Ruhrbarone » Ruhrgebiet

  2

Ein Kessel Buntes, Liveticker zu den Demonstrationen in Dortmund

In Ruhrgebiet | Am 23 August 2014 | Von Autorengruppe

IMG_20140823_113701Hausbesetzer, Nazis und der CSD. Heute finden in Dortmund gleich mehrere Demonstrationen und Aktionen statt. Wie immer zu solchen Ereignissen tickern wir live.

17.13 Uhr: Immer noch befinden sich die Nazis in der U-Bahn Station. Zuerst hatte man angenommen, dass sie sich mit der U43 in Richtung Dorstfeld verkrümeln würden, aber bislang waren die entsprechenden Bahnen leer.

17.05 Uhr: Irgendwie ist es der Polizei gelungen, die Nazis in die U-Bahn zu bekommen. Allerdings hatte man dabei vergessen, dass U-Bahn Stationen in der Regel mehr als nur einen Zugang haben. Gefährlich wurde es, als man hektisch versuchte, weitere Zugänge abzuriegeln. So stürzte z.B. ein Polizeipferd auf der nicht gerade wenig befahrenen Rheinischen Straße…

17.02 Uhr: Die Polizei erscheint weiterhin massiv überfordert von der Lage, zu wenig Einsatzkräfte sind vor Ort. “Wie denn?” war die entnervte Antwort eines Polizisten auf die Aufforderung seines Zugführers, eine Kette zu verstärken.

16.59 Uhr: Weiterhin tätliche Angriffe durch Nazis auf Vertreter der Presse…

16.57 Uhr: Tätlicher Angriff von Nazis auf Springer Pressefotografen und keine Polizei in Sicht.

16.53 Uhr: Es war abzusehen. Beim Versuch die Nazis in Richtung des U-Turmes wegzuführen, muss die Polizei massiv Gegendemonstranten und Blockierer abzudrängen. Flaschen fliegen aus den Reihen der Nazis auf die Gegendemonstranten, die weiterhin nun auch versuchen, die Kampstraße zu blockieren.

16.40 Uhr: Ziemlich entnervt rollen die Nazis ihr Geraffel wieder ein, man hat wohl die Lust verloren, obwohl ihr Spuk bis 18.00 Uhr angemeldet gewesen ist. An dieser Stelle stellt sich die spannende Frage, wie es der Polizei gelingen soll, die Nazis vom Ort ihrer Veranstaltung wegzuführen, zwischen Demonstranten, Blockierern, Zäunen und Hauswänden geht es extrem eng zu… und weiterhin ist die Polizei nur mit wenigen Einsatzkräften vor Ort… Gerade wird gemeldet, dass die Polizei die Kampstraße versucht abzuriegeln, womit sie allerdings auch den einzig möglichen Abmarschweg der Nazis blockiert…

16.30 Uhr: Und erlöse uns von dem Übel… Wenn man schon doof rumsteht, dann sollte man genauestens darauf achten, wo man doof rumsteht. Eng wie es an der Kampstraße, Ecke Petrikirchhof, zugeht, stehen wohl einige der braunen Kameraden auf dem Privatgelände der Petrikirche, was der Küsterin so gar nicht gefällt. Diese hat sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt, um die Nazis von ihrem Gelände entfernen zu lassen…

Hinter Gittern

Hinter Gittern

16.12 Uhr: Eingekeilt von Demonstranten, Baugittern stehen die Nazis in ihrer Ecke herum und versuchen weiterhin, ihre Kundgebung abzuhalten. Wobei die Betonung hier ganz deutlich auf “versuchen” liegt, denn ihnen schlägt unglaublicher Lärm entgegen, Sprechchöre, Pfiffe, Rufe, sogar eine Sirene haben die Gegendemonstranten herangeschleppt, um sich den Nazis entgegenzustellen.

