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Bushido-Bambi? Yassir zurück nach Deutschland!

In Alles über Pop | 20 Kommentare | Von Nadia Shehadeh

Während Nicht-Vorzeigerapper Bushido gestern mit dem Bambi geadelt wurde, befindet sich sein Rapper-Kollege Yassir nach der Ausweisung aus Deutschland seit mittlerweile zwei Jahren noch immer ungewollt in Marokko. Zeit für einen Paradigmenwechsel und einen offenen Brief an den Bambi-Preisträger.

Lieber Bushido,

ich weiß nicht, was Du gestern vor der Bambi-Verleihung gemacht hast. Vielleicht hast Du Dir die Nägel maniküren lassen, um standesgemäß geschnudelt und genudelt Deinen „Integrationspreis“ in Empfang nehmen zu können. Oder über neuen Twitter-Poemen gebrütet, die Du nach dieser glorreichen Sause in die Welt abdrücken wolltest. Ich habe am Ende nur gelacht, und ich hoffe, in Nador/Marokko hat auch einer Deiner Musikerkollegen sich vielleicht köstlich amüsiert. Du kennst ihn mit Sicherheit. Yassir. Der Frankfurter Rapper, den der deutsche Staat vor knapp zwei Jahren ausgewiesen hat, da einiges schief gelaufen ist in seinem Leben und er aber dummerweise viele Jahre vorher den Fehler gemacht hat, die deutsche Staatsbürgerschaft nicht anzunehmen. Ich hoffe sehr, dass Yassir Spaß an dieser ganzen Farce hatte, denn am Ende bleibt Humor immer noch das Privileg derjenigen, die sonst nicht viel zu lachen haben. Und das kann ich Dir versichern, es ist mit Sicherheit keine Freude, wenn man von einer Gesellschaft, die heute feucht-fröhlich Integrationspreise vergibt, einen Arschtritt versetzt bekommt der einen geradewegs aus der eigenen Heimat ins relative Unbekannte befördert.

Wie dem auch sei, mein anfänglicher Ärger über diesen dämlichen Preis und dass er ausgerechnet an Dich ging ist ein wenig verflogen. Denn, seien wir ehrlich: Mit dieser ganzen Posse können wir nun diesen ganzen Integrationsquark mal hinter uns lassen, denn das Thema ist am Ende. Der Begriff ist durch. Es gibt nichts Abartigeres als eine Gesellschaft, die in Bezug auf die in ihr lebenden Menschen einen pathologisierenden Anpassungsdiskurs bis zum Erbrechen kultiviert. Vielleicht hätte ich ein bisschen mehr Respekt vor Dir, wenn Du den Preis abgelehnt hättest. Denn, mal ganz ehrlich, was soll das? Hast Du Dich das schon mal gefragt? Warum ausgerechnet Du, hier geboren und aufgewachsen, einen derartigen Preis auf`s Auge gedrückt bekommen solltest? Wo Du doch von nirgendwo immigriert bist und ein Steuern zahlendes Element unserer Gesellschaft bist (wenn auch abartig frauenfeindlich und auf`s derbste mit der ideologischen und ökonomischen Ausbeutung von Klischees jonglierend)? Und welchen Stempel lässt Du Dir mit diesem Preis eigentlich aufdrücken? Ersatzkanake? Oder „2. Generation“, gerechtfertigt durch die “primitive Logik der magischen Teilhabe, der Ansteckung via Kontakt und der sprachlichen Assoziation” (Pierre Bourdieu)?

Dieser Preis ist kein Ausdruck eines guten Willens, auch wenn „Willkommensgesellschaft“ eins der Schlagworte der letzten Monate ist – vielmehr ist dieser Preis Metapher der Abschreckungsgesellschaft, die bis heute in weiten Teilen noch nicht geschnallt hat, was Sache ist. Einer Gesellschaft, die sich bis heute anscheinend selbst nicht kennt, keinen wirkliche Identität hat und mit Freude am Blut rumrechnet, damit am Ende einer wie der in Deutschland geborene Anis Mohamed Youssef Ferchichi, also Du, eine Trophäe der Differenz in die Arme geschmissen bekommt. Aber lassen wir`s gut damit sein, denn am Ende ist dieser Preis für mich Anlass, endgültig die Integrationskategorie auf den Müllhaufen zu schmeißen und stattdessen mal über die andere Seite der schmutzigen Medaille zu gucken, die da heißt: Restriktive Gesetzgebung.

