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Essen: Demonstrationen für und gegen Israel

Antisemitisches Plakat auf einer Gaza-Demonstration in Dortmund

Antisemitisches Plakat auf einer Gaza-Demonstration in Dortmund

In der Essener Innenstadt werden heute Nachmittag zwei Demonstrationen stattfinden – eine für und einen gegen Israel. Tausende Teilnehmer werden erwartet.

Der Linkspartei-Jugendverband Solid-Ruhr ruft heute unter dem Motto „Stoppt die Bombardierung Gazas – Für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten“ um 17.00 Uhr zu einer Demonstration auf dem Weberplatz in der Essener Innenstadt auf. Auch wenn die Veranstalter seit Tagen betonen, sie werden dort keine antisemitischen Sprüche und Transparente dulden,  reisst die Kritik an der Veranstaltung nicht ab. Nach der Essener Antifa, dem BAK Shalom und der Thüringer Landtagsabgeordneten Katharina König, der Linksjugend aus Oldenburg hat sich nun auch die Berliner Linksjugend von der Veranstaltung distanziert. In einer Erklärung schreiben die Berliner: „Leider mussten wir feststellen, dass der Aufruf zu dieser Demonstration an Einseitigkeit schwer zu überbieten ist und halten es dementsprechend für wenig überraschend, dass die Facbook-Seite der Veranstaltung zwischenzeitig mit NS-verherrlichenden und antisemitischen Kommentaren zugespammt wurde.“

Das Solid-Ruhr die Veranstaltung wird steuern können, glaubt man in der Hauptstadt nicht:

„Es besteht die reelle Gefahr, dass sich ähnliche Szenen auf der Veranstaltung der Linksjugend [’solid] Ruhr abspielen werden, etwa dass antisemitische Parolen gerufen oder von dem Demonstrationszug Übergriffe auf die in unmittelbarer Nähe gelegene Alte Synagoge ausgehen können. Wir trauen der lokalen [’solid] – Gruppe auch nicht zu, bei potentiell Tausenden Teilnehmer*innen zu verhindern, dass ihre Veranstaltung zur Verbreitung von Antisemitismus und Israelhass missbraucht wird – ganz unabhängig davon, aus welchem Grund sie die Demo veranstaltet. Wir bitten sie daher nachdrücklich die Demonstration abzusagen, bzw. darauf nach Kräften hinzuwirken. Eine möglicherweise gewaltvolle, antisemitische Veranstaltung ist eine Katastrophe, die unbedingt verhindert werden muss.“

Doch Solid-Ruhr denkt nicht daran, die  Demonstration abzusagen, auf der auch der NRW-Landesvorsitzende der Linkspartei, Ralf Michalowsky, reden wird.. Sollte sie aus dem Ruder laufen, so der Plan der Linksjugend, soll die Demonstration aufgelöst werden. Die Aufgabe, den antisemitischen Mob unter Kontrolle zu bringen, hätte dann die Polizei. In der schlichten Welt von Solid wäre man dann fein raus.

Am anderen Ende der Innenstadt wird zur gleichen Zeit auf dem Willy-Brandt-Platz als Gegendemonstration eine Kundgebung für Israel stattfinden. In dem Aufruf zur Veranstaltung unter dem Namen „Gegen den Terror der Hamas und gegen die antisemitische Hetze Essener pro-Hamas Demonstranten“ heißt es:

Wir werden die antisemitische Hetze in der Essener Innenstadt keinesfalls widerspruchslos hinnehmen. Israel will Frieden, und muss daher alles tun, um den Raketenhagel der Hamas zu beenden. Die Bevölkerung von Gaza verdient Frieden und Freiheit. Deshalb: Befreit Gaza – von der Hamas! Gegen Antizionismus und Terror!

Unterstützt wird diese Demonstration unter anderem von den Jusos aus Bochum und Wesel und dem Bündnis gegen Antisemitismus Duisburg. Hauptredner der Publizist Alex Feuerherdt, Karl-Heinz Klein-Rusteberg, Geschäftsführer der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Essen und Gabriel Goldberg, Mitglied im Vorstand von Akademiker für Frieden im Nahen Osten.

