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Die Sonnenfinsternis am 20. März auf der ‚Halde Hoheward‘ miterleben

Die Halde 'Hoheward'. Foto: Robin Patzwaldt

Die Halde ‚Hoheward‘. Foto: Robin Patzwaldt

Am nächsten Freitag erleben wir hier im Ruhrgebiet mal wieder eine Sonnenfinsternis. Diesem relativ seltenen Ereignis wollen sich viele Zeitgenossen natürlich in aller Ausführlichkeit widmen.
Wer es zeitlich einrichten kann, für den hält das Besucherzentrum an der Halde Hoheward (die Halde ist zwischen Recklinghausen und Herten gelegen) ein attraktives Angebot bereit.
Am Freitag, den 20. März 2015, ab 9 Uhr, werden Interessierte dort zu einer dreistündigen Führung auf die Halde Hoheward eingeladen.

 
Auf dem Plateau können die Besucher dann unter der fachkundigen Führung eines Astronomen die Sonnenfinsternis von der Halde aus beobachten. Zum Zeitpunkt des Maximums dieser Finsternis werden rund 80 Prozent der Sonne bedeckt sein.
Das Haldenplateau bietet einen sicherlich bestens geeigneten Beobachtungspunkt, um das seltene Ereignis einer Sonnenfinsternis mit zu verfolgen. Und mit einer entsprechenden Sonnenschutzbrille kann man dabei dann auch gefahrlos in die verdunkelte Sonne blicken.

 
Die Führung beginnt am Besucherzentrum Hoheward (am Fuße der Halde) und kostet (inklusive Sonnenschutzbrille) 13,50 Euro pro Person.
Jedoch ist hierzu auch eine Voranmeldung unter Telefon 02366-181160 oder per E-Mail unter besucherzentrum-hoheward@rvr-online.de bis zum 18. März 2015 erforderlich.

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27 Kommentare zu “Die Sonnenfinsternis am 20. März auf der ‚Halde Hoheward‘ miterleben

  • #1
    der, der auszog

    Das Observatorium auf der Halde Hoheward ist auch so ein typisches Ruhrgebietsleuchtturmprojekt, dass direkt nach seiner Fertigstellung vor sechs Jahren gleich wieder im A….. war und wenn mich nicht alles täuscht bis heute noch ist.
    Zum Beobachten einer Sonnenfinsternis indes braucht man dieses Observatorium nicht, wohl aber die erwähnten Schutzbrillen, die es aber Gott sei dank nicht nur auf der Halde zu kaufen geben wird.

  • #2
    Klaus Lohmann

    Wollte grad fragen, wie es mit der Baustelle Observatorium aussieht. Auf http://www.landschaftspark-hoheward.de/hoheward/horizont-astronomie/horizontobservatorium.html steht immer noch, dass der Bereich wg. „gutachterlicher Tätigkeit“ gesperrt ist. 6 Jahre Baustelle, das hat schon Rekordniveau.

    Dass sich die RAG solche Areale schön hat abkaufen lassen und sich damit der teuren Sanierung auf die im Ruhrgebiet bekannte Art des Verpissens entzogen hat, interessiert dabei sicher nur am Rande.

  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Also ich persönlich war zuletzt auch im Vorjahr dort vor Ort. Auch damals sah es am Gipfel (Observatorium) noch schlimm aus. Was mich daran besonders stört, das ist nicht nur der grundsätzlich schon ziemlich peinliche Schaden, sondern inzwischen vielmehr auch die unglaublich lange Zeit des baulichen Stillstandes bei der Schadensbeseitigung. Habe das Observatorium am Gipfel leider auch noch nie anders als eingerüstet und abgesperrt gesehen. Wobei ich mir die angekündigte Führung unter Anleitung eines Astronomen vom Fuße der Halde ausgehend, verbunden mit dem dann schönen Ausblick vom Gipfel aus, schon für die nahende Sonnenfinsternis recht attraktiv vorstelle.

