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Die Waldorfschulen informieren

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 8 Dezember 2009 | Von Stefan Laurin

Heute: Die Johannes-Schule Berlin. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Musikalisch ohne Waldorfschule: Mozart Foto: Wikipedia

Fünf vor Zehn. Und um Zehn soll der Eltern-Info-Abend zum Thema „Der musische, handwerkliche, künstlerische Unterricht“ an der Johannes-Schule vorbei sein. Da kann man doch mal fragen, oder?

„Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre … hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.“

Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Drei Waldorflehrerinnen suchen eine Antwort. Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Endlich antwortet nicht die Musik-, sondern die Klassenlehrerin, Heilgart B.*.:

„Mozart war eine Ausnahme. Und ich habe mit meinen Schülern ja auch nicht nur pentatonische Musik gemacht, wir haben auch mal was anderes gesungen.“

 „Wieso soll Mozart denn eine Ausnahme sein? Und wenn die Pentatonik nur eine Alternative wäre, gäbe es doch gar kein Problem. Aber Sie wissen doch genau, dass Rudolf Steiner mit seiner »Jahrsiebtelehre« vorgibt, was für das jeweilige Alter der Kinder richtig ist, und das ist laut Steiner in einem bestimmten Alter  A U S S C H L I E S S L I C H  pentatonische Musik, nichts anderes. Warum sagen Sie das den Eltern nicht?“

„Es ist mir ja selber sehr schwer gefallen, mich an die Pentatonik zu gewöhnen, aber ich habe damit bei den Kindern gute Ergebnisse erzielt …“

Während dieses kleinen Dialoges hat sich im Raum eine schwere Gewitterfront aufgebaut.

„Ihre Fragen tun hier doch gar nichts zur Sache, sind völlig uninteressant!“, donnert es.

„Ich finde die Fragen des Herrn sehr wohl interessant.“

Das kommt von dem Herrn, der vorher zu fragen gewagt hat, ob in der Waldorfschule denn „auch mit Plastik, Styropor, gearbeitet wird, beispielsweise zum Bau von Architektonischem?“

Nun antworte ich ihm: „Dies ist keine Informations- sondern eine Werbeveranstaltung der Waldorfschule. Es wird überhaupt nicht darüber aufgeklärt, dass  A L L E S , was in der Waldorfschule passiert, auf der Anthroposophie Rudolf Steiners beruht. Sie haben vorhin gefragt, ob denn auch Plastik benutzt wird. Natürlich kann mal jemand aus der Reihe tanzen, aber das ist nicht vorgesehen. Was hier vorgeführt wurde, z.B. die Herstellung eines Holzkochlöffels im Werkunterricht, ist ganz fest von Steiner vorgegeben.“

Einundzwanzig … weiter komme ich nicht, der Blitz ist ganz in der Nähe: „Jeder der hier ist, weiss doch, dass dies eine anthroposophische Schule ist, das kann man doch ganz schnell im Internet nachschauen!“

Ich denke: „Was du wohl im Internet gefunden hast … ist doch alles fest in Anthroposophen-Hand, z.B. wikipedia, eine einzige anthroposophische Manipulation“ und sage:

„Ja, aber was bedeutet »Anthroposophie«? Das wird doch überhaupt nicht deutlich. Ist erklärt worden, welche Bedeutung Steiners »Jahrsiebtelehre« für den Unterricht hat?“

„Das hier ist ja nicht die erste Informationsveranstaltung, wenn Sie auf der anderen gewesen wären, dann wüssten Sie, worum es geht.“

„Ich  W A R  beim ersten Info-Abend der Johannes-Schule.“ Soll mal reichen, ich sage nicht „Was Gunhild A. hier letztes Mal »für das Kollegium« gebracht hat, war die reine Volksverdummung.“

„Wenn es Ihnen nicht gefällt, dann können Sie ja gehen, was wollen Sie hier überhaupt?“

„Ich will wissen, wie über die Waldorfschule informiert wird, will einen Artikel darüber schreiben.“

„Ach, dann sind Sie gar kein Vater?!!!“

Der Rest geht im Sturm unter. Ein Waldorfschüler neben mir stellt mir eine Frage. Ich mache „Pssst!“, man will ja nicht unhöflich sein. Und auch nicht riskieren, dass die Waldorf-Anhänger vielleicht doch noch zur Lynch-Justiz greifen. Und gehe.

Ich warte vor der Schule. Der Tabubrecher – „Plastik“ – spricht mich an. Der Herr hatte sogar eine noch weit heiklere Frage gestellt: „Welche Rolle spielen denn die modernen Medien in der Waldorfschule?“ War er nur naiv? „Medien“ – das Fernsehen – sind verboten, sind sie doch des Ahrimans – „Ahriman“: Teufel auf anthroposphisch –, das weiß man doch, wenn man an die Waldorfschule glaubt.

„Die Reaktion war sehr aussagekräftig …“

„Ja“, stimme ich zu. „Sie waren der Einzige, der gute Fragen gestellt hat. Schon unheimlich, wie gross die Zustimmung war …“ Dann versuche ich, auf die Schnelle die größten Lügen anzusprechen:

„Wenn es immer wieder hieß, »Wie neueste Ergebnisse der Hirnforschung bestätigen«, dann ist das totaler Quatsch. Rudolf Steiners esoterische »Menschenkunde«, auf der die ganze Waldorfpädagogik basiert, hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit moderner Erziehungswissenschaft geschweige denn mit Hirnforschung zu tun …“

Ich glaube, dieser Herr – wenn er denn ein Vater war – meldet sein Kind nicht an der Johannes-Schule an. Aber vielleicht möchte jemand anders sein Glück versuchen? Die nächste Informationsveranstaltung ist am 20.1.2010, 20 Uhr: „Einführung in die Waldorfpädagogik IV – Der Sprachunterricht an der Johannes-Schule Berlin“

Infos bei: Johannes-Schule Berlin, Bundesallee 35, 10717 Berlin, Telefon 030 – 288 33 7 88,

Zum Autor: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.

Glossar
Glossar

(in der Reihenfolge des Auftauchens der Begriffe):

Mozart: Inbegriff des Wunderkindes: Schon im „Kindergarten-Alter“ komponiert Mozart und gibt Konzerte. Hätte er einen Waldorfkindergarten besucht, hätte er nur diese Musik kennengelernt:

Pentatonik: Als Pentatonik (gr. πεντα- penta- „Fünf-“) oder Fünftonmusik bezeichnet man in der Musik Tonleitern, die aus fünf verschiedenen Tönen bestehen und meist keine Halbton-Schritte enthalten, sowie die dazugehörigen Tonsysteme.

Auch für die Pentatonik gilt, was der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange ganz allgemein zur Waldorfpädagogik sagt, „Erziehung zur Anthroposophie“, Seite 86: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner, öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“

Was mit der „eigenwilligen“ Pentatonik in der Waldorfpädagogik gemeint ist, ist die Frage: „Wollt ihr die totale Harmonie?“ Oder anders gefragt: „Wollt ihr euer Leben in einem Schlaf-ähnlichen Zustand zubringen?“ Nur werden die Kinder das nicht gefragt. Weil, wie die Musiklehrerin und Eurythmistin auf dem Informationsabend der Johannes-Schule ausführte, es „menschenkundlich“ (d.h. laut Steiner) so ist, „dass sich Kinder erst ab dem 9ten Lebensjahr öffnen, das Herz vorher noch eine Blüte ist“, sprich: den Kindern vorher wesentliche seelische und emotionale Fähigkeiten fehlen, womit wir hier wären:

„Jahrsiebtelehre“:
Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der „Temperamentenlehre“ der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen „Menschenkunde“ Rudolf Steiners.

In der Waldorfpädagogik ist eine viergliedrige Unterteilung in „Jahrsiebte“ üblich:

– von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt

– von 8–14 Jahre der Ätherleib

– von 15–21 Jahre der Astralleib

– vom 21 Lebensjahr an wird das „Ich“ ausgebildet, erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

Das Ergebnis ist ein „Mensch“, der nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt ist. So hölzern und unpädagogisch Steiners Entwicklunglehre daherkommt, so wenig zutreffend ist dafür das beliebte Schlagwort „ganzheitlich“.

Für die Unterrichtspraxis bedeutet die Jahrsiebtelehre, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler laut Steiner seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Beispiel: Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Lehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“. Und zwar in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen …

Hören wir zu den Jahrsiebten noch den Anthroposophen Prof. Dr. Wolfgang Schad, der im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ als eine „Kapazität der Waldorfpädagogik“ vorgestellt wurde. In „Der Umschwung in der Reifezeit – Lebensprozesse und Seelengeburt“ erklärt Schad, Zitat:

„Es sei eine unendliche Hilfe für die ganze Biographie, wenn dem Kinde und dem Jugendlichen dieser Sieben-Jahre-Rhythmus durch die Pädagogik vermittelt werde. – Er ist also nicht fertig mitgegeben und so diagnostisches Resultat, sondern er ist THERAPEUTISCHE AUFGABE [sic! hervorgehoben auch im Original]. Durch die Abweichungen vom Sieben-Jahre-Rhythmus zeigt das Kind seine karmische Individualisierung. Aber wenn durch Mithilfe der erziehenden Erwachsenen der Anschluß an diesen Sieben-Jahre-Rhythmus wiedergefunden wird, dann kann das individuelle Schicksal wieder mit dem in Beziehung treten, was alle Menschen miteinander verbindet: mit dem Menschheitlichen. Das ist tief karmisch wirkendes Therapeutisches. Diesen Sieben-Jahre-Rhythmus gäbe es nur dann für jeden Menschen in der menschlichen Ordnung, wenn die Widersachermächte Luzifer und Ahriman in die Menschheitsevolution nicht eingegriffen hätten. Führen wir die uns Anvertrauten zum Sieben-Jahre-Rhythmus zurück, so helfen wir ihnen bei der Bewältigung der Gegenmächte gegen alles Menschliche.“

Mit anderen Worten: dem Wolferl (Mozart) hätte die Waldorfpädagogik schon noch die Flauseln ausgetrieben.

„Holzkochlöffel“: Alles in der Waldorfschule wird von Rudolf Steiner vorgegeben, so auch die Aufgabe „Holzkochlöffel“ für den Werkunterricht der 6ten Klasse. Ausgehend von einem rohen Holzklotz wird der Kochlöffel geschnitzt. Daran soll insbesondere das Scheitern gelernt werden: Diese Aufgabenstellung verzeiht keine Fehler.

Ich möchte hier nicht auf den „menschenkundlichen“ Hintergrund eingehen (Glück gehabt, Liebe Leser!), sondern mich an der Praxis orientieren. Frage: Welcher Sechstklässler kann trotz eines Verbotes der modernen Medien in der Waldorfschule noch nicht bei google „Holzkochlöffel“ eingeben? Richtig, die meisten werden es wohl können. Und was finden sie da? „Holzkochlöffel, 34 Cent“. Könnte es sein, dass sich da der ein oder andere fragt, was er 4 Wochen lang getan hat?

„Aber das ist doch ein Unikat, das ist doch ganz was anderes!“

Siehe den Friedhof der Kuscheltiere, Pardon, Friedhof der Schaukelpferde, in der Rudolf Steiner Schule Berlin Dahlem: Der Werklehrer, Herr B., zeigte mir seinen Keller: Dutzende von den Schülern aufgegebene Schaukelpferde … alles Unikate, mühsam von den Schülern gebaut.

Weiterführende Artikel der Ruhrbarone:

 „Wie gut sind Waldorfschulen?“
Erfahrungsbericht einer Mutter

 „Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.“
Eine ehemalige Waldorflehrerin blickt zurück.

