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Entführungen der Hamas: eine ständige Bedrohung für Israel

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Viele deutsche Medien sorgen sich weniger über die Entführung dreier israelische Jugendlicher, als über die Ankündigung Israels, diese aus den Händen der Terroristen befreien zu wollen. Mit diesem Beitrag wollen wir die israelische Perspektive darstellen. Der Text erschien bereits auf dem Blog der Israel Defense Forces und wurde von der Israelischen Botschaft übersetzt.   

Die jüngste Entführung von drei israelischen Jugendlichen durch die Hamas stellt nicht den ersten Versuch dar, unschuldige Israelis zu entführen. Allein in den vergangenen zwei Jahren haben palästinensische Terrororganisationen 64 Entführungen geplant. IDF und die israelischen Sicherheitskräfte haben alle diese Versuche vereitelt, aber Entführungen bleiben zentrales Element der Bemühungen der Hamas, Israel zu terrorisieren.

Hamas-Terroristen machen Jagd auf ahnungslose Tramper, versuchen sie in die Nähe von Autos zu locken und zu verschleppen. Das Ziel ihrer Bemühungen ist klar: Zivilisten oder Soldaten als Verhandlungsmasse für die Freilassung der verurteilten palästinensischen Terroristen zu benutzen. In anderen Fällen versuchen die Terroristen, innerhalb israelischer Gemeinden unschuldige Zivilisten zu ermorden und ihnen Angst einzuflößen.

 Eine Geschichte der Hamas Entführungen

Im Jahr 2006 haben Hamas-Terroristen Israel infiltriert, zwei Soldaten getötet und einen dritten entführt, SFC Gilad Shalit. Die Organisation hielt Shalit bis 2011 in Gefangenschaft, als sich Israel bereit erklärte, 1027 verurteilte Terroristen für seine Freilassung auszutauschen. Im Jahr 1994 entführt die Hamas Sgt. Nachshon Wachsman mit der Absicht, ihn gegen Terroristen auszutauschen. Die Hamas-Aktivisten ermordeten Sgt. Wachsman, während die israelischen Streitkräfte versuchten, ihn aus der Gefangenschaft zu befreien. Zwei Jahre zuvor entführte die Hamas Sgt. Maj. Nisim Toledano, einen Grenzpolizisten, auf seinem Weg zur Arbeit. Sgt. Maj. Toledanos Entführer ermordeten ihn schließlich, seine Leiche wurde zwei Tage später gefunden.

Im September 1989 entführten zwei Hamas-Terroristen, verkleidet als religiöse Juden, Sgt. Avi Sasportas. Israelische Ermittler gehen davon aus, dass er nur wenige Augenblicke nachdem er in ihr Auto geschleppt wurde, brutal ermordet wurde. In einem ähnlichen Fall, später in jenem Jahr, entführten Hamas-Terroristen Cpl. Ilan Saadon. Er versuchte, gegen seine Entführer zu kämpfen, dennoch erschossen sie ihn warfen seine Leiche auf einen Schrottplatz.

Israelische Sicherheitskräfte haben zwar die große Mehrheit der Entführungsversuche verhindert, aber die Terroristen unternehmen weiterhin erhebliche Anstrengungen, Entführungen durchzuführen.

Im September 2013 lockte ein palästinensischer Terrorist Sgt. Tomer Hazan, einen IDF-Soldaten, in ein Dorf im Westjordanland. Der Terrorist ermordete Sgt. Hazan und gestand, dass er geplant hatte, die Leiche des Soldaten zu benutzen, um die Freilassung seines Bruders, der wegen der Beteiligung an mehreren Terroranschlägen inhaftiert ist,  zu erpressen.

Die Israel Secruity Agency verhinderte im letzten Jahr eine Entführung, als sie eine Zelle des Islamischen Jihad festgenommen hat. Nach der Festnahme der Terroristen fanden die Sicherheitskräfte Ski-Masken, Klebeband, ein Teppichmesser und eine Pistole in deren Besitz. Die Zelle, die finanzielle Unterstützung und Training von Terroristen aus Jenin erhalten hatte, hatte eindeutig eine Entführung vorbereitet.

Anfang des letzten Jahres waren Hamas-Aktivisten aus dem Gazastreifen mitten in der Vorbereitung, einen israelischen Soldaten zu entführen. IDF-Truppen verhafteten sie im Februar 2013 und fanden heraus, dass sie planten, einen Soldaten zu überfahren und dann in einem Auto zu verstauen.

