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Bio-Rauchmelder mit Ruhrgebietstradition

Ab dem kommenden Jahr werden Rauchmelder in Nordrhein-Westfalen Pflicht.Natürlich kann man sich dann eine kleine Plastikkiste unter die Decke schrauben. Das sieht blöd aus. Man kann aber auch einer alten Ruhrgebietstradition folgen und einen Kanarienvogel als Bio-Rauchmelder unter die Decke hängen – das haben sie früher unter Tage so gemacht: Wenn zu viele giftige Gase im Schacht waren, kippte der Kanarie tot um und alle wussten: Das ist  kein gutes Zeichen. Mein Opa hat das als junger Hauer auf Graf Moltke noch selbst erlebt. Den Kanarienvogel kann man nach dem Einsatz übrigens mit Mett füllen und braten.

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7 Kommentare zu “Bio-Rauchmelder mit Ruhrgebietstradition

  • #1
    Nansy

    Stefan, das ist jetzt aber nicht Sinn der Sache – gerade hat man der Industrie eine neue schöne Verdienstmöglichkeit beschafft (und ich werde jetzt nicht fragen, was man dafür bekommen hat).
    Außerdem fehlt beim Bio-Rauchmelder bestimmt das notwendige TÜV- oder Sicherheitszertifikat (das ist in Deutschland ganz wichtig, ohne ein Solches darf man hier noch nicht einmal aufs Klo gehen).
    Und weiterhin sind die Grünen in ihren Armani-Anzügen (man möge mich berichtigen, wenn inzwischen eine andere Nobelmarke in ist) nicht mehr so naturverbunden, dass ihnen diese Art der Kleintiernutzung noch etwas sagt. ;-)

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  • #3
    Puck

    Toll, der Kanarienvogel. Ich konnte meine Katzen beim Abspielen des Videos kaum vom Laptop weglotsen. Schätze mal, die hätten auch nix einzuwenden gegen eine Mettfüllung…
    Anzunehmen, daß Katzenbesitzer mit dem Bio-Rauchmelder erst gar nicht zum Schlafen kommen, wodurch er einerseit seinen Sinn übererfüllt – aber sich andererseits auch überflüssig macht.

    Apropos:
    Angeblich entstehen die meisten Wohnungsbrände ja dadurch, daß Raucher – diese Volksschädlinge! – ihre Fluppen einschlafend auf den Polyesterteppich fallen lassen, weshalb man dagegen bereits Maßnahmen ergriffen hat.
    Nein, nicht die Abschaffung von Polyesterteppichen!
    Sondern man sorgt dafür, daß die Zigarette von allein ausgeht, wenn man nicht alle 2 Sekunden daran nuckelt. Weshalb man jetzt alle zwei Minuten zum Feuerzeug greifen muß – weil die Zichte mal wieder aus ist – was wach hält.
    Andererseits: sind dadurch Feuermelder nicht überflüssig?
    Häßlich sind sie auf jeden Fall.
    Aber wenn alles gut geht, gibt es in absehbarer Zeit einen Rauchmelder von Manufactum, aus Porzellan oder Bakelit, gefertigt in einem kleinen Familienbetrieb in Originalgußformen von 1928.

    @Nansy
    Aufs Klo gehen dürfen Sie schon ohne Zertifikat.
    Nur die anschließende Spülung ist evtl. genau geregelt.
    Was wiederum auch recht denkwürdig ist…

  • #4
    Robin Patzwaldt

    @Puck: Als Waltroper muss ich mich natürlich gegen diese ewigen Scherze auf Kosten unseres einzigen nennenswerten Arbeitgebers hier am Ort auf das Schärfste verwehren. Schließlich wird es dann auch meine Garage sein, in der diese hochwertigen Geräte demnächst gefertigt werden. Aber mit 1928 liegst du wohl richtig. Das ist das Standartjahr auf das in Waltrop alle Einrichtungen und Betriebe ausgerichtet sind, selbst unsere Straßen… ;-)

  • #5
    Puck

    @Robin Patzwaldt
    Großes Ehrenwort: Nie wieder Scherze auf Kosten von Manufactum!
    Um die Wahrheit zu sagen: Das ein oder andere Teil aus dem Laden besitze ich sogar.
    Es ist ja auch nicht verkehrt, Gebrauchsgegenstände – wie z. B. einen Rauchmelder – so zu gestalten, daß auch ein Mensch mit Geschmack sich das Teil in die Wohnung stellen/hängen kann.
    Nur finde ich es immer wieder faszinierend, wieviel Worte man z. B. über … eine Büroklammer! machen kann.

  • #6
  • #7
    Puck

    @Robin Patzwaldt

    Natürlich war das nur Spaß.

    Oder meinen Sie etwa, daß Stefan Laurin tatsächlich so einen niedlichen Kanari mit Mett füllen würde?

    Natürlich wird Stefan das vehement abstreiten, aber ich habe den Verdacht, daß er verstorbene Kanarienvögel und Hamster (die hat er angeblich auch schonmal mti Mett gefüllt und auf den Grill gelegt!) wenn gerade keiner zusieht in einer speziellen Ecke im Garten beerdigt, und sich dabei ein Tränchen aus dem Augenwinkel wischt.

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