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Brand an Duisburger Flüchtlingsunterkunft

Gegen 3 Uhr in der vergangenen Nacht sind auf dem Hof einer Unterkunft für Geflüchtete in Duisburg-Hochfeld mehrere Müllcontainer angezündet worden. Der Staatsschutz ermittelt, die Duisburger Polizei hat aber bislang keine Mitteilung über den Vorfall veröffentlicht. In dem Gebäudekomplex im Norden des Stadtteils sind 160 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht, die seit dem Vorfall große Angst haben. Sie wünschen sich einen Sicherheitsdienst für die Unterkunft.

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14 Kommentare zu “Brand an Duisburger Flüchtlingsunterkunft

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  • #2
    WALTER Stach

    Zur Flüchtlingsproblematik allgemein:

    1.
    Interessant, lesenwert:
    SPIEGEL online
    Kolumne von G.Diez
    -Europ.Flüchtlingspolitik: "Der Rassismus war nie fort".

    2.
    Ich habe darüber nachgedacht,

    ob
    2.1
    welt-, europaweit -Deutschland eingeschlossen-, von gravierendem Politik-versagen gesprochen werden kann, weil die Politik gar nicht, bestenfalls halbherzig Kosequenzen gezogen hat aus a.) den vor ca. 35 Jahren von W.Brrandt geäußerten Auffassung, nach der die Zukunft Deutschlands, Europas, der Welt letztlich nicht vom Ost-West-Konflikt dominiert werden wird, sondern von einem Nord-Süd-Konltik und b.) keine, bestenfalls halbherzige Konsequenzen gezogen wurden aus dem sog. Nord-Süd-Bericht, die eine Kommission unter Vorsitz von Brandt im Auftrage des UN-Generalsekräters erarbeitet und diesem 1980 vorgelegt hat.
    Zumindest, so erscheint mir, sind die sog. Industriestaaten nicht hinreichend der Forderung nachgekommen, ein sowohl für die sog. Entwicklungsländer als auch für die Industrieiländer verträgliches Weltwirtschaftssystem zu entwickeln. Zudem, so scheint mir ebenfalls, wird in der sog.. Rüstungs-Export-Politik der westlichen Industriestaaten -Deutschland eingeschlossen- nicht konsequent der Einsicht Rechnung getragen, die auchj im Nord-Süd-Bericht festgehalten worden ist, nach der es einen engen Zusammenhang von Aufrüstung und Armut in den Ländern der Dritten Welt gibt. Im Gegenteil. Die westlichen Industriestaaten, auch Deutschland, exportieren für Milliarden Rüstungsgüter an afrikanische Staaten, egal, ob diese dafür zu Lasten des Lebensstandards ihrer Menschen bezahlen.

    Politkversagen seit mindestens 35 Jahren? Eine Ursache für den Ansturm sog. Armuts-Flüchtlinge nach Deutschland, nach Europa?
    Sog. Entwicklungshilfe; nicht mehr als "politische Folklore" und jetzt………??

    Ich habe auch darüber nachgedacht,
    ob
    2.2
    die Europäern in der Schuld der Armutsflüchtlingen aus Afrika stehen könnten und jetzt die Gelegenheit haben, diese ansatzweise zu begleichen, denn sie, die Europäer, haben ihren Wohlstand auch der Ausbeutung ihrer Kolonien in Afrika " zu verdanken", einer Ausbeutung, unter der heute noch Staaten in Afrika leiden mit der Folge, dass Menschen aus Armut aus diesen Ländern flüchten?.

    (Dass auch heute noch Großkonzerne aus westlichen Industreistaaten Bodenschätze zu Lasten afrikaniischer Staaten ausbeuten und den afrikanischen Arbeitern einen Hungerlohn bezahlen, könnte in Europa, in Deutschland ebenfalls bedacht werden, wenn es um die Ursachen ffür die sog. Armutsflucht aus Afrika geht.)

    Die Gedanken -mehr nicht-, die ich unter 2.1 und 2.2 formuliert habe, sind nicht geeignet als Ideen zur Lösung konkreter Probleme , die jetzt wegen der Flüchtlkinge in Europa, in Deutschland, in beinahe allen Städten ikn Deutshcland zu bewältigen sind.

