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Dunja Hayali gewinnt Preise

By Ralf Roletschek (talk) - Infos über Fahrräder auf fahrradmonteur.de (Own work) [GFDL or CC BY 3.0], via Wikimedia Commons
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Bis heute wusste ich noch nicht einmal, wer diese ominöse Dunja Hayali ist. Im Interesse meiner geistigen Unversehrtheit meide ich ja möglichst das das zwangsfinanzierte Medienkonglomerat Ö/R. Dunja Hayali hat für ihren Gratismut gegen Rechts einen Preis aus dem Circlejerk erhalten. Das heißt, sie gewann eine Goldene Kamera dafür, dass sie (wie eigentlich?) sich gegen Pegida engagiert hat. Wie stark die Pegida-Bewegung dadurch geschwächt wurde, ist noch nicht ermittelt, aber darum geht es bei solchen Preisen auch nicht.

Dabei hat Dunja Hayali in dem Land des Holocausts schon häufiger antisemitische Hasspropaganda verbreitet und gefördert. Sie ist also eine denkbar schlechte Exponentin für ein Engagement gegen Menschenfeindlichkeit.

Das konstatierte schon im Juli 2014 der damalige Vorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker:

Wenn Journalisten im ZDF Morgenmagazin einem menschenverachtenden Antisemiten wie Todenhöfer, der seine Fotos selbst mitten im Krisengebiet noch von Hand fälscht, ein Forum geben; wenn Dunja Hayali keine einzige kritische Nachfrage mehr in Interviews mit palästinensischen Vertretern stellt; wenn man in keinem öffentlich rechtlichen Sender hören konnte, dass rechte und linke Horden, gemeinsam mit arabischen Pro-Palästina-Gruppen Sprüche wie „Juden ins Gas“ brüllen, dann machen ARD und ZDF dem Antisemitismus den Hof. Das ist weder ausgewogen in der Berichterstattung, noch für einen Kommentar akzeptabel, sondern peinlich.

Verfolgende Unschuld: Geschichtsfälschung mit Gebührengeldern

Verfolgende Unschuld: „dem Inhalt ist nichts hinzuzufügen“

Damals ging Dunja Hayali weiter, indem sie die ewig gleiche Geschichtsfälschung aus dem Werkzeugkasten der Judenmord-NGOs verbreitete.

„dem Inhalt ist nichts hinzuzufügen“, konstatierte sie seinerzeit. Das Bild suggeriert, der jüdische Staat sei seit seiner Gründung nur auf Kosten der arabisch-muslimischen Einwohner gewachsen. Das ist selbstverständlich eine judenfeindliche  Geschichtsfälschung. Dem Inhalt hatte Hayali, wie gesagt, „nichts hinzuzufügen“.

Nun, da Facebook-Nutzer ihre Parteinahme gegen den jüdischen Staat thematisieren. wollte Hayali nichts von Parteinahme wissen und behauptete:

„ich wollte mit der karte kein öl ins feuer gießen. das es nun doch so gekommen ist, tut mir leid.“

Im Gegenteil löscht sie fleißig Kommentare. Und zwar nach einem bestimmten Muster. Ein Facebook-Nutzer, den Hayali gesperrt hatte, erklärt gegenüber Ruhrbarone.de: “

„Sie lässt absichtlich die ärgsten Anfeindungen stehen und blockiert jede konstruktive Kritik, die ihr gefährlich werden könnte.“

Schon 2012 hantierte Hayali auch vor laufender Kamera mit Floskeln, die zeigen, dass sie damals Partei ergriff. Gegen den jüdischen Staat und für jene, die ihn zu vernichten versuchen. David Harnasch dokumentierte ihre Holocaust-Verharmlosung in der Jüdischen Allgemeinen:

Die »persönlichen Kontakte« des Herrn Lüders werden hocherfreut zur Kenntnis genommen haben, was er – sekundiert von der vollkommen unkritischen Moderatorin Dunja Hayali – den deutschen Frühstückstischen erklärte: »Man kann natürlich Hunderte Palästinenser töten, (…) aber das Problem ist politisch und bleibt bestehen. Der Gazastreifen ist einer der größten Elendsstreifen der Welt.«

Hayali sekundierte und sprach vom »Ghetto mit Meerblick«, bevor Lüders den israelischen Militäreinsatz als Wahlkampftrick »entlarvte«.

