Wirtschaft

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NRW im EU-Parlament: Querfront gegen CETA

Machte auf Twitter bekannt, dass er gegen CETA gestimmt hat: AfD-Mann Marcus Pretzell

Das Europaparlament hat gestern dem Freihandelsabkommen CETA mit großer Mehrheit zugestimmt. Einige aus NRW stammenden Abgeordnete waren dagegen und glaubt man einer Pressemitteilung der im CETA und TTIP Business aktiven Gruppe „Mehr Demokratie“ waren es fünf:  „Fünf Europaabgeordnete aus Nordrhein-Westfalen haben angekündigt, im Europaparlament gegen das Handelsabkommen CETA zu stimmen. Unter den Abgeordneten befinden sich prominente Politiker von Grünen und Linken wie Sven Giegold und Fabio de Masi, aber auch SPD-Abgeordnete wie Prof. Dietmar Köster aus Wetter und Gabriele Preuß aus Gelsenkirchen. Beim CETA-Check des Bündnisses „Stop TTIP“ haben diese Abgeordneten versprochen, mit „Nein“ zu stimmen.“
Das stimmt nicht. Sechs Angeordnete aus NRW haben im EU-Parlament gegen CETA gestimmt – und Nummer sechs ist Mehr Demokratie so unangenehm, dass man bei ihm gar nicht nachgefragt hat: Auch Marcus Pretzell, Chef der AfD in NRW war gegen CETA und reihte sich in die Querfront gegen Wachstum, Arbeitsplätze und Panikmache ein.

Mit einem Herz gegen Jobs und Freihandel wirbt Dietmar Köster (SPD) für sich auf Facebook.

 

 

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Urbanana – Knocking an die Tür der Movers and Shakers

Eine neue Homepage soll Touristen nach NRW locken.  Ob das gelingt bleibt abzuwarten, aber immerhin erheitert ein erster Blick auf die Seite. 

Ach, das klingt schon alles spannend und man hat jetzt schon ein wenig Mitleid mit den Menschen, die das alles glauben und anstatt nach Berlin oder Hamburg zu fahren sich nach Herne oder Oberhausen locken lassen:

A little-known, unconventional but well-formed metropolis of 10 million stretches from the Rhineland to the Ruhr Area. Multi-faceted, eccentric, creative: we are forming a banana-shaped republic with hazy boundaries and so invite the pioneers free spirited to come join us.

Tja, es gibt gute Gründe warum diese Metropole unbekannt ist. Einer ist: Es ist keine Metropole sondern nur ein Haufen Städte die nahe beieinander liegen und nichts miteinander verbindet, ausser ein paar überlasteten Autobahnen  und miesen Zugverbindungen. Das ganze „Urbanana“ zu nennen, wird für Besucher, die eine pulsierende Metropole erwarten leicht zu einer Enttäuschung werden aber warum soll es denen auch besser gehen als den Menschen die hier leben?

Raw concrete and daisy chains, city activists and locals brimming with ideas, great festivals and small galleries, incompleteness and abundant good taste – #urbanana celebrates undiscovered spaces for expeditions free of hype. #urbanana is the forerunner of the renaissance of the western Germany. #urbanana is megalomanic and completely modest.

We home in on curiosity and zoom from Cologne, Düsseldorf and the Ruhr beyond the neighbours and into the streets and backyards until we, urban wanders, are knocking courageously at the doors of the movers and shakers, collectors and hunters, sisters in spirit and perhaps even friends.

Ja, groß ist es hier schon, aber „megalomanic“ nun auch nicht. Die nahezu unendliche Aneinanderreihung von gesichtslosen Vororten hat wenig mit eine „Renaissance“ Westdeutschland zu tun. Auf Köln und Düsseldorf mag das noch in Teilen zutreffen, geht es ums Ruhrgebiet, ist es nur noch lächerlich. Und wenn die „urbanen Wanderer“ hier erwarten ein Greenwich Village-Gefühl der sechziger Jahre anzutreffen, werden sie sich wundern. Die  „Movers and Shaker“ an deren Türen sie klopfen werden sie oft dabei erwischen, wie sie auf Immoscout24 nach einer bezahlbaren Wohnung in Berlin suchen.