Die Polizei Essen hat die Sicherheitsvorkehrungen in Essen – vor allem um die Alte Synagoge erhöht. Nachdem  auf vielen antiisraelischen Demonstrationen immer wieder offener Antisemitismus zu erleben war, will man offenbar kein Risiko eingehen.

Trotzdem bitten die Veranstalter der proisraelischen Demonstration: „Bitte passt bei der An- und Abreise auf Euch auf und zeigt Kippot und Israelfahnen erst auf unserer Veranstaltung.“

 

RuhrBarone-Logo

23 Kommentare zu “Essen: Demonstrationen für und gegen Israel

  • #1
    Thomas Weigle

    Dass ausgerechnet die linkjugend jetzt auf die Polizei setzt, ist nach den Dortmunder Ereignissen mehr als frivol. Die oft zu Recht kritisierte Polizei solls richten, die linkjugend wäscht dann ihre Hände in Unschuld. Widerlich.

  • #2
    Robert

    Besonders differenziert ist der Aufruf zur Anti-Hamas Demonstration aber auch nicht gerade… „Israel will Frieden, und muss daher alles tun, um den Raketenhagel der Hamas zu beenden.“ Die israelische Regierung hat sicherlich das Recht sich militärisch gegen die Hamas zur Wehr zu setzen, so wie sie es jetzt ja auch tut, um im besten Falle einen von der Hamas auch eingehaltenen Waffenstillstand herbeizuführen. Der israelischen Regierung (ich nehme an, das sie es ist, die hier mit „Israel“ betitelt wird) angesichts der jetzigen Selbstverteidigungs- und Bestrafungsaktion aber unbedingten Friedenswillen zu unterstellen, ist mit Blick auf die Ziele der an ihr beteiligten politischen Parteien äußerst naiv und reduziert den Gesamtkonflikt Israel/Palästina unzulässig auf die Konfrontation mit der Hamas. Blöderweise haben an genau dieser Reduktion des Konflikts beide Seiten, Hamas und radikale Rechte in Israel, ein gemeinsames Interesse, weshalb es eben in absehbarer Zeit zu keiner Friedenslösung kommen wird.
    Also, es ist durchaus richtig gegen die Anti-Imps von der Linksjugend und ihre diversen anti-semitischen, islamistischen oder sogar neonazistischen Bündnispartner zu demonstrieren, aber andererseits sollte man dabei den Gesamtkonflikt nicht unzulässig versimpeln (ich weis, dass das schwierig umzusetzen ist wenn man es mit solchen Leuten, wie auf dem Bild oben zu tun hat).

  • #3
    Helmut Junge

    @Robert, wenn die Unterstützer der Hamas sich Pazifisten nennen, obwohl sie mit der Hamas eine Organisation unterstützen, die von sich selbst sagt, daß sie den Krieg auf ihre Fahnen geschrieben hat und dies auch gerne demonstriert, kann man doch auch den Unterstützern Israels abnehmen, daß sie Pazifisten sind. Oder gibt es bei Israel plötzlich Bedenken? Bisher hat von den Israelverteidigern nur noch niemand behauptet Pazifist zu sein. Die Hamasanhänger sehen in ihrem Verhalten und ihrer angeblichen pazifistischen Ideologie keinerlei Widerspruch.

  • #4
  • #5
  • #6
    Robert

    @Helmut Ich verstehe Deinen Einwand nicht richtig (und ich meine „nicht verstehen“ und nicht „nicht einverstanden sein“). Weil die Hamasanhänger die Widersprüche in ihrer verqueren Weltanschauung im wörtlichen Sinne wegbeten, kann man das auf anderer Seite also auch einfach tun?

