Sport

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Fans fordern: Abschaffung der Aufstiegsrelegation der Fußball-Regionalligen

Foto: Robin Patzwaldt

Auf- und Abstieg sind hierzulande im Sport in der Regel üblich. Dieses seit Jahren erprobte System macht in den Augen vieler Fans einen großen Reiz des Mannschaftssports aus.

Aus Sicht der Clubs ist das natürlich eine ganz andere Sache. Bessere Planbarkeit ist hier häufig eines der höchsten Güter, welches Clubverantwortliche anstreben. Ein drohender Abstieg ist für viele Vereine daher der ‚Super-GAU‘, da er Kader- und Finanz-Planung maximal erschwert und gefährdet.

Im Spitzenbereich haben sich die wirtschaftlichen Vorteile der ‚Großen‘ inzwischen so verdeutlicht, dass in den dort üblichen Relegationsspielen zwischen den höherklassigen und den Unterklassigen Teams in der Regel der ‚große‘, sprich höherklassige Relegationsteilnehmer am Ende die Oberhand behält.

Die letzten Jahre in Auf- und Abstiegsfragen der Fußball-Bundesliga zeigen das recht deutlich. Nicht wenige Fans fordern deshalb schon die Abschaffung der Relegation zwischen 1. Und 2. Fußball-Bundesliga, um die Durchlässigkeit der Ligen so zu erhöhen, möglichst immer die ersten drei der 2. Liga am Ende, zur Belohnung für ihre starke Saisonleistung, aufsteigen zu lassen.

Etwas anders stellt sich die Lage aktuell weiter ‚unten‘ dar: Im Bereich der Regionalligen reicht derzeit nicht einmal die Meisterschaft für den sicheren Aufstieg in Liga 3. Das ärgert viele Beobachter, und vor allem auch die Fans dieser Mannschaften. Weiterlesen

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Thomas Tuchel in Not – Ist er noch der richtige Trainer für den BVB?

Thomas Tuchel im Interview. Foto: Robin Patzwaldt

Thema dieses Bundesligaspieltages ist eindeutig die peinliche 1:2-Pleite des BVB beim Tabellenletzten Darmstadt 98. Diese trifft die Dortmunder Borussen und ihren Anhang in einem sehr ungünstigen Moment.

Die Unruhe im Umfeld des Clubs ist nach den unrühmlichen Vorkommnissen der Vorwoche, als Teile des eigenen Anhangs das Image des Clubs schwer beschädigten, dem Team zudem wohl auch eine Sperrung der Südtribüne am kommenden Wochenende beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg eingebracht haben, war noch nicht wirklich abgeklungen. Und nun auch noch diese unerwartete, völlig unwürdige Pleite des Revierclubs beim Tabellenschlusslicht in Südhessen. Zudem erneut eine unerklärlich schwache Leistung des Teams, selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass man noch das DFB-Pokal-Spiel gegen Hertha BSC vom Mittwoch in den Knochen hatte, als man bis ins Elfmeterschießen musste.

Auch wenn die Pleite in Darmstadt am Samstag nun die erste seit 19 Pflichtspielen war, bildet diese Niederlage doch nur die bisherige Krönung einer Serie von zuletzt eher enttäuschenden Spielen. Strenggenommen hat der BVB in 2017 noch nicht ein einziges Mal wirklich zu 100% überzeugt.

Und wenn, dann höchstens beim knappen 1:0 gegen RB Leipzig in der Vorwoche, als man eigentlich höher hätte führen müssen, dann jedoch auch noch einmal Glück hatte, als der mögliche Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde. Gegen Bremen, Mainz, Berlin und nun Darmstadt waren die Leistungen jedoch eher bescheiden bis schlecht.

Wie kann das sein, bei einem Kader, der trotz aller Unerfahrenheit und Jugend, trotzdem für mehr Begeisterung und Erfolg sorgen müsste? In der Kritik vieler Fans und Beobachter der Szene steht seit Wochen schon der Trainer, Thomas Tuchel. Weiterlesen

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BVB und S04 mit Achtungserfolgen – Dortmund-Anhänger mit Hass und Gewalt gegen Leipzig

Die Südtribüne beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Foto: Alexander Mühl

Viele Emotionen gestern bei den beiden großen Revierclubs in der Fußball-Bundesliga. Während die Schalker einen durchaus etwas überraschenden, aber letztendlich keinesfalls unverdienten Punktgewinn bei den Münchener Bayern feiern durften, elektrisierte das Duell des BVB gegen den Brauseclub RB Leipzig am Abend die Massen.

