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	<description>Journalisten bloggen das Revier</description>
	<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 09:40:14 +0000</pubDate>
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		<title>Dierkes-Veranstaltung in Duisburg: Stadtverwaltung ohne Eier</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 07:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Meiser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>

		<category><![CDATA[dierkes]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der vor schon einem Jahr zum Israelboycott aufrufende Ratsfraktionsvorsitzende der Duisburger Linkspartei, Hermann Dierkes, will am Dienstag, dem 16. Marz 2010 ab 19 Uhr in Duisburgs Internationalem Zentrum, einem Institut der Volkshochschule der Stadt Duisburg eine Lesung halten.

Hermann Dierkes ist ein Antisemit. Daran gibt es spätestens für mich keinen Zweifel mehr, seit ich ein Video [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der vor schon einem Jahr zum Israelboycott aufrufende Ratsfraktionsvorsitzende der Duisburger Linkspartei, Hermann Dierkes, will am <a href="http://www.ruhrbarone.de/linkenpolitiker-dierkes-das-lappische-existenzrecht-israels/">Dienstag</a>, dem 16. Marz 2010 ab 19 Uhr in Duisburgs Internationalem Zentrum, einem Institut der Volkshochschule der Stadt Duisburg eine Lesung halten.</strong><br />
<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/36f92d01cf6340c0b79fb02a8aeb89c6" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7747" title="kampfsportler_dierkes_1end" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kampfsportler_dierkes_1end.jpg" alt="kampfsportler_dierkes_1end" width="300" height="419" />Hermann Dierkes ist ein Antisemit. Daran gibt es spätestens für mich keinen Zweifel mehr, seit ich ein Video einer Haßrede von ihm aufgetrieben habe.</p>
<p>Darin spricht er vom &#8220;läppischen Existenzrecht Israels&#8221;, relativiert zudem den Holocaust. Zieht dann blank:  Die Juden &#8220;organisieren systematisch die Feindschaft der gesamten Umgebung, der unterdrückten Palästinenser. Und beklagen sich dann darüber, daß diese selbstgebastelten Kunstdüngerraketen auf Sderot fliegen.&#8221;</p>
<p>Nun.</p>
<p>Man sollte meinen, das sollte Reaktionen hervorrufen.</p>
<p>Beispielsweise in der Stadt. In der Spitze der Stadt. Beim Oberbürgermeister. Das ist ein CDU-Mann. Der heißt <a href="http://www.adolf-sauerland.de/">Adolf Sauerland</a>.</p>
<p>Hätte die Lesung des Dierkes in einer städtischen Einrichtung nicht zur Gefahr, den Ruf der Stadt Duisburg zu schädigen?</p>
<p>International zu schädigen? Nachhaltig zu schädigen?</p>
<p>Duisburg - eine Stadt, die im Assoziationskontext schon seit einem Jahr mit dem<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Duisburger_Flaggenstreit"> Duisburger Flaggenskandal</a>, mit der <a href="http://www.ruhrbarone.de/unter-dem-banner-des-scheichs/">Demo des Scheichs</a> international verortet wird?</p>
<p>Ich sprach vorgestern (100310,1507) mit dem Pressereferenten des Adolf Sauerland, <a href="http://www.duisburg.de/vv/dezernatOB/102010100000184894.php">Josip Sosic</a>, ich wollte ein Interview mit Sauerland.</p>
<p>Sosic:</p>
<p>&#8220;Ich wüßte nicht, warum sich der Oberbürgermeister in der Sache positionieren sollte. Dierkes ist im Rat der Stadt, ich hab den als aufrechten Mann kennengelernt, der ist auch bei den Protesten gegen die Rechtendemos demnächst in Duisburg Marxloh vorn dabei.&#8221;</p>
<p>Josip Sosic, wir sind roundabout eine Generation und haben annähernd gleichzeitig den selben <a href="http://www.ruhrbarone.de/wie-joseph-weizenbaum-einmal-nach-duisburg-kam/">Studiengang</a> an der Duisburger Uni absolviert, gab mir dann noch zu verstehen, daß er auch persönlich nicht verstünde, warum Dierkes Antisemit sein solle, er kennte und er wüßte derlei von Dierkes nicht.</p>
<p>Sosic (zur Pointe des Presseprechers kommend): Es gibt ein paar Hundertausend Einwohner in Duisburg, der Oberbürgermeister kann nicht zu jedem einzelnen Stellung beziehen.</p>
<p>Ich: Zu Dierkes sollte er Stellung beziehen. Denn Dierkes ist einer der wenigen Duisburger, die es zu Geschichten in der<a href="http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=134242"> Jerusalem Post</a> gebracht haben.</p>
<p>Sosic (stock, umpf): Das laß ich jetz mal so stehen. Ich ruf  Sie morgen an.</p>
<p>Einen Tag später, Donnerstag, 11. März 2010. Sosic ruft nicht an.</p>
<p>Ich rufe an. Nachmittags. Bandansage. Ich spreche auf.</p>
<p>Sosic ruft sofort zurück.</p>
<p>Ich: Tom hier. Wat is Ambach?</p>
<p>Sosic (dekretiert im Ton des Pressesprechers, dem die normative Prägung der Semantik innewohnt):</p>
<p>Der OB will sich zu dem Sachverhalt nicht einlassen.</p>
<p>Ich, vorgaukelnd begeistert mitzuschreiben.</p>
<p>Sosic: Die Veranstaltung ist eine Veranstaltung der Volkshochschule Duisburg.</p>
<p>Der Oberbürgermeister vertraut wie bei allen übrigen Veranstaltungen dort der Entscheidungskompetenz ihres Leiters Dr. Gerhard Jahn.</p>
<p>Ich: Alles klar. Sauerland spielt die Karte ab. Jahn hat den schwarzen Peter.</p>
<p>Sosic (ein umpf unterdrückend): Das können Sie so interpretieren wie Sie wollen.</p>
<p>Zu Dr. Gerhard Jahn liegen mir Informationen vor, ich mein&#8217;, ich bin in der Stadt geboren, viele schütten mir ihr Herz aus, wenn ich gelegentlich mal wieder morgens um vier auf die Nacht zum Samstag im Cafe <a href="http://www.cojito.de/cafe-graefen.294.htm">Graefen</a> am Dellplatz hocke.</p>
<p>Also.</p>
<p>Der war früher mal sonn Jusojungspund in der alten SPD und hat auf Soziokulturfan gemacht, als meine damalige Freundin für die Grünen im Kulturausschuss saß und gemeinsam mit der Basis sonn neues soziokulturelles Zentrum durchpauken wollte, weil die Sozen das legendäre Eschhaus plattgemacht hatten</p>
<p>- jedenfalls:</p>
<p>Ohne den Jahn ging auf der Machthebel-Ebene wenig, und der Deal war, daß für das neue soziokulturelle Zentrum, das sie <a href="http://www.hundertmeister.de/">Hundertmeister</a> nannten, unbedingt ein Geschäftsführer mit SPD-Parteibuch eingestellt werden mußte, sonst hätte es das Hundertmeister nicht gegeben.</p>
<p>Eine Bedingung, die auf Jahn und den damaligen Kulturdezernenten, natürlich auch SPD, zurückging.</p>
<p>Besagt jedenfalls die Szenegeschichtsschreibung, die oral history der Soziokultur der Stadt Duisburg.</p>
<p>Dann wurde der Jahn VHS-Chef, und das ist ein mächtiger Job - weil mit der VHS verteilste Pfründe und machst Politik. Das gilt allgemeingültig.</p>
<p>Die ganzen Kurse haben ja auch Leiter, und die kriegen Honorar, davon ernähren sich dann Leute oder verdienen sich ein Zubrot. Aber alle haben eine Mission.</p>
<p>Das sind die Infos zu Jahn, und die zu Jahns Haltung zu Dierkes gehen so:</p>
<p>Dr. Jahn, der Chef der Duisburger Volkshochschule hält es für gerechtfertigt, die Dierkesveranstaltung in den Räumen seines angebundenes Institutes, des Internationalen Zentrums stattfinden zu lassen.</p>
<p>Für die Inhalte der Veranstaltung seien die veranstaltenden Gruppen verantwortlich.</p>
<p>Sollte Dierkes tatsächlich den Holocaust relativieren bzw das Existenzrecht Israels in Zweifel ziehen, distanziere er, Gerd Jahn, sich ausdrücklich von diesen Positionen</p>
<p>Jahn, der Diplomat. Der in vielen Interessen verhaftete.</p>
<p>Oder: Jahn, das Weichei?</p>
<p>Und: Sauerland, der Verantwortungsabschieber?</p>
<p>Nu.</p>
<p>Generalisieren wir doch mal.</p>
<p>Dierkes, Jahn, Sauerland, Hinz und Kunz.</p>
<p>Das ist doch alles Duisburg.</p>
<p>Duisburg bedeutet: Das Primat der Mittelmässigkeit.</p>
<p>In Duisburg sind die Politcos und Verwaltungsheinze eine Clique von Leuten, die selten über die Grenzen ihrer Stadt hinausgetreten sind. Die schubsen einander, die rampeln und hampeln einander an, aber insgesamt gehts denen gut. Die sind im Prinzip alle ein Brei.</p>
<p>Fein eingerichtet mit der Stellvertreterpolitik: Wir schaffen für das Allgemeinwohl, wir nehmen uns der Sorgen des Kumpels und der Kollegin an.</p>
<p>Der warme Mief der Gruppe übermüffelt praktisch bei denen die Außenwelt.</p>
<p>Und dann kommt dann plötzlich so eine news von außen:</p>
<p>Dierkes ist ein Judenhasser. Unser Hermann. Kann nicht sein. Sagen die sich.</p>
<p>(Im Telefongespräch mit mir war <a href="http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/">Wolfgang Esch</a>, der Leiter des Internationalen Zentrums, nach dem das legendäre <a href="http://www.3rdgenerationnation.de/EschHausFestival1980.htm">Eschhaus</a> benannt wurde, sogar empört sich gewiß: Dierkes würde vorgeworfen werden, er hätte den Holocaust geleugnet. Ich mußte den Esch erstmal mit Fakten bremsen.)</p>
<p>Das ist sonne Art schizoide, auf eine Selbstvergewisserung rekurriende, natürlich selektive Wahrnehmung.</p>
<p>Keiner von diesen Leuten, die jetzt sagen, der Hermann ist ein Guter, weil er einer von uns ist, ist mal perzeptionell über den Dunstkreis seines Sprengels hinausgetreten.</p>
<p>Die sprechen doch alle englisch wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY">Westerwelle</a>.</p>
<p>Und keiner von denen hat mal gesehen, wie das mit der Judenhasserei from Duisburg in der Welt eingeschätzt wird.</p>
<p>Insoweit haben die Kommunalschranzen nicht nur keine Eier. Sondern: Es sind auch Kastraten.</p>
<p>(Illu: Glaubenskrieger Dierkes gesehen von Ruhrbaron Ralf Wasselowski)</p>
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		<item>
		<title>Williamsburg, New York, Teil 5: Nachbarschaftsgärten und Hausbesetzer</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-story-teil-5-nachbarschaftsgarten-und-hausbesetzer/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-story-teil-5-nachbarschaftsgarten-und-hausbesetzer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 07:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnold Voss</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