Gestern – also am Tag der Bambi-Verleihung – wurde nämlich ganz passend auch das Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft abgelehnt. Zivilrechtlich völlig sinnfrei, aber ganz dem Geiste entsprechend, der unser Land beherrscht: Für oder gegen uns. Und das wird Folgen haben. Zum Beispiel für die jungen Menschen, die sich aus diesem Grund dann vielleicht doch nicht dafür entscheiden einen Pass, dem sie ihrem „Herkunftsland“ zuordnen, abzugeben. Und die dann im schlimmsten Fall dasselbe Schicksal wie Yassir erleiden können: In Deutschland geboren und aufgewachsen, in diese Gesellschaft integriert mit allen exkludierenden Faktoren, massiv betroffen von Chancenungleichheit, eventuell Gefahr laufend, auf die schiefe Bahn zu geraten. Um irgendwann wenn der worst case dann vielleicht doch eingetroffen ist in ein Flugzeug Richtung sonstwo gesetzt zu werden. Läuterung und Einsicht wird dann keinen mehr interessieren, wohingegen ein Typ wie Du weiter über die Bühnen rüpeln wird und jungen Menschen dummes Zeug und beknackte Messages in die Ohren pflanzen kann. Hast Du Dich jemals für irgendwelche Deiner Lyrics entschuldigt? Oder zumindest geschämt? Kannst Du noch jeden Tag in den Spiegel gucken für all den ganzen Quatsch den Du schon auf Platten gepresst hast?

Wie gesagt, mach ruhig mit bei dem perfiden Spielchen, steck jeden Integrationspreis ein, den Du kriegen kannst, stell sie Dir am besten alle ins Klo damit Du draufgucken kannst wenn Du kackst. Und eins will ich Dir sagen: Nicht nur die beknackte Sarrazin-Debatte hat uns um Jahre zurückgeworfen, was respektable Diskussionsgrundlagen um Chancengleichheit, „Migrationshintergrund“ und Status betrifft – auch unser Hip Hop war schon mal um Längen besser. Und ich persönlich würde mich freuen wenn für jeden Bushido-Applaus ungefähr hundertmal „Yassir zurück nach Deutschland“ gebrüllt wird.

 



20 Kommentare und 1 Ping(s) zu »Bushido-Bambi? Yassir zurück nach Deutschland!«

  1. #1 | Joe sagt am 11. November 2011 um 11:00

    Sehr geiler Artikel!

  2. #2 | Pat Boone sagt am 11. November 2011 um 11:10

    made my day. chapeu frau shehadeh.

  3. #3 | Besserwisser sagt am 11. November 2011 um 12:33

    Habt ihr sie noch alle?
    Yassir ist ein Krimineller.
    Ein Schläger, Dieb, Räuber und Drogendealer. Mehrfach saß er im Knast, zuletzt sogar über 3 Jahre am Stück. Gelernt hat er daraus nichts.
    An seiner Abschiebung ist er ganz allein schuld.
    Seine Mutter machte sich die Mühe, für ihn die deutsche Staatbürgerschaft zu beantragen als er noch ein Jugendlicher war. Er hat sich (wohl gemerkt in D geboren und aufgewachsen) aktiv dagegen entschieden.
    Nach seiner hochkriminellen Karriere (immerhin 25 Verurteilungen) entging er erst knapp einem Abschiebeverfahren! Er hatte aber nichts besseres zu tun, als sich sofort nach Haftentlassung die nächste Anzeige einer Wirtin einzuhandeln und sich bei einem anderen Vorfall mit einem Taxifahrer mit der Polizei anzulegen.
    Sein Anwalt, der ihn eben noch vor der Abschiebung bewahrt hatte, legte sein Amt wegen “Blödheit seines Klienten” nieder.
    Jetzt sitzt er in Marokko und gibt den artigen, reumütigen Gutmenschen?
    Toll! Dann vergessen wir doch seine Taten! Ist ja eh nur die Gesellschaft schuld, dass er ein paar “dumme Entscheidungen” getroffen hat und als Jugendlicher auf die schiefe Bahn “geriet”, die er leider auch als erwachsener Mann ende 30 und 25 Veruteilungen später noch nicht wieder verlassen hat! Vielleicht sollten wir ihm auch noch einen Bambi geben? In der Kathegorie “Meiste Vorstrafen eines Künstlers national” vielleicht? Oder “kreativste Art ein unschuldiges Opfer brutal zusammenzuschlagen”?

    Ihr spinnt doch!

  4. #4 | Mir D. Ochegal sagt am 11. November 2011 um 12:54

    Liebe/r Autor,

    Äpfel und Birnen.
    Das ist das Einzige, was mir zu deinem Artikel einfällt.
    Sicher, sowohl der “Integrations”-Bambi, als auch der Empfänger und diese ganze Verleihung sind eine Farce. Geschenkt.
    Klar, Bushido ist ein gewissenloser, unkreativer (editiert – wir haben keine Lust uns von Bushido eine Anzeige einzufangen), der HipHop und deutschen Rap seit Jahren verunstaltet, und damit leider auch noch sehr erfolgreich ist.
    Natürlich hast Du mit all dem Recht.

