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Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt

Vergessen Sie Benedetto, vergessen Sie Luther, vergessen Sie Gandhi, Buddha und den Rest. Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt – das versichern wir Ihnen; wir haben es erlebt. Am Gründonnerstag im Königreichssaal in Dortmund Hombruch beim Abendmahl des Herrn. Ein Erlebnisbericht von Herrn Schlange und Herrn Joswig.

Zur Vorgeschichte:

Zum wichtigsten Fest des Jahres, dem Tode unseres Heilands, sollten die Menschen sich ihrer Wurzeln besinnen. Nur durch das Opfer Jesu haben wir das göttliche Geschenk empfangen, uns von der Erbschuld, dem Sündenfall im Paradies, reinwaschen zu können.

Verständlich, dass in den Wochen vor dem Osterfest die Zeugen Jehovas armen Sündern ihre Hand reichen und Einladungen an Haustüren, Straßenecken und Billardtischen verteilen.

Herr Schlange fand die Option auf Erlösung am Dortmunder Hauptbahnhof – auf den ersten Treppenstufen zur Innenstadt. Seine schlafverklebten Augen erblickten in der Morgensonne zwei zierliche Beine, die unter einem knielangen Rock hervorlugten. Sein Blick blieb hängen, wanderte hoch, und ein zartes Mädchenlächeln strahlte ihn an wie ein Stern am aufklarenden Nachthimmel. Eines kam zum anderen: der Frühling, die Röcke, Müdigkeit, Testosteron und Vogelgezwitscher. Herr Schlange lächelte zurück und das zarte Geschöpf mit ihrem verführerischen Rock streckte ihm einen Zettel entgegen.

„Darf ich dir eine Einladung geben?“

„Sicher.“

Dass diese unschuldige Schönheit eine Zeugin Jehovas war, begriff er erst, als er die letzten Stufen zum Paradies erreicht hatte. Auf dem Plateau standen sieben schöne Menschen in Maßanzügen und Businesskleidchen – aufgestellt wie Spinnen im Netz an jedem Eingang und Winkel. Zielsicher sprachen sie Fußgänger an – Weiblein zu Männlein, Männlein zu Weiblein. Sex sells – das schien selbst in Jehovas Reich angekommen, und Schlange war an den klebrigen Fäden aus Hoffnung, Begierde und Gratis-Broschüren hängen geblieben.

Er steckte an einem Informationsstand den aktuellen Wachturm in die Tasche und zog weiter in die Redaktion.

Siebzehneinhalb Zigaretten später kam ihm die Eingebung. Es war abends, er saß Zuhaus und hörte Musik. Sexuelle Unmoral, Trunkenheit, Lügen, Habgier, unanständiges Reden, Missbrauch von Blut (in Form von Blutwurst), Genuss von Tabak „und so genannten Freizeitdrogen“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 122) – sieben von 14 Todsünden der Zeugen erfüllt. Es war Zeit für eine Waschung.

Herr Schlange goss sich ein neues Glas Glas Whisky ein, griff zum Telefon und rief Herrn Joswig an. Dessen erster Kommentar zur Aussicht auf Vergebung aller Sünden: „Geile Scheiße.“ (unanständiges Reden)

Joswig kicherte, und beide steckten sich eine Kippe an. Damit war es besiegelt. Touri-Fahrt zum Abendmahl. Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle schlagen Haken ins Paradies.

Gründonnerstag, die Anfahrt ins Himmelreich

Kurz nach 19 Uhr, Treffpunkt Redaktionsräume: Herr Joswig betritt das Großraumbüro gewappnet, um Gott auf eine neue Partie Mensch ärgere Dich nicht zu fordern – dunkle Stoffhose, blauer Pullunder, weißes Poloshirt und ein Scheitel, der jeder Brisk-Werbung geschmeichelt hätte.

Hinter zwei Flachbildschirmen entdeckt er Herrn Schlange. Ebenfalls gläubig gestylt: weißes Hemd, schwarzer Cord-Anzug, Rasur, nettes Lächeln. Joswig ist beruhigt. Wenn man Erlösung versprochen bekommt, sollte man sich auch in Schale werfen.

„Durch regelmäßige persönliche, aber unaufdringliche Besuche wollen wir erreichen, dass Medienvertreter erkennen, dass … wir keine grauen Mäuse sind, sondern durch schickliche Freizeitkleidung uns so geben, wie wir wirklich sind: nett, adrett und weltoffen (…); wir wie ‚Heintje’ sind – die netten Jungs und Mädels von nebenan.“ (Wachturm 15. Aug. 2000 S. 4)

Nach einer halben Stunde der Aufbruch. Vom Hauptbahnhof bis Hombruch per Auto gut zwanzig Minuten. Angespannte Heiterkeit erfüllt Joswigs Bulli. Erste Bedenken keimen auf.

Mit straff organisierten Drückerkolonnen lege man sich da an, hartnäckig und überzeugend. 20 Stunden macht ein Zeuge pro Woche auf Klingelmännchen. Jede Energiereserve wird der Verkündung der Wahrheit geopfert. Einmal in die Organisation gerutscht werden die sozialen Kontakte auf die eigenen Reihen beschränkt, der Ausstieg so immer weiter verbaut. Die Zeugen Jehovas werden Sinn, Zweck und Inhalt deines Lebens.

Ein Zigarettenstummel nach dem anderen landet im Aschenbecher oder auf dem vorbei ziehenden Asphalt. (Genuss von Tabak)

„Hilf den Brüdern zu erkennen, dass die Beteiligung am Verkündigen der guten Botschaft eine heilige Pflicht ist, ein Erfordernis, von dem unser Leben abhängt…“ („Gebt acht auf Euch selbst und auf die ganze Herde“ – Lehrbuch für die Königreichsdienstschule, Wachturmgesellschaft: 1991, S. 35)

Sie sind fast da. Schlange bekommt feuchte Hände, Joswig trommelt auf dem Lenkrad. An diesem Abend geht es um Leben und Tod, oder um 23 Besuche der „Verkünder“ vor der Haustür. Missionierung ist die Existenz eines jeden „Auserwählten“. Und die zwei verlotterten Tausendsassa sind auf direkten Wege in die Kommandozentrale der religiösen Staubsaugervertreter.

Ihr einziges Schutzschild gegen die ambitionierten Glaubensjünger: eine ausgefeilte Geschichte und zwei neue Identitäten (Lüge): Martin Glotz (Herr Schlange), trockener Alki, sucht Halt im Leben. Als ihm die süße Maus am Bahnhof wie ein Engel vom Himmel herab erschienen war und ihn zur Feier einlud, erfüllte ihn Hoffnung. Er ist auf der Suche. Als getretenener Hund natürlich auch vorsichtig. Deswegen die Begleitung durch seinen guten Freund Marcel Natas (Herr Joswig).

Aus anschwellender Paranoia wird ihr Wagen 750 Meter entfernt vom Königreichssaal geparkt. Die Zeugen dürfen niemals ihr Kennzeichen erfahren oder Flugblätter hinter die Scheibenwischer klemmen. Als sich die Wagentüren öffnen, steigen schwere Rauchschwaden in den milden Abendhimmel. Joswig hustet und steckt sich die nächste Kippe an, Schlange zieht nach. Dann Contenance, Jackett zuknöpfen, Ruhe finden – kein Lachen während der Zeremonie und kein Käsedipp zu den Oblaten.

An der Behringstraße 9, dem Hort der Königsreichskinder, steht ein massiger Typ, hellgrauer Anzug, gelbe Krawatte, Axel Schulz in zwanzig Jahren – nur besser gekleidet. Er entdeckt die zwei verunsicherten Gestalten an der Straßeneinfahrt, nimmt Blickkontakt auf. Die Schlinge zieht zu.

Kein Entrinnen, nur noch Hoffnung auf Erlösung.

Schlange und Joswig tapern wie eingeschüchterte Köter zum himmlischen Tor.

„Satan behauptete interessanterweise: Alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S.120; Hiob 2:4)

Das Abendmahl des Herrn, dem Himmel so nah

Durch die Milchglastüren zum Königsreichssaal klingen gedämpft Gebete.

Joswig zu dem Türsteher mit der gelben Krawatte: „Oh, schon angefangen. Dürfen wir überhaupt noch rein?“

„Selbstverständlich“, antwortet er mit sonorer Stimme und schiebt die zwei Sünder sanft ins Königreich.

Am Kopfe des Saales steht am Rednerpult ein Bruder mit Halbmond-Brille und feinen Gesichtszügen und erklärt in einleuchtender Klarheit, dass Wir alle Sünder sind und sich niemand davon selbst befreien kann. Der vollkommene Mensch ist nur eine Illusion der Werbeindustrie, niemand ist rein und perfekt. Der einzige Ausweg der Menschheit: Jehova. Logisch.

Schlange und Joswig schauen sich um. Auf den Stühlen, die den kleinen Saal füllen, sitzen rund 70 Personen jeglichen Alters und lauschen den Worten, die von vorn auf sie eindringen. Die Luft ist rein und sündenfrei.

Auf der rechten Seite sind die ersten beiden Stuhlreihen in vorderster Front unbesetzt. Offensichtlich die Besucherplätze. Die verirrten Himmelhunde schlurfen mit gesenktem Haupt über den beigefarbenen Teppichboden – vorbei an Drei-Generationen-Familien in perfekt sitzenden Anzügen und Kostümchen.

Die Präsenz der Zeugen schüchtert ein und beeindruckt zugleich. Eine junge Generation von Alpha-Menschen wächst hier heran. Athletische Körper, selbstbewusste Blicke, makellose Gesichter. Frauen in genetischer Schönheit und durchtrainierte Männchen, denen man unterwürfig die Kehle präsentieren will. Vielleicht ist ein Leben nach Gottes Wille doch förderlich für die Gesundheit von Körper und Geist.

Die zwei Ungläubigen umgibt eine Dunstwolke, als hätten sie in Aschenbechern gebadet. Im Antlitz der Designerstoffe wirkt Schlanges Cord-Jackett, das zerknitterte Hemd (beides H&M) und die ausgewaschene Cord-Hose (C&A) erbärmlich, Joswigs Pullunder gar indiskutabel. Obwohl die zwei auf alles vorbereitet schienen, kamen sie sich selten so deplaziert vor, zwei Hippies spielen auf dem Golfplatz Hacky-Sack.