		<category><![CDATA[Rest der Welt]]></category>

		<category><![CDATA[Williamsburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Schießereien, im Williamsburg sowie schon weniger als zum Beispiel in Bed Stuy, in der South Bronx oder in Central Brooklyn,  wurden nach dem Zuzug der mutigen jungen und meistens engagierten Leute im Williamsburg zur absoluten Seltenheit. 
Es gab weiterhin die No-No-Go Arreas, aber die Stadtteilbereiche außerhalb dieser besonderen Risikozonen wurden immer sicherer. Die Hot-Zones wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7772" title="williamsburg-5" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg-5.jpg" alt="williamsburg-5" width="300" height="225" /><strong>Schießereien, im Williamsburg sowie schon weniger als zum Beispiel in Bed Stuy, in der South Bronx oder in Central Brooklyn,  wurden nach dem Zuzug der mutigen jungen und meistens engagierten Leute im Williamsburg zur absoluten Seltenheit. </strong></p>
<p>Es gab weiterhin die No-No-Go Arreas, aber die Stadtteilbereiche außerhalb dieser besonderen Risikozonen wurden immer sicherer. Die Hot-Zones wurden sozusagen eingehegt und ansonsten systematisch weiter gemieden. Die leeren Häuser wurden mit Hilfe der Stadt, die mittlerweile für all diese Viertels Hilfsprogramm aufgelegt hatte, entweder ganz abgerissen oder renoviert und neu bewohnt. Da, wo nur leere Brachen überblieben wurden Nachbarschaftsgärten angelegt und/oder Selfmade-Autoreparaturen und Ersatzteillager errichtet.</p>
<p>Diese Grundstücke, auf den vorher halb abgebrannte Häuser standen, gehörten in der Regel sowieso der Stadt, weil in New York jedes Grundstück samt Haus ins öffentliche Eigentum ohne Entschädigung überführt wird, wenn mehr als 3 Jahre dafür keine Grundsteuer bezahlt wird.  So konnten die Nachbarschaftsgärten auch offiziell den Bewohnern überlassen werden. Das gleiche galt für die leer stehendenHäuser, die von den Bewohnern in Selbsthilfe renoviert werden konnten Die örtlichen Kirchen unterstützen solche Menschen mit Baumaterial und Expertenwissen. Die Kreativen-Community passte in dieses Selbsthilfe-Konzept bestens hinein, denn sie verdrängt zu diesem Zeitpunkt niemanden und waren sogar Vorbild für die nun sich immer stärker entwickelnde Eigeninitiative der Bewohner.</p>
<p>Den eigentlichen künstlerischen Aktivitäten stand die lokale Mehrheitsgesellschaft jedoch eher skeptisch bis gleichgültig gegenüber. Auch den Szenekneipen und Galerien die mit der Phase der Szenebildner in den Stadtteil kamen. Aber auch die besetzen Leerstände und belebten damit das Viertel weiter. Im Gegensatz zu den Galerien und Künstlerstudios/Lofts waren die neuen Restaurants auch für die Polen und Latinos interessant. Zumindest für die, die sie bezahlen konnte, was nicht so schwierig war, weil die Preise dort noch erschwinglich waren.</p>
<p>Obendrein nahm die Arbeitslosigkeit in Williamsburg langsam aber sicher ab, weil die ganze Stadt, ja die gesamten USA wieder Jobs für die Unterschicht anzubieten hatte. Es kamen die sogenannten golden Jahre der Gentrification, denn alle im Stadtteil hatten in dieser Phase etwas davon. Die Zugezogenen genauso wie die, die es in der Krise dort aus- und durchgehalten hatten. Der Stadtteil wurde nicht nur immer sicherer sondern auch immer interessanter und vor allem ordentlicher. Der Müll auf den Straßen verschwand vollständig, es gab keine hohlen Fenster und Türlöcher mehr, und da wo es sie noch gab, da waren auf einmal ordentliche Zäune drum herum oder sogar Baugerüste die auf baldige Renovierung hinwiesen.</p>
<p>Die älteren Bewohner saßen wieder, wie früher, bei  angenehmem Wetter auf der Treppe vor dem Haus. Auch nach dem es  dunkel geworden war. Die jungen Leute saßen vor ihren  immer noch etwas schmuddelig aussehenden ehemaligen Lagerhäusern und Fabriken, oder auf deren Dächern und schwätzten bis tief in die Nacht. Die Straßen der Latinos waren in den warmen Sommernächten wieder voller Salsa Musik zu der gerne auch auf der Straße getanzt wurde. Es gab sogar wieder eine kleine Stadtteil-Salsoteca in der man fantastische Bands hören konnte. Beim Zuhören und dazu tanzen blieben  die Latinos aber vorerst unter sich. Wie in ihren öffentlich und/oder kirchlich  geförderten Kultur- und Sozialklubs.</p>
<p>Aber auch die jungen mehrheitlich weißen Zuwanderer brachten ihre Musik mit. Die ersten House-und Punk-Clubs entstanden aus privaten Roof- und Loftparties. Später kam Jazz und Rock dazu. Es war zunehmend, so sagten mir die Eingeweihten, wie in den Siebzigern in der Lower East Side in Manhattan. Damals war es da auch noch billig und sehr bunt. Es erschien ihnen so, als wäre das ganze East Village über das Wasser nach Brooklyn gesprungen. Es war auch das gleiche Aufbruchsgefühl. Nur dass die Leute jetzt viel jünger waren. Das konnte man zunehmend auch auf den Straßen von Williamsburg sehen.</p>
<p>
Jugend und Aufbruch gingen hier Hand in Hand. Die, die dazu kamen waren immer noch jünger, als die die schon ein paar Jahre an diesem Ort auf dem Buckel hatten, und damit kam auch der neue Style. Das was später als LoFiBo-Mode in die Welt ging, wurde in Williamsburg, so sagen zumindest die Lokalpatrioten, geboren  und die Bedford Avenue wurde von der immer belebterer werdenden  Hauptstraße zugleich auch zum dazu gehörigen Laufsteg. Und aus Williamsburg wurde im Szenesprech „W-Burg“  oder auch „L-City“.</p>
<p>Den Ursprung dieser Low-Finance-Bohemien Couture hatte ich noch selbst erlebt. Es war ein riesiges Lagerhaus an der Kent Avenue, der letzten Straße vor bzw. entlang der Waterfront, in dem man Kiloweise Second-Hand-Klamotten kaufen konnte. Zu einem Spottpreis, was vor allem meine weiblichen Studenten, nach dem sie diesen Schuppen entdeckt hatten, dazu brachte, regelmäßig mit dem doppelten Gepäck nach Hause zu fahren bzw. zu fliegen. Da war dieser Laden noch ein absoluter Geheimtipp. Die neuartige, ungewohnte bis abgefahrene Zusammenstellung alter Kleidungsstücke zu einem eigen ganz individuellen Street-Style, garniert mit Kuriositäten aus der Welt der Kurz- und Schmuckwaren der preiswerten Machart wurde Jahre später zu einer Art öffentlichem Wettbewerb auf W-Burgs Sidewalks.</p>
<p>Die Gründung eigener klitzekleiner Modelabels war danach fast unvermeidlich und die billigen Räumlichkeiten gab es ja immer noch. Zu den Kneipen, Restaurants und Clubs gesellten sich nun auch die ersten Boutiquen mit Minischneidereien und die ersten anspruchsvollen Geschäfte für Design-Gebrauchtmöbel. Und die erste Stadtteilzeitung die darüber berichtete.  Mittlerweile sind es deren 3 oder 4. Eine davon schon seit vielen Jahren nur mit hoch literarischen Texten . Alle Zeitungen sind  umsonst, sprich durch Anzeigen finanziert.</p>
<p>Die erste Buchhandlung kam weit vorher. An der Bedford Ecke North 5th. Zuerst auch nur mit gebrauchten Kunstbüchern. Danach dehnte sie sich Stück für Stück aus und man konnte dort auch neue Bücher bestellen.  Um eine wirklich große Auswahl von Geschriebenem und/oder Bebilderten zu bekommen musste und muss man aber nachwievor rüber nach Manhattan. Sehr empfehlenswert Barnes &amp; Nobles am Union Square. Oder was das Buchantiquariat betrifft, nicht weit davon entfernt am Manhattan Broadway „Strands“. Auch die Künstlerhardware ist in Manhattan nach wie vor unübertroffen konzentriert. Galerien gibt es jedoch in Williamsburg mittlerweile so viele, dass es mindesten einen Tag braucht, nur um sie alle gesehen zu haben.</p>
<p>Verglichen mit Manhattan ist das allerdings immer noch absolut lächerlich.  Dort gibt es allein im Stadtteil  Chelsea 600 davon. Im W-Burg gibt es mittlerweile um die 70 wobei die Schallmauer 100 in naher Zukunft erreichbar erscheint.  Deswegen haben sich die Galerien schon seit längerem auch zu einer eigenen unabhängigen Selbstförderungsorganisation zusammen geschlossen. Aber das geschah erst als die Zeit der Scene-Builder dem Ende zu ging und die Phase der Scene-Seekers begann.</p>
<p>Scenebuilding ist zu einem großen Teil Unternehmensgründung und Professionalisierung.  Aus Hobbys und Selbstausbeutung,  aus Leidenschaft und Wahnsinn werden richtige Jobs die ihre Inhaber auf Dauer ernähren. Mit vielen Flops aber auch mit zunehmenden Erfolgen. Dazu braucht es jedoch auch genug Kunden und Abnehmer und vor allem Produkte die es woanders in der Stadt nicht gibt. Das ist in einer Stadt wie New York nicht so einfach. Dazu braucht es die kritische Masse in der Vielfalt und der Menge der Angebote, die sogenannte Take-Off-Geschwindigkeit  in der Entwicklungsdynamik der Gentrification.</p>
<p>Das hängt eng mit dem Sceneseeking selbst zusammen, weil die Kunden aus der eigenen kreativen Community und der sonstigen Nahbereichsbevölkerung nicht ausreichen, um den eigenen Laden auf Dauer tragfähig zu machen.  Es müssen mehr davon  aus der Rest-Stadt und darüber hinaus kommen, die Sceneseekers eben.  Die die genau solche Szeneviertel mögen und gerne dort konsumieren, zumindest aber sich regelmäßig und gerne dort aufhalten. Es galt also die restlichen „Brooklinites“, vor allem aber die „Manhattanies“ zu „erobern“ bzw. anzulocken.</p>
<p>Dazu mehr in der nächsten Folge.</p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
Die Willamsburg Story I&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/from-%E2%80%9Cno-go%E2%80%9D-to-%E2%80%9Cmust-be%E2%80%9D-in-new-york-city-%E2%80%93-die-williamsburg-story-teil-1/">Klack</a></p>
<p>Die Willamsburg Story II&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-ii-gute-aussichten/">Klack</a></p>
<p>Die Willamsburg Story II&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/die-williamsburg-story-teil-3-im-visier-der-spekulanten/">Klack</a></p>
<p>
Die Williamsburg Story IV&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-story-teil-4-von-szene-pionieren-zu-szene-buildern/">Klack</a></p>
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		<title>Gazpacho</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/gazpacho/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 06:51:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[
Gazpacho, Samstag, 13. März, 20.00 Uhr, Underground, Köln
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/jTQsZ11XLW0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jTQsZ11XLW0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<strong><a href="http://www.gazpachoworld.com/">Gazpacho</a>, Samstag, 13. März, 20.00 Uhr, <a href="http://www.underground-cologne.de/">Underground</a>, Köln</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Paralympics III: &#8220;Nicht die soziale Weihnachtsgans&#8221;</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/paralympics-iii-nicht-die-soziale-weihnachtsgans/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 06:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Drepper</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auf dem Platz]]></category>

