6

BVB: Der Verein sollte Robert Lewandowski zu einer Entscheidung drängen

Robert Lewandowski (BVB), Foto: (c) Christopher Neundorf

Robert Lewandowski (BVB), Foto: (c) Christopher Neundorf

Die jüngste Meldung der Kollegen von Sky, wonach der Wechsel von BVB-Stürmer Robert Lewandowski zum FC Bayern München inzwischen bereits fix sei, und der anschließende Versuch des Stürmers die Diskussionen über einen längerfristigen Verbleib in Dortmund, oder einen Vereinswechsel möglichst in den kommenden Sommer zu verschieben, das Alles entsteht so ja nicht einfach durch reinen Zufall. Und mal ganz ehrlich, inzwischen nervt es doch nur noch. Oder?

Robert Lewandowski und sein Management selber könnten die Spekulationen doch ganz leicht beenden, indem man nach monatelangen Vertragsverhandlungen mit dem BVB nun endlich mal Farbe bekennt.

Mag dieser Schwebezustand, welcher ja übrigens auch schon bei der Fußball-EM im letzten Sommer vorherrschte, am Ende vielleicht für den Polen selber von (in erster Linie) finanziellem Vorteil sein, wird er aber so langsam für alle anderen Beteiligten zu einem nur noch lästigen Problem.

Das Thema lenkt massiv vom Fußball ab, was auch den Erfolg der Mannschaft für Coach Klopp und die Mitspieler, da kann man relativ sicher sein, unnötig erschwert. Und die seit Monaten periodisch immer wieder auftauchenden Meldungen und Dementis zum Thema Lewandowski verzögern und verkomplizieren für die Borussia zudem auch die Kader-Planungen für die neue Saison.

Ich hatte mich hier bei den Ruhrbaronen schon im letzten Herbst zu dem Thema geäußert:

http://www.ruhrbarone.de/fussball-bvb-stuermer-robert-lewandowski-ist-nicht-unersetzlich/

Damals schon hatte ich für eine rasche Entscheidung ‚geworben‘, hatte erklärt, dass Lewandowski beim BVB, meiner Meinung nach, keinesfalls ‚unersetzlich‘ ist, wenn sein möglicher Weggang aber natürlich schon eine beachtliche Lücke reißen würde.

Verändert hat sich die Situation seither nicht.

Umso wichtiger fände ich es aber nun, wenn der Verein Lewandowski zu einer raschen Entscheidung drängen würde, und diese dann auch kurzfristig öffentlich bekannt gemacht würde.

So könnte sich der BVB, gerade auch wenn der Pole schon zur neuen Saison ein anderes Vereinstrikot tragen sollte, bereits verbindlich nach einem möglichst hochkarätigen Ersatzmann umschauen.

Und Fans und Teamkollegen wüssten auch endlich woran sie in dieser Frage sind.

Nach einem kurzen Aufschrei der Freude oder der Enttäuschung könnte die freigewordene zusätzliche Konzentration auf den nächsten Pflichtspielgegner gelegt werden.

Für die Sache, für den Erfolg des Vereins, wäre das sicherlich so oder so gut.

Eine kurzfristige Entscheidung hätte also wohl nur Vorteile, außer vielleicht für den Stürmer und seine Berater, welche die Gehaltsforderung des Polen dann vielleicht nicht noch weiter bis auf ein absolutes Maximum hochtreiben könnten. Aber mal ganz ehrlich, so schlecht sind die kolportierten Zahlen ja bisher auch nicht.

Hätte der 24-jährige ein ‚Herz‘ für den BVB, Spaß weiter ein wichtiger Teil dieser sich toll entwickelnden Truppe zu sein, so wie manch andere Kollegen im Kader, welche bereits vor ihm alle langfristig verlängert haben, warum sollte er sich nicht auch jetzt schon für die Vertragsverlängerung entscheiden? Je länger er noch zögert, je mehr deuten die Zeichen auf Abschied.

Daher: Liebe BVB-Verantwortliche, drängt in der Sache endlich zu einer Entscheidung und behaltet dadurch das ‚Heft des Handelns‘ in der eigenen Hand!

Kommt es doch noch zur Vertragsverlängerung über 2014 hinaus, lässt der BVB den Kontrakt in 2014 auslaufen, oder gibt es einen vorzeitigen Wechsel des Stürmers im kommenden Sommer?

Eine Entscheidung muss nach dem monatelangen Gezerre nun bald mal her!

Auch wenn die daraus resultierende Nachricht dann viele Fans vielleicht zunächst bitter enttäuschen mag. Der Verein sollte sich von keinem Spieler und seinen Beratern über Monate hinhalten lassen. Und Verhandlungs- und Bedenkzeit gab es doch inzwischen eigentlich bereits mehr als reichlich.

RuhrBarone-Logo

6 Kommentare zu “BVB: Der Verein sollte Robert Lewandowski zu einer Entscheidung drängen

  • #1
    Berry

    mir wird nicht klar warum, Robin!?

    Nur damit Deine Neugierde befriedigt wird?

    Vielleicht wissen die Beteiligten schon bescheid und wollen in Ruhe einen neuen Stürmer suchen, oder es ist nichts klar und BVB erhofft sich mehrere interessierte Vereine.

    Lewandowski soll einfach die Klappe halten und Tore schießen.

  • #2
    Robin Patzwaldt

    @Berry: Damit endlich wieder Ruhe einkehrt. Ich befürchte, dass solange die Entscheidung nicht öffentlich wird, das Thema immer wieder auftauchen wird. So wie seit ca. einem Jahr inzwischen.

  • #3
    kiesel

    Zum Saisonende sollte das Problem erledigt sein. Vorher ist es nicht nötig.

    Ein Auslaufen des Vertrages in 2014 wäre für den BVB die schlechteste Lösung. Es würde dann keine Ablösesumme mehr kassiert werden können und der neue Verein (Bayern München?) bekäme einen Topstürmer quasi zum Schleuderpreis.

    Solange Lewandowski auf dem jetzigen Niveau spielt, kann man sich mit einer Klärung noch Zeit lassen, aber wenn es ums Geld geht, und darum geht es immer, dann lautet die Deadline Saisonende 2012/2013.

  • #4
    Ulf

    Wer ist denn eigentlich verantwortlich dafür, dass “das Thema immer wieder auftauchen wird”?
    Jahrelange Erfahrung hat uns doch gelehrt, das solche Entscheidungen letztendlich unwichtig sind. Egal, ob es um Sahin, Kagawa, Helmer, Möller, Konietzka oder Brungs ging. Spieler haben schon immer die Vereine gewechselt, und gepokert wurde auch schon immer. Diese ganze “Problematik” beruht doch nur auf Mediengelaber.
    Und jetzt mache ich mich auf den Weg zur Südtribüne und freue mich darauf, Robert spielen zu sehen. Wichtig is’ nämlich auf’m Platz!

  • #5
    Robin Patzwaldt

    Darf ich dann mal kurz an diesen Text hier aus März 2012 erinnern:

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/bvb/lewandowski-berater-wollte-heile-bvb-welt-nicht-stoeren-id6470543.html

    Der ist jetzt 11 Monate (!!!) alt. Seither habe ich x-Stellungnahmen von den Beratern gelesen und gehört.
    Hat sich seit März 2012 aber an der Vertragssituation etwas verändert? Kann ich nicht erkennen.
    Warum hat sich seit nun 11 Monaten Verhandlungen denn wohl noch nichts Konkretes ergeben? Ist das die Schuld der Medien?
    Oder liegt es vielleicht doch am Poker des Lewandowski-Managements?

  • #6

Hinterlasse eine Antwort

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>