16.08 Uhr: Chaotisch… So beschreiben die Kollegen vor Ort die Arbeit der Einsatzleitung der Polizei, die heillos überfordert erscheint

Kundgebung

16.00 Uhr: Erst hiess es, sie dürften nicht, nun dürfen sie doch… 50 Anhänger der Antifa wollten zu den Nazis durchbrechen, wurden jedoch durch massiven Einsatz der Reiterstaffel daran gehindert. Trotzdem sieht es so aus, als hätte die Polizei zur Zeit zu wenig Einsatzkräfte vor Ort, denn letztendlich war man gezwungen, den 50 Leuten zu erlauben, an der Gegendemonstration teilzunehmen.

15.55 Uhr: Die Nazis haben mit ihrer Demonstration begonnen und irgendeiner von ihnen ist gezwungen worden, die erste Rede zu halten. Was er möglicherweise zu sagen hätte ist allerdings nicht zu verstehen, zu laut ist der Protest der Gegendemonstranten. Die Polizei hat ihre Zusage eingehalten, dass Protest in Sichtweite der Nazis möglich sein würde. Allerdings stehen sich Nazis und Gegendemonstranten in Sichtweite eines sehr, sehr, sehr kurzsichtigen Menschen gegenüber, lediglich 5 Meter und eine Doppelreihe Polizei trennt beide Gruppen.

15.51 Uhr: Gerade wird gemeldet, dass die Demonstration im Rahmen des CSD beendet worden ist.

15.46 Uhr: Wir müssen etwas richtigstellen: Die Blockade ist nicht von der Polizei geräumt worden, sondern steht weiterhin, trotz der mittlerweile erfolgten dritten Aufforderung durch die Polizei. Es sind lediglich drei der Blockierer von der Polizei fortgetragen worden, warum, weshalb und wieso können wir an dieser Stelle nicht sagen.

15.35 Uhr: Mittlerweile haben die Nazis ihre Transparente entrollen können und fordern darauf, neben dem üblichen Geschwurbel, auch die Wiedereinführung des Paragrafen 175 StGb und nehmen damit auf abstoßende Weise Bezug zum zeitgleich stattfindenden CSD… nicht bekannt ist, was Michael Kühnen zu dieser Forderung gesagt hätte…

15.33 Uhr: So wie es aussieht hat die Polizei mit der Räumung der Blockade begonnen und schon ein oder zwei Blockierer fortgetragen. Nur wenige Meter trennen die demokratischen Demonstranten von den Nazis, es wird laut

12.27 Uhr: Auf der Kampstraße werden die Nazis von der Polizei an den sie blockierenden Ultras vorbeigeführt. Es wird laut und vereinzelt fliegen Wurfgeschosse aus den Reihen der Nazis. Einen Ausbruchsversuch der Nazis in Richtung des Westenhellweges konnte die Polizei jedoch erfolgreich verhindern.

15.21 Uhr: An den Katharinen Treppen erfolgte gerade die zweite Aufforderung der Polizei an die Demonstranten, die Blockade aufzulösen.

15.15 Uhr: Nicht ganz so lustig wie kickende Ultras ist der Umstand, dass es nun doch um die 70 Nazis sein sollen, die auf der Kampstraße unschlüssig herumstehen…

15.13 Uhr: Ganz in Vergessenheit geraten ist, dass heute nicht nur demonstriert und gegendemonstriert wird, sonder Fußball soll ja auch noch gespielt werden… Nachdem einige BVB Ultras den Nazis im wahrsten Sinne des Wortes vor der Nase herumgetanzt sind und Fußball gespielt haben, erteilte ihnen die Polizei flugs die rote Karte, Platzverweis… aber bevor man sich in die Katakomben zum Duschen verabschiedet, macht man noch ein paar Manschaftsbilder mit der Polizei…

15.05 Uhr: Und immer noch stehen die Nazis dumm rum und warten… warten darauf, dass sie vielleicht doch noch auf den geplanten Platz kommen… dass ER wieder aufersteht… oder auf was auch immer…

15.00 Uhr: Gerade ist die CSD Demo unten an der Katharinen Treppe angekommen und wird dort ihre Abschlusskundgebung abhalten. Damit ist der Bereich an dem die Nazis eigentlich haben demonstrieren wollen endgültig dicht.