Entführungen sind eine ständige Bedrohung für die Sicherheit der israelischen Zivilbevölkerung. Eyal, Gilad und Naftali sind die drei aktuellsten unglücklichen Opfer des kriegerischen Terrorismus und die IDF bleibt in Alarmbereitschaft, um zu versuchen, diese Angriffe zu verhindern.

Crosspost: Der Artikel erschien bereist auf dem Blog der IDF

Hinweis:

Informationen zu Solidaritätsveranstaltungen für die drei entführten Jugendlichen gibt es auf Facebook und der Jüdischen Allgemeinen.

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19 Kommentare zu “Entführungen der Hamas: eine ständige Bedrohung für Israel

  • #1
    bla bla blubb

    euer ernst liebe ruhrbarone?????
    gestern ein gastkommentar von nem polizist heute von armeeangehörigen…

  • #2
    Stefan Laurin

    @bla bla blubb: Ja, es ist unser Ernst. Und ich möchte, dass über den Text diskutiert wird und nicht darüber, dass wir ihn veröffentlichen. Der IDF-Gastbeitrag erscheint hier, weil diese Perspektive in vielen Medien nicht wahrgenommen wird.

  • #3
    Arnold Voss

    @ Bla Bla Blubb # 1

    Hier gilt eine einfache Grundregel: Kein Mensch ist weniger wert als ein anderer.

  • #4
    RaMun

    Also auch noch einmal hier: Welche Medien sind das eigentlich, die unausgewogen berichten (sollen)? Ich höre jetzt zugegebenermaßen selten Radio und zähle mich auch eher zu den lesenden Nachrichtenkonsumenten, d.h. ich bekomme nicht zwangsläufig mit, was in Rundfunk und Fernsehen so verbreitet wird, aber mir erschien die mediale Rezeption in dieser Frage bislang durchaus zurückhaltend. (für weitere Links zu entsprechend tendenziöser Berichterstattung wäre ich wirklich dankbar)

    Zum anderen finde ich das Interview im Deutschlandfunk nun vielleicht etwas übers Ziel hinausgeschossen, aber man sollte nicht vergessen, dass es eben ein Interview ist und kein Kommentar. Ja, es hat sich – man denke an Marietta Slomka und Sigmar Gabriel – ein durchaus rüder Umgangston in Interviews durchgesetzt, der den Gesprächspartner (mindestens scheinbarem) Druck aussetzen soll, damit vielleicht die eine oder andere antrainierte mediale Maske fällt. Das ist sicher schade, aber irgendwo auch Ergebnis des Zusammenspiels von Berichterstattung und zunehmender (sogenannter) Professionalisierung im Umgang mit Medien.
    Herr Hadas-Handelsman hinterlässt, finde ich, aber auch keinen schlechten Eindruck in dem Interview und hat doch durchaus das eine oder andere valide Argument zu bieten. Aber ja, ich könnte auch gut auf moralisierende politische Interviews verzichten, zumal sie meist recht plump daherkommen.

    Fragen der Verhältnismäßigkeit, der politischen Kultur etc. sind aber immer schwer zu diskutieren, gerade im Kontext Nahostkonflikt, der doch beinahe global große Emotionalität zu Tage zu fördern scheint. Ich würde mir grundsätzlich (medial und politisch) einen nüchternen Umgang mit diesem Konflikt wünschen, der ohne Schuldzuweisungen auskommt und eine friedliche Lösung zumindest aufzuzeigen versucht. Das wäre eine Aufgabe, die angesichts der Gemengelage im Nahen Osten schon komplex genug ist.

  • #5
    ichoderdu

    Danke das ihr euch nicht zu einem Sprachrohr der Hamas oder der Terroristen machen lasst( das sage ich ganz bewußt) was da von anderen Medien( ich sag nur Dlf) kommt an Artikel ist einfach unfassbar. Die Täter-Opfer Rolle wird wie üblich in diesem konflikt wieder total verdreht und Israel ist der böse da die IDF jetzt gegen die Terroristen vor geht, Verhaftungen macht und Häuser durchsucht. Geht es noch? Ist ja wohl klar. Sollen sie einfach zu gucken? Oder der ständige Raketenbeschuß aus Gaza auf zivile Ziele(passiert fast täglich) das interessiert niemanden. Aber wenn die IDF zurück schlägt dann geht das Geschreie wieder los. Ach ich weiß nicht ich rege mich schon seit Jahren auf und kann einfach nciht verstehen was in den Köpfen dieser Verrückten vor geht die Israel alles böse der Welt vorwerfen. Ich diskutiere mit diesen Leuten auch gar nicht mehr. Macht keinen Sinn.
    (wie ich meine ein typisches Beispiel. Weiß nicht wie das bei euch ist ob ihr sowas verlinkt)
    http://www.deutschlandfunk.de/vermisste-israelische-schueler-wir-werden-alle-noetigen.694.de.html?dram:article_id=289320