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“
Interview mit Andreas Lichte

*Namen geändert



158 Kommentare und 10 Ping(s) zu »Die Waldorfschulen informieren«

  1. #51 | Arnold Voß sagt am 20. Dezember 2009 um 23:33

    Michael oder wer auch immer, können wir die Propagandanummer jetzt hier schließen. Wir sind ganz viele und deswegen haben wir auch recht. Und die, die uns kritisieren, haben natürlich unrecht.

    Was bilden Sie sich ein, über Andersdenkende so zu Gericht sitzen zu können.

    Es ist mir schnurzpiepegal wieviele sie sind. Die Waldorfschule lebt einzig und allein davon, dass die staatlichen Schulen immer schlechter werden.

    Die Zukunft ist sie damit noch lange nicht. Erst recht nicht, wenn der Staat auch für diese Schule keine Fördergelder mehr hat. Sie werden es noch erleben.

    Sie hat aber auch keine Zukunft weil sie sich den sozialen Problemen dieser Welt nicht stellt. Und diese werden viel schneller größer und flächendeckender als die Zahl der Waldorfschulen es je sein werden.

  2. #52 | Michael sagt am 21. Dezember 2009 um 01:36

    Hallöchen A.Voss,

    ich kann also jetzt schließen? AHA
    :-)

    Sie schrieben: “Die Waldorfschule lebt einzig und allein davon, dass die staatlichen Schulen immer schlechter werden.”
    Wenn es denn wahr wäre, was lernt uns das, verehrter A. Voss?

    Weiterhin schwadronierte A. Voss:
    “Die Zukunft ist sie damit noch lange nicht. Erst recht nicht, wenn der Staat auch für diese Schule keine Fördergelder mehr hat. Sie werden es noch erleben.”

    Jetzt hat er seine Wahrsagerkugel ausgepackt und droht mit der Arnoldsha-Chronik :-) nach dem Motto: Sie werden noch sehen, dass ich Recht habe. – A. Voss, ist Ihnen das nicht langsam peinlich?

    Abschließend bemerkt A.Voss:
    Sie hat aber auch keine Zukunft weil sie sich den sozialen Problemen dieser Welt nicht stellt. Und diese werden viel schneller größer und flächendeckender als die Zahl der Waldorfschulen es je sein werden.

    Sie, die Waldorfschulen, tun aber einen aktiven Teil dazu.
    Wenn Sie Ihren Anteil an der Lösung der größer werdenden sozialen…. Probleme auch beitragen würden, dann hätte man gemeinsam eine größere Chance, diese zweifellos wachsenden Probleme zu lösen – aber wieso werde ich das Gefühl ( subjektiv) nicht los, dass sie das nicht wollen?

    A. Voss, seit Monaten fordern Sie hier eine öffentliche Stellungnahme der Waldorfschulen gegen die absurden Rassismus- Vorwürfe. Hier liegt sie offen und sie wollen zum “Tagesklappern” übergehen?
    Bitte gehen sie doch einmal auf die Stellungnahme ein.

    @ A. Lichte

    Haben Sie auch einmal mit dem Sektenbeauftragten ein wenig Evangelienarbeit gemacht?

    Hier mal eine kurze Passage aus dem neuen Testament:

    Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwas eine halbe Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
    Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. Da machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
    Offenb. 8, 1-6

    Auf Ihre hochgeistige Antwort ( als ehemaliger Mitarbeiter des Sektenbeauftragten) bin ich doch sehr gespannt.

    Wir haben in NRW, Hamburg…. und auch in Berlin Regierungen, die sich alle dem Christentum verpflichtet fühlen ( CDU ), da kann man doch einmal auf das heilige Buch aller Christen eingehen und nachfragen, oder?

    Michael

  3. #53 | Arnold Voß sagt am 21. Dezember 2009 um 06:09

    Oooh Gottotogott. Nun auch noch das neue Testament. Ich erstarre! Steiner, der liebe Gott und der ehrfürchtige Michael wer auch immer. Dazu noch ein paar Engel. Soviel Hokuspokus auf einmal. Das übetrifft jede Wahrsagerkugel, von denen ich tonnenweise in meinem Keller gelagert habe. Na dann mal los, Michael wer auch immer, mit der Lösung der Weltprobleme.

    Ich sehe schon, wie die Waldorfschüler allein dank ihrer Aura die Mächtigen und Gierigen dieser Welt erstarren lassen. Wie ihr profundes Geschichtswissen und ihr fester Glaube an die Steinersche Heilslehre den Klimawandel urplötzlich zum stehen bringt. Wie sie die Tausend Trillionen von Schulden einfach wegdenken.

    Michael wer auch immer, wie ist es möglich, dass ein intelligenter Mensch wie sie so dämlich sein kann? Wie ist es möglich, dass so wenig Sachkenntnis ihren zweifellos felsenfesten Glauben trübt?

    Das Christentum hat in der Geschichte nicht die geringste Fähigkeit zu Lösung der Weltprobleme gezeigt. Überhaupt keine Religion dieser Welt hat das bisher fertiggebracht. Ganz im Gegenteil.

    Und jetzt bitte nicht wieder irgendeine offizielle Stellungnahme, eine Website oder eine Seminarempfehlung. Und auch keine 1000seitigen Fibeln und Bekenntnissschreiben aus vergangenen Zeiten. Auch nichts aus der Bibel, dem Koran oder der Thora.

    Und dass sie mich für dumm und ungläubig halten weiß ich schon. Und dass ich die Waldorfschulen abschaffen will, obwohl ich das nirgendwo gesagt oder geschrieben habe, weiß ich auch. Also was Neues bitte. Kann ruhig aus ihrem großem Vorurteilsreservoir sein.
    Aber vielleicht etwas weniger ausschweifend.

  4. #54 | Andreas Lichte sagt am 21. Dezember 2009 um 10:17

    Im “Glossar” zum Artikel schreibe ich: ?Jahrsiebtelehre?: Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der ?Temperamentenlehre? der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen ?Menschenkunde? Rudolf Steiners.

    Zur ?Temperamentenlehre? gibt es eine interessante, kritische Materialsammlung von Ansgar Martins, Waldorfschüler:

    “Typen? Themen? TEMPERAMENTE! (Just another anthroposophical typology)”

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/12/15/typen-themen-temperamente-just-another-anthroposophical-typology/

  5. #55 | Michael sagt am 21. Dezember 2009 um 10:28

    Hallo erstarrter Herr Voss,

    immer schön geschmeidig bleiben. Haben Sie eigentlich einen Vertrag mit Herrn Lichte, oder sind sie gar Herr Lichte selbst, das sie für Ihn antworten?

    Sie schrieben:
    “Dazu noch ein paar Engel. Soviel Hokuspokus auf einmal.”
    -
    Vorsicht Herr Voss, oder wer auch immer :-) : der Sektenbeauftragte und A. Lichte sind nicht mehr fern. (Das War ein Zitat aus der Johannes- Apokalypse)

    Sie schrieben:
    “Ich sehe schon, wie die Waldorfschüler allein dank ihrer Aura die Mächtigen und Gierigen dieser Welt erstarren lassen. Wie ihr profundes Geschichtswissen und ihr fester Glaube an die Steinersche Heilslehre den Klimawandel urplötzlich zum stehen bringt. Wie sie die Tausend Trillionen von Schulden einfach wegdenken.”

    Sehen Sie Herr Voss, das ist die dummdreiste und bornierte Art, die mich leicht angefressen macht . Ich habe in dem anderen Blog mehrmals auf Initiativen hingewiesen, die konstruktiv an diesem Thema arbeiten, und das Ihnen auch bekannt. Aber zunächst einmal möchte ich Sie auf Ihren Denkfehler hinweisen: den Klimawandel urplötzlich zum Stehen bringt niemand. Das sind, wie wir alle in den Nachrichten verfolgen können, langjährige Prozesse. Aber meines Wissens wurde z.B durch Rudolf Steiner bereits circa 1920 eine neue Form der Landwirtschaft mitbegründet, die immer noch eine wichtige Rolle spielt und die nachhaltig und bekanntermaßen den Klimawandel entgegenwirkt, und das in einem nicht unerheblichen Maße. Natürlich gab es dann in den vierziger und fünfziger Jahren weitere Mitstreiter aus der Reformbewegung ( Reformhäuser). Und Ende der Siebzigerjahre kam dann Bioland dazu , wunderbar, es muss ja nicht alles anthroposophisch sein!
    Lange bevor die Finanzkrise ausbrach gab es da schon eine Bank mit Hauptsitz in Bochum, die immer ein wenig milde belächelt wurde, weil sie nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet war und nur nachhaltig arbeitende Projekte unterstützt hat. Ich habe sie auch auf dieser Bank hingewiesen, sie gehen darauf nicht ein. Googeln sie doch selbst!
    Sie schreiben weiter in den Blog mit dem reißerischen Namen: Die Waldorfschulen informieren und wenn dann die Waldorfschulen mal wirklich informieren , dann wollen sie nichts mehr davon wissen. – Merkwürdig! Statt sich zu freuen, von offizieller Seite eindeutig Abstand von Rassismus und ihren weiteren Vorwürfen genommen wird, ignorieren sie das einfach! So einfach geht das nicht.

    Also noch einmal, das sind Entwicklungen und Prozesse in denen wir uns befinden, und ich lasse mir von jemanden, der hier nicht einen einzigen konstruktiven Anreiz gibt, sondern sich nur dann durch auszeichnet, destruktiv und verneinend zu sein, nicht in die Nähe von Rassisten und unsozialen Eliten rücken. Herr Voss, bringen Sie doch bitte einmal! etwas Konstruktives!

    http://www.gls.de/unsere-angebote/geldanlagen.html

    Ach Entschuldigung, ich hatte ganz vergessen, Die stehen der ” Heilsehre ” Steiners sehr positiv gegenüber, um es vorsichtig auszudrücken.

    Nächstes Zitat von A. Voss:
    “Michael wer auch immer, wie ist es möglich, dass ein intelligenter Mensch wie sie so dämlich sein kann? Wie ist es möglich, dass so wenig Sachkenntnis ihren zweifellos felsenfesten Glauben trübt?”

    Ich wundere mich auch immer wieder :-)
    Sehen Sie Herr Voss oder muss ich Herr Lichte sagen?, das ist ja alles relativ :-)
    Fragen Sie doch einmal Angela Merkel, ob sie sich mit der speziellen Ernährung in der Vorbereitungsphase zum Marathon- Laufen auskennt oder ob sie etwas darüber weiß, wie man mit dementen Menschen umgeht oder Stephen Hawking, ob er weiss, wie man mit kleinen Kindern während des Zahnens umgeht.

    Also als Dummer befindet man sich immer in bester Gesellschaft. Schwierig wird es, wenn man sich lediglich als Seiender ohne Entwicklungsmöglichkeiten betrachtet.
    Von daher würde ich das an ihrer Stelle nicht so ernst nehmen, wenn ich sie einmal partiell als dumm bezeichne.
    Es s ist ja auch nicht umsonst, dass an den Waldorfschulen so ein großes Augenmerk auf Prozesse und Entwicklungen im Unterricht gelegt wird!

