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Duisburg: Kategorie C im Medien-Bunker in Marxloh!

Kategorie C in Köln (Foto: Felix Huesmann)

Kategorie C in Köln (Foto: Felix Huesmann)

Die neonazistische Hooliganband „Kategorie C“ und andere rechte Bands hatten für den heutigen Abend zu einem Konzert zugunsten der „Hooligans gegen Salafisten“ eingeladen. Wie bei rechten Konzerten üblich blieb die Ankündigung für die Örtlichkeit des Konzerts vage. Es sollte im „Ruhrpott West“ stattfinden. Jetzt stellt sich heraus, dass das Konzert im Medien-Bunker Marxloh stattfindet. Die Polizei Duisburg bestätigte den Ruhbaronen gegenüber, dass sie einen Einsatz im Zusammenhang mit dem Konzert vorbereitet.

Der Medien-Bunker Marxloh wird von einem interkulturellen Kollektiv betrieben und setzt sich für den Stadtteil ein. In einer ersten Stellungnahme sagte eines der Kollektivmitglieder, dass man betrogen wurde. Erst heute Mittag stellten sich „zwei unscheinbare Personen“ den Kollektivmitgliedern vor und erwähnten natürlich nicht, was für ein Konzert sie planen. Die Polizei ist vor Ort, die Betreiber des Medien-Bunker bestehen auf ihrem Hausrecht und wollen für einen zügigen Abbruch der neonazistischen Veranstaltung sorgen.

Update: Das HoGeSa Konzert im Medien-Bunker ist beendet. Die rechten Musiker packen ihre Instrumente ein. Die ca. 200 Besucher haben die Räumlichkeiten verlassen. Für den Rausschmiss mussten die Betreiber des Medien-Bunker selbst sorgen, und erhielten dabei nach eigenen Angaben keine Unterstützung durch die Polizei.

 

 

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6 Kommentare zu “Duisburg: Kategorie C im Medien-Bunker in Marxloh!

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    Klaus Lohmann

    Warum schreibt die WAZ über den Polizeieinsatz irgendwie anders?

    „Die ersten Streifenwagen trafen um kurz nach 19 Uhr am „Medienbunker“ ein, nachdem der Polizei „eine Musikveranstaltung bekannt geworden“ war, wie die Leitstelle auf Anfrage der WAZ mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt soll auch der Einlass zum Konzert begonnen haben.

    Einsatzhundertschaften aus verschiedenen Teilen des Landes rückten zur Unterstützung an, mehr als 30 Mannschaftswagen, außerdem Kamerawagen sowie die Duisburger Diensthundestaffel waren kurz darauf vor Ort.“
    http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/rechtsrock-bands-tarnten-konzert-als-geburtstagsfeier-id10270896.html#plx1431352771

  • #4
    Sebastian Weiermann Beitragsautor

    Hallo Klaus,
    ich sehe da keinen Widerspruch. Das die Polizei im Einsatz war haben wir auch geschrieben. Im WAZ Bericht liegt der Fokus auf dem Polizeieinsatz, wir haben vorrangig mit den Leuten vom Medien-Bunker gesprochen.

  • #5
    Klaus Lohmann

    @Sebastian: „Für den Rausschmiss mussten die Betreiber des Medien-Bunker selbst sorgen, und erhielten dabei nach eigenen Angaben keine Unterstützung durch die Polizei.“

    Den Satz verstehe ich dann nicht. Haben die Medienbunker-Leute die Nazis jetzt alleine weggedrückt oder friedlich rausgebeten und die Polizei stand nur dumm drumherum?

  • #6
    Sebastian Weiermann Beitragsautor

    @Klaus: Die Hools sind wohl tatsächlich so gegangen. Nachdem ihnen vom Medien-Bunker der Vertrag gekündigt wurde. Die Polizei blieb also was den Rauswurf angeht untätig. Um die Hools die dann draußen waren haben die Beamten sich gekümmert und sie zu Autos und Straßenbahn begleitet.

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