		<category><![CDATA[2010]]></category>

		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

		<category><![CDATA[Behindertensport]]></category>

		<category><![CDATA[Frank Höfle]]></category>

		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>

		<category><![CDATA[Jens Jäger]]></category>

		<category><![CDATA[Josef Giesen]]></category>

		<category><![CDATA[Paralympics]]></category>

		<category><![CDATA[Vancouver]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/573c29af721143d0abd76e1758ebf857" alt="" width="1" height="1" />

<img class="alignleft size-full wp-image-7693" title="bahn-pixelio" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/bahn-pixelio.jpg" alt="bahn-pixelio" width="133" height="200" />

<strong>Beginnen wir mit Frank Höfle, dem deutschen Fahnenträger bei der heutigen Eröffnungsfeier. Frank Höfle ist stark sehbehindert und immer wenn er mit dem Zug fahren will, spürt er seine Behinderung am stärksten. Höfle ist nicht vollkommen blind, aber doch so eingeschränkt, dass er kaum eine Chance hat, Fahrpläne, Bildschirme oder Hinweisschilder zu entziffern. Dann fragt Höfle nach und bekommt meist vernünftige Antworten. Er ist es gewohnt, sich helfen zu lassen - ob zu Hause, im Alltag oder bei der Arbeit.</strong>
<p>
Wie fühlen sich Behindertensportler, wenn Sie medaillenbehangen von internationalen Einsätzen zurückkehren - und dann zu Hause wieder mit ihren alltäglichen Problemen, ihrer Sehschwäche oder Lähmung konfrontiert werden? Ist der Sport eine kleine, heile Oase und ist es schwerer, als erfolgreicher Athlet Hilfe anzunehmen? Das wollte ich wissen - und bin noch vor meinem<a href="http://www.ruhrbarone.de/paralympics-i-und-ab-gehts-hinauf-nach-whistler/"> Abflug nach Vancouver</a> gleich mal ganz schön auf die Schnauze gefallen. Denn mein erster Gesprächspartner war Jens Jäger, der Mannschaftsführer der deutschen Curler. Und der wollte diese Fragen "nach den armen Behinderten und ihrem schweren Alltag" gar nicht gern hören. Dennoch ist etwas herausgekommen: Fragen müssen macht demütig. Und: Nichtbehinderte können einiges von den Paralympics-Teilnehmern lernen.
<p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/573c29af721143d0abd76e1758ebf857" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7693" title="bahn-pixelio" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/bahn-pixelio.jpg" alt="bahn-pixelio" width="133" height="200" /></p>
<p><strong>Beginnen wir mit Frank Höfle, dem deutschen Fahnenträger bei der heutigen Eröffnungsfeier. Frank Höfle ist stark sehbehindert und immer wenn er mit dem Zug fahren will, spürt er seine Behinderung am stärksten. Höfle ist nicht vollkommen blind, aber doch so eingeschränkt, dass er kaum eine Chance hat, Fahrpläne, Bildschirme oder Hinweisschilder zu entziffern. Dann fragt Höfle nach und bekommt meist vernünftige Antworten. Er ist es gewohnt, sich helfen zu lassen - ob zu Hause, im Alltag oder bei der Arbeit.</strong></p>
<p>
Wie fühlen sich Behindertensportler, wenn Sie medaillenbehangen von internationalen Einsätzen zurückkehren - und dann zu Hause wieder mit ihren alltäglichen Problemen, ihrer Sehschwäche oder Lähmung konfrontiert werden? Ist der Sport eine kleine, heile Oase und ist es schwerer, als erfolgreicher Athlet Hilfe anzunehmen? Das wollte ich wissen - und bin noch vor meinem<a href="http://www.ruhrbarone.de/paralympics-i-und-ab-gehts-hinauf-nach-whistler/"> Abflug nach Vancouver</a> gleich mal ganz schön auf die Schnauze gefallen. Denn mein erster Gesprächspartner war Jens Jäger, der Mannschaftsführer der deutschen Curler. Und der wollte diese Fragen &#8220;nach den armen Behinderten und ihrem schweren Alltag&#8221; gar nicht gern hören. Dennoch ist etwas herausgekommen: Fragen müssen macht demütig. Und: Nichtbehinderte können einiges von den Paralympics-Teilnehmern lernen.</p>
<p>
Im Sport ist Höfle <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_H%C3%B6fle">erfolgreich wie kaum ein anderer</a>. Bei neun paralympischen Winter- und Sommerspielen hat der 42-Jährige 24 Medaillen gewonnen. Und auch beruflich hat er einiges erreicht. Sein Abitur hat er mit der Note 1,1 gemacht, das BWL-Studium gar mit 1,0 abgeschlossen. Jetzt arbeitet er im mittleren Management einer Stiftung für Sehbehinderte und verdient gut. &#8220;Ohne Behinderung wäre ich wohl ein ziemliches Ekel geworden&#8221;, glaubt Höfle deshalb.</p>
<p>
Während andere erfolgreiche Menschen leicht Gefahr laufen, sich irgendwann zu überschätzen, ihre Schwächen zu ignorieren und sich für den Größten zu halten (man denke nur an die Finanzkrise oder <a href="http://www.myvideo.de/watch/305835/Elefantenrunde">einige Politiker wie unseren legendären Gerhard &#8220;Acker&#8221; Schröder</a>), wird Höfle tagtäglich mit seinen Grenzen konfrontiert. Ihm wird vor Augen geführt, dass er alleine nicht dort wäre, wo er heute ist. In diesem Punkt, glaubt der Familienvater, könne die Behinderung sogar ein Vorteil sein. &#8220;Fragen müssen macht ein Stück weit demütig&#8221;, sagt Höfle. Als Chef bei der Arbeit habe er keine Probleme, im Team zu arbeiten. Für seine Mitarbeiter sei er so deutlich näher, vielleicht sogar sympathischer.</p>
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Dass jeder seine Schwächen hat, niemand perfekt ist, das ist für manch einen schwer zu akzeptieren. Dabei steckt viel Wahrheit dahinter, wenn Höfles Nationalmannschafts-Kollege <a href="http://paralympics.zdf.de/ZDFsport/inhalt/25/0,5676,8045817,00.html">Josef Giesen</a> statt von Nichtbehinderten von Normalbehinderten spricht. Für den ostwestfälischen Biathleten ist niemand nicht behindert. Bei manchem sieht man es nur nicht auf den ersten Blick. Bei Giesen schon. Er ist contergangeschädigt und hat zwei stark verkürzte Arme. Oft benötigt Giesen Hilfe. Von seiner Frau und auch von fremden Menschen. Hilfe anzunehmen, falle ihm aber selbst als erfolgreicher Sportler nicht schwer. Auch innerlich, sagt Giesen, tue ihm das nicht weh.</p>
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Diesen Umgang mit sich selbst, das Sich-selbst-in-Frage-stellen und das Annehmen von Hilfe, das sieht Frank Höfle durchaus als Vorbild für die Gesellschaft. Oft schon habe er auf einfachste Fragen patzige Antworten bekommen. Dabei habe doch grundsätzlich jeder, der fragt, auch einen Grund dazu. Und wie oft mühten sich Menschen mit Problemen ab, statt ganz einfach um Hilfe zu fragen. Diesen falschen Stolz kennt Höfle nicht. &#8220;In diesem Punkt leben wir etwas vor, das für viele gut wäre.&#8221;</p>
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Dennoch stoßen Fragen nach Problemen im Alltag nicht bei allen Behindertensportlern auf Gegenliebe. Denn das Thema, man kann es sich denken, kommt manch einem längst nicht zum ersten Mal zu Ohren. Jens Jäger ist Mannschaftsführer der Rollstuhl-Curler und fragt sich, warum er und seine Kollegen immer wieder auf ihre Behinderung reduziert werden.</p>
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&#8220;André Lange oder Tobi Angerer werden auch nicht gefragt, ob es schlimm für sie ist, wenn sie als erfolgreiche Sportler im Alltag manchmal um Hilfe bitten müssen.&#8221; Jäger will nicht die soziale Weihnachtsgans sein, die für &#8220;quotenträchtige Rosamunde-Pilcher-Herzschmerzgeschichten über die armen Behinderten&#8221; herhalten muss. Wenn er im Leben nicht klarkommen würde, so Jäger, würde er auch keinen Leistungssport machen. Schließlich sei er Stadtrat und Kreisrat. Doch statt nach sportlichen Aussichten zu fragen, würde von Medien nur der Umgang mit der Behinderung thematisiert.</p>
<p>
Frank Höfle stört sich daran nicht. Vancouver werden seine letzten Paralympischen Spiele sein. Zum Ende seiner Laufbahn will er seine Erfolge nutzen, um auf die Probleme anderer Behinderter hinzuweisen. Erfolgreiche Sportler wie er seien letztendlich eben doch selbstbewusste &#8220;Luxus-Behinderte&#8221;. Er fühlt sich als Eisbrecher und deshalb erzählt er gern von seinen Problemen im Alltag. Im Herzen hätte Deutschland seine Behinderten zwar schon integriert, mit dem Verstand seien viele aber noch nicht so weit.</p>
