Kategorie: Ruhrgebiet

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Zum Vegetarier-Tag – Ja, ich fühle mich moralisch überlegen.

Eigentlich esse ich auf die Art und Weise kein Fleisch, wie alle es am liebsten mögen: still und heimlich. Wenn ich zum Essen eingeladen bin und es eine Gulaschkanone gibt, meckere ich nicht. Ich esse dann Brot. In meiner Küche gibt es keine designierte vegetarische Pfanne. Wenn ich in einem Restaurant bin und man mir Speckwürfel in die Bratkartoffeln legt, esse ich drumherum.

Sich von Vegetariern bedroht zu fühlen, weil es unter ihnen ätzende Missionare gibt, ist so, als würde man den Feminismus doof finden, weil Alice Schwarzer ja bekanntlich eine frigide Langweilerin und Steuerhinterzieherin ist. Sinnlos und inkonsistent.

Mir ist es egal, woher andere Menschen ihren Bauchspeck haben. Sollen sie Steak essen oder veganen Hackbraten. Mir ist es ja auch egal, welche Partei andere Menschen wählen. Aber wenn weiterlesen

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Internationale Balletgala XX in Dortmund

Otto Bubeníček und Jiří Bubeníček, Foto: Ballett Dortmund

Otto Bubeníček und Jiří Bubeníček, Foto: Ballett Dortmund

Die Internationale Ballettgala XX wurde am Wochenende in Dortmund vom Publikum gefeiert. Die Ballettgala findet zweimal im Jahr statt. Die Auswahl an internationalen Ballettkünstlern, die Ballettdirektor Xin Peng Wang auch wieder in diesem Jahr eingeladen hatte, war beeindruckend. Dem Theater Dortmund war es gelungen, eine Reihe internationaler Stars aus Spanien und Norwegen – aus London und San Francisco nach Dortmund zu holen. Die gelungene Mischung aus Ballettklassikern und modernen Tanz-Choreografien kam beim Publikum gut an.

Das besondere an einer Gala ist neben der internationalen Besetzung und dem Vergnügen, Künstler und Künstlerinnen anderer Häuser kennenlernen zu dürfen, die Sammlung von Highlights verschiedener Ballettstücke. Interessant ist dabei vor allem auch die abwechslungsreiche Mischung aus Handlungsballett, klassischem Spitzentanz und modernen Tanz-Ausdrucksformen – perfekt gleichermaßen für den Balletteinsteiger und den Tanzliebhaber.

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Deutsche Annington: Eine „Heuschrecke“ will in die erste Liga

Vorstandsvorsitzender Rolf Buch: "Gleichzeitig halten wir an unserer Strategie fest: Das Wohl unserer Kunden steht im Fokus unseres Handelns“.

Vorstandsvorsitzender Rolf Buch: “Gleichzeitig halten wir an unserer Strategie fest: Das Wohl unserer Kunden steht im Fokus unseres Handelns“.

Die Deutsche Annington hat ihr Zwischenziel erreicht und ist im September in die zweite Spielklasse der deutschen Aktienwelt – den MDAX – aufgestiegen. Das Unternehmen mit Firmensitz in Bochum ist bundesweit für den schlechten Zustand seiner Wohnungen berüchtigt. In den MDAX werden nur Werte aufgenommen, die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zu den 60 größten Unternehmen hinter dem DAX zählen. In der ersten Spielklasse finden sich die 30 größten und umsatzstärksten Mitspieler wieder.

Damit das Unternehmen in den MDAX aufsteigen konnte, ist neben der Kapitalisierung auch ein entsprechender Anteil an Streubesitz erforderlich. Mit dem Streubesitz könnte vermutet werden, dass in Zukunft Kleinanleger die Geschicke in Bochum bestimmen. Ganz nach dem Motto: Die bösen Heuschrecken sind weg, die nur auf den schnellen Profit aus sind. Ganz so einfach ist es nicht und eine genaue Betrachtung kommt zu anderen Ergebnissen.
In der Sprache der Börsianer und vieler Medien wird Guy Hands gerne als Private Equity Legende bezeichnet. Weniger freundliche Einschätzungen sehen in ihm so etwas wie einen Anführer der Heuschrecken. Er ist der Chairman oder besser der Vorsitzende von Terra Firma Capital Partners in London. Hier findet sich auch der TFDA-Fonds, dem bisher die Deutsche Annington gehörte. Der Fonds verwaltet 2,1 Milliarden Euro und wird von 21 Investoren getragen. Das ist mit den Kriterien weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