  • #4
    der, der auszog

    Bei Vollmond ist die Halde richtig schön. Da fällt die ewige Baustelle auch nicht so auf.

    http://www.ruhrbarone.de/voting-weihnachtsfotowettbewerb-der-ruhrbarone/50336/fotowettbewerb_ruhrbarone10

  • #5
    Arnold Voss

    POTTemkin halt. Sieht im Mondlicht immer besser aus als unter Sonnenbestrahlung. 🙂

    http://www.ruhrbarone.de/pottemkin-ein-fass-ohne-boden-namens-ruhrgebiet/92762

  • #6
    WALTER Stach

    Robin,

    1.
    Was ist mit der Wetterprognose für den 2o. 3.??????

    2.
    Ich habe mit großem Interesse -sh. dazu auch ein Beitrag von Dir, Robin,hier bei den Ruhrbaronen,
    registriert, wie die Kraftwerkbetreiber -sh.ua.Trianel in Lünen- durch die Bundesnetztagentur (?) schon viele Wochen vor dem 20.3. sozusagen in „Alarmbereitschaft“ versetzt wurde, weil am 2o.3. mit größeren Problemen in der Stromversorgung zu rechnen ist. Dabei habe ich als absoluter Laie in Sachen „Technik“ mitbekommen, wie für mich großartig die Steuerrungstechnik in einem solchen modernen Kohlekraftwerk angelegt ist und wie sie funktioniert, vor allem angesichts der machnmal täglich mehrfach zu ändernden Strommenge, die produziert und ins Netz eingestellt werden muß bzs. eingesteltt weden darf.
    ( Diese mich insgesamt beeindruckende „Technik“ in einem hochmodernen Kohlekraftwerk wie z.B. bei Trianel in Lünen -Du hattest hier bei den Ruhrbaronen über eine enschlägie Auszeichnung für Trianel bercihtet-ändert nichts daran, daß ich persönlich aus vielerlei Gründen auf die Stromgewinnung aus erneubaren Energien setze im Sinne eines schrittweisen Ausstieges aus der Stromgewinnung mittels fossiler Brennstoffe, was dann mittelfristig oder langfristig (?) auh das Ende für Trianel in Lünen bedeutet.)
    3.
    Klaus Lohmann,
    die Halde Hoheward ist von Anfang an seitens der Städte Recklinghausen und Herten, seitens des RVR und seitens der RAG -bzw. ihrer Töchter- als „Freirraum“, als “ Grünbereich“ – mit einigen touristichen (?)Besonderheiten geplant worden. M.E. war etwas grudnsätzlich Anderes aufgrund der Geländetopograhie dieser Halde dort gar nciht möglich.

    Selbstverständlcih kann man sich darüber streiten, ob das, was dort bisher realistiert wurde, begrüßenswert erscheint oder ehe abzulehnen ist. Das Observatorim eingeschlossen.
    Und streiten kann man sich selbstverständlich auch darüber, ob die diesbezüglich abgeschlossenen Verträge dem einen Beteiligten -der RAG- mehr Vorteile gebracht und anderen Beteiligten -„der öffentlichen Hand“-ehe Nachteile. Ich kann das nicht beurteilen und das gilt sowohl für das Gesamtprojekt Halde Hoheward als auch für Details, z.B. für das Observatorium.

    Wer sich zur Halde Hohewart begibt, könnte die Gelegenheit nutzen, das unmittelbar westlich der Halde Hoheward gelegene Gelände der ehemaligen Zeche Ewald zu besuchen.

    Ich denke, daß die „Aufbereitung“dieses ehemaligen Zechengeländes, die landschaftsplaneriche Konzeption, die architektonische Lösung der Gestaltung der Neubauten im Gefüge der verbliebenen Altanlagen und die aktuelle gwerblich-industrielel Neunutzung gelungen sind, und zwar durchaus vorbildlich für andere vergleichbare industrielle Altstandorte.

    Am besten macht man sich vor Ort dazu selbst ein Bild, z.B. wenn man am 20.3. die diesem Gelände gegenüberliegende Hlade Hoheward besuchen sollte.

    PS
    In Sachen Zeche Ewald bin ich zugegeben befangen, da ich ca.2 (?) Jahre -genau weiß ich das nciht mehr- auf Seiten der Stadt Herten beratend in die Projektentwicklung/Projektrealisierung eingebunden war und so ein wenig dazu beitragen konnte, daß dieses Projekt aus meiner Sicht als vorbildlich gelungen, als vorzeigbar bezeichnet werden kann.

  • #7
    keineEigenverantwortung

    Auf der Halde gibt es immer wieder interessante Veranstaltungen. Insbesondere im Sommer ist dies auch sehr attraktiv bei guter Anbindung, großartiger Sicht etc.

    Ja, es ist wenig nachvollziehbar, dass vor 100 Jahren tolle Konstruktionen aus dem Ruhrgebiet in die ganze Welt exportiert werden und wir jetzt nur das Absperren beherrschen.