Aber ok, sind wir einfach mal optimistisch und gehen davon aus, dass sich diese Seite sowieso kaum eine anschaut.

 

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ETEP – 2016 war ein Rekordjahr für europäische Talente

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Das European Talent Exchange Program (ETEP) ist die ehrgeizigste und erfolgreichste Förderung, wenn es darum geht europäische Musiker an Festivals in Europa zu vermitteln. Für ETEP ist 2016 ein Rekordjahr: 148 europäische Musiker aus 27 Ländern spielten 404 Shows auf den über 100 beteiligten Festivals . Damit fährt ETEP fort, den grenzübergreifenden Erfolg europäischer Künstler zu unterstützen und beim Aufbau europäischer sowie internationaler Musikkarrieren zu helfen. Zum Beispiel trieb das Programm in den letzten Jahren die musikalische Laufbahn von Birth of Joy, Ewert and the Two Dragons, Hozier, Ibeyi, Milky Chance, SOAK, MØ, Vök oder Years & Years voran. Seit Aufnahme des Programms 2003 wurden von ETEP insgesamt 1082 Bands und Künstler für 3091 Auftritte vermittelt.

Um Musiker einzukaufen, besuchen jedes Jahr etwa 400 Festivals das Eurosonic Noorderslag in Groningen, auf dessen Bühnen die ETEP Teilnehmer auftreten. Zu diesen Festivals zählen auch Roskilde, Glastonbury, Primavera, Les Rencontres Transmusicales de Rennes, Hurricane and Rock am Ring. Auftritte, die in vielen Musikerleben ein Traum bleiben, wurden so für die norwegische Sängerin Aurora schon zu Beginn ihrer Karriere wahr. Sie ist mit 13 Buchungen, zu denen auch Roskilde und Glastonbury zählten, die erfolgreichste ETEP Teilnehmerin in 2016.

„ETEP und Eurosonic haben viel für mich getan, und ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance bekam, ein Teil von beidem zu sein”, sagt sie. „Leute aus anderen Ländern reisen nach Holland, um dich zu sehen. Und ich habe Massen von Fans dazugewonnen, indem ich in Groningen und auf den Festivals live gespielt habe. Es war großartig für mich.” Während die Fans ungeduldig auf das angekündigte zweite Album der 20-jährigen warten, erschien soeben „Winter Bird“ von Auroras Debüt „All My Demons Greeting Me as a Friend“ aus März diesen Jahres.

ETEP geht Mitte Januar in die nächste Runde, die Medienpartner des Eurosonic Noorderslag haben bereits ihre Tipps für Musik, die man 2017 nicht verpassen sollte abgegeben. Weiterlesen

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Wer sich ersetzen lässt …

Kopf eines weiblichen Androiden (Projekt von Hanson Robotics) – Steve Jurvetson – CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

In drei kurzen und aufeinanderfolgenden Videos erläutert Engine Hedda, wie einfach eine angemessene Wirtschaftspolitik für die Zukunft sein kann: Ihre zentrale Frage lautete: Wer lässt sich angesichts einer fortschreitenden Digitalisierung ersetzen? Hören Sie ihr zu! Vielleicht wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als auszuwandern:

Viel Spaß

[Engine Hedda gehört zum Duisburger AutorenVerlag Matern]

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Das Ende der Energie­wende­illusionen


370 Euro pro Jahr zahlt jeder Bürger bereits jetzt für die Energiewende. Das ist erst der Anfang. Die Kosten explodieren, der Nutzen ist zweifelhaft. Von unserem Gastautor Heinz Horeis.