NRW: Ralf Jäger überprüft Wachleute…RP Online
NRW: Wachleute nannten sich offenbar “SS-Trupp”…Welt
NRW: Politikerin warnte Jäger vor Asyl-Problem – und wurde gerügt…Der Westen
NRW: Radioreporter bestehlen Innenminister Ralf Jäger…RP Online
NRW: Späte Einsicht…General Anzeiger
NRW: “Nur durch digitalen Wandel können wir Jobs erhalten”…RP Online
NRW: Nur ein bisschen Courage…Post von Horn
Ruhrgebiet: Fast alle Opelaner in Bochum unterzeichnen Aufhebungsvertrag…Der Westen
Ruhrgebiet: Opel-Aus – Gericht urteilt zu spät…Welt
Ruhrgebiet:  ”Früher hatte das Ruhrgebiet Strahlkraft”…NW
Ruhrgebiet: Nach Scheich-Debakel – Folkwang-Neubau und Hotel auf Zollverein…Der Westen
Bochum: Widerborstigkeit als Grundausstattung…FAZ
Bochum: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs…Revierpassagen
Bochum: Richter dreht  „Grabowski – alles für die Familie“…Der Westen
Dortmund: Wizz Air streicht alle Flüge von Dortmund in die Westukraine…Der Westen
Duisburg: “Wir sind auf dem richtigen Weg”…RP Online
Duisburg: Kämmerer schließt Insolvenz von Stadttöchtern aus…Der Westen
Duisburg: Heftige Kritik an der Sparliste aus allen Reihen…Der Westen
Essen: CDU nominiert Thomas Kufen für Amt des Oberbürgermeisters…Der Westen
Essen: Schon vier Anzeigen gegen Wachpersonal von Asylheim…Der Westen

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ARAL bleibt in Bochum

aralNach Informationen dieses Blogs wird die BP-Tochter ARAL bis mindestens 2022 ihren Hauptsitz in Bochum behalten. In den vergangenen Wochen war immer wieder über einen Umzug nach Düsseldorf spekuliert worden. Dabei waren unterschiedliche Vorstellungen zwischen Aral und dem Vermieter des Unternehmenssitzes an der Wittener Straße in Bochum ein Grund für die Umzugsüberlegungen. Damit bleiben Bochum 1000 Arbeitsplätze bei ARAL erhaltnen.

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Literatürk Festival 2014 eröffnet mit Feridun Zaimoğlu und Hakan Günday.

 Feridun Zaimoğlu Foto: Klaus Haag Lizenz: Copyright

Feridun Zaimoğlu Foto: Klaus Haag Lizenz: Copyright

Die Autoren Feridun Zaimoğlu und Hakan Günday eröffnen das 10. deutsch-türkische Literaturfestival Literatürk.
Zur Eröffnung des 10.ten Literatürk Festivals am 1. Oktober 2014 lesen Feridun Zaimoğlu und Hakan Günday um 19:30 Uhr im Filmstudio im Glückaufhaus aus ihren neuen Romanen „Isabel“ und „Extrem“. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom WortSpielTrio.
„Ich freue mich sehr, dass diese beiden außerordentlichen Autoren die Jubiläumsausgabe des Literatürk Festivals eröffnen werden. Die beiden Autoren stehen gleichsam für die Grundidee des Literatürk Festivals in den letzten 10 Jahren deutsch- und türkischsprachige Literatur miteinander zu verbinden“, sagt die Gründerin des Literatürk Festivals Semra Uzun-Önder.
Während Feridun Zaimoğlu für den deutschsprachigen Leser kein Unbekannter mehr ist, gehört Hakan Günday zu den Shootingstars der türkischsprachigen Literatur. Sein Roman „Extrem“ ist dieses Jahr im btb Verlag in der deutschen weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

