden menschen, die israel das attribut jüdisch in abrede stellen, verdächtigt gleich dem ganzen "jüdischen volk" das recht auf selbstbestimmung verwehren zu wollen. das war absolut nicht meine absicht!
    ich glaube nur, dass es sinnvoll wäre, ach – scheiß drauf: immer wenn man irgendwie über den nahost-konflikt reden will, läuft man gefahr irgendwem auf die füße zu treten oder in demjenigen sogar das gefühl zu erzeugen, man wolle ihm seine füße aberkennen.

  • #10
    Deutschlandkritiker

    Zur Vernunft werden Leute wie die Groth so schnell nicht kommen, fürchte ich. Deren hass auf Israel gleicht einer Obsession. Dass in Israel die "Nazis von heute", reagieren, davon sind die felsenfest überzeugt. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Ich plädiere dafür, solche Leute, und dazu zähle ich auch insbesondere Dieter Dehm und Wolfgang – ich habe kein Problem damit, mich auf Zitate von Holocaustleugnern zu stützen – Gehrke, so gut es geht, zu isolieren – diesbezüglich wäre die Partei DIE LINKE gefordert; sie muss endlich den Mantel des Schweigens lüften, unter dem sie das Problem des linken Antisemitismus begraben hat. Sie muss die Positionen von vernünfigen Menschen wie Katharina König stärken.

  • #11
    Walter Stach

    Thomas Weigle,
    mir scheint, daß all das, was Du aufzählst, jeweils nur der Anlaß gewesen ist, zutiefst verwurzelten Hass gegen Juden zu artikulieren.
    Wo ist dieser Hass verwurzelt und warum dort?
    Anzunehmen ist, daß sich darauf hier keine auf Frau G. persönlich bezogenen Antwort finden läßt. Ob Frau G. selbst die Antwort kennt?

    Allerdings nicht auzuschließen ist, daß es bei Frau G. diesen tiefverwurzelten Hass gegen Juden gar nicht gibt, sondern daß sie "nur" aus jeweils konkreten Anlässen meint, sich gegen die Politik der jeweiligen Regierung des Staates Israel positionieren zu müssen in der festen Überzeugung, damit auf der Seite "der Gerechten und der Entrechteten" zu stehen. Und solche radikalen Überzeugungen produzieren dann erfahrungsgemäß radikale Forderungen bar jeder Vernunft oder führen zur Akzeptanz von Aktionen der "Entrechteten", die sich außerhalb dessen bewegen, was in zivilisierten Gesellschaften als akzeptabel gilt -sh. die Messerattacken radikal-fanatischer Palästinenser auf jüdische Bürger in Israel.
    Gegen eine solche Überzeugungstäterin , gegen ihre Forderungen, gegen ihre Akzeptanz u.a. diverser Messerattakcen, hier im Fall der Frau G., ist dann -sh.Deutschlandkritiker- kein Kraut gewachsen, schon gar nicht eines, das die praktische Vernunft gebietet.

    PS
    Damit keine Mißverständnisse entstehen:

    Ich gehöre, wie hier im Blog bekannt, zu denjenigen, die sich das Recht herausnehmen, dann und wann konkrete Entscheidungen der jeweiligen Regierung Israels kritisch zu hinterfragen.

    (Das geschieht für mich ganz selbstverständlich mit der mir als Deutschem geboten erscheinenden Zurückhaltung einhergehend mit dem steten Bekenntnis zum Existenzrechtes des Staates Israel, mit der ständigen Betonung einer mir selbstverständlich erscheinenden besonderen Pflicht Deutschlands gegenüber dem Staat Israel und dem totalen Fehlen irgendwelcher Vorurteile meinerseits gegenüber Menschen, weil diese Juden sind. Juden sind für mich "Menschen wie Du und ich" -nicht mehr, nicht weniger.
    Ob Frau G. wllens wäre, öffentlich zu erklären, daß Sie im Grundsatz diese meine Positon teilt?
    Wenn ja, dann bestünde m.E. eine Basis ,für einen von der praktischen Vernunft getragenen Sachstreit mir ihr über aktuelle Probleme in Israel und über die israelische Pälästiner-Politik.

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  • #13
    Gerd

    Eins muß man ihr lassen, sie versteckt ihren Haß nicht. Lieber ein offener und ehrlicher Antisemit, als einer, der seine Solidarität mit Israel wortreich betont und den Worten keine Taten folgen läßt.

    Die Reaktion der deutschen Politik auf den de facto Judenboykott der EU ist so ein Beispiel von Schönwettersolidarität.

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