158

Die Waldorfschulen informieren

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 8 Dezember 2009 | Von Stefan Laurin

Heute: Die Johannes-Schule Berlin. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Musikalisch ohne Waldorfschule: Mozart Foto: Wikipedia

Fünf vor Zehn. Und um Zehn soll der Eltern-Info-Abend zum Thema „Der musische, handwerkliche, künstlerische Unterricht“ an der Johannes-Schule vorbei sein. Da kann man doch mal fragen, oder?

„Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre … hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.“

Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Drei Waldorflehrerinnen suchen eine Antwort. Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Endlich antwortet nicht die Musik-, sondern die Klassenlehrerin, Heilgart B.*.:

„Mozart war eine Ausnahme. Und ich habe mit meinen Schülern ja auch nicht nur pentatonische Musik gemacht, wir haben auch mal was anderes gesungen.“

 „Wieso soll Mozart denn eine Ausnahme sein? Und wenn die Pentatonik nur eine Alternative wäre, gäbe es doch gar kein Problem. Aber Sie wissen doch genau, dass Rudolf Steiner mit seiner »Jahrsiebtelehre« vorgibt, was für das jeweilige Alter der Kinder richtig ist, und das ist laut Steiner in einem bestimmten Alter  A U S S C H L I E S S L I C H  pentatonische Musik, nichts anderes. Warum sagen Sie das den Eltern nicht?“

„Es ist mir ja selber sehr schwer gefallen, mich an die Pentatonik zu gewöhnen, aber ich habe damit bei den Kindern gute Ergebnisse erzielt …“

Während dieses kleinen Dialoges hat sich im Raum eine schwere Gewitterfront aufgebaut.

„Ihre Fragen tun hier doch gar nichts zur Sache, sind völlig uninteressant!“, donnert es.

„Ich finde die Fragen des Herrn sehr wohl interessant.“

Das kommt von dem Herrn, der vorher zu fragen gewagt hat, ob in der Waldorfschule denn „auch mit Plastik, Styropor, gearbeitet wird, beispielsweise zum Bau von Architektonischem?“

Nun antworte ich ihm: „Dies ist keine Informations- sondern eine Werbeveranstaltung der Waldorfschule. Es wird überhaupt nicht darüber aufgeklärt, dass  A L L E S , was in der Waldorfschule passiert, auf der Anthroposophie Rudolf Steiners beruht. Sie haben vorhin gefragt, ob denn auch Plastik benutzt wird. Natürlich kann mal jemand aus der Reihe tanzen, aber das ist nicht vorgesehen. Was hier vorgeführt wurde, z.B. die Herstellung eines Holzkochlöffels im Werkunterricht, ist ganz fest von Steiner vorgegeben.“

Einundzwanzig … weiter komme ich nicht, der Blitz ist ganz in der Nähe: „Jeder der hier ist, weiss doch, dass dies eine anthroposophische Schule ist, das kann man doch ganz schnell im Internet nachschauen!“

Ich denke: „Was du wohl im Internet gefunden hast … ist doch alles fest in Anthroposophen-Hand, z.B. wikipedia, eine einzige anthroposophische Manipulation“ und sage:

„Ja, aber was bedeutet »Anthroposophie«? Das wird doch überhaupt nicht deutlich. Ist erklärt worden, welche Bedeutung Steiners »Jahrsiebtelehre« für den Unterricht hat?“

„Das hier ist ja nicht die erste Informationsveranstaltung, wenn Sie auf der anderen gewesen wären, dann wüssten Sie, worum es geht.“

„Ich  W A R  beim ersten Info-Abend der Johannes-Schule.“ Soll mal reichen, ich sage nicht „Was Gunhild A. hier letztes Mal »für das Kollegium« gebracht hat, war die reine Volksverdummung.“

„Wenn es Ihnen nicht gefällt, dann können Sie ja gehen, was wollen Sie hier überhaupt?“

„Ich will wissen, wie über die Waldorfschule informiert wird, will einen Artikel darüber schreiben.“

„Ach, dann sind Sie gar kein Vater?!!!“

Der Rest geht im Sturm unter. Ein Waldorfschüler neben mir stellt mir eine Frage. Ich mache „Pssst!“, man will ja nicht unhöflich sein. Und auch nicht riskieren, dass die Waldorf-Anhänger vielleicht doch noch zur Lynch-Justiz greifen. Und gehe.