14.55 Uhr: Viel war in den letzen Wochen vom Nipster zu lesen, dem hippen Nazi von Nebenan… in Dortmund angekommen scheint dieser Trend jedoch noch nicht zu sein… Vollbartquote unter 20 Prozent und auch sonst modemäßig eher auf den hinteren Plätzen angesiedelt…

image-7

14.40 Uhr: Auf der Suche nach Alternativen scheinen sich die Nazis für die Kampstraße entschieden zu haben, um dort, in knapp 100 Metern Entfernung zu den Gegendemonstranten, mit ca. 40 Leutchen eine Kundgebung abzuhalten.

14.45 Uhr: Es bewegt sich was. Eigentlich wäre nun der Zeitpunkt, zu dem die Blockade hätte aufgelöst werden sollen. Allerdings haben die Demonstranten anderes im Sinn und setzen sich an die strategisch wichtigen Zugänge zur Katharinen Treppe. Lange hatte man von der Polizei wenig bis nichts gesehen und dann kommen sie plötzlich wie Kai aus der Kiste. Offenbar hatte sich eine größere Zahl von Bereitschaftspolizisten in einem benachbarten Bürogebäude aufgehalten und ist nun im Bereich der Katharinen Treppe aufgezogen.

Siegfried Borchardt und Kumpane...

Siegfried Borchardt und Kumpane…

14.30 Uhr: Im Bereich der Veranstaltung zum CSD formiert man sich nun langsam. Geschätzte 200 bis 300 Leute wollen dort gleich mit ihrer Demonstration beginnen.

14.24 Uhr: Allgemein wird gerade viel spekuliert, wie es auf der Katharinen Treppe, oder sonst wo, heute weitergeht. Steht SS- Entschuldigung, SA Siggi mit einigen Kumpanen noch ziemlich unschlüssig vor dem Bahnhof herum, so geht man in den Reihen der Blockierer nicht davon aus, dass die Nazi Veranstaltung verlegt wird, man würde, dort wo man sitzt, “goldrichtig” sein.

Blockade Katharinen Treppe

Blockade Katharinen Treppe

14.10 Uhr: So… und um viertel vor drei geht ihr bitte alle nach Hause… so oder so ähnlich stellt sich jedenfalls die Polizei den weiteren Verlauf auf der Katharinen Treppe vor. Nach dieser ersten Ansprache durch die Polizei sieht es jedenfalls nicht so aus, als hätten die Demonstranten und Blockierer besonders große Lust, dieser Aufforderung nachzukommen. Auch die zweite Blockade ist nun eine ordentlich angemeldete Kundgebung.

14.00 Uhr: Wenig zu berichten gibt es derweil auch vom CSD. Dort baut man in aller Ruhe auf und wundert sich allerhöchstens, über die “leicht erhöhte” Präsenz der Polizei. Die wiederum betont, dass das nichts mit dem CSD zu tun hat… “Die sind ja alle lieb”, trotzdem ist man gleichwohl auch nervös, schließlich sei in Dortmund heute eine ganze Menge los…

13.50 Uhr: Zweite Blockade. Aktuell haben ca. 30-50 Leute eine weitere Versammlung angemeldet und versuchen, die Schmiedingstraße zu blockieren. Damit wäre auch der letzte Zugang dicht, über den die Nazis hätten versuchen können, mit ihrem Lautsprecherwagen in die Nähe der Katharinen Treppe zu gelangen.

13.15 Uhr: Während Blockado oben auf der Katharinen Straße demonstriert und blockiert, bauen Teilnehmer des CSD unterhalb der Katharinen Treppe ihren Lautsprecherwagen auf. Damit ist der Kundgebungsort der Nazis quasi dicht.

Blockade auf der Katharinen Treppe

Blockade auf der Katharinen Treppe

13.10 Uhr: “Wir haben Platz genommen und werden hier bleiben”, so Stefan Michaelis, Pressesprecher von Blockado. Das Bündnis geht zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, mit der Blockade die Demonstration der Nazis erfolgreich ver- oder behindert zu haben.