Als sie sich setzen, steht an der gegenüberliegenden Seite ein dunkelhaariger Bursche mit breiten Schultern und kräftigen Oberschenkeln auf und verschwindet im Hinterzimmer. Wenig später kehrt er auf seinen Platz zurück, und ein freundlicher Teddybär setzt sich mit einem väterlichen Lächeln neben die beiden. Bei jeder Bibelstelle schlägt er die geheiligte Schrift auf, zeigt auf die richtige Stelle und hält das Buch der Weisheit in der ausgestreckten Hand den Unwissenden rüber, damit sie lesen können.

„Als Du zum ersten Mal gehört hast, was die Bibel wirklich lehrt, hat da dein Herz vor Freude, Begeisterung und Liebe zu Gott auch Feuer gefangen?“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 188)

Die weisen Worte hallen durch den Saal. Das Ende allen Lebens steht kurz bevor, die endzeitliche Entscheidungsschlacht im Krieg des Allmächtigen, das biblische Armageddon, bei den Zeugen das Harmagedon, bei den beiden Wölfen im Schafspelz in der ersten Reihe das unvermeidliche Karmageddon.

„Harmagedon nicht auf die leichte Schulter nehmen – Die Frage ist, auf welcher Seite jeder Einzelne in diesem entscheidenden Konflikt letztlich steht.“ (Wachturm 1. April 2008)

Nur 144 000 geistgesalbte Wesen gesammelt seit Anbeginn der Zeit wird ein Leben im Himmel gewährt. Bedingung u.a.: ein jungfräulicher Abgang. Joswig und Schlange senken ihre Häupter zu Boden. „Drecksscheiße“, hämmert es in ihren Köpfen. „Das kam zwei Jahrzehnte zu spät.“

„Wer flucht, missachtet den Schöpfer der Sprache. Angenommen, du hast einem Freund ein Hemd geschenkt oder einer Freundin eine Bluse. Was würdest Du denken, wenn er oder sie dein Geschenk als Fußabtreter missbrauchen würde? Was denkt wohl unser Schöpfer, wenn wir sein Geschenk – die Sprache – missbrauchen?“ (WTG März 2008, S.20)

Den besten Zeugen gehört der Himmel, den Rest (laut Wachturmgesellschaft leben derzeit 6,5 Millionen Zeugen Jehova auf der Welt) erwartet ewiges Leben auf Erden in der Kolchose der Glückseligkeit, den übrigen Rest (rund 6,75 Milliarden) der endgültige Tod.

Das Abendmahl: Der einzige religiöse Feiertag der Zeugen Jehovas ist das Abendmahl des Herrn, das auch Gedächtnismahl oder Feier zum Gedenken an den Tod Christi genannt wird. Dieses Fest wird einmal jährlich am 14. Nisan, dem Tag des alt-jüdischen Passahs, nach Sonnenuntergang gefeiert. Während der Feier wird eine Ansprache gehalten. Anschließend werden die Symbole, ungesäuertes Brot und Rotwein, herum gereicht. Nur eine Minderheit mit himmlischer Hoffnung (144 000) nimmt von den Symbolen. Die anderen geben sie weiter, ohne davon zu nehmen. (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 206)

Der Höhepunkt des Abends: Die Symbole werden gereicht. Das stattliche Alpha-Männchen mit den kräftigen Oberschenkeln und ein nicht minder attraktiver Bruder Ende zwanzig stehen auf und reichen den ersten Reihen Schüsseln mit trockenem Brot. Richtige Heintjes hatten sich die zwei Sünder anders vorgestellt.

Schlange beobachtet Joswig, wie er nervös auf das Brot stiert, nach der Schüssel greift und sie schnell weiter reicht. Bei dem bauchigen Rotweinglas, in dem verführerisch der Traubensaft schwenkt, denkt er länger über eine Kostprobe nach. Als er das Glas schließlich aus der Hand gibt, atmet Schlange durch. Die Weinrebe der Erkenntnis hätte ihnen fast ihren Platz im Paradies gekostet. Geschafft. Nichts gegessen, nichts getrunken. Eine ziemliche scheiß Party so ein Abendmahl.

Nach fünf Minuten hinkt ein älterer Herr zum Gabentisch und stellt Brot und Wein zurück. Kein Krumen wurde angerührt, kein Schluck genippt. In Hombruch gibt es keine Auserwählten – und keine Jungfrauen.

Auszug aus dem Paradies

Zum Abschluss wird noch ein Liedchen geträllert, die zwei Himmelhunde bekommen ein eigenes Gesangsbuch. Die Gemeinde hat sie aufgenommen.

Nach einer Stunde und fünfzehn Minuten löst sich das Fest der Feste. Die Kinder dürfen wieder rumtollen, es wird gelacht und geredet. Joswig beobachtet, wie die zwei jungen Vorzeige-Zeugen nach vorn gehen und die Weingläser abwischen. Er entspannt sich wieder. Er würde bei den Zeugen keine Fingerabdrücke hinterlassen.

Schließlich beugt sich der hilfsbereite Teddy rüber und fragt die beiden Sünder zu seiner Rechten, wie es ihnen gefallen habe.

Joswig von der Last der Paranoia befreit reagiert als Erster: „n bisschen viel auf einmal.“

Schlange schweigt betreten und reibt sich die Handknöchel. Irgendwann stammelt er mit belegter Stimme: „Es ging ziemlich an die Substanz. Kann ich mich denn auch – unabhängig von der Erbsünde – von all den Sünden befreien, die ich im Leben begangen habe?“ (Sexuelle Unmoral, Trunkenheit, Lügen, Habgier, unanständiges Reden, Missbrauch von Blut (Grützwurst und Blutwurst), Genuss von Tabak „und sogenannten Freizeitdrogen“)

Der Teddy: „Jesus hat sein Leben als Lösegeld für unsere Sünden gegeben.“

Joswig immer unbeschwerter: „Also quasi als zweite Chance.“

Der Teddy: „Ähm, quasi. Kein Mensch ist frei von Sünde, müsst ihr wissen. Niemand kommt als vollkommener Mensch auf die Welt.“

Ein wohliges Gefühl macht sich breit. Es scheint nicht alles für die zwei Sünder verloren. Immer mehr Zeugen scharren sich um die beiden, lächeln sie an, reichen ihre Hände, stellen sich vor. Wie eine himmlische Familie. Kleine Kinder werden von ihren Müttern geschickt, die verirrten Lämmer zu begrüßen. Auch die Frau des Teddys gesellt sich zu den ärmlichen Gestalten, eine adrette Mittfünzigerin mit eingeschnittenem Rock und straffen Waden (Schlanges Blick blieb an ihrem Oberschenkel hängen, als ein kleiner Junge sich an ihr vorbei zwängte und ihr rosiges Fleisch bis weit übers Knie freilegte, (Sexuelle Unmoral)).

Sie zieht ihre Tochter an die Seite, damit sie sich ebenfalls vorstellen kann. Den Sündern bleibt der Mund offen. Eine göttliche Blondine im strengen Rock, hauteng, der ihr knapp übers Knie reicht, dünne Nylons und schwarze Stilettos. Eine Frau zum Schänden und Niederknien (Sexuelle Unmoral). Zwei Sünder ein Gedanke – so schön könnte das Paradies sein.

Nachdem sie ein kleines Büchlein (Was lehrt die Bibel wirklich?) zugesteckt und jede erdenkliche Hilfe zugesichert bekommen haben, und ihnen der sympathische Teddy diskret und zurückhaltend eine Nummer für mögliche Bibelbesprechungen gereicht hat, werden die zwei aus dem himmlischen Reich geführt. Die Ferien auf der Paradiesinsel sind vorüber.

Sie schreiten vorbei an bezaubernden Frauen in provokanter Strenge (Sexuelle Unmoral), an Männern, die hinter ihren Rücken die Sonne verdunkeln könnten, Lächeln werden ihnen entgegen gebracht, Hände gereicht – Herzlichkeit wie Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem am Palmsonntag.

Epilog

Und die zwei Sünder haben, nachdem sie das göttliche Licht erblicken duften, nichts besseres im Sinn als die nächste Kneipe anzusteuern und den verschmähten Rotwein mit einem Glas Bier zu vergessen, feixend das Buch der Weisheit zu zerreißen und nachts den himmlischen Geschöpfen in ihren Röcken zu gedenken.

„Die Sünder werden von der Erde beseitigt werden; und was die Bösen betrifft, sie werden nicht mehr sein.“ (Psalm 104: 35)

See you in Hell, ihre Wattenscheider Schule.

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3.164 Kommentare zu „Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt

  • #3151
    Katrin

    “schützt uns nur das weltliche gesetz vor diesen evt. aufruf ??????”

    Ich denke mal ja. Aber auf welche aberwitzigen Ideen die WTG noch kommen kann weiß niemand.

    Ich habe z.Bsp. schon darüber nachgedacht was die WTG tun wird, wenn es denn in gar nicht mehr ferner Zeit endgültig klar wird daß es kein Harmadedon geben wird und ihnen keine Ausreden mehr helfen werden ihre Irrlehre eingestehen zu müssen.

    Kommt dann vielleicht wieder neues Licht in welchen sie behaupten könnten Jehova fordere die ZJ nun auf Harmagedon selbst ein zu läuten und selbst mit der Weltenschlacht zu beginnen?

    Denn der Zeitpunkt wird in nicht ferner Zukunft kommen und die WTG wird endgültig mit dem Rücken zur Wand stehen.

    Oder wird sich die Organisation in Schall und Rauch auflösen? Ich denke mal daß Letzteres geschehen wird, aber man weiß ja nie.

