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Linkspartei NRW zur DDR:”…sehr demokratisch…”

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 11 Mai 2010 | Von Stefan Laurin

Report-Mainz hatte gestern Abend einen sehr starken Beitrag über die Linkspartei in NRW gesendet.

In dem Beitrag über die Linkspartei in NRW ging es um das Verhältnis der Linkspartei in NRW zur DDR. Wer ernsthaft glaubt, die Linkspartei in NRW wäre keine nichtextremistische Partei und hätte ihren Frieden mit der Demokratie gemacht, sollte sich den Beitrag anschauen.

Neben all den Versuchen, die DDR schön zu reden und den unangenehmen Fragen des Reportes auszuweichen, fand ich es am elendsten, als Bärbel Beuermann die Karte des SWR-Kollegen wollte und erklärte “Sie werden von uns hören…”.
Beuermann könnte als Spitzenkandidatin der Linkspartei in einer Rot-Rot-Grünen Landesregierung Ministerin werden.

Die Einschüchterung von Presseleuten zeigt die undemokratische Gesinnung von Beuermann und ihren Genossen. Mit der freien Presse hat die Linkspartei schon länger ein Problem: Hans Leyendecker von der Süddeutschen wurde kurz vor der Wahl als Lügner bezeichnet und der SZ wurde angedroht, sie würde künftig nicht zu den “bevorzugten Gesprächspartnern” der Linkspartei gehören.

Wer ernsthaft im Zusammenhang von einer Rot-Rot-Grünen Regierung von einer “Alternative” spricht, wie gestern Philip Grassmann im Freitag,   und eine solche Koalition als “starkes Signal” bewertet, sollte besser noch einmal in sich gehen. Wer sich nicht eindeutig von Diktaturen distanziert, hat in einer Regierung nichts zu suchen. Das galt für mich früher für die Alt-Nazis in der CDU und  gilt für mich heute für Leute wie Beuermann und ihre Genossen in der Linkspartei.

Der Report-Mainz Beitrag kann in der ARD-Mediathek abgerufen werden…Klack



78 Kommentare und 9 Ping(s) zu »Linkspartei NRW zur DDR:”…sehr demokratisch…”«

  1. #51 | Patrizia sagt am 13. Mai 2010 um 13:08

    Witzig ist, wenn der linke Stasi-Finsterling sich über die “Mainstream-Medien”, was
    immer er darunter auch versteht, und deren “Schuurrniiis” aufregt, rumkeift wie an
    “Wiöö gaga”, statt sich über seinen bornierten, linken Hinterwäldlertrupp und
    dessen Wahlerfolg zu freuen … cheers :-)
    Endlich kann man gegen die “markradikale(?) Räuberbande”, so wie es der (neue)
    Blockwartverein schon immer wollte, vorgehen. Wird jetzt eigentlich wieder die
    “Deutsche Mark” eingeführt ?

  2. #52 | Ingo Engbert sagt am 13. Mai 2010 um 15:27

    #40 @ ex-linker
    Es ist immer die böse Presse bei der LINKEN.
    Wir Westfalen sagen: „Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose.“
    Nicht-Kommunisten werden von Antidemokraten aus der Partei entfernt. Selbstständiges Denken ist unerwünscht. Wir sollten dafür arbeiten das viel mehr über die unseriösen Machenschaften aus der Partei berichtet wird und ich lade alle Interessenten zum Mitmachen ein. Selbst von den Sitzungen des Landesvorstandes werden seit Monaten keine Protokolle mehr verbreitet, so das alles was dort getrieben wird im Dunkeln bleibt. Politische Lügner und Betrüger sollten in der Politik nichts verloren haben. In allen Parteien übrigens nicht.
    #49 @ Skorill
    Filme sind von den teilnehmenden SchauspielerInnen abhängig. Wo nichts drin ist, kann auch nichts herauskommen. Fragt doch einfach ehemals Einsitzende in Bautzen worin der Unterschied zu Guantanamo besteht. Ich will weder Nazis, Stasi noch den Kommunismus in diesem Land.
    http://www.demokratisch-links.de/linkes-politpoker

  3. #53 | Skorill sagt am 13. Mai 2010 um 16:20

    @ david @ Ingo:

    Also ersteinmal gehöre ich nicht zu den Linken. Ich verabscheue nur diese Art der Berichterstattung, in dem nur ein Halbsatz ohne Zusammenhang herausgenommen wird. In dem nur die Aufnahmen verwendet werden, die genau in das Bild passen, dass der Sender hier verbreiten möchte.