Nach dem Pariser Klimagipfel geben Politiker und Aktivisten nun ordentlich Gas: In wenigen Jahrzehnten soll sich die Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen speisen. Gelten soll dies für Strom, Verkehr und Wärme. Diese radikale Energiewende, von den Protagonisten „Sektorkopplung“ genannt, ist inzwischen offizielles Ziel deutscher Energiepolitik. Das Vorhaben ist abenteuerlich und würde das Ende Deutschlands als moderner Industrienation bedeuten, setzte man es tatsächlich um.

Gebracht hat uns die Energiewende nach knapp zwei Jahrzehnten die höchsten Strompreise, Energiearmut für die Ärmsten und ein verschandeltes Land. Ein ehemals ausgezeichnet funktionierendes Energiesystem ist schwer angeschlagen; das neue, „erneuerbare“ System hat Weiterlesen

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Bezirksregierung Münster gibt ‚Datteln 4‘ grünes Licht

Blick aus Waltrop in Richtung Datteln. Foto: Robin Patzwaldt

Seit Jahren wird darum gestritten. Heute hat das juristisch im Jahre 2009 gestoppte Kohlekraftwerk ‚Datteln 4‘ eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Inbetriebnahme genommen: Die Bezirksregierung in Münster hat ‚Uniper‘ (früher E.ON) heute die Genehmigung erteilt, das umstrittene Steinkohle-Kraftwerk „Datteln 4“ fertig zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Dies geht aus einer aktuellen Pressemeldung der Bezirksregierung hervor.

Dort heißt es wörtlich:

„Die Bezirksregierung Münster hat heute (19. Januar 2017) der Uniper Kraftwerke GmbH (vormals E.ON Kraftwerke GmbH) die Genehmigung erteilt, ein Kraftwerk am Standort Datteln zu errichten und zu betreiben. … Die Genehmigung wurde mit einer Reihe von Auflagen und Nebenbestimmungen erteilt, um anspruchsvolle Anforderungen des Umweltschutzes zu erfüllen, insbesondere im Hinblick auf die Rauchgasreinigung und Abwasserbehandlung. Die Regelungen sollen sicherstellen, dass die Emissionen von Schadstoffen deutlich unter den gesetzlich zulässigen Werten liegen. … Weiterlesen

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Niko-Paech: Wanderprediger mit Thesen aus dem grün-braunen Sumpf

Niko Paech auf einer Veranstaltung zur Postwachstumsökonomie Foto: Marcus Sümnick Lizenz: CC BY 3.0

Niko Paech auf einer Veranstaltung zur Postwachstumsökonomie Foto: Marcus Sümnick Lizenz: CC BY 3.0


Die Thesen der Postwachstumsökonomie wie Niko Paech üben eine große Faszination aus. Vor allem auf Menschen, die in reichen Gesellschaften leben und sich den Luxus gönnen, eine Verzichtsethik zu predigen, von der sie ahnen, dass sie nie Wirklichkeit wird. Heute tritt Paech in der Ruhr-Uni-Bochum auf. 

Paul ist ein netter Kerl und ab und an unterhalten wir uns am Tresen einer der netten Kneipen Bochums oder diskutieren ein wenig auf Facebook miteinander.Paul macht Musik, arbeitet als Theaterkritiker und hat einen Vollbart. Ich mag Paul, er ist ein netter Kerl und ein angenehmer Gesprächspartner. Eines Tages kamen wir beiläufig auf das Thema Wirtschaft zu sprechen. Ich weiß nicht mehr genau, wie es dazu kam, wahrscheinlich hatte ich es mit irgendeinem neoliberalen Scherz provoziert. „Ich bin ja eher ein Anhänger der Postwachstumsökonomie“, Weiterlesen

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10 Jahre iPhone: „Das war mein Arbeitsplatz“

