Kategorie-Archiv: Ruhrgebiet

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DIE SHOW im Theater Dortmund

Eva Verena Müller und Peer Oscar Musinowski in DIE SHOW (Foto: Birgit Hupfeld)

Eva Verena Müller und Peer Oscar Musinowski in DIE SHOW (Foto: Birgit Hupfeld)

Die „DIE SHOW“ ist eine perfekte (Fernseh)Show. Dass Intendant Kay Voges und sein Ensemble unterhaltsame Galas auf die Bühne bringen können, haben sie schon bei diversen Gelegenheiten unter Beweis gestellt. Die „DIE SHOW“ ist nun aber eine Inszenierung im Spielplan und will mehr sein als nur ein unterhaltsamer Abend, der garantiert immer ausverkauft ist. Und so unterhaltsam ist es dann auch gar nicht, denn es gibt zahllose Redundanzen, irgendwann drohen die vielen Einspieler zu langweiligen und der eine oder andere Auftritt eines Stargastes ist vielleicht auch zu lang. Zu lang fanden auch einige Zuschauer den Abend. DIE SHOW hat aber genau die richtige Länge, nämlich die von all den Final-Shows, die heute über die Sender flimmern. Weiterlesen

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Sascha Pallenberg: „Als Blogger musst Du ab und zu einfach mal so richtig auf die Kacke hauen!“

Sascha Pallenberg zu Besuch in seiner Heimatstadt Waltrop. Foto: Robin Patzwaldt

Blogger Sascha Pallenberg zu Besuch in seiner alten Heimat im Ruhrgebiet. Foto: Robin Patzwaldt

Der 43-jährige Sascha Pallenberg gehört seit Jahren schon zu Deutschlands bekanntesten Bloggern. Sein aktuelles Blog ‚Mobilegeeks‘ ist dabei nicht das erste erfolgreicher Projekt des gebürtigen Dortmunders. Mit Hauptwohnsitz inzwischen seit Jahren in Taiwan lebend, bereist der begeisterte Technikfan inzwischen die gesamte Welt, sucht ständig nach neuen, spannenden Entwicklungen in diesem Bereich und hält zahlreiche Vorträge über seine dabei gewonnenen Erkenntnisse.
Ursprünglich stammt Pallenberg aber eben hier aus dem Ruhrgebiet, besuchte in den 1980er-Jahren zusammen mit Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt das örtliche Gymnasium in Waltrop. Nun kehrte der Weltreisende für wenige Tage mal wieder in seine alte Heimat im nördlichen Ruhrgebiet zurück. Bei einem persönlichen Treffen der beiden, dem ersten seit etlichen Jahren, diesmal im Vorfeld des ‚Waltroper Parkfestes‘, stand Pallenberg den Ruhrbaronen so ausführlich Rede und Antwort, sprach u.a. über Privates, das Ruhrgebiet, seine Vorliebe für Taiwan, seinen Alltag als Blogger, das Internet und auch über seine alte, große Liebe, den FC Schalke 04.

Ruhrbarone: Hallo Sascha! Schön dich mal wieder persönlich hier in Waltrop zu treffen. Ist ja schon Jahre her, dass wir uns hier gesehen haben. Erkläre mir und unseren Lesern doch mal kurz in ein paar Sätzen was hast Du eigentlich nach der Schule alles so getrieben hast. Wie wurde aus Dir der bekannte Technik-Blogger von heute?

Pallenberg: Also, nach der Schule bin ich zur Bundeswehr gegangen und musste mich dann dort zum ersten Mal mit Autoritäten auseinandersetzen, was dann ganz schon spannend war (grinst). Ich hatte mich direkt für vier Jahre verpflichtet, weil ich dachte, dass ich auch beim Bund studieren werde. Dann habe ich aber zum Glück die Kurve gekriegt und bin 1996 beim Bund raus. Danach habe ich dann fünf Jahre lang gejobbt, dabei dann immer schon recht viel mit Computern gemacht. Meinen ersten Computer habe ich schon 1981 bekommen und 1985 war ich glaube ich schon zum ersten Mal online.

An meinem 30. Geburtstag habe ich dann zusammen mit meinem besten Freund damals hier in Waltrop zusammen vor dem Rechner gesessen und dabei dann einen total moralische Selbstreflektion gestartet. Die Erkenntnis damals für mich war: Irgendetwas läuft in meinem Leben falsch. Ich muss was tun. Und eine Woche später habe ich dann zusammen mit einem anderen Kumpel aus Waltrop hier zusammen eine Firma gegründet. Weiterlesen

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Kippt Duisburger Bauwagenplatz durch grünen Bezirksvertreter?