    Was aber hat das mit Yassir zu tun? Woher der hinkende Vergleich?

    Besagter hat herzlich wenig mit der deutschen HipHop Kultur zu tun gehabt, all die Jahre, in denen wir nichts von ihm wussten. Er war ein Schwerkrimineller, der letzten Endes über seine eigenen Taten gestolpert ist. Er war ja nicht wegen Schwarzfahren im Bau, sondern wegen wirklichen Dingern. Abgeschoben wurde er letzten Endes nur, weil er nicht rechtzeitig vor seinen Verurteilungen die deutschen Papiere beantragt hat. Und, sobald man für seine Taten verurteilt wird, wird es nun mal schwierig, die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen.

    Yassir hat meines Wissens nach, erst während seines Knastaufenthalts zu Rap gefunden. Worauf ich hinauswill? Ja, ich mag es, wie er in Songs seine Reue formuliert. Ja, ich finde gut, dass er aus seiner Sicht eine Message mitgibt.

    Aber ihn deswegen kritiklos über alles stellen, und seine Rückkehr zu fordern geht einfach zu weit. Vor allem stört mich, dass nie einer darüber redet, was er alles getan hat, um dahin zu kommen, wo er hinkam. Reue ist gut und richtig. Und, Selbstreflektion betreibt er ausführlich. Aber er hat nun mal auch so richtig viel hier in unserem Land verbockt. Dafür musste er brummen. Und die Spätfolgen sind seine Abschiebung. Das hat er schön alleine hinbekommen. Ohne Zwang.
    Ohne irgendeinen Bezug zu Rap oder HipHop.

  5. #5 | der, der auszog sagt am 11. November 2011 um 14:08

    Bushido braucht kein Mensch, genauso wenig wie einen Yassir, ein Bambi oder den Burdaverlag

  6. #6 | Mir sagt am 11. November 2011 um 14:18

    Um den Bambi zu bekommen muß man nicht Mutter Teresa sein. Künstlerische Freiheit.

    Die Kritik an der (doppelten) Staatsbürgerschaft kann ich nur unterstüzen. Die BRD ist noch immer sehr weit entfernt von einem modernen Einwanderungsland! Ein Kritikpunkt darunter ist sicherlich die Abschiebepraxis bei jugendl. Kriminellen. Meiner Meinung nach ein eingestehen der eigenen Versagens bei der Sozialisation.

  7. #7 | Enrico sagt am 11. November 2011 um 16:25

    @Besserwissen

    full ack

  8. #8 | Chris sagt am 11. November 2011 um 16:34

    Wer sich jetzt hier in aller “Immer raus mit denen”-Manier ereifert, der sollte sich einfach an die Bigotterie erinnern, die hier geschildert wird:

    Nur zur Erinnerung, Bushido: Körperverletzung, Urheberrechtsverletzungen, Frauenfeindlichkeit, Homophobie und und und… Doch die Kasse stimmt und der Pass ist auch der richtige. Also.

    Yassir hat eine kriminelle Vergangenheit, klar. Aber da muss man sich mal daran erinnern dass er letzten Endes hier kriminell und drogenabhängig geworden ist.

    Jeden rauszuschmeißen bloß weil er grad nicht das richtige Stück Papier in der Hand hat halte ich für ein völlig falsches Signal. Zumindest müsste fair über Rückkehr verhandelt werden – vor allem, wenn doch klar ist, was das Heimatland ist.

  9. #9 | Ingo [NRW] sagt am 11. November 2011 um 16:47

    “Bushidos” Weltanschauung, sein Frauenbild, sein gesamtes, nach Außen durch seine Musik und viele seiner Interviews kommuniziertes Gehabe soll also “Integration” sein?

    Integration in eine Welt voll Schwulenhaß, Frauenfeindlichkeit und aggressiver Selbstsucht und -justiz?

    Na, herrlich…

  10. #10 | Bookmarks for November 10th through November 11th – LostFocus sagt am 11. November 2011 um 19:01

    [...] Bushido-Bambi? Yassir zurück nach Deutschland! | Ruhrbarone [...]