    Hier der gesamte Passus:

    “Die DDR war ein legitimer Versuch, auf deutschem Boden eine Alternative zum Kapitalismus aufzubauen. Sie hat beachtliche Erfolge in der Herstellung sozialer Gerechtigkeit, im Bildungswesen und der Erwerbstätigkeit der Frauen erreicht. Auf der anderen Seite stehen jedoch auch die Unterdrückung von Opposition und der Mangel an Rechtsstaatlichkeit. Gescheitert ist die DDR letztlich an mangelnder Demokratie und ineffizienter Ökonomie.”

    Zudem mag es richtig sein, dass die einzelnen Mitglieder nicht regierungsfähig sind, aber warum hat uns der Sender wohl den gesamten Passus vorenthalten?

    Mir geht es um Gerechtigkeit und darum, dass den Menschen alle Fakten erzählt werden und nicht nur die Sachen, die die Meinung der Autoren unterstreichen.

    Fazit: Skandalöser Journalismus!

  4. #54 | David Schraven sagt am 13. Mai 2010 um 16:45

    Skorill.

    Entweder hast Du das Zitat, das Du da oben geschrieben hast, nicht verstanden. Oder Du willst es nicht verstehen.

    Das ist eine miese Rechtfertigung für eine fucking Diktatur. Ekelig, abschreckend und pervers.

    Der Mangel an Demokratie saß in Bautzen. Der Mangel an Demokratie wurde an der Mauer erschossen. Der Mangel an Rechtsstaatlichkeit wurde nach Sibirien verschleppt. Der Mangel an Freiheit wurde in den Wahnsinn getrieben.

    Die DDR war Unrecht. Und Ende.

    Was Du als Journalismus mies findet, ist für die Aufklärung entscheidend.

  5. #55 | Skorill sagt am 13. Mai 2010 um 17:31

    @ David:

    Ich habe in keinster Weise den Text oder die Linken verteidigt, noch die DDR als guten Staat hingestellt.

    Was ich hier kritisiere ist die Berichterstattung. Wenn die Linken so schlimm sind, wie der Bericht dies darstellen möchte, dann muss er uns auch keine Fakten vorenthalten.

    Wenn Sie sich meine Kommentare nocheinmal angucken, dann sehen Sie hoffentlich, dass ich keine Bewertung des Inhaltes vorgenommen habe.

  6. #56 | Malte sagt am 13. Mai 2010 um 17:41

    Fakten gibt es zu genüge, kann man überall nachlesen:

    http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/2621205_Im-Visier.html

    Übrigens, nur weil es Mainstream-Journalismus ist, muss es nicht falsch sein…!

  7. #57 | dissenter sagt am 13. Mai 2010 um 18:05

    @Malte
    In Ihrem FR-Artikel heißt es:
    “Der Kapitalismus solle in einem “transformatorischen Prozess” überwunden, an seine Stelle der “demokratische Sozialismus” gesetzt werden.”
    Wollen Sie uns wirklich, wie der Verfassungsschutz, weismachen, Kapitalismus und Demokratie seien identisch? Und haben Sie wirklich noch nicht davon gehört, dass sich auch die SPD den “demokratischen Sozialismus” auf ihre Fahnen geschrieben hat?

  8. #58 | Ingo Engbert sagt am 13. Mai 2010 um 18:42

    #57 @ Dissenter
    Wenn es hier um “demokratischen Sozialismus” geht, warum werden dann die Demokraten von den Kommunisten als Antikommunisten beschimpft und aus der Partei manipuliert? Es geht hier letztendlich nur um Geld und Macht. Einer Bevölkerung wird die Partei nur helfen können, wenn sie auch von der Masse akzeptiert wird und das ist nicht der Fall, wie die Wahlen eindeutig zeigen.
    Kreisverbände in Hagen, Gelsenkirchen, Herne, Warendorf, und Kleve um nur einige zu nennen wurden bewußt manipuliert, um über die Delegierten Wahlen zu beeinflussen.

  9. #59 | dissenter sagt am 13. Mai 2010 um 18:55

    @Ingo Engbert
    Mein Punkt war: Die Parole vom demokratischen Sozialismus wird vom Verfassungsschutz zum Anlass genommen, die Linkspartei als potentiell verfassungsfeindlich anzusehen und sie zu “beobachten”. Demzugrunde liegt das verbreitete Missverständnis, die Wirtschaftsordnung unseres Landes sei durch das Grundgesetz ein für alle Mal auf Marktwirtschaft/ Kapitalismus festgelegt. Ganz egal was Sie oder ich von Kapitalismus und Sozialismus halten: es bleibt ein Missverständnis.