  • #3152
    schnusel

    Ein beliebtes Hobby der Z.J ist es zu beliebigen Zeiten Weltuntergänge auszurufen.Hierzu tritt meistens der Oberzeuger an sein Rednerpult und verkündet in etwa folgendes:Jehovagott der unfehlbare, hat mir unmissverständlich klar gemacht, dass am 10. Tag nach einem Sonnenuntergang, welcher nach einem Sonnenaufgang ohne Wolke folgt, im Monat der nach Weihnachten folgt, die Welt unwiderruflich untergehen wird. Nur wir, die wirklichen Zeuger Jehovas werden danach ins Reich des Himmels aufsteigen, welches auf der Erde ist und in ewiger Glüchsseligkeit leben.Die 31 Weltuntergänge, die mir in den letzten 4 Jahren prophezeit wurden, haben sie blöderweise als Fälschung oder als Folgen eines Fehlers in der Rechenformel herausgestellt.Am 10. Tag, nachdem ein Sonnenuntergang, welcher auf einen Sonnenaufgang ohne Wolke folgte, im Monat der nach Weihnachten kam, versammeln sich alle Zeugen, die sich nicht totgefahren haben, an AIDS oder einer Überdosis gestorben sind, unter einem großen Baum und warten auf den Weltuntergang; nachdem dieser allerdings zwei Tage Verspätung hat, merken auch die letzten Zeugen, dass es wohl auch diesmal nichts wird, gehen nach Hause und versuchen ihrer Familie zu erklären, dass sie das Haus beim Poker, die Lebensversicherung beim Roulette und die Kinder im Suff an einer Autobahnraststätte verloren haben. Ihr neuer Hit der Weltuntergang 2012 hat mitlerweile fast ein Jahr Verspätung. Entweder spricht Jehova also eine andere Sprache, die nur schwer zu übersetzen ist oder sämtliche Rechnungen sind verfehlt. Man muss es ihnen nachsehen denn die Weltuntergangsdaten 1914 und 2012 liegen auch sehr nah beieinander. Frei nach Stupid.

  • #3153
    Katrin

    Auch ganz interessant:

    Neue Veröffentlichung: God’s Kingdom Rules (Gottes Königreich herrscht)

    Interessant. Es löst das dicke “Verkündiger-Buch” ab:

    David Splane (von der LK) erklärt, dass es nicht möglich ist das dicke “Verkündiger-Buch” in alle Sprachen zu übersetzen/zu drucken. Merkwürdig. Man bringt jetzt ein viel dünneres Buch (nur ca. 240 Seiten) heraus. Warum? Auf der einen Seite will man sicher Geld sparen. Gleichzeitig kann man so auch lästige Lehren /Geschichten verschwinden lassen: Die Pyramiden-Lehre z.B. oder die Villa von Rutherford (Beth-Sarim) tauchen da natürlich nicht mehr auf…

    Ja, ja, das Licht Jehovas wird also nicht mehr heller, sondern dünner, womit man dann die unangenehme Vergangenheit, die wirkliche Geschichte der ZJ, ihren Ursprung und ihre Entstehungsgeschichte ganz einfach mal so weg läßt.

    Dinge womit man sich noch in den 1980zigern gebrüstet hatte, aber da lebten wir ja auch noch in der Zeit des Endes.

    Aber, das Verkündiger-Buch enthält einfach zu viel „Sprengstoff“. Es musste weg. Deshalb ist sein Nachfolger auch so dünn geworden.

  • #3154
    Angie

    Wenn es wirklich stimmt und sie am Ende wirklich “mit dem Rücken zur Wand stehen”
    wäre das aber ein Beweis das sie richtig liegen!
    Es steht schließlich geschrieben, dass sich alle Weltmächte aufmachen werden erst alle Religionen und am Ende die wahre Religion zu vernichten!
    Und nirgends steht bei ihnen, dass man nur als Jungfrau zu den 144.000 gehören kann, die in den Himmel kommen!
    Erstmal bilden und nachlesen, statt Müll abzusondern!

  • #3155
    Mike

    Jehovas Zeugen

    CHARLES TAZE RUSSELL 16. Feb. 1852 – 31. Okt. 1916 der Gründer
    Die Jehovas Zeugen hören ungern wer Ihr Gründer war da Sie an CHISTUS erinnert werden:
    (Zitat Jesus Christus): … kann ein schlechter Baum gute Früchte hervorbringen ? …
    Die Neue Welt Ordnung: NWO aus den Englischen: New Word Order zu Gut Deutsch: Freimaurer … CHARLES TAZE RUSSELL war ein Freimaurer 33 Grades was bedeutet er hatte die Endstufe in seiner Loge erlangt. Die NWO steht für die Kontrolle der Gesamten Welt.
    Jehovas Zeugen Früher:
    1884 – Vereinigung der Wachturm von Zion
    1909 – Vereinigung von Tribun der Völker
    1913 – Internationale Vereinigung ernster Bibelforscher
    1931 – Jehovas Zeugen … bis z.Z. jetzt
    Bereits 1879 entstanden die ersten Gemeinden. 1881 wurde die Wachtturm-Bibel-und Traktat-Gesellschaft (WTG) gegründet und 1884 amtlich registriert. Es war eine AG mit Mindestbeteiligung von 10 $.
    Russell war der Präsident auf Lebenszeit, seine Frau war die Sekretärin und Schatzmeisterin. Man druckte Traktate und Bücher von Russell, Paton, Rice, Mann und anderen Autoren. Der Charakter eines geschäftlichen Unternehmens wurde von Russell selbst eingeräumt. Um 1900 gab es etwa 2000 Anhänger. Die Struktur der AG wurde erst 1944 abgeschafft. Der erste DEUTSCHE „Pilgrim“ war Otto Koetitz in Wuppertal Elberfeld.
    Die Familie Russell spielte nicht nur eine Hauptrolle im Opiumhandel zu Beginn des 18. Jahrhunderts und den früheren Zeiten des Mormonentums, sie war auch für die Gründung des Ordens “Skull & Bones” und der “Watchtower Bible & Tract Society” (Wachtturm-, Bibel- und Traktatgesellschaft der Zeugen Jehovas) verantwortlich.

    Eines der Sicherheitssystems der Illuminaten ist die Russell-Stiftung, eine Deckorganisation für den Geheimorden “Skull and Bones”.

    Der Skull & Bones-Orden wurde von William Russell gegründet, der enge Kontakte zu den damaligen Opium-Syndikaten an der Yale Universität hatte.

    Jedes Jahr werden 15 neue Mitglieder, die alle einflußreiche Positionen in der amerikanischen Gesellschaft einnehmen, in diese Gesellschaft eingeweiht. Die meisten Mitglieder sind direkte Nachfahren der frühen puritanischen Familien der “Unitarian/Universalist”-Bewegung. Diese älteren Skull & Bones-Familien haben mit reichen Familien wie den Rockefellers Blutbande geschlossen.

    Nachdem die Illuminaten die Herkunft von Charles Taze Russell und seine Zugehörigkeit zu den 13 Satanischen Blutlinien erfuhren, errichteten sie im Jahre 1881 mit finanzieller Hilfe der Rothschilds die biblische Gesellschaft Zion` s Watchtower Tract Society (Zions Wachtturm-Traktat-Gesellschaft). 1909 wurde die “Peoples Pulpit Association” gegründet die ab 1956 unter dem Namen Watchtower Bible & Tract Society of New York bekannt wurde.

    Die Wachtturm-Gesellschaft (Zeugen Jehovas) hat ihre Wurzeln im Freimaurertum des Gründers Charles Taze Russell, der nicht allein wegen seiner berühmten “Tempelrede” sondern auch anhand des Symbols auf seinem Grabmal klar als Tempelritter identifiziert werden kann (Sein Grab befindet sich in unmittelbarer Nähe zur “Weltzentrale” der Zeugen Jehovas in Brooklyn/New York und als Grabstein ist dort eine Pyramide aufgestellt) . Die letzten Worte Russells bevor er starb, waren: “Bitte wickelt mich in eine Römische Toga.”

    Für einen unbefangenen Menschen ist es völlig unverständlich, daß ein Sterbender der in den letzten Zügen liegt keine anderen Sorgen hat als in eine römische Toga gewickelt zu werden. Für den Kenner jedoch ein deutlicher Hinweis: Die Toga, Tunika und viele andere antike Gewänder wie auch der Priesterrock und Ephod gehören zur Tracht in verschiedenen Hochgraden der amerikanischen Freimaurerei.

  • #3156
    katrin

    Angie, es ist die Frage wer hier Müll absondert. Kennst Du die alten Lehren? Kennst Du all ihre falschen Prophezeiungen?

    Die WTG steht mit ihren ganzen falschen neuen Lehren mit dem Rücken zur Wand so wie sie schon oft mit all ihren alten Lehren stand . Die Lehre von der Generation von 1914 war nicht mehr zu halten, also mußte sie weg, genau so wie die Lehre von 6000 Jahren Menschheitsgeschichte die 1975 enden sollte und dem Beginn der Tausendjahrherrschaft Jesu die 1975 beginnen sollte.