13.05 Uhr: Pünktlich wie die Maurer. Wie angekündigt, hat Blockado um 13.00 Uhr mit der Blockade auf der Katharinen Straße begonnen. Waren es zuerst knapp 100 Demonstranten, so hat die Demo in der Zwischenzeit starken Zulauf bekommen und ist auf ca. 200-250 Personen angewachsen.

12.45 Uhr: Die Reiterstaffel der Polizei zieht heran. Nicht gerade klassisches Kavallerie Gelände, die Kampstraße, aber so hat man wenigstens die Gelegenheit, die schönen Pferde zu bewundern.

12.35 Uhr: In der Zwischenzeit gibt es wenig zu berichten von den Besetzung der St. Albertus Magnus Kirche in Dortmund. Um die Wahrheit zu sagen, wir wissen nicht, ob es von dort etwas zu berichten gibt, denn dort hat man die Bude verammelt und verweigert, mit dem Hinweis auf eine Pressekonferenz, so ziemlich jedes Gespräch. Nicht nur wir, sondern auch die Kollegen des WDR, standen dort vor verschlossen Türen und verschlossenen Mündern… Kommunikation 0.0 nennt man das wohl heute…

Besetzte St. Albertus Magnus Kirche

Besetzte St. Albertus Magnus Kirche

12.30 Uhr: Langsam, also wirklich langsam, so langsam, dass die Zivilstreife keine Probleme mit dem Zählen und Melden hat, treffen die ersten Gegendemonstranten von Blockado auf der Katharinen Treppe ein.

12.20 Uhr: Während er ziemlich allein auf der Katharinen Treppe herumlungert, äusserte sich Hanns Jörg Rohwedder, MdL der Piratenpartei, gerade einem Kollegen gegenüber zur Verhaftung des Welt Journalisten Ansgar Graw in den USA. “Endlich hat’s mal einen von Springer erwischt!”… “Wird Zeit, dass Ihr in zwei, drei Jahren endlich aus dem Landtag verschwindet!”, so die prompte Antwort unseres Kollegen vor Ort.

12.00 Uhr: Sollte sich noch jemand auf den Weg machen wollen, um den Nazis den Platz streitig zu machen, so wird es langsam eng. Langsam aber stetig versammelt die Polizei Einsatzkräfte auf dem Platz auf der Katharinen Treppe.

11.40 Uhr: Das wäre ihr Preis gewesen… die effektivste Art, den Nazis heute in die Suppe zu spucken, hat man leider verpennt. Anstatt den Platz der geplanten Nazi Demo schlicht und ergreifend einfach zu blockieren, scheint man lieber ausschlafen zu wollen. Auf der Katharinen Treppe gilt der alte Satz: Sie sehen… sie sehen nichts! Lediglich die Polizei ist schon mit zwei Fahrzeugen vor Ort. Auch ansonsten ist in der Stadt, im Gegensatz zu ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit, wenig Polizei zu sehen.


  0

Seeed

In Dortmund, Kultur, Ruhrgebiet | Am 23 August 2014 | Von Stefan Laurin

Seeed, Sonntag, 24. August, 19.30 Uhr, Westfalenpark, Dortmund


  1

Der Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 23 August 2014 | Von Stefan Laurin

NRW-Ministerpäsidentin Hannelore Kraft (SPD) bekommt von der britische Generalkonsulin Susan Speller ein kleines Lebensmittelpaket überreicht. Foto: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Wilfried Meyer

NRW-Ministerpäsidentin Hannelore Kraft (SPD) bekommt von der britische Generalkonsulin Susan Speller ein kleines Lebensmittelpaket überreicht. Foto: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Wilfried Meyer

NRW: Beamte erhalten nun doch mehr Geld…Welt

NRW: Krafts Regierungsfehler…Post von Horn

MRW: Jetzt muss NRW noch mehr sparen…Der Westen

NRW: Das dicke Ende kommt noch…RP Online

Debatte: Käßmanns Pazifismus weckt Unmut bei Protestanten…Welt

Debatte: Palim liegt nicht in Palästina…Jungle World

Ruhrgebiet: RWE will seine Stiftung langfristig aufgeben…Der Westen

Ruhrgebiet: Emscher-Umbau als Vorbild…Der Westen

Bochum: Donezks Partnerstadt Bochum kann nicht helfen…Welt

Dortmund: Hausbesetzung – Es ist eine Kirche…Ruhrbarone-Dortmund

Duisburg: FOC – Immer mehr Politiker wollen den Ausstieg…RP Online

Duisburg: Asyl in Duisburg – Suche nach der Alternative zur Zeltstadt…Der Westen

Essen: Das Land hält weiter an seinem Ausstieg aus dem Flughafen Essen-Mülheim fest…Radio Essen

