Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt

Vergessen Sie Benedetto, vergessen Sie Luther, vergessen Sie Gandhi, Buddha und den Rest. Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt – das versichern wir Ihnen; wir haben es erlebt. Am Gründonnerstag im Königreichssaal in Dortmund Hombruch beim Abendmahl des Herrn. Ein Erlebnisbericht von Herrn Schlange und Herrn Joswig.
Zur Vorgeschichte:
Zum wichtigsten Fest des Jahres, dem Tode unseres Heilands, sollten die Menschen sich ihrer Wurzeln besinnen. Nur durch das Opfer Jesu haben wir das göttliche Geschenk empfangen, uns von der Erbschuld, dem Sündenfall im Paradies, reinwaschen zu können.
Verständlich, dass in den Wochen vor dem Osterfest die Zeugen Jehovas armen Sündern ihre Hand reichen und Einladungen an Haustüren, Straßenecken und Billardtischen verteilen.
Herr Schlange fand die Option auf Erlösung am Dortmunder Hauptbahnhof – auf den ersten Treppenstufen zur Innenstadt. Seine schlafverklebten Augen erblickten in der Morgensonne zwei zierliche Beine, die unter einem knielangen Rock hervorlugten. Sein Blick blieb hängen, wanderte hoch, und ein zartes Mädchenlächeln strahlte ihn an wie ein Stern am aufklarenden Nachthimmel. Eines kam zum anderen: der Frühling, die Röcke, Müdigkeit, Testosteron und Vogelgezwitscher. Herr Schlange lächelte zurück und das zarte Geschöpf mit ihrem verführerischen Rock streckte ihm einen Zettel entgegen.
„Darf ich dir eine Einladung geben?“
„Sicher.“
Dass diese unschuldige Schönheit eine Zeugin Jehovas war, begriff er erst, als er die letzten Stufen zum Paradies erreicht hatte. Auf dem Plateau standen sieben schöne Menschen in Maßanzügen und Businesskleidchen – aufgestellt wie Spinnen im Netz an jedem Eingang und Winkel. Zielsicher sprachen sie Fußgänger an – Weiblein zu Männlein, Männlein zu Weiblein. Sex sells – das schien selbst in Jehovas Reich angekommen, und Schlange war an den klebrigen Fäden aus Hoffnung, Begierde und Gratis-Broschüren hängen geblieben.
Er steckte an einem Informationsstand den aktuellen Wachturm in die Tasche und zog weiter in die Redaktion.
Siebzehneinhalb Zigaretten später kam ihm die Eingebung. Es war abends, er saß Zuhaus und hörte Musik. Sexuelle Unmoral, Trunkenheit, Lügen, Habgier, unanständiges Reden, Missbrauch von Blut (in Form von Blutwurst), Genuss von Tabak „und so genannten Freizeitdrogen“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 122) – sieben von 14 Todsünden der Zeugen erfüllt. Es war Zeit für eine Waschung.
Herr Schlange goss sich ein neues Glas Glas Whisky ein, griff zum Telefon und rief Herrn Joswig an. Dessen erster Kommentar zur Aussicht auf Vergebung aller Sünden: „Geile Scheiße.“ (unanständiges Reden)
Joswig kicherte, und beide steckten sich eine Kippe an. Damit war es besiegelt. Touri-Fahrt zum Abendmahl. Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle schlagen Haken ins Paradies.
Gründonnerstag, die Anfahrt ins Himmelreich
Kurz nach 19 Uhr, Treffpunkt Redaktionsräume: Herr Joswig betritt das Großraumbüro gewappnet, um Gott auf eine neue Partie Mensch ärgere Dich nicht zu fordern – dunkle Stoffhose, blauer Pullunder, weißes Poloshirt und ein Scheitel, der jeder Brisk-Werbung geschmeichelt hätte.
Hinter zwei Flachbildschirmen entdeckt er Herrn Schlange. Ebenfalls gläubig gestylt: weißes Hemd, schwarzer Cord-Anzug, Rasur, nettes Lächeln. Joswig ist beruhigt. Wenn man Erlösung versprochen bekommt, sollte man sich auch in Schale werfen.