  11. #11 | Manfred sagt am 12. November 2011 um 10:46

    Thomas D zu Sido und Bushido:

    “Sie berichten aus einem Leben, das sie teilweise selbst führen, sie sind also authentisch. Sie sprechen die Sprache einer perspektivlosen Jugend. Dadurch haben sie eine Daseinsberechtigung. Ich persönlich muss sie dadurch nicht gut finden, aber ich würde sie nicht verbieten wollen. Die große Zeit des Hip-Hop ist eh vorbei, Bushido ist zwar der Star der Szene, aber die Verkaufszahlen von heute sind gering. Ob der Gangster-Rap dazu beigetragen hat oder ob er diese Musik eher eine Zeit lang oben gehalten hat, kann ich nicht sagen.”

    http://www.derwesten.de/kultur/thomas-d-setzt-nur-luft-in-schwingungen-id6053894.html

  12. #12 | Capreolus capreolus sagt am 12. November 2011 um 11:57

    @ Manfred

    … und der “Bambi” hat Bushido jetzt echt ne Menge “street cred” gebracht …

    http://www.urbandictionary.com/define.php?term=street+cred

  13. #13 | Olaf Mertens sagt am 12. November 2011 um 13:33

    Ist doch eine interessante Gegenüberstellung, die zeigt wie absurd der Umgang mit Staatsbürgerschaft/Nationalität ist. Beide wachsen hier auf und werden straffällig, der eine darf bleiben, der andere wird in ein Land abgeschoben aus dem er nicht kommt. Da ich, wie der anonyme Besserwisser-Rüpel und sein Full-Ack-Claqueur weiter oben festgestellt haben, spinne und sie darüber hinaus nicht mehr alle habe, erlaube ich mir das schwachsinnig und ungerecht zu finden. Kleiner Trost für Yassir – der Bambi kann ja nix wert sein – man bekommt schon einen , wenn man so unglaublich couragiert ist, für schlappe 25 Mio Dollar Gage in Babelsberg den Stauffenberg zu geben…

  14. #15 | Stefan Laurin sagt am 12. November 2011 um 15:35

    @Ingo: Daswar wohl Heinis letzteChancevor seinem Ableben noch einmal in die Medien zu kommen

  15. #16 | Manfred sagt am 12. November 2011 um 16:26

    @ Capreolus capreolus
    Welch genialer Link – Dankeschön ! :-)

  16. #17 | Arnold Voß sagt am 13. November 2011 um 12:08

    Wenn ich den Liedtext von Yassir richtig verstanden habe, braucht er vor allem Mutti und den lieben Gott um wieder ein Guter zu werden. Und wenn ihm doch noch mal einer dumm kommt wird er ihm natürlich wieder die Fresse polieren. Schon wegen der Ehre. Und weil er natürlich immer noch der stärkste von allen ist.

    Das Elend muslimischer Männlichkeit in Reinformat.

  17. #18 | Thomsn Mole sagt am 16. November 2011 um 17:50

    Bushido ist genau das richtige um als Integrationstanzbärchen mit Smoking sein Bambichen in Empfang zu nehmen. Er zeigt worum es im Deutschland geht: Integration heißt Unterwerfung. Dabei war Bushido schon immer ein unterworfenes Subjekt, dem als Männchen Sexismus als Ventil gelassen wird: Jetzt ist er eben das Symbol für integrierte Unterwerfung und kann dann demnächst mit Bobelchen und anderen Grabschonkels sich bei peinlichen Events mit Champusgläschen zuprosten und den ewigen Ich-War-Mal-Ein-Ganz-Böser-Junge-Tanzbär spielen und anzügliche sexistische Bemerkungen machen.

    Das Elend akkulturalisierter deutscher Männlichkeit im Reinformat

    merci nadia für dein Statement und das AC Video (große Kunst!): Operation § 3!

  18. #19 | mir sagt am 19. November 2011 um 21:57

    Herr Voss, den Macho findet man nicht nur bei männl. Muslimen. Genannt sei vielleicht der prominenteste Katholik, Silvio Berluscuni . Eine spezielle Religion ist es nicht, die diesen Typus Mann herausbringt. Bitte nehmen sie sich nicht aus der Verantwortung, indem sie diese Maennlichkeit einer Religion zuschieben.

  19. #20 | Arnold Voß sagt am 20. November 2011 um 11:06

    @ MIR # 19

    Keine Frage, Machos gibt es nicht nur bei den Muslimen. Aber zusammen mit dem verqueren Ehrbegriff und den immer noch extrem patriarchalischen Familienstrukturen ist der muslimische Macho ein besonders aggressive Ausprägung dieses Männertyps. Berlusconi als italo-katholische Macho ist dagegen eine besonders lächerliche. Witzfiguren der Männlichkeit sind allerdings beide Sorten.

  20. #21 | B. Sangiuliano sagt am 26. November 2011 um 18:11

    Bravo Bushido

    Ich gönne dir den Preis von ganzem Herzen. Super wenn man zu seiner Vergangenheit steht und Fehler zugibt. Mir ist ein offener Mensch lieber als die Pseudobraven.
    Und lieber Herr Heino: Gut das sie den Preis zurück schicken. Es zeigt eigentlich nur das sie recht wenig mit Tolleranz am Hut haben, das ist ein wichtiger Teil der zur Integration gehört.

    Habt ihr nichts besseres zu tun als andere Menschen vieleicht vorschnell zu verurteilen ?

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