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Christian Heidel, der neue starke Mann auf Schalke – Eine Chance auf ruhigere Zeiten für den Club?

Christian Heidel. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Christian Heidel. Quelle: Wikipedia, Foto: Fuguito, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es war insgesamt eine äußerst zähe Angelegenheit, doch seit wenigen Minuten ist es nun endlich auch offiziell: Christian Heidel wird im Sommer neuer ‚Manager‘ auf Schalke und damit Nachfolger von Sportvorstand Horst Heldt, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

Der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 hat sich heute, nach einer rund zweieinhalbstündigen Gesprächsrunde mit Heidel, für eine Verpflichtung des bisherigen Mainzer Managers ausgesprochen. Auch der FSV Mainz hat den Abgang inzwischen offiziell bestätigt.

Christian Heidel arbeitet damit ab der kommenden Saison nun auch ganz offiziell als Sportchef der Königsblauen. Für den FSV Mainz 05 war er dann immerhin stolze 24 Jahre lang erfolgreich tätig.

Bei der Abstimmung in dem elfköpfigen Gremium der Gelsenkirchener mit dem Vorsitzenden Clemens Tönnies erhielt Heidel am heutigen Nachmittag die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Insider berichten ganz aktuell konkret von 8 Ja-Stimmen und offenbar zwei Enthaltungen. Dies reichte dann so für den Wunschkandidaten von Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies.

Zuvor hatte der 52-Jährige nach eigenem Bekunden dem Gremium diverse Fragen gestellt und dabei gewissenhaft überprüft, ob er denn zum Konzept der Gelsenkirchener passen würde. Dies wurde anschließend von beiden Seiten dann offenbar so positiv bewertet, dass zuvor noch vorhandene Zweifel auf beiden Seiten zumindest weitestgehend ausgeräumt werden konnten. Heidel, der sich direkt nach den Gesprächen bereits sehr zufrieden mit deren Verlauf zeigte,  noch bevor er den Ausgang der Abstimmug kannte, soll bei S04 nun einen Vertrag bis 2020 erhalten.

„Wir sind davon überzeugt, dass Christian Heidel mit seiner unbestrittenen sportfachlichen Kompetenz und Erfahrung, seinen erwiesenen Führungsqualitäten und seiner positiven Ausstrahlung der richtige Mann für den FC Schalke 04 ist“, wird auch der Aufsichtsrats-Vorsitzende Clemens Tönnies kurz vor dem heutigen Spiel gegen den VfB Stuttgart zitiert. Denn ganz nebenbei wird heute in Gelsenkirchen ja auch noch Bundesliga-Fußball gespielt.

Doch die Hauptmeldung des Wochenendes aus königsblauer Sicht gab es diesmal damit wohl schon vor dem Punktspiel der Königsblauen.

Der Verein wird somit nun die Chance erhalten unter neuer sportlicher Leitung in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Heidel hat in Mainz über Jahre hinweg bewiesen, dass er aus relativ bescheidenen Mitteln eine ganze Menge machen kann. Ob er aber auch mit den traditionell eher schwierigen Schalker Verhältnissen zurecht kommen wird, das muss sich nun erst noch zeigen. Zumindest wird er aber wohl zukünftig für seine Verhältnisse hier im Revier wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten vorfinden, gerade auch in finanzieller Hinsicht.

Die Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft für beide Vertragsseiten stehen insgesamt jedenfalls wohl zumindest nicht schlecht, denn Heidel ist nicht nur unbestritten ein großer Fachmann, auch die komplette Unterstützung des Aufsichtsrates hat er sich vor seiner Verpflichtung durch geschicktes Verhalten und eine offenbar gelungene Vorstellung dort heute erst einmal gesichert. Auf Schalke ja nicht ganz unwichtig. Zumindest kann er so erst einmal in Ruhe an die kommenden Aufgaben herangehen.

Nun gilt es aus Schalker Sicht aber auch die Energie aus diesem Führungswechsel entsprechend zu Gunsten des Vereins zu nutzen… In und um Gelsenkirchen wird man diese Entwicklung heute wohl mehrheitlich gerne zur Kenntnis nehmen. Endlich sind damit nun auch die seit Monaten andauernden Spekulationen beendet worden.

Nur Horst Heldt, der dürfte über die Nachricht vermutlich heute wohl nicht ganz so glücklich sein. Aber auch er konnte sich ja seit einiger Zeit an den Gedanken gewöhnen, dass er auf Schalke in Kürze nicht mehr gebraucht wird. Nun hat er auch das endlich amtlich und kann sich neuen Herausforderungen widmen. Ob man ihm auch Schalke eine Träne nachweinen wird? In Anbetracht der wunschgemäßen Nachfolgeregelung vermutlich zumindest nicht allzu lange.

Spannend wohl auch die Frage, wie sich der Arbeitsalltag von Horst Heldt bis zum Saisonende nun noch darstellen wird, nachdem der vermutlich ab sofort ständig steigende Einfluss von Heidel (zumindest im Hintergrund) ab heute ja nicht mehr völlig von der Hand zu weisen sein wird…

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