Dierkes-Lesung: Ausschreitungen auf Antisemiten-Veranstaltung in Duisburg
Bei der gestrigen Lesung des international als Antisemiten angesehenen Ratsfraktionsvorsitzenden der Duisburger Linkspartei, Hermann Dierkes, kam es zu Ausschreitungen.
Während der öffentlichen Veranstaltung im Internationalen Zentrum (IZ), einem Kulturinstitut der Duisburger Volkshochshule, filmte der bekannte Ruhrgebietsblogger Christian Spließ aka Prospero die Einlassungen des vortragenen Herrmann Dierkes.
Spließ durfte von Dierkes’ konkuldentem Einverständnis ausgehen.
Das Ablichten Dierkes’ nahm der Pressesprecher der Duisburger Linkspartei, das ehemalige DKP-Mitglied Horst Werner Rook, zum Anlaß, den Blogger zum Verlassen des Saales aufzufordern.
Dieser kam dem nach und wurde vor dem Veranstaltungssaal von Zuhörern bedrängt, die Spließ aka Prospero verfolgt hatten.
Spließ schildert das nachfolgende Geschehen so: “Sie nahmen mich in den Polizeigriff und nötigten mich zur Herausgabe meiner Kamera. Sodann löschten sie die Dateien mit den Aufnahmen der Veranstaltung”.
Die Datenlöschung geschah direkt unter den Augen von Wolfgang Esch, dem Leiter des IZ, der nicht eingriff.
Auf der von rund 70 Personen besuchten Lesung wurde auch ein Dossier verteilt, das die in Gang gekommenen Proteste gegen Dierkes aufgrund seiner delegitmierenden Thesen zu Israel auf ein Netzwerk von Bloggern zurückführt.
In seinem Eingangsstatement legte Pressesprecher Rook der Versammlung umständlich und indirekt dar, daß mit der von Blogs wie den Ruhrbaronen angeblich gesteuerten Kampagne gegen Hermann Dierkes auch die Interessen des deutschen Verfassungsschutzes und des israelischen Geheimdienstes bedient würden.
Hermann Dierkes erklärte, daß er von seinen Thesen, wie sie im Youtube-Video dokumentiert werden, “niemals abrücken” würde.
Update: der Linke Fraktionschef von Duisburg Dierkes redete in der Nacht noch den Angriff und die Tätlichkeiten seiner “guten und hilfreichen” Genossen auf den Blogger schön, wie aus einer Email hervorgeht, die auf der Seite bart-engelbart.de veröffentlicht. Die Täter hätten dem Blogger “vor dem Saal dabei geholfen, es (ein Video der Veranstaltung) zu löschen.” Damit hat sich der Anti-Semit Dierkes endgültig aus dem Kreis der Demokraten verabschiedet. Er heißt Gewalt gut.






#51 | dergletscher sagt am 19. März 2010 um 00:07
moin moin,
erschreckend ist wie jemand wie Dierkes auf einer öffentlichen(!) Veranstaltung begrüßt wie Fotorechte unliebsamen Zeitgenossen entzogen werden.
Beweis: Keine Intervention während der Nötigung vor Ort im IZ
+ Nachtreten “Gute und hilfreiche Genossen haben ihm vor dem Saal dabei geholfen, es zu löschen” — aber schon praktisch, wenn man die Fehltritte wieder kaschieren versuchst, der alte Mann und die Technik mit den Spuren im Netz.
#52 | Links anne Ruhr (19.03.2010) » Pottblog sagt am 19. März 2010 um 06:14
[...] am Vortag: Duisburg: Ausschreitungen auf Dierkes-Lesung (Ruhrbarone) – Bei einer Lesung des umstrittenen Hermann Dierkes in einem öffentlichen Gebäude [...]
#53 | Herr Rhei sagt am 19. März 2010 um 08:48
Zwei Fragen wären ja generell zu klären: Ist Dierkes als Person eine sogenannte relevante Person der Zeitgeschichte? Wenn ja, dann wären laut KUG §23 Aufnahmen von ihm kein Problem, sehen wir mal vom “Interesse der Öffentlichkeit an der Berichterstattung” mal ab. Das dürfte wohl gegeben sein in diesem Falle, spätestens nach dem Auftauchen des Youtube-Videos darf davon ausgegangen werden. Wenn nur Herr Dierkes auf den Aufnahmen zu sehen gewesen sein sollte und nicht das Publikum sollte das eh nicht das Problem darstellen.
Interessant ist, dass der Blogger von etliche Tage vorab ankündigte erscheinen zu wollen: http://nurmeinstandpunkt.wordpress.com/2010/03/09/lieber-herr-dierkes/
Die LINKE hätte ja durchaus reagieren können und dem Blogger den Zutritt im Vorhinein verwehren können – zumal gewisse Personen vom Pressesprecher der LINKEN ausdrücklich als unerwünscht bei der Veranstaltung bezeichnet wurden. Dies ist nicht erfolgt.
Die zweite Frage: Wie es scheint wurde der Vorfall damit begründet, dass der Betreffende gegen das Hausrecht des IZs verstoßen habe. Nur: Diese Veranstaltung wurde von drei Parteien veranstaltet. Herr Esch könnte diese Frage sicherlich beantworten: Wer von diesen Parteien hatte an diesem Abend das Hausrecht im IZ? Indirekt wird im BILD-Artikel von gestern die LINKE dafür angegeben, jedenfalls kann man das so interpretieren. Offensichtlich war dies in der Vorankündigung nicht, siehe Screenshot neben dem verlinktem Artikel.
