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Dortmund: Naziangriff in der Meisternacht?

In Ruhrgebiet | Am 23 April 2012 | Von Stefan Laurin

Nach Angaben des Dortmunder Antifa Bündnisses (DAB) wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Szenekneipe HirschQ in der Dortmunder Innenstadt von rechtsradikalen BvB-Fans überfallen.

Am Samstag feierte ganz Dortmund ausgelassen die achte Meisterschaft von Borussia Dortmund. Den Trubel in der Innenstadt nutzten nach Angaben des Dortmunder Antifabündnisses (DAB) mehrere rechtsradikale BvB-Fans aus, um erneut die Szene-Kneipe HirschQ im Brückstraßenviertel am Rand der Dortmunder Innenstadt anzugreifen:

Bereits um ca. 23 Uhr baute sich vor der Kneipe in der Brückstraße eine etwa zehnköpfige Personengruppe auf, die auf Höhe der Straße Helle befindliche Kneipengäste anpöbelte und mit rufen wie “SS, SA, Borussia” und “Scheiß Antifa” ihre rechte Gesinnung zeigten.

Erst der Einsatz der Polizei beendete den Spuk – vorläufig. Denn später in der Nacht wurde die Kneipe erneut angegriffen – diesmal unter anderem mit Dachlatten und Steinen. Ein erneuter Polizeieinsatz stoppte dann  nach DAB-Angaben die Nazis.

Die Polizei bestätigt zwei Einsätze in der Meisternacht in der Nähe der HirschQ, konnte aber bislang keinen rechtsradikalen Hintergrund feststellen.


18 Kommentare zu »Dortmund: Naziangriff in der Meisternacht?«

  1. #1 | Nobbi sagt am 23. April 2012 um 17:46

    Weder Indymedia, DerWesten noch die Polizei berichtet davon…

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 23. April 2012 um 17:51

    @Nobbi: Wir haben nicht den Anspruch, als Letzte zu berichten…

  3. #3 | der, der auszog sagt am 23. April 2012 um 18:43

    Müssen die Dortmunder Polizeibeamten erst noch jemanden fragen bzw. bei Wikipedia nachschlagen, um Begriffe wie SS oder SA als eindeutig nationalsozialistisch zu erkennen?

    Mich wundert jedesmal die Zurückhaltung der Dortmunder Polizei im Feststellungsverfahren eines rechtsradikalen Hintergrundes, wenn das Hirsch-Q von Hooligans und Neonazis terrorisisert wird. Is ja nicht das erste mal der Fall…

  4. #4 | Norbert sagt am 23. April 2012 um 20:48

    Ich bin damit völlig einverstanden, dass die Polizei nicht so kommuniziert und agiert wie die Antifa. Deren “Job” ist halt ein anderer. Es ist völlig richtig, dass die Polizei erst die Zeugen befragt etc. und sich dann äußert.

  5. #5 | Thomas sagt am 23. April 2012 um 21:05

    @3: Die Opfer bei Angriffen auf dieses Lokal sind halt regelmäßig Linke, und die stehen bei der Polizei nicht im besten Ruf. Noch Fragen?

  6. #6 | Unwissender sagt am 23. April 2012 um 22:40

    Es soll ja auch unpolitische Kneipenschlägereien geben, gerade in so einer Nacht…

  7. #7 | Ulrich sagt am 23. April 2012 um 22:40

    @ Norbert: In den letzten Jahren haben Polizei und Staatsanwaltschaft vielfach nicht das gemacht was man von ihnen erwarten darf. Ermittlungen haben sich teilweise über Jahre hingezogen, diejenigen beispielsweise die 2009 die DGB-Kundgebung am 1. Mai angegriffen haben stehen noch immer nicht vor Gericht. Und auch bei den bisherigen Übergriffen auf das Hirsch-Q musste die Polizei wohl zum Jagen getragen werden.