Einfach mal das Warschauer Ghetto aus der Geschichte gerissen und dem Gebührenzahler in die Bude gekotzt. Wahrlich eine würdige Preisträgerin, die auch sagt.

„Wenn Sie sich rassistisch äußern, dann sind Sie gottverdammt ein Rassist.“

RuhrBarone-Logo

73 Kommentare zu “Dunja Hayali gewinnt Preise

  • #51
    Graf Koks (@GrafKoks5)

    ich hielt die ruhrbarone bisher eher für ein gutmenschenmedium. aber es geht offenbar auch anders. sehr gut.
    "das zwangsfinanzierte Medienkonglomerat" erzieht leider zur linientreue, denn nirgends kann man als journalist so schnell so viel geld verdienen wie dort. man muß nur aufhören, journalist zu sein und anfangen, propagandist zu werden. beispiel: die 150%ig linientreuen Jan Böhmermann und Oliver Welke, die es nie an vorauseilendem gehorsam fehlen lassen.
    Und wer nicht mitmacht, kann gehen, denn vor der tür stehen 1000e, die "was mit medien" machen wollen.

  • #52
    chris

    #47

    "Kurz zusammengefasst kann man sagen , wer Israel kritisiert ist automatisch Antisemit . Man möge einmal über das Verhalten der Bürger und speziell der Führung Israels nachdenken. Tolleranz ist dort eine unbekannte Eigenschaft. "

    Wer allen Bürgern Israels ‚Tol(l)eranz‘ abspricht … Ja, der ist ziemlich sicher ein Antisemit.

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  • #54
    Isabelle

    Diese german-Besessenheit, Israel ständig und überall mit dem Schaum vorm Maul kritisieren zu müssen und sich gleichzeitig noch lauter und mit noch mehr Schaum vorm Maul darüber zu beschweren, dass man Israel angeblich nicht kritisieren dürfe, ist lächerlich. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele kritische Berichte über Israel wie in den deutschen Medien, nirgendwo werden so viele israelkritische Bücher herausgegeben wie in Deutschland, kein Land der Welt ist derart von Israel bessen wie Deutschland und keine Bürger eines anderen Landes, ausser vlt. noch den "üblichen Verdächtigen" der arabisch-muslimischen Welt, sind derart daruf erpicht, Israel zu kritisieren und zu dämonisieren. Und der Grund? Die Juden haben den deutschen Terror, an dem sich die überwiegende Mehrheit der Deutschen beteiligt haben (jaja, es waren eure Väter,Gross- und Urgroßväter und -mütter), überlebt. Und nicht nur das, sie haben überlebt, einen eigenen Staat gegründen, der alles andere als ein Apartheid- , sondern ein durch und durch demokratischer Staat ist. Sie haben alle gegen sie geführten Kriege gewonnen und ihr Land zum Blühen gebracht. Nirgendwo werden mehr Patente angemeldet, innovative Startups gegründet und Erfndeungen gemacht (im Verhältnis zur Bevölkerungszahl) wie in Israel; Erfindungen, von denen auch die deutschen, ewig israelkritischen und israel- und judenhassenden, Dumpfbacken profitieren. Tja, die Juden haben überlebt und das werden ihnen die Deutschen niemals verzeihen, da hatte HMB recht. Und weil offener Judenhass doch irgendwie nicht so dolle ist, haben sich die evolutionären Zweitverschwendungen dieses Landes auf Israel, den jüdischen Staat, eingeschossen, den sie jetzt stellvertretend hassen, sie nennen es bloss Antizionismus und glauben, dass es tatsächlich einen Unterschied macht. Das tut es aber nicht, schon garnicht seit dem Sommer 2014 als ihr lauthals "Juden ins Gas" krakeelend auf Anti-Israel-Demos (sic!) durch Deutschland gezogen seid. Tja, erwischt, würde ich behaupten. Eure "Israelkritik" ist nichts anderes als dumpfer, widerwärtiger Judenhass. Ihr wisst es, die Juden wissen es, die ganze Welt weiss es.