    Nach unzähligen Nachforschungen, Bibelstudium und unzähligen schlaflosen Nächten stelle ich fest:
    Es gibt viele Lehren, bei denen den Brüdern nicht auffällt, dass sie die Auslegungen der Wachtturm-Organisation allein deshalb blind akzeptieren, weil sie glauben, sie sei „Gottes Organisation“ und nicht, weil sie diese wirklich verstehen können oder weil sie eindeutig in der Bibel stehen
    Ein Beispiel kann das vielleicht verdeutlichen:
    Jeder Bruder, der bis zum Jahre 1998 aufgrund seines biblisch geschulten Gewissens für sich entschieden hatte den Zivildienst als Wehrdienstersatz zu verrichten, wurde als Bruder gesehen, der „die Gemeinschaft verlassen hat“ (Ausschluss/Abtrünnigkeit):
    „Erwachet“ 08.03.1975 S. 23-24
    Christen sind nicht bereit, einen solchen Dienst zu leisten, weil im Gesetz Gottes gesagt wird: „Ihr seid um einen Preis erkauft worden, werdet nicht mehr Sklaven der Menschen“ (1. Kor. 7:23). Der Christ verweigert auch den Zivildienst, der als Ersatz für den Militärdienst gilt. In Wirklichkeit würde er durch diesen Dienst ein Teil der Welt werden, Jesus aber gebot, sich von der Welt getrennt zu halten (Joh. 15:19; 17:14-16).
    Wie in vielen anderen Fällen, wurde auch hier das „Licht“ nicht allmählich immer „heller“. Es wurde vielmehr vom einen auf den anderen Tag angeschaltet und zwar am 15.08.1998 (Wt 15.08.1998, S. 17).
    Jedem Bruder wurde bis zu diesem Datum mit Ausschluss gedroht, weil er sich durch das Ableisten des Zivildienstes als „Feind Christi“ erweisen würde, da Jesu Gebot der Neutralität verletzt wäre. Untermauert wurde diese Behauptung natürlich mit Gottes Wort (z.B. Joh. 15:19), wie übrigens alle Auslegungen und Erklärungen des sog. „treuen und verständigen Sklaven“, die in den letzten 130 Jahren veröffentlicht wurden.
    Der Text aus Joh. 15:19 ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mithilfe der Bibel und einer geschickten Auslegungs- und Interpretationstechnik alles begründen kann, wenn man es nur will. In diesem Bibeltext fordert Jesus seine Nachfolger auf „kein Teil der Welt zu sein“, aber er beschreibt nicht im Detail, was das für jeden einzelnen bedeutet und in welcher Situation.
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    Die Wachtturm-Organisation hat aber als selbsternannter „treuer und verständiger Sklave“ die Deutungshoheit über die gesamte Bibel und bis 1998 hat sie für alle Brüder weltweit verbindlich festgeschrieben, dass der Zivildienst den Aussagen aus Joh. 15:19 widerspricht. Interessanterweise hat die Wachtturm-Organisation bis heute noch keine Erklärung dafür gefunden, warum die Jahre langen Anstrengung für die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts und der damit verbundenen Gleichstellung mit den großen Kirchen in Deutschland („Babylon die Große“), nicht der Anweisung aus Joh. 15:19 widerspricht.
    Hatte sich die Bibel am 15.08.1998 schlagartig geändert? Hatte sich die Sichtweise Jehovas zum Zivildienst geändert?
    Die Auslegungen und Erklärungen des „Sklaven“ hatten sich geändert, sonst nichts!
    Brüder mussten hohe Geldstrafen zahlen und gingen sogar ins Gefängnis, wegen ihrer „loyalen“ Haltung zu „Jehovas Organisation“ und deren strengen Lehre in Bezug auf den Zivildienst.
    Jeder Bruder weltweit konnte ab 1998 i.S. Zivildienst eine eigene Gewissensentscheidung treffen ohne sanktioniert zu werden. Die Wachtturm-Organisation stellt es heute so dar als wäre dies schon immer so gewesen, was natürlich eine Verfälschung der Tatsachen ist. Denn eine Gewissensentscheidung ist nur dann eine Gewissensentscheidung wenn jeder vor Jehova frei ist zu entscheiden wie er möchte, ohne Sanktionen befürchten zu müssen (Röm. 14:10-12). Dies war aber eindeutig nicht der Fall.
    Jeder Bruder muss im Grunde an einer falschen oder unnötig strengen Auslegung der Bibel so lange festhalten bis der „Sklave“ vielleicht irgendwann einmal zur selben Erkenntnis kommt wie er. Tut er dies nicht, gilt er als ein stolzer, murrender Rebell, der Gottes Organisation vorauseilt. Ihm mangelt es an Demut und an geistig gesinnt sein, sowie an Respekt vor göttlicher Autorität.
    Nicht ohne Grund entfernte im Jahr 1985 die leitende Körperschaft jeden direkten Verweis auf „Gott“, „Jesus Christus“, den „heiligen Geist“ und die „Bibel“ aus der zweiten Tauffrage und fügte die Wachtturm-Organisation ein. Die zweite Tauffrage lautet bis heute:
    „Bist du dir darüber im klaren, dass du dich durch deine Hingabe und Taufe als ein Zeuge Jehovas zu erkennen gibst, der mit der vom Geist geleiteten Organisation Gottes verbunden ist?“
    Jeder Bruder, der seit 1985 getauft wurde, hat diese Frage selbst einmal mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet. Aber anscheinend sind sich viele nicht ganz bewusst was das bedeutet. Als ich mich 1997 taufen ließ, ging es mir genauso. Dieses Gelöbnis stellt die Täuflinge mit den Männern in Verbindung, die als „leitenden Körperschaft“ die Wachtturm-Organisation repräsentieren, anstatt mit Jehova Gott und seinem Sohn Jesus Christus.
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    Wt 15. 11.1995 S. 19-20 Abs. 7-8 Diene Jehova loyal
    Die ernannten Ältesten sollten die nahrhafte geistige Speise besonders schätzen, für die Gott durch den treuen Sklaven sorgt. Vor Jahren mangelte es einigen Ältesten an dieser Wertschätzung. Wie eine Beobachterin erzählte, „kritisierten [sie] Artikel im Wachtturm und waren nicht bereit, ihn . . . als Gottes Kanal der Wahrheit anzuerkennen, und sie versuchten immer, andere zu beeinflussen, so zu denken wie sie“. Loyale Älteste versuchen dagegen niemals, andere dahin gehend zu beeinflussen, daß sie etwas von der geistigen Speise ablehnen, für die Gott durch den treuen Sklaven sorgt.
    8 Alle Jehova hingegebenen Zeugen müssen ihm und seiner Organisation gegenüber loyal sein. Wir sollten nicht einmal erwägen, uns von Gottes wunderbarem Licht abzuwenden und einen Lauf der Abtrünnigkeit einzuschlagen, der schon jetzt den geistigen Tod nach sich zieht und schließlich in die Vernichtung führt (Jeremia 17:13). Und was sollten wir tun, wenn es uns schwerfällt, bestimmte biblische Gedanken, die der treue Sklave darlegt, voll und ganz anzunehmen? In diesem Fall sollten wir uns demütig in den Sinn zurückrufen, wo wir die Wahrheit kennengelernt haben, sowie um Weisheit beten, diese Prüfung durchzustehen, bis die Angelegenheit klargestellt wird (Jak. 1:5-8).
    Königreichsdienst 11/1990 S. 1 Abs. 1
    Personen, die die Bibel studieren, müssen die Organisation der ‘einen Herde’ kennenlernen, von der Jesus in Johannes 10:16 sprach. Sie müssen erkennen, daß es für ihre Rettung unabdingbar ist, sich mit der Organisation Jehovas zu identifizieren (Offb. 7:9, 10, 15). Daher sollten wir damit beginnen, Studierende zur Organisation zu führen, sobald ein Bibelstudium eingerichtet ist.
    Es ist schwer verständlich wie Gott hingegebene, aufrichtige Menschen dies lesen können, ohne sich empört abzuwenden. Diese anmaßenden Aussagen stehen exemplarisch für hunderte in verschiedenen Publikationen.
    Die meisten Brüder bemerken offensichtlich nicht, wie sehr sich dieser Absolutheitsanspruch dem Papsttum der kath. Kirche ähnelt, selbst in der Wortwahl. Es wird von der Wachtturm-Organisation als „Mutter“ gesprochen, bei Katholiken heißt es „Mutter-Kirche“. Ebenso beruft sich der Pontifex auf seine Universalgewalt in allen Lehr- und Organisationsfragen der Kirche. Ihn zu kritisieren, besonders durch geistliche Würdenträger, kommt einer Rebellion (Abtrünnigkeit) gleich. Wobei die Hürden für eine Exkommunikation sehr hoch sind und nur äußerst selten angewendet wird. Interessant ist dabei, dass die kath. Kirche, wie auch meisten anderen Religionen, eine weitaus größere Nachsicht gegenüber ihren einfachen Schäfchen walten lassen als die Wachtturm-Organisation.
    Mir ist kein Fall bekannt wo ein einfacher Katholik vor ein Rechtskomitee zitiert oder gar ausgeschlossen worden wäre, nur weil er den Papst kritisiert oder z.B. die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele abgelehnt hätte.
    (Johannes 6:68-69)
    „Simon Petrus antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; 69 und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist.“
    5
    Jeder Bruder hat diese Verse in seinem Leben schon unzählige Male gelesen, doch viele können einfach nicht verstehen was sie lesen. Petrus stellt hier eindeutig fest, dass es nur beim Sohn Gottes Worte ewigen Lebens gibt, bei niemand sonst.
    Kein Mensch und keine Organisation können Jesus Christus als Mittler und Erlöser ersetzen oder auch nur ergänzen (lies Apg. 4:10-12; 1. Joh. 5:11-13). Doch die Wachtturm-Organisation tut so als könnte sie es. Sie hat sich selbst zur Errettung von Menschen für unverzichtbar erklärt (Wt 15.09.93 S.22, Wt 15.05.83 S. 12).
    Königreichsdienst 9/2007 S. 3 Fragekasten
    ▪ Billigt es „der treue und verständige Sklave“, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? (Mat. 24:45, 47).
    Nein. Dennoch haben sich in verschiedenen Teilen der Welt einige, die mit unserer Organisation verbunden sind, zusammengetan, um eigenständig biblische Themen zu untersuchen.
    Gibt es irgendeine biblische Grundlage dafür, Anbetern Jehovas zu verbieten eigenständig und vertiefend in Gottes Wort nachzuforschen?
    Hier nur eine Auswahl von Bibelstellen, die aus gutem Grund in diesem Fragekasten nicht erwähnt werden:
    Spr. 2:3-9 / Apg. 17:11 / 1. Joh. 4:1 / Röm. 12:2 / Luk. 21:8 / 1. Tim 6:20,21
    Mit diesem de facto Verbot aus dem Königreichsdienst haben die führenden Personen hinter der Wachtturm-Organisation gleichzeitig geoffenbart welche Geisteshaltung sie haben.
    Die Vorstellung, dass ein einfacher Bruder um Gottes heiligen Geist bittet, die Bibel studiert und dadurch zu einer eigenen Glaubensüberzeugung gelangt, sollte eine wünschenswerte Selbstverständlichkeit bei „wahren Christen“ sein. Nicht aber für die führenden Männer der Wachtturm-Organisation.
    6
    Jehova Gott hatte zu keinem Zeitpunkt etwas mit der Wachtturm-Organisation zu tun. Schon aus diesem Grund kann er auch niemals etwas durch sie berichtigen oder „helleres Licht“ verbreiten.
    Die allermeisten Brüder, die ich kenne, können diese Bibelverse auswendig zitieren, aber auch hier sieht es so aus, als könnten sie einfach nicht verstehen und akzeptieren was sie lesen. Sie sind eher bereit den Aussagen aus o.g. Wachtturm (15.11.1992) zu folgen wo davon gesprochen wird, dass die Wachtturm-Organisation „Gottes Kanal der Wahrheit“ ist. Damit tun diese Brüder nichts weniger, als die Aussagen des Wachtturms mit denen der Bibel gleichzusetzen und sogar darüber hinaus (1. Kor. 4:6).
    Wenn ein Bruder eine Lehre des Wachtturms zurückweist, weil er sie gemäß der Bibel für falsch hält, ist er ein Abtrünniger. Wenn diese Lehre irgendwann einmal geändert wird, ist es „helleres Licht“ von Gott (Verbot von Blutfraktionen/Impfungen/Transplantationen, Lehre über 1975, „Generation, die nicht vergeht“, Zivildienst, „König des Nordens“, Versiegelung der „Gesalbten“ u.v.m.).
    Diese Feststellung ist keineswegs übertrieben, denn bei der vorhin erwähnten Lehre über das Jahr 1914, zeigt sich mit aller Deutlichkeit warum mehr als 7 Mio. Menschen, so aufrichtig und gottergeben sie auch sein mögen, eher bereit sind einer Irrlehre zu folgen, anstatt den Aussagen der Bibel zu vertrauen.
    (Apostelgeschichte 1:6-7)
    „Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte* Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat;“
    *Fußnote: „bestimmte Zeiten“. Gr.: kairoús
    (2. Timotheus 3:16)
    „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit,“
    (Johannes 17:17)
    „Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“
    7
    Bis heute behauptet Wachtturm-Organisation felsenfest, dass 1914 die „bestimmten Zeiten der Nationen“ endeten und Jesus Christus unsichtbar im Himmel „inthronisiert“ wurde. Die Lehre über 1914 ist eine Art Grundwahrheit bei Jehovas Zeugen.
    Die Mehrheit der Brüder weiß nicht, dass das Jahr 1914 eine Erfindung eines Second Adventist namens Nelson H. Barbour ist, der sich eine Zeit lang mit Brd. Russell verband (1876-1879) und eine gemeinsame Zeitschrift herausbrachte mit dem Titel „Herald of the Morning“ („Verkündiger“-Buch S. 575). Nelson H. Barbour war regelrecht fixiert auf Zeitprophezeiungen und leider war sein Einfluss auf den damals noch jungen C.T. Russell groß genug um ihn damit in geistiger Hinsicht zu infizieren. Allerdings wissen auch die wenigsten Brüder die ich kenne, dass noch 1928 gelehrt wurde, dass Jesus „ohne jeden Zweifel“ seit 1874 „unsichtbar gegenwärtig“ war (blaues Buch „Schöpfung“ S. 289, -deutsch 1928-, J.F. Rutherford). Erst der dritte Präsident der Wachtturm-Organisation Nathan H. Knorr verschob im Jahr 1943 Jesu angebliche „Inthronisierung“ über Nacht und ohne nähere Erklärung auf 1914.
    Brd. Russell war so fasziniert von dieser Thematik, dass er bis zu seinem Tod immer neue Spekulationen über „göttliche Zeitabschnitte“ veröffentlichte, auch wenn im „Verkündiger“-Buch geschickt versucht wird diese Tatsache zu verschleiern oder als unwichtig hinzustellen.
    „Er sprach: „Seht zu, daß ihr nicht irregeführt werdet; denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin es‘ und: ‚Die bestimmte Zeit hat sich genähert.‘ Geht ihnen nicht nach.“
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    Jeder kann sich selbst eine Meinung darüber bilden, ob es im Bereich des Möglichen liegt, dass diese Art der Bibelexegese Jehovas Segen hat oder ob hier nicht viel mehr die Worte des Apostels Petrus zutreffen:
    Im Kern stellt sich bei der Lehre von 1914 unter Berücksichtigung von Apg. 1:7 nur eine einzige Frage:
    Wem vertraue ich mehr,
    Jehova und Jesus Christus oder der Wachtturm-Organisation?
    Es fällt nur wenigen Brüdern auf, dass sie aus Gehorsam gegenüber der Organisation manchmal sogar das Gegenteil von dem glauben, was Gott ihnen durch die Bibel mitteilt.