Ich warte vor der Schule. Der Tabubrecher – „Plastik“ – spricht mich an. Der Herr hatte sogar eine noch weit heiklere Frage gestellt: „Welche Rolle spielen denn die modernen Medien in der Waldorfschule?“ War er nur naiv? „Medien“ – das Fernsehen – sind verboten, sind sie doch des Ahrimans – „Ahriman“: Teufel auf anthroposphisch –, das weiß man doch, wenn man an die Waldorfschule glaubt.

„Die Reaktion war sehr aussagekräftig …“

„Ja“, stimme ich zu. „Sie waren der Einzige, der gute Fragen gestellt hat. Schon unheimlich, wie gross die Zustimmung war …“ Dann versuche ich, auf die Schnelle die größten Lügen anzusprechen:

„Wenn es immer wieder hieß, »Wie neueste Ergebnisse der Hirnforschung bestätigen«, dann ist das totaler Quatsch. Rudolf Steiners esoterische »Menschenkunde«, auf der die ganze Waldorfpädagogik basiert, hat nichts, aber auch rein gar nichts, mit moderner Erziehungswissenschaft geschweige denn mit Hirnforschung zu tun …“

Ich glaube, dieser Herr – wenn er denn ein Vater war – meldet sein Kind nicht an der Johannes-Schule an. Aber vielleicht möchte jemand anders sein Glück versuchen? Die nächste Informationsveranstaltung ist am 20.1.2010, 20 Uhr: „Einführung in die Waldorfpädagogik IV – Der Sprachunterricht an der Johannes-Schule Berlin“

Infos bei: Johannes-Schule Berlin, Bundesallee 35, 10717 Berlin, Telefon 030 – 288 33 7 88,

Zum Autor: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.

Glossar
Glossar

(in der Reihenfolge des Auftauchens der Begriffe):

Mozart: Inbegriff des Wunderkindes: Schon im „Kindergarten-Alter“ komponiert Mozart und gibt Konzerte. Hätte er einen Waldorfkindergarten besucht, hätte er nur diese Musik kennengelernt:

Pentatonik: Als Pentatonik (gr. πεντα- penta- „Fünf-“) oder Fünftonmusik bezeichnet man in der Musik Tonleitern, die aus fünf verschiedenen Tönen bestehen und meist keine Halbton-Schritte enthalten, sowie die dazugehörigen Tonsysteme.

Auch für die Pentatonik gilt, was der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange ganz allgemein zur Waldorfpädagogik sagt, „Erziehung zur Anthroposophie“, Seite 86: „In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner, öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.“

Was mit der „eigenwilligen“ Pentatonik in der Waldorfpädagogik gemeint ist, ist die Frage: „Wollt ihr die totale Harmonie?“ Oder anders gefragt: „Wollt ihr euer Leben in einem Schlaf-ähnlichen Zustand zubringen?“ Nur werden die Kinder das nicht gefragt. Weil, wie die Musiklehrerin und Eurythmistin auf dem Informationsabend der Johannes-Schule ausführte, es „menschenkundlich“ (d.h. laut Steiner) so ist, „dass sich Kinder erst ab dem 9ten Lebensjahr öffnen, das Herz vorher noch eine Blüte ist“, sprich: den Kindern vorher wesentliche seelische und emotionale Fähigkeiten fehlen, womit wir hier wären:

„Jahrsiebtelehre“:
Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der „Temperamentenlehre“ der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen „Menschenkunde“ Rudolf Steiners.

In der Waldorfpädagogik ist eine viergliedrige Unterteilung in „Jahrsiebte“ üblich:

– von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt

– von 8–14 Jahre der Ätherleib

– von 15–21 Jahre der Astralleib

– vom 21 Lebensjahr an wird das „Ich“ ausgebildet, erst dann ist der Mensch ein Mensch, vollwertig.

Das Ergebnis ist ein „Mensch“, der nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt ist. So hölzern und unpädagogisch Steiners Entwicklunglehre daherkommt, so wenig zutreffend ist dafür das beliebte Schlagwort „ganzheitlich“.