Dass die Schwarzgelben schlussendlich mit 1:0 die Oberhand behielten wurde gefeiert, als habe man gerade großes erreicht. Dabei waren es letztendlich auch ‚nur‘ drei weitere Zähler auf dem Weg zurück in die Champions League. Besonders Fanproteste und Ausschreitungen gegen den vom ‚Red Bull‘-Konzern getragenen Club aus dem Osten Deutschlands und seine angereisten Anhänger sorgten dabei für Aufsehen. Weiterlesen

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Dortmund: BVB-Trainer Thomas Tuchel kommt ins Deutsche Fußballmuseum

BVB-Trainer Thomas Tuchel. Foto: Robin Patzwaldt

Zum Auftakt der neuen Gesprächsreihe SPIELKULTUR der DFB-Kulturstiftung treffen sich am Sonntag, 12. Februar, 19 Uhr, zwei Fußball-Visionäre im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund: BVB-Coach Thomas Tuchel und Hans Ulrich Gumbrecht, einer der international anerkanntesten Geisteswissenschaftler, diskutieren mit Moderator und 11-Freunde-Chefredakteur Christoph Biermann über fußballkulturelle Fragen, die weit über die Tagesaktualität hinausgehen.

In seinem Buch „Lob des Sports“ bekannte Hans Ulrich Gumbrecht, dass ihn außerhalb seines Berufes „die Welt des Sportes und der Stadien“ wegen der „Momente der Intensität und des ästhetischen Genusses“ am meisten faszinierten. Lieblingsobjekt seiner Fußball-Leidenschaft ist seit Jahrzehnten der BVB. Der Romanist und Publizist wurde 1989 auf den Lehrstuhl für Komparatistik an die Stanford University berufen. Zahlreiche Ehrendoktorwürden, unter anderem von den Universitäten in Montreal, Sankt Petersburg und Lissabon, dokumentieren seinen Ruf als weltweit anerkannter Geisteswissenschaftler. Weiterlesen

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Das NHL All Star Game 2017 steigt heute in Los Angeles – Kommt hierzulande live im Free-TV

Im ‚Staples Center‘ von Los Angeles steigt das NHL All-Star-Game 2017. Foto: Robin Patzwaldt

Aufgrund der 50 Jahr-Feier der dort ansässigen NHL-Franchise, den Los Angeles Kings, findet das All Star-Spiel der nordamerikanischen Eishockeyliga heute Nacht im Staples Center in Los Angeles statt.

Für insgesamt drei Tage feiert die NHL dort zusammen mit ihren Partnern auf einer Fläche von über zwei Hektar Eishockey in Los Angeles, bewirbt zudem groß ihr in diesem Jahr feierlich begangenes einhundertjähriges Bestehen.

Den krönenden Abschluss und damit auch der unbestrittene  Höhepunkt des spektakulären Wochenendes ist dabei natürlich das All-Star-Game am Sonntag. Und das Besondere hierzulande: Man kann dieses sogar ganz ohne Zusatzkosten für Streaming-Dienste oder Pay-TV bei ‚Sport 1‘ frei im Fernsehen live und in Farbe in voller Länge bequem von der heimischen Couch aus anschauen.

Eine tolle Gelegenheit also, auch und gerade für Gelegenheitsfans der wohl besten Eishockeyliga der Welt einmal näher mit den derzeit ganz besonders herausragenden Spielern der NHL in Sichtkontakt zu kommen, sie bei ihren Künsten auf dem Eis ausführlich zu begutachten. Weiterlesen

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Warum interessiert die 2. Fußball-Bundesliga fast nur noch die daran direkt Beteiligten?

Im Stadion in Bochum ist es nur selten wirklich voll. Archivfoto: Claudia Bender

Es soll auch hier im Blog heute nicht ganz unerwähnt bleiben. Am Abend startet die 2. Fußball-Bundesliga, genau eine Woche nach dem Oberhaus, nun ebenfalls endlich in das Fußballjahr 2017. Doch im Gegensatz zu Liga 1 mag die ganz große Begeisterung unter den Sportfans dabei wohl nicht so wirklich aufkommen.

Das ist eigentlich erstaunlich, denn Liga Zwei ist auf dem Papier so attraktiv besetzt wie wohl noch nie zuvor. Nach dem Abstieg von Hannover 96 und dem VfB Stuttgart im letzten Sommer hat das Unterhaus zwei Hochkaräter mehr in seinen Reihen. Geht man die Namen einzeln durch, dann muss sich die Zweite vor der ersten, was die Anzahl der Traditionsmannschaften betrifft, nicht verstecken. Ganz im Gegenteil! Weiterlesen

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Seltsame Solidarität mit Ben-Hatira

Foto: Robin Patzwaldt

Der SV Darmstadt 98 hat das Vertragsverhältnis mit dem deutsch-tunesischen Mittelfeldspieler Änis Ben-Hatira in beidseitigem Einvernehmen beendet, nachdem Darmstädter Fans und Medien ihn für sein Engagement für „Ansaar International“ kritisierten – die vom Verfassungsschutz beobachtete Organisation wird als salafistisch eingeschätzt.

