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Update: Dortmund: Nazis dringen in Flüchtlingsheim ein

nazis_asyl_einbruch

Screenshot aus dem Bericht der Neonazis

Auf ihrer Internetseite brüsten sich Dortmunder Neonazis damit in eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Wickede eingedrungen zu sein. Die im Bau befindliche Notunterkunft besteht aus Containern. Flüchtlinge sind bisher nicht eingezogen. Die Asylunterkunft in Wickede gehört zu den Agitationsschwerpunkten der Neonazis, schon zwei Kundgebungen haben Sie im Stadtteil veranstaltet. Auf ihrer Homepage rühmen sich die Neonazis nun, Aufkleber in den Containern verklebt zu haben. Auf den Aufklebern stehen Sprüche wie „Ausländer rein – Wir sagen Nein“.

Wir haben bei der Stadt Dortmund nachgefragt wie die Neonazis in die Flüchtlingsunterkunft eindringen konnten. Updates folgen.

UPDATE: Am Nachmittag hat uns die Stadt Dortmund auf unsere Anfrage geantwortet. Wirklich zufriedenstellend ist die Antwort nicht. Wir bleiben also an der Geschichte dran.

Hier die Antwort der Stadt:

Gab es eine ordentliche Veranstaltung bei der Neonazis in die Unterkunft
gelangen konnten?
– Nein, es gab keine Veranstaltung. Die Stadt Dortmund hat Strafanzeige
wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Polizei und Staatsschutz ermitteln.

Sollte das nicht der Fall sein. Welche Firmen waren mit der Aufstellung der
Container beauftragt?
– Die beauftragte Firma ist die Firma Siko.

Ist es möglich das ein oder mehrere Neonazis in einer der Firmen arbeiten?
– Die Mitarbeiter der beauftragten Firm erfüllen alle acht Voraussetzungen
der dem Vertrag im Rahmen der städtischen Qualitätssicherung zugrunde
liegenden „Standards für den Einsatz von Sicherheitskräften in
Asylbewerbereinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen“ der
Bezirksregierung Arnsberg.

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9 Kommentare zu “Update: Dortmund: Nazis dringen in Flüchtlingsheim ein

  • #1
    Ulrich

    Traurig dass mittlerweile selbst im Bau befindliche Flüchtlingsunterkünfte wie Hochsicherheitsareale bewacht werden müssen.

  • #2
    Matthias Stern

    traurig ist das diese Penner keine Angst vor Konsequenzen haben müssen da der Staat sie mit Samthandschuhen streichelt

  • #3
  • #4
    Manfred Michael Schwirske

    @ Ulrich. Fehleinschätzungen sollten da vermieden werden. Es ist nicht so, dass alle Wohneinrichtungen bewacht werden müssen. Jedenfalls nicht mehr als andere Anlagen in Betrieb oder im Bau. Sehr wohl ist Schutz aber punktuell wichtig.

    Man muss andererseits sehen, dass die Bewachung auch der Kontrolle der einquartierten Flüchtlinge dient. Von Willkommen ist nämlich staatlicherseits entgegen aller Rhetorik nicht viel zu verzeichnen.

  • #5
  • #6
    Ulrich

    @Manfred Michael Schwirske

    Es mag Ihnen entgangen sein, aber in letzter Zeit sind vermehrt Brandanschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt worden.

  • #7
    keineEigenverantwortung

    @4:
    Einkaufen in Dortmund:
    – Überall sind Videokameras
    – In vielen Supermäkrten/Drogerieläden gibt es Sicherheitsleute, die offen erkennbar sind.

    Das ist auch keine Willkommenskultur, aber offensichtlich aus Sicht der Ladeninhaber notwendig. Dass einige als gefährdet eingestufte Orte bewacht werden, ist selbstverständlich, auch wenn ich es nicht mag, dass meine Freiheit und die Offenheit immer weiter eingeschränkt wird.

    Wo gibt es denn in Deutschland eine Willkommenskultur? Wir sind eine Service-Wüste und leben in unseren kleinen Nestern.
    Bis man mit den Westfalen warm wird, dauert es schon etwas.

  • #8
    Klaus Lohmann

    @Lothar: ….dann waren das wohl auch Nazis? Oder was sollte diese unpassende Bemerkung?

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