Für die Unterrichtspraxis bedeutet die Jahrsiebtelehre, dass der Waldorflehrer nur die Fähigkeiten ansprechen darf, die der Schüler laut Steiner seinem Alter entsprechend auch schon besitzt. Beispiel: Ein Schüler der 1sten bis 8ten Klasse, – der Klassenlehrerzeit, sie ist identisch mit dem 2ten Jahrsiebt –, verfügt noch nicht über einen voll ausgebildeten „Astralleib“ oder gar ein „Ich“. Was soll der Lehrer mit einem so unvollständigen Schüler anfangen? Richtig, er gibt „Frontalunterricht“. Und zwar in seiner extremsten Form: Der Schüler soll nachahmen, nachahmen, nachahmen …

Hören wir zu den Jahrsiebten noch den Anthroposophen Prof. Dr. Wolfgang Schad, der im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ als eine „Kapazität der Waldorfpädagogik“ vorgestellt wurde. In „Der Umschwung in der Reifezeit – Lebensprozesse und Seelengeburt“ erklärt Schad, Zitat:

„Es sei eine unendliche Hilfe für die ganze Biographie, wenn dem Kinde und dem Jugendlichen dieser Sieben-Jahre-Rhythmus durch die Pädagogik vermittelt werde. – Er ist also nicht fertig mitgegeben und so diagnostisches Resultat, sondern er ist THERAPEUTISCHE AUFGABE [sic! hervorgehoben auch im Original]. Durch die Abweichungen vom Sieben-Jahre-Rhythmus zeigt das Kind seine karmische Individualisierung. Aber wenn durch Mithilfe der erziehenden Erwachsenen der Anschluß an diesen Sieben-Jahre-Rhythmus wiedergefunden wird, dann kann das individuelle Schicksal wieder mit dem in Beziehung treten, was alle Menschen miteinander verbindet: mit dem Menschheitlichen. Das ist tief karmisch wirkendes Therapeutisches. Diesen Sieben-Jahre-Rhythmus gäbe es nur dann für jeden Menschen in der menschlichen Ordnung, wenn die Widersachermächte Luzifer und Ahriman in die Menschheitsevolution nicht eingegriffen hätten. Führen wir die uns Anvertrauten zum Sieben-Jahre-Rhythmus zurück, so helfen wir ihnen bei der Bewältigung der Gegenmächte gegen alles Menschliche.“

Mit anderen Worten: dem Wolferl (Mozart) hätte die Waldorfpädagogik schon noch die Flauseln ausgetrieben.

„Holzkochlöffel“: Alles in der Waldorfschule wird von Rudolf Steiner vorgegeben, so auch die Aufgabe „Holzkochlöffel“ für den Werkunterricht der 6ten Klasse. Ausgehend von einem rohen Holzklotz wird der Kochlöffel geschnitzt. Daran soll insbesondere das Scheitern gelernt werden: Diese Aufgabenstellung verzeiht keine Fehler.

Ich möchte hier nicht auf den „menschenkundlichen“ Hintergrund eingehen (Glück gehabt, Liebe Leser!), sondern mich an der Praxis orientieren. Frage: Welcher Sechstklässler kann trotz eines Verbotes der modernen Medien in der Waldorfschule noch nicht bei google „Holzkochlöffel“ eingeben? Richtig, die meisten werden es wohl können. Und was finden sie da? „Holzkochlöffel, 34 Cent“. Könnte es sein, dass sich da der ein oder andere fragt, was er 4 Wochen lang getan hat?

„Aber das ist doch ein Unikat, das ist doch ganz was anderes!“

Siehe den Friedhof der Kuscheltiere, Pardon, Friedhof der Schaukelpferde, in der Rudolf Steiner Schule Berlin Dahlem: Der Werklehrer, Herr B., zeigte mir seinen Keller: Dutzende von den Schülern aufgegebene Schaukelpferde … alles Unikate, mühsam von den Schülern gebaut.

Weiterführende Artikel der Ruhrbarone:

 „Wie gut sind Waldorfschulen?“
Erfahrungsbericht einer Mutter

 „Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.“
Eine ehemalige Waldorflehrerin blickt zurück.

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“
Interview mit Andreas Lichte

*Namen geändert



158 Kommentare und 10 Ping(s) zu »Die Waldorfschulen informieren«

  1. #151 | Hans-Florian Hoyer sagt am 3. Februar 2010 um 00:05

    @solaris
    “sie geben sich als sehr sozial,du findest aber weder ausländer noch sozial schwache bei ihnen auf ihren so sozialen schulen.”

    Das ist ein ziemlich einseitiges Urteil, das sich nicht mit der Wirklichkeit deckt.
    a) der Ursprung war für Arbeiterkinder der Waldorf Astoria Fabrik.
    b) ich bin kein Waldorfschüler, kenne aber mindestens eine persönlich und kann die elitäre Geldgeilheit nicht bestätigen.
    c) Es gibt WS in der ganzen Welt und gerade in sozialen Brennpunkten. Beispiel WS Nairobi, dort habe ich ein Patenkind. In Südafrika, in Brasilien Favela, in Sibirien überall kümmern sich die Heuchler um sozial Schwache.

