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Die Ruhrbarone-Nummer 1 ist im Laden

In Glaube, Sitte, Heimat | 60 Kommentare | Von David Schraven

Jepp, nachdem die Release-Party am Mittwoch verdaut ist, gibt es ab jetzt endlich das Heft zumindest in den wichtigsten vier Hauptbahnhöfen Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg zu kaufen. Im Laufe der kommenden Woche werden weitere Buchhandlungen, Kioske und Shops bestückt. Es geht voran, wenn auch langsam. :-) Ende der kommnenden Woche soll die Auslieferung dann abgeschlossen sein.

Eine unserer besten Geschichte im Heft dreht sich um die Linkspartei. Wir haben monatelang recherchiert, um zu sehen, wer denn da in die rot-rot-grüne Regierung will. Dabei herausgekommen ist ein Report, der zu lang ist, zu detaillreich und auch noch stilistisch nicht rund. Selbst die Rechtsschreibfehler haben wir nicht ausreichend bekämpfen können. Egal. Es geht um den Inhalt.

Und der hat es in sich: Wussten sie, dass auf den aussichtsreichsten 16 Plätzen der Landtagsliste der Linken neun Vorstandsmitglieder hocken. Ran an die Diäten eben.

Oder wussten Sie, dass von den 16 Leute je nach Zählung 13 und 14 Menschen Getreue der beiden Strömungen “Antikapitalistische Linke” (8 oder 9) und “Sozialistische Linke” (6 oder 4) sind? In ersterer organisieren unter anderem Trotzkisten und orthodoxe Kommunisten ihre Mehrheiten. In letzterer hocken die Freunde des Venezuelanischen Diktators Hugo Rafael Chávez aufeinander. Die Gewerkschaftsromantiker. Beide Strömungen werden vom Verfassungsschutz beobachtet.

Das ist nicht alles. Wie enthüllen, wie der linke Vize-Landesvorstand und Parteisprecher Ralf Michalowsky auf Spitzelmethoden zurückgreift, die an Stasieinsätze erinnern, um für innerparteiliche Zucht zu sorgen.

Wir veröffentlichen in dem Report eine Spitzel-Email, die an Michalowsky abging und die dieser als so eine Art Politkommissar in münsterländisch Sibirien mißbrauchte, um Gegner zu diffamieren. Michalowsky wollte sich dazu übrigens nicht äußern. Er wollte auch nicht sagen, ob solche Spitzeleien bei den Linken an der Tagesordnung sind.

Dann konnten wir etliche Finanzunterlagen der Linken sichten, und beweisen, dass da mit dem Geld rumgehaust wird. Selbst der Landesgeschäftsführer Günter Blocks hat das mit seinen Reisekostenabrechnungen nicht ordentlich auf die Reihe gekriegt. Man kann den Eindruck bekommen, bei den Linken wird schonmal in die Kasse gegriffen.

Und zum Schluss berichten wir über die Streitigkeiten in der Partei zwischen Kadergenossen und Basisdemokraten. Und die toten Seelen in den Mitgliederkarteien.

Üble Nummer das Ganze.

Um es klar zu sagen: Die Geschichte ist kein klassisches Skandalstück, eher eine Milieubetrachtung.

Nach der Recherche habe ich den Eindruck, dass diese Partei nicht regierungsfähig ist. Dies glauben nur Leute, die Romantik in ihren Augen und Herzen haben. Zwar ist es sicher richtig, dass die inhaltliche Position der Linken für die Armen und Benachteiligten im Parlament vertreten werden muss. Leider bedient aber die real existierende Linke in NRW hier nur Gefühle und keine echten Positionen. Tatsächlich hocken an den Schalthebeln der Partei kalkulierende Machtmenschen aus extremen Randbereichen der Politik, die nur endlich an die Fleischtöpfe wollen. Keine Menschen, wie Lafontaine oder Gysi, die man irgendwie sympathisch und klug finden kann.

Lernen Sie mal Kadertrotzkisten mit Haupt- und Nebenwiderspruch und einem Posten in irgendeiner Spaltung der 4. Internationalen kennen. Sie werden verstehen, was ich meine.