    Zitat A. Voss:
    “Das Christentum hat in der Geschichte nicht die geringste Fähigkeit zu Lösung der Weltprobleme gezeigt. Überhaupt keine Religion dieser Welt hat das bisher fertiggebracht. Ganz im Gegenteil.”
    Ich denke, das würde hier zu weit führen – ich weiß, glaube ich, was Sie meinen. Aber sie verwechseln da meines Erachtens (und sind sie mit Sicherheit nicht der einzige) Christentum oder Religion im Allgemeinen mit der Institution Kirche und was diese im Verlauf der Geschichte oftmals daraus gemacht hat.
    Da ich ja sowieso schon die ganze Zeit plaudere, hier noch eine kleine Anekdote am Rand: Ich bin selbstständig und habe in meinem Büro auf Honorarbasis einen Rentner angestellt, die man mit Fug und Recht als Alt-Kommunisten/ Sozialisten bezeichnen kann. Zitat: ich musst hier immer dem Besuch von Wolf Biermann nach Langenhorn zu Mutter Biermann fahren, oder Hans-Dieter Hüsch habe ich auch immer durch Hamburg bugsiert. – Ne bitte nicht!! Religion und Kommunismus- das geht irgendwie gar nicht.
    Wie gesagt, das war ja auch mehr an A. Lichte adressiert ….

    Resümee:
    Da bin wirklich froh, dass Sie die Waldorfschulen nicht abschaffen wollen – Das ist doch mal ein Wort!

    Und hier noch einmal ein Anliegen von mir:

    http://www.youtube.com/watch?v=tIOlKHQvlgM

    http://www.youtube.com/watch?v=PG-7J-k49eM

    oder auf dem roten Stuhl:

    http://www.youtube.com/watch?v=UXkuNDg_x-k

    Vielleicht kommt er doch immer was Konstruktives zu Stande hier!

    Michael

    Ankündigung: ich werde mich jetzt erst einmal zurückziehen und auch das ist mir überhaupt nicht peinlich.
    Weihnachtsgeschenke einkaufen und der ganze Stress,
    bin ja gespannt, wer jetzt nachtreten wird….
    :-)

  6. #56 | Michael sagt am 21. Dezember 2009 um 11:07

    Moin Herr Lichte!

    Ausnahmen bestätigen die Regel und nicht wie sie uns weiss machen wollen: die Ausnahme ist die Regel

    :-)

    Herr, gebe Ihnen Hirn!

  7. #57 | Andreas Lichte sagt am 21. Dezember 2009 um 12:34

    zu “Michael”, “Joy”, und all den anderen “Anonymen Anthroposophen” hier ein Kommentar aus der Ferne.

    Das blog “Nachtwächter-Blah” hatte auf den Ruhrbarone-Artikel hingewiesen:

    http://blah.tamagothi.de/2009/12/09/hihi-mal-auf-einer-informationsveranstaltung/

    “Bio 18:19 am 10. Dezember 2009 | #

    lustig sind ja auch die kommentare.
    man kann gut diese so genannte »sektenbildung« erkennen?..
    das ego, vielleicht eine kognitive dissharmonie, das den waldorf anhängern befiehlt in abwehrhaltung zu gehen und aus dieser heraus den autor selbst anzugreifen. sie fühlen sich und ihre anschauung angegriffen und verhindern so wohlmöglich ein echtes lernen. ein echtes lernen bedeutet aber auch, wenn es sein muss, seine eigene position zu verlassen, wenn sie falsch erscheint. dies erfolgt meist träge oder gar nicht (gewohnheitstier) und trägt somit auch zur verhärtung der positionen bei (…)”

  8. #58 | Arnold Voß sagt am 21. Dezember 2009 um 16:55

    Michael wer auch immer, ersteinmal viel Spaß bei den Weihnachtseinkäufen.

    Und nun was Konstruktives: 99,99999.% der Schüler dieser Welt lernen außerhalb der Waldorfschulen. Auch dort soll es engagierte Lehrer, begabte Schüler und interessante Unterrichtskonzepte geben. Nicht zuletzt sind aus diesen Schulen 99,99999% der Menschen gekommen, die diese Welt in Gang halten.

    Um diese Schulen muss man sich also kümmern, wenn man die Welt verbessern will. Ihren Bedingungen muss man sich stellen, wenn man einen realistischen Weg aus den großen Desastern dieser Welt finden will.

    Da hilft leider keine Flucht in die Waldorfschule, ob sie jetzt zu den besseren oder schlechteren gehört. Dafür ist die Waldorfschule auch kein Vorbild und kann es aus ihrer beschränkten Weltsicht auch gar nicht sein.

    Im Gegenteil. Sie bildet jenseits ihrer geistigen Enge nichts anderes als ein pädgogisches Wolkenkuckuksheim für die, die da drauf dürfen respektive können.

    Dass die, die es auf diese Insel geschafft haben, sich diesen Ort natürlich mehrheitlich schön reden respektive ihren Nutzen davon haben,liegt in der Natur der Sache.

    Denen außerhalb hilft das allerdings sehr wenig. Erst recht nicht, wenn man den Dünkel und die Arroganz derer mitbekommt, die sich dort zusammen gefunden haben.

    Wenn diese Leute dann wenigstens bereit wären, nicht dafür auch noch das Geld derer einzuklagen, die da weder hinwollen noch können, ginge es ja noch.

    Aber das tun sie nicht. Im Gegenteil. Sie definieren sich jenseits jeder Empirie auch noch als Bildungselite um mit dieser penetranten Selbstüberschätzung noch mehr Steuergelder einzutreiben.

    Scheiß auf den Rest, steht zwischen den Zeilen ihrer Selbstbeweihräucherungsbroschüren,und wenn sie unter sich sind, dann sagen sie es auch dröhnend laut und schlagen sich dabei auf die Schenkel.

    Ansonsten sind sie verbal immer an der Spitze der ökologischen Bewegung (außer natürlich wenn sie mit dem Oberemittelklasseauto ihr Dinkelbrot heimfahren). Dabei hat deren Entstehen rein garnichts mit Steiner zu tun und die heutigen “Antros” machen nur den kleinsten Teil ihrer Aktiven aus.

    Ach ja, und tun sie mir noch ein Gefallen. Statt dauernd über ihre Person und ihre Taten zu schreiben sagen sie doch einfach ihren richtigen Namen. Bei dem was sie so alles machen, und was ich ihnen sogar abnehme, müssen sie sich doch dafür auf keinen Fall schämen, oder?

    Und noch was. Ich habe nichts gegen Rituale und Hokuspokus. Die Mehrheit der Menschen liebt und braucht das. Ob in Form von handfester Religion oder luftiger Esoterik. Das kann sogar Spaß machen wenn man es nicht ganz so ernst nimmt.

    Das Problem ist nur, die meisten nehmen es ernst und sind ganz beleidigt, wenn man da nicht mitspielt. Und nicht nur das. Sie hassen einen dafür. Gänzlich toleranz- und lieblos werden sie dann. Auch Waldorfschüler und Lehrer und Eltern neigen nach meiner persönlichen Erfahrung dazu.

  9. #59 | Jan Luiten sagt am 21. Dezember 2009 um 21:52

    Liebe Leser,
    Zuerst will ich um Entschuldigung bitten wegen mein Deutsch.
    Als nicht-Deutscher (Hollânder) möchte ich trotzdem an dieser Diskussion teilnehmen.
    Ich beschâftige mich seit 1981 mit der Anthroposophie. Kenne die Antro-szene kenne auch die Kritik die auf die Anthroposophie -aber vor allem auf die Antroposophen- ausgeübt wird.
    Im Laufe der vergangen Jahrzehnten hat sich eine Anthroposophische
    Subkultur entwickelt die auch ich -als Befûrworter der Anthroposophie-nicht für positiv halte. Der “Mainstream” innerhalb dieser Subkultur ist bürgerlich, autoritätsglaubig, unpolitisch, eher konservativ und kritiklos gegenüber die Gesellschaft und der Kapitalismus.
    Die Schulung durch die Anthroposophie sollte eigentlich zu einer ganz anderen Haltung führen. Innerhalb (oder vielleicht mehr ausserhalb) der Anthroposophischen Subkultur gibt es auch Minderheitsströmungen die mit der Anthroposophie anders umgehen wollen. Sie haben schon Kritik auf den Kapitalismus und sind solidarisch mit den gesellschaftlich Schwächeren. Sie stehen aber auch kritisch die anthroposophische Subkultur gegenûber.
    Die Anthroposophie ist in seinem Kern eine geisteswissenschaftliche Methode (Erkenntnisweg). Eine Methode ist immer neutral. Die Ergebnisse die das Resultat sind der Forschung nach dieser Methode
    sind nicht als Glaubensdogmen zu nehmen. Sie bilden ein `body of knowledge` das immer verbessert, bestätigt oder falsiziert werden kann. Das gilt also auch für die Forschungen Steiners. Darum sind Steiners Erkenntnistheoretische Werke worin er die anthroposophische Methoden auseindersetzt die wichtigsten.
    Jetzt über die Waldorfschulen.
    Ursprünglich fortgekommen aus dem Impuls der Dreigliederung der sozialen Organismus. Sie sollten den Anfang bilden eines freies Geistesleben. So weit kam es leider nicht. Die Waldorfschulen sind momentan nicht frei. Nicht frei vom Staate, aber auch nicht frei innerhalb der eigenen Subkultur. Es ist also in den meisten Fällen einen Karikatur der Waldorfschule entstanden. Es ist einfach für Kritiker wie Andreas Lichte diese Karikatüre an zu greifen.

  10. #60 | Michael sagt am 23. Dezember 2009 um 10:32

    Moin Herr Voss,

    Sie leben wie schon so oft davon, die Dinge verzerrt aus ihrer Sicht darzustellen. Gut- das tun wir alle hier.
    Aber erwarten Sie doch bitte nicht, dass man das hier so stehen lässt.

    Es geht doch gar nicht darum, auch wenn sie es noch so oft wiederholen, einen elitären Anspruch der Waldorfschulen durchzusetzen. Das unterstellen Sie hier!
    Schauen Sie sich doch einmal die Diskussion der vergangenen Monate an (mit den ständige Wiederholungen über Monate hinweg von A. Lichte) an.

    Da ist doch mal eine kleine Gegendarstellung über einige Tage doch nur wünschenswert, oder?. Das sie offizielle Stellungnahmen vom Inhalt her vollkommen ignorieren, spricht nicht gerade für ihre Ausgewogenheit. Auf einmal wird dann das Offizielle angeblich zur Selbstbeweihräucherung .
    Wenn man hier in Deutschland Aufsehen erregen will, dann muss man nur jemanden des versteckten Rassismus bezichtigen. Und das ist hier wiederholt geschehen.

    Sie haben sich ja jetzt zumindest zum Teil davon distanziert – sehr schön!

    Ich hoffe, sie werden sich auch zukünftig hier sofort zur Stelle melden, falls solche Vorwürfe (auch wenn nur unterschwellig) wieder laut werden!
    Das haben sie in der Vergangenheit oftmals tunlichst übersehen- also – “Wehret den Anfängen”!

    Leider habe ich nicht die Zeit dafür, Ihre Gedanken zu analysieren. Aber ich kann Ihnen versichern, jeder Philosophiestudent im zweiten Semester, der sich mit Logik befasst, hätte seine helle Freude an Ihnen. Und auch wenn Sie es jetzt wieder so auslegen und unterstellen wollen: Das hat nichts mit Hass zu tun.
    Ich hasse keine Menschen, bin selbstständig im sozialen und therapeutischen Bereich tätig und arbeitete sehr sehr gerne mit den verschiedensten “Disziplinen” – zusammen und habe Anthroposophen größtenteils als angenehm in der Zusammenarbeit empfunden.

    Andreas Licht ist hier einmal von einem Interviewpartner aus der Familie Schily dem Sinn nach wie folgt angesprochen worden:
    Zitat:” mein Bruder ist ein regelrechter Anthroposophenhasser, Sie, Herr Lichte, würden sich bestimmt vorzüglich mit ihm verstehen”
    Lichte hat sich nicht gegen diese Aussage gewehrt, er hat das Interview dann damit beendet: “Dann brauche ich sie ja nicht als Anthroposophen bezeichnen.”_ Das sagt dann doch schon einiges aus! Auf Herrn Lichte trifft ja auch, wie ich finde, folgender Spruch zu: Die Kritiker der Elche sind meistens selber welche. Da sollte sich Herr Lichte den Inhalt seiner Kritik anschauen.