    Ob meine Gedanken dazu beitragen können, sich als Europäer, als Deutscher "anders als üblich" mit möglichen Ursachen für die Armutsflucht nach Europa, nach Deutschland zu befassen, was dann möglicherweise nicht nur die Sichtweise auf das Problem Armutsflucht verändern könnte, sondern auch die Bereitschaft, sich anders als bisher der Not der Armutsflüchtlinge zuzuwenden -seitens der europäischen Staaten, seitens der Zivilgesellschaft, seitens jedes einzelnen europäischen Bürgers?

  • #3
    keineEigenverantwortung

    @2:
    Die meisten afrikanischen Staaten sind seit vielen Jahrzehnten unabhängig. Sie hatten und haben die Möglichkeit, ihren Platz in der Welt zu finden. Heute sind neben lokalen Firmen, Großkonzernen auch die ehemaligen Entwicklungsländer aus Asien in Afrika sehr stark aktiv. Sie agieren aber in souveränen Staaten.

    Wo ist der große Nord-/Süd-Konflikt? In Südamerika gibt es Länder mit Wohlstand, in vielen Ländern Asiens entwickelt sich die Wirtschaft prächtig. Afrika ist von dieser Entwicklung weitgehend losgelöst. Natürlich gab es Wohlstand in Europa auch durch den weltweiten Handel und durch die Kolonien. Das ist aber schon sehr lange her. Damals wurden auch Strukturen des globalen Handelns und der Infrastruktur geschaffen, die teilweise heute noch genutzt werden.

    Mit dem Wissen der großen Werke der 70er/80er dürfte es heute eigentlich kein Öl mehr geben und die Grenzen des Wachstums wären schon lange erreicht worden. Fortschritt wird es aber weiterhin geben und die Gesellschaften müssen sehen, wie sie ihren Platz in der globalisierten Welt finden. Diese Entscheidung werden wir den souveränen Staaten nicht abnehmen können. Wir sollten es auch nicht.

    In vielen internationalen Strukturen hat auch jeder Staat eine Stimme. Dies gilt bspw. für viele Sportverbände.

  • #4
    Gerd

    "Unterkunft für Geflüchtete"

    Vor was sind die denn zu uns geflüchtet, vor den sie nicht auch in allen unseren Nachbarstaaten sicher wären? Vor den Bürgerkrieg in Polen? Oder aus Le Pens Vichy 2.0?

    Will sagen, weniger Neusprech bitte! Nennen wir die illegalen Einwanderer ehrlicherweise beim Namen.

  • #5
    Olli

    Wow Jahrzehnte. Das ist in der Geschichte nichts. Vor allem wenn man noch willkürlich Grenzen gezogen hat und das gesamte Regierungssystem auf den Kopf gestellt hat. Dieses Problem hatten andere Länder nicht, bzw nicht mehr, da die ursprüngliche Bevölkerung oft nur eine Minderheit darstellt. Wobei Afrika sowieso nur ein Schlagwort ist, es gibt dort dutzende von Staaten und einigen gehts sogar ziemlich gut. Beim HDI stehen sogar welche vor Brasilien, der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt, was man aber kaum merkt, wenn man mal in den vielen Ghettos war.

    Die Kolonisierung ist übrigens nicht sehr lange her, die meisten Kolonien wurden erst in den 40ern oder noch später unabhängig. Und selbst die asiatischen Kolonien hatten oft Probleme, wenn man sich Indien und Pakistan anguckt, dabei waren dort die Verwerfungen weniger umfassend, als bei anderen Kolonien.

  • #6
    Musikus

    @WALTER Stach:

    a) China schlägt mittlerweile am meisten Kapital aus Afrika.

    b) Aus der deutschen Afrika-Kolonie Namibia kommt übrigens kein einziger Asylant nach Deutschland.

    Sollten sich nicht dann erstmal die wirklichen Verursacher der ganzen Probleme um die Flüchtlinge kümmern?