Essen: Diskussion um Sturm-Skulpturen im Moltkeviertel…Der Westen

 


  3

Diskussion über Hausbesetzung im Ruhrgebiet

In Dortmund, Ruhrgebiet | Am 22 August 2014 | Von Michael Reiners

45114_101279083265800_7842885_n

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wurden im Ruhrgebiet nach längerer besetzungsfreier Zeit wieder öffentlichkeitswirksam Häuser besetzt. In Essen besetzte eine Gruppe freier Künstler Mitte Juli ein ehemaliges Verwaltungsgebäude des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), das bereits seit mehreren Jahren leer gestanden hatte. Einen knappen Monat später besetzte die Initiative für ein Unabhängiges Zentrum Dortmund die ebenfalls seit Jahren leerstehende und vom Verfall bedrohte Kronen Brauerei an der Märkischen Straße. Beide Initiativen wurden auf Wunsch der Eigentümer von der Polizei geräumt. Beide Besetzungen hatten gemein, dass sich die Kritik der Aktivisten dezidiert gegen die Entscheidungen und das Gebaren der Verantwortlichen des ... weiterlesen →


  0

Spurensuche im Jenseits – Die bizarren Methoden moderner Geisterjäger

In Ruhrgebiet | Am 22 August 2014 | Von Meldung

Ghosthunting – Geisterjagd. Klingt spannend, spooky, strange. In jedem Fall amerikanisch. Nach dem Vorbild der US-Serie „Ghost Hunters“ gehen auch hierzulande immer mehr Menschen auf die Parapirsch. Die Ghosthunter selbst sehen ihre Tätigkeit dabei als wichtig, wissenschaftlich, wirkungsvoll an. Unbestritten ist: Menschen haben Spukerlebnisse- und leiden darunter. Sie hören Geräusche und Stimmen, spüren Wesenheiten, sehen Schatten und Schemen – wo eigentlich nichts ist. Oder doch? Wie kommt das? Sind es wirklich Geister Verstorbener, die noch schnell eine Nachricht loswerden wollen? Paralleluniversen, die unseren Raum durchdringen? Sind die Spukopfer gar alle psychisch gestört? Oder wieso sollte sich sonst mit Ruhrbarone-Autor Sebastian Bartoschek ein Psychologe daran machen, etwas zur Klärung dieser Fragen beizutragen? Eine Reise durch die Welt von Spuk, Wahrnehmung und vielleicht unklärbaren letzten Fragen.  Mehr Infos hier


  1

Theater Dortmund beginnt neue Spielzeit: “Kulturgenuss mit Format”

In Dortmund, Kultur, Ruhrgebiet, Umland | Am 22 August 2014 | Von Ulrike Maerkel

Alexander Klaws als Jesus Christ Superstar, Foto: Marcel Schaar

Alexander Klaws als Jesus Christ Superstar, Foto: Marcel Schaar

Startschuss mit Genuss – die neue Spielzeit hat begonnen

Die Theaterferien sind zu Ende und unter dem Motto Kulturgenuss mit Format meldet sich das Theater Dortmund zurück aus der Sommerpause. Die Freude über die Produktionen der neuen Spielsaison ist bei allen sichtbar – die Highlights werden noch einmal vorgestellt. Die fünf Spartenleiter Jens-Daniel Herzog (Oper), Andreas Gruhn (Kinder- und Jugendtheater), Xin Peng Wang (Ballett), Kay Voges (Schauspielhaus) und Generalmusikdirektor Gabriel Feltz begrüßen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters. Gemeinsam stimmt man sich auf die neue Spielzeit ein.

weiterlesen… →


  0

Ruhrparlament bleibt riesig

In Politik, Ruhrgebiet | Am 22 August 2014 | Von Stefan Laurin

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

Das Ruhrparlament wird statt 71 künftig 138 Abgeordnete haben. Die Landesregierung wird nicht in das Verfahren eingreifen.