  10. #60 | Malte sagt am 13. Mai 2010 um 21:56

    @dissenter: Ich glaube sie missverstehen da etwas…!

    Aber, es gibt auch Kapitalismus ohne Demokratie, ober keine Demokratie ohne Kapitalismus! Freuen wir uns also darüber das wir, noch, meins oder deins sagen können ;-)

  11. #61 | Krtitische Leserin sagt am 15. Mai 2010 um 04:13

    Demokratie ??? ist für die Meisten ein Fremdwort, denn primär zählt der mtl. Verdienst und ‘ Macht ‘ – erhalt !!

    Insider wissen, welchen Weg bestimmte Personen gegangen sind, um in Düsseldorf Fuß zu fassen.

    Auf die ‘ allerfeinste ‘ Art wurde gemobbt, Intrigen gesponnen etc.pp

    Ein Parteimitglied wagte sogar zu sagen, daß zuerst die Diktatur und dann die Demokratie käme; ein Bekannter von …..

  12. #62 | julian sagt am 15. Mai 2010 um 09:17

    Wenns ins Bild passt, dann lässt man sich auch von der PARTEI verarschen, soviel zum “Journalismus” von Report Mainz:
    http://www.die-partei-hamburg.de/2010/05/11/report-mainz-und-die-ddr-partei/

  13. #63 | zboson sagt am 15. Mai 2010 um 09:44

    “Ob das TV-Team bei all dem nicht stutzig geworden sei? »Nee, die haben einfach immer draufgehalten mit der Kamera.« Die Fernsehleute hätten nicht nachgefragt, was er, Jansen, da eigentlich mache. Ob er Mitglied oder wenigstens Sympathisant der LINKEN sei. Warum er so direkt in das Mikrofon singe. Und dermaßen begeistert für die Kamera posiere. »Die sind«, sagt Jansen, »irgendwann wortlos abgezogen.«”

    “Qualitätsmedien” olé, Journalismus 2010 :-) ! Wäre ja nur noch interessant zu erfahren, ob es sich um ÖR-Angestellte handelte oder um freies journalistisches Prekariat, dem es im Prinzip eh egal ist, was sie als Beiträge verkaufen.

  14. #64 | Malte sagt am 15. Mai 2010 um 10:02

    @zboson: Wenn sie auf einer derartigen Veranstaltung sind und jemand benimmt sich “so”, fragen Sie da nach? Ich war in GE als Gysi da war, das war auch nicht viel anders!

    Günther Jansen hätte ja auch was sagen bzw. sein Verhalten aufklären können, wollte er aber anscheinend nicht, Künstler halt ;-)

  15. #65 | zboson sagt am 15. Mai 2010 um 10:19

    @ #64
    Malte, wenn ich Journalist bin, im Sinne, wie ich das verstehe (als Laie, ich bin keiner), überlege ich sehr genau, was ich filme, schreibe und sende. Es wäre mir äußerst peinlich, wenn sowas hinterher rauskommen würde. “Sichere Deine Quellen”, oder so ähnlich.

    Warum hätte Jansen das aufklären sollen? Wenn er wirklich wußte, wer da filmt (muss ja nicht sein, da freie Journalisten u.U. kein Senderlogo tragen und sich nicht vorstellen ["da filmte halt einer und ich machte meine Show"]), hat er doch so den größten Impact zur Diskreditierung der Reportage erreicht :-) .

    Malte, mir geht es um was anderes. Ich bin kein Fan der Linkspartei, aber mir ist “Agenda Setting” , “Spins” und “Schaum vor dem Mund” im “Journalismus” mittlerweile echt zuwider.

  16. #66 | zboson sagt am 15. Mai 2010 um 10:25

    @ #64
    Noch eine Ergänzung: wenn ich auf so einer Veranstaltung bin und jemand benimmt sich so, dann halte ich ihn für einen Spinner, wie sie in allen Parteien auftreten, und nicht für typische Parteivertreter. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, da hatten die Republikaner teilweise 18 Prozent. Aber so ist das eben, da gibts halt wirklich noch dumme Bauern :-) . Dummköpfe gefährden an sich nicht die Demokratie, sondert erst, wenn sie gesteuert werden.