    Ihre Aussage:
    “Das Problem ist nur, die meisten nehmen es ernst und sind ganz beleidigt, wenn man da nicht mitspielt. Und nicht nur das. Sie hassen einen dafür. Gänzlich toleranz- und lieblos werden sie dann.”

    halt ich doch für sehr gewagt.

    Sie haben ja dann Gott sei Dank noch einmal den Bogen bekommen. Zitat: “Auch Waldorfschüler und Lehrer und Eltern neigen nach meiner persönlichen Erfahrung dazu.” – Gut, dann ist das Ihre persönliche Erfahrung – aber bestimmt nichts Objektives, weil meine persönliche Erfahrung ist eine ganz andere!

    Herr Voss, Sie. ich (wir) sind immer auch subjektiv!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Sehen Sie doch meine Beiträge einfach mal ganz locker als kleinen Gegenpol zu der nach meiner Ansicht einseitigen bisherigen Berichterstattung von Herrn Lichte. Schade, dass Herr Lichte an anderer Stelle nicht mit mir weiter in die Evangelien einsteigen wollte. Das wäre bestimmt sehr aufschlussreich geworden!!
    Auch die Mystik und Märchenwelt verschiedener Kulturen wäre noch ein schönes Thema.

    Arnold Voss , sehen Sie es doch einmal so, dass ich prinzipiell im World Wide Web vorsichtig mit meinen Daten bin, und nehmen sie es doch einfach als ein Geschenk an, dass sie mich mit Michael bei meinem Vornamen nennen dürfen.

    So, und nun seien Sie und Herr Lichte einmal ganz herzlich umarmt.
    Letztendlich fand ich die Auseinandersetzung mit ihnen für mich doch wichtig – Nichts für ungut!

    Zum Schluss einen kleinen Weihnachtsgruß ( ich bin mir ziemlich sicher, ohne anthroposophischen Inhalt ). Hoffentlich finden sie das Video nicht zu infantil. Ich finde es einfach: ganz nett gestaltet!

    http://www.clickpix.de/fun-tip/weihnachten/december-song.htm

    Alternativ:

    http://www.clickpix.de/fun-tip/weihnachten/weihnachtsmann-beweis.htm

  11. #61 | Andreas Lichte sagt am 23. Dezember 2009 um 10:56

    @ Arnold Voß (zu Kommentar 60)

    Dass ich mich hier oft zu Wort melde, liegt daran, dass ich eine R I C H T I G S T E L L U N G nach der anderen schreibe.

    “Michael” schreibt (Kommentar 60) : »Andreas Lichte ist H I E R einmal von einem Interviewpartner aus der Familie Schily dem Sinn nach wie folgt angesprochen worden: Zitat: ?mein Bruder ist ein regelrechter Anthroposophenhasser, Sie, Herr Lichte, würden sich bestimmt vorzüglich mit ihm verstehen?
    Lichte hat sich nicht gegen diese Aussage gewehrt, er hat das Interview dann damit beendet: ?Dann brauche ich sie ja nicht als Anthroposophen bezeichnen.?«

    “H I E R” ist ? wenn man die Zitate bei google eingibt ? das blog “Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie”:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/06/ich-bin-kein-anthroposoph.html

    “Ich bin kein Anthroposoph! – Interview mit Daniel Schily”

    Richtig ist: Ich bin nicht der Betreiber des blogs “Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie”. Ich habe kein – übrigens lesenswertes! – Interview mit Daniel Schily geführt.

  12. #62 | Michael sagt am 23. Dezember 2009 um 12:29

    @ A.Voss,

    Vielleicht können Sie bei Gelegenheit Herrn Lichte einmal ausrichten:

    Sorry, Shit happens.

    Und ich lade ihn herzlich dazu ein (vielleicht gemeinsam mit dem Sektenbeauftragten) zu einem Dialog über die Überprüfbarkeit und Nachvollziehbarkeit der geistigen Welt anhand der Evangelien.

    Ansonsten hat Herr Lichte für meinen Geschmack bei weitem noch nicht genug Richtigstellungen geschrieben!!
    :-)

    Das Interview mit D.Schily finde ich übrigens auch sehr gut – aufschlussreich!

  13. #63 | Michael sagt am 23. Dezember 2009 um 16:01

    Daag Jan Luiten,

    Sie schrieben:
    “Ursprünglich fortgekommen aus dem Impuls der Dreigliederung der sozialen Organismus. Sie sollten den Anfang bilden eines freies Geistesleben. So weit kam es leider nicht. Die Waldorfschulen sind momentan nicht frei. Nicht frei vom Staate, aber auch nicht frei innerhalb der eigenen Subkultur. Es ist also in den meisten Fällen einen Karikatur der Waldorfschule entstanden. Es ist einfach für Kritiker wie Andreas Lichte diese Karikatüre an zu greifen.”

    Das sehe ich etwas anders: Es war allemal ein Anfang eines freien Geisteslebens. Das man mit dem jetzigen Stand nicht zufrieden sein kann, sehe ich auch so, Weiterentwicklungen werden folgen, hoffe ich.
    Freiheit ist nicht nur das Gegenteil von Unfreiheit! Freiheit geht darüber hinaus….. Der Weg zur “Freiheit” ist ein Prozess.

    Zu kritisieren ist mittlerweile zu einer Volkskrankheit geworden, allerdings es selber besser machen, das probieren dann nur wenige. ….. und einige sind Berufskritiker, sollten aber vielleicht besser eine Schule für hochbegabte Kinder mit einem neuartigen Konzept begründen, das dann weit über alles bisherige hinausgeht.
    Warum nicht, zu wünschen wäre es doch, oder – viel Erfolg!

    Hier ein kleiner Hinweis auf die Vielseitigkeit pentatonischer Musik:

    Dur- oder Moll-Pentatonik prägt zum einen teilweise die Themen einiger Jazzstandards: zum Beispiel Afro Blue, Mercy, Mercy, Mercy, Summertime, Take Five, Watermelon Man und andere. Zum anderen dient sie in der Jazzimprovisation dazu, ?trotz atonal oder dissonant erscheinenden Tonmaterials die Verbindung zur Konsonanz nicht zu verlieren?.[14] In John Coltranes Giant Steps etwa hilft sie, die komplexe und rasch wechselnde Harmonik durch einfache Melodik auszugleichen und die Verbindung zwischen den entfernt verwandten Kadenzklängen hörbarer zu machen.
    In der heutigen Jazzharmonik werden jedem Akkord mehrere pentatonische Skalen zugeordnet, mit deren Tönen darüber improvisiert werden kann. Man kann z. B. über den Akkord C6/maj9 (C, E, G, A und D) eine C-, G- oder sogar D-Dur-Pentatonik spielen und damit jeweils andere Zusatztöne zum C-Dur-Dreiklang hervorheben.[15] Dies hilft auch, sogenannte avoid notes (verbotene Töne aus der zum Akkord gehörigen heptatonischen Tonleiter, hier: F) in der Improvisation zu vermeiden. Der in der G- und D-Dur-Pentatonik fehlende Grundton C wird als Vorteil empfunden, da so mehr Spannungen und Klangfarben im Verhältnis zu Basston und Begleitakkord entstehen. Auch dazu absichtlich dissonante Pentatonik – etwa Des-Es-F-As-Bes über C-Dur – wird verwendet (out), weil die Melodik wegen der einfachen Intervallfolgen in sich nachvollziehbar bleibt und die Dissonanz durch Rückung um einen Halbton nach unten leicht wieder aufgelöst werden kann.[16]
    Ein Dominantseptakkord wird im modernen Jazz beim Begleiten (comping) oft mit weiteren Zusatztönen (options) über der Septime angereichert. Um dazu passend zu improvisieren, mit dem Harmoniegeber zu kommunizieren und dessen Akkordwahl mitzubestimmen, haben Jazzmusiker einzelne Tonstufen der Durpentatonik um einen Halbton erniedrigt (?alteriert?) und so neue, künstliche pentatonische Modi geschaffen. So kann man über einem C-7-Akkord (C, E, G, Be) mit der Pentatonik C-Dur-bII (C, Des, E, G, A), Es-Dur-bII (Es, E, G, Be, C), Ges-Dur-bII (Ges, As, Be, Des, Es) oder A-Dur-bII (A, Be, Cis, E, Fis) sowie D-Dur-bV (D, E, Fis, A, Be) oder As-Dur-bV (As, Be, C, Es, E) improvisieren und damit jeweils verschiedene mögliche Zusatztöne zum C-7-Akkord hervorheben.[17]

    So und jetzt ab in den Weihnachtsurlaub mit einem kleinen pentatonischen Jazzgruß:

    http://www.youtube.com/watch?v=Ioab39501qw&feature=related

    Doegi

    MICHAEL

  14. #64 | J. Luiten sagt am 24. Dezember 2009 um 01:27

    Zu Andreas Lichte (61).
    Ok, jetzt ist klar daß Sie nicht verantwortlich sind für das Blog ?Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie?
    Unklar bleibt aber wer dann schon dahintersteckt; bestimmt kein Held sonst bliebe er/sie nicht unbekannt.

    zu Michael (63)
    Die Anthroposophen sollen bitte mal raus aus der Selbstgenügsamkeit, raus aus dieser eingeengten Subkultur.
    Das Unterrichtswesen frei vom Staate ist eine poltische Forderung für das ganze Unterrichtswesen nicht nur für die Waldorfschule. Es wäre ein nächster Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung.
    Für mich ist jetzt die spannende Frage: Werden die Anthroposophen aufwachen unter dem Druck der immer stärker werdenden massiven Gegnerschaft oder werden sie sich weiterhin zurückziehen in ihre Institutionen?

  15. #65 | Michael sagt am 24. Dezember 2009 um 08:54

    @ J. Luiten

    Sie schrieben:

    “Das Unterrichtswesen frei vom Staate ist eine poltische Forderung für das ganze Unterrichtswesen nicht nur für die Waldorfschule.”

    Aha, da habe ich mir ehrlich gesagt noch wenig Gedanken drüber gemacht. Wer fordert das denn? Gibt es da Bestrebungen der politischen Parteien? Vielleicht helfen Sie mir weiter.

    Zitat Jan Luiten:
    “Für mich ist jetzt die spannende Frage: Werden die Anthroposophen aufwachen unter dem Druck der immer stärker werdenden massiven Gegnerschaft oder werden sie sich weiterhin zurückziehen in ihre Institutionen?”

    Die Anthroposophen werden meines Erachtens davon abbekommen müssen, sich zu sehr mit jahrzehntelangen nicht belegten Beschuldigungen auseinanderzusetzen, Die wird es meines Erachtens auch zukünftig geben, aber man sollte sie bestimmt nicht überbewerten. Das Augenmerk sollte vielmehr darauf gelegt werden, die eigene Arbeit in den verschiedenen Bereichen qualitativ zu verbessern und somit einen positiven Teil in der Gesamtentwicklung beizutragen, dieses natürlich immer in Kooperation mit “Nicht- Anthroposophen!”, in dem Sinne, dass gemeinsam ein guter größtmöglicher gemeinsamer Nenner gefunden wird.
    Ich hätte kein Problem mit einer Vision, in der Kinder künstlerisch, handwerklich, Intellektuell ausgewogen gefördert werden, von mir aus auch an Staatsschulen – aber da sind wir (und auch die Staatsschulen) noch weit von entfernt. Aus meiner Sicht möchte ich aber auch auf zwei andere Bereiche hinweisen, in denen Anthroposophen tätig sind: Landwirtschaft und Heilpädagogik. Hier sind die Anfeindungen nicht ganz so groß, aber es gilt das gleiche wie oben gesagt.