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Dieser Beitrag ist unter anderem auch bei ZDFonline und in der Main-Post Würzburg erschienen.</p>
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Bisher von den Paralympics bei den Ruhrbaronen:<br />
<a href="http://www.ruhrbarone.de/paralympics-i-und-ab-gehts-hinauf-nach-whistler/">Paralympics I: Und ab geht&#8217;s hinauf nach Whistler &#8230;</a><br />
<a href="paralympics-ii-von-alteren-herren-und-harntreibenden-mitteln">Paralympics II: Von älteren Herren und harntreibenden Mitteln</a></p>
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		<title>Die neue Rad im Pott (RIP) ist raus - zum Saisonauftakt</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/die-neue-rad-im-pott-rip-ist-raus-zum-saisonauftakt/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 01:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Meiser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[fahrrad]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-potential]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie nennen sie RIP. Aber sie lebt: Die Zeitung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Duisburg, das einzig maßgebliche verkehrspolitische Magazin in der Ruhrstadt. 
Endlich. Nächste Woche bricht sich auch im Revier der Frühling mit Schmackes Bahn. Dieses jetzt schon antizipierend enthält die Rad im Pott viele Radtourentipps für Freizeitradler. Mit Terminen, zu denen sich die Neigungsfietser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sie nennen sie RIP. Aber sie lebt: Die Zeitung des <a href="http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-duisburg">Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Duisburg</a>, das einzig maßgebliche verkehrspolitische Magazin in der Ruhrstadt.</strong> <img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/2e99586ad9bb40debaac23c78ff4d895" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7736" title="radimpottfruehjahr2010" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/radimpottfruehjahr2010-150x150.jpg" alt="radimpottfruehjahr2010" width="150" height="150" />Endlich. Nächste Woche bricht sich auch im Revier der Frühling mit Schmackes Bahn. Dieses jetzt schon antizipierend enthält die <a href="http://www.vuz-essen.de/rip/">Rad im Pott</a> viele Radtourentipps für Freizeitradler. Mit Terminen, zu denen sich die Neigungsfietser im Großssprengel Ruhr demnächst zu gemeinsamen Touren treffen werden. Nutzwert bietet auch das Adressenkompendium.</p>
<p>Die neue Rad im Pott ist ein typisches <a href="http://radimpott.de/resources/2010-01Internet.pdf">Saison-Auftaktheft</a> (PDF): 90 Radtouren, 40 Radreisen. Dazu wird dann noch in einer große Geschichte (6 Seiten) die klassische Maastrichttour gepriesen. Das mit Maastricht (S 12-18), der limburgischen Hauptstadt unseres tiefergelegten Nachbarlandes, kann ich übrigens unabhängig aus Augenschein bestätigen, in der RIP-Geschichte stimmt jedes Wort: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maastricht">Maastricht</a> ist eine Fietstown, was man schon daran bemerkt, daß man in der City-Fahradabstellanlage zwei Euro pro Stunde als Kurzparker bezahlt.</p>
<p>Geschäftstüchtig, die Kaaskoppen? Nö. In der Peripherie müssen die Audos in den Parkhäusern viel mehr bezahlen. Kommt alles der fahrradfreundlichen Stadt zugute. Die ja auch ein Konzept von Wohnen, Arbeiten und Leben auf dem kurzen Wege ist.</p>
<p>Den obligatorischen Technik- und Jurateil haben die RIPniks diesmal zum Saisonauftakt in ein <a href="http://radimpott.de/resources/2010-01Internet2.pdf">zweites Heft</a> (PDF) ausgelagert: &#8220;Zusätzliche Onlineausgabe - alle Texte, die in der Druckausgabe keinen Platz mehr fanden.&#8221;</p>
<p>Alles lesen? Als PDF, <a href="http://radimpott.de/">hier</a>.</p>
<p>Dann möchte ich auch mal die<a href="http://www.duisburg.de/news/102010100000313131.php"> Stadt Duisburg</a> belobigen, man hat ja so selten gute Gelegenheit dazu:</p>
<p>In Sachen Fiets hat die Stadtverwaltung nämlich alle Angebote zum Saisonauftakt unter einem <a href="http://www.duisburg.de/micro2/fahrradportal/">Oberbegriff</a> zusammengefasst.</p>
<p>Besonders schön: Die monatlich von Fahrrad-Stadtverwaltungsenthusiasten zusammengestellten <a href="http://www.duisburg.de/micro2/fahrradportal/routen/radroutentipps/bereich3.php">Radtouren</a>. Mit GPS-Track selbstverständlich.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">(Disclaimer: Der Autor ist Mitglied des ADFC.)</span></p>
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		<title>Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-50/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 23:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildung: Förderunterricht für Migrantenkinder gestrichen&#8230;Der Westen
RWI: AKW-Laufzeiten versteigern&#8230;FAZ
NRW: Pinkwart sieht keine Chance für die Hauptschule&#8230;Der Westen
NRW II: Debatte über Rot-Rot-Grün&#8230;taz
FDP: Westerwelles Sturzflug&#8230;Post von Horn
Ruhr2010: U wie unbekannt&#8230;Der Westen
Dortmund: Deutschland-Achter versenkt&#8230;Ruhr Nachrichten
Nahverkehr: Sozialticket verschoben&#8230;Der Westen
Zukunft: Older and Wiser&#8230;Economist
Online: Leistungsschutzrecht wird konkretisiert&#8230;Netzpolitik
Online II: Wenn PI-Fans demonstrieren&#8230;Süddeutsche
Kultur: Helge Schneider Interview&#8230;Zitty
Umland: Die Neuordnung des ärztlichen Notdienstes ist kein Grusel-Szenario&#8230;Zoom
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3908" title="audimax_essen_klein" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/01/audimax_essen_klein.jpg" alt="audimax_essen_klein" width="229" height="183" /><strong>Bildung:</strong> Förderunterricht für Migrantenkinder gestrichen&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/staedte/essen/Foerderunterricht-fuer-Migrantenkinder-gestrichen-id2713103.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>RWI:</strong> AKW-Laufzeiten versteigern&#8230;<a href="http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~E9692177949024A16AD4D39F81E64A8CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a></p>
<p><strong>NRW: </strong>Pinkwart sieht keine Chance für die Hauptschule&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Pinkwart-sieht-fuer-Hauptschulen-keine-Ueberlebenschance-id2714232.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>NRW II:</strong> Debatte über Rot-Rot-Grün&#8230;<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rot-rot-gruen-muss-laenger-halten/">taz</a></p>
<p><strong>FDP: </strong>Westerwelles Sturzflug&#8230;<a href="http://post-von-horn.de/2010/03/11/westerwelles-sturzflug/">Post von Horn</a></p>
<p><strong>Ruhr2010: </strong>U wie unbekannt&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/U-wie-unbekannt-id2714670.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Dortmund: </strong>Deutschland-Achter versenkt&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/Sport-in-Dortmund-Tanker-versenkt-Achter-Athleten-im-eiskalten-Kanal;art933,844791">Ruhr Nachrichten</a></p>
<p><strong>Nahverkehr: </strong>Sozialticket verschoben&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Neuer-Streit-ums-Sozialticket-entbrannt-id2713809.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Zukunft: </strong>Older and Wiser&#8230;<a href="http://www.economist.com/specialreports/displayStory.cfm?story_id=15641069">Economist</a></p>
<p><strong>Online:</strong> Leistungsschutzrecht wird konkretisiert&#8230;<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/leistungsschutzrecht-wird-konkretisiert/">Netzpolitik</a></p>
<p><strong>Online II: </strong>Wenn PI-Fans demonstrieren&#8230;<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/458/505647/text/">Süddeutsche</a></p>
<p><strong>Kultur: </strong>Helge Schneider Interview&#8230;<a href="http://www.zitty.de/kultur-musik/55982/">Zitty</a></p>
<p><strong>Umland:</strong> Die Neuordnung des ärztlichen Notdienstes ist kein Grusel-Szenario&#8230;<a href="http://www.schiebener.net/wordpress/?p=6946">Zoom</a></p>
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		<title>Podewitz live in Bremerhaven</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auf dem Platz]]></category>