  17. #67 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * “Wenn wir nicht regieren… sagt am 15. Mai 2010 um 10:50

    [...] jeden anders denkenden als Anti zu beschimpfen und aus der Partei zu verweisen, kann es mit der Demokratie nicht sehr weit her sein. O-Ton und O-Schrift des Antidemokraten und Chefmanipulierer Günter [...]

  18. #68 | Manuel sagt am 15. Mai 2010 um 10:52

    Ja, so manipulieren die Medien.

    »Report Mainz« geht Satiriker auf den Leim

    http://www.neues-deutschland.de/artikel/171040.report-mainz-geht-satiriker-auf-den-leim.html

    Report Mainz mißbrauchte eine Politsatire der PARTEI zur Hetze gegen die nordrhein-westfälische Linkspartei. Ein Gespräch mit Günther Jansen

    http://www.jungewelt.de/2010/05-15/052.php

  19. #69 | Stefan Laurin sagt am 15. Mai 2010 um 10:55

    @Manuel: Mit den wirklich üblen Aussagen von Böth und Konsorten hat das allerdings nichts zu tun. Die rechtfertigen immer noch den Staat der Mauermörder.

  20. #70 | Kert Buck sagt am 15. Mai 2010 um 11:10

    #62 @Julian

    Vielen Dank für die Aufklärung! Auf den Seiten von Report Mainz wird leider nicht über diese “Performance” von Jansen informiert. Würde diesen extrem neutralen, objektiven Beitrag wohl noch mehr diskreditieren. Nur den Ausschnitt von dieser Oberstudienrätin aus Wuppertal Rothilde Blöd habe ich jetzt schon 3mal im TV sehen dürfen (frontal21, Neues aus der Anstalt, heute-show). Die dürfte wohl der running gag der neuen linksradikalen Rotextremisten-Fraktion im Dusseldorfer Landtag werden. Immerhin gibt es fast 10000 € im Monat für die Vertreter des Volkes von NRW. Als Vizelandtagspräsi bekommt Blöth sicher auch noch einen Zuschlag. Dafür kann man schon mal seine Visage in die Kamera halten. Schmerzensgeld sozusagen.

  21. #71 | Malte sagt am 15. Mai 2010 um 11:36

    @Kert Buck:”noch mehr diskreditieren” oder versucht hier jemand zu Relativierten, z.B. die Mitgliedschaft von Özlem Demirel in der “Antikapitalistischen Linken” usw.?!

  22. #72 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * was bedeutet links… sagt am 15. Mai 2010 um 12:58

    [...] zu werfen, sie geradewegs zu innerparteilichen persona non grata ab zu stempeln, aber gleichzeitig DDR-Träumer wie Gunhild Boeth und Dschersinky-Büsten-Besitzer wie einen Michalowsky hochleben zu lassen, mutet mindestens [...]

  23. #73 | Arnold Voss sagt am 15. Mai 2010 um 13:05

    Ich weiß, es ist ärgerlich, wenn das Volk nicht so wählt wie man selbst. Wenn alle Mühen der Aufklärung nichts gebracht haben, weil die Leute nicht mal oberflächlich die Parteiprogramme lesen. Wenn das ganze Recherchieren über Verfehlungen und rückwärtsgewandte politischen Äußerungen, die ganzen minutiösen Nachweise der Unwählbarkeit nicht gefruchtet haben, weil die meisten Menschen nach Stimmungen und ungefähren politischen Richtungen wählen, und nicht nach Fakten.

    Die Linke in NRW ist nicht wegen sondern trotz ihres politischen Personals und trotz aller Warnungen ins Parlament gewählt worden. Es wäre endlich an der Zeit, sich zu fragen, wieso das so ist, und was das politisch bedeutet, als sich hier immer noch in der Rolle zu gefallen, schon immer gewußt zu haben, welche dubiosen Gestalten da nun auf den Parlamentssesseln platznehmen.

    Ansonsten ist die Kampagne der Medien gegen die Links-Partei so durchsichtig, dass man sie, selbst wenn man diese Partei nicht gewählt, ja nicht mal ihren Einzug ins Parlament gewünscht hat, eher nervig bis platt als erhellend und informierend empfindet.

  24. #74 | Kert Buck sagt am 15. Mai 2010 um 13:08

    @Malte
    Im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW für 2009 habe ich nach der AKL gesucht. Folgendes habe ich gefunden:

    “Das bestimmende Personal und ein großer Teil der Mitglieder stammen aus der westdeutschen dogmatischen ‘Neuen Linken‘, der DKP oder aus trotzkistischen Gruppierungen.
    Sie führen ihre ideologischen Vorstellungen in der Partei ‘DIE LINKE*‘ über Zusammenschlüsse/Strömungen wie die ‘Antikapitalistische Linke*‘ (AKL), die ‘Sozialistische Linke*‘ (SL) oder die ‘Kommunistische Plattform‘ (KPF) fort.”