    Nicht ohne Grund sagte Jesus, auf die Frage seiner Jünger nach dem „Abschluss des Systems der Dinge“, ganz zu Beginn: „Seht zu, dass euch niemand irreführe“ (Matth. 24:3)
    Brd. Russell gehörte, genau wie sein Nachfolger im Amt J.F. Rutherford, zu den eifrigsten Verkündigern dutzender falscher Zeitberechnungen. Auch wenn ich die Aufrichtigkeit und die guten Absichten nicht in Frage stellen möchte, bleibt die Tatsache, dass all diese Lehren weder dem Segen Jehovas noch der Leitung durch seinen heiligen Geist oder der Leitung Jesus Christi zugesprochen werden können. Wer das behauptet, stempelt Jehova und Jesus als Lügner und Betrüger, denn es waren allesamt falsche Lehren oder Irrlehren, die heute kein Bruder mehr glauben, geschweige denn verbreiten darf (lies 5. Mose 18:21,22; Hes. 13:1-9).
    „Falsche Lehren“ und „Irrlehren“ sind übrigens Ausdrücke, die die Wachtturm-Organisation nie in ihren Publikationen gebraucht, wenn es darum geht alte „Wahrheiten“ zu erklären. Es wird stets mit blumigen Umschreibungen z.B. von „früheren Ansichten“ oder „nach damaligem Verständnis“ gesprochen. Bei anderen Religionen ist man natürlich nicht so nachsichtig, dort sind es grundsätzlich immer falsche Lehren oder Irrlehren.
    (Matthäus 15:6)
    „Und so habt ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig gemacht.“
    (2. Petrus 1:16)
    „Nein, nicht dadurch, daß wir kunstvoll ersonnenen unwahren Geschichten folgten, machten wir euch mit der Macht und Gegenwart (parousia) unseres Herrn Jesus Christus bekannt, sondern dadurch, daß wir Augenzeugen seiner herrlichen Größe wurden.“
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    Von den vielen Zeitberechnungen der Wachtturm-Organisation, die alle in Vergessenheit geraten sind, damals aber als „feststehende, unbestreitbare Wahrheit“ verkündet wurden, ist nur das Jahr 1914 übrig geblieben. Kaum ein Bruder ist sich dieser Tatsache bewusst. Wie könnte er es auch? Es ist von Seiten des „Sklaven“ nicht gewünscht „altes Licht“, „alte geistige Speise“ in Form von früheren Publikationen zu studieren und schon gar nicht darüber zu sprechen.
    Hier eine kleine Auswahl der wichtigsten Zeitberechnung der Wachtturm-Organisation bzw. ihrer jeweiligen Präsidenten:
    1799 Beginn der „Zeit des Endes“
    1874 „Gegenwart“ (Parousia) Jesu
    1878 Vernichtung „Babylons der Großen“
    1914 Beginn von Harmagedon; Himmelfahrt aller Geistgesalbten
    1925 „Millionen jetzt lebender werden nie sterben“; Auferstehung der Patriarchen
    1975 Ende von 6000 Jahre Menschheitsgeschichte, Beginn des 1000jährigen Königreiches
    Das Problem hierbei liegt viel tiefer. An diesem wichtigen Punkt zeigt sich, dass diese Organisation nicht der Wahrheit verpflichtet ist, sondern sich selbst und ihrer eigenen Definition von „Wahrheit“.

    Die Brüder haben die Definition des selbsternannten „Sklaven“ übernommen, die besagt, dass alle Menschen außerhalb der Wachtturm-Organisation nicht in der „Wahrheit“ sind. Alle Menschen innerhalb der Organisation sind in der „Wahrheit“.
    (Johannes 14:6)
    „Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ Und NICHT durch eine Organisation die noch dazu über ein ganzes Jahrhundert hinweg Irrlehren als Wahrheiten verkauft.
    10
    Wenn er sich dann als Zeuge Jehovas taufen lässt, muss jedoch das „Prüfen“ sofort aufhören!
    Ab dem Zeitpunkt der Taufe ist es ihm nicht mehr gestattet selbständig oder unabhängig von der „geistigen Speise“ des „treuen und verständigen Sklaven“ die Bibel zu studieren und zu einer eigenen Glaubensüberzeugung zu kommen. Er hat sich von nun an einzureihen in die konstruierte „Einheit“ der Wachtturm-Organisation.
    Es ist hoch interessant und glaubensstärkend nachzulesen mit welchem Gottvertrauen und Mut der noch sehr junge Brd. C.T. Russell vor über 140 Jahren daran ging, alle damaligen etablierten Glaubensdogmen über Bord zu werfen und statt dessen in einer kleinen Gruppe „selbständig“, „unabhängig“ und „ergebnisoffen“ in Gottes Wort zu studieren. Ein Vorrecht, das jedem getauften Bruder sein ganzes Leben lang verwehrt bleiben wird, wenn er als „loyaler Diener“ gelten will und sich nicht dem Vorwurf der Rebellion, der Spaltung oder der Abtrünnigkeit aussetzen möchte.
    (1. Johannes 4:1)
    „Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.“
    (Apostelgeschichte 17:11)
    „Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.“
    11
    Aus vielen Gesprächen mit lieben Brüdern habe ich bemerkt, dass die meisten sich ein Leben ohne die Wachturm-Organisation überhaupt nicht mehr vorstellen können. Ihre Bindung an Jehova Gott ist untrennbar mit ihrer Bindung an diese eine Organisation verknüpft.
    Wie wichtig die Organisation und vor allem der Wachtturm sind, zeigt ein Blick auf verschiedene Programmänderungen der letzten Jahre. Zeitlich gekürzt wurden der öffentliche Vortrag, die Kongressansprachen, und das Programm der Predigtdienstschule. Außerdem wurde das eigenständige Buchstudium unter der Woche abgeschafft und in die Zusammenkunft am Donnerstag bzw. Freitag integriert. Über die ganzen Jahre hinweg blieb eine Zusammenkunft jedoch immer unangetastet: das Wachtturm-Studium!
    Auch heute noch ist das Wachtturm-Studium mit Abstand die längste Zusammenkunft (60 min.). Dafür wurde sogar ein eigenes Amt geschaffen: den Wachtturm-Studien-Leiter.
    Er wird im geheimen Ältesten-Buch „Hütet die Herde Gottes“ besonders hervorgehoben:
    „Der Wachtturm ist das wichtigste Mittel des treuen und verständigen Sklaven zum Austeilen der geistigen Speise. Der von der Ältestenschaft ausgewählte Wachtturm-Studienleiter sollte daher einer ihrer besten Lehrer sein (Jak. 3:1).“ (Hütet die Herde Gottes, S. 25)
    Daran ist schon zu erkennen was für den selbsternannten „Sklaven“ tatsächlich im Vordergrund steht: die Vermittlung der Glaubenslehren der Wachtturm-Organisation.
    Das Frage-Antwort-Spiel dient bestenfalls dazu den Brüdern das Gefühl zu geben, sie würden sich etwas selbst anhand der Bibel erarbeiten. Doch keiner der Brüder hat in Wirklichkeit die Wahl zu entscheiden, ob er das was im Wachtturm dargelegt wird annimmt oder nicht. Sollte es jemand tatsächlich nicht annehmen, ist es ihm verboten darüber mit anderen Brüdern offen zu sprechen.