Und der Vorwurf, dass der Blogger hätte wissen müssen worauf er sich einlässt ist in dieser Hinsicht Unsinn: Wenn in einer Veranstaltung, die unter anderem von einer Organisation mitveranstaltet wird, die das Wort “Frieden” im Titel trägt, Gewalt angewendet wird ist das in höchstem Maße paradox.
#54 | vonhaeften sagt am 21. März 2010 um 19:30
#40 | gegenkritik: ein wunderbarer Kommentar!! Genauso ist es. Auch ich wurde schon einmal bei einer israel-freundlichen Veranstaltung von ein paar jungen Türken vor dem Saal aufgerfordert, die Fotos auf meiner Kamera zu löschen. Daraus lernt man: nimm noch kleinere, fast unsichtbare Kameras auf solche Veranstaltungen mit. Auch gibt es inziwschen hervorragende Ausnahmegeräte, die man in der Jackentasche stecken lassen kann, wo sie trotzdem beste
Aufnahmequalität liefern (siehe bei Conrad-Elektronik der DR2 Recorder, 4 Mikrofone, 14 Stunden ununtrebrochene Aufnahme!).
#55 | Michael Kolb sagt am 22. März 2010 um 01:32
Ich frage mich manchmal, was schlimmer ist, Leute wie Dierkes selbst oder die Menschen, die ihn verteidigen. Von Barth-Engelbarth implizit als faschistisch und bestechlich bezeichnet zu werden provoziert auf meiner Seite ein paar Reaktionen:
1. Ich überprüfe meinen Kontostand… Mist! Die Schekel vom Mossad sind noch nicht angekommen, vielleicht sollte ich beim nächsten Gespräch mit meinem Führungsoffizier doch die IBAN oder SWIFT Nummer angeben (oder mit was auch immer Überweisungen aus dem Ausland funktionieren) angeben… oder hat hier etwa jemand die Kohle veruntreut… aufzeigen, wer es gewesen ist…
2. Ich bin angepisst und schaue mir an, wer das über mich gesagt hat. Auf der Seite von Barth-Engelbarth findet sich eine Rubrik mit web-links, unter anderem auch zu Wikipedia. Wuff, es gibt einen Wikipedia-Artikel zu dem Mann… dooferweise ein Artikel, der von Hartmut selbst verfasst worden ist..
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Hartmut_Barth-Engelbart
. ’schulligung… aber einen derartig selbstverliebten Menschen kann ich nicht ernst nehmen…
Womit es sich eigentlich erledigt hat, also die Sache mit dem angepisst sein. Irgendwann ist es nur noch eine Art von Mitleid. Der Text, in welchem ich als Faschist beschimpft werde, driftet irgendwann ab in eine Art von Jugenderinnerung… O.K. ich habe auch ein paar davon… Damals, ein paar Stufen über mir, hatten wir einen, “Fisch” war sein Spitzname, extrem trinkfest, extrem ausrasierter Nacken und extrem scharfer Seitenscheitel… ich erinnere nicht sonderlich viel von ihm… zum einen eine gewisse Schmerzresitenz, als er mal im Suff den Adler über eine Absperkette machte und am nächsten Tag nur noch mit einem “halben Gesicht” in der Schule auftauchte. Zum anderen seine politische Selbstcharakterisierung. Er bezeichnete sich gern als “faules Radieschen”, aussen rot und innen braun! Besser kann man es nicht sagen, denn genau das sind diese Leute!
#56 | Duisburger Polizeichef hört auf Dierkes | Ruhrbarone sagt am 23. März 2010 um 13:09
[...] zudem ein Werk von Dierkes zum privaten Gebrauch gekauft. Der Polizeileiter gilt als Linkennah. Bei den Ausschreitungen gegen einen Blogger am Rande der Veranstaltung griff Schmeling nicht ein. Das pikante [...]
#57 | Skowronek sagt am 23. März 2010 um 16:05
“Auch ich wurde schon einmal bei einer israel-freundlichen Veranstaltung von ein paar jungen Türken vor dem Saal aufgerfordert, die Fotos auf meiner Kamera zu löschen. Daraus lernt man: nimm noch kleinere, fast unsichtbare Kameras auf solche Veranstaltungen mit. Auch gibt es inziwschen hervorragende Ausnahmegeräte, die man in der Jackentasche stecken lassen kann, wo sie trotzdem beste Aufnahmequalität liefern (siehe bei Conrad-Elektronik der DR2 Recorder, 4 Mikrofone, 14 Stunden ununtrebrochene Aufnahme!).”
Das ist eine vernünftige, aber falsche Reaktion. Also wir schaffen und kleinere Kameras an, wir akzeptieren, dass Kurt Westergaard mit einen Sicherheitsraum und Hans Peter Raddatz mit Polizeischutz leben muss und dass die Sicherheitskontrollen an Flughäfen immer strenger werden. Wir nehmen all’ das klaglos hin. Es ist ja schließlich nur vernünftig. Und niemand redet über die Ursachen und ob man nicht besser daran etwas ändern sollte.
#58 | Herr Klein » Kein Freund und Helfer? sagt am 25. März 2010 um 11:00
[...] seines Buches Bedingungslos für Israel? zum besten gegeben. Dabei ging es zeitweise wohl hoch her als ein Besucher Dierkes Auftritt gefilmt hatte und daraufhin aufgefordert wurde die Veranstaltung [...]
#59 | Hermann Dierkes – ein linker Israelhasser « Gitarrengott's Weblog sagt am 13. Juni 2010 um 11:01
[...] kann, wie ungerecht er behandelt worden ist, er hat auch nichts dagegen, dass in seinem Namen gewaltsam Berichterstattung über ihn verhindert wird. Und er hat genug möchtegernlinke Spinner hinter sich, die seine erbärmliche Sicht der Welt [...]