  • #6
    Stefan Laurin

    @RaMun: Der Beitrag vom Deutschlandfunk ist ja verlinkt. Ein weiteres Beispiel hatten wir die Tage hier auf dem blog mit n-tv:
    http://www.ruhrbarone.de/n-tv-mitgefuehl-schuld-am-nahost-konflikt/80895

  • #7
    Thomas Weigle

    @ RaMun Einen ausgewogenen Kommentar aus dem Lande des Holocausts zu einem Problem, zu einem Konflikt, in der nicht wenige Teile der einen Seite eine Fortsetzung des Holocausts auf der Agenda stehen haben. Wie soll das gehen? Und ist das hierzulande wirklich angebracht?

  • #8
    Arnold Voss

    Es ist im Kern immer dieselbe Nummer. Definiere Jemanden als arm, unterdrückt und wehrlos und schon werden seinerseits Terror und Entführung zum zwar kritisierenswerten aber doch letzlich nachvollziehbaren, ja unausweichlichen Mittel der Gegenwehr.

  • #9
    RaMun

    @ Stefan Laurin: Ja, das habe ich durchaus auch wahrgenommen. Aber das ist nun auch nicht die Ecke, aus der man journalistische Qualität erwarten würde, oder? Zumindest empfinde ich da den Interviewstil im Deutschlandfunk bemerkenswerter. Aber gehe ich richtig in der Annahme, dass im großen, überregionalen Print dann doch eher ausgewogen berichtet wurde, wenn überhaupt? Wie gesagt, im Bereich Rundfunk-TV möchte ich mir gar nicht so sehr bewegen.

    @ Thomas Weigle: Was spricht denn gegen einen ausgewogenen Kommentar? Dass Deutschland als „das Land des Holocausts“ gilt entbindet den Journalisten von seiner fachlichen, beruflichen Aufgabe oder sollte dies tun? Es spricht doch nichts dagegen, ausgewogen zu berichten (auf wissenschaftlicher Seite passiert das durchaus auch, SWP mal als beliebiges Beispiel).
    Und was genau sollte hierbei unangebracht sein? Dass ein in diesem Gedankenexperiment gut qualifizierter Journalist dummerweise das Pech hatte, in einem bestimmten Land geboren worden zu sein, das eine ganz bestimmte Geschichte hat? Also wird mit Verweis auf die Herkunft (nationalstaatlich) der Inhalt beurteilt? Das erschließt sich mir leider überhaupt nicht, vielleicht missverstehe ich Sie aber auch vollkommen.

  • #10
    SteLu

    @ RaMun # 4

    Zitat: „Ich würde mir grundsätzlich (medial und politisch) einen nüchternen Umgang mit diesem Konflikt wünschen, der ohne Schuldzuweisungen auskommt und eine friedliche Lösung zumindest aufzuzeigen versucht. Das wäre eine Aufgabe, die angesichts der Gemengelage im Nahen Osten schon komplex genug ist.“

    Ich hab da ein paar Verständnisfragen:

    Von wem wünschen Sie sich einen nüchternen Umgang mit dem Konflikt?

    Wer soll wem ein eine friedliche Lösung aufzeigen? Verstehe ich das richtig, dass Journalisten (oder wer?) aufzeigen sollen wie der Konflikt (richtig) zu lösen ist? Ist das nicht ziemlich nahe an einer dicken Anmaßung? Meiner Meinung nach wissen eh schon viel zu viele Menschen, (vor allem nicht beteiligte) wie der Konflikt (richtig, er ist komplex) zu lösen ist. Vielleicht wäre gerade da ein bisschen Zurückhaltung angebracht.

    und wie ist das „ohne Schuldzuweisung“ gemeint? Soweit ich weiß, kämpft die Hamas immer noch darum „die Fahne Allahs über jeden Zoll Palästinas aufzuziehen“
    (von wegen free palestine). Die Region dürfe niemals „Nicht-Muslimen“ überlassen werden, weshalb es die Pflicht jedes Muslimen sei, Israel zu erobern. Wie soll mit Menschen, die diese Haltung vertreten eine „friedliche“ Lösung möglich sein? Erschließt sich mir nicht. Sollte sich die Hamas allerdings ohne mein Wissen zu Friedensengeln gewandelt haben, bin ich aber für Korrekturen jederzeit dankbar.