  • #7
    TuxDerPinguin

    @2: Offensichtlich hat politische Inkompetenz mit dem Problem zu tun. Ich meine,
    mit Diskussionen um Werbung in afrikanischen Ländern, die darstellen soll, dass es in Europa auch nicht besser ist,
    oder mit der Bezahlung von Gaddafi, dass er Flüchtlinge vor dem Mittelmeer abfängt…
    hat man deutlich gemacht, dass einem das Problem durchaus bewusst ist. Die Lösungen waren halt höchstfragwürdig.

    Wenn man sieht dass es in der Türkei oder dem Libanon weniger Hass gegen Flüchtlinge gibt, obwohl die viel mehr Flüchtlinge aufnehmen als Europa, kommt man nicht umher, auch die Rolle von Xenophobie mit zu berücksichtigen in der heutigen Lage…

    Um auf Lösungsvorschläge zurückzukommen… ist halt schwer, weil eine wirkliche Lösung wäre nur die Verbesserung der Lebensbedingungen überall auf der Welt. Das ist keine Frage von Tagen, eher von Jahrzehnten. Wohingegen man in wenigen Jahren komplette Regionen destabilisieren kann…
    man brauch dazu nicht nur immer Geld als Entwicklungshilfe. Es hilft bspw. auch mit hochsubventionierten Exporten nicht bestimmte Märkte zu überfluten… oder eben wie von @2 angesprochen, Rüstungsgüter selektiver zu exportieren und die nationalen wirtschaftlichen Einnahmeverluste halt hinzunehmen.

    Die jetzigen Diskussionen in den Medien reduzieren sich irgendwie nur darauf, Flüchtlinge abzufangen bevor sie europäischen Boden betreten oder abgelehnte Asylanträger auch konsequent wieder zurückzuführen… sind sicher Sachen, die man kurzfristig einführen könnte, scheint aber keine wirkliche nachhaltige Lösung des Problems.

  • #8
    keineEigenverantwortung

    @5:
    Wir sind in einer globalisierten Welt, wo sich insbesondere nach dem Zusammenbruch der UdSSR und mit China als aktiven Teil der Welt die Regeln, die Chancen und das Tempo geändert hatten. Das Internet ist Innovationstreiber gewesen. Produktionen wurden massiv verlagert. Hierbei gibt es Gewinner und Verlierer.

    Wir haben im Ruhrgebiet und in Deutschland auch massiv Arbeitsplätze und Wiirtschaftszweige verloren. D.h. wir sind in diesen Fällen Opfer der Globalisierung (Textil, Stahl, Bergbau, Produktionsbetriebe, …) und müssen uns anpassen. Zurzeit wird wieder massiv ausgelagert.

    Die Welt dreht sich immer schneller und jedes Land muss seine Chancen suchen. Afrika hat eine junge Bevölkerung, die diese Chancen nutzen muss. Die Einstiegshürden für Innovation sind gering, Hauptkapital sind Ideen, Bildung etc.

    Ich finde es auch ziemlich arrogant, wenn wir anderen Bevölkerungen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben, wie sie sich entwickeln wollen.
    Das ist ihre Aufgabe. Die Weltgemeinschaft hat einzuschreiten, wenn es um Menschenrechte etc. bzw. um Naturkatastrophen geht.

    Und Jahrzehnte sind in der aktuellen Wirtschaft ein sehr langer Zeitraum.
    Wie hat sich Deutschland in 20 Jahren nach Kriegsende verändert?
    Wie hat sich das Ruhrgebiet zum Beginn des 20. Jahrhundert verändert?
    Wie hat sich das Ruhrgebiet in den 70er/80er des letzten Jahrhundert verändert, als aus Industrielandschaften Parks wurden?

  • #9
    Gerd

    #7: TuxDerPinguin

    "Die jetzigen Diskussionen in den Medien reduzieren sich irgendwie nur darauf, Flüchtlinge abzufangen bevor sie europäischen Boden betreten oder abgelehnte Asylanträger auch konsequent wieder zurückzuführen… sind sicher Sachen, die man kurzfristig einführen könnte, scheint aber keine wirkliche nachhaltige Lösung des Problems."