NRW: Minister Jäger steht im Asyl-Skandal unter Druck…RP Online
NRW: Jäger sagt mehr Personal zur Kontrolle zu…General Anzeiger
NRW: Gewalt-Szenen in Burbach schockieren Deutschland…Welt
NRW: Das Flüchtlingselend als Geschäftsmodell…RP Online
Debatte: Bayern macht sich Sorgen um Nordrhein-Westfalen…RP Online
Debatte: Hinein in die Gesellschaft – statt in Kasernen…Tagesspiegel
Debatte: Wenn Beschützer Täter werden…FAZ
Ruhrgebiet: Verkehrsgesellschaften lehnen 15-Minuten-Takt für S-Bahn ab…Der Westen
Ruhrgebiet: Betrugsermittlungen stoppen Förderung nicht…Welt
Bochum: Opel-Einigungsstelle soll Abfindungsstreit klären…Der Westen
Bochum: “Für CDU wird Verwaltungsvorstand der Stadt nicht vergrößert”…Pottblog
Bochum: Sozialstunden nach Nazi-Outing-Aktion in Bochumer Jura-Vorlesung…Der Westen
Dortmund: Sicherheitsdienst in Erstaufnahme in Hacheney wird ausgetauscht…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Daniela Lesmeister ist die neue Frau für Recht und Ordnung…Der Westen
Duisburg: Rat spricht sich für Landes-Asyl im Barbara-Hospital aus…Der Westen
Essen: ”Man könnte meinen, ich bin noch in Syrien”…Der Westen
Essen: Stadt überprüft Mitarbeiter in Asylheimen…Der Westen
Essen: Auf der Suche nach Schuldigen und Standards…Der Westen

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Ruhrtriennale 2014: Krieg jenseits der offiziellen Geschichtsschreibung – Eszter Salamons Choreografie MONUMENT O

MONUMENT 0, Foto: © Ruhrtriennale, Ursula Kaufmann

MONUMENT 0, Foto: © Ruhrtriennale, Ursula Kaufmann

Die Ruhrtriennale 2014 endete an diesem Wochenende. Sie war mit 90 Prozent Besucher-Auslastung ein echter Publikumserfolg. Es gelang auch dieses Jahr wieder, ein jüngeres Publikum anzuziehen. Das ist wichtig, um das Weiterbestehen solcher Kulturevents für die Zukunft zu sichern. Das auch junge Menschen den Weg zu den zahlreichen Spielstädten im Ruhrgebiet fanden, verwundert nicht. Die  Besucher konnten eine große Auswahl an interessanten Produktionen von Musik über Theater, Tanz und Performances ansehen. Das Programm war vielseitig, innovativ und spannend und bot einem den Blick über den Tellerrand des gewohnten Pott’s, auch weil zahlreiche Produktionen aus dem Ausland zu Gast waren. Dazu gehörte die Inszenierung MONUMENT 0 der Ungarin Eszter Salamon, die als tänzerisches Highlight für das Ruhrtriennale-Finale am Wochenende gut gewählt war.

Esther Salamons Tanzperformance MONUMENT O, die in PACT Zollverein aufgeführt wurde, ist das Ergebnis einer Sammlung von Tänzen aus Kriegsregionen, das im August auf dem Sommerfestival auf Kampnagel in Hamburg Premiere feierte. Die ungarische Choreografin hat sich viel vorgenommen: In einem historischen Bogen von 1913 bis 2013 sollen die großen Kriege und Konflikte in einer Performance dargestellt werden. Ein interessantes Vorhaben und eine Thematik, bei der man vorsichtig vorgehen muss, um sich nicht den Vorwurf einer Ästhetisierung des Krieges gefallen lassen zu müssen. Das wäre angesichts der Grauen der Konflikte, die das Tanzstück behandelt, ein harter Vorwurf: Es geht unter anderem um den 1. Weltkrieg, den Vietnamkrieg, den Völkermord in Ruanda, den jugoslawischen Bürgerkrieg und die Revolution 2011 in Ägypten.
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Nahverkehr im Ruhrgebiet: Teuer aufs Abstellgleis

Stadtbahn Dortmund

Stadtbahn Dortmund

Der Nahverkehr im  Ruhrgebiet ist für Fahrgäste schlecht und teuer. Glücklich sind nur Politiker und die Chefs der Nahverkehrsunternehmen.