    Insgesamt ist im Bereich Ewald ein interessanter Bereich für die Naherholung geschaffen worden. Ein paar attraktive Arbeitsplätze würden natürlich schon helfen. Aber wenn schon kein Geld da ist, kann das Gelände wenigstens gut mit dem Rad erreicht werden.

  • #8
    der, der auszog

    @Walter (#6)

    das ist ja alles schön und gut, was du zu Ewald schreibst, aber hinsichtlich des Observatoriums muss doch irgendwer mächtig gepennt haben. Entweder die beteiligten Städte oder die beteiligten Ingenieure oder die ausführenden Firmen, oder alle zusammen.

    Jeder Privatmensch, der ein Bauprojekt in Auftrag gibt, würde doch darauf bestehen, dass das Projekt so ausgeführt wird, dass es funktioniert und seine Bestimmung erfüllt. Gegebenenfalls würde man die für den Pfusch am Bau Verantwortlichen ausfindig machen, verklagen und Schadensersatz fordern. Offensichtlich reicht es den Städten Herten und Recklinghausen aber, dass dieses verfuschte Bauwerk baupolizeilich abgesichert wird und fertig ist die Kiste.

    Was mag das Observatorium wohl gekostet haben? Wer zahlt für diesen verpfuschten Quatsch?

  • #9
    Klaus Lohmann

    @#6: Es geht nicht darum, wie sich die Beteiligten zusammenfinden, um ein Projekt Landschaftspark Emscherbruch zu realisieren, sondern um gesetzliche Sanierungs-Pflichten, die die RAG/DSK als Eigner im Vorfeld zu erfüllen hat (u.A. durch Bundes-Bodenschutzgesetz, Bundes-Immissionsschutzgesetz, Bundesberggesetz). Die erste, frühe Phase der Rekultivierung bis hin zum reinen Wandergebiet Hoppenbruch/Hoheward wurde komplett von den Kommunen und dem RVR mit EU-/Landes-/Steuergeldern gestemmt, aber ein großer Teil dieser Bergehalden-Sanierung hätte die RAG tragen müssen, um das Areal später an den RVR legal abgeben zu dürfen.

    Das ist aber auch anderswo, z.B. im Riesenprojekt Phoenix-West/-See in Dortmund, ein Rosstäuscher-Deal erster Kajüte gewesen, wenn dort z.B. die Kommune zunächst mal 5 Mio. Euro als Kaufpreis an ThyssenKrupp rüberschiebt, bevor nur ein einziger Schaufelhub zur Sanierung getan wurde.

  • #10
    WALTER Stach

    Der, Der…..-8-
    Du hast aus meinen Anmerkungen -6- entnehmen können, daß ich versucht habe, zwischen dem Projekt Halde Hohewld nebst Observatorium und dem Projekt auf dem Standort der ehemaligen Zeche Ewaltd in Herten“ zu unterscheiden, denn das sind in der Tat zwei verschiedene Projekte, und zwar von „Anfang bis zum Ende“. Das gilt für die Projektprlanung, für das Projektmanagment, für die Projektfinanzirung und vor allem für die absolut unterschiedliche Projektinhalte/Projektziele. Letzteres läßt sich für jedermann erkennen, wenn er die Halde Hohewald aufsucht und danach das Gelände der ehemaligen Zeche Ewald.

    -Dass beide selbständigen Projeke im weitesten Sinne planerisch aufeinande abgestimmt sind und sie sich, wie ich meine, optisch gut ergänzen, kann vor Ort festgestellt werden-.

    Idh habe wohlweislich, weil mir zwar Einiges über das „Ewald Projekt“ bekannt ist, aber so gut wie nichts zum Projekt Halde Hoheward im allgemenen und zum dortigen Observatorium im besonderen, zwischen beiden Projekte argumentativ unterschieden.
    Zum Letzteren habe ich vermutlich wie Du auch Informationen nur aus den Medien. Das wiederum reicht mir nicht, um in Sachen Projekt Halde Hoheward im allgemeinen nebst Observatorium im besnderen zu werten oder gar um „zu richten“.