In Duisburg soll von Seiten der Stadtverwaltung ein seit Jahrzehnten bestehender Bauwagenplatz geräumt werden. Darüber wird heute nachmittag die Bezirksvertretung Homberg beschliessen. Doch ausgerechnet CDU und FDP sind nun dagegen. Während die SPD-Bezirksvertreter für die Räumung eintreten. Und ein grüner Architekt ist das Zünglein an der Waage. Neigt er den Genossen in Sachen Räumung zu? 

Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg. Bild: DIY

Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg. Bild: DIY

Alternative Lebensformen in Duisburg? Vergesst es: Aus besetzten Häusern wurden Räumungen. Soziokulturellen Zentren wurden Steine in den Weg gelegt. Unabhängige Kulturveranstaltungen werden ordnungsamtlich behindert.

All das ein Ritual, bar jeder Ratio: Der spiessige Facharbeiter-Lebenswandel und seine erträumten Alternativen verhalten sich in der sterbenden Eisenhüttenstadt seit Generationen schon wie Wasser und Feuer.

Das neueste Kapitel der Schlacht von Goliath gegen David ist das vom Bauwagenplatz in Duisburg-Homberg.

Der wurde einst von Barfuss-Hippies auf dem Gelände des jetzigen Innenhafens aufgezogen und durfte nach massiver Intervention von grünen Jugend- und Kulturpolitikern auf eine linksrheinische Brachfläche der Kommune in Duisburg-Homberg umziehen.

Niemanden hat die Wagenburg dort gestört. Im Gegenteil: Die wechselnden Siedler, durchgängig hippieeske junge Leute haben sich in der Nachbarschaft viele Freunde gemacht. Weil sie mitanpackten. Weiterlesen

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Kreis Recklinghausen: Gibt es am Ende der endlosen Debatten rund um den newPark nur Verlierer?

Dr. Thomas Krämerkämper vom BUND.

Dr. Thomas Krämerkämper.

Die Geschehnisse rund um das umstrittene newPark-Projekt im Kreis Recklinghausen werden aktuell für alle Beobachter immer undurchsichtiger. Das Gezerre um ein mögliches Vorkaufsrecht der Flächen für lokaler Landwirte gegenüber dem Kreis RE verlagert sich immer mehr in Richtung offenbar drohender Tricksereien und weiterem massivem Zeitspiel.
Wirkliche Argumente und sachliche Debatten scheinen dagegen aktuell extrem in den Hintergrund zu rücken. Stattdessen wird um politische Ränkespielchen und juristische Spitzfindigkeiten diskutiert. Eine Entwicklung die der Bedeutung des Projekts und der weitreichenden Bedeutung einer notwendigen Entscheidung, in welche Richtung auch immer, so einfach nicht mehr gerecht wird. Und dem öffentlichen Interesse an den eigentlich notwendigen Lösungen tut diese Entwicklung so auch nicht gerade gut. Das Interesse an dem Thema dürfte so vermutlich eher noch weiter abebben. Wem das am Ende nutzen wird, darüber ließe sich alleine schon wieder trefflich diskutieren und auch streiten.

Während die Minister Johannes Remmel (Grüne) und Garrelt Duin (SPD) dem Vernehmen nach hinter den Kulissen der NRW-Landespolitik ihr ‚Sträußchen‘ auszufechten scheinen (wir berichteten), verlagert sich die Debatte im Kreis Recklinghausen aktuell weiter hin zu persönlichen Anfeindungen und öffentlichen Trickserei-Vorwürfen.

So fragte der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Hovenjürgen die Ruhrbarone in einer Stellungnahme zum Thema kürzlich schon: „Ist es normal, dass Dr. Krämerkämper vom BUND selbst Kaufinteresse äußerte, obwohl er kein Landwirt ist? Ist es normal, dass besagter BUND-Vertreter vor aller Augen mit einem Landwirt zusammen das Gebot zum Kauf gegenzeichnete?“ Hovenjürgen sieht die Entwicklung rund um den ‚newPark‘ aktuell auf dem Wege zu einer wahren ‚Schmierenkomödie‘. Weiterlesen

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Kein zweites Rostock-Lichtenhagen!