  • #55
    Susanne Modeski

    Ich finde es interessant, dass dieser Beitrag durch die Hintertür zwischen echten, also Biodeutschen, und Passdeutschen wie Dunja Hayali unterscheidet, sonst würde dort ja nicht dieser gewundene Umweg stehen, dass jemand aus dem "Land des Holocaust" dies und dass sagt, sondern schlicht, "die deutsche Journalistin sagt", und der Rest verstünde sich von selber. Ist diese Unterscheidung zwischen Biodeutschen und Passdeutschen nicht genau das, wofür die Nazis gestanden sind?

  • #56
    Struppi

    Noch ein Artikel aus der Reihe "wer ist der beste Antifaschist" – ihr treibt das solange bis keiner mehr übrig bleibt?

    Und das es in ÖR Medien keine Israelfreundlichen Meinungen zu Wort kommen, dient wohl der Legendenbildung. Die Sprüche auf den Anti Israeldemos wurden sehr wohl im Fernseh gezeigt, warum hier mit Lügen argumentiert wird, ist erstaunlich. Ebenso erstaunlich dabei ist, dass solche Aussagen nahe an der "Lügenpresse" der AFD Anhänger ist. Die behaupten ja auch ständig ihre Meinung würde unterdrückt. Tut euch doch zusammen, ihr würdet euch gut verstehen. Letztlich seit ihr Fanatiker euch ähnlicher als euch bewußt ist.

    Es gab und gibt übrigens nicht nur in (dem nirgendwo erwähnten) Warschau Ghettos, aber der Autor wollte dies mal dem Ruhrbaroneleser vor die Füße kotzen.

    Aber das ist die Methodik der Gruppen, die jeden Dialog um jeden Preis verhindern wollen, in dem jeder der diesen Versuch wagt an den Pranger gestellt wird. Ich weiß nicht was ihr davon habt, dass ein Krieg immerfort währt, aber es traurig diesen Irrwitz immer weiter fortzuführen.

    Ich glaube auch nicht, dass in Deutschland ein besonderes grosses Interesse am Dialog der Konfliktgegner herrscht. Auch andere Länder versuchen diesen Dialog voran zu bringen, aber selbst die USA kritisieren dabei die Scharfmacher der Israelischen Regierung.
    http://www.welt.de/politik/ausland/article125383993/Obama-kritisiert-Israels-aggressiven-Siedlungsbau.html
    http://www.tagesspiegel.de/politik/obama-kritisiert-netanjahu-us-praesident-zweifelt-an-israels-bereitschaft-zu-zwei-staaten-loesung/11864298.html
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/nahost-konflikt-obama-erhoeht-den-druck-auf-israel-a-890287.html

  • #57
    Thomas Weigle

    #56 "…selbst die Scharfmacher in den USA…." Selbiges liegt möglicherweise daran, dass die USA keine KZs errichtet haben, sondern solche befreit haben. Wir aber sind die Nachfahren der Täter des Holocaust und sollten in Sachen Israelkritik tunlichst das Maul halten, um es mal ganz drastisch zu formulieren.

  • #58
    Walter Stach

    Thomas Weigle
    1.
    (sh.Hinweis auf die USA)
    Wir wissen doch beide darum, daß es nichts bringt, einer Nation sozusagen einen moralischen Persilschein auszustellen -hier den USA-, weil nur wir Deutschen "das Privileg des Holocaust" zu ertragen haben.
    Die USA haben in ihrer Geschichte Menschheitsverbrechen begangen -Völkermord an den Indianern, Sklavenhaltung von Menschen- und haben auch derzeit keine Skrupel, wider alle Völkerrechtsnormen Menschen in Guatannamo menschenunwürdig gefangen zu halten.
    Dass die US Politik in Sachen Israel in den USA selbst zu d e n umstrittensten außenpolitischen Themen gehört, will ich nur erwähnen.
    2.
    Als Deutscher "Das Maul halten" gegenüber der jeweiligen Politik einer israelischen Regierung wegen des "deutschen Holocaust"?

    Das sehe ich, wie schon in meinen vorangegangenen Beitrag gesagt, anders .