    Und jetzt tanze ich erstmal ” Tannenbaum” bis mindestens 27.12.2009

  16. #66 | Andreas Lichte sagt am 24. Dezember 2009 um 11:49

    Allen Lesern der Ruhrbarone:

    Ein Frohes Fest!

    Anthroposophen können heute doppelt feiern ? “Die ZWEI Jesusknaben” ? vielleicht möchte der ein oder andere doch zu Steiner konvertieren?

    Wenn alle, Zitat Stefan Laurin, “das Wort »Tannenbaum« getanzt haben” und die Kerzen runtergebrannt sind, ist es Zeit für einige besinnliche anthroposophische Gedanken:

    http://perseiden.blogspot.com/2009/12/die-zwei-jesusknaben.html

    “Die zwei Jesusknaben – Forschungsergebnisse Rudolf Steiners

    Heute ist das Weihnachtsfest in seiner wahren Bedeutung immer weniger Menschen zugänglich. (…) Nur die geisteswissenschaftliche Forschung kann den Menschen heute noch den Zugang zu den Evangelien in einer Weise vermitteln, der heutigen Bewusstseins-Ansprüchen gerecht wird. Rudolf Steiners Erkenntnisse in Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeschehen sind dafür ein Beispiel:

    zitiert nach “AnthroWiki” http://wiki.anthroposophie.net/Die_zwei_Jesusknaben

    Die zwei Jesusknaben

    Durch seine geisteswissenschaftlichen Forschungen kam Rudolf Steiner zu der Ansicht, dass zur Zeit der Zeitenwende nicht einer, sondern zwei Jesusknaben geboren worden sind, der nathanische und der salomonische Jesus, die beide dem Geschlecht Davids entstammen (…)”

  17. #67 | Arnold Voß sagt am 24. Dezember 2009 um 17:50

    “Sie leben wie schon so oft davon, die Dinge verzerrt aus ihrer Sicht darzustellen.” (63)

    Michael, was gibt es für eine verzerrtere Form der Weltsicht, als wenn man eine ganze Schulform im Wesentlichen nach einem einzigen Denker ausrichtet.

    “Ich hasse keine Menschen, bin selbstständig im sozialen und therapeutischen Bereich tätig und arbeitete sehr sehr gerne mit den verschiedensten ?Disziplinen? – zusammen..”

    Nichts gegen Polemik, Michael. Aber ihre Sprache ist voller Missachtung und Beleidigungen derer, die eine andere Meinung als sie haben.Ihr Wissen ist keineswegs interdiziplinär sondern völlig in der Enge des Steinerschen Denkens befangen.

    Das was sie als meine lobenswerten Richtigstellungen bezeichnen, sind nichts anderes als Korrekturen i h r e r Unterstellungen gewesen, denn sie bauen sich gerne ein Popanz auf, auf den sie dann kräftig einschlagen können.

    Und jetzt mimen sie hier auch noch den, der die in ihren Augen verlorenen Schafe und Dummerchen, die natürlich nicht ihre Weisheitsstufe erreicht haben, doch eigentlich mag. Selbst ihre Menschenliebe ist von oben herab, untermalt mit unverkennbar sadistischen Zügen. Erst Treten, dabei Witze machen und dann Streicheln, um dann wieder zu Treten ..

    Ich kenne übrigens Herrn Lichte nicht persönlich sondern nur aus diesem Blog. Sie habe ich hier mittlerweile auch ausreichend kennen gelernt. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei Ihnen um ein zwar intelligentes aber doch insgesamt eher feiges und ängstliches Großmaul handelt.

    Nichts für ungut.

    Und trotz alledem ein besinnliches Fest auch für sie.

  18. #68 | J. Luiten sagt am 24. Dezember 2009 um 21:44

    Frohes Fest allen Lesern !
    Ich glaube daß noch nie in der Geschichte so viel diskutiert worden ist über die Anthroposophie als heutzutage. Verbreitung geisteswissentschaftliche Erkenntnisse finden jetzt statt über die Kritiker so wie z.B. über die zwei Jezusknaben durch Andreas Lichte. Sehr schön, und das auf Heiligen Abend !
    Endlich kommt die Anthroposophie in die breitere Öffentlichkeit. Zwar vor allem negativ, aber ala. Man setzt sich jedenfalls damit auseinander. Ich hoffe auf das kritische Denken der Leser. Das sie doch auch die Kritiker der Anthroposophie kritisch prùfen mògen.

  19. #69 | Michael sagt am 30. Dezember 2009 um 09:55

    Moin Herr Voss,

    ich hatte mir schon die Mühe gemacht, ihre Beiträge hier und unter “Vorsicht Steiner” während der letzten Monate durchzulesen – das sollten Sie vielleicht auch einmal tun?
    Aber ich denke, dem mündigen Leser wird das schon von allein auffallen, dass sie ein passabler Demokrat sind der tolerant und offen mit Andersdenkenden kommuniziert.
    Aber vor Allem haben sie die Weisheit und Intelligenz mit Löffeln gefressen ( wahrscheinlich offiziell bestätigt).

    Dieses wurde dann besonders deutlich, als sie mit keinem Wort auf eine ausführliche offizielle Stellungnahme zu den Rassismusvorwürfen eingegangen sind!

    Ihre Meinung, dass, wenn sich eine Schulform nach seinem Begründer ausrichtet, dieses ein Zeichen der ” verzerrtesten Weltsicht” sei, ist doch nicht wirklich ernst gemeint? Wen wollen sie mit diesem billigen Trick einfangen?

    “Nichts gegen Polemik, Michael. Aber ihre Sprache ist voller Missachtung und Beleidigungen derer, die eine andere Meinung als sie haben.Ihr Wissen ist keineswegs interdiziplinär sondern völlig in der Enge des Steinerschen Denkens befangen.”
    Dass sie nichts gegen Polemik haben Herr Voss, hätten sie mir gegenüber nicht klarstellen müssen.
    Aber zu der angeblichen “Enge steinerschen Denkens”
    lehne ich mich jedoch noch einmal großmäulig aus dem Fenster: Ich befürchte, dass Sie noch keine zwei Bücher von Steiner gelesen haben und sie “verstanden” haben. Nun ist aber das Nichtverstehen eines Anderen nicht gleichzusetzen mit dessen denkerischer Enge.

    So und nun will ich erst einmal die verwirrten Dummerchern dieser Welt einsammeln und ihnen meine sadistische Therapie aufzwängen, die ja vollkommen interdisziplinär ist.
    :-) Arnold Voss erklärt m i c h die Welt!

    Schauen Sie Herr Voss, es geht auch anders.
    Steiner:
    “Deshalb ist es notwendig, daß diejenige Bewegung, welche die anthroposophische genannt wird …. gerade in ihrem Grundcharakter dieses Abstreifen des Rassencharakters aufnimmt, daß sie nämlich zu vereinigen sucht Menschen aus allen Rassen, aus allen Nationen und auf diese Weise überbrückt diese Differenzierung, diese Unterschiede, diese Abgründe, die zwischen den einzelnen Menschengruppen vorhanden sind. …. Daher ist es so dringend notwendig, daß unsere anthroposophische Bewegung eine geistige ist, die auf das Spirituelle sieht, und gerade das, was aus den physischen Unterschieden herrührt, durch die Kraft der geistigen Bewegung überwindet. …. Man muß über die Kinderkrankheiten hinauskommen und sich klar sein darüber, daß der Rassebegriff aufhört eine jegliche Bedeutung zu haben gerade in unserer Zeit.” (GA 117, 4.12.1909)

    Das philosophisch-pädagogische Menschenbild Rudolf Steiners zeigt gerade die essentielle Unabhängigkeit der Individualität von Gattung oder gar “Rasse”. Vgl. dazu sein Grundwerk: “Philosophie der Freiheit”, Kap. 14: “Individualität und Gattung”

    Haben Sie schon mal das Grundwerk durchgearbeitet Herr Voß?

    Machen Sie es mal gut.

    abschließend noch etwas zu Allgemeinbildung:

    Man muß sich der Idee erlebend gegenüberstellen können;
    sonst gerät man unter ihre Knechtschaft. Philosophie der Freiheit- R.Steiner

    oder

    Freiheit ist aber … nicht etwas, was fertig ist,
    sondern etwas, was der Mensch im lebendigen
    Entwicklungsgang immer mehr erringt.
    Freiheit ist das Ziel der Menschheitsentwickelung
    und nicht etwas, was der Menschheit in die Wiege
    gelegt worden ist. Und die Freiheit beruht auf Erkenntnis.

    oder

    “Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.”

  20. #70 | Andreas Lichte sagt am 30. Dezember 2009 um 10:24

    @ “Michael”

    Sie schreiben: “Ich befürchte, dass Sie noch keine zwei Bücher von Steiner gelesen haben und sie ?verstanden? haben. Nun ist aber das Nichtverstehen eines Anderen nicht gleichzusetzen mit dessen denkerischer Enge.”

    Haben Sie denn Steiner “verstanden”? Dann erklären Sie doch mal das:

    ?Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.? Rudolf Steiner, ?Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik?, GA 293, S. 93f

    Zum besseren “Verständnis” hier der ganze Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=2874:dreizehnter-vortrag&catid=183:ga-293-allgemeine-menschenkunde&Itemid=14

  21. #71 | Michael sagt am 30. Dezember 2009 um 10:28

    Wem etwas daran gelegen ist, eine andere Sichtweise, als die des Gastautoren Andreas Lichte kennen zu lernen, kann ich nur

    http://www.info3.de/wordpress/?p=158&cp=1#comments

    empfehlen.
    Hier melden sich auch Kommilitonen des Herrn Lichte zu Wort.

    Wie bereits erwähnt: Die Ausnahme bestätigt die Regel und n i c h t die Ausnahme ist die Regel!

    … wahrscheinlich wäre Mozart, wenn er a u s s c h l i e ß l i c h pentatonisch unterrichtet worden wäre zu einen bestimmten Lebensalter dann später ” zumindest” nicht Freimaurer geworden ! :-)

    http://www.internetloge.de/arst/mozart.htm

    Ich hoffe, dem einen oder anderen wird spätestens jetzt die Absurdität in der Denkweise des Lichte deutlich, auf der der gesamte Blogk aufgebaut ist!

    So und nun gilt auch für mich!

    http://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU

  22. #72 | Andreas Lichte sagt am 30. Dezember 2009 um 10:36

    @ ?Michael?

    Sie schreiben: ?Ich befürchte, dass Sie noch keine zwei Bücher von Steiner gelesen haben und sie ?verstanden? haben. Nun ist aber das Nichtverstehen eines Anderen nicht gleichzusetzen mit dessen denkerischer Enge.?

    Haben Sie denn Steiner ?verstanden?? Dann erklären Sie doch mal das:

    “Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.” Rudolf Steiner, “Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums”, GA 349, S. 49f

    Zum besseren ?Verständnis? hier der ganze Vortrag:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  23. #73 | Michael sagt am 30. Dezember 2009 um 13:34

    Hallo Herr Lichte,

    Ich dachte schon, , sie wollen gar nicht mehr mit mir reden! :-)
    ping… pong….ping ….poooong oder?

    Zu Ihrer Frage, ob ich den Rudolf Steinerr verstanden hätte:
    Nein , habe ich nicht, letztendlich. S o e i n f a c h i s t d a s, Herr Lichte!
    - Da kann ich dann einfach nur sagen, aus meiner Sicht: Quatsch, kann ich nicht nachvollziehen.
    Allerdings bemerke ich sehr wohl dabei, dass es meine Meinung ist und ein anderer Mensch vielleicht einen ganz anderen Zugang dazu hat.