    Ein Hauptlehrinhalt aller Zusammenkünfte und auch des Wachtturms (Studienausgabe) ist die Verausgabung im Predigtdienst. Für viele eine Art „göttliche Pflicht“, die man nicht zu hinterfragen wagt, weil man ein „treuer Diener Jehovas“ sein möchte und kein „untätiger“ oder „schwacher“ Zeuge. Man glaubt ganz fest daran ein biblisches Gebot zu befolgen, das aber in Wahrheit nicht von Jehova oder Jesus sondern von der Wachturm-Organisation kommt. Die Bibel lehrt klar und deutlich, dass die Aufgabe des öffentlichen Predigens („evangelisieren“) eine besondere Gabe (Berufung) darstellt, die nicht allen gegeben ist (lies Eph. 4:11). Jesus Christus hat niemals jeden einzelnen Christen aufgefordert predigen zu gehen und zu taufen (Matth. 28:19). Auch wird in keiner einzigen Bibelstelle erwähnt, dass bereits Kinder und Jugendliche predigen sollten, geschweige denn dass es ein Erfordernis wäre um sich Taufen zu lassen. Ich kann nur jedem empfehlen die Evangelien und die Apostelbriefe ohne vorgefasste Meinung zu lesen und selbst zu prüfen ob dem so ist. Bitte benutzt auch andere Übersetzungen. Zum Beispiel solche, die aus Imagegründen immer häufiger im Wachtturm und Erwachet! für die Öffentlichkeit zitiert werden.
    12
    Was ihr mich jetzt vielleicht fragen möchtet:
    Um es in einem Satz zu sagen: Es ist einiges richtig, aber zu vieles falsch!
    Doch der entscheidende Punkt ist für mich ein anderer. Zum besseren Verständnis ein letztes Beispiel:
    Bis in´s Jahr 1995 wurde gelehrt, dass die „Generation, die nicht vergeht“ (Matth. 24:34) eine buchstäbliche Generation von Menschen ist, die das Zeichen von 1914 „erlebte“ und noch am Leben sein wird, wenn „Jehovas Tag“ hereinbricht. Dies war eine unerschütterliche Wahrheit, weil sie eine „Zusicherung Jehovas“ war. Doch diese „Wahrheit“ löste sich mit dem 01.11.1995 auf einmal in Luft auf (Wt 01.11.1995, S. 10-15).
    Was war der Grund, warum ab diesem Zeitpunkt Millionen Brüder weltweit aufgehört hatten diese Lehre, die jahrzehntelang vertreten und öffentlich verbreitet wurde (z.B. Erwachet 22.10.1984), weiterhin zu glauben und zu lehren? Hatten alle Zeugen Jehovas gleichzeitig erkannt, dass diese „feste Behauptung“ (1. Tim. 1:7) keinerlei biblische Grundlage hatte?
    Millionen Zeugen Jehovas hörten 1995 auf, an die buchstäbliche „Generation von 1914“ zu glauben, weil die Wachtturm-Organisation aufhörte es zu lehren!
    Diese und weitere Beispiele zeigen eine erschreckende Wahrheit, hinter der „Wahrheit“:
    Selbst wenn Zeugen Jehovas gerade irgendetwas glauben, das gemäß der Bibel richtig ist, dann ist dies nicht der Grund, weshalb sie es glauben. Sie glauben es, weil die Wachtturm-Organisation es lehrt. Würde man einen Bruder darüber befragen, dann würde er vehement bestreiten, dass das so ist. Nicht, weil es nicht stimmt, sondern weil er sich einfach nicht im Klaren darüber ist, dass es stimmt.
    13
    Die Lehränderungen der Wachtturm-Organisation der letzten 130 Jahre sind so gravierend und undurchsichtig, dass es sehr schwer ist, alles zu überblicken und zu begreifen.

    Eine Lehre jedoch wurde seit 1927 (J.F. Rutherford) nicht mehr revidiert, weil sie so existenziell wichtig ist:
    Die Wachtturm-Organisation ist Gottes irdische Organisation des „treuen und verständigen Sklaven“*, vertreten durch die leitende Körperschaft
    (bis zur eigentlichen Amtsübernahme der „leitenden Körperschaft“ 1976, vertreten durch den jeweiligen Präsidenten der Wachtturm-Org.)
    *(Gemäß „hellerem Licht“, das bald auch im „Wachtturm“ bekannt gegeben wird, sind die Männer der leitenden Körperschaft nun ganz allein der „treue u. verst. Sklave“ und zwar erst seit 1919. Es sind nicht mehr alle noch lebenden Gesalbten seit 33 u.Z. dieser kollektive „Sklave“, der durch die leitende Körperschaft vertreten wird. Auch ist dieser neue „Sklave“ noch nicht über die „ganze Habe“ gesetzt worden, wie noch bis vor kurzem gelehrt wurde. Jesus Christus brauchte demnach 93 Jahre um diese wichtige Erkenntnis seinem „Mitteilungskanal“ zu offenbaren und lies seine irdischen Vertreter die ganze Zeit über im Glauben sie hätten etwas was sie noch gar nicht haben.)
    Ich bitte Euch, die Worte des Apostels Paulus zu Herzen zu nehmen:
    Die „Liebe zur Wahrheit“ wie es die Tatsachen zeigen und wie sie in der Bibel geoffenbart ist, muss stärker sein als die „Wirksamkeit des Irrtums“.
    Ich nehme mir das Recht heraus meinem Hingabegelübde gemäß nur Jehova Gott und seinem Sohn, als Herrn und Erlöser, zu folgen und nicht mehr ein „Sklave von Menschen“ (1. Kor. 7:23) mit ihren Auslegungen und Menschengeboten zu sein.
    (2. Thessalonicher 2:10-11)
    „und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben“
    14
    Ich glaube es gibt einen Punkt im Leben eines Zeugen Jehovas, wo er sich wird entscheiden müssen, wessen „geistiger Sklave“ er sein will. Will er sich weiterhin selbst gefangen halten mit der illusorischen Vorstellung von „Gottes Organisation“ oder will er ausschließlich der Stimme des „großen Hirten“ folgen und nur Jehova treu bleiben (lies Joh. 10:27,28)?
    Jede Illusion muss sich irgendwann einmal der Wirklichkeit stellen. (Apostelgeschichte 4:19)
    „Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst.“
    (Apostelgeschichte 5:29)
    „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen”

  • #3157
    Helmut Junge

    Katrin, all das zeigt nur, daß die “Leitende Körperschaft” Null Vertrauen in die Fähigkeit “des Herrn” hat, “die Seinigen zu erkennen”. Die haben eben nur eine geringe Meinung von “ihrem Herrn”, weil sie sich anmaßen, die richtige Vorauswahl treffen zu müssen. Dafür aber werden sie nach ihrem eigenen Anspruch den Preis zahlen. Da kann es keinen Zweifel geben.

  • #3158
    katrin

    Hallo Helmut,
    schön mal wieder etwas von Dir zu hören. Ja das glaube ich auch. Die LK setzt sich sogar über ihren Gott. Die LK hat, wie man an der seit 1985 neu formulierten Tauffrage ganz deutlich sehen kann, die Ehrerbietung zu Gott und zu Jesu gestrichen hat und sich selbst dafür eingesetzt. Welch eine Blasphemie die diese Männer da begangen haben und immer noch begehen.
    Bsp:
    Wt 15. 11.1995 S. 19-20 Abs. 7-8 Diene Jehova loyal

    8) ….. Und was sollten wir tun, wenn es uns schwerfällt, bestimmte biblische Gedanken, die der treue Sklave darlegt, voll und ganz anzunehmen? In diesem Fall sollten wir uns demütig in den Sinn zurückrufen, wo wir die Wahrheit kennengelernt haben, sowie um Weisheit beten, diese Prüfung durchzustehen, bis die Angelegenheit klargestellt wird (Jak. 1:5-8).

    Sorte was für eine Anmaßung und das im Angesicht der vielen Fehlinterpretationen, falschen Vorhersagen und Irrlehren dieses selbsternannten “treuen und verständigen Sklaven”.

    Dieser Satz sagt eindeutig aus daß diese LK die Loyalität, die NUR Gott und Jesus und NIEMANDEN sonst zusteht, für sich selbst verlangt und auch einfordert. Sie schalten damit Gott und Jesus einfach aus.