  • #11
    Thomas Weigle

    @ RaMun Flugzeugentführungen, Geiselnahmen, Selbstmordattentate, etc kann ich nicht ausgewogen kommentieren. Vielleicht bin ich da zu borniert, um das anders zu sehen. Dass ich im Land des HCs geboren bin, erschwert mir zusätzlich das ausgewogene Kommentieren dieses Konflikts.
    @SteLu „Vielleicht wäre da ein bisschen Zurückhaltung angebracht.“ Die einfachsten Dinge sind oft die schwersten Aufgaben.

  • #12
    RaMun

    Anmaßend? Also darf sich abhängig von seiner Herkunft jemand nicht zu weltpolitischen oder sonstigen Zusammenhängen äußern? Vielmehr noch, kann der direkt Betroffene ein hochwertigeres rationales Urteil fällen als der externe Experte. Steile These.

    Zur Hamas äußere ich mich nicht weiter außer, dass Politik durchaus komplexer ist als öffentliche Äußerungen weismachen. Ja, die Hamas ist kaum geeigneter Verhandlungspartner, aber es gibt auch nicht nur sie.

    Und wer sich aufgrund persönlicher Befangenheit nicht ausgewogen äußern kann, der sollte dies dann auch zumindest als Journalist unter dem Deckmantel intersubjektiver Berichterstattung auch unterlassen. Privatmeinungen und private Aufrechnungsversuche stehen ja unabhängig ihrer Sinnhaftigkeit jedem frei.

  • #13
    Klaus

    @Arnold Voss, #3: „Hier gilt eine einfache Grundregel: Kein Mensch ist weniger wert als ein anderer.“

    Aha. Na, dann freuen wir uns doch alle schon mal auf den Gastkommentar von SS-Siggi … oder vielleicht doch eher auf die Ausnahme von der Regel.

    „@ RaMun Flugzeugentführungen, Geiselnahmen, Selbstmordattentate, etc kann ich nicht ausgewogen kommentieren.“

    Bei massenhaft vollzogenen Kollektivstrafen aka ‚Adminsitrativhaft‘ = keine Anklage, kein Prozess, unendlich verlängerbar, beim Foltern, beim Töten mutmasslicher Steinewerfer, die so aussehen als wären sie älter als 12 Jahre (dann gelten Palästinenser – im Gegensatz zu 19-jährigen Siedlern – nicht mehr als Kind) oder bei massenhaften Anschlägen rechtsradikaler Siedler-Aktivisten soll die ausgewogene Kommentierung aber möglich sein? Die letzte Flugzeugentführung durch Palästinenser war übrigens 1982 – also vor 32 Jahren. Das Massaker des israelischen Rechtsextremisten Goldstein 1994.

  • #14
    Frank

    @ #13 Klaus

    Ach ja, der 12-jährige Steinewerfer.. Von seinen Eltern angestiftet, die Karriere eines Selbstmordattentäters einzuschlagen. Ekelhaft.

    Die Funktionäre der Hamas wünschen sich nichts sehnlicher, als wenn ihre Provokationen auf israelischer Seite in Reaktionen umschlagen, die brauchbares Material für ihr Wehklagen bei der EU liefern. Denn darauf gründet die Hamas ihre Macht. Sie erklärt den Krieg und erhält ihn aufrecht.

    Diese niederträchtigen Formen des Krieges (Terror, Entführungen) sind es, die einem friedensliebenden, aufgeklärten Beobachter das letzte Verständnis rauben.

    Was die Medien angeht:
    Die Nachricht über die Entführung der Studenten kam auf Twitter prompt. Dann folgte der Hashtag #bringbackourboys, der sofort von den Hamasfunktionären gekapert wurde. Von europäischen Friedensstiftern kam nur schweigen. Frau Ashton, Frau Roth, Göring-Eckhardt schweigen, wenn der arabische Terror waltet. Unsere großen Medien schwiegen auch oder brachten eine Randmeldung.

    In den Medien präsent wurde der Fall als Israel die Fahndung nach den Entführern startete. Im Bild sah man aber nicht die Hamas sondern israelische Soldaten.