In Berlin urinieren zwei Männer in der S-Bahn auf zwei Flüchtlingskinder und in Heidenau kommt es zu Ausschreitungen von Flüchtlingsgegnern gegen ein Flüchtlingsheim. 23. Jahre nach Rostock-Lichtenhagen…

Aus gegebenem Anlass:

Vor 23 Jahren spielten sich in Rostock-Lichtenhagen Szenen ab, die sich (bis jetzt) zum Glück nicht wiederholt haben. Auch 1992 verstand sich der braune Mob nicht als ausländerfeindlich und es waren nicht die Neonazis, sondern die „normalen“ Bürger, die Parolen wie „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ und “ Wir kriegen euch alle!“ skandierten.

 

Rassismus wird wieder salonfähig, vielleicht ist er es schon. Die Mitte der Gesellschaft zeigt ihn auf jeden Fall wieder offen. Politiker wie Innenminster De Maizière befeuern mit Forderungen wie die, dass das Taschengeld für Flüchtlinge gekürzt werden solle, damit weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen würden, die Vorurteile gegen Flüchtlinge. 

Am 24. August 1992 zündeten rund 1000 Personen eine Flüchtlingsunterkunft in Rostock-Lichtenhagen an. Nur dem Glück ist es zu verdanken, dass die in dem Gebäude eingeschlossenen Flüchtlinge überlebten. Das Gebäude und die darin befindlichen Personen waren zeitweise ohne Polizeischutz dem Mob ausgeliefert. Weiterlesen

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Stadtentwicklung: Gut ist, was ‚umsonst‘ ist?

Wenn es andere 'fördern', dann gibt es auch noch neue 'Kunst'. Foto: Robin Patzwaldt

Wenn es andere finanziell ‚fördern‘, dann gibt es in Waltrop auch noch neue ‚Kunst‘. Foto: Robin Patzwaldt

Wenn Städte, so wie hier im Ruhrgebiet, finanziell ‚klamm‘ sind, dann neigen sie bekanntlich dazu sehr oft und gerne nach irgendwelchen öffentlichen Fördertöpfen zu hechten. So können Sie ihren Bürgern dann doch noch irgendetwas bieten, den sich offenkundig stark beschleunigenden Verfall der Infrastruktur, zumindest scheinbar, abbremsen, ihm zumindest kurzzeitig etwas entgegenwirken, den Bürgern doch noch ein paar neue ‚Attraktionen‘ vor Ort bieten.

Es drängt sich einem da als Beobachter inzwischen teilweise der Eindruck auf, dass gut ist, was nicht selber bezahlt werden muss. Häufig genug wird die Sinnhaftigkeit der so ermöglichten Projekte dabei jedoch nicht wirklich gründlich hinterfragt, wie es scheint.
Aktuell kann bzw. muss ich das persönlich direkt vor meiner Haustür, in Waltrop (Kreis Recklinghausen) mal wieder miterleben. Das ehemals schöne Vorzeigestädtchen am Nordrand des Ruhrgebiets hat sich inzwischen offenbar sogar in die Top-10 der Städte mit der höchsten pro-Kopf-Verschuldung in NRW ‚emporgearbeitet‘.

Neue Investitionen sind der 30.000 Einwohner-Stadt selber daher so gut wie gar nicht mehr möglich. Was hier neu ist, das haben in der Regel Privatleute oder öffentliche Fördertöpfe bezahlt. Die Stadt selber hat keinen finanziellen Spielraum mehr, hat nicht einmal mehr ausreichend Mittel zur Verfügung um die gröbsten Instandhaltungsarbeiten im Stadtgebiet zu finanzieren. Im Ruhrgebiet so allerdings auch nicht ungewöhnlich, wie viele Leser hier sicherlich aus eigenem Erleben in ihrer Heimatstadt werden bestätigen können. Weiterlesen

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Revolverheld spielen ihre erste ausverkaufte Show auf dem ZFR

michalak-163Der Erfolg der Hamburger ist zur Zeit nicht zu stoppen.

Seit April diesen Jahres sind Revolverheld wieder unermüdlich auf Tour, ganz getreu dem Motto ihres aktuellen Albums „Immer in Bewegung„.

Sie sahnen eine Auszeichnung nach der anderen ab, es regnet Gold und Platin für ihre Songs und Alben und jüngst bekamen sie den Echo in der Kategorie BAND ROCK/POP NATIONAL verliehen. Auch die beiden ausverkauften Konzert auf dem Zeltfestival Ruhr, das noch bis zum 06.09. am Kemnader See stattfindetsprechen für sich.