  • #7
    Klaus Lohmann

    @#4 | jake: Israel schießt Hamas-Raketen ab und bombardiert Hamas-Raketenstellungen, -Zentralen, -Munitionslager und -Transportwege. Die Hamas hingegen „positioniert“ mittels dumpfer Propaganda ihre eigene Bevölkerung als Mittel zur moralischen Erpressung direkt um diese – im Verteidigungsfall legitimen – Ziele. Und nun rechne bitte mal neu…

  • #8
    Helmut Junge

    @Robert, „kann man das auf anderer Seite also auch einfach tun?“
    Wenn sie ehrlich ist, kann das keine Seite. Ich bin kein Pazifist, wäre es aber gerne, wenn ich auch nur einen Hauch von einer Chance sehen würde, Pazifismus durchsetzen zu können. Die sehe ich aber nicht.
    Ich nehme überhaupt niemanden ab, Pazifist zu sein. Käme jemand zu mir und sagte, daß er für Israel oder für Hamas wäre und sei Pazifist, würde ich ihm das nicht glauben. Dennoch hätte jemand, der sich zu Israel bekennt, das gleiche „Recht“ sich Pazifist zu nennen, wie ein Hamasanhänger, der sich Pazifist nennt.
    Das ist unabhängig von meiner Bewertung. Deine Bewertung solcher Selbstbetrügereien ist dadurch nicht betroffen. Wenn Du glaubst, daß eine Seite ehrlicher sein muß, als die andere Seite, ist das eine Position, die ich auch teilen könnte. Dieser Anspruch an die Selbsteinschätzung ist aber hoch. Es geht doch um Politik. Politik ist immer parteiisch.

  • #9
    Erdgeruch

    Essen als Demonstrationsort zu wählen ist angesichts der Nähe zur alten Synagoge ein Zeichen dafür, dass die Empörung und Aufmerksamkeit gezielt gesucht wird. Die meisten Besucher der Innenstadt werden aber aufgrund der Ortswahl wahrscheinlich nur die Gegendemo sehen und sich nicht wundern. Denn bei jedem Konflikt dieser Art hat man früher oder später Protest vor der alten Synagoge, was perfide ist, denn diese Einrichtung hat nichts mit Israel zu tun. Da man das aber eben wie gesagt vor Ort sehr genau weiß, kann man nur davon ausgehen, dass diese Provokation kalkuliert ist. ich hoffe mal, das gibt da keine Rollerei.

    Wobei ich im Gegensatz zu unseren Springer-Journalisten (:P) mal davon ausgehe, dass sich da einige Wahnsinnige den Laden gekapert haben und nun hat die Linke den Salat. 😉

  • #10
    TuxDerPinguin

    Das „Recht auf Verteidigung“ als begründung gefällt mir hier nicht so recht. Das gibt es zwar, aber man könnte auch fragen, ob der Maßstab bei der Verteidigung immer so gewährleistet bleibt, da dem unbeteiligte Zivilisten zu opfer fallen werden neben den Terroristen.

    Langfristig müsste es die Zwei-Staaten-Lösung geben. Die Blockaden gegen Palästina müssten abgeschafft werden, um die Grundlage für wirtschaftliche Vitalität legen zu können. Problem wären die Siedler, die auch das eigene Militär angreifen würden, falls man ihre Siedlungen auflösen wollte. Und Israel würde auch schon kurzfristig Sicherheit haben wollen, nicht erst in Jahren.
    Also müsste man Blauhelme nach Palästinaa schicken, die für Sicherheit sorgen…

    man wäre ansich wieder bei der heutigen Lage. Aber die Bevölkerung wäre dem evtl aufgeschlossener, da es internationale statt isrealisische Soldaten wären und sie durch den Wegfall der Blockaden autonomer werden / mehr Freiheiten genießen / selbstbestimmter leben könnten.
    Die Hamas hätte es dann sicherlich schwerer zu argumentieren, warum man Israel angreifen sollte usw… man würde sie zumindest schwächen können.

  • #11
    Klaus Lohmann

    @#10 | Tux: Niemand hindert die Hamas daran, ihre zivile Bevölkerung von ihren Stellungen wegzuhalten/umzusiedeln. Man würde sogar massive internationale Hilfe bereitstellen, wenn die Hamas dies wirklich wollte. Und Israel hat nur den auch völkerrechtlich anerkannten Maßstab, die eigene Zivilbevölkerung gegen die Hamas-Bomben zu verteidigen.