    “Weitere Zusammenschlüsse, bei denen Anhaltspunkte für den Verdacht extremistischer Bestrebungen bestehen, sind der ‘Geraer Dialog/Sozialistischer Dialog*‘ (GD/SD), die ‘Sozialistische Linke*‘ (SL) und die ‘Antikapitalistische Linke*‘ (AKL).”

    Anhaltspunkte (!) für den Verdacht (!) extremistischer Bestrebungen!

    Wenn ein Verfassungsschutz als Behörde unter der Leitung einer christlich-liberalen Landesregierung nicht mehr als dürftige Anhaltspunkte (welche genau?) für einen nebulösen Verdacht zu bieten hat, dann kann ich Frau Demirel doch nicht unterstellen, dass sie einen Kampf gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung führt.

    § 4 Abs. 2 Bundesverfassungsschutzgesetz:

    Zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne dieses Gesetzes zählen:
    a) das Recht des Volkes, die Staatsgewalt in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung auszuüben und die Volksvertretung in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl zu wählen,
    b) die Bindung der Gesetzgebung an die verfassungsmäßige Ordnung und die Bindung der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung an Gesetz und Recht,
    c) das Recht auf Bildung und Ausübung einer parlamentarischen Opposition,
    d) die Ablösbarkeit der Regierung und ihre Verantwortlichkeit gegenüber der Volksvertretung,
    e) die Unabhängigkeit der Gerichte,
    f) der Ausschluß jeder Gewalt- und Willkürherrschaft und
    g) die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte.

    Steht da etwas von Kapitalismus?

    Der Aufruf “Für eine antikapitalistische Linke” http://www.antikapitalistische-linke.de/topic/16.text.html ist sicher radikal, aber sehen sie darin schon eine Bedrohung für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung?

    Das hier ist übrigens nicht radikal, das ist die große Mitte, von der aus sie dann ja radikale Positionen bestimmen müssen:

    “Der deutsche Finanzmarkt besitzt ein großes Potenzial, das unter Beachtung der ständigen Fortentwicklung der globalen Finanzmärkte in der kommenden Legislaturperiode weiter ausgebaut werden soll. Dazu wollen wir:

    Produktinnovationen und neue Vertriebswege müssen nachdrücklich unterstützt werden.
    Dazu wollen wir die Rahmenbedingungen für neue Anlageklassen in Deutschland schaffen.
    Hierzu gehören:
    – der Ausbau des Verbriefungsmarktes,
    – die Erweiterung der Investitions- und Anlagemöglichkeiten für Public-Private Partnerships”

    (Quelle: Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD 2005-2009)

    Ist Herr Ackermann eigentlich ein Extremist?

  25. #75 | Christian sagt am 17. Mai 2010 um 12:33

    Günter Jansen, Mitglied der Satire Partei ‘Die Partei’ hat mittlerweile erklärt, dass er der Mann mit dem DDR Fähnchen ist:

    “Ja, ich bin in der Tat der Mann mit dem DDR-Fähnchen! Die Reporter haben unseren Auftritt auf üble Art mißbraucht, um Linkspartei-Mitglieder als extremistisch und verfassungsfeindlich abzustempeln….”

    http://www.jungewelt.de/2010/05-15/052.php

  26. #76 | Stefan Laurin sagt am 17. Mai 2010 um 12:45

    @Christian: Und noch einmal: Das ändert nichts an den Aussagen von Böth und Co. Da können sich Junge Welt und Neues Deutschland noch so viel Mühe geben.

  27. #77 | viktor baku sagt am 17. Mai 2010 um 20:21

    ich finde, wenn ein fernsehbericht so dermaßen dmanipuliert, wie es der von christian verlinkte artikel zeigt, könntet ihr ruuhig eine korrektur im hauptartikel bringen.
    es ist absolut ok, die linke zu kritisieren, aber ihr solltet euch dabei nicht solchen mists bedienen. oder wollt ihr demnächst auch die bild zitieren?

  28. #78 | Stefan Laurin sagt am 17. Mai 2010 um 20:31

    @Viktor Baku: Noch einmal ganz langsam für die Anhänger der Linkspartei: An den Aussagen von Böth und Beuermann ändert die Pirat mit der Fahne nix.