    Daß sich jeder Deutsche bei seiner Kritik an der jeweiligen Politik einer israelischen Regierung stets des "deutschen Holocaust" bewußt ist -bewußt zu sein hat-, halte ich a.) für selbstverständlich und b.) insofern auch für (mit-)bestimmend, wenn es um den Inhalt und die Form der ansonsten auch durch Deutsche zulässigen Kritik an der Innen-, der Außen-, der Verteidigungspolitik des Staates Israel geht.

    Ich selbst bemühe mich in der Regel um Zurückhaltung bei einer solchen Kritik schon deshalb, weil ich es generell für problematisch halte, nicht nur bezogen auf Israel, wenn "man" sich als Außenstehender allzu sehr kritisch mit den Angelegenheiten eines anderen Staates auseinanderzusetzen versucht, erst recht gilt meine Zurückhaltung gegenüber einer solchen Kritik, wenn sie "im Gewande moralischer Überlegenheit" daher zu kommen versucht.

  • #59
    Thomas Weigle

    @ Walter Stach Natürlich sind die USA keine schuldlose Nation, das Gegenteil zu behaupten ist dumm. Ich erinnere mich aber, dass wir uns mal ziemlich gefetzt haben, als ich die "Einmaligkeit" des Holocaust bezweifelte, bzw. dessen "Einmaligkeit" nur auf die deutsche Geschichte angewandt wissen wollte.
    Angesichts der Tatsache, dass es x Resolutionen der UN-Vollversammlung gg. Israel gibt, Israels Feinde und Gegner dort Schlange stehen, finde ich es durchaus angebracht, dass wir uns Israel gegenüber mit Kritik zurück halten sollten. Besonders wenn ich zur Kenntnis zu nehmen habe, dass Juden in Deutschland schon wieder hier und da körperlich und verbal angegangen werden.

  • #60
    abraxasrgb

    Generell ist D. Hayali für mich nur ein weiterer Grund den ÖD(en)Rindfunk mit seinen 8,5 Milliarden Euro zwangsfinanzierter Ideologieproduktion generell abzulehnen.
    Was könnte sinnvolle(re)s damit finanziert werden?

    Mich ärgert schon genug, dass ich für etwas bezahlen MUSS, das ich definitiv nicht benutze!
    Aber wenn ich dann auch noch lese, welch ein seltsamer verquaster, kruder Gedankenbrei dort in den Äther geblasen wird, drehen sich meine Gehirnwindungen auf "links" 😉

    Schade, dass man den Laden (ARD / ZDF und Konsorten) nicht ohne größeren persönlichen Aufwand boykottieren kann! So bleibt halt nur zahlen und ärgern …

    Die effektivste Maßnahme gegen den Antisemitismus der arabischen Welt sind immer noch die IDF 😉

  • #61
    Walter Stach

    Thomas Weigle

    a.)
    Ich habe in meinem Beitrag ganz und gar nicht versucht, die "Einmaligkeit des deutschen Holocaust" zu relativieren, denn das würde in der Tat, wie von Dir angedeutet, meiner Auffassung zuwiderlaufen .
    Dem widerspricht es doch nicht, darauf hinzuweisen, daß andere Nationen sich Verbrechen wider die Menschlichkeit haben zu schulden kommen lassen. Ich bringe die aber nicht in eine nicht in eine Relation zum Holocaust, denn dann würde ich den relativieren und ihm in der Tat seine "Einmaligkeit/seine Einzigartigkeit" absprechen.
    Das nur zur Klarstellung meiner Position, die aber hier zweitrangig ist.

    Thomas Weigle
    b.)
    Mir scheint, daß wir in einem konkreten Ergebnis doch grundsätzlich übereinstimmen. Du sprichst ja in Deinem Beitrag nicht allen Deutschen a priori und ausnahmslos"die Bererchtigung" zu einer
    Israel-Kritik ab, sondern formulierst jetzt: ",,,,,,,,,mit Kritik zurückhalten sollten!"
    Wenn Du noch einmal meinen Beitrag 58 im vorletzten Absatz nachliest, dann sind wir doch "nicht weit auseinander".

