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Update2: Essen: Neonazi will vor Synagoge demonstrieren!

Profilbild von Markus Haag auf Facebook.

Ausschnitt: Profilbild von Markus Haag auf Facebook.

Update2:

Und sie tun es doch. Nachdem die Anmeldung für eine Kundgebung vor der Synagoge zurück gezogen wurde hat eine andere Person eine gleichlautende Kundgebung angemeldet. Die Kundgebung wird nicht vor der Synagoge, sondern am Kopstadtplatz stattfinden. Das Bündnis „Essen stellt sich Quer“ ruft alle Nazigegner dazu auf sich dem ab 11:30 Uhr entgegen zu stellen.

Update:

Nach dem heutigen Kooperationsgespräch wurde die Anmeldung für die neonazistische Kundgebung vor der Essener Synagoge zurück gezogen. Es wird am Montag also keinen Naziauflauf in Essen geben.

Ursprünglicher Text:

Wie die Watchblogs „NRW rechtsaußen“ und „Blick nach Rechts“ berichten, ruft der baden-würtembergische Neonazi Markus Haag für kommenden Montag zu einer Kundgebung vor der Essener Synagoge auf. Dort möchte Haag für die Opfer des Gazakriegs demonstrieren und „Deutscher Helden“ gedenken.

Die Polizei Essen hat eine Anmeldung für eine Kundgebung gegenüber der Synagoge vorliegen. Morgen wird ein Gespräch mit dem Veranstalter stattfinden.

Markus Haag ist Mitglied des in Kassel beheimateten Neonazivereins Sturm 18. Chef des Neonazivereins ist der derzeit, wegen des Verdachts der Vergewaltigung, und gefährlicher Körperverletzung in U-Haft sitzende Neonazi Bernd T.

Sollte die neonazistische Kundgebung stattfinden, kann man von einer überschaubaren Teilnehmerzahl ausgehen. Auf Facebook gibt es derzeit 29 Zusagen.

Update: 

 

 

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7 Kommentare zu “Update2: Essen: Neonazi will vor Synagoge demonstrieren!

  • #1
    pommeskind

    Sowohl Anmelder als auch die bisherigen Teilnehmer auf der Veranstaltungsseite bei Facebook wirken sehr suspekt und scheinen eher dem Spektrum der gescheiterten Vollalkoholiker-Nazis zu entstammen. Sie scheinen in keine der bekannten regionalen Nazi-Strukturen eingebunden zu sein. Diffus. Es würde mich schwer wundern, wenn es einer der Anmelder nüchtern und am hellichten Tag zu einem Vorgespräch bei der Polizei schafft bzw. ein solches erfolgreich über die Bühne bringen zu können. Ich bin mal gespannt :-)

  • #2
    hmm

    Deshalb ist der Beginn dieser Veranstaltung wohl auch um die Mittagszeit, da haben alle einen gesunden Pegel.

  • #3
  • #4
    Stefan Laurin

    @Hubi: Viele V-Leute sind echte Nazis – das hat ja die NSU-Geschichte gezeigt.

  • #5
    Sebastian Weiermann

    Der Vollständigkeit wegen. Auf der Facebook Seite zur Kundgebung steht im Moment: „Markus war bei besagter Besprechung bei der Polizei ! Jetzt gibt es noch einiges Rechtliche zu regeln & Morgen wieder Termin bei der Polizei ! Wir hallten Euch auf dem Laufenden !“

    Wir schätzen nicht das noch irgendwas abgeklärt werden muss, stützen uns auf die Aussage der Polizei Essen, und gegen davon aus das am Montag keine Kundgebung stattfinden wird.

  • #6
    Essen stellt sich quer

    Update!
    Wie die waz bereichtet wurde eine neue Kundgebung auf dem Kopstadtplatz, in direkter Nachbarschaft zum Büro der Grünen, des Cafe´s der ev. Jugend und dem Community-Treff „Pümpchen“ angemeldet.
    Essen stellt sich quer ruft zu einer Gegenkundgebung auf:
    Essen stellt sich quer gegen Neonazi-Provokation am Antikriegstag!
    Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zur Kundgebung am 1. September auf dem Kopstadtplatz auf!

    Ein Mitglied oder Sympathisant des neonazistischen Vereins Sturm 18 plante eine antisemitische Provokation am 1. September vor der Alten Synagoge. Schon der Name des Vereins ist bezeichnend: „18“ ist der Zahlencode der Neonazi-Szene für „Adolf Hitler“. Damit sehen sich seine in der Tradition des deutschen Faschismus und all seiner Verbrechen. Die Aktion, angeblich „ein Zeichen“ gegen „das Verbrechen an der Menschheit“ und dem Gedenken „Deutscher Helden“vor der Alten Synagoge ist ein Vorwand, um antisemitische Hetze zu verbreiten.

    Eine solche Aktion vor der jüdischen Kulturstätte, bezeichnenderweise am 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, hat nichts, aber auch gar nichts mit der Kritik an Israels Politik zu tun.

    Die erste Anmeldung wurde zurückgezogen. Nun hat eine „Privatperson“ eine Kundgebung mit gleichem Motto, also gleichem antisemitischen Inhalt, angemeldet. Nun allerdings mitten in der Innenstadt auf dem Kopstadtplatz.
    Die größere Entfernung von der „Alten Synagoge“ ändert nichts am Inhalt dieser Aktion!
    Wir erwarten von der Polizei ein Verbot dieser antisemitischen Aktion und eine Unterstützung dieser Forderung von den politisch Verantwortlichen unserer Stadt. Für uns wäre es absolut unerklärlich, wenn mit dem Argument des Versammlungsrechts und der Meinungsfreiheit eine solche antisemitische Aktion legitimiert werden würde.
    Wir haben eine Gegenkundgebung auf dem Kopstadtplatz ab 11:30 Uhr bei der Polizei angemeldet.
    Wir lassen uns in Essen solche neonazistischen Provokationen nicht gefallen!

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