    Israel ist wie ein großer Bruder, der von seinem kleinen Bruder ständig terrorisiert wird. Aus rot-grüner und aus EU-Kommissionssicht hat sich der große, zivilisierte Bruder den Terror des kleinen selbstverständlich gefallen zu lassen. Das ist irre, antidemokratisch und inhuman.

    Ich wünsche der IDF viel Erfolg, dass sie die Täter findet und vor allem deren Geiseln.

  • #15
    Thomas Weigle

    #13 Dass es keine Flugzeugentführungen der P. gibt, ist gewiss nicht deren Einsicht geschuldet, deshalb ist man ja auf Selbstmordattentate und Raketenangriffe umgestiegen. Auch das Ende der Attentate ist nicht besserer Einsicht geschuldet, sondern einer Mauer, die von interessierter Seite gerne als Mittel der Apartheid bezeichnet wird. Aber der entscheidende Punkt ist doch der, dass die Hamas programmatisch den Holocaust fortsetzen möchte. dabei durchaus von deutschen Linken unterstützt wird, wenn zum Beispiel die antisemitische Sirene Höger ein Kopftuch trägt, auf denen dieses Ziel bereits kartografisch vorweggenommen wird.
    Oder auf einer Veranstaltung in GT die Raketenangriffe aus Gaza frech abstreitet: „Welche Raketenangriffe?“ Die Dagdelirium muss ich hier ja nicht weiter erwähnen. und so weiter und sofort.
    Was das erwähnte Massaker angeht: ich kann mich nicht erinnern, dass hier in diesem unserem Lande,von wem auch immer, ein einziges Wort des Verständnisses dafür gelesen zu haben. Im Gegensatz zu vielen blutigen Anschlägen der Palästinenser.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein solches Wort hier zu lesen wäre.

  • #16
    Arnold Voss

    @ Klaus # 13

    Nein, auch SS-Siggi ist kein unwertiger oder weniger wertiger Mensch. Er darf hier, wie andere Nazis, nicht posten oder kommentieren, weil man über seine politische Einstellung nicht ernsthaft diskutieren kann. Er hat es meines wissens auch noch nicht versucht. Wir bekämpfen Nazis hier als politische Gegner und Feinde der Menschenrechte und nicht als Menschen zweiter Klasse.

  • #17
    SteLu

    @ # 12 RaMun wo habe ich denn gesagt, dass Sie (oder jemand anders) sich nicht äußern dürfen/darf? Sie dürfen äußern, was immer Sie wollen. Die Anmaßung hat nichts mit Herkunft zu tun, sondern damit, dass vermutlich hundertausende „Konfliktlösefachleute“, die mit ihrem Arsch im Trockenen sitzen, denjenenigen, die mit Terror, Raketenangriffen und Selbstmordattentaten konfrontiert sind „aufzeigen“ wollen, wie der Konflikt zu lösen ist – am besten natürlich friedlich. Ich maße mir nicht an eine Lösung für den Konflikt zu haben und schon gar nicht sie irgendjemand „aufzeigen“ zu können. Andere dürfen das natürlich machen – ich darf das anmaßend finden. Insbesonders in Deutschland wissen die „Fachleute“ ja, dass der Siedlungsbau das größte Friedenshindernis ist, da bringt es auch wenig, wenn Herr Hadas-Handelsman darauf hinweist, dass es z.b. 2009 ein 10monatiger Baustopp angekündigt wurde, in der Hoffnung, dass die Friedensgespräche wieder aufgenommen werden – nix war mit Gesprächen.

    Am allermeisten wundert mich aber, dass die „Fachleute“ permanent den Israelis „aufzeigen“ wollen, wie sie ihre Konflikte zu lösen haben. Zu anderen Konflikten haben sie nichts zu sagen, oder sie interessieren sie nicht – vielleicht aber gibt es ja auch bei diesen Konflikten nichts aufzuzeigen. Wer weiß das schon.

  • #18
    Roberta

    Finde es sehr gut, dass diese Perspektive hier zu Wort kommt. Auch wenn ich nichts zur Diskussion beitragen kann, außer dass allzu einseitige Schuldzuweisungen, wie sie wohl in eher linken Kreisen nicht wenig verbreitet zu sein scheinen, nicht angebracht sind.

  • #19
    Thomas Weigle

    ich möchte auch daran erinnert haben, dass den Israelis, als sie vor Jahren Gaza verließen, ein Hagel von Raketen folgte, ähnliches passierte nach Ende des Libanonkrieges 2006 oder 07.
    @Stelu was die Konfliktlösung angeht, stimme ich dir voll und ganz zu.

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