  • #12
    langsamdenker

    @ TuxDerPinguin Mit der Zwei-Staaten-Lösung bin ich schwer einverstanden. Ob für eine Übergangszeit Blauhelme eine Option sind, sollte geprüft werden, wenn eine solide andauernde Waffenruhe eingekehrt ist. Und das auf Seiten Israel auch nicht immer alles rechtsstaatlich ist, darf man auch im Hinterkopf behalten. Was für mich den Ausschlag gibt „pro Israel“ ist auch der Umstand, dass die Versorgung Gazas mit Lebensmitteln, Medikamenten und Energie trotz der Hamasraketen durch Israel aufrecht erhalten wird. Das ist m.E. ein starkes humanes Signal.

  • #13
    Dortmunder

    Möglicher Anschlag auf Alte Synagoge – 14 Festnahmen
    Die Polizei hat am Freitagvormittag 14 Personen festgenommen, die verdächtigt werden, einen Anschlag auf die Alte Synagoge in Essen geplant zu haben. Die Polizei hatte bereits die Sicherheitsvorkehrungen an der Alten Synagoge vor dem Hintergrund der Nahost-Demos am Freitag verstärkt.

    Möglicher Anschlag auf Alte Synagoge – 14 Festnahmen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/moeglicher-anschlag-auf-alte-synagoge-14-festnahmen-id9608758.html#plx1866050981

  • #14
    jake

    mein Gott mit welcher menschen Verachtung hier argumentiert wird,47 jahre Besatzung ,wie wären wir dann????fragt euch das mal

  • #15
    free

    stellt dir mal kurz vor, einer aus eurer Familie bringt jemanden Um.
    keiner kann beweisen das der Mörder aus deiner Familie ist
    fall ist unklar

    trotzdem wird dein Familie zur Rechenschaft gezogen dazu auch gefoltert und teilweise umgebracht

  • #16
    Helmut Junge

    @Jake (14), wenn du in Deutschland aufgewachsen bist, solltest du es wissen. Wenn du es nicht weißt, frage mal einen Historiker hier im Blog, wie das im geteilten Deutschland war. Wenn man es Dir dann erklärt hat, überlege mal, ob der Weg, den die Deutschen während der Jahrzehnte ihrer Besatzungszeit gegangen sind, nicht auch ein Weg für Palästina sein konnte.
    Um dich neugierig zu machen, sage ich dir, daß ich als ganz kleines Kind in der britischen Besatzungszone geboren wurde und noch etliche Trümmer gesehen habe, aber schon als Jugendlicher keinerlei Zukunftsängste mehr kannte. Die Politiker, die Deutschland dahin gebracht haben, haben nach vorne geguckt, denn rückwärts war der Krieg mit 50 Millionen Toten in ganz Europa.

  • #17
    jake

    wie lang ging denn diese Besatzung du Schlaumeier,47 jahre Besatzung zeigen das da kein wille für frieden ist nur mehr besiedeln lies mal uri avnery dann kannst sehen wie Israel sich verändert hat

  • #18
    Bianca Baum

    Wie kann so etwas hier überhaupt zugelassen werden?
    Wir haben völlig friedlich dort gestanden unsere Schilder hochgehalten und über den Nah-Ost-Konflikt(-krieg) gesprochen. Wir haben niemanden absichtlich provoziert. Wieso wird unsere Demo von auf Krawall gebürsteten muslimischen Halbstarken gestört durch Parolen wie „Kindermörder Israel“ und „Scheißjuden“?

    Wie kann es sein, dass wir unsere Fahnen etc einpacken sollen bei An- und Abreise und die in vollem Rüstzeug „ihr Ding“ durchziehen?

    Ist das hier noch mein Land?

    Ich will nicht, dass solche Menschen mein demokratisches Deutschland über den Haufen werfen. Ich bin der Meinung, wer sich hier so derartig daneben verhält, wie es diese Demonsranten gestern taten, sollen das bitte in ihrem Herkunftsland so tun aber bitte nicht HIER!