Wie gesagt: den ganzen Report gibt es nur gedruckt. Online kann man die Ruhrbarone im Moment nur beim Klartext-Verlag direkt bestellen. Hier der Link: klack

Wenn einer noch Hinweise zur Linken hat – gerne hierhin: david.schraven (at) ruhrbarone.de

Eine Liste mit allen Verkaufsstellen ist in Arbeit. Wir veröffentlichen Sie, sobald wir sie haben. Zudem werden wir noch den Amazon-Link einstellen, sobald der da ist.



60 Kommentare und 13 Ping(s) zu »Die Ruhrbarone-Nummer 1 ist im Laden«

  1. #51 | Thomas sagt am 18. April 2010 um 12:09

    Linkensprecher Michalowsky zur von uns aufgewiesenen Spitzelaffäre:

    Parteisprecher Ralf Michalowsky sprach am Sonntag in einer Mitteilung von einer «Schmierenkampagne».

    http://de.euronews.net/agenturmeldungen/219833-spitzel-affaere-bei-nrw-linken/

  2. #52 | Detlef Obens sagt am 18. April 2010 um 12:24

    Seht Ihr, und schon seid Ihr “rechtslastige Redakteure”! Das Linke-Imperium schlägt, wie man es gewohnt ist, zurück! Aber Michalowsky ist angeschlagen. Und nicht nur er. Das ist ihm nun bewusst!

  3. #53 | Stefan Laurin sagt am 18. April 2010 um 12:26

    @Detlef: Ein paar Eispickel und Parteihopper sind noch lange kein “Linkes Imperium”. Man sollte ihnen nicht zu viel Ehre zu Teil werden lassen :-) .

  4. #54 | Detlef Obens sagt am 18. April 2010 um 12:40

    ok Stefan, hatte auch mehr an die Mel Brooks-Version des “Imperiums” gedacht :-) !

  5. #55 | Stefan Laurin sagt am 18. April 2010 um 12:46

    @Detlef: Lord Helmchen – das passt . :-)

  6. #56 | Arno sagt am 18. April 2010 um 15:59

    http://www.amazon.de/Ruhrbarone/dp/3837503852/

    Amazon hat das nun eingepflegt, leider kann man es noch nicht bestellen. :|

  7. #57 | Michael Ortner sagt am 18. April 2010 um 18:34

    Liebe Leser,

    diese Stasimethoden lernte ich als ehemaliges WASG – Gründungsmitglied das aus Hessen nach NRW gezogen war kennen, als ich in in den Heutigen Kreisverband der Partei die Linke im Kreis Warendorf eintrat.
    Dort wurde sofort die DKP – Kreisrätin Ute Müller aktiv, und holte hinterrücks Informationen über mich bei meinen WASG – Genossen in Hessen ein, was mir dann dummerweise zugetragen wurden.
    Diese Dienste wurden wie sich dann später herausstellte, für den Landesvorstand, gemacht um Mitglieder, besonders die nicht aus der DKP oder SED kamen auszuspionieren.

    Gruß

    Michael Ortner

  8. #58 | Detlef Obens sagt am 18. April 2010 um 19:22

    Michael Ortners Ausführungen kann ich VOLL und GANZ bestätigen!

    In Stasi-Manier wurde er auskontrolliert. Ich war damals neues Mitglied im Kreisverband. Mir wurde von der DKP-Frau, neben mir auch auch dem Ingo Engbert und anderen, berichtet, das Michael Ortner “lange Finger” in Hessen gemacht hat.

    Schon damals war Michael Ortner unbequem für die PDS-Gefolgschaft und sollte kalt gestellt werden.

    Er war es aber auch, der den Finanzskandal des KV Warendorf aufdeckte. Was ihm das Kader bis Heute äusserst übel nimmt. Noch übler nehmen sie ihm, das seine wahren Freunde nicht auf die Intrige reingefallen sind, die ihn als vertrauensunwürdig diskreditieren sollte.