		<category><![CDATA[Comedy]]></category>

		<category><![CDATA[Podewitz]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7728" title="podewitz_live" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/podewitz_live.jpg" alt="podewitz_live" width="300" height="312" /><strong><a href="http://www.ruhrbarone.de/hintergrund-warum-die-finnen-so-bose-sind/">Ab </a>und <a href="http://www.ruhrbarone.de/neururer-neuer-bayern-trainer/">an</a> schreibt Peter Podewitz hier bei den Ruhrbaronen. Morgen und übermorgen ist er mit seinem Bruder<a href="http://www.tif-bremerhaven.de/index.php?id=19&#38;tx_ttnews[tt_news]=9&#38;tx_ttnews[backPid]=21&#38;cHash=8abffdb313"> live</a> zu sehen. Im <a href="http://www.tif-bremerhaven.de/index.php?id=19&#38;tx_ttnews[tt_news]=9&#38;tx_ttnews[backPid]=11&#38;cHash=f9b15f71f0">Theater im Fischereihafen in</a> <a href="http://stadt-bremerhaven.de/">Bremerhaven</a> feiert ihr neues <a href="http://www.podewitz.com">Comedy-Programm</a> Premiere.
</strong>
<p>
Peter Podewitz gehört zu den wenigen Menschen, die den Umzug ins Ruhrgebiet als Geschichte ihres persönlichen Aufstiegs erlebt haben. OK, hier ist es genauso arm und hässlich wie in Bremerhaven, aber wenigstens stinkt es nicht überall nach altem Fisch.<strong> </strong>

An den wird sich Peter im Moment wieder gewöhnen müssen, denn zusammen mit seinem Bruder Willi steht er am Wochenende in Bremerhaven auf der Bühne. Premiere. Und das wird sicher lustig. Also hin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7728" title="podewitz_live" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/podewitz_live.jpg" alt="podewitz_live" width="300" height="312" /><strong><a href="http://www.ruhrbarone.de/hintergrund-warum-die-finnen-so-bose-sind/">Ab </a>und <a href="http://www.ruhrbarone.de/neururer-neuer-bayern-trainer/">an</a> schreibt Peter Podewitz hier bei den Ruhrbaronen. Morgen und übermorgen ist er mit seinem Bruder<a href="http://www.tif-bremerhaven.de/index.php?id=19&amp;tx_ttnews[tt_news]=9&amp;tx_ttnews[backPid]=21&amp;cHash=8abffdb313"> live</a> zu sehen. Im <a href="http://www.tif-bremerhaven.de/index.php?id=19&amp;tx_ttnews[tt_news]=9&amp;tx_ttnews[backPid]=11&amp;cHash=f9b15f71f0">Theater im Fischereihafen in</a> <a href="http://stadt-bremerhaven.de/">Bremerhaven</a> feiert ihr neues <a href="http://www.podewitz.com">Comedy-Programm</a> Premiere.<br />
</strong></p>
<p>Peter Podewitz gehört zu den wenigen Menschen, die den Umzug ins Ruhrgebiet als Geschichte ihres persönlichen Aufstiegs erlebt haben. OK, hier ist es genauso arm und hässlich wie in Bremerhaven, aber wenigstens stinkt es nicht überall nach altem Fisch.<strong> </strong></p>
<p>An den wird sich Peter im Moment wieder gewöhnen müssen, denn zusammen mit seinem Bruder Willi steht er am Wochenende in Bremerhaven auf der Bühne. Premiere. Und das wird sicher lustig. Also hin.</p>
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		<title>Online-Ausstellung-Tasch III: Son of God</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/online-ausstellung-tasch-iii-son-of-god/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 16:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

		<category><![CDATA[Featured]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-potential]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist der dritte Teil  unserer  Online-Ausstellung mit Werken von Stephan Tasch. 
Das  Bild trägt den Titel “Son of God”,  2000, Aquarell, Pastellkreide, Tusche auf Leinwand.
“Son of God&#8221; groß&#8230;Klack

Tasch 1&#8230;Köpfe
Tasch 2&#8230;Gladbeck nach Mitternach

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7718" title="son-of-god_k" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/son-of-god_k.jpg" alt="son-of-god_k" width="300" height="266" /><strong>Hier ist der dritte Teil  unserer  Online-Ausstellung mit Werken von <a href="http://www.ruhrbarone.de/stephan-tasch/">Stephan Tasch</a></strong><strong>. </strong></p>
<p><strong>Das  Bild trägt den Titel “Son of God”,</strong> <strong> 2000,</strong> <strong>Aquarell, Pastellkreide, Tusche auf Leinwand.</strong></p>
<p><strong>“Son of God&#8221; groß&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/tasch-son-of-god/">Klack</a><br />
</strong></p>
<p><strong>Tasch 1&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/stephan-tasch-kopfe/">Köpfe</a></strong></p>
<p><strong>Tasch 2&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/tasch-gladbeck-nach-mitternacht-grosansicht/">Gladbeck nach Mitternach</a><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Paralympics II: Von älteren Herren und harntreibenden Mitteln</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/paralympics-ii-von-alteren-herren-und-harntreibenden-mitteln/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/paralympics-ii-von-alteren-herren-und-harntreibenden-mitteln/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 15:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Drepper</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auf dem Platz]]></category>

		<category><![CDATA[Behindertensport]]></category>

		<category><![CDATA[doping]]></category>

		<category><![CDATA[Paralympics]]></category>

		<category><![CDATA[Vancouver]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c5fdccc5664c4bc3abf85b8d84b629da" width="1" height="1" alt="">

<img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/doping-hofschlaeger-pixelio.jpg" alt="doping-hofschlaeger-pixelio" title="doping-hofschlaeger-pixelio" width="300" height="232" class="alignleft size-full wp-image-7679" />