    Es funktioniert. Die australische Marine fängt Boote illegaler Einwanderer vor der Küste ab und schickt sie zurück. Illegale, die es dennoch bis an Land geschafft haben, werden schnell abgeschoben. Resultat: Die Zahl der illegalen Einwanderer ist erheblich zurück gegangen. Wer zahlt auch schon einen hohen vierstelligen Betrag an Schlepperbanden, wenn er davon ausgeht nicht ans Ziel zu kommen?

    Leider ist die Politik der EU grundsätzlich anders. Die Illegalen werden vor der Küste Nordafrikas eingesammelt und dann nicht zurück, sondern zu ihrem Ziel geschickt. In Deutschland angekommen erhalten sie ein "Begrüßungsgeld" in der Höhe eines Monatslohns ihrer Heimatländer und neuerdings einen weiteren dreistelligen Betrag, wenn sie Deutschland wieder verlassen. Bessere Anreize für illegale Einwanderung kann man kaum geben.

  • #10
    Volker Seitz

    Europa wird die Probleme Afrikas nicht lösen können. Entwicklungshilfe ist kein Mittel um die Menschen aus Afrika abzuhalten nach Europa zu kommen. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass sich Flüchtlingsströme aus Afrika durch höhere Entwicklungshilfezahlungen verringern lassen. Ein Land mit einer schlechten Regierung kann keine Entwicklung durchlaufen, egal wie viel Zuwendung es erhält .
    Es wäre eine Verfälschung der Tatsachen, wollte man in vielen Regierungen Afrikas einen besonderen Ehrgeiz für die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit vermuten. Afrikanische Präsidenten beuten in erster Linie ihr Land zum eigenen materiellen Vorteil aus und lassen Infrastruktur-Kosten, medizinische Versorgung und Schulen durch westliche Staaten bezahlen. Es fehlt nicht an Belegen, dass viele afrikanische Staaten alles haben, was sie brauchen. In der ganzen Region südlich der Sahara haben der Rohstoffreichtum und gute Ackerböden bislang nicht zu besseren Lebensbedingungen geführt. Volker Seitz, Bonner-Aufruf.eu

  • #11
    WALTER Stach

    -3-
    Wo ist der große Nord-Süd-Konflikit?
    Damit die Problematik deutlicher wird, hätte ich statt vom Nord-Südkonflikt von dem wachsendne Konflikt zwischen einerseits wohlhabenden Gesellschaften und Staaten sprechen können mit qualitativ und qualitativ realtiv geringerer Armut und anderseits armen Staaten und Gesellschaften mit quantiativ und qualitativ großer Armut.
    Es liegt nahe, daß dieser Konflikt in den sog. armen Ländern gewaltätige Auseinandersetzungen bis hin zu permanenten Bürgerkriegen weiter befördern wird und daß dieser Konflkt auch die Auseinandersetzungen dieser armen mit den wohlhabenden Ländern bis hin zu Kriegen -z.B. im gesamen Mittelmeerraum-ansteigen läßt, auch mit der Folge, daß die Zahl der Flüchtlinge aus diesen armen Regionen nach Europa weiterhin dramtatisch wachsen wird.
    -6-
    a.)
    Die heutigen Aktivitäten Chinas in der sog. Dritten Welt, namentlich in Afrika,widerlegen nicht die Ausbeutung Afrikas, der Afrikaner durch die europäischen Kolonialmächte und befreien diese nicht von der daraus resulitierenden "Last ihrer Verantwortung" für das heutige Afrika und die Afrikaner.

    b.)
    Es geht um die europäischen!!!) Kolonialmächte. Da Deutschland als Kolonialmacht relativ bedeutungslos war, auch in Afrika, habe ich meine Frage nach der Verantwortung der Kolonialmächte für den Zustand im heutigen Afrika, einschließlich der Flüchtlinge aus Afrika auf Europa, auf die Europäer bezogen -sh.-22.einleitend-.

  • #12
    abraxasrgb

    #2
    Zum Glück schert sich die geltende Dublin III Regelung nicht um hanebüchene moralische Fehlurteile.