„Durch regelmäßige persönliche, aber unaufdringliche Besuche wollen wir erreichen, dass Medienvertreter erkennen, dass … wir keine grauen Mäuse sind, sondern durch schickliche Freizeitkleidung uns so geben, wie wir wirklich sind: nett, adrett und weltoffen (…); wir wie ‚Heintje’ sind – die netten Jungs und Mädels von nebenan.“ (Wachturm 15. Aug. 2000 S. 4)
Nach einer halben Stunde der Aufbruch. Vom Hauptbahnhof bis Hombruch per Auto gut zwanzig Minuten. Angespannte Heiterkeit erfüllt Joswigs Bulli. Erste Bedenken keimen auf.
Mit straff organisierten Drückerkolonnen lege man sich da an, hartnäckig und überzeugend. 20 Stunden macht ein Zeuge pro Woche auf Klingelmännchen. Jede Energiereserve wird der Verkündung der Wahrheit geopfert. Einmal in die Organisation gerutscht werden die sozialen Kontakte auf die eigenen Reihen beschränkt, der Ausstieg so immer weiter verbaut. Die Zeugen Jehovas werden Sinn, Zweck und Inhalt deines Lebens.
Ein Zigarettenstummel nach dem anderen landet im Aschenbecher oder auf dem vorbei ziehenden Asphalt. (Genuss von Tabak)
„Hilf den Brüdern zu erkennen, dass die Beteiligung am Verkündigen der guten Botschaft eine heilige Pflicht ist, ein Erfordernis, von dem unser Leben abhängt…“ („Gebt acht auf Euch selbst und auf die ganze Herde“ – Lehrbuch für die Königreichsdienstschule, Wachturmgesellschaft: 1991, S. 35)
Sie sind fast da. Schlange bekommt feuchte Hände, Joswig trommelt auf dem Lenkrad. An diesem Abend geht es um Leben und Tod, oder um 23 Besuche der „Verkünder“ vor der Haustür. Missionierung ist die Existenz eines jeden „Auserwählten“. Und die zwei verlotterten Tausendsassa sind auf direkten Wege in die Kommandozentrale der religiösen Staubsaugervertreter.
Ihr einziges Schutzschild gegen die ambitionierten Glaubensjünger: eine ausgefeilte Geschichte und zwei neue Identitäten (Lüge): Martin Glotz (Herr Schlange), trockener Alki, sucht Halt im Leben. Als ihm die süße Maus am Bahnhof wie ein Engel vom Himmel herab erschienen war und ihn zur Feier einlud, erfüllte ihn Hoffnung. Er ist auf der Suche. Als getretenener Hund natürlich auch vorsichtig. Deswegen die Begleitung durch seinen guten Freund Marcel Natas (Herr Joswig).
Aus anschwellender Paranoia wird ihr Wagen 750 Meter entfernt vom Königreichssaal geparkt. Die Zeugen dürfen niemals ihr Kennzeichen erfahren oder Flugblätter hinter die Scheibenwischer klemmen. Als sich die Wagentüren öffnen, steigen schwere Rauchschwaden in den milden Abendhimmel. Joswig hustet und steckt sich die nächste Kippe an, Schlange zieht nach. Dann Contenance, Jackett zuknöpfen, Ruhe finden – kein Lachen während der Zeremonie und kein Käsedipp zu den Oblaten.
An der Behringstraße 9, dem Hort der Königsreichskinder, steht ein massiger Typ, hellgrauer Anzug, gelbe Krawatte, Axel Schulz in zwanzig Jahren – nur besser gekleidet. Er entdeckt die zwei verunsicherten Gestalten an der Straßeneinfahrt, nimmt Blickkontakt auf. Die Schlinge zieht zu.
Kein Entrinnen, nur noch Hoffnung auf Erlösung.
Schlange und Joswig tapern wie eingeschüchterte Köter zum himmlischen Tor.