Der Bahnhof ist verdreckt, nur wenige Passagiere warten hier auf den Zug. Warum auch? Nur einmal in der Stunde hält die S9 in Marl Mitte und verbindet die Stadt mit ihren über 80.000 Einwohnern mit Essen. Wer in Marl wohnt und im Zentrum des Ruhrgebiets oder  in Düsseldorf arbeitet braucht ein Auto.  Der Regionalexpress hält nur im Vorort Sinsen – und der ist von der Innenstadt und den meisten einwohnerreichen Stadtteilen  weit entfernt.

Wie in Marl sieht es in vielen Ruhrgebietsstädten aus. Vor allem im Norden des Reviers sind Züge Mangelware. Ganze Städte wie Herten oder Waltrop besitzen überhaupt keinen Bahnhof. Sie sind zwar Teil der vielbeschworenen Metropole Ruhr, aber was den Nahverkehr betrifft tiefste Provinz. Üppiger als die Versorgung mit Bussen und Bahnen ist hingegen die Dichte an Nahverkehrsunternehmen und Zweckverbänden – der Mangel an Angeboten wird üppig und teuer verwaltet.

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Der Ruhrpilot

hools_doDortmund: Hooligan-Treffen – Platte Parolen gegen Salafisten…Spiegel
NRW: SPD in Nordrhein-Westfalen – Mühen des Alltags…General Anzeiger
NRW: Elvan Korkmaz – das neue Gesicht der Sozialdemokraten…RP Online
NRW: Wachdienst soll Asylbewerber misshandelt haben…Welt
NRW: gefährlichster Salafist entwischt der Polizei…Bild
Debatte: Im Umgang mit Teheran spielt der Westen mit Feuer…Welt
Debatte: Freiheitslabor Hongkong…FAZ
Ruhrgebiet: Das ganze Revier singt und stellt einen Weltrekord auf…Ruhr Nachrichten
Ruhrgebiet: CDU rückt ab von A 52-Weiterbau…Der Westen
Bochum: „Delikatessen – Wenn Menschenfleisch zum Verkaufserfolg wird…Der Westen
Duisburg: Neuer Anlauf für Haus an Mercatorstraße…RP Online
Duisburg: Immobilien am Calais-Platz will niemand bauen…Der Westen
Essen: Flüchtlinge klagen über Angriffe des Wachdienstes…Der Westen
Essen: Drainage-Projekt entzweit Karnaper…Der Westen
Essen: Christen demonstrieren für Christen in Syrien…Der Westen
Essen: Als Japan den Westen betörte – eine schwelgerische Schau im Museum Folkwang…Revierpassagen
Essen: Alkoholiker putzen – für drei Bier pro Schicht…Welt
Gelsenkirchen: Brandbrief von OB Baranowski an den Vizekanzler…Der Westen
Hagen: Antijüdische Hetze auf Facebook-Seite von SPD Hagen aufgetaucht…Der Westen

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Dortmund: 400 Hooligans an den Katharinentreppen

IMG_20140928_170011Zurzeit versammeln sich ca. 400 Hooligans verschiedenster Vereine an den Katharinentreppen gegenüber vom Dortmunder Hauptbahnhof. Seit einigen Tagen hatten sie unter dem Motto “Hooligans gegen Salafisten” (kurz Ho. Ge. Sa.) auf Facebook für dieses sogenannte “Kennenlern-Treffen” mobilisiert (Die Ruhrbarone berichteten). Ziel des Treffens ist es – vermutlich motiviert durch die öffentliche Diskussion über Salafismus und den Terror des IS im Irak – vereinsübergreifend Pläne gegen Salafisten zu schmieden. In entsprechenden Gruppen auf Facebook wurde bereits im Vorfeld deutlich, dass es sich um ein politisch weit rechts orientiertes Projekt mit rassistischen Tendenzen handelt.

