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Dortmund: Erneuter Gündogan-Vertrags-Poker beim BVB emotionalisiert nicht mehr wirklich

Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt

Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt

 

Da ist er nun also endgültig wieder, der fast schon traditionelle Vertragspoker von Ilkay Gündogan beim BVB zu Beginn eines Kalenderjahres. Der Kicker, der seit Jahren aus ganz unterschiedlichen Gründen, seinen Kontrakt bei den Schwarzgelben jeweils immer nur um ein weiteres Jahr verlängert hatte, somit alle 12 Monate in neue Vertragsverhandlungen gerät, beherrscht mal wieder die Schlagzeilen in den Sportteilen vieler Tageszeitungen. Aktuell hat er mal wieder in der ‚Bild‘-Zeitung mit diskutablen Aussagen auf sich aufmerksam gemacht.

Doch inzwischen, sind wir doch einmal ehrlich, emotionalisiert einen der Poker nicht einmal mehr wirklich. Es ist fast schon zur Gewohnheit geworden. Es wird langweilig. Der Nationalspieler könnte den Bogen inzwischen überspannt haben.

Der endlich wieder vollständig genesene, und in guter sportlicher Form aufspielende Mittelfeldmotor von Borussia Dortmund lässt seine Zukunft nämlich auch weiterhin völlig offen. „Eine Entscheidung ist definitiv noch nicht gefallen. Natürlich muss auch alles sehr gut überlegt sein, weil die eigene Karriere zeitlich begrenzt ist“, sagte Gündogan bei den Kollegen über eine mögliche Vertragsverlängerung bei den Schwarz-Gelben.

Nachdem Gündogan bereits in den letzten Jahren (erst verletzt, dann außer Form) ständig Gegenstand von Wechselspekulationen war, verlängerte er in beiden Jahren jeweils um ‚nur‘ ein weiteres Jahr, um dann seinen Marktwert mal wieder neu testen zu können.

Sein aktueller Vertrag in Dortmund läuft nun noch bis Mitte 2017. Scheinbar lange. Doch wenn der BVB für den Mittelfeldstrategen noch eine ordentliche Ablösesumme kassieren möchte, dann wäre ein Wechsel in diesem Sommer wahrscheinlich. Der BVB möchte daher mit Gündogan vorzeitig verlängern, wie auch schon in den letzten Jahren. Doch der Ex-Nürnberger ziert sich noch. Wie ebenfalls schon üblich.

So verständlich das egoistische Vorgehen des Spielers aus seiner Sicht zunächst ja auch sein mag, er scheint aus den Ereignissen der letzten Jahre wenig bis gar nichts gelernt zu haben.
Erst im letzten Sommer brachte das zögerliche Verhalten von Gündogan, der erst wochenlang als potentieller Abgang beim BVB gehandelt wurde, bevor er dann (vermutlich mangels eines adäquaten Angebots) doch noch um ein weiteres Jahr in Dortmund verlängerte, die Pfiffe der Fans bei der Saisoneröffnung ein. Es dauerte dann ein paar Wochen, bevor er auch bei diesen wieder vollständig als ein echter ‚Borusse‘ akzeptiert wurde.

Nun fängt das ‚Spielchen‘ also offenbar schon wieder an. Hat Gündogan das schon vergessen, oder ist es ihm egal?

Fast möchte man als Beobachter aus der relativen Ferne das Kapitel ja durch einen endgültig verkündeten Wechsel, verbunden mit einer angemessenen Ablösesumme für den BVB, welche vermutlich irgendwo um die 40 Mio. Euro liegen dürfte, endlich beendet sehen.
Denn so selbstverständlich ein gesunder Egoismus bei Profikickern ja auch sein mag, man kann eben auch alles übertreiben.

Und reine ‚Söldner‘ im Kader des eigenen Clubs sind bei den Fans eben auch nicht wirklich gerne gesehen. Ilkay Gündogan scheint das jedoch noch immer nicht wirklich verstanden zu haben. Denn sonst würde er sich zumindest nach außen geschickter darstellen, cleverer verhalten. Aber so langweilt die Sache inzwischen einfach nur noch…

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