In einer Antwort auf eine Bitte der FDP-Fraktion im NRW-Landtag um eine Stellungnahme teilte Innenminister Ralf Jäger mit, dass die Landesregierung nicht plant, etwas gegen das aufgeblasene Ruhrparlament zu unternehmen. Weil die rechte Splitterpartei UBP im Kreistag Recklinghausen genug Stimmen bekam, um einen Sitz im Ruhrparlament zu erhalten, wird dieses  nun massiv vergrössert werden müssen. Dass der UBP Kandidat sein Mandat nicht wahrnehmen wird, ist egal. Durch den theoretischen Einzug der UBP reichen nun 10.490 statt gut 17.000 Stimmen für einen Platz im Parlament. Um die Verhältnisse zu wahren, müssen nun die anderen Parteien Ausgleichsmandate weiterlesen… →


  0

Fettes Brot

In Kultur, Ruhrgebiet | Am 22 August 2014 | Von Stefan Laurin

Fettes Brot, Samstag, 23. August, 19.30 Uhr, Zeltfestival Ruhr, Bochum


  0

Der Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 22 August 2014 | Von Stefan Laurin

hassdemo_opfer

Essen: Polizisten zeigen Dutzende Anti-Israel-Demonstranten an…Der Westen

NRW: Hannelore Kraft einigt sich mit Beamten…RP Online

NRW: Steinzeitinternet im ländlichen Nordrhein-Westfalen…Welt

NRW: Wohnungen 5,8 Prozent teurer…RP Online

NRW: Mittelstand  rechnet mit einer Konjunkturdelle…Der Westen

NRW: In 63 Berufen fehlt der Nachwuchs…RP Online

Bochum: Handwerksbetrieb flüchtet in Nachbarstadt…Der Westen

Dortmund: Gericht bestätigt Mottohemden-Verbot für “Die Rechte”…Der Westen

Duisburg: Flüchtlinge jetzt ins Zeltlager…Berliner Morgenpost

Essen: Die Betriebsratswahl bei der Stadt-Tochter RGE ist unwirksam…Informer

Essen: Links „Totlast“-Absage hat ein Nachspiel…Der Westen

Essen: Die Angst vor der Verantwortung…Der Westen


  59

Die dümmste aller sozialen Bewegungen geht auf die Straße

In Ruhrgebiet | Am 21 August 2014 | Von Stefan Laurin

berlin_stadt_des_friedensMassenmorde durch den Islamischen Staat im Nordirak, Dauerbeschuss Israels durch Raketen aus Gaza, russischer Einmarsch in der Ukraine – klar, dass die Friedensbewegung da auf die Straße geht.

In den vergangenen Monaten war von der klassischen Friedensbewegung nicht viel zu sehen. Zwar schleppten sich zu Ostern wie gewohnt einige schlecht gekleidete Rentner zu den grauenhaften Klängen eines Konstantin Weckers durch die Straßen, aber ansonsten bestimmten die Aluhüte mit ihren neuen Montagsdemonstrationen das Bild. Der Beweis, dass es immer noch blöder werden kann, war damit erbracht.

Aber nun haben sich auch die klassischen Friedenspfeifen zu Wort gemeldet. Am  30. August will man auf die Straße gehen und für den Frieden demonstrieren – und natürlich gegen den Westen:

Weltweit sorgt die imperialistische Politik von NATO und EU, USA und BRD, für eine Aufrechterhaltung von Krieg und Armut, Umweltzerstörung und Ausbeutung. Dies wird auch dort sichtbar, wo sie nicht direkt Krieg führen. Ihre politische Einflussnahme in der Ukraine, bis hin zur Unterstützung faschistischer Kräfte vor Ort, trug ebenso zur Eskalation des Konflikts bei, wie die ökonomischen Sanktionen gegen Russland.