<strong>Nach der Einführung<a href="http://www.ruhrbarone.de/paralympics-i-und-ab-gehts-hinauf-nach-whistler/"> "Paralympics I" </a>gibt es nun bereits meinen ersten Beitrag im Vorfeld der Spiele, von denen ich hier vermutlich täglich berichten werde und die am morgigen Freitagabend um 18 Uhr Ortszeit (Samstagnacht, 3 Uhr MEZ) beginnen. Es geht um Doping im Behindertensport und um die Probleme, die sich hiermit ergeben. Dopen auch behinderte Sportler? Natürlich ja. Vermutlich aber weniger, als nichtbehinderte Hochleistungssportler. Dafür gibt es für Behindertensportler weitere Möglichkeiten, die Chancen illegal zu verbessern. Der Versuch einer Annäherung.</strong>
<p>
Vor acht Jahren war der Schock groß, als bei den Winterspielen in Salt-Lake-City ein deutscher Langläufer positiv auf ein Steroid getestet wurde. „Deutscher Gold-Läufer wegen Doping suspendiert“ titelte Spiegel-Online, beim Kölner Stadt-Anzeiger war „Paralympics-Star Thomas Oelsner positiv gestet“. Der fünffache Paralympics-Sieger ist der bis heute einzige Behindertensportler, der bei Winter-Paralympics positiv getestet wurde. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/c5fdccc5664c4bc3abf85b8d84b629da" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7679" title="doping-hofschlaeger-pixelio" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/doping-hofschlaeger-pixelio.jpg" alt="doping-hofschlaeger-pixelio" width="300" height="232" /></p>
<p><strong>Nach der Einführung<a href="http://www.ruhrbarone.de/paralympics-i-und-ab-gehts-hinauf-nach-whistler/"> &#8220;Paralympics I&#8221; </a>von heute morgen gibt es nun meinen ersten Beitrag im Vorfeld der Spiele, von denen ich hier vermutlich täglich berichten werde und die am morgigen Freitagabend um 18 Uhr Ortszeit (Samstagnacht, 3 Uhr MEZ) beginnen. Es geht um Doping im Behindertensport und um die Probleme, die sich hiermit ergeben. Dopen auch behinderte Sportler? Natürlich ja. Vermutlich aber weniger, als nichtbehinderte Hochleistungssportler. Dafür gibt es für Behindertensportler weitere Möglichkeiten, die Chancen illegal zu verbessern. Der Versuch einer Annäherung.</strong></p>
<p>Vor acht Jahren war der Schock groß, als bei den Winterspielen in Salt-Lake-City ein deutscher Langläufer positiv auf ein Steroid getestet wurde. „Deutscher Gold-Läufer wegen Doping suspendiert“ titelte Spiegel-Online, beim Kölner Stadt-Anzeiger war „Paralympics-Star Thomas Oelsner positiv gestet“. Der fünffache Paralympics-Sieger ist der bis heute einzige Behindertensportler, der bei Winter-Paralympics positiv getestet wurde.</p>
<p>Obwohl es in der Folge Zweifel an seiner Schuld gab, Oelsner Sabotage vermutete  und mehrere ihn stützende rechtsmedizinische Gutachten angefertigt wurden, sperrte ihn das Internationale Paralympische Komittee für zwei Jahre. In Turin war der Thüringer 2006 aber schon wieder dabei und auch in Vancouver wird der inzwischen 39-Jährige in fünf Wettbewerben an den Start gehen.</p>
<p>Nach dem positiven Test schmiss Oelsner damals sein kurz vor dem Abschluss stehendes Geografie-Studium, beendete seine zehn Jahre andauernde Beziehung und zog sich komplett zurück. Jetzt gibt Oelsner als Werbekaufmann an der FH Schmalkalden Fortbildungskurse, ist längst wieder glücklich vergeben und auch sportlich zurück in der Spur. Doch noch immer nimmt er keine offenen Getränke mehr an, lässt Trinkgurte und sein Essen niemals unbeaufsichtigt zurück. Der positive Dopingtest wird ihn nie wieder verlassen, er ist der erste und zumindest bislang noch der einzige positive Fall bei Paralympischen Winterspielen.</p>
<p>Mittlerweile ist der Fall Thomas Oelsner beim deutschen Behindertensportverband DBS als unglückliche Episode abgehakt. Delegationsleiter Karl Quade glaubt kurz vor den paralympischen Spielen, dass Doping im Behindertensport „weitestgehend kein Thema ist“. Im Sommer gebe es zwar die Gewichtheber, von denen bei den vergangenen drei Spielen insgesamt 19 Athleten überführt wurden. „Ansonsten haben wir aber keine Probleme.“</p>
<p>Unterstützt wird Quades Ansicht durch eine vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte Studie der Uni Münster. Sie schrieb nach einer ausgewählten Befragung von einem Dutzend Trainern, Funktionären und Sportlern, dass Doping im Behindertensport „hauptsächlich ein  Problem der Aufklärung“ zu sein scheint. Ob es sich beim Doping im Behindertensport auch um „bewusste Versuche der Leistungssteigerung“ handelt, konnte jedoch nicht geklärt werden. <a href="http://www.bisp.de/nn_15906/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb__200506__Artikel/Krueger,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Krueger.pdf">(Zusammenfassung der Studie als PDF)</a></p>
<p>Die Kontrollen an Behinderten von 1984 bis 2008 hat im vergangenen Jahr Mario Thevis vom Kölner Doping-Labor mit drei Kollegen aufgearbeitet (leider nicht frei online verfügbar, die Zusammenfassung gibt es <a href="http://www.bisp-datenbanken.de/jsp/ausgabeliteratur.jsp;jsessionid=A3F1E21BB9A4D349A544D25A5F677680">HIER</a>). Sein Fazit für die Fachzeitschrift &#8220;Medzinische Klinik&#8221;: Es zeigen sich zahlreiche Parallelen zu nichtbehinderten Sportlern. Anabole Steroide, Diuretika, Kortikoide und Stimulanzien sind bei behinderten Sportlern schon gefunden worden. Allerdings sind inzwischen auch die Kontrollen zumindest zum Großteil mit denen der nichtbehinderten Athleten zu vergleichen. In Vancouver zum Beispiel sollen gut 400 Kontrollen an den etwa 600 Athleten vorgenommen werden.</p>
<p>Auch die Quote von Epo-Kontrollen liegt – zumindest international – mit zehn bis 15 Prozent etwa gleich hoch wie bei den Nichtbehinderten. Besonderheiten gibt es nur bei der Durchführung der Kontrollen. Manche behinderten Athleten dürfen eine Vertrauensperson zur Kontrolle mitnehmen und blinde Sportler bekommen Hilfe beim Ausfüllen des ADAMS-Abmeldesystems im Internet.</p>
<p>In Deutschland führte die NADA im Jahr 2009 insgesamt 276 Trainingskontrollen bei rund 220 behinderten Kadersportlern durch, wie sie auf Nachfrage bekanntgab (der Jahresbericht erscheint im Mai). Zusätzlich nahm der DBS 84 Wettkampfkontrollen. Bei den 360 Tests sind laut Behindertensportverband fünf Athleten mit positiven Kontrollen aufgefallen. Allesamt ältere Herren aus den Sportarten Tischtennis und Sitzball, alle fünf mit dem Wirkstoff Hydrochlorothiazid, der in harntreibenden Diuretika enthalten ist und als Maskierungsmittel auf der Dopingliste steht.</p>
<p>Auffallend oft jedoch werden bei behinderten Sportlern positive Kontrollen wieder zurückgenommen, weil die Sportler Ausnahmegenehmigungen besitzen. So finden die Dopingfahnder vergleichsweise häufig Diuretika oder Beta-Blocker, die bei Querschnittgelähmten medizinisch notwendig sind. Einen Betrug mit unnötig erteilten Ausnahmegenehmigungen hält Thevis für unwahrscheinlicher als bei Nicht-Behinderten, schließlich könne man bei Behinderten in den allermeisten Fällen deutlich erkennen, ob die Behandlung gerechtfertigt sei.</p>
<p>Doch auch wenn Doping bei behinderten Sportlern anscheinend weniger verbreitet zu sein scheint als im Hochleistungssport der Nichtbehinderten: Jürgen Kosel, Chefarzt der Behinderten, würde für keinen seiner Athleten die Hand ins viel beschriebene Feuer legen. Schließlich gibt es für Behindete noch andere Möglichkeiten des Betrugs. So können Querschnittsgelähmte beim so genannten Boosting einen Adrenalinausstoß provozieren, der Studien zufolge fünf bis zehn Prozent Leistungszuwachst bringt. Beispielsweise mit einer übervollen Blase  oder bewusst zugefügten Verletzungen in gelähmten Körperteilen. Nachzuweisen ist diese lebensgefährliche Art des Betrugs nicht, weshalb niemand weiß, wie stark sie verbreitet ist.</p>