    Klaus Lohmann -9-,
    niemand wird bestreiten können, daß bei jeder staatlichen Fördrung pirvater und/oder kommunaler Investitionen -teilweise gilt das ja sogar für staatliche Subventionierung von Betriebsaufwendungen privater/kommunaler Einrichtungen bzw. Unternehmen– die Frage gestellt werden muß, ob eine solche Förderung projektbezogen und/oder im Sinne einer „volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung“ durch die „öffentliche Hand“ von dieser als im öffentlichen Interesse liegend vertreten werden kann -rechtlich und inhaltlich. Das gilt so eben auch für diverse Projekte auf „altindustriellen Standorten im Revier“, aber nicht nur dort, sondern in ganz Deutschland und in der gesamten EU.
    Daß beinahe jedes dieser so aus öffentlichen Mitteln -der Kommune(n), des Landes, des Bundes, der EU-geförderten Projekte vorab und im nachhinein die Frage aufwirft, ob die Projektförderung primär im öffentlichen Interesse geboten war oder ob sie primär und in nicht vertretbarem Maße der Befriedigung privater Interssen zu dienen hatte, z.B. die der Alteingentümer, ist sattsam bekannt und regelmäßig Gegenstand kritischer Diskussionen, gelegentlch sogar eine Sache des zuständigen Landesrechnungshofes oder gar der Staatsanwaltschaft.
    Ich meine allerdings, daß „man“ eine Antwort auf diese Frage nur versuchen sollte, wenn der Sachverhalt im einzelnen von a bis z bekannt ist.

    (Ich könnte in diesem Kontext jetzt , wie bei den Ruhrbaronen mehrfach geschehen, den sog. „New-Park“ in den Rieselfeldern Datteln-Waltrop ausgraben. Bekanntlcih will der Kries Recklinghausen, finanziert von bankrotten kreisangehörigen Kommunen, für rd. 25 Mio € rd. 5oo ha derzeit landwirtschaftlcih genutzte Fläche von RWE kaufen, um dort ein Gewerbe-/Industriegebiet planen und erschließen zu können. Das macht RWE nicht selbst -warum eigentlich nicht?. Das gesamte, für mich bezüglich seiner Ziele und bezüglich seiner Realisierung mehr als nur fragwürdige Projekt (vor allem bezogen auf m.E. bisher nicht hinreichend klar beantwortete Rechts- und Fianzfrageni) hat bisher einen von Steuermitteln finanzierten Profiteur, und zwar ohne jegliches Risiko für diesen, nämlcih RWE:)
    Also,
    Klaus Lohmann,
    kein Widerspruch, wenn ein grndsätzliches Problem am Beispiel Halde Hoheward und Phönix-See angesprochen wird, Aber Widerspruch dann, wenn man versuchen würde, zu einer generalsierenden Antwort auf die sich aus diesem Grundsatzproblem ergebenden Fragen zu kommen.

  • #11
    Thomas Weigle

    Da verfinstert der Yogimond für Jahre die Sonne Nationalmannschaft und hier echauffiert man sich über ein völlig belangloses Naturereignis, das so zu allem Überfluss noch nicht mal einzig dasteht, sondern zum x-ten Mal wiederholt wird.

  • #12
    Arnold Voss

    Diese Deals zu Gunsten der Alteigentümer gab es auch bei vielen Flächen der IBA-Emscherpark. Die alte Korporationsschiene zwischen Sozialdemokratie, Gewerkschaft und den Stahl- und Kohlebaronen halt, wobei da auch die CDU immer kräftig mitgemischt hat. Eigentlich war es ein großes regionales Bündnis von Mehrheits-Politik und Kapital auf Kosten der Steuerzahler. Resteverwertung a la POTTemkin eben.

  • #13
    WALTER Stach

    Arnold,
    was wäre wenn…..?

    Wenn es keine „Deals“ gegeben hätte, könnten wir dann weiterhin ungenutzte altindustrielle Standorte besichtigen ,ohne daß es dort auch nur einen einzigen neuen Arbeitsplatz geben würde?
    Zumindest gibt es einige neue Arbeitsplätze, z.B. auf Zechenbrachen in Essen, Oberhausen, Cas-R, Herten u.a. Revierstädten, so auch an meinem Wohnort Waltrop -sh.u.a.Manufactum auf den ehemaligen Gelände der Zeche Waltrop.
    Wie wäre die wirtschaftliche, die soziale Situation im Revier, wie sähe das Wohnumfeld in vielen Stadtquartieren aus, wie wäre es um die Grünzonen im Revier bestellt, wenn es nicht zu solchen „Deals „zwischen den Kommunen und den privaten Alteigentümern gekommen wäre? Statt von Deals zu sprechen, wäre es ja denkbar, von „geimenschaftlichen Interessen , Zielen und Projekten“ der Kommunen/des Landes und der Privaten im Revier zu sprechen. (Das wäre im übrigen dann ja auch, anders als heute in der Regel gemeint, so etwas wie PPP im Revier.)