Auf das Handeln des Vereins folgte in den Facebook-Kommentarspalten eine Welle der Empörung. Leute bezeichneten den „Rauswurf“ als rassistisch, wünschten den Darmstädtern, die zurzeit Tabellenletzter sind, für dieses ihrer Meinung nach unsympathische Verhalten den Abstieg. Woher kommt diese Solidarität? Teilen die Kommentatoren die Ansichten von Ansaar International? Oder handelt es sich schlichtweg um Fans des Spielers, die kein schlechtes Wort auf ihn kommen lassen wollen? Weiterlesen

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Dortmund: BVB verleiht Neven Subotic bis Saisonende an den 1. FC Köln

Neven Subotic. Foto: Robin Patzwaldt

Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund leiht Abwehrspieler Neven Subotic bis zum Saisonende an den 1. FC Köln aus. Der 28-Jährige steht darüber hinaus beim BVB noch bis 2018 unter Vertrag.

Seit seinem Wechsel von Mainz 05 im Jahr 2008 stand Subotic für die Schwarzgelben in 192 Bundesliga-Spielen (15 Tore) auf dem Rasen, dazu kommen 26 Einsätze in der Champions League. Als Innenverteidiger war er Stammspieler der Meistermannschaften von 2011 und 2012, weitere große Erfolge waren der Gewinn des DFB-Pokals 2012 und der Einzug ins Champions-League-Finale 2013.

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sagt: „Aufgrund seiner großen Verdienste für den BVB haben wir dem ausdrücklichen Wunsch des Spielers entsprochen, bis zum Saisonende an den 1.FC Köln ausgeliehen zu werden, um dort auf hohem Niveau Spielpraxis zu sammeln.“

Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung, betont: „Nevens Maß an Identifikation mit dem BVB ist im Profifußball heutzutage wirklich außergewöhnlich. Auch über seinen vorläufigen Abschied hinaus behalten wir ihn als einen Freund für alle Zeiten. Dortmund ist und bleibt Nevens Heimat, hier ist er jederzeit herzlich willkommen!“

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Dortmund: BVB verpflichtet Alexander Isak

Foto: BVB

Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund hat das schwedische Sturmtalent Alexander Isak (17/AIK Solna) verpflichtet und mit einem langfristigen Vertrag ausgestattet.

Weil Isak noch nicht volljährig ist, ist zur Abwicklung des Transfers allerdings noch eine gesonderte Zustimmung des Fußball-Weltverbandes FIFA erforderlich, die alle Parteien zeitnah erwarten.

„Alexander Isak ist ein hochkarätiges Sturmtalent, das zahlreiche europäische Topklubs verpflichten wollten. Wir sind sehr froh, dass er sich für Borussia Dortmund entschieden hat. Der BVB ist genauso wie der Spieler absolut überzeugt davon, dass dieser Transfer einer mit großer Perspektive ist“, betont Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.  Weiterlesen

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Juden im deutschen Fußball, Teil 5

Im DFB-Fußballmuseum. Foto: Robin Patzwaldt

Heute nun der nächste Teil der Serie ‚Juden im deutschen Fußball‘ unseres Gastautors Thomas Weigle:

Betrachtet man den jüdischen Fußball während der NS-Zeit, so sind es nicht nur die immer härteren Brutalitäten der Nazis, die die Sportausübung der ausgegrenzten Juden behinderten, sondern auch die Tatsache, dass Fußball fast nur dort möglich war, wo es größere jüdische Populationen gab, nicht aber oder kaum auf dem flachen Land. 

Die NS-Mehrheitsgesellschaft war nur zu einem geringen Teil aktiver Täter, selbst in der Reichspogromnacht. Aber sie duldete das verbrecherische Geschehen und wurde damit zum Komplizen von Verbrechern, die ihre Taten „als höchste Form des Humanismus“ darstellten, da sie „Menschen in erhaltenswerte Reine und nicht erhaltenswerte Reine“ aufteilten( V. Grossmann).  Den zu  „Unreinen“ erklärten jüdischen Deutschen standen nur wenige Sportstätten zur Verfügung  und man kann sich vorstellen, in welchem Zustand Fußballplätze waren, die von mehreren Vereinen genutzt werden mussten, zumal auch den auch finanziell bedrängten Juden oftmals die Mittel fehlten, die genutzten Plätze vernünftig zu restaurieren. Weiterlesen

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