<p>Konkreter ist das Problem der Klassifizierung. Bei der Einteilung in die verschiedenen Behinderungsklassen verführt die Möglichkeit, sich behinderter zu machen, als man eigentlich ist. So habe es schon Fälle gegeben, bei denen ein angeblich stark sehbehinderter Athlet nach dem Wettkampf mit dem Auto nach Hause fuhr, erzählt DBS-Arzt Kosel. Mittlerweile seien aber die Regeln verschärft und die Probleme der Klassifizierung weitestgehend im Griff. Dennoch kämen Proteste von Konkurrenten gar nicht mal so selten vor. Solche Betrügereien sind nunmal – genau wie klassisches Doping – nie auszuschließen.</p>
<p>Dass auch der Behindertensport nicht frei ist von professionellen Dopern, legt der Fall des ehemaligen spanischen Radprofis Javier Ochoa nahe. Ochoa, der als Kletterspezialist unter anderem eine schwere Etappe der Spanien-Rundfahrt gewonnen hatte, stieg nach einem Unfall im Jahr 2001 auf das Handbike um und gewann bei den Spielen 2004 und 2008 drei Goldmedaillen. Ende vergangenen Jahres wurde Ochoa von der spanischen Polizei befragt, weil er in Verbindung mit dem Walter S. Viru stand, der zentrale Figur eines Dopingnetzwerks sein soll.</p>
<p>Der Beitrag ist in gekürzter, unverlinkter Form unter anderem bei ZDFonline erschienen.</p>
<p><strong>Das Foto ist von S. Hofschlaeger / pixelio.de</strong></p>
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		<title>Was mir wichtiger als das Theatersterben ist&#8230;</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/was-mir-wichtiger-als-das-theatersterben-ist/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-medium wp-image-4083" title="konzerthaus-_bochum" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/01/konzerthaus-_bochum-300x180.jpg" alt="konzerthaus-_bochum" width="300" height="180" /><strong>Bochum kann sich das Konzerthaus nicht leisten und wahrscheinlich werden nicht alle Theater im Ruhrgebiet die nächsten Jahre<a href="http://www.derwesten.de/kultur/buehne/Im-Ruhrpott-droht-der-Theaterkollaps-id2709545.html"> überleben</a></strong><strong>. Na und? Wir haben andere Sorgen.</strong>
<p>
Dass die Städte im Ruhrgebiet pleite sind ist keine Neuigkeit und zum Teil auch selbstverschuldet. Wer meint, sich in einer Region mit gerade einmal fünf Millionen Einwohnern 53 Stadtverwaltungen, vier Kreisverwaltungen und mehr als ein Dutzend Nahverkehrsunternehmen leisten zu müssen hat nun einmal kein Geld. Auch wenn Bund und Länder künftig weniger dreist Politik auf Kosten der Städte machen werden, wird das Geld für einen solchen Öffentlichen-Dienst de Luxe nicht ausreichen.
<p>
Wer am Wasserkopf nicht sparen will muss sich nach Alternativen umschauen. Auch auf Druck der Aufsichtsbehörden geht es jetzt an die Kultur. Das Ruhrgebiet rühmt sich die dichteste Kulturlandschaft der Republik, was sag ich, Europas, der Welt, ja wahrscheinlich der gesamten Galaxis zu haben. OK, das meiste ist Mittelmaß und wir noch nicht einmal regional wahrgenommen. Auch die Auslastung ist häufig schlecht. Das ist nun einmal so, wenn Quantität vor Qualität geht: 50 Kreisligisten genießen zusammen weniger Aufmerksamkeit  als ein Bundesligist. Und wenn von diesen vielen Spielstätten ein paar in den nächsten Monaten oder Jahren über den Jordan gehen ist mir das egal. Die Städte könnten immer noch gemeinsam für ein attraktives Angebot in diesem Kultursegment sorgen, wenn sie beginnen würden, ihre Mittel zusammen zu legen. Von da an ist das Gejammer über die sterbende Theaterlandschaft vor allem einer gut vernetzten Klientel zu verdanken. Andere Bereiche, mit viel größeren Problemen, werden hingegen kaum wahrgenommen und haben keine so große Lobby.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4083" title="konzerthaus-_bochum" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/01/konzerthaus-_bochum-300x180.jpg" alt="konzerthaus-_bochum" width="300" height="180" /><strong>Bochum kann sich das Konzerthaus nicht leisten und wahrscheinlich werden nicht alle Theater im Ruhrgebiet die nächsten Jahre<a href="http://www.derwesten.de/kultur/buehne/Im-Ruhrpott-droht-der-Theaterkollaps-id2709545.html"> überleben</a></strong><strong>. Na und? Wir haben andere Sorgen.</strong></p>
<p>Dass die Städte im Ruhrgebiet pleite sind ist keine Neuigkeit und zum Teil auch selbstverschuldet. Wer meint, sich in einer Region mit gerade einmal fünf Millionen Einwohnern 53 Stadtverwaltungen, vier Kreisverwaltungen und mehr als ein Dutzend Nahverkehrsunternehmen leisten zu müssen hat nun einmal kein Geld. Auch wenn Bund und Länder künftig weniger dreist Politik auf Kosten der Städte machen werden, wird das Geld für einen solchen Öffentlichen-Dienst de Luxe nicht ausreichen.</p>
<p>Wer am Wasserkopf nicht sparen will, muss sich nach Alternativen umschauen. Auch auf Druck der Aufsichtsbehörden geht es jetzt an die Kultur. Das Ruhrgebiet rühmt sich die dichteste Kulturlandschaft der Republik, was sag ich, Europas, der Welt, ja wahrscheinlich der gesamten Galaxis zu haben. OK, das meiste ist Mittelmaß und wir noch nicht einmal regional wahrgenommen. Auch die Auslastung ist häufig schlecht. Das ist nun einmal so, wenn Quantität vor Qualität geht: 50 Kreisligisten genießen zusammen weniger Aufmerksamkeit  als ein Bundesligist. Und wenn von diesen vielen Spielstätten ein paar in den nächsten Monaten oder Jahren über den Jordan gehen sollten, ist mir das egal. Die Städte könnten immer noch gemeinsam für ein attraktives Angebot in diesem Kultursegment sorgen, wenn sie beginnen würden, ihre Mittel zusammen zu legen. Von da an ist das Gejammer über die sterbende Theaterlandschaft vor allem einer gut vernetzten Klientel zu verdanken. Andere Bereiche mit viel größeren Problemen werden hingegen kaum wahrgenommen und haben keine so wirksame Lobby.</p>
<p>Die Schulen zum Beispiel. Viele sind verrottet, miserabel ausgestattet.  Schulen, die so aussehen, wie sie es in den meisten Ruhrgebietsstädten tun, sind ein Statement der Gesellschaft. Es lautet: &#8220;Was hier passiert interessiert uns nicht.&#8221; Fast jede Sparkassenfiliale macht einen repräsentativeren Eindruck.</p>
<p>Es gibt gute Konzepte für Schulen und in einer Region wie dem Ruhrgebiet müssten sie dringend umgesetzt werden. Mülheim macht so etwas: Im Stadtteil Eppinghofen <a href="http://www.muelheim-ruhr.de/cms/grundsatzbeschluss_fuer_die_zukunftsschule_eppinghofen_gefasst.html">plant</a> die Stadt eine &#8220;Zukunftsschule&#8221;: Einrichtungen der Jugendarbeit, Elternberatung, VHS-Kurse,  Vereine, Kindertageseinrichtungen, eine Grundschule,  - alles unter einem Dach in einem attraktiven, gut ausgestatteten Gebäude.  Solche Konzepte braucht das Ruhrgebiet dringend. Es müsste hunderte dieser Schulen geben. Ich würde mir einen so breiten und lauten Protest für bessere Schulen und Kindergärten wünschen,  wie es ihn für den Erhalt der hochsubventionierten Theater und Konzerthäuser gibt. Dort, nicht in den Theatern und Konzerthäusern, entscheidet sich die Zukunft des Ruhrgebiets. Um ein Theaterstück zu sehen, kann man auch mal eine halbe oder eine Stunde fahren. Das ist kein Problem. Aber die &#8220;Zukunftsschulen&#8221; müssen schnell und flächendeckend errichtet werden. Und sie müssen vor allem in den Stadtteilen gebaut werden, in denen die bildungsfernen Schichten leben, sie müssen vor der Haustür zu finden sein.</p>
<p>Ein oder zwei  gute Theater, ein oder zwei gute Konzerthäuser - damit hätte das Ruhrgebiet nicht mehr die dichteste Kulturlandschaft Deutschlands, aber es wäre ok. Wie schön wäre es hingegen, wenn wir die beste Bildungslandschaft hätten!</p>
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		<title>Paralympics I: Und ab geht&#8217;s, hinauf nach Whistler &#8230;</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/paralympics-i-und-ab-gehts-hinauf-nach-whistler/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Drepper</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auf dem Platz]]></category>