    Ich muss mich hier wirklich vor diesen Menschen fürchten, denen offenbar Hass ins Herz gesät worden ist!?!? Ich will mich nicht fürchten müssen, ich will mich sicher fühlen!

    LG, Bianca

    P. S.: Vielen Dank an die Ruhrbarone für die sehr gute und realistische Berichterstattung!

  • #19
    Helmut Junge

    @Jake (17), weil du mich danach fragst. das Besatzungsstatut wurde 1954 in ein alliertes Vorbehaltsrecht umgewandelt. Also 9 Jahre nach Kriegsende. Doch schon die damalige Generation hat sich derart mit den Allierten Besatzern arrangiert, daß das Verhältnis zu ihnen, von uns damaligen Kindern eher als Bündnis, denn als Besazung empfunden wurde. Das allierte Vorbehaltsrecht wurde 1990 durch die zwei plus-vierverträge abgelöst. Doch den meisten Deutschen war das gar nicht wichtig. Sie hatten sich vorher eben schon durch viele Verträge zu wirtschaftlich zu wichtigen Partnern entwickelt, daß sie sich souveren gefühlt haben, obwohl sie faktisch immer noch die allierten Soldaten im Land haben. Die sind übrigens auch nie wirklich abgezogen worden. Doch stört das niemanden. Nur ginge das jetzt weiter, als ich Lust hätte zu erklären.

  • #20
    Thomas Weigle

    @ Helmut Junge Kann ich nur bestätigen, mehr noch, die amerikanische „Amüsiermeile in Hanau, dass einen hohen Anteil an US-Amerikanern hatte, war auch bei vor allem jungen Deutschen schon zu Zeiten des beginnenden Rock`n Roll überaus beliebt. Dort wurde die Musik gespielt, die anderswo noch als Urwaldmusik abqualifiziert wurde.
    Das Verhältnis zu den westlichen Alliierten war spätestens mit und nach der Berlin-Blockade ein anderes geworden, vom Feind zum Beschützer/Freund.
    @ Jake Es hat immer und zu allen Zeiten Juden gegeben, die sich auf die Seite ihrer Feinde geschlagen haben, den AS der christlichen und sonstigen Umgebung befeuert und bestätigt haben. Die Gründe dafür sind vielschichtig, nicht alle sind verwerflich. Sich auf Avnery zu berufen ist genau so, wie wenn sich ein, sagen wir, Brite, auf einen NeoNazi beruft, um zu beweisen, dass in Deutschland politische Parteien unterdrückt werden.

  • #21
    abraxasrgb

    Man kann gar nicht genug fressen, soviel möchte man kotzen … Frei nach Max Liebermann!

    Die Logik der Pro-Hamas Fanatiker ist doch: Israel ist schuldig, weil es zuerst zurückgeschlagen hat … die haben keine Recht sich zu verteidigen!

    Wenn der Raketenbeschuss aus dem Gaza aufhörte, würden auch die Gegenmaßnahmen, um diesen zu verhindern aufhören. Aber diese Option ist für die „Friedensdemonstranten“ ja keine auch nur denkbare. Denn hinter dieser perfiden Ideologie steht die prinzipielle Ablehnung des Staates Israel bzw. der Wunsch es wieder von der Landkarte zu tilgen.

    Die motivationale Gemengelage der Pro-Hamas Demonstrierer ist eine unappetitliche Mischung aus religiösem und politischem Faschismus, der sich fanatisch entlädt. Ob dabei nun die Symbole der typischen Organisationen gezeigt werden oder nicht, spielt für die dahinter stehende Haltung keine Rolle.

    Frieden, den alle wollen, wird es erst geben, wenn die Raketenangriffe der Hamas aufhören. Dafür sollten diejenigen demonstrieren, die Frieden wollen.
    Wer auf Israel zeigt und mit solchen widerlichen Parolen demonstriert, hat explizit Sympathie für die Raketenangriffe und sieht sie als legitim an. Das ist wohl alles mögliche, aber nicht friedlich gemeint.

    Shalom – Salaam

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