    Wachen Sie auf für die Realität ….
    und tschüss

  2. #152 | Andreas Lichte sagt am 9. Februar 2010 um 13:06

    @ Hans-Florian Hoyer

    “Wachen Sie auf für die Realität …”:

    “Rudolf Steiners Rassenlehre – Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht

    von Ansgar Martins [Waldorfschüler]

    (…) Statt Aufarbeitung und sachlicher Distanzierung von Steiners rassistischem Unfug geht es den Autoren [Lorenzo Ravagli und Hans-Jürgen Bader] und dem Herausgeber „Bund der Freien Waldorfschulen“ nur um Abwehr und Apologie (…).”

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/

  3. #153 | Andreas Lichte sagt am 19. April 2010 um 09:49

    Hier ein Bericht über eine andere (Des-) Informationsveranstaltung der Waldorfschulen:

    “Wochenend-Ausflug ins Waldorf-Märchenland”

    http://blog.gwup.net/2010/04/18/wochenend-ausflug-ins-waldorf-marchenland/

  4. #154 | Andreas Lichte sagt am 7. Mai 2010 um 16:30

    Am 5.5.2010 lud das “Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt” zum 17. Facharbeitsgespräch “So genannte Sekten und Psychogruppen” ein.

    Thema: die Waldorfschule

    Die Freie Waldorfschule Magdeburg stellte sich selber dar: die totale Desinformation.

    Die Waldorfschule hatte auch noch den hardcore-Anthroposophen Friedhelm Garbe, Leiter des “Fernstudium Waldorfpädagogik”, für einen Vortrag engagiert. Garbe hielt eine monumentale Laudatio auf Rudolf Steiner, Stichworte:

    Steiner kam aus den Naturwissenschaften

    war dann bedeutender Philosoph

    hat das “Standardwerk” “Philosophie der Freiheit” geschrieben

    Steiner hat wegbereitende Leistungen auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Medizin vollbracht

    und war natürlich der GRÖSSTE Innovator der Pädagogik, den es je gab …

    .

    … aber in der Waldorfschule spielt Steiner nach Aussage von Garbe keine Rolle …

    .

    Meine Frage, die gut ankam, vom Publikum aufgegriffen wurde:

    “Wenn Steiner DAS Universalgenie ist, warum spielt er dann in der Waldorfschule gar keine Rolle?”

  5. #155 | Drei Gründe für die Waldorfschule « Aufklärung 2.0 sagt am 20. Mai 2010 um 21:52

    [...] iii Ruhrbarone: „Die Waldorfschulen informieren“ – Ein Eltern-Info-Abend an der Waldorfschule [...]

  6. #156 | Andreas Lichte sagt am 3. Juni 2010 um 15:19

    “Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

    These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

    These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

    These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern. (…)”

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

  7. #157 | Waldorf und die Spielverderber « Aufklärung 2.0 sagt am 2. August 2010 um 15:15

    [...] „Die Waldorfschulen informieren“ [...]

  8. #158 | Waldorfschule: Lehrer gesucht! | Ruhrbarone sagt am 15. August 2010 um 17:20

    [...] „Die Waldorfschulen informieren“ [...]

  9. #159 | Andreas Lichte sagt am 26. September 2010 um 10:07

    Das Dossier zur Waldorfschule und zur “Ausbildung” von Waldorflehrern am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_dossiers/waldorfschule_anthroposophie/

    “Waldorfschule & Anthroposophie”

    Markus Beauchamp, Nicole Glocke, Andreas Lichte: “Rudolf Steiner in Berlin”
    Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte über den Begründer der Waldorf-Pädagogik.
    Novo88 (5-6 2007), S. 56, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

    Nicole Glocke: “Inkarnieren zum Klavier”
    Nicole Glocke über ihre Erfahrungen am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin.
    Novo88 (5-6 2007), S. 57-59, http://www.novo-magazin.de/88/novo8857.htm

    Andreas Lichte: “Die Welt in meinen Füßen”
    Andreas Lichte über die Seriosität von Waldorfschulen.
    Novo82 (5-6 2006), S. 16-18, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm

    Andreas Lichte: “Vom zweifelhaften Erfolg der Waldorf-Pädagogik”
    Andreas Lichte über esoterische Anthropologie und deren Unvereinbarkeit mit aufklärerischer Bildung.
    Novo 73/74 (11 2004-02 2005), S. 22-24, http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

    Andreas Lichte: “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
    Erlebnisbericht eines Hospitanten, der das Weite suchte.
    Novo71 (7-8 2004), S. 38-43, http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  10. #162 | 150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ sagt am 1. Mai 2011 um 21:53

    “150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist. (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  11. #163 | Andreas Lichte sagt am 1. Mai 2011 um 23:01

    Als Beispiel dafür, wie Anthroposophen Rudolf Steiners Rassismus leugnen, hier ein Kommentar aus einer längeren, aufschlussreichen Diskussion:

    http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/comment-page-4/#comment-84610

    #171 | Andreas Lichte sagt am 30. April 2011 um 18:05

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: “Aus dem Vortrag ist für mich weder Rassismus noch psychische Erkrankung ablesbar.”