„Satan behauptete interessanterweise: Alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S.120; Hiob 2:4)
Das Abendmahl des Herrn, dem Himmel so nah

Durch die Milchglastüren zum Königsreichssaal klingen gedämpft Gebete.
Joswig zu dem Türsteher mit der gelben Krawatte: „Oh, schon angefangen. Dürfen wir überhaupt noch rein?“
„Selbstverständlich“, antwortet er mit sonorer Stimme und schiebt die zwei Sünder sanft ins Königreich.
Am Kopfe des Saales steht am Rednerpult ein Bruder mit Halbmond-Brille und feinen Gesichtszügen und erklärt in einleuchtender Klarheit, dass Wir alle Sünder sind und sich niemand davon selbst befreien kann. Der vollkommene Mensch ist nur eine Illusion der Werbeindustrie, niemand ist rein und perfekt. Der einzige Ausweg der Menschheit: Jehova. Logisch.
Schlange und Joswig schauen sich um. Auf den Stühlen, die den kleinen Saal füllen, sitzen rund 70 Personen jeglichen Alters und lauschen den Worten, die von vorn auf sie eindringen. Die Luft ist rein und sündenfrei.
Auf der rechten Seite sind die ersten beiden Stuhlreihen in vorderster Front unbesetzt. Offensichtlich die Besucherplätze. Die verirrten Himmelhunde schlurfen mit gesenktem Haupt über den beigefarbenen Teppichboden – vorbei an Drei-Generationen-Familien in perfekt sitzenden Anzügen und Kostümchen.
Die Präsenz der Zeugen schüchtert ein und beeindruckt zugleich. Eine junge Generation von Alpha-Menschen wächst hier heran. Athletische Körper, selbstbewusste Blicke, makellose Gesichter. Frauen in genetischer Schönheit und durchtrainierte Männchen, denen man unterwürfig die Kehle präsentieren will. Vielleicht ist ein Leben nach Gottes Wille doch förderlich für die Gesundheit von Körper und Geist.
Die zwei Ungläubigen umgibt eine Dunstwolke, als hätten sie in Aschenbechern gebadet. Im Antlitz der Designerstoffe wirkt Schlanges Cord-Jackett, das zerknitterte Hemd (beides H&M) und die ausgewaschene Cord-Hose (C&A) erbärmlich, Joswigs Pullunder gar indiskutabel. Obwohl die zwei auf alles vorbereitet schienen, kamen sie sich selten so deplaziert vor, zwei Hippies spielen auf dem Golfplatz Hacky-Sack.
Als sie sich setzen, steht an der gegenüberliegenden Seite ein dunkelhaariger Bursche mit breiten Schultern und kräftigen Oberschenkeln auf und verschwindet im Hinterzimmer. Wenig später kehrt er auf seinen Platz zurück, und ein freundlicher Teddybär setzt sich mit einem väterlichen Lächeln neben die beiden. Bei jeder Bibelstelle schlägt er die geheiligte Schrift auf, zeigt auf die richtige Stelle und hält das Buch der Weisheit in der ausgestreckten Hand den Unwissenden rüber, damit sie lesen können.
„Als Du zum ersten Mal gehört hast, was die Bibel wirklich lehrt, hat da dein Herz vor Freude, Begeisterung und Liebe zu Gott auch Feuer gefangen?“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 188)
Die weisen Worte hallen durch den Saal. Das Ende allen Lebens steht kurz bevor, die endzeitliche Entscheidungsschlacht im Krieg des Allmächtigen, das biblische Armageddon, bei den Zeugen das Harmagedon, bei den beiden Wölfen im Schafspelz in der ersten Reihe das unvermeidliche Karmageddon.