  8. #8 | Werner Jurga sagt am 24. April 2012 um 00:04

    @ Stefan Laurin (#2): Schöner kann man es nicht sagen ;-)

  9. #9 | der, der auszog sagt am 24. April 2012 um 01:17

    @4 Norbert

    ich gehe davon aus, dass die Ruhrbarone die Infos, die diesem Artikel zu Grunde liegen, aus erster Hand erhalten haben und die Leute, die dahinter stecken, der Polizei als Zeugen zur Verfügung stehen.

    Wenn man sich überlegt, wie schnell die Behörden in NRW in der Vergangenheit die Anschläge und Morde der NSU aus der rechten Ecke herausgeholt haben (Otto Schily hat dafür im Zusammenhang mit dem Nagelbombenattentat von Köln keine 24 Stunden benötigt, wofür er sich jüngst – im Gegensatz zu seinem damaligen NRW-Amtskollegen Fritz Behrens (SPD) die Verantwortung übernommen hat), dann verwundert die derzeitige Zurückhaltung schon. Dortmunds Polizei tut sich mit dem Thema Rechte Gewalt immer noch sehr schwer. Ein neuer Polizeipräsident alleine macht halt noch keinen Sommer.

  10. #10 | Naziübergriff auf „Hirsch-Q“ nach BVB-Spiel « antifaschistische union dortmund sagt am 24. April 2012 um 07:10

    [...] der HirschQ, konnte aber bislang keinen rechtsradikalen Hintergrund feststellen.“ (Quelle: Ruhrbarone). Meldung [...]

  11. #11 | Nobbi sagt am 24. April 2012 um 07:48

    “Die Polizei bestätigt zwei Einsätze in der Meisternacht in der Nähe der HirschQ, konnte aber bislang keinen rechtsradikalen Hintergrund feststellen.”

    Halte ich ehrlich gesagt für glaubwürdiger, als eine Antifa-Quelle, zumal die Polizei bzw. TaskForce in Dortmund nicht auf dem rechten Auge blind ist, seitdem der neue Polizeipräsident bei den Dortmunder Nazis richtig durchgreift: in Dorstfeld wurden doch für Plakate schon Razzien durchgeführt, aber ein Angriff soll folgenlos bleiben ? Irgendwas passt doch da nicht zusammen…

  12. #12 | Antifa Medienzentrum Dortmund sagt am 24. April 2012 um 11:26

    Nobbi, was ist Dein Problem? Meinst du wir erkennen keine Nazis, wenn wir welche sehen?

  13. #15 | Nobbi sagt am 24. April 2012 um 18:20

    @#12 | Antifa Medienzentrum Dortmund: Warum habt ihr dann keine Aussage gemacht ?

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4971/2240520/pol-do-auseinandersetzungen-an-der-hirschq-mit-rechtsextremem-hintergrund-polizei-bittet-um-hinweise

    “Eine politische Motivation der Auseinandersetzung ist der Polizei bisher nicht bekannt geworden, Zeugen des Vorfalls gaben sich nicht zu erkennen.”

  14. #16 | Antifa Medienzentrum Dortmund sagt am 24. April 2012 um 20:13

    @nobbi Wieso sollen wir Aussagen machen, wenn wir nicht glaubwürdig sind? Da lügen wir dann doch auch wieder ;)

    Aussagewillige Zeugen empfehlen wir sich am besten bei Back-Up zu melden statt bei der Polizei.

  15. #17 | Nobbi sagt am 24. April 2012 um 22:37

    @#16 | Antifa Medienzentrum Dortmund: Also doch nur heisse Luft…

    Wenigstens ist Polizeipräsident Norbert Wesseler da motivierter:

    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/polizeipraesident-wesseler-kaempft-weiter-in-dortmund-gegen-nazis-id6587487.html

    Polizeipräsident Wesseler kämpft weiter in Dortmund gegen Nazis

  16. #18 | Dortmund bolwerk van autonome nationalisten | Doorbraak.eu sagt am 27. Juni 2012 um 10:01

    [...] door extreem-rechtse voetbalsupporters. Alleen een links internetnieuwsportal maakte daar melding van. Het persbericht van de politie zweeg over de ‘incidenten’. “De politie-inzet verliep [...]

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