    Ich denke ja immer noch, dass es effektiver wäre, das Personal in den Prüfstellen aufzustocken und die Abweisung der ca. 2/3 Asylanträge zu beschleunigen, die ohnehin nicht anerkannt werden.
    Wenn dann noch die Rückführung beschleunigt wird, wird auch Aufnahmekapazität frei, für die, die Asyl nach geltendem Recht auch bekommen könnten.

    In allen möglichen Fällen, in denen etwas schief läuft, schrei(b) der deutsche Michel danach, das Gesetzte geändert werden sollen. Nur in diesem Fall mag anscheinend niemand die Initiative übernehmen (außer Bayern).

  • #13
    ein anderer Stefan

    4: Ja, viele dieser Menschen hätten nie eine Chance, regulär nach Europa einzuwandern, weil Europa da sehr hohe Hürden setzt. Asyl ist ein Grundrecht. Den Antrag darf jeder stellen. Daran ist nichts illegales.

    3,8: Ja, vom großen Konflikt merken wir hier nicht viel, weil die meisten Menschen nicht bis hierher kommen. Deutschland hatte nach ´45 sehr viel Hilfe und Unterstützung, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Sich jetzt hinzustellen und sinngemäß zu sagen, es muss halt jeder sehen wo er bleibt, ist arrogant und kaltherzig. Die afrikanischen Staaten werden gezielt klein und schwach gehalten, um die Bodenschätze dort einfacher ausbeuten zu können. Das Hauptkapital für Ideen und Innovationen ist in der Tat Bildung. Wenn es so einfach wäre, in diesen Regionen ein adäquates Bildungssystem aufzubauen, wäre das sicher schon geschehen. Die Menschen würden dort sicher nicht fliehen, wenn es ihnen gut ginge und sie ein gutes Leben erwarten könnten. Die Hauptursache für Migration war schon immer der Versuch, bessere Lebensumstände zu erlangen. Dass Menschen sich über 1000e Kilometer auf den gefährlichen Weg begeben, zeigt deutlich, wie groß das Gefälle ist. Da liegt das Kernproblem: die wachsende Ungleichverteilung von Geld und Gütern. Wenn das nicht korrigiert wird, wird es sich verschärfen und die Konflikte werden größer.

  • #14
    keineEigenverantwortung

    @13:
    Wenn ich an meine Familie denke und meine Eltern aus ihrer Jugend berichten, kann ich wenig Unterstützung in der Nachkriegszeit erkennen. Es war ein sehr einfaches Leben, man musste riesige Anstrengungen unternehmen, um satt zu werden und mit 14 ging es in die Lehre bzw. zum Arbeiten. Frau in den Haushalt, Mann zum Puett.
    Wo war konkret diese riesige Unterstützung für Deutschland? Care Pakete? Luftbrücke? Marschallplan?
    Die Auswirkungen des Marschallplans gehören doch eher zum Bereich "Mythos".

    China hat einen riesigen Aufschwung hingelegt. Wo war die Unterstüzung?

    Aus meiner Sicht ist es ein schlechter Ratgeber, sich immer nur auf Ungerechtigkeiten zu konzentrieren und damit eine Helferspirale von außen auszulösen. Ungerechtigkeiten müssen, wenn es um Grundrechte geht, international beseitigt werden. Ungerechtigkeiten in Ländern etc. sind aber im Wesentlichen durch die eigene Bevölkerung zu lösen.
    Die Verteilungsprobleme sind in den meisten Ländern auch eher lokal zu lösen. Es gibt häufig sehr reiche Teile der Bevölkerung. Das Sozialsystem besteht darin, Hausangestellte etc. anzustellen etc.

    Warum sollte Afrika gezielt klein gehalten werden?
    Der Absatzmarkt wäre doch super! Weitere Handelspartner könnten doch zum Gesamtwohlstand des Planetens beitragen.

    Ich führe eine Migration durch, wenn ich die Chancen für eine bessere Zukunft als höher betrachte als das Risiko des Scheiterns. Zurzeit wandern auch viele Menschen aus Deutschland aus. Sie sehen mit ihren Qualifikationen bessere Chancen im Ausland. D.h. es geht immer nur um relative Wohlstandsgefälle. Das zeigen auch die Binnenwanderungen (z.B. vom Ruhrgebiet in den Süden Deutschlands).

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