Dort spielten die vier Nordlichter gestern Abend vor 5000 Fans ihr ausverkauftes Zusatzkonzert und treten somit die Nachfolge von Bands wie Unheilig und Silbermond an, die ebenfalls das Konzertdoppel auf dem Festival am See geschafft hatten.

Auch ihr Konzert am 28.08. ist bereits ausverkauft und für viele weitere Shows auf dem ZFR gibt es ebenfalls keine Karten mehr.

Eine Übersicht über das gesamte Programm und was noch geht,  findet ihr hier!

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Casper feiert krönenden Abschluss seiner „Castivals“ im Dortmunder Westfalenpark

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Benjamin Griffey alias Casper feierte gestern Abend gemeinsam mit AnnenMayKantereitBosse und weit über 10000 Fans im fast ausverkauften Dortmunder Westfalenpark den krönenden Abschluss seiner eigenen sommerlichen Festivalreihe.

Zu insgesamt sechs Castivals ludt der 32-jährige und inzwischen in Berlin lebende Rapper in den Monaten Juni, Juli und August ein und gab sich somit nicht auf den bereits bekannten musikalischen Großveranstaltungen mit anderen Bands die Klinke in die Hand, sondern veranstaltet seine eigenen familiären Freilufthappenings.

Casper gilt als einer der besten Live-Perfomer Deutschlands und bot auch am gestrigen Abend eine atemberaubende Show. 

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Nach den Auftritten seiner geladenen Gäste AnnenMayKantereit und Bosse, wurde Casper von seinen Fans heißersehnt mit seinen eigenen Songs auf die Bühne gesungen und pünktlich um halb neun begann bei besten sommerlichen Abendwetter ein wahrer Open-Air-Konzert-Genuss.

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Casper gab unermüdlich alles, wie immer unter vollstem Körper- und Stimmeinsatz, stellt zwischen seinen Songs eine gelungene Verbindung zum Publikum her und man merkte ihm deutlich an, wie gerührt er über so viele Gäste und den rundum perfekten Abend war.

Und es war „so perfekt“.

“Was geht?

Schön, dass wir uns sehen

Ich hab so viel erlebt

Schon schräg

Grad ist alles ganz schön okay

Hab‘ viel zu erzählen”…singt Casper und seine Fan wollen wissen, was er Ihnen zu sagen hat.

Auf seiner Facebook-Seite verkündete Casper gestern Abend noch, dass es die Show in Dortmund als DVD-Produktion geben wird, und er ließ seine Fans auch wissen, dass der gestrige Abend der vorerst letzte Live-Auftritt für längere Zeit war.

Weitere Infos zu Casper unter: www.landstreicher-booking.de

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ESSEN.ORIGINAL.2015 – Sepultura rocken das 20. Stadtfestival

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Derrick Leon Green /Sepultura

Gestern Abend traten im Rahmen der 20. Auflage von Essen Original auf dem Turock Open Air unter anderem die Punkrocker Dritte Wahl aus Rostock und die im Jahre 1984 gegründete Death-Metal Band Sepultura aus Brasilien auf.

Der Viehofer Platz platzte im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten und stand damit für einen erfolgreichen ersten Tag des recht kunterbunten Stadtfestivals.

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Denn wer es weniger “metal-lastig” mochte, kam nämlich auch durchaus auf seine Kosten.

Das genre- und generationenübergreifende Programm, wie es selten auf einem Stadtfest in der Form angeboten wird, lud auf weiteren sechs, in der gesamten Essener Innenstadt verteilten, Bühnen zu Schlager, Kleinkunst, Elektronischer Musik, Tanz, Popmusik, Workshops, Indie- und Rockmusik ein.

Iris Criens von der Gruppe Wind

Iris Criens von der Gruppe Wind

Und auch heute ab 12 Uhr werden wieder alle Bühnen bespielt, und dazwischen bietet ein großer Festivalmarkt vielerlei typische Einkaufsmöglichkeiten.

Headliner des Samstags wird um 22 Uhr auf dem Kennedyplatz die Iserlohner Pop-Rock-Band Luxuslärm sein, die auch schon bei Bochum Total bewiesen haben, dass sie extrem “stadtfestivaltauglich” sind und die Massen begeistern können.

Luxuslärm Bochum Total

Luxuslärm Bochum Total

Alle weiteren Infos unter www.essen-original.de.

Galerie Dritte Wahl – Essen Original 2015

Galerie Sepultura – Essen Original 2015

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