    Von allem waren Günter Blocks und Ingrid Remmers und Katharina Schwabedissen, durch die DKP-Frau Müller, informiert, und man muss es leider Heute sagen: ERFREUT! Ortner, der schwer krank ist, wurde von Blocks, Müller und Remmers massiv unter Druck gesetzt, um seinen Finanzbericht nicht abzugeben! Ich empfehle Kontakt zu diesem wirklich aufrechten Mann!

  9. #59 | Arnold Voß sagt am 18. April 2010 um 20:46

    Was Dirk Haas uns sagen will ist, dass es in Deutschland keine systemgefährdende Linke gibt. Auch nicht in NRW. Und er hat recht damit. Wer vor dieser “Linken” Angst hat, der tut entweder nur so, um ihr politisch zu schaden, oder aber er hat keine Ahnung von Politik.Sektierer sind Teil jedes politischen Systems aber sie sind nicht in der Lage es zu stürzen, weil sie sich vorher selbst erledigen.

    Das spricht nicht dagegen ihr Strategien und ihr persönliches politisches Gebahren unter die Lupe zu nehmen. Ganz im Gegenteil. Kaderpolitiker sind in der Regel eine recht egoistische und verlogene Kaste. Den systematischen Selbstbetrug eingeschlossen.

    Aber das ersetzt keine politische Analyse. Es ergibt nicht einmal eine ernst zu nehmende Wahlempfehlung, denn es sind schon viele wichtige und und auch positive politische Veränderungen von Leuten vorgenommen worden, die persönlich eher zur “Arschlochfraktion” gehören und/oder ihre Ziele mit Manipulation und Tricks erreicht haben. Selbst Chaoten bringen ab und zu Dinge zu Stande, die selbst routinierte Technokraten nicht auf die Reihe kriegen.

    Und der Vorwurf der Regierungsunfähigkeit gegenüber der Linken von seiten der SPD-CDU-FDP ist in Anbetracht der aktuellen Kassenlage und der Bankenkrise geradezu abstrus.

  10. #60 | Peter Müller sagt am 18. April 2010 um 23:59

    Mit Verlaub Herr Voß, Ihre Argumente finde ich mehr als schwach. Wenn mich mein historisches Wissen nicht ganz täuscht, dann gab es da mal ein paar Regime (einige gibt es noch), die auch mal sektiererisch anfingen, um es dann zu einem ganzen hübschen Haufen Macht zu bringen und einige Millionen Tote zu produzieren. Das muss sich nicht genauso wiederholen, ich würde es ehrlich gesagt aber nicht unbedingt drauf ankommen lassen.
    Und um das auf Helmut Schmidt gemünzte Wort eines großen Linken-Vorsitzenden zu variieren: Bei den Linken gibt es genug Menschen, die Tugenden besitzen, mit denen sich auch ganz gut ein Gulag betreiben ließe.

  11. #61 | Arnold Voß sagt am 19. April 2010 um 16:50

    Hallo Herr Müller, schön mal wieder was von ihnen zu hören. Die Nationalsozialisten, die sie natürlich meinen, waren von Anfang an, was den Antsemitismus, den Rassismus, den Nationalismus und den autoritären Führerkult betrifft, ideologisch im damaligen Deutschland mehrheitsfähig. Insofern waren sie, obwohl sie faktisch sehr klein angefangen haben, nie wirkliche Sektierer sondern im Gegenteil von Anfang an “massentauglich”. Was sich leider später auch in grausamer Weise bewahrheitet hat.

    Das werden weder die Partei “Die Linke” noch die Neonazis verschiedener Coleur je (wieder) sein. Vielmehr gehört die neue extreme Rechte sowie die neue Linke wie überall in Europa zum “normalen” Parteien(rand)sprektrum. Daran haben sich auch die deutschen Demokraten zu gewöhnen, so lange diese Parteien nicht durch das Verfassungsgericht verboten sind.

    Aber ich gebe ihnen recht: Bei der neuen Linken gibt es Menschen (ob es genug sind, weiß ich nicht) die Tugenden besitzen, mit denen man auch einen Gulag führen kann. Aber die gibt es nicht nur da.