Im Irak hinterließ die Kriegskoalition der USA eine völlig zerstörte Gesellschaft, in der religiöse und ethnische Konflikte gezielt angefeuert und instrumentalisiert worden waren. Die Folgen dieser Politik erleben wir heute mit dem Erstarken der IS/ISIS.

Und um ihren Ruf als dümmste alle sozialen Bewegungen zu untermauern, werden auch die passenden Forderungen gestellt: Alle “imperialistischen Kriege” sollen beendet werden und NATO und Bundeswehr sollen sich auflösen.

Die Jack-Wolfskin Fashion-Show findet am 30. August  in Düsseldorf statt. Aufgerufen haben unter anderem DKP, SDAJ und Die Linke Düsseldorf.


  0

Casper

In Kultur, Ruhrgebiet | Am 21 August 2014 | Von Stefan Laurin

Casper, Freitag, 22.August, 20.30 Uhr, Zeltfestival Ruhr, Bochum


  3

Der Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 21 August 2014 | Von Stefan Laurin

foto_clindnerNRW: FDP will statt Sozialticket mehr Geld für Straßen…RP Online

NRW: Warum NRW die schäbigsten Bahnhöfe Deutschlands hat…Der Westen

NRW: Heute Beschluss über Beamtenbezüge…RP Online

Debatte: Die Kriegserklärung des IS müssen wir annehmen…Welt

Debatte: Das Kalifat der Albträume…Jungle World

Debatte: Im Namen des Schwertes…FAZ

Bochum: Dracula trifft Nosferatu im Kulturhaus Thelozzi…Der Westen

Bochum: Kleingärten wollen weg vom Biedermann-Image…Der Westen

Dortmund: Wenn die Reichen ins Arbeiterviertel ziehen…Welt

Duisburg: Erwachsene sollen künftig mehr bezahlen…RP Online

Duisburg: Kritik an Stadt  - Zeltstadt wie in einem Krisenland…Der Westen

Essen: Stadt prüft, ob Partei-Piraten Fraktion bleiben dürfen…Der Westen


  0

[PAGAN LOVE SONGS & ZWISCHENFALL.2 präsentieren: THE FAIR SEX + WIRES & LIGHTS im Bahnhof Langendreer]

In Kultur, Ruhrgebiet | Am 20 August 2014 | Von Sabine Michalak

PLS XV_Web_Vorderseite

Freitag, der 22.8.2014, wird ein Abend voller Highlights und läßt vergangene Zeiten wieder aufleben. Norbert Kurtz, der ehemalige Betreiber des legendären Bochumer Kult-Clubs "Zwischenfall", lädt zusammen mit Pagan Love Songs alle Fans der Schwarzen - und Punkszene  zu einem sicherlich unvergeßlichen Abend in den Bahnhof Langendreer ein. Die Ereignisse werden sich überschlagen. Denn...es ist nicht nur das 15.Jubiläum der Pagan Love Songs, sondern zeitgleich wird am Freitagabend der dritte Teil der berühmten, gleichnamigen Doppel-CD-Compilation-Reihe des ehemaligen Kultclubs Zwischenfall veröffentlicht und noch vor Ort zum Vorzugspreis erstmalig verkauft. -PAGAN LOVE SONGS -Antitainment since 1999 – 15th Anniversary Celebration -Exklusive Releaseparty und Vorverkauf der ... weiterlesen →


  1

Mark Ammerns “Siechenhaus”

In Kultur, Ruhrgebiet | Am 20 August 2014 | Von Reinhard Matern

Der Autor Mark Ammern, ansässig im Ruhrgebiet, hat in den vergangenen Wochen die Prosa “Siechenhaus” in seinem Blog verfasst und zum Lesen zur Verfügung gestellt. Ausgang bietet das Ruhrgebiet und die Stadt Duisburg, die historisch auf ein ehemaliges Siechenhaus zurückblicken kann, das einst vor den Toren angesiedelt war, gleich neben dem Galgen. Eine Geschichte bietet der Autor nicht. Der Ich-Erzähler der Prosa tritt als Touristenführer auf, der seine Kundschaft zunächst mit der älteren Historie knapp vertraut macht, dann mit einer Gaststätte ‘Siechenhaus’, die über den Zweiten Weltkrieg bis in die Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ... weiterlesen →