    Das muss wohl daran liegen, dass Sie Ihr Leben Rudolf Steiner verschrieben haben – Anthroposoph sind –, und gleichzeitig von Rudolf Steiner leben – eine sehr PRAKTISCHE Kombination.

    Das Deutschlandradio Kultur zitierte aus diesem Vortrag Steiners – als EINDEUTIGEN Beleg für Rudolf Steiners Rassismus – Zitat:

    …………………………………………….

    “Tatsächlich hat sich Rudolf Steiner rassistisch geäußert. Zum Beispiel in seinem Vortrag “Vom Lebens des Menschen und der Erde”, den Steiner 1923 in Dornach gehalten hat.

    Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
    [Quelle: http://bit.ly/gO06Yu”

    …………………………………………….

    Ändern wird sich an Hans-Florian Hoyers Weltsicht natürlich nichts:

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen? Unmöglich.

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa einen neuen Hellseher suchen? Unmöglich. Es kann doch nur einen geben: Rudolf Steiner!

  12. #164 | “Waldorfianer” eine Sekte sagt am 20. Juni 2011 um 10:54

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können. (…)”

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    derStandard.at, LISA AIGNER, 05. Juni 2011, “Mit Schlingenmalen zum Schreiben finden”

  13. #165 | Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“ sagt am 18. Juli 2011 um 09:17

    “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: Waldorfschulen wollen nicht im allgemein üblichen Sinne „individualisieren“, d.h. die je einzigartige Persönlichkeit eines Kindes achten. Vielmehr werden entsprechend den Waldorflehren die Kinder unterschiedlichen Charaktertypen, Entwicklungsstufen, Seeleneigenschaften usw. zugeordnet, denen sich dann die jeweilige pädagogische Behandlung unterordnen soll. Gehörst du zum Typ A, richtet sich die Behandlung nach Verfahren B usw. Man kann das recht gut kennenlernen, wenn man sich ansieht, wie Rudolf Steiner selbst in seinen Lehrerkonferenzen Einzelfälle analysierte. Es ging ihm nicht um konkrete Individuen, sondern darum, jedes Kind in eine anthroposophische Kategorie zu pressen. (…)“

    das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  14. #166 | Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte | Ruhrbarone sagt am 19. August 2011 um 06:36

    [...] „Die Waldorfschulen informieren“ – u.a. über die praktischen Auswirkungen der „Jahrsiebtelehre“ in der Waldorfschule [...]

  15. #167 | Andreas Lichte sagt am 22. August 2011 um 10:43

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  16. #168 | Andreas Lichte sagt am 20. Januar 2012 um 14:12

    “Die Sekte und die Schule – Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann im Interview über die Waldorfschule

    Ende Dezember 2011 gibt es in Deutschland 227 Waldorfschulen. Betrieben werden sie von der „Anthroposophie als Ersatzreligion des Bildungsbürgertums“, so „Die Zeit“. Bis heute ist Rudolf Steiner (1861–1925), Begründer der Religion Anthroposophie, unangefochtener Guru der Waldorfschulen. Das erstaunt doch sehr:

    – Rudolf Steiner ist selbsternannter Hellseher, behauptete, in der „Akasha-Chronik“, einem „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können.

    – Rudolf Steiner ist Rassist, sein Programm in Kürze, Zitat Steiner: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“

    – Rudolf Steiner hatte keinerlei pädagogische Ausbildung, Kurt Tucholsky schreibt: „Man sagt, Herr Steiner sei Autodidakt. Als man dem sehr witzigen Professor Bonhoeffer in Berlin das einmal von einem Kollegen berichtete, sagte er: »Dann hat er einen sehr schlechten Lehrer gehabt –!«“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie: (…)

    (…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)”

    weiter zum vollständigen Interview mit Prof. Hopmann: http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

Hinterlasse eine Antwort

Du hast die Kommentare zu diesem Beitrag abbonniert.

XHTML: Diese Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>