Vor zehn Jahren stelle Steve Jobs das iPhone vor und ich schaute mir damals mit einem Freund die Präsentation an. Der war seinerzeit Ingenieur bei Nokia und entsetzt, denn ihm war klar, dass Nokia gegen das iPhone keine Chance haben würde. Nicht weil die Geräte der Finnen technisch unterlegen, sondern weil sie so miserabel zu bedienen waren, dass kaum ein Kunde die vielen, oftmals verborgenen, Fähigkeiten der Nokia-Devices nutzen konnte. Ein paar Wochen später hörte ich dann von ihm, dass ein hoher Nokia-Manager in einer Mail an die Entwickler geschrieben hatte, Nokia  habe kein Smartphone in der Planung, dass es mit dem iPhone aufnehmen könne. Kurz darauf verließ der Mann das Unternehmen. Tja, so war das damals. Die Nokia-Ingenieure gingen nach der Schließung des Werks in Bochum zu Blackberry. Viele von ihnen arbeiten heute in der Entwicklung bei einer VW-Tochter in Bochum. Ich bin glücklich und zufrieden mit meinem iPhone6S. Herzlichen Glückwunsch Apple und schade, dass Steve Jobs nicht mehr da ist. Ach so: Wer ein wirklich gelungenes Stück Marketing-  – und Technikgeschichte sehen möchte, sollte sich das Video anschauen. Es ist noch immer großartig.

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Linke Wirtschaftspolitik wird von autoritären, regressiven und protektionistischen Tönen geprägt

Banca Monte dei Paschi di Siena Foto: Tango7174 Lizenz: GNU


Während sich Linke darüber streiten, wer was sagen darf, wer welche Emojis benutzen darf und was jetzt Cultural Appropriation ist und was nicht, geraten wirtschaftliche Themen immer weiter ins Hintertreffen. Dabei sind auch hier Lösungen dringen notwendig. 
 Von unserem Gastautor Marcel Richters.

Der Trump-Schock steckt wahrscheinlich auch in Europa den meisten Menschen noch in den Knochen. Dass der umstrittene Milliardär wegen seines Rassismus gewählt worden ist, darf inzwischen als widerlegt betrachtet werden. Die meisten Wählerinnen und Wähler konnte Trump im Rust Belt gewinnen, jener Region im Norden der USA rund um den Lake Michigan, die besonders vom Niedergang der verarbeitenden Industrie besonders getroffen wurde. Auch das Trump den Waffenbesitz weiter liberalisieren will und das Militär aufrüsten lässt sich auf wirtschaftliche Ängste zurückführen. Wer Angst vor dem Abstieg hat, will sich schützen. Vor allem gegen die, die noch weniger haben. Und da die Rüstungsindustrie in den USA einer der Weiterlesen

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  Kommentare deaktiviert für Vermögensaufbau trotz Niedrigzins – bereits mit wenig Kapital kann sich ein Investment lohnen

Vermögensaufbau trotz Niedrigzins – bereits mit wenig Kapital kann sich ein Investment lohnen

portemonnai-kreditkartenDie Finanzkrise im Jahr 2008 hat deutliche Spuren hinterlassen. Nicht nur zahlreiche Anleger haben damals viel Geld verloren. Die Konsequenzen daraus wirken bis heute nach und spiegeln sich in der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, kurz EZB, wider.
Der Markt wird regelrecht von frischem Geld überschwemmt und schafft besondere Anreize für Kreditnehmer, die weitergehend Kapital investieren möchten; wie etwa in den Kauf von Immobilien. Das Nachsehen haben besonders diejenigen, die ihr Geld jahrelang der Bank zur Verfügung gestellt und über verschiedene Konten- und Anlagemodelle lukrative Zinsen bekommen haben. Wer in der heutigen Zeit Geld für die Zukunft anlegen möchte, der sollte von einer Festgeldanlage oder einem Tagesgeldkonto absehen, da vor allem eines droht: Strafzinsen der Bank auf angelegtes Kapital. Weiterlesen

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