    Und noch ein Beispiel von unvergleichlicher Blasphemie dieser LK:

    Königreichsdienst 9/2007 S. 3 Fragekasten

    Billigt es „der treue und verständige Sklave“, wenn sich Zeugen Jehovas eigenständig zusammentun, um biblische Themen zu untersuchen und zu debattieren? (Mat. 24:45, 47).
    Nein. Dennoch haben sich in verschiedenen Teilen der Welt einige, die mit unserer Organisation verbunden sind, zusammengetan, um eigenständig biblische Themen zu untersuchen.

    Hiermit frage ich die hier mitlesenden ZJ. Wem steht DAS zu? Gott oder unvollkommenen Menschen die sich schon so oft in ihren Bibelauslegungen getäuscht haben (all die falschen Harmagedons-Prophezeiungen, all die unterschiedlichen und immer falschen Daten für die Errichtung der Herrschaft Jesu im Himmel, die Lehre von der Generation von 1914, den Zivildienst, usw usf)?

    Die LK versucht ihre Irrlehren damit zu entschuldigen und zu vertuschen indem sie die alten Propheten heranzieht. Diese hätten sich auch geirrt. Aber worin haben diese geirrt? Worin hat ein Abraham geirrt, worin hat ein Moses geirrt? In ihrem Leben und Lebenswandel haben so manche geirrt, aber NIEMALS in dem was sie dem Volk predigten!!!!!!!!! Denn diesen Männern hat Gott seinen Willen lt. Bibel selbst geoffenbart. Hat mit ihnen GESPROCHEN und das was sie von Gott selbst gehört haben, haben sie dem Volk weiter gegeben. Und glaubt man der Bibel sind auch all diese Dinge wirklich eingetreten. Nicht so bei der LK!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Das Irren der LK ist niemals zu vergleichen mit dem Irren der alten Propheten. Da haben einige die Wege Gottes verlassen oder ihr Lebenswandel war nicht mehr im Einklang mit Gott, aber in Ihren Lehren und Prophezeiungen haben sie nicht geirrt.

    Ich kann die WTG nur mit Moses gleich stellen in der Situation als er dem Volk aus Felsen Wasser spenden sollte. Was sagte Moses sinngemäß? Glaubt ihr nicht daß ICH Euch aus diesem Stein Wasser geben kann? Er sagte NICHT glaubt ihr das GOTT Euch aus diesem Stein Wasser spenden kann?

    Und wie reagierte Gott darauf? Jeder ZJ weiß das.

    Und was sagt die LK? BILLIGT ES „DER TREUE UND VERSTÄNDIGE SKLAVE“, daß Ihr dies und jenes tut?
    Die LK sagt NICHT, billigt es Gott? Nein, sie maßt sich so wie einst Moses an, Gott zu übergehen. Sie maßt sich so wie einst Moses an, sich selbst für Gott einzusetzen.

    Wenn es einen Antichrist geben sollte, dann ist dieser die LK der ZJ. Denn sie maßt sich im Gegensatz zu Moses, nicht nur einmal an Gott zu sein, sondern sie tut dies schon seit über hundert Jahren und tut es noch immer.

  • #3159
    Er48

    Der treue und verständige Sklave ist nicht unfehlbar, das erkennen sie selber.
    Der treue und verständige Sklave bedient sich nicht des heiligen Geistes, sondern der Geist, bzw. Jehova bedient sich der Sklavenklasse.
    Es ist also Jehova, der bestimmt, wann es an der Zeit ist, biblische Wahrheiten genauer oder revidiert zu erklären.
    Jesus gebraucht demnach nicht 93 Jahre um den Sklaven die neue Erkenntinis über sich selber zu offenbaren, sondern es war für Jehova nicht eher an der Zeit, es seinen Dienern mitzuteilen.
    Wenn die Sklavenklasse davor aber eine nicht ausgereifte Erklärung zur Bibel veröffentlicht, bedeutet das nicht, dass sie der Antichrist ist, sondern dass sie nach bestem Wissen und Willen versucht, biblische Wahrheiten zu entwickeln. Es heißt nicht umsonst in Sprüche 4:18, das das Licht allmählich heller und heller wird. Das bedeutet, das es auch ab und zu unausgereifte biblische Erklärungen gibt. Der Wachtturm oder sonstige Veröffentlichungen der Sklavenklasse sind ja schließlich nicht wie die Bibel inspiriert, sondern der Geist Jehovas bedient sich ihrer, um inspirierte Wahrheiten aus der Bibel zur gegebenen Zeit zu offenbaren.
    Wenn Jehova wollte, hätte er z.B. 1920 schon den heutigen Stand der Erkenntnis bekanntgeben können. Und der Sklave hätte es dann auch alles auf einmal veröffentlicht, wenn Jehova es wollte. Aber wäre es gut gewesen? Die Organisation Jehovas ist eine fortschreitende Organisation, die sich entwickelt, und zwar deshalb, weil wir nicht alles auf einmal tragen können, und die Zeit zu bestimmten Sachen einfach noch nicht reif war oder ist. Und der Hauptgrund ist, dass nur so unser Glaube wachsen kann und lebendig bleibt. Aber das mit 1914 ist gemäß der bibl. Chronologie berechenbar, wie es auch im Bibelbuch Daniel über die sieben Zeiten steht. Also es ist eine unanfechtbare Tatsache, dass Jesus 1914 inthronisiert wurde.
    Ich frage gemäß Matthäus 24:45: “Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave?”
    Ist er der Antichrist, weil er nicht unfehlbar ist? Oder ist er außerhalb der Organisation Jehovas aktiv?
    Wenn ja, wo, -bei welcher Gruppierung?
    Wenn Jehova keine organisierte Christenversammlung auf der Erde hat, sondern jeder für sich selber die Bibel erforschen soll, was meinte Paulus in Hebräer 10:25 damit, dass wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben sollen?

  • #3160
    Er48

    Katrin schrieb am 17. Juli:
    Im übrigen hat Nupi mir mal vorgeworfen ich hätte die ZJ verlassen weil Harmagedon damals nicht gekommen wäre. Das stimmt nicht. Im Gegenteil, als ich 1987 die ZJ verließ war ja noch gar nicht zu erkennen daß Harmagedon nicht “bald” kommen würde.

    Am 17. November schrieb sie:
    Jeder Bruder, der seit 1985 getauft wurde, hat diese Frage selbst einmal mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet. Aber anscheinend sind sich viele nicht ganz bewusst was das bedeutet. Als ich mich 1997 taufen ließ, ging es mir genauso. Dieses Gelöbnis stellt die Täuflinge mit den Männern in Verbindung, die als „leitenden Körperschaft“ die Wachtturm-Organisation repräsentieren, anstatt mit Jehova Gott und seinem Sohn Jesus Christus.

    Was fällt euch auf?
    am 17. Juli hat sie 1987 die Zeugen Jehovas verlassen und am 17. dieses Monats ließ sie sich 1997 taufen!!! Daran könnt ihr alle sehen, welch eine große Lügnerin sie ist.

  • #3161
    katrin

    Er48
    Also benutzt der Heilige Geist den Sklaven um Irrlehren unter das Volk Gottes zu bringen? Wieso sollte Gott denn biblische WAHRHEITEN revidieren? Entweder etwas ist WAHR oder es ist eben NICHT WAHR. Warum sollte Gott falsche Lehren verbreiten, wenn die Bibel doch WAHRHEIT ist?
    Du sagst:
    “Jesus gebraucht demnach nicht 93 Jahre um den Sklaven die neue Erkenntinis über sich selber zu offenbaren, sondern es war für Jehova nicht eher an der Zeit, es seinen Dienern mitzuteilen.”

    Ok. Wenn also Gott nicht 93 Jahre brauchte um sich selber zu offenbaren, sondern es nicht eher für ihn an der Zeit war dies zu tun, warum hat dann Jehova 93 Jahre vorher den TuvS dazu gebraucht eine falschen Lehre darüber zu verbreiten um dann diese falsche Lehre nach 93 wieder zu revedieren?

    Du sagst:
    “Wenn die Sklavenklasse davor aber eine nicht ausgereifte Erklärung zur Bibel veröffentlicht, bedeutet das nicht, dass sie der Antichrist ist, sondern dass sie nach bestem Wissen und Willen versucht, biblische Wahrheiten zu entwickeln”

    Wieso wagt die Sklavenklasse dann so etwas? Der TuvS verbietet jeden ZJ ihrer Erkenntnis voraus zu eilen. Obwohl da so mach ein ZJ-Laufbursche da viel eher an der göttlichen Wahrheit lag als sie selbst. Sie wagen es demnach EIGENE biblische (UN) WAHRHEITEN zu entwickeln und diese dann als angeblisch biblisch begründetet Wahrheit zu verbreiten ? Sie wagen es also Jehova und seinem Willen was sie zu welcher Zeit wissen sollen voraus zu eilen und entwickeln EIGENE Wahrheiten? Ich glaube Du bist Dir nicht wirklich im Klaren was Du da schreibst und glaubst. Es ist doch JEDEM ZJ verboten der GÖTTLICHEN Wahrheit vorauszueilen.

    Du sagst.

    ” Es heißt nicht umsonst in Sprüche 4:18, das das Licht allmählich heller und heller wird. Das bedeutet, das es auch ab und zu unausgereifte biblische Erklärungen gibt”

    Lies diese Textstellen mal genau, da geht es um Licht welches ein Mensch der im Dunkeln wandelt erhält (Heide) und NICHT UM EINE ORGANISATION Gottes auf Erden. Warum diese LK-Lügner diese Bibelstelle völlig aus dem Kontext reist und für sich benutzt um ihre eigenen Irrlehren zu rechtfertigen ist völlig klar. Ein Lügner versucht immer seine Lügen zu rechtfertigen.

    Du sagst:

    “sondern der Geist Jehovas bedient sich ihrer, um inspirierte Wahrheiten aus der Bibel zur gegebenen Zeit zu offenbaren.”

    Das wäre stimmig wenn der Sklave Themen erst heute oder zur rechten Zeit veröffentlicht hätte, aber sie haben Lehren zur UNRECHTEN ZEIT und zur UNGEGEBENEN ZEIT veröffentlicht und diese falschen Lehren zu Dogmen erklärt denen KEIN ZJ widersprechen durfte/darf.