    PS
    Ich versuche, in einschlägigen Beiträgen immer wieder deutlich zu machen, daß es der Sachdebatte dienlich sein könnte, nicht von "Israel-Kritik" zu sprechen, nicht von Kritik am bzw. gegenüber dem Staat Israel, sondern von Kritik an politischen Entscheidungen der jeweiligen Regierung in Israel.

  • #62
    Gerd

    E.Neuhoff schrieb:

    "Im Gegensatz zu den vielen geifernden Kommentatoren, … , habe ich mich um Sachlichkeit bemüht."

    Das ist unfreiwillig komisch angesichts ihrer vorherigen Aussagen wie:

    "Nämlich beispelsweise in ihrem durchaus rassistisch zu nennenden Umgang mit den Palästinensern, oder in ihrer rechtswidrigen Siedlungspolitik."

    "Was den Rassismus betrifft: Vor Kurzem ist bekannt geworden, dass der israelische Ministerpräsident mehrere arabische Parlamentsmitglieder unter fadenscheinigen Vorwänden aus der Knesset verbannt hat."

    Mit Lügen, Diffamierungen und Halbwahrheiten um sich werfen ist nicht sachlich.

  • #63
    Thomas Weigle

    @Walter Stach Wir haben ja damals in unserer Auseinandersetzung zum Schluss ausdrücklich einen Konsens gefunden, dahingehend, dass es Deutschlands Aufgabe ist, Israel zu unterstützen. Mein Problem mit der hiesigen Israelkritik ist, dass diese in der Regel diffamierend ist, man die böse Absicht bemerkt, den AS bemerkt. Diese Präzisierung meinerseits gilt ausdrücklich NICHT für Deine Kritik am Staat Israel. manchmal denke ich in Bezug auf die Politik Israels, muss das so sein? Dann fällt mir aber schnell wieder ein, wer ich und wo ich bin….

  • #64
  • #65
    Günter K. Schlamp

    Gegen Kritik an israelischer Politk wäre überhaupt nichts einzuwenden, wenn die meinungsfreudigen deutschen Journalist/-innen genauso kritisch gegenüber Hamas, Fatah usw. wären.
    Wo sind die Bilder von den dicken Autos, den Villen und dem Luxushotel, in dem die Herrscher über Gaza gerne tagen? Statt dessen berichtet der Bayerische Rundfunk von Pfützen auf den Straßen Gazas. Die wären nach starken Regengüssen genauso in Jerusalem, Bogota oder Kairo zu sehen. (Allerdings habe ich nie davon gehört, dass Hamas-Funktionäre sich um Abwasserprobleme in Gaza-Stadt kümmern, die haben genug zu tun mit Tunnelbau und Prämienzahlungen an Selbstmordattentäter.
    Warum erfährt man nur in angelsächsischen Zeitungen, dass die israelische Regierung die Freiheiten der europäischen NGOs in Israel beschneidet, weil die für die Hamas Propaganda machen?
    Warum erfährt man nicht, dass Israel sich vor zehn Jahren aus Gaza zurückgezogen hat (unter Hinterlassung funktionierender landwirtschaftlicher Betriebe), aber das Gebiet nur als Waffenlager und Raketenabschussrampe genutzt wird und nicht wirtschaftlich entwickelt wurde. Was haben die Palästinenser mit den Milliarden € europäischer Staaten und der EU gemacht?
    Warum ist in Deutschland die Schlagzeile: "Israel bricht den Waffenstillstand!" so beliebt? Im Nachrichtentext stellt sich (immerhin noch) heraus, dass die israelische Armee auf Raketenbeschuss aus Gaza reagiert hat.
    Warum wird nichts darüber geschrieben, wie der Fetisch "Zweistaatenlösung" von den palästinensischen Politikern gesehen wird? Dass die Auslöschung Israels weiterhin als Ziel angestrebt wird?
    Was passiert mit den in Israel lebenden Arabern? Die müssten ja wohl in einen palästinensichen Staat umziehen. Beileibe nicht alle wollen in einen von Extremisten beherrschten Failed State umziehen, in dem es weniger Bildungschancen als in Israel, weniger Meinungsfreiheit und weniger Rechtsstaat gibt.
    Ich wollte es lange nicht wahrhaben, aber es scheint diese eigentümliche deutsche Besessenheit des Isael-Bashings wirklich zu geben.