    Selbstverständlich ist es naheliegend, davon auszugehen, daß es ‚was zu kritisieren geben muß, wenn ein großer industrieller Standort wie das Ruhrgebiet nach Aufgabe wesentlicher Produktionsbereiche -Kohle und Stahl– nach dem Willen aller Beteiligten nicht „auf ewig und in Gänze“ als Brache liegen bleiben soll -so hätte ja -theoretisch?- durch Politik und Private auch entschieden werden können. Das hat u.a.wie bei jedem Projekt damit zu tun, daß es „hinterher“ immer besser Wissende gibt -hier und da auch mit sachlich guten Argumenten.

    Für mich ist allerdings eine Kritiik, die die auf die Revitalisierung altinindustrieller Flächen im Revier bezogene Poltik in den Kommunen und im Land pauschal für gescheitert erklärren würde, verfehlt, denn „die Politik “ hat „im Deal mit Privaten“ in den letzten 3o Jahren nachweislich einiges Positive für das Revier und für seine Menschen zustandegebracht, was sich unschwer auf zahlreichen Altstandorten wahrnehmen und aus entsprechenden Statistiken ablesen läßt.
    Das gilt -sh.der Anlaß der jetzigen Diskussion- im postiven Sinne auch für den alten Bergbaustandort Zeche Ewalt 1/2 in Herten.
    Das kann ich nicht beziehen auf die Halde Hoheward im allgemeinen und auf das doritige Observatorium im besonderen,weil ich dazu so gut wie nichts weiß.

    Zu der von mir als „selbstverständlich naheliegend“ bezeichneten Kritik gehört es, der Frage nachzugehen, ob die Millionen an öffentlichen Mitteln -der Kommunen, des Landes, des Bundes,der EU- im großen und im ganzen und zielgerichtet für die Erfüllung öffentlicher Interssen im Revier engesetzt worden sind oder aber, ob sie in ihrer Höhe nicht zu rechtfertigen für die Befriedigung privater Interessen, z.B. die der „Alteigentümer“, verwandt wurden. Auch bei der Beantwortung dieser naheliegenden Frage kann es m.E. keine Pauschalierung geben. Es müßte jeder einzelne Fall untersucht werden, um fallbezogen sagen zu können, ob diesbezüglich etwas gravierend falsch gelaufen ist oder nicht.
    Arnold,
    es ist in den letzten 3o Jahres Manches im Revier auch bezogen auf die altindustriellen Standorte falsch gelaufen, aber eben nicht Alles. Streiten mag sich darüber, ob mehr falsch gelaufen ist oder ob nicht mehr als geglückt bezeichnet werden kann. Ich kann mich da bezogen auf das gesamte Revier nicht auf allumfassende Fakten stützen als Grundlage für ein ojektives Urteil, und subjektiv…….? Mir scheint, daß in der Summe mehr geglückt als daneben gegangen ist. Das mag allerdings meiner Befangenheit geschuldet sein, vor allem mit Blick auf die ehemlaigen Zechenstandorte Waltrop, ERIN in CAS-R und Ewald 1/2 in Herten.

  • #14
    der, der auszog

    @Arnold (#12)

    CDU und SPD tun sich nicht viel, was die Leuchtturmprojekte im Ruhrgebiet angehen. Der Bau des Observatoriums fällt in die Zeit von Jürgen Rüttgers. Eingeweiht wurde diese Fehlkonstruktion dementsprechend von Eckhard Uhlenberg, seinerzeit NRW-Umweltminister, ebenfalls CDU. Auch die Stadt Recklinghausen wurde damals noch von der CDU regiert, Wolfgang Pantförder war Bürgermeister.

    Auf der Seite des Steuerzahlerbundes NRW habe ich gerade ein paar interessante Zahlen gefunden:

    Baukosten für das Horizontalobservatorium auf Hoheward:

    3,5 Millionen Euro!

    10% der Baukosten hat der Regionalverband übernommen, 90% das Land NRW und die EU.

    zu diesen 3,5 Millionen Euro kommen noch einmal 930.000 Euro, welche die Untersuchungen bislang gekostet haben, mit denen man herausfinden wollte, warum es zu Rissen in der Stahlkonstruktion gekommen ist.

    Anders ausgedrückt: Auf Hoheward sind durch das Observatorium bislang weit über 4,4 Millionen Euro Steuergelder zum Fenster herausgeworfen worden.