    Aber sie versuchen seit Jahren Anthroposophie und damit die Pädagogik, die Heilpädagogik etc. etc. in Bausch und Bogen abzulehnen und zu diskreditieren und das meines Erachtens deswegen, weil sie sich während ihrer Lehrerausbildung gekränkt fühlten.
    Wie gesagt, in dem oben genannten Blog haben sich auch Kommilitonen von ihnen, wie ich finde sehr wohlwollend, zu Wort gemeldet.

    Und wenn sie einmal auf meine durchaus ernst gemeinten Fragen aus vorherigen Beiträgen geantwortet hätten (sie können es noch immer tun! , dann hätten sie gemerkt, dass es Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, bei denen m a n einfach mal die Fresse halten sollte, wenn man keine Ahnung hat.

    Hier noch einmal zu Ihrer Erinnerung:

    Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwas eine halbe Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
    Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. Da machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
    Offenb. 8, 1-6

    Waren sie nicht Angestellter des Sektenbeauftragten? Was sagt denn der Sektenbeauftragte zu der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit der Bibel und der Evangelien?
    Bitte fühlen Sie sich jetzt nicht wieder auf den Schlips getreten, das sind ernst gemeinte Fragen!

    Gewöhnen Sie sich doch bitte einmal an, auf die Fragen ihres Gegenübers einzugehen und nicht lediglich mit Gegenfragen zu antworten. Das gehört zum Einmaleins eines Dialoges!

  24. #74 | Andreas Lichte sagt am 30. Dezember 2009 um 15:09

    @ “Michael”

    Sie schreiben, dass Sie Steiner nicht verstanden haben.

    Warum verteidigen Sie ihn dann?

    Warum verteidigen Sie den rassistischen und sonstigen Wahnsinn, den Rudolf Steiner der Nachwelt hinterlassen hat?

    1923 sagt Steiner noch dies: ?Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.?

    Dabei ist es geblieben, bis zu Steiners Tode.

    Und folgendes wird immer noch als Bibel in den Waldorfseminaren gelesen:

    ?Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.? Rudolf Steiner, ?Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik?, GA 293, S. 93f

  25. #75 | Andreas Lichte sagt am 30. Dezember 2009 um 15:23

    @ Michael

    Zu “Engeln und Posaunen” fragen Sie bitte jemand anders: Dafür fühle ich mich schlicht nicht zuständig. Genauso wenig für jede andere Frage zu den “Evangelien”. That’s not my business. Hat im übrigen N U L L mit meinem Artikel zu tun.

  26. #76 | Michael sagt am 30. Dezember 2009 um 15:47

    @ A. Lichte

    Sie müssen sich schon die Mühe machen, ordentlich zu lesen.
    Ich schrieb, dass ich einige Passagen nicht nachvollziehen kann und nicht, dass ich Steiner in Bausch und Bogen nicht verstehe. Und von dem, was ich nicht verstehe, distanziere i c h mich erst einmal.

    Herr Lichte, es gibt nicht nur schwarz und weiss!!!!!!

    Ansonsten gilt für mich:

    Die Ausnahme bestätigt die Regel und n i c h t die Ausnahme ist die Regel!

    und

    Und wenn sie einmal auf meine durchaus ernst gemeinten Fragen aus vorherigen Beiträgen geantwortet hätten (sie können es noch immer tun! , dann hätten sie gemerkt, dass es Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, bei denen m a n einfach mal die Fresse halten sollte, wenn man keine Ahnung hat.
    Hier noch einmal zu Ihrer Erinnerung:
    Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein, etwas eine halbe Stunde lang. Und ich sah: Sieben Engel standen vor Gott; ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
    Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit glühenden Kohlen, die er vom Altar nahm, und warf sie auf die Erde; da begann es zu donnern und zu dröhnen, zu blitzen und zu beben. Da machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen.
    Offenb. 8, 1-6
    Waren sie nicht Angestellter des Sektenbeauftragten? Was sagt denn der Sektenbeauftragte zu der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit der Bibel und der Evangelien?
    Bitte fühlen Sie sich jetzt nicht wieder auf den Schlips getreten, das sind ernst gemeinte Fragen!
    Gewöhnen Sie sich doch bitte einmal an, auf die Fragen ihres Gegenübers einzugehen und nicht lediglich mit Gegenfragen zu antworten. Das gehört zum Einmaleins eines Dialoges!

    Ich werde Sie gerne wieder daran erinnern!

  27. #77 | Andreas Lichte sagt am 30. Dezember 2009 um 16:42

    @ “Michael”

    Ihre Frage zum “Sektenbeauftragten” wurde bereits beantwortet, von mir oben in Kommentar 75, und …

    lang, lang ist’s her …: http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/#comment-30598

    Zitat Lichte: “Richtig ist: Ich habe für kurze Zeit – ein halbes Jahr – mit dem Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten der Evangelischen Kirche, Pfarrer Thomas Gandow, zusammengearbeitet. Ziel dieser Zusammenarbeit war eine Tagung über die Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Diese Veranstaltung wurde von der Kirchenleitung verhindert. Siehe:

    ?Chronik eines unausgesprochenen Verbotes?, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm#i_box2

    Schon allein daran können Sie erkennen, dass ich nicht für die Evangelische Kirche tätig bin. Die Evangelische Kirche kooperiert im Rahmen der freien Schulträger mit den Waldorfschulen. Völlig falsch ist also, dass die Evangelische Kirche in irgendeiner Form gegen die Anthroposophie vorgeht.”

  28. #78 | Helmut Junge sagt am 30. Dezember 2009 um 19:27

    @ Andreas Lichte, @ Michael,
    irgendwie seid ihr beiden euch ähnlich, scheint euch sogar einig zu sein, wenn ihr nicht gerade über Waldorfschulen oder christliche Religionen schreibt.
    Ich mußte, obwohl ungetauft, und atheistisch erzogen, am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen. ( staatliche Schule, versteht sich) Damals war das noch so. Damals war noch jede Menge Zwang dabei. Von Indoktrinationen will ich da gar nicht erst sprechen, weil die bei mir ja letztlich nicht verfangen hat. Bei Anderen allerdings schon. Ich hab aber dabei und später, gelernt, gegenüber religiösen Menschen tolerant zu sein, wenn diese mich nicht belästigen. Für mich ist Steiner auf jeden Fall ein vielschreibender Wirrkopf, der sich in seinen rassistischen Äußerungen allerdings nicht von einer erheblichen Zahl seiner Zeitgenossen abhebt. Heute ist man solchen Ansichten deutlich sensibler gegenüber eingestellt. Ich denke, daß Steiner, der ja so viel geschrieben hat, daß er sich selbst, zwangsläufig häufig widersprechen mußte, heute solche Ansichten, wie sie hier von Andreas Lichte zitiert wurden, vermeiden würde. Das machen viele, Heuchelei ist ja Zeitgeist.
    Ob die Waldorfschule was bringt, hängt für mich davon ab, ob die Schüler und Schülerinnen fit für die Zukunft werden.
    Dummerweise kenne ich da keine Statistiken. Ich meine nicht den Vergleich mit staatlichen Schulen, denn da kenne ich ja nur Pisa, und Pisa sagt ja nichts über die Fähigkeit, die Zukunft zu meistern aus. Ich frage also: Gibt es einen einzigen Wissenschaftler von Rang, der Waldorfschüler war?
    Ich liebe übrigens pentatonische Musik, bin kein Freimaurer, und frage mich, wie Michael Mozart unterstellt, Freimaurer geworden zu sein, weil er nicht ausschließlich pentatonisch unterrichtet worden sei. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

  29. #79 | Jan Luiten sagt am 31. Dezember 2009 um 01:31

    Zu Lichte
    Natürlich war Steiner kein Rassist.
    Die soziale Dreigliederung fordert völlige Gleichberechtigung aller Menschen. Nirgends sagt Steiner dass die eine “Rasse” besser ist oder sein soll als die andere.
    Wer kennt aber diese soziale Dreigliederung ? Die Wenigsten.

  30. #80 | Michael sagt am 31. Dezember 2009 um 09:08

    @ H. Junge

    Zitat: “irgendwie seid ihr beiden euch ähnlich, scheint euch sogar einig zu sein, wenn ihr nicht gerade über Waldorfschulen oder christliche Religionen schreibt.”
    Antwort: Achso – das ist wirklich wahr – wir sind uns entwickelnde Menschen! ich hoffe, Du auch- Helmut!

    Zitat:
    Ob die Waldorfschule was bringt, hängt für mich davon ab, ob die Schüler und Schülerinnen fit für die Zukunft werden.
    Dummerweise kenne ich da keine Statistiken. Ich meine nicht den Vergleich mit staatlichen Schulen, denn da kenne ich ja nur Pisa, und Pisa sagt ja nichts über die Fähigkeit, die Zukunft zu meistern aus. Ich frage also: Gibt es einen einzigen Wissenschaftler von Rang, der Waldorfschüler war?

    Da wirst du mit ein wenig googeln sicherlich erfolgreich sein. Wie ich die Anthroposophen kenne, haben Sie zu diesem Thema bestimmt mehrere gebundene Bücher herausgebracht. Also, du suchst nicht nach einer Publikation des Kaninchenzüchtervereins in Kleinkleckersdorf.- Viel Erfolg!

    Allerdings wäre es für mich auch kein Kriterium, ob die Waldorfschule viele Wissenschaftler von Rang hervorgebracht hat. Ist das so für dich?

    Zitat:
    “Ich liebe übrigens pentatonische Musik, bin kein Freimaurer, und frage mich, wie Michael Mozart unterstellt, Freimaurer geworden zu sein, weil er nicht ausschließlich pentatonisch unterrichtet worden sei. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?”

    Ich mag auch u.a. pentatonische Musik und bin kein Freimaurer. Die mir unterstellte Unterstellung habe ich so nicht gemacht. Les bitte noch mal meinen Beitrag durch.

    ich habe einfach mal eine Gegenthese aufgestellt. Fakt ist, dass Mozart die Zauberflöte kurz vor seinem Tod geschrieben hat- da wäre er längst aus der Unterstufe der Waldorfschule, in der er ausschließlich pentatonisch unterrichtet worden wäre. in der Zwischenzeit hätte er sich natürlich um andere Stilrichtungen kümmern können und in aller Ruhe zwischen der siebten Klasse und seinem 34 Lebensjahr die Zauberflöte fertig stellen können. Unwahr ist, das Waldorf Schüler während ihrer gesamten Schulzeit nur pentatonische Musik erlernen. Schau dir auch Beitrag 15 dazu an.

    Im übrigen habe ich mir zu den immer wiederkehrenden Rassismusvorwürfen Gedanken gemacht. Ich werde, um den “Schaden” in Grenzen zu halten, zukünftig diese Kommunikationen kreuzen, indem ich einfach (mein persönlicher Adventskalender für alle in diesem Blog) Informationen zu anthroposophischen Einrichtungen , etc. einflechten werde.

    Der Leser kann sich dann, seine eigene Meinung bilden. Ich vertraue darauf.

    So, und nun ab, um eine kleine menschenverachtende sadistische Hamburger Paaadi vorzubereiten.