„Harmagedon nicht auf die leichte Schulter nehmen – Die Frage ist, auf welcher Seite jeder Einzelne in diesem entscheidenden Konflikt letztlich steht.“ (Wachturm 1. April 2008)
Nur 144 000 geistgesalbte Wesen gesammelt seit Anbeginn der Zeit wird ein Leben im Himmel gewährt. Bedingung u.a.: ein jungfräulicher Abgang. Joswig und Schlange senken ihre Häupter zu Boden. „Drecksscheiße“, hämmert es in ihren Köpfen. „Das kam zwei Jahrzehnte zu spät.“
„Wer flucht, missachtet den Schöpfer der Sprache. Angenommen, du hast einem Freund ein Hemd geschenkt oder einer Freundin eine Bluse. Was würdest Du denken, wenn er oder sie dein Geschenk als Fußabtreter missbrauchen würde? Was denkt wohl unser Schöpfer, wenn wir sein Geschenk – die Sprache – missbrauchen?“ (WTG März 2008, S.20)
Den besten Zeugen gehört der Himmel, den Rest (laut Wachturmgesellschaft leben derzeit 6,5 Millionen Zeugen Jehova auf der Welt) erwartet ewiges Leben auf Erden in der Kolchose der Glückseligkeit, den übrigen Rest (rund 6,75 Milliarden) der endgültige Tod.
Das Abendmahl: Der einzige religiöse Feiertag der Zeugen Jehovas ist das Abendmahl des Herrn, das auch Gedächtnismahl oder Feier zum Gedenken an den Tod Christi genannt wird. Dieses Fest wird einmal jährlich am 14. Nisan, dem Tag des alt-jüdischen Passahs, nach Sonnenuntergang gefeiert. Während der Feier wird eine Ansprache gehalten. Anschließend werden die Symbole, ungesäuertes Brot und Rotwein, herum gereicht. Nur eine Minderheit mit himmlischer Hoffnung (144 000) nimmt von den Symbolen. Die anderen geben sie weiter, ohne davon zu nehmen. (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 206)
Der Höhepunkt des Abends: Die Symbole werden gereicht. Das stattliche Alpha-Männchen mit den kräftigen Oberschenkeln und ein nicht minder attraktiver Bruder Ende zwanzig stehen auf und reichen den ersten Reihen Schüsseln mit trockenem Brot. Richtige Heintjes hatten sich die zwei Sünder anders vorgestellt.
Schlange beobachtet Joswig, wie er nervös auf das Brot stiert, nach der Schüssel greift und sie schnell weiter reicht. Bei dem bauchigen Rotweinglas, in dem verführerisch der Traubensaft schwenkt, denkt er länger über eine Kostprobe nach. Als er das Glas schließlich aus der Hand gibt, atmet Schlange durch. Die Weinrebe der Erkenntnis hätte ihnen fast ihren Platz im Paradies gekostet. Geschafft. Nichts gegessen, nichts getrunken. Eine ziemliche scheiß Party so ein Abendmahl.
Nach fünf Minuten hinkt ein älterer Herr zum Gabentisch und stellt Brot und Wein zurück. Kein Krumen wurde angerührt, kein Schluck genippt. In Hombruch gibt es keine Auserwählten – und keine Jungfrauen.
Auszug aus dem Paradies

Zum Abschluss wird noch ein Liedchen geträllert, die zwei Himmelhunde bekommen ein eigenes Gesangsbuch. Die Gemeinde hat sie aufgenommen.
Nach einer Stunde und fünfzehn Minuten löst sich das Fest der Feste. Die Kinder dürfen wieder rumtollen, es wird gelacht und geredet. Joswig beobachtet, wie die zwei jungen Vorzeige-Zeugen nach vorn gehen und die Weingläser abwischen. Er entspannt sich wieder. Er würde bei den Zeugen keine Fingerabdrücke hinterlassen.
Schließlich beugt sich der hilfsbereite Teddy rüber und fragt die beiden Sünder zu seiner Rechten, wie es ihnen gefallen habe.