    @Walter (#10)
    Vermutlich wird jeder Politiker, egal welcher Partei er angehört, egal ob er auf kommunaler Ebene oder auf Landesebene, oder auf EU-Ebene tätig ist, mit dem verpfuschten Bau oben auf der Halde nichts zu tun haben, zumindest wenn man ihn direkt darauf ansprechen wird. Wenn ich mir die Geldtöpfe anschaue, aus denen das Observatorium finanziert wurde, kann ich mir sogar vorstellen, dass der Kommunalpolitik da nichts vorzuwerfen ist.

    Bemerkenswert finde ich allerdings, dass das Thema Geldverschwendung von niemandem vor Ort thematisiert wird. Allem Anschein nach ist es auch den Politikern im Kreis Recklinghausen egal, dass da bislang 4,4 Millionen Euro in den Sand gesetzt wurden und auf diese Summe vermutlich noch einige hunderttausend Euro drauf kommen werden, bis eine endgültige Lösung für das verpfuschte Bauwerk gefunden wird. Die Botschaft, welche die Politik damit aussendet ist folgende:

    Steuerverschwendung durch Politiker ist ein Kavaliersdelikt.

    hier gehts zum Bund der Steuerzahler NRW:
    http://www.steuerzahler-nrw.de/Wie-es-ausgeht-steht-in-den-Sternen/61393c71163i1p131/index.html
    hier zu einem mittlerweile 6 Jahre alten Artikel aus der WAZ zur Stilllegung:
    http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/der-himmel-muss-warten-id845108.html

  • #15
    Klaus Lohmann

    @#13 WALTER Stach: Der sog. „Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband (AAV)“ (2012 umbenannt in „Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung“) wurde unter Bärbel Höhns Regie als Zweckverband erfunden und in ihrer Ministerzeit unter Clement zu einer Art „Ablass-Handel“ für die NRW-Industrie-Dreckschleudern (in der Hauptsache Kohle, Stahl, Chemie) in Kooperation mit Land und Kommunen aufgebaut. Die Mitglieder aus der Wirtschaft zahlen relativ geringe Beiträge in einen Topf, aus dem dann Sanierungsprojekte finanziert werden – wobei in den meisten Fällen dann sanierte Flächen quasi als „Rendite“ wieder in diesen Topf eingestellt werden.

    Bis zur Kooperationsvereinbarung 2008 (unter Umweltminister Uhlenbergs Regie; http://envio.derwesten.de/files/kooperationsvereinbarung.pdf) standen dort so schöne Deals drin wie dieser für die Chemieindustrie: „In Ergänzung zu der von uns zu unterzeichnenden o.g. Kooperationsvereinbarung mit der Landesregierung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Zweck der Finanzierung der Altlastensanierung durch den AAV und der Verhinderung der Einführung von Andienungs- und Überwachungspflichten für besonders überwachungsbedürftige Abfälle in Nordrhein-Westfalen erklären wir, dass wir zur Finanzierung der Verbandsaufgaben des AAV und für die Dauer der Vereinbarung an den AAV einen Betrag von 500.000 € pro Jahr als freiwillige Leistungen in Höhe erbringen werden.

    Verhinderung der Einführung von Überwachungspflichten für besonders überwachungsbedürftige Abfälle (darunter fällt eben die Entsorgung PCB-haltiger Alttrafos und Kondensatoren) – ein Kuhhandel übelster Erpressungsart. Und es ist in diesem Zweckverband halt kein „Einzelfall“, sondern hat Methode.

  • #16
    Klaus Lohmann

    Ergänzung: Die WAZ berichtete über den AAV im Zusammenhang mit dem Envio-Skandal (http://envio.derwesten.de/index.php?article_id=32), der Hinweis auf den AAV-Deal mit der Großindustrie stammte von mir.

  • #17
    WALTER Stach

    Der,Der…..
    jetzt weiß ich ein wenig mehr in Sachen Observatorium; danke.