    :-)

    Guten Rutsch und frohes neues Jahr!

    ach so, fast vergessen …

    Türchen Nummer 1:

    http://www.youtube.com/watch?v=sYVejguVfBo&feature=related

  31. #81 | max sagt am 31. Dezember 2009 um 12:04

    wie schaffen es anthroposophen, zu übersehen, dass rudolf steiner geisteskrank war

  32. #82 | Stefan Laurin sagt am 31. Dezember 2009 um 12:07

    @max: Ich glaube dabei hilft, Buchstaben zu tanzen anstatt sie zu lesen :-)

  33. #83 | Helmut Junge sagt am 31. Dezember 2009 um 17:51

    @Michael,

    Zitat: “…wir sind uns entwickelnde Menschen! ich hoffe, Du auch- Helmut!”

    Ich hoffe auch, Michael, ich auch. Die Welt um uns herum verändert sich. Jedesmal. wenn wir handeln, verändert sich die Welt ein wenig, und diese veränderte Welt wirkt auf uns zurück. Da wundern wir uns manchmal darüber, was da Neues entsteht, was wir da angerichtet haben. Jedenfalls müssen wir uns immer neuen Tatsachen entgegenstellen. Manchmal merken wir dann, daß unsere alten Vorstellungen nicht mehr passen. Wir können dann nicht mehr so vorgehen, wie wir das immer gemacht haben. Wir müssen uns einfach weiterentwickeln, zwangsläufig, so ein Mist. Große Gurus aus der Vergangenheit zu zitieren hilft da wenig, denn das, was die gesagt haben, war ja zu ihrer Zeit richtig. Wenn sich aber die Welt geändert hat, kann die alte Antwort sogar falsch sein. Das ist eben die Konsequenz aus der Dialektik! (Da kenne ich einige politische Zitierer, die heute immer noch Parolen aus der Vergangenheit rufen, auf die aber niemand mehr hört.)
    Und genau deshalb bin ich ja der Meinung, daß die Schule die Kinder fit machen sollen, damit diese die Zukunft meistern können. Und da niemand die Zukunft und ihre Rahmenbedingungen kennt, bleibt nur, die Kinder zu befähigen, selbständig Probleme zu lösen.
    Soviel weiß ich aber, daß unsere nächste Zukunft schwieriger zu gestalten sein wird, als z.B. meine Vergangenheit, der ich das Glück hatte, nicht vor dem Krieg, sondern danach geboren worden zu sein.Stimmt vielleicht gar nicht, und etwas Angst hatten wir früher gelegentlich schon. Jedenfalls wird die Zukunft wohl weniger rosig. (sagt jetzt sogar die Merkel) Und da,denke ich, wird noch viel Intelligenz und Kreativität und auch soziales Bewußtsein erforderlich sein.

    Zitat: “Allerdings wäre es für mich auch kein Kriterium, ob die Waldorfschule viele Wissenschaftler von Rang hervorgebracht hat. Ist das so für dich?”

    Ja. Das sollte angestrebt werden, und bei der langen Tradition der Waldorfschulen sollte das auch schon Ergebnisse zeigen!
    Wenn jemand glaubt, daß Schule nur einen besseren Menschen produzieren sollte, liegt der bei mir falsch! Diese bescheuerten Diskussionen hab ich schon genügend in den Neunziger Jahren geführt. Da wollten mir grüne Lehrer weismachen, das die Gesamtschule bessere Menschen produziert! Da gabes die schon 20 Jahre, und da hätte man doch was von merken müssen. Schulen haben noch nie Schüler zu besseren Menschen gemacht. Da gibt es andere Faktoren, die stärker wirken. Anders herum wäre meine Generation mit den kreideschmeißenden und schlagenden Lehren,insgesamt zu sozialen Krüppeln geworden.

    Achso, noch was, was die oben angesprochene Dialektik betrifft: Jedesmal wenn ich mich an diesem Forum beteilige, merke ich, wie mich das verändert. Statt solche Sachen zu machen, die mich interessieren, sitz ich hier am blöden Computer, und gucke nach, wer was und zu welchem Thema geschrieben hat. Diese Foren machen süchtig sage ich dir, und deshalb steige ich immer mal für ein paar Wochen aus. Also schönen Dank für den Musiklink, (Jazz in der Form ist nicht ganz so nervig wie sonst, ist aber nicht mein Fall, und Tango nuevo könnte für meinen Geschmack etwas fetziger sein.)
    Sonst noch

    Guten Rutsch und frohes neues Jahr!

  34. #84 | Helmut Junge sagt am 31. Dezember 2009 um 17:56

    @Laurin (82)

    “Ich glaube dabei hilft, Buchstaben zu tanzen anstatt sie zu lesen”

    Hoffentlich tanzen am Neujahrsmorgen bei mir nicht die Buchstaben. In so einem Fall wünschte man sich vielleicht doch,
    daß man abends zuvor lieber Buchstaben getanzt hätte.

    Guten Rutsch

  35. #85 | J. Luiten sagt am 1. Januar 2010 um 16:00

    Liebe Leser: ein frohes und glückliches Neujahr !

    Was ist eigentlich Rassismus ?
    Albert Memmi hat viel geforscht auf diesem Gebiet.
    Auf http://www.dir-info.de/dokumente/def_rass_memmi.html:
    heisst es:
    “Wohl eine der am meisten akzeptierten Definitionen von Rassismus lieferte der Wissenschaftler Albert Memmi. Seit ihrer Aufnahme in die Encyclopaedia Universalis ist diese Rassismus-Definition von Albert Memmi grundlegend für Forschung und Lehre. Er selbst hat sie in zahlreichen Publikationen präzisiert. In dem Buch “Rassismus” (Erstausgabe Athenaeum, Frankfurt 1987) beschäftigt sich Memmi ausschließlich mit dem Phänomen Rassismus: dem biologisch, oder besser biologistisch argumentierendem, dem Antisemitismus, dem auf Rassismus gründenden Kolonialismus und dem Fremdenhaß”

    Memmi:
    “Rassismus (ist) die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll”.
    aus: Memmi: “Rassismus”, Hamburg 1992, S. 151

    Information:
    http://www.dir-info.de/dokumente/def_rass_memmi.html

    Trifft diese Definition zu auf Steiner oder die Anthroposophie? Sicher nicht.
    Die genannte “Wertung” wird gerade von den Kritikern gemacht.

  36. #87 | Michael sagt am 1. Januar 2010 um 19:26

    An Helmut Junge

    Sie schrieben:

    “Achso, noch was, was die oben angesprochene Dialektik betrifft: Jedesmal wenn ich mich an diesem Forum beteilige, merke ich, wie mich das verändert. Statt solche Sachen zu machen, die mich interessieren, sitz ich hier am blöden Computer, und gucke nach, wer was und zu welchem Thema geschrieben hat. Diese Foren machen süchtig sage ich dir, und deshalb steige ich immer mal für ein paar Wochen aus. Also schönen Dank für den Musiklink, (Jazz in der Form ist nicht ganz so nervig wie sonst, ist aber nicht mein Fall, und Tango nuevo könnte für meinen Geschmack etwas fetziger sein.)
    Sonst noch
    Guten Rutsch und frohes neues Jahr!”

    …ebenso…. und geht mir ähnlich mit diesem Forum. Gott sei Dank ist es der einzige und erste Blog, in dem ich schreibe und geschrieben habe.
    Ich werde den Schaden zukünftig in Grenzen halten!

    Der Meinung, dass Schule gute Wissenschaftler hervorbringen soll, schließe ich mich n i c h t an!
    Ich gehe aber davon aus, dass die Waldorfschulen sehr wohl gute Wissenschaftler grundausbilden. Viel Spaß beim Googeln!
    Einer grünen Diskussion über bessere Menschen würde ich mich auch seit einigen Jahren nicht mehr anschließen. :-)

    @ J. Luiten

    vielen Dank für die Rassismus- Definition!

    …. natürlich ist Steiner kein Rassist! Das sehe ich genauso.

    Da muss man schon die rosarote Vereinsbrille aufhaben…. :-)

  37. #88 | waldorfblog sagt am 2. Januar 2010 um 12:02

    Ahriman, Avitchis und die Apokalypse ? Anthroposophie als religiöse Heilslehre

    (…) in jeder Ecke unserer Aura (und der ?Erdenaura?) lauern böse Widerachermächte: Ahriman, Luzifer und Asuras, die sich der Korrumpierung und Perversion des menschlichen Denkens bzw. Fühlens bzw. Willens verschrieben haben. Und nicht nur das: Sie seien eine Heerschar übersinnlicher personaler Wesenheiten, die sich gelegentlich als Menschen getarnt auf die Erde begäben (…)

    Stigmatiserung durch Konkretion

    Steiner hat diese dunklen Prophezeiungen allerdings nicht im Raum stehen gelassen, ohne dem konkrete Feindbilder und Konkretionen beizufügen. Das führte etwa zu den wohl übelsten Sätzen seiner Rassentheorie:

    ?Nur wenn man in einem nicht ganz gesunden Seelenleben befangen ist, kann einem dasjenige besonders imponieren, was als orientalische Mystik die orientalische Menschheit aus alten Zeiten bewahrt hat, wo die Menschen es notwendig hatten, mit niederen Seherkräften zu leben. (?)

    Aber dieses Hinuntertragen der spirituellen Impulse war es, um dessentwillen der Christus in einem menschlichen Leibe Fleisch geworden ist. Und dieses Hinuntertragen, dieses Durchimprägnieren des Fleisches mit dem Geiste, das ist das Charakteristische der Mission, die Mission überhaupt der weißen Menschheit. Die Menschen haben ihre weiße Hautfarbe aus dem Grunde, weil der Geist in der Haut dann wirkt, wenn er auf den physischen Plan heruntersteigen will. (?) unsere Aufgabe muß es sein, mit denjenigen Kulturimpulsen uns bekanntzumachen, welche die Tendenz zeigen, den Geist einzuführen ins Fleisch, den Geist einzuführen in die Alltäglichkeit. Wenn wir dies ganz erkennen, dann werden wir uns auch klar sein darüber, daß da, wo der Geist (?) in gewisser Weise zurückbleiben soll in seiner Entwickelung (?), daß da, wo er zurückbleibt, wo er einen dämonischen Charakter annimmt, das Fleisch nicht vollständig durchdringt, daß da weiße Hautfärbung nicht auftritt, weil atavistische Kräfte da sind, die den Geist nicht vollständig mit dem Fleisch in Einklang kommen lassen. (?)

    Aber ohne die heftigsten Kämpfe gehen diese Dinge in der Welt nicht ab. Die weiße Menschheit ist noch auf dem Weg, immer tiefer und tiefer den Geist in das eigene Wesen aufzunehmen. Die gelbe Menschheit ist auf dem Wege, zu konservieren jene Zeitalter, in denen der Geist ferne gehalten wird vom Leibe (?). Das aber muß dazu führen, daß der Übergang von der fünften Kulturepoche in die sechste Kulturepoche sich nicht anders abspielen kann denn als ein heftiger Kampf der weißen Menschheit mit der farbigen Menschheit auf den mannigfaltigsten Gebieten.? (GA 174b, S. 36-38 ? Hervorhebungen A.M.)

    Aber auch innerhalb der ?weißen Menschheit? namentlich Europas bildeten sich hierarchische Strukturen: dekadent (?reif und überreif geworden?) sei für die spirituelle Evolution etwa Frankreich geworden (ebd., S. 61), EngländerInnen hätten eine starke Nähe zum Materialismus ? und damit zu Ahriman (GA 157, 1981, S. 39), noch schlimmer in Amerika (?da drüben bilden sie etwas aus, was eine Art Holzpuppe der Anthroposophie ist. Es wird alles materialistisch.? ? GA 349, 1980, S. 65).

