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Dortmund: Nazis bedrohen Unternehmer

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Die Dortmunder Nazis bedrohen ein Immobilienunternehmen, das ein Ladenlokal an eine Buchhandlung vermietet hat.
Das Nazi-Problem in Dortmund hat eine neue Dimension erreicht: Nachdem die Rechtsradikalen seit Jahren gegen Gewerkschaften, Nazi-Gegner und die Kirche hetzen ist nun erstmals ein Unternehmen in das Visier der Extremisten geraten: Nachdem das Immobilienunternehmen Schneider ein Ladenlokal in der Scharnhorststraße an eine alternative Buchhandlung und ein Fotostudio vermietet haben, haben die Nazis zu Protesten gegen Schneider aufgerufen. Nach Informationen dieses Blogs gab es von Seiten der Nazis einen Farbanschlag auf eine Filiale des Immobilienunternehmens. Zusätzlich wurde über eine Internetseite der Rechtsradikalen dazu aufgerufen, in den sozialen Netzwerken die Bewertungen des Unternehmens zu manipulieren.

Die Attacken auf Schneider zeigen endgültig, dass das Nazi-Problem in Dortmund eine Größenordnung erreicht hat, die für den Ruf der Stadt gefährlich geworden ist und das alle Versuche, die Lage schön zu reden, gescheitert sind. Gelingt es den Rechtsradikalen, Schneider so unter Druck zu setzen, dass er versucht, seinen Mieter los zu werden, ist klar: Unternehmer tun gut daran sich zu überlegen, ob Dortmund für sie als Standort in Frage kommt.

 

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9 Kommentare zu “Dortmund: Nazis bedrohen Unternehmer

  • #1
    Mareike S.

    Wir haben ohnehin schon einen schlechten Stand in unserer Region und von dem Ruf, den Dortmund aufgrund des Nazi-Problems hat, will ich gar nicht sprechen..!
    Jetzt wird ein Immobilien-Unternehmen von Rechts-Extremisten angegriffen, weil es ein jahrelang leer stehendes Ladenlokal vermietet?
    Unfassbar!

  • #2
  • #3
  • #4
    Klaus Lohmann

    Nun scheint Schneider eingeknickt zu sein: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/druck-von-nazis-vermieter-will-vertrag-mit-kulturtreff-aufloesen-id11611822.html

    Wenn die Polizei wieder mal behauptet, man könne in solchen Fällen erst bei vollendeten Straftaten tätig werden, scheint sie §125a StGB Punkt 4 (Besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs; plündern oder bedeutenden Schaden an fremden Sachen anrichten) i.V.m. §126 Punkt 1 (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten; Landfriedensbruch) und der in Dortmund – anscheinend außer bei der Justiz – mittlerweile allseits bekannten Strategie der Nazis, bei "Erfolg" natürlich weiter und noch mehr gegen Demokraten zu hetzen, zu drohen und Gewalt anzuwenden, keine Bedeutung beizumessen, um den öffentlichen Frieden in der Stadt zu schützen.

    Insofern – gute Nacht, liebe Freiheit und Sicherheit in Dortmund…

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  • #6
  • #7
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Danny Marx: Es wurde erstmals ein mittelständisches Unternehmen bedroht – das ist eine neue Dimension.

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