    In Sache „öffentliche Geldverschwendung“:
    Ich stimme Dir zu, wenn Du feststellst, daß die Frage der Finanzierung des Observatorium den Politikern in der Region weitgehend egal zu sein scheint. Das muß ich leider auch in anderen Zusammenhängen beklagen.Ich komme ‚mal wieder auf „mein Lieblingsprojekt“, den New-Park, zurück. Ich lasse zunächst völlig offen, ob der Kreis Reckliknghausen den Kaufpreis von 25 Mi € an RWE „aus guten Gründen“ aus öffentlichen Mitteln aubringen sollte -finanziell verantwortlcih aufbringen kann.. Ich lasse dabei zudem völlig offen, ob der Kauf zu diesem Preis nicht zwingend voraussetzt, daß die „Folgeinvestitionen“ -äußere und innere Erschließung- durchgerechnet sind und vor allem ihre Finanzierung – aus EU-Fördertöpfen?- sichergestellt(!!) ist, was m.W. nicht der Fall ist. Was mich stört, was mich irritiert ist vielmehr, daß das den verantwortlichen Politikern des Kreises, der kreisangehörigen Städte offenkundig weitestgehend egal ist. Die Politiker sind für das New-Projket -„um jeden Preis!!“-, weil sie meinen, nur damit auf Kreisebene ihre Existenzberechtigung belegen zu können. Nun hat der Kreis zur Zeit unter eklatanten Fehlleistungen im Zusammenhang mit dem Neubau eines Kreis-berufskollegs zu leiden, die nicht nur den Verantwortlichen in der Kreisverwaltung zuzurechnen sind, sondern mit zu verantworten sind durch die Politiker im Kreistag, die die entscheidenden Beschlüsse gefaßt haben. Haben sie seinerzeit nicht „richtig hingesehen“, weil ihnen das alles ziemlich egal war, und sehen sie jetzt in Sachen Finanzierung des New-Park-Projektes wiederum nicht richtig hin?

    In Sachen „Verschwenung öffentlicher Gelder“ gibt es jährlich enen entsprechenden „Mängel-Bericht“ des Bundes der Steuerzahler. Dann und wann gibt es kritische Berichte der Rechnungsprüfungsämter -der örltichen , der Landesrechungshöfe. Und in ganz, ganz wenigen Fällen gibt es einschlägige strafrechtliche Verfahren. Im großen und im ganzen ist diese Problematik für die Bürger und damti für die Wähler vor Ort relativ belanflos. Und solange das so ist, werden die Kommunapolitiker………..

    -„Zum (schwachen)Trost -jedenfalls für mich-:
    In der Privatwirtschaft ist die „Vergeudung von Geld“, ist der ineffiziente, ist der ineffektive Einsatz finanzieller Mittel bis hin zum Straftatbestand der Veruntreuung zu Lasten des Unternehmens“an der Tagesornung“.Allerrdings geht es dann nicht „um unsere Steuermittel“, jedenfalls nicht unmittelbar.

  • #18
    WALTER Stach

    Klaus Lohmann,

    unbestritten gehört die Fianzierung der Aufwendungen für die Bodensanierung, die Bodenaufbereitung -ggfls. auch die Entsorgung baulicher/betrieblicher Alt- Anlagen- auf altindustriellen Standorten -über das Ruhrgebiet hinaus- zu den problamtischten, zu den umstrittestens Themen zwischen der öffentlichen Hand einerseits -der Kommune, dem Land- und den Alteigentümern anderseits.
    Ganz sicher wird die in jedem Einzelfall bisher gefundene Lösung nicht jedem akzeptabel erscheinen. Sie wird und da rechtlich fragwürdig sein.
    Ich habe selbst mitwirken, mitentscheiden müssen bei der Lösung des Problemes der Bodensanierung, der Bodenaufbereitung , vor allem hinsichtlikch ihrer Finanzierung. Die dann jeweils gefundenen Lösungen waren für mich sowohl unter sachlichen Gesichtspunkten als auch mit Blick auf deren Finanzierung akzeptable Kompromisse -nicht mehr und nicht weniger-, in jedem Falle Kompromisse, die ich mitgetragen habe, weil sie rechtens und gegenüber dem Rat, der Bürgerschaft verantwortbar bzw. vertretbar waren.

    Das ändert nichts daran, daß es politisch wenig überzeugt und kaum bzw. gar nciht vermittelbar erscheint, wenn Unternehmen, die auf ihren „Altstandorten“ Milliarden verdient haben -sh.aktuell das Problem der Atomkraftwerke und ihrer Hinterlassenschaften-, nicht ohne Wenn und Aber für alle finanziellen Aufwendung einzustehen habe, die entstehen, damit der Standort „umweltgerecht“ saniert wird.