Entsprechend haben sich heute auch zahlreiche Mitglieder der Nazipartei “Die Rechte” auf den Katharinentreppen eingefunden, darunter Siegfried “SS-Siggi” Borchardt und Michael Brück. Sie hoffen möglicherweise nicht zu Unrecht darauf, hier mit ihren Positionen auf fruchtbaren Boden zu stoßen. Derweil spricht Dominik Roeseler, Pro-NRW-Ratsmitglied aus Mönchengladbach, zu den Teilnehmern der Versammlung.

Trotz der vielen rechten Teilnehmer wirkt die Versammlung bisher nur optisch bedrohlich. Bis jetzt ist alles friedlich an den Katharinentreppen. Vor einer Woche hatte die Polizei eine ähnliche Veranstaltung in der Essener Innenstadt aufgelöst und die Teilnehmer mit Platzverweisen belegt.

Update:

Nach einem Gruppenfoto auf den Katharinentreppen und lauten “Deutschland! Deutschland!”-Rufen wurde die Versammlung gegen 17.50 Uhr beendet. Die Teilnehmer zerstreuten sich in Richtung des Hauptbahnhofs.

Hier findet sich noch ein Video und einige Fotos, der Hooligan Versammlung. Die Bilder wurden uns von Felix Huesmann zur Verfügung gestellt:

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Folkwang: Institut für populäre Musik wird eröffnet

Hans Nieswandt (Foto: Dominik Pietsch)

Hans Nieswandt (Foto: Dominik Pietsch)

Die Folkwang Universität der Künste in Essen gehört zu den bedeutendsten Hochschulen ihrer Art in Deutschland. Als Hochschule, die neben der Musik- und Tanzausbildung auch über einen äußerst renommierten Schauspielzweig (die ehemalige Westfälische Schauspielschule in Bochum), das im deutschsprachigen Raum kaum anzutreffende Fach Physical Theatre, Musical und diverse Designfächer verfügt, nimmt sie eine Sonderstellung ein. Zur unüblichen Breite der künstlerischen Ausbildung kommt ab Oktober der Masterstudiengang populäre Musik hinzu. Anders als zum Beispiel an der HfMT, wo der Popstudiengang eng mit Jazz verknüpft ist, verpflichtete die Folkwang Universität mit Hans Nieswandt einen Musiker aus dem Housebereich, der als SPEX-Autor lange an der teils nervigen, aber genauso wichtigen Pop-Debatte, die in der Musikzeitschrift lange geführt wurde, beteiligt war, als künstlerischen Leiter. Als ironischer Schlenker ist Nieswandt auch noch in Mannheim geboren, jener Stadt, die mit Xavier Naidoos Popakademie über so etwas wie die Mutter aller Pop-Studiengänge verfügt. Wie genau der Studiengang aussehen wird, welche Berufsfelder aus dem Popbereich letztendlich bedient werden – das ist noch nicht ganz klar, doch mit dem Wintersemester beginnen die ersten acht Studenten ihre Masterausbildung.

Am kommenden Wochenende wird die Eröffnung des Instituts zunächst einmal gefeiert. Und das standesgemäß nicht nur mit einem Festakt, sondern auch mit einer richtigen Party. Am 4.10. geht es im Theaterzentrum in Bochum an der Friederikastraße um 21 Uhr los mit einer Gesprächsrunde, bei der neben Nieswandt selbst auch die Institutsbeiräte Dietrich Diederichsen und Anke Engelke vertreten sind. Künstlerische Beiträge in Form von (Tanz)-Performances runden diesen Teil des Abends ab, der nicht nur geladenen Gästen vorbehalten ist. Noch mehr an eine breitere Öffentlichkeit richtet sich allerdings die Party ab 22.30 Uhr. Neben dem ewigen Entertainer und „The International Pony“-Mitglied Erobique legt Nieswandts Kölner Kollege Tobias Thomas auf. Lange bevor Minimal Techno ein Berlin-Ding war und sich im Berghain materialisierte, war Thomas mit dem Label Kompakt schon an der Entwicklung eines reduzierten, warmem und sehr eigenen Sound beteiligt, der als Sound Of Cologne bekannt wurde. Der Eintritt ist für die gesamte Veranstaltung frei.

4.10., 21 Uhr (Einlass 20.30 Uhr), Folkwang-Theaterzentrum, Friederikastraße 4, Bochum

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