  12. #62 | Ruhrbarone und die Linke | Lafontaines Linke sagt am 19. April 2010 um 20:59

    [...] in Nordrhein-Westfalen ist in der ersten Printausgabe zu lesen. „Üble Nummer das Ganze“, schreibt einer der Autoren, David Schraven. „Kein klassisches Skandalstück“, sei die Geschichte, [...]

  13. #63 | Über die Linkspartei und Anstandsdamen | Bottblog.de - Blog zum Ruhrmetropölchen Bottrop anne Emscher sagt am 21. April 2010 um 00:47

    [...] ihrer ersten Printausgabe (Wer kommt eigentlich heute noch auf die seltsame Idee, ein neues Printmagazin herauszugeben? Naja [...]

  14. #64 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Ingrid Remmers, MdB sagt am 18. Mai 2010 um 17:35

    [...] mag Ursachen haben. Vermutlich auch in dem letztlich erschienen Print-Magazin der RUHRBARONE, die einen Zustandsbericht der NRW-Linken heraus brachten. Dort spielt der Kreis Warendorf eine [...]

  15. #65 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * LINKE Antikapitalisten ?? sagt am 7. Juni 2010 um 11:49

    [...] ein Blocks heute Vorwürfe wegen großzügiger Reisekostenabrechnungen machen lassen muss, hatten die Rurbarone unlängst berichtet. Selbst im Bundesfinanzrevisionsbericht wird die Beeinflussung der [...]

  16. #66 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Hartz IV - Regelsätze sagt am 8. Juli 2010 um 19:51

    [...] werden beobachten ob die politische Skandale um liegen gelassene Schmierzettel und wie die von den Rurbaronen veröffentlichten überhöhten Reisekostenabrechnungen nicht ausreichen, diesem völlig [...]

  17. #67 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Linke weiter unter Aufsicht sagt am 22. Juli 2010 um 13:48

    [...] gerade in dieser Partei immer wieder ins Gerede kommt? Waren nicht Klaus Ernst, Günter Blocks und Karl Stephan Schulte immer sehr enge Verbündete? Alle Drei sind aufgrund finanzieller [...]

  18. #68 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Geld und Posten sagt am 23. Juli 2010 um 11:03

    [...] berichteten die RUHRBARONE in ihrer Zeitschrift davon, das ein Günter Blocks es nicht so genau nimmt, wenn es um eigene Fahrtkostenabrechnungen ginge. Die Parteifinanzrevision beklage seine [...]

  19. #69 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Raffzahn und Co. sagt am 3. August 2010 um 13:02

    [...] dies besonders die Hand des Landesgeschäftsführers der Linken, Günter Blocks. Auch er, wie die RUHRBARONE offenlegten, auch kein Kind von Traurigkeit, wenns darum geht, sich auf Parteikosten zu bereichern. [...]

  20. #70 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Die linken Bad Boys aus RLP sagt am 4. August 2010 um 18:31

    [...] bereits erwähnte Rufmörder und  Betrüger Günter Blocks, welchem öffentlich  des Ausfüllens falscher Reisekostenberichte beschuldigt wird und auch ein Klaus Ernst ist Mitglied dieser alten Seilschaft. Reiner Zufall das [...]

  21. #71 |     DEMOKRATISCH - LINKS » Blog Archiv » * Alles alte Kumpel ? sagt am 25. August 2010 um 14:24

    [...] Auch diesen Beiden wurden schon in finanziellen Dingen Vorhaltungen bei der Abgabe von falschen Reisekostenabrechnungen, sowie Unregelmäßigkeiten aus der Zeit als Schatzmeister von RLP, welche zu einer Strafe der [...]

  22. #72 | Die Linke in NRW und ihr Verhältnis zur freien Presse und zum Bürger » Beitrag » xtranews Nachrichten sagt am 19. Oktober 2010 um 18:03

    [...] Blocks es aber auch nicht so ganz ohne Parteigelder kann, hatten bereits die Kollegen der RUHRBARONE im Frühjahr in ihrer Printausgabe beschrieben. Wörtlich heisst es da: “Selbst der [...]

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