  • #66
    Graf Koks (@GrafKoks5)

    "Warum erfährt man nur in angelsächsischen Zeitungen, daß…"

    Merke: Wenn Du aus ausländischen Medien erfährst, was in deinem Land und anderswo auf der Welt geschieht, bist Du entweder Nordkoreaner oder Deutscher.

  • #67
    Thomas Weigle

    immerhin habe ich schon lange nicht mehr den Begriff "Flüchtlingslager" als Bezeichnung für Gaza gehört oder gelesen. Ein lange Jahre gerne benutzter Begriff, der die böse Absicht offenbarte. Dass Ägypten im Grenzgebiet zu Gaza viele Häuser zerstörte, Tunnel mit Meerwasser flutete und ebenfalls häufig Gefechte mit militanten Palästinensern führt, kommt, wenn überhaupt, in unseren Medien nur am Rande vor. Die Berichterstattung über Israel ist in der Regel ein einziges Ärgernis.

  • #68
    Peter Post

    Warum verbietet man denn nicht die Produktion von Waffen und läßt der Geschichte einfach ihren Lauf ! Ohne Waffen keinen Krieg*, keine Flüchtlinge* und ganz deutlich weniger Probleme auf der Welt. Aber natürlich auch keinen Einnahmen und Arbeitsplätze aus und in der Rüstungsiundustrie, aber ich persönlich könnte das verschmerzen ))
    *für alle Erbsenzähler – klar kann man auch mit Knüppel und Steinen aufeinander losgehen und Menschen fliehen aus diesen Regionen …

  • #69
    BFB

    An dem Artikel sieht man, was dabei herauskommt, wenn man statt "zwangsfinanzierte Medienkonglomerat Ö/R" Privatfernseher ist: Nicht gut fürs Oberstübchen! Und dann soll man auch noch spenden für die Ruhrbarone…

  • #70
    Max Bernhard

    Da war ich auf die "ruhrbarone" aufmerksam geworden durch einige gute Artikel. Und hier wirft ein Daniel Fallenstein einer Journalistin "antisemitische Hasspropaganda" vor, nachdem er seinen Beitrag mit einem Geständnis begonnen hat: "Bis heute wusste ich noch nicht einmal, wer diese ominöse Dunja Hayali ist." Danach folgt kein wirklicher Beleg, der einen solch massiven Vorwurf rechtfertigen würde. Es ist wohl an der Zeit, dass auch die angeblich journalistischen Erzeugnisse im Web das Kriterium der journalistischen Sorgfaltspflicht zu erfüllen haben.
    Herrn Fallenstein empfehle ich, sich zu schämen und bei der Journalistin zu entschuldigen.

  • #71
    Günter K. Schlamp

    @max bernhard

    Gerade habe ich den Beitrag von Daniel Fallenstein noch einmal gelesen, um sicherzugehen, dass er wirklich argumentiert und nicht bloß behauptet hat. Seine Belege für die fragwürdige Art der Berichterstattung der Frau Hayali können sogar noch ergänzt werden: Man muss einmal das Rohmaterial ihrer Interviews am Rande einer Pegida-Demonstration mit dem Zusammenschnitt vergleichen, der dann gesendet wurde. 8auf Youtube) Manchen "Gesprächspartner" Hayalis bewundere ich für seine Gelassenheit. Denn sie konfrontiert jeden mit ihrem sterotypen Spruch: "Dann sind Sie wohl dafür, dass Deutschland den Deutschen gehört?" (Ich neige weder zu nationalstischem noch nationalem Denken.) Wem sollte Deutschland denn sonst gehören? Den Eskimos?
    Frau Hayali beweist sowohl ihre Inkompetenz beim Thema Palästinakonflikt als auch ihre Unfähigkeit, unvoreingenommen Interviews zu führen. Aber sie kann sich mit ihrer Art der Berufsausübung im Rudel der israelfeindlichen und Refugees-Welcome-Leitartikler geborgen fühlen.

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