    Aus Deutschland bzw. Mitteleuropa käme dagegen das christliche Heil, wie Steiner seinen AnhängerInnen im April 1916 zitierte:

    ?1850 schreibt Xavier Schmid in einem anspruchslosen Büchelchen, in dem er für eine gemeinsame vertiefte Auffassung eines deutsch gefühlten Christentums eintreten will: ?Wie Israel auserwählt war, den Christus leiblich hervorzubringen, so ist das deutsche Volk auserwählt, denselben geistig zu gebären. (?)? Wie ist da das Erfassen des Christentums im Geiste von diesem einfach gebildeten Priester Xavier Schmid gekennzeichnet! Es lebt das, was ich charakterisiert habe, schon durchaus bis in das tiefste Volksgemüt hinein (?).? (GA 65, S. 627 ? Hervorhebungen A.M.) (…)

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/12/30/ahriman-avitchis-und-die-apokalypse-anthroposophie-als-religiose-heilslehre/

  38. #89 | waldorfblog sagt am 2. Januar 2010 um 12:03

    Ahriman, Avitchis und die Apokalypse ? Anthroposophie als religiöse Heilslehre

    (…) in jeder Ecke unserer Aura (und der ?Erdenaura?) lauern böse Widerachermächte: Ahriman, Luzifer und Asuras, die sich der Korrumpierung und Perversion des menschlichen Denkens bzw. Fühlens bzw. Willens verschrieben haben. Und nicht nur das: Sie seien eine Heerschar übersinnlicher personaler Wesenheiten, die sich gelegentlich als Menschen getarnt auf die Erde begäben (…)

    Stigmatiserung durch Konkretion

    Steiner hat diese dunklen Prophezeiungen allerdings nicht im Raum stehen gelassen, ohne dem konkrete Feindbilder und Konkretionen beizufügen. Das führte etwa zu den wohl übelsten Sätzen seiner Rassentheorie:

    ?Nur wenn man in einem nicht ganz gesunden Seelenleben befangen ist, kann einem dasjenige besonders imponieren, was als orientalische Mystik die orientalische Menschheit aus alten Zeiten bewahrt hat, wo die Menschen es notwendig hatten, mit niederen Seherkräften zu leben. (?)

    Aber dieses Hinuntertragen der spirituellen Impulse war es, um dessentwillen der Christus in einem menschlichen Leibe Fleisch geworden ist. Und dieses Hinuntertragen, dieses Durchimprägnieren des Fleisches mit dem Geiste, das ist das Charakteristische der Mission, die Mission überhaupt der weißen Menschheit. Die Menschen haben ihre weiße Hautfarbe aus dem Grunde, weil der Geist in der Haut dann wirkt, wenn er auf den physischen Plan heruntersteigen will. (?) unsere Aufgabe muß es sein, mit denjenigen Kulturimpulsen uns bekanntzumachen, welche die Tendenz zeigen, den Geist einzuführen ins Fleisch, den Geist einzuführen in die Alltäglichkeit. Wenn wir dies ganz erkennen, dann werden wir uns auch klar sein darüber, daß da, wo der Geist (?) in gewisser Weise zurückbleiben soll in seiner Entwickelung (?), daß da, wo er zurückbleibt, wo er einen dämonischen Charakter annimmt, das Fleisch nicht vollständig durchdringt, daß da weiße Hautfärbung nicht auftritt, weil atavistische Kräfte da sind, die den Geist nicht vollständig mit dem Fleisch in Einklang kommen lassen. (?)

    Aber ohne die heftigsten Kämpfe gehen diese Dinge in der Welt nicht ab. Die weiße Menschheit ist noch auf dem Weg, immer tiefer und tiefer den Geist in das eigene Wesen aufzunehmen. Die gelbe Menschheit ist auf dem Wege, zu konservieren jene Zeitalter, in denen der Geist ferne gehalten wird vom Leibe (?). Das aber muß dazu führen, daß der Übergang von der fünften Kulturepoche in die sechste Kulturepoche sich nicht anders abspielen kann denn als ein heftiger Kampf der weißen Menschheit mit der farbigen Menschheit auf den mannigfaltigsten Gebieten.? (GA 174b, S. 36-38 ? Hervorhebungen A.M.)

    Aber auch innerhalb der ?weißen Menschheit? namentlich Europas bildeten sich hierarchische Strukturen: dekadent (?reif und überreif geworden?) sei für die spirituelle Evolution etwa Frankreich geworden (ebd., S. 61), EngländerInnen hätten eine starke Nähe zum Materialismus ? und damit zu Ahriman (GA 157, 1981, S. 39), noch schlimmer in Amerika (?da drüben bilden sie etwas aus, was eine Art Holzpuppe der Anthroposophie ist. Es wird alles materialistisch.? ? GA 349, 1980, S. 65).

    Aus Deutschland bzw. Mitteleuropa käme dagegen das christliche Heil, wie Steiner seinen AnhängerInnen im April 1916 zitierte:

    ?1850 schreibt Xavier Schmid in einem anspruchslosen Büchelchen, in dem er für eine gemeinsame vertiefte Auffassung eines deutsch gefühlten Christentums eintreten will: ?Wie Israel auserwählt war, den Christus leiblich hervorzubringen, so ist das deutsche Volk auserwählt, denselben geistig zu gebären. (?)? Wie ist da das Erfassen des Christentums im Geiste von diesem einfach gebildeten Priester Xavier Schmid gekennzeichnet! Es lebt das, was ich charakterisiert habe, schon durchaus bis in das tiefste Volksgemüt hinein (?).? (GA 65, S. 627 ? Hervorhebungen A.M.) (…)

  39. #90 | Michael sagt am 2. Januar 2010 um 15:02

    Memmi:
    ?Rassismus (ist) die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll?.
    aus: Memmi: ?Rassismus?, Hamburg 1992, S. 151

  40. #91 | Ramon DJV sagt am 2. Januar 2010 um 23:19

    (…)Da alle Menschen in verschiedenen Reinkarnationen durch die verschiedenen Rassen durchgehen, so besteht, obgleich man uns entgegenhalten kann, daß der Europäer gegen die schwarze und die gelbe Rasse einen Vorsprung hat, doch keine eigentliche Benachteiligung. Hier ist die Wahrheit zwar manchmal verschleiert, aber Sie sehen, man kommt mit Hilfe der Geheimwissenschaft doch auf merkwürdige Erkenntnisse. (…) (Rudolf Steiner, Die Mission einzelner Volksseelen)

    Der Europäer hat einen Vorsprung?

  41. #92 | Hans-Florian Hoyer sagt am 3. Januar 2010 um 19:50

    Es gibt viele Arten, die Welt anzuschauen und den Sinn ihrer Entwicklung zu erklären, die beiden umfassendsten sind der Marxismus und die Anthroposophie. (Über weitere Nennungen freue ich mich)
    Die Quantenelektrodynamik kommt nicht über die “Sinn/Wesens Grenze” hinaus, die Theologie macht keine naturwissenschaftlichen Aussagen/Erklärungen.
    Weil nichts praktischer ist, als eine gute Theorie, haben die Anthroposophen geschafft, in Landwirtschaft, Medizin, Heilpädagogik, Pädagogik und Wirtschaft etwas auf die Beine zu stellen (bedauernd festgestellt in: Kursbuch 55 (Hrsg.) K.M. Michel u. H. Wieser.
    Sekten. Kursbuch/ Rotbuch Verlag, Berlin. 1979)
    Die Waldorfschulen in Slum-Gebieten sprechen nicht gerade von Rassismus.

    Die in einigen Kommentaren hier gemachten Unterstellungen werden keinen Bestand haben, ganz im Gegensatz zu dem, was täglich praktisch gearbeitet wird.

  42. #93 | Michael sagt am 4. Januar 2010 um 14:57

    na werde ich wieder freigeschaltet oder weiter zensiert??
    :-)

  43. #94 | Stefan Laurin sagt am 4. Januar 2010 um 15:10

    @Michael: Sie werden nicht zensiert – wir schalten nur keine Werbung frei. Schreiben sie was inahltliches (oder tanzen sie einen Text und schicken uns das Youtube-Video zu :-) ) und sie werden veröffentlicht.

  44. #95 | Michael Kolb sagt am 4. Januar 2010 um 15:32

    Boarch… @Stefan… Bei allem Respekt, bei aller berechtigten oder unberechtigten Kritik, wenn ich noch einmal dieses billige Klischee der Namenstänzerei lesen muss, dann muss ich schreien…
    Albern und demütigend sei Eurythmie für pubertierende Jungs, kann sein, keine Ahnung. Aber es ist für den pubertierenden Schüler einer staatlichen Regelschule mindestens genauso albern und demütigend, wenn der sich bei Karstadt Sport und Hobby Schläppchen fürs Bodenturnen oder die rythmische Sportgymnastik kaufen darf, um sich dann mit Band, Ball oder Keule zum Kasper zu machen, von gruppendynamischen Tanzexperimenten in der Mittelstufe gar nicht zu schreiben…

  45. #96 | Michael sagt am 4. Januar 2010 um 15:43

    @ Stefan Laurin

    Ach so :-)
    Ist schon klar!
    Einen Link auf die aktuelle Arbeit von Anthroposophen in der Behinderten- Arbeit empfinden sie dann als Werbung und verhindern ihn zweimal.
    Jetzt soll ich was eigenes inhaltliches senden….. :-)
    Ich hätte Ihnen gern einen Jahreskalendar!!! mit praktischer anthroposophischer Arbeit zukommen lassen, aber sie zensieren das ja lieber. Das passt auch nicht in ihr Weltbild, oder?

    Schauen Sie sich doch einmal an, wie nach meiner Meinung Journalismus auch aussehen kann.

    Ein Interview mit Otto Schily. Das ist doch alle Mal so aussagekräftig, wie die ständigen Zitate von 1800 schieß mich tot.

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Otto_Find_ich.265.0.html

  46. #97 | Michael sagt am 4. Januar 2010 um 15:51

    @ Michael Kolb

    Mathematikunterricht

    Hauptschule:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40,- Euro. Berechne den Gewinn!

    Realschule:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn ?

    Gymnasium:
    Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Feldfrüchte für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G gilt: G ist 1. Die Menge hat die Herstellungskosten (H). H ist um 10 Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie das Bild der Menge H als dieTilgungsmenge der Menge G und geben sie die Lösung (L) für die Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnsumme?

    Waldorfschule:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,- Euro. Die Erzeugerkosten betragen 40,- Euro und der Gewinn 10,- Euro.
    Aufgabe:Unterstreiche das Wort “Kartoffeln”und singe ein Lied dazu.

    Kleine Ergänzung dazu.
    Integrierte Gesamtschule 1999:
    Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,-. Die Erzeugerkosten betragen 40,-. Der Gewinn beträgt 10,-. Unterstreiche das Wort “Kartoffeln” und diskutiere mit deinen 15 Mitschülern aus anderen Kulturkreisen darüber. Waffen sind dabei nicht erlaubt.

    :-)

  47. #98 | Helmut Junge sagt am 4. Januar 2010 um 17:27

    @ Michael: Dieser (alte) Witz ist aufschlußreich. Ich könnte nämlich, wenn ich das Wort Kartoffel unterstrichen hätte, kein passendes Lied dazu singen.
    Öhh, mehr käm da nicht raus. Jedenfalls so spontan.

  48. #99 | Michael Kolb sagt am 4. Januar 2010 um 22:01

    Doof, wenn zwei Kommentatoren sich den gleichen Vornamen teilen, da kommt man leicht damit durcheinander, wer gemeint ist.

    @Helmut Junge…
    Zwar nicht spontan, aber zum Glück gibt es ja google… ;)
    http://ingeb.org/Lieder/allemens.html

  49. #100 | Helmut Junge sagt am 4. Januar 2010 um 22:36

    @Michael Kolb…

    Danke für den Tip. Hab laut lachen müssen. So macht bloggen Spaß.

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