Joswig von der Last der Paranoia befreit reagiert als Erster: „n bisschen viel auf einmal.“
Schlange schweigt betreten und reibt sich die Handknöchel. Irgendwann stammelt er mit belegter Stimme: „Es ging ziemlich an die Substanz. Kann ich mich denn auch – unabhängig von der Erbsünde – von all den Sünden befreien, die ich im Leben begangen habe?“ (Sexuelle Unmoral, Trunkenheit, Lügen, Habgier, unanständiges Reden, Missbrauch von Blut (Grützwurst und Blutwurst), Genuss von Tabak „und sogenannten Freizeitdrogen“)
Der Teddy: „Jesus hat sein Leben als Lösegeld für unsere Sünden gegeben.“
Joswig immer unbeschwerter: „Also quasi als zweite Chance.“
Der Teddy: „Ähm, quasi. Kein Mensch ist frei von Sünde, müsst ihr wissen. Niemand kommt als vollkommener Mensch auf die Welt.“
Ein wohliges Gefühl macht sich breit. Es scheint nicht alles für die zwei Sünder verloren. Immer mehr Zeugen scharren sich um die beiden, lächeln sie an, reichen ihre Hände, stellen sich vor. Wie eine himmlische Familie. Kleine Kinder werden von ihren Müttern geschickt, die verirrten Lämmer zu begrüßen. Auch die Frau des Teddys gesellt sich zu den ärmlichen Gestalten, eine adrette Mittfünzigerin mit eingeschnittenem Rock und straffen Waden (Schlanges Blick blieb an ihrem Oberschenkel hängen, als ein kleiner Junge sich an ihr vorbei zwängte und ihr rosiges Fleisch bis weit übers Knie freilegte, (Sexuelle Unmoral)).
Sie zieht ihre Tochter an die Seite, damit sie sich ebenfalls vorstellen kann. Den Sündern bleibt der Mund offen. Eine göttliche Blondine im strengen Rock, hauteng, der ihr knapp übers Knie reicht, dünne Nylons und schwarze Stilettos. Eine Frau zum Schänden und Niederknien (Sexuelle Unmoral). Zwei Sünder ein Gedanke – so schön könnte das Paradies sein.
Nachdem sie ein kleines Büchlein (Was lehrt die Bibel wirklich?) zugesteckt und jede erdenkliche Hilfe zugesichert bekommen haben, und ihnen der sympathische Teddy diskret und zurückhaltend eine Nummer für mögliche Bibelbesprechungen gereicht hat, werden die zwei aus dem himmlischen Reich geführt. Die Ferien auf der Paradiesinsel sind vorüber.
Sie schreiten vorbei an bezaubernden Frauen in provokanter Strenge (Sexuelle Unmoral), an Männern, die hinter ihren Rücken die Sonne verdunkeln könnten, Lächeln werden ihnen entgegen gebracht, Hände gereicht – Herzlichkeit wie Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem am Palmsonntag.
Epilog
Und die zwei Sünder haben, nachdem sie das göttliche Licht erblicken duften, nichts besseres im Sinn als die nächste Kneipe anzusteuern und den verschmähten Rotwein mit einem Glas Bier zu vergessen, feixend das Buch der Weisheit zu zerreißen und nachts den himmlischen Geschöpfen in ihren Röcken zu gedenken.
„Die Sünder werden von der Erde beseitigt werden; und was die Bösen betrifft, sie werden nicht mehr sein.“ (Psalm 104: 35)
See you in Hell, ihre Wattenscheider Schule.





#1 | Malte sagt am 13. April 2009 um 20:12
Sehr schön
Danke!
#2 | Arnold Voß sagt am 13. April 2009 um 21:11
Auch streng gläubige Menschen haben Körper, und sie wissen es, denn er erinnert sie gewissermaßen aus sich selbst heraus mit penetranter Regelmäßigkeit daran, dass sie nicht nur aus Geist und Seele bestehen.
#3 | ch_we sagt am 13. April 2009 um 22:04
Hehe.
#4 | el-flojo sagt am 13. April 2009 um 22:41
“Geile Scheiße.”
Genau das ist dieser Artikel. Macht richtig Spaß!