    Und diese Lehren erwiesen sich dann als falsch. Und diejenigen die dies erkannten wurden mit Ausschluss bedroht wenn sie nicht schwiegen und wurden ausgeschlossen, wenn sie nicht schwiegen.

    Das muss man sich mal vorstellen, Brüder und Schwestern die erkannten daß diese vom falschen Sklaven vorauseilenden, falschen Lehren einfach FALSCH waren wurden zum Schweigen gebracht.
    Jahre später wurden dann diese falschen Lehren revediert und genau DAS was die “Vorauseilenden” gesagt haben wurde plötzlich wahr und bestätigt.

    Wer also war nun der wirklich TREUE und vor allem auch VERSTÄNDIGE Sklave? Diejenigen (LK) die ihre aus ihrem eigenen Verständnis heraus falsche Lehren zu Dogmen erhoben, die sich dann auch als Irrlehren herausstellte, oder diejenigen die aus ihrem Verständnis der Bibel heraus vor diesen Lehren warnten und diese NICHT teilen konnten und deshalb von diesem selbsternannten TuvS verdammt und ausgeschlossen wurden? Mit wem war Gott? Mit denen die Lügen aus ihrem eigenen Verständnis heraus verbreiteten (obwohl die Zeit für Gott noch gar nicht reif dafür war) oder war Gott bei und für diejenigen die davor warnten und diesen Irrlehren nicht glaubten?

    Sie haben verdorbene Speise zur unrechten Zeit verteilt. Tut so etwas der TuvS der die rechte Speise zur rechten Zeit verteilen soll? Nein!!!!!!!!!!!! Ein wahrhaft TuvS würde die rechte Speise zur rechten Zeit verteilen und vorher schweigen!!!!!!!!!!

    Aber der “TuvS” sprich dieser UNTREUE und UNVERSTÄNDIGE Sklave nahm sich also das Recht heraus dem Offenbarungswillen Jehovas voraus zu eilen und nahm sich sogar dreistfrech das Recht heraus vielen wirklich TREUEN und vor allem VERSTÄNDIGEN Sklaven Gottes, denen die sie deswegen kritisierten und kritisieren und ihnen nicht glaub(t)en , auszuschliessen.

    “Das bedeutet, das es auch ab und zu unausgereifte biblische Erklärungen gibt.”

    Es gab KEINE unausgereiften biblischen Erklärungen durch die LK, sondern es gab IRRLEHREN und ganz einfach LÜGEN. Ihre Irrlehren wurden immer als UNBESTREITBARE biblische Wahrheiten und Dogmen für jeden ZJ verkauft und JEDER der daran Zweifel äußerte wurde mit Ausschluss “bestraft”. (in Wahrheit war das ein SEGEN) Durch diesen TuvS wurden VIELE in die IRRE geführt !!!!!!!!!!!!!!

    Ist das der Wille Deines Gottes? Was sagt die Bibel über solche “Führer” die behaupten im Namen Gottes tätig zu sein? Was sagt die Bibel über Propheten und Lehrer die Ereignisse ankündigen die nicht eintreten? Muß ich Dir das wirlich hier erklären? Wenn ja, dann mach Dir die Mühe meine Beiträge darüber zu lesen. Ich tue all das nicht zum noch so vielten male hier kund. Zumal ich davon ausgehe daß Du die Bibelstellen selbst kennst.

    “Die Organisation Jehovas ist eine fortschreitende Organisation, die sich entwickelt, und zwar deshalb, weil wir nicht alles auf einmal tragen können, und die Zeit zu bestimmten Sachen einfach noch nicht reif war oder ist. ”

    NOCH EINMAL die Frage, wenn die Zeit noch nicht reif war, WARUM hat dann der TuvS Lehren darüber verbreitet und diese IMMER und IMMER wider als UNWIDERLEGBARE biblische Wahrheiten zu Dogmen der Organisation gemacht? So etwas tut kein von Gott erwähltes Sprachrohr.

    “Aber das mit 1914 ist gemäß der bibl. Chronologie berechenbar, wie es auch im Bibelbuch Daniel über die sieben Zeiten steht. Also es ist eine unanfechtbare Tatsache, dass Jesus 1914 inthronisiert wurde.”

    Lies bitte die Beiträge und Belege (vor allem aber ließ die alten Wachttürme) darüber wie oft die Organisation seit ihrem Bestehen die Endzeiten biblisch berechnet und vor allem diese IMMER WIEDER ALS UNWIDERLEGBARE TATSACHEN, als biblisch belegtes Datum lehrte und diese als Dogmen ausrief. Jeder der daran zweifelte wurde AUSGESCHALTET. Lies nach wie plötzlich aus dem Jahr 1914 als unwiderlegbar biblisch begründetes Harmagedonsjahr das Jahr der Inthronisierung Jesu wurde. Lies nach, wie der TuvS jedes Zweifel enthoben und als unwiderlegbar TATSACHE die Auferstehung der alten Propheten als Dogma lehrte und in den 20ziger Jahren für diese Wiederauferstehenden Häuser bauen lies. In einem von diesen Häusern, nachdem wieder einmal klar wurde daß der TuvS wieder einmal nichts weiter als eine Irrlehre verbreitet hatte, lebte dann Euer Rutherford.

    “was meinte Paulus in Hebräer 10:25 damit, dass wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben sollen?”

    Zusammenkommen mit wem? Mit Lügnern, mit falschen Endzeitpropheten? Ist das damit gemeint? Du machst den Fehler diesen Text mit den ZJ gleich zu setzen. Aber in der Bibel steht NICHTS von einer Organisation Gottes! Im Gegenteil, Jesus sagte, wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen…

    Und gerade auch deshalb ist es eine Anmassung der LK Menschen zu VERBIETEN im eigenen Kreis die Bibel zu studieren. Diese Lügner wollen nur verhindern daß Gläubige zu einem anderen Ergebnis kommen als sie, die, die alle Macht in ihren Händen halten wollen. Glaubst Du daß das der Wille Gottes ist? Glaubst Du daß ein Gott sich einer Organisation bedient die IHM vorauseilt und ihre EIGENEN, falschen. angeblich biblischen Erkenntnisse ohne SEINE Zustimmung als Dogma für Christen gelten soll?

    Zusammenkommen kann man immer. Gläubige kommen zusammen in jeder Art und Weise.
    Die ZJ verdammen jede andere Religionsgemeinschaft oder Kirche als ein Teil der Hure Babylons. Warum? An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen… so sagen sie.

    Was sind die Früchte der WTG, LK, TuvS? Lügen, Irrlehren, falsche Endzeitprophezeiungen, Deckung von Kindesmissbrauch innerhalb der Organisation, von der Organisation beführwortete Kindesmisshandlung ( Wer seinen Sohn liebt….), Mord durch Irrlehren wie z.Bsp. die Blutfrage, die Maliva-Tragödie kontra Mexiko-Gutheissung,(Maliva-Todesurteile, in Mexiko durch die WTG gedeckte und beführwortete Bestechungen) kannst alles hier nachlesen mit BELEGEN anhand des Wachtturmes.

    Wenn Du WRKLICH an einer Wahrheit interessiert bist, dann informiere Dich. Lass nicht für Dich denken. Informiere Dich genau über die angeblich so richtigen Berechnungen der WTG. Denn auch die Berechnung zu 1914 war von Anfang an falsch, ob nun als Datum für Harmagedon wie auch als Datum zur Inthronisierung Jesu. Da wurde eine völlig falsche Jahreszahl zur Grundlage genommen.

    Wenn Dich die WAHRHEIT wirklich interessiert, dann informiere Dich, auch wenn der der falsche Prophet WTG Dich davon abhalten will.

  • #3162
    katrin

    “Am 17. November schrieb sie:
    Jeder Bruder, der seit 1985 getauft wurde, hat diese Frage selbst einmal mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet. Aber anscheinend sind sich viele nicht ganz bewusst was das bedeutet. Als ich mich 1997 taufen ließ, ging es mir genauso. Dieses Gelöbnis stellt die Täuflinge mit den Männern in Verbindung, die als „leitenden Körperschaft“ die Wachtturm-Organisation repräsentieren, anstatt mit Jehova Gott und seinem Sohn Jesus Christus. ”

    Sorry, hätte ich dazu schreiben sollen, daß das kein Bericht von mir ist. Zur Richtigstellung: Der Bericht über diese Taufe ist nicht von mir. ICH bin Ender der 80ziger ausgetreten und zum Glück NIE wieder zu den ZJ zurückgekehrt. Was ich in dem Beitrag schilderte sind Auszüge aus einem Aussteigerbrief.

  • #3163
    katrin

    Korrektur zu #3161

    es muß heißen MALAVI-Skandal und nicht Maliva

    Beitrag #3156 sind Auszüge aus einem Aussteigerbrief.

  • #3164
    Chris

    Komisch, aber der einzige Zeuge Jehovas, den ich kenne, war weder sonnenverdunkelnd breitschultrig noch (sorry, Obi) von genetisch auserwählter Schönheit, sonder eher ein kleinerer, untersetzter Typ mit dicker Brille. Durch besonders adrette Kleidung ist er mir nicht aufgefallen, fluchen konnte er wie ein Pferdekutscher und zum Feierabend Bier hat er ebenso wenig nein gesagt wie zum gemeinsamen Fußball-Kick (der wiederum häufig zu erwähnten Flüchen führte) und im Autoradio lief auf durchaus Metallica und ähnliches. Wirkte mich, obwohl auf Zeugen-Familie stammend weder gehirngewaschen noch sonstwie seltsam.

    Aus Kindheitstagen kann ich mich noch an die Brüder meines Opas und ihre Frauen erinnern, die wohl auch Zeugen waren. Das hab ich aber erst später erfahren, weil es auf den Familientreffen (bei uns Nichtzeugen, die irgendwo zwischen liberalem Christentum, Agnostik und Atheismus pendelten) nie Thema war. Merkwürdiger als 80-jährige entfernte Verwandte für Kinder generell sind, kamen sie mit auch nicht vor.

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