  29. #79 | Arnold Voß sagt am 17. Mai 2010 um 21:01

    @ Viktor Baku

    Die Sendung ist, da gibt es keinen Zweifel, insgesamt politisch recht platt gestrickt, aber die Kandidaten der Linken sind es nicht minder. Deren Antworten sind, was die DDR und die Stasi betrifft einfach nur gruselig, und das hat nichts mit der Intervention der Satire Partei zu tun. Da hat Stefan einfach recht.

    Das allerdings von diesen Leuten aktuell eine Gefahr für unsere Demokratie ausgehen soll, tut mir leid, da komme ich beim besten Willen nicht mit. Das ist absichtliche politische Panikmache umd mit allen Mitteln eine Rotrotgrüne Koalition in NRW zu verhindern.

    Unser Gemeinwesen und unsere Demokratie ist zur Zeit von ganze anderen Leuten bedroht, die sich obendrein niemals so von den Medien vorführen lassen würden, wie diese sichtlich unvorbereiteten Landtagsnewcomer. Da ist es vielmehr genau umgekehrt. Sie steuern die Medien in einer Weise in ihre Richtung, dass einem dabei wirklich angst und bange werden kann.

  30. #80 | Malte sagt am 17. Mai 2010 um 21:57

    @viktor baku: Mittlerweile liefen im Fernsehen auch auf anderen Sendern z.B. dem WDR/Westpol, solche berichte. Ohne Aktionskünstler!

  31. #81 | Stefan Laurin sagt am 17. Mai 2010 um 22:05

    @Malte: Jetzt habe ich es: Der Mann mit der DDR-Fahne ist nicht der einzige Künstler. Die ganze Linkspartei ist Konzeptkunst. Eine Parodie auf den Marxismus. Da stecken irgendwelche New Yorker Kunststudenten hinter, die zu viele Pillen geschluckt haben. Mein Gott, waren wir blöd :-)

  32. #82 | viktor baku sagt am 18. Mai 2010 um 06:30

    ok, dann halten wir für die ruhrbarone fest: quelle und wahrheitsgehalt sind egal, hauptsache die linie stimmt! mensch leute, ihr habt hier wirklich gute artikel. aber ihr tut euch keinen gefallen, wenn ihr daneben jeden käse veröffentlicht und auch dann trotzig stehen lasst, wenn sich heraus stellt, dass da manipuliert wurde.

    schon die beispielrechnung zu dem durchschnittsarbeiter mit millionenersparnissen, den die böse linkspartei schröpft vor einigen wochen war recht blamabel. das hier ist nicht besser.

    wen ihr damit zufrieden seid, auf diesem niveau zu veröffentlichen – eure sorge. ihr nehmt euch allerdings die chance, ernstgenommen zu werden und etwas zu bewirken.

  33. #83 | David Schraven sagt am 18. Mai 2010 um 07:37

    Wenn ich was belanglos finde, dann diese Nummer mit dem Piratenkomiker.

    Er unterstreicht noch eher das Szenario der DDR-Freunde in der Linkspartei. Die so tun wollen, als seien sie demokratisch und sich dann doch vor der Kamera selbst als Diktaturfreunde demaskieren.

  34. #84 | Was ich noch sagen wollte zu… Volker Becks Demokratieverständnis | Too much information :: toomuchinformation.de sagt am 19. Mai 2010 um 12:05

    [...] Wahlstimmen untergraben. So gesehen ist es verwunderlich, wie intensiv man nachforscht, was Mitglieder der Linkspartei über die Legitimität der DDR sagen, und wie intensiv man ignoriert, wie die Mitglieder des Bundestags ihrerseits eigentlich [...]

  35. #85 | NRW: Rot-Rot-Grün durch die Hintertür? | Ruhrbarone sagt am 18. Juni 2010 um 09:10

    [...] und SPD nicht von der Linkspartei abhängig machen. Beide sollten sich inhaltlich nicht von diesen totalitären Sektierern treiben lassen, sondern möglichst schnell versuchen, über Neuwahlen eine eigene [...]

  36. #86 | Anonymous sagt am 18. Juni 2010 um 09:24

    [...] [...]

  37. #87 | Düsseldorfer Präsidium | Lafontaines Linke sagt am 13. Juli 2010 um 08:11

    [...] zwar zu, will aber die von den Linken vorgeschlagene Kandidatin Gunhild Böth wegen Äußerungen zur DDR nicht [...]

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