#5 | Michael Stein sagt am 14. April 2009 um 08:20
Unterhaltsame Polemik im Pop-Style, thx. Aber was (zur Hölle) unterscheidet den Oster-Jam der Zeugen von den crazy Events der anderen christlichen Glaubensgemeinschaften? Brave Chicks in kniefreien Kostümen, knuddelige Liturgie-Bären, adrette Alpha-Karrieristen, das ist ebenso der Standard-Cast in katholischen und protestantischen Pfarrheimen und Gemeindezentren. Wandlung, Symbole, Zuckerbrot und Peitsche: Normaler Pfaffen-Fundus. Ach ja, die penetrante Mission, die machen die Katholen nur noch in Rußland und Afrika. Aber, hey! Ohne die hättet ihr von dem abgefahrenen Scheiß ja gar nicht erfahren!
#6 | Dennis sagt am 14. April 2009 um 11:32
Starkes Teil
#7 | David Schraven sagt am 14. April 2009 um 12:29
Gonzo. Geil.
#8 | j sagt am 14. April 2009 um 18:19
supersache das!
#9 | Sven Halen sagt am 15. April 2009 um 11:55
geilo…
meine oma sympathisiert auch mit denen, vielleicht frag ich sie mal ob wir nicht zusammen da vorbeischauen…
#10 | Detlef Kersting sagt am 8. August 2009 um 20:43
Sehr humorvoll, wie ich meine. Ich habe einen protestantischen Hausname, bin römisch kath. aufgewachsen, und jetzt ein ein getaufter ZJ.
#11 | Jahresrückblick 2009: April » ruhrbarone sagt am 23. Dezember 2009 um 09:23
[...] Und dann berichteten wir noch vom Sauerland-Prozess und einigen Ungereimtheiten um die Terrorgruppe IJU, die anstehende Wahl des ziemlich machtlosen Europaparlamentes und hatten auch noch eine Premiere: Die Wattenscheider Schule veröffentlichte ihren ersten Text: Die Zeuge Jehovas sind die besten Menschen der Welt. [...]
#12 | http://www.myspace.com/miller_mit_i sagt am 29. Juli 2010 um 10:12
http://www.myspace.com/miller_mit_i
na da ham aber welche ahnung!!
math.24:38 Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, 39 und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.
#13 | WATTENSCHEID IST UNSER LEBEN | Ruhrbarone sagt am 2. August 2010 um 10:45
[...] DIE ZEUGEN JEHOVAS SIND DIE BESTEN MENSCHEN DER WELT [...]
#14 | Lukas sagt am 15. August 2010 um 23:29
Wie gut, dass dieser Artikel zu 99% auf Unwissen und 1% aus Subjektivität besteht… denn erst ist von vorne bis hinten QUATSCH. Gute Nacht.
#15 | Thorsten Nupnau sagt am 21. August 2010 um 18:27
Was wollt ihr mit euren Artikeln erreichen, wollt ihr Angst machen vor uns.
Wie ich euren Artikel entnehmen kann, geniesst ihr eure Sünden auch noch.
Niemand sagt er wäre besser als der andere, selbst Jesus war nicht bereit sich als guter Lehrer bezeichnen zu lassen, obwohl er es verdient hätte.
Niemand wird wegen seiner Sünden bestraft, sondern weil er sein Sündiges Leben liebt und es geniesst.
Wer unter seinen Sünden leidet ist bereit sich helfen zu lassen.
Ich weiss auch in der Welt (Ausserhalb Zeugen Jehovas) gibt es Menschen die von Drogen und Süchte loskommen, aber alle die davon loskommen wollen brauchen Unterstützung.
Der Dickste Mann der Welt war in der Lage massiv abzunehmen, durch die Liebe
seiner Frau die er jetzt geheiratet hat.
Das zeigt: Welche Kraft die Liebe hat.
Wenn ihr beiden nur einen Funken Liebe zu Jehova hättet, dann wäre euch alles
möglich.
#16 | Thorsten Nupnau sagt am 21. August 2010 um 18:40
An Michael Stein
Was die Zeugen Jehovas von anderen Religionsgemeinschaften unterscheidet.
Die Lehre unterscheidet sich.
Mustergebet: Dein Name werde geheiligt (Gottes Name ist Jehova)
Dein Königrreich komme (Jesus Christus als König)
Dein Wille geschehe (Die Wiederherstellung des Paradieses)
Falsch: Dein Name werde geheiligt (Gottes Name ist Herr, oder Christus)
#17 | Thorsten Nupnau sagt am 22. August 2010 um 20:40
Was hat euch beiden die Religionen an Erkenntnis anzubieten.