  19

Dortmund: Polizeipräsident Langes Angst vor der nächsten Niederlage

In Dortmund, Ruhrgebiet | Am 20 August 2014 | Von Autorengruppe

Gregor Lange

Gregor Lange

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange wendete sich heute in einem Schreiben (Am Ende des Artikels dokumentiert.) an die Dortmunder Ratsmitglieder. In seiner Mail heißt es, man habe sich mit den “örtlicghen Medien” geeinigt, sich in der Berichterstattung über den Naziaufmarsch am kommenden Samstag zurückzuhalten. Die Ruhrbarone zählen nicht zu dem von der Polizei außerwählten Kreis der “örtlichen Medien”, und das ist auch gut so. Denn wir werden im gewohnten Umfang über die Nazis berichten! Wir fragen uns allerdings, welches denken bei der Dortmunder Polizei vorherrscht, zu glauben, man könne im Zeitalter von Blogs, Social Media usw, die Berichterstattung über Nazis, mitten in der Innenstadt klein halten.

Dem Schreiben an die Kommunalpolitiker ist ein “Infoschreiben” der Polizei beigelegt, hier rühmt sich der Polizeipräsident, anlässlich einer Nazikundgebung im Mai “strenge Auflagen” “erstritten” zu haben, und diese nun wieder anzuwenden. Konkret bedeudet das, die Nazis dürfen nicht “Ausländer raus!” rufen. Ein toller Erfolg für den Polizeipräsidenten. Eine weitere Auflage, die es den Nazis verbieten soll einheitliche T-Shirts zu tragen, wird wohl, sollten die Nazis dagegen klagen, vom Gericht kassiert werden. In verschiedenen Urteilen heißt es, dass T-Shirts keine Uniformierung darstellen.

Gregor Lange ist der Polizeipräsident der großen Worthülsen. Am 1. Mai ließ er die Nazis wesentlich weiter laufen, als ihnen eigentlich erlaubt war. Vorher kündigte er an, den Nazis keinen Milimeter mehr als notwendig zuzugestehen. Am 25. Mai versagte seine Behörde völlig, und ließ 30 Nazis auf das Rathaus stürmen, man hatte sich ja vorher von einem führenden Nazi zusichern lassen, dass an diesem Abend nur eine Feier in Dorstfeld geplant sei. Jetzt schafft es Gregor Lange nicht, die Nazis per Auflage aus der Innenstadt zu halten, wünscht das niemand über das Versagen seiner Behörde, im  Kampf gegen Nazis berichtet, und versucht lächerliche Beschränkungen für die Nazis als Erfolg zu verkaufen.

Gregor Lange hat in seiner sechsmonatigen Amtszeit als Polizeipräsident bewiesen, dass er nicht in der Lage ist diese Behörde zu leiten. Er knickt vor ein paar, juristisch geschulten, Nazibengeln ein. Dortmund braucht eine kompetente Führungsfigur an der Spitze der Polizei, jemanden der den polizeilichen Alltag kennt, im “Internetzeitalter” angekommen ist, und weiss was er tut.

Polizeiliche Einsatzmaßnahmen im Zusammenhang mit demonstrativen Aktionen am 23.08.2014 im Bereich des PP Dortmund

Informationsschreiben der Dortmunder Polizei

Sehr geehrter (…)

die angemeldete Versammlung der Partei „Die Rechte“ sorgt am kommenden Samstag, 23.08.2014 für einen polizeilichen Einsatz. Mit Vertretern der örtlichen Presse wurde deshalb ein Hintergrundgespräch geführt. Die örtlichen Medien wollen sich mit der Berichterstattung über die angemeldete Standkundgebung zurückhalten, um den Rechtsextremisten keinen unangemessenen medialen Raum für ihre Propaganda zu geben.

Zu Ihrer persönlichen Information übersende ich Ihnen das beigefügte Schreiben des Polizeipräsidiums Dortmund. Für ein Gespräch (auch telefonisch) stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Gregor Lange Polizeipräsident