  • #19
    Lutz Winkler

    Hallo,
    also am Freitag wird es für mich nicht interessant. Ich war 1999 in Neckarsulm, bin von der überfüllten Autobahn abgefahren und den Wolken nachgefahren, oder besser den Lücken darin. Hatte großes Glück. Die Singularität ist phänomenal. Hatte rd. 40 Jahre diesen Termin im Kopf. 1961 hatten mein Bruder und ich im Beisein der Mutter durch rußgeschwärtztes Fensterglas geschaut. Interessant wird es aber erst nach einem Bedeckungsgrad von mehr als 95 %. Und das auch nur ohne Wolken. Wirklich spürbar wird das fahle Licht aber erst bei ca. 98%. Man kann dann immer noch nicht in die Sonne schauen. Auch nicht bei 99%. Dann beginnt es sehr schnell dunkel zu werden. Und plötzlich tiefe Nacht. Meine Schwägerin in Gütersloh erzählte mir, dass sie nichts gespürt hatte. Bei Wolken. Da waren es auch noch über 90 % Bedeckung. Also mit Verlaub: 78,4 % am Freitag bei uns beeindrucken mich wenig. Viel Spaß denen die sich da einen schönen Vormittag machen.

  • #20
  • #21
    Lutz Winkler

    @ Thomas Weigle. So empfindet jeder Mensch anders. Ich denke aber auch, dass man es wissen muss. Auch Gewitterwolken können das Tageslicht enorm verdunkel.

    Was ich vergaß ist die Sache mit der Sofi-Brille. Ich hatte damals wie heute keine. Dadurch konnte ich die Umwelt deutlicher wahr nehmen. Mit solch einer Brille und bei Sonnenschein könnte es morgen auch interessant werden.

  • #22
    Klaus Lohmann

    @Lutz Winkler: Schade, dass Sie keine Brille aus 99 haben. Auf ebay bringen die mind. 50 Euronen, auch ein Angebot für 329 Ocken wurde schon gesichtet. Alles nur für ’n bissken schwummriges Licht im Nebel und die Horrorvisionen der Energieriesen und Medien;-)

  • #23
    Thomas Weigle

    Ich werde, wenn überhaupt, zum Schutzmittel meiner Kindheit greifen. Einen angeschwärzten Glasverschluss eines Einmachglasses also. Kost nix und ist auch nicht vergriffen wie die Modebrille.
    @Lutz Winkler Ich war damals auf dem Höhepunkt der Finsternis auf der 68 unterwegs. Es war wolkig und dämmrig, nicht beeindruckend, aber zu übersehen? Hm….

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  • #25
    Lutz Winkler

    Nun gut, es ist vorbei. Heute war jedenfalls nix unter bedecktem Himmel. @Thomas Weigle kann ich nicht beurteilen, war ja nicht hier. Normalerweise auf Cranger Kirmes. wie die Tage davor und danach. Aber von da habe ich keine Erzählungen. Meine Schwägerin mag im Haus gewesen sein und wusste von nichts. Da kann man so etwas eventuell übersehen.

    Was mich nervt ist die Panikmache in den Medien. Jetzt wo alle es wissen was 78% Bedeckung bedeuten kann jeder selbst beurteilen welch Humbug dort betrieben wurde, als bekämen wir eine totale Sofi mit dunkler Nacht am Tage. Selbst den oft beschriebenen Temperaturabfall bei einer Totalität habe ich nicht erfahren. Habe regelrecht darauf gewartet.

    @Klaus Lohmann: eBay ist nicht mein Pflaster für Geschäfte, aber interessant davon zu lesen.

  • #26
    Klaus Lohmann

    @#25 Lutz Winkler: Die Mediengeilheit geht mir genauso auf den Sack. Besonders klasse war heute ein Typ vom Netzanbieter 50Hertz, der sich beim N24-Interview ein fettes Grinsen und das Ablachen über soviel Schmierenkomödie fast nicht mehr verkneifen konnte. Und alle tun jetzt so, als hätten sie die vielen SolarMegawatte nach dem „plötzlichen Wieder-Einschalten der Sonne“ eigenhändig, blutend, nur mit dreckigem T-shirt und kaputten Arbeitshandschuhen bekleidet einzeln von den Windrädern runtergetragen…:-(((

  • #27
    WALTER Stach

    sh.6 unter Ziffer 1!

    Im übrigen -sh.Lutz Winkler, sh.Klaus Lohmann-:
    Es fördert die Quote, es fördert die Auflage, es fördert den Umsatz -hier u.a. die der Optiker-, wenn es gelingt, jedes Ereignis Schritt für Schritt so aufzublasen, daß sich nur „hartgesottene“ dieser Hype entziehen können.
    Aber….jeder ist so frei, sich von mediale Hype einfangen zu lassen; und dann? Sh. heute auf der Halde Hoheward und anderswo im Revier.

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