Ich höre von den Obersten Religionsführern nur Gottes Wege sind unergründlich.
Das Volk klatscht dazu weil es als neue Erkenntnis angenommen wird.
Dies ist keine neue Erkenntnis, das hat man schon im Mittelalter gesagt.
Selbst mein streng Islamischer Arbeitskolege ist sehr ratlos, er sagte: Menschlich bin ich ein guter Mensch, aber nach seiner Lehre komme ich in die Hölle, weil ich den Islamischen Glauben kritisiere.
Etwas zu kritisieren oder zu hinterfragen ist Menschlich, selbst Abraham fragte Gott mehrmals ob er Sodom und Gomorra vernichten würde, wenn es nur 5 Gerechte in der Stadt gäbe.
Gott antwortete Abraham, selbst wenn nur 5 Gerechte zu finden wären, so würde er dem ganzen Ort verzeihen.
Er hat ihn nicht gedroht mit Hölle und Verdammnis, weil er Zweifel in Gottes Gerechtigkeit hatte.
#18 | Ältester sagt am 26. August 2010 um 12:22
Ach LUKAS, überlass es doch den unterwiesenen Brüdern und Schwestern, Zeugnis abzulegen.
So wirst Du niemanden zur Wahrheit bringen.
Z.B. Bruder NUPNAU.
Der ist befähigt. Er stellt im ersten Satz bereits fest.
Getarnt als eine Frage, die keine ist.
Eher unbeholfenen Teilen der Herde durch das Fehlen eines Fragezeichens ersichtlich.
Er stellt in seinem ersten Wortbeitrag fest, dass die Autoren seiner Ansicht nach Angst vor den besten Menschen der Welt erzeugen wollen.
Damit ist er beim Thema.
Es geht um Angst, dem zentralen Punkt, um den sich alles dreht.
Jehovas Zeugen atmen Angst, saugen sie mit der Muttermilch auf, lassen sie aus ihrer Mitte ausströmen, arbeiten mit ihr, benutzen sie als ein Werkzeug, sowohl zur Werbung, als auch zur Ausgrenzung.
Sie bezeichnen sich selbst als Schafe.
Jehovas Zeugen sind die ängstlichsten Menschen der Welt.
#19 | Thorsten Nupnau sagt am 27. August 2010 um 15:26
An Ältester
Ich freue mich das du mich für befähigt hältst, in der Versammlung bin ich mehr ein stiller Typ der wenig Kommentare gibt.
Auch im Predigtdienst von Haus zu Haus bin ich nicht der eifrigste.
Ich habe aber keine Angst davor das mich Jehova deshalb bestrafen wird.
Ich geb gern Informell Zeugnis auf meine Art, damit ich verstehe wie die Welt denkt.
Es dreht sich im Leben der Menschen alles um ihre eigene Ziele und Wünsche.
Für Gespräche über Gott ist kaum Platz in ihren Leben.
Auf das Thema Angst bin ich nur gekommen, weil man uns ständig nachsagt, wir haben nur Angst vor Harmagedon deshalb sind wir so eifrig.
Ich möchte nicht so denken wie die Welt.
Alles wird verdreht, damit man ja nicht an die gute Botschaft glauben muss.
Die Wachtturm Gesellschaft gibt keine Negative Botschaft wieder, eines strafenden Gottes der in seinen Zorn wild um sich schlägt, sondern eine gute Botschaft das man errettet werden kann, und die Botschaft von der neuen Ordnung, wieso muss ich davor Angst haben.
Ich muss mehr Angst davor haben in dieser Welt zu leben, wo Mord und Totschlag Alltag ist, wo eine Wirtschaftskrise die nächste ablöst.
Eine Welt die einen Rachsüchtigen Geist hat.
Warum haben die Menschen vor dieser Welt keine Angst, aber vor Jehova
soll man Angst haben, das ist irrsinnig.