		<category><![CDATA[Behindertensport]]></category>

		<category><![CDATA[Paralympics]]></category>

		<category><![CDATA[Start]]></category>

		<category><![CDATA[Vancouver]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/535dadd773ad4cfbb455eb2d43a3d531" width="1" height="1" alt="">

<img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/wintersport-pixelio.jpg" alt="wintersport-pixelio" title="wintersport-pixelio" width="1000" height="350" class="alignleft size-full wp-image-7661" />
<p>
<strong>Ab heute startet bei den Ruhrbaronen eine aller Voraussicht nach tägliche Berichterstattung zu den Paralympischen Spielen. Ich fliege am morgigen Freitag von Frankfurt nach Vancouver, sehe mir dort die Eröffnungsfeier an und fahre dann hoch ins Skigebiet nach Whistler, wo ich bis zum Ende der Spiele bleibe. Die Reise wird mitfinanziert durch ein Stipendium der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA <a href="http://www.abda.de/uploads/media/Jetzt_bewerben_Paralympics_Stipendium_fuer_junge_Journal.pdf">(Pressemitteilung hierzu)</a> und des Deutschen Behinderten Sportverbandes DBS. Das zur Info, damit alle aufschreien, falls ich nicht kritisch genug berichte. </strong>
<p>
Und: Ich freue mich über Anregungen. Ein grobes Programm ist zwar geplant, so folgen in den nächsten Tagen Artikel zum Doping im Behindertensport und zum Alltag von Behindertensportlern. Und einige Medienanfragen sind auch schon eingegangen. Aber es ist Luft für mehr und ich versuche, bei den Ruhrbaronen so transparent und kommunikativ wie möglich zu arbeiten. Je mehr mitmachen, desto besser wird hier die Berichterstattung und Information, desto weniger relevante und interessante Themen werden außen vor gelassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/535dadd773ad4cfbb455eb2d43a3d531" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-7661" title="wintersport-pixelio" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/wintersport-pixelio.jpg" alt="wintersport-pixelio" width="1000" height="350" /></p>
<p><strong>Ab heute startet bei den Ruhrbaronen eine aller Voraussicht nach tägliche Berichterstattung zu den Paralympischen Spielen. Ich fliege am morgigen Freitag von Frankfurt nach Vancouver, sehe mir dort die Eröffnungsfeier an und fahre dann hoch ins Skigebiet nach Whistler, wo ich bis zum Ende der Spiele bleibe. Die Reise wird mitfinanziert durch ein Stipendium der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA <a href="http://www.abda.de/uploads/media/Jetzt_bewerben_Paralympics_Stipendium_fuer_junge_Journal.pdf">(Pressemitteilung hierzu)</a> und des Deutschen Behinderten Sportverbandes DBS. Das zur Info, damit alle aufschreien, falls ich nicht kritisch genug berichte. </strong></p>
<p>Und: Ich freue mich über Anregungen. Ein grobes Programm ist zwar geplant, so folgen in den nächsten Tagen Artikel zum Doping im Behindertensport und zum Alltag von Behindertensportlern. Und einige Medienanfragen sind auch schon eingegangen. Aber es ist Luft für mehr und ich versuche, bei den Ruhrbaronen so transparent und kommunikativ wie möglich zu arbeiten. Je mehr mitmachen, desto besser wird hier die Berichterstattung und Information, desto weniger relevante und interessante Themen werden außen vor gelassen.</p>
<p>Ich verspreche, ich werde Kommentaren und Anregungen vor Ort nachgehen! Mein Vorbild in diesem Fall - und meine immerwährende Empfehlung zum Besuch der Seite - ist www.jensweinreich.de. So verrückt und ausdauernd wie Jens werde ich wohl kaum berichten können, aber ich gebe mir Mühe, fehlende Erfahrung mit jugendlichem Elan auszugleichen.</p>
<p>Für alle, die noch nicht die absoluten Paralympics-Experten sind (wie ich bis vor kurzem übrigens auch), eine ganz kurze Einführung: Es sind in diesem Jahr die zehnten Winter-Paralympics, es nehmen gut 500 Sportler aus gut 40 Nationen teil und sie dauern von Freitag, 12. März, bis Sonntag, 21. März. Die Sportarten: Rollstuhlcurling, Schlitteneishockey, Ski Alpin, Ski Nordisch, Biathlon. Wer mehr Allgemeines wissen will, gucke am besten erstmal auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paralympische_Spiele">Wikipedia.<br />
</a></p>
<p>Einige weiterführende Linkempfehlungen:</p>
<p>Standardlektüre:<br />
<a href="www.dbs-npc.de">Deutscher Behindertensportverband</a><br />
<a href="http://www.paralympic.org">Internationales Paralympisches Komittee</a> (das seinen Sitz übrigens in Bonn hat)<br />
<a href="http://www.vancouver2010.com/paralympic-games/">Die Offizielle Vancouver2010-Seite</a> (mittlerweile auch auf Paralympics umgestellt)</p>
<p>Wer grundsätzlich gut zum Behindertensport informiert werden will, ist bei Andrea Ramsteck gut aufgehoben. Die Berliner Werbetexterin und Moderatorin treibt in ihrer Freizeit das Projekt :paralympic_crew voran und schreibt in ihrem <a href="http://www.mrsrunfast.wordpress.com">Blog</a> über den Behindertensport. In sozialen Netzwerken wie Facebook und auch auf Twitter gibt es Gruppen unter dem Namen der :paralympic_crew. Wer umfassend informiert werden will, ist hier richtig. Zumindest habe ich bisher noch nichts besseres gefunden, wenn es um deutsche Sportler und Aktivitäten geht.</p>
<p>Die deutschen Teams in Alpin, Curling, Langlauf und Biathlon finden sich unter folgenden Adressen:<br />
<a href="http://www.nordski.de/">Ski nordisch (Langlauf und Biathlon)</a><br />
<a href="http://www.skiteam-alpin.de/">Ski Alpin</a><br />
<a href="http://www.curlingteam-jaeger.de/">Curling</a><br />
Das deutsche Schlitten-Eishockey-Team hat sich diesmal nicht qualifiziert.</p>
<p>Und wer abschließend noch etwas mehr wissen will, über die Einteilung der Schadensklassen, der findet <a href="http://www.nordski.de/Neue_Dateien/Der%20Sport/Klassifizierung.html">HIER</a> eine Übersicht. Wobei die Klassifzierung der Athleten, die Verrechnung von schweren und leichten Behinderungen und alles, was damit zusammenhängt, nochmal ein Thema für sich ist. Vielleicht ja während der nächsten Tage.</p>
<p>Außer bei den Ruhrbaronen veröffentliche ich in verschiedenen überregionalen Medien (vor allem Online) und einigen Regionalzeitungen.</p>
<p><strong>Zu erreichen bin ich übrigens auch per Mail (daniel.drepper@gmail.com) oder über <a href="http://www.twitter.com/danieldrepper">Twitter</a>.</strong></p>
<p>Zum Schluss noch einige völlig ungeordnete und unvollständige Fragen vorab, die mich während der paralympischen Spiele begleiten werden. Vielleicht sind sie naiv, vielleicht erübrigen sie sich schnell. Aber stellen kann man (fast) alle Fragen, wie ich finde:</p>
<p>- Aufmerksamkeit/Interesse: Wie groß ist das Interesse am Behindertensport wirklich? Warum ist das Interesse am Leistungssport Behinderter geringer, als am Sport Nichtbehinderter? Liegt es daran, dass man die Leistungen nicht einschätzen kann? Dass man nur nach absoluten Höchstleistungen schaut, weil das im Sport ganz grundsätzlich so angelegt ist, jeder nach absoluten Rekorden lechzt und alles was unter 100 Prozent liegt nicht Ernst nehmen kann?</p>
<p>- Einteilung in Schadensklassen: Ist es überhaupt sinnvoll, Leistungen unterschiedlich ausgestatteter Menschen vergleichbar machen zu wollen? Ganz zu schweigen davon, dass das in letzter Konsequenz meiner Meinung nach wohl nie gelingen kann. Hat nicht, wie der Contergan geschädigte Josef Giesen sagt, auch jeder &#8220;Normalbehinderte&#8221; (statt: Nichtbehinderte) seine Schwächen, die nur auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind? Wie gleiche ich Größenunterschiede beim Hochsprung Normalbehinderter aus, wie Knieprobleme beim Marathon? Wo fängt Behinderung an? Ist es sinnvoll, den Leistungssport so unterschiedlich behinderter Menschen in das Korsett Paralympischer Spiele zu pressen</p>
<p>- Vermarktung: Was haben Firmen davon, behinderte Sportler und deren Verband zu unterstützen? Rechnet sich die mediale Aufmerksamkeit? Ist es das gute, soziale, moralisch wertvolle Image? Ist es reines Gutmenschentum und sind die Paralympics die moralischeren Spiele? Vermarkten sich die deutschen Paralympier überhaupt professionell? Und: Wer verdient eigentlich an den Paralympics?</p>
<p>- Gleichberechtigung: Viele Behindertensportler fordern die gleichen Bedingungen wie ihre nichtbehinderten Kollegen, die oft bei Bundeswehr, Zoll oder Polizei angestellt und für ihren Sport komplett freigestellt werden. Sie wollen ebenfalls Staatsathleten werden. Macht das Sinn? Oder sollte nicht lieber die Zahl nichtbehinderter Staatsathleten reduziert werden, so viel Geld wie Deutschland jetzt schon in den Spitzensport pumpt? Ganz davon ab: Werden Behindertensportler in Deutschland schlechter behandelt als in anderen Ländern? In Kanada zum Beispiel gibt es 1500 Dollar im Monat für jeden, in Russland gibt es gleiche Prämien. In Deutschland gibt es kaum Geld und ein Drittel der Prämien.</p>
<p>Fürs erste solls reichen, Ergänzungen der Liste sind sehr willkommen.</p>
<p><strong>Das Foto ist von Rainer Sturm / pixelio.de</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Williamsburg-Story Teil 4: Von Szene-Pionieren zu Szene-Buildern</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-story-teil-4-von-szene-pionieren-zu-szene-buildern/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-story-teil-4-von-szene-pionieren-zu-szene-buildern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 07:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnold Voss</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rest der Welt]]></category>

		<category><![CDATA[Gentrification]]></category>

		<category><![CDATA[New York]]></category>

		<category><![CDATA[Williamsburg]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7650" title="williamsburg-4" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg-4.jpg" alt="williamsburg-4" width="300" height="225" /><strong>An der Bedford  gab es mit der Ausnahme von zwei kleinen öden Bierkaschemmen keine Kneipe weit und breit. Vom christlich-polnischen Greepoint bis zum Jüdisch Orthodoxen Viertel südlich der Williamsburg Bridge gab es außer Peter Lugers nur eine einzige ernst zu nehmende Bar: das Teddys. </strong>
<p>
<strong></strong>Aber nicht an der Bedford Avenue sondern an der in gleicher Richtung laufenden Berry Street. An der Bedford gab einen polnischen Metzger und einen italienischen Bäcker nahe der North 7th. Nicht weit davon eine noch heute von einheimischen Latinos betrieben Pizzeria und insgesamt zwei sogenannte Stehchinesen bei denen man auf ein paar abgewetzten Stühlen vor uralten resopalbeschichteten Tischen auch sitzen konnte.
<p>
Das eigentliche „Einkaufszentrum“ von Williamsburg lag damals entlang des  Broadways unterhalb der darüber aufgeständerten und schon erwähnte JMZ –Linie, genau auf der Grenze zwischen dem jüdischen und lateinamerikanischen Williamsburg. Eine kulturelle Demarkationslinie die drastischer nicht ausfallen konnte, denn es gibt nichts Widersprüchlicheres als der Unterschied zwischen dem Outfit einer lebenslustigen  Latina und einer strenggläubigen Jüdin.
Die  immer schwarz und mit Käppi und/oder Hut gekleideten jüdischen Männer mit ihre langen gekräuselten Schläfenlocken vielen ebenfalls schon auf 100 Meter Entfernung zwischen den meistens wesentlich kleineren in der Regel mit  Baseballkappen behüteten männlichen Latinos auf. Die damals wie ein Fort bewachte und gesicherte örtliche Poststelle lag und liegt heute noch, wenn auch nicht weit vom Broadway entfernt, auf Latinogebiet.
<p>
Ansonsten fast an jeder Straßenecke die üblichen kleinen voll gepackten überteuerten und durch jede Menge Stahl  gesicherten „Marcetas/Markets“ für die Nahversorgung.  Sie wurden in der Regel von Latinos betrieben, die zwischen dem polnischen und dem jüdisch-orthodoxen Williamsburg entlang der Bedford Ave die Hauptbewohner waren. Dazwischen haben sich in den letzten 2 Jahrzehnten kontinuierlich die mehrheitlich weißen Neubewohner geschoben und dabei vor allem die Polen und die Latinos verdrängt, bzw. deren angestammten Wohngebiete dezimiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7650" title="williamsburg-4" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg-4.jpg" alt="williamsburg-4" width="300" height="225" /><strong>An der Bedford  gab es mit der Ausnahme von zwei kleinen öden Bierkaschemmen keine Kneipe weit und breit. Vom christlich-polnischen Greepoint bis zum Jüdisch Orthodoxen Viertel südlich der Williamsburg Bridge gab es außer Peter Lugers nur eine einzige ernst zu nehmende Bar: das Teddys. </strong></p>
<p><strong></strong>Aber nicht an der Bedford Avenue sondern an der in gleicher Richtung laufenden Berry Street. An der Bedford gab einen polnischen Metzger und einen italienischen Bäcker nahe der North 7th. Nicht weit davon eine noch heute von einheimischen Latinos betrieben Pizzeria und insgesamt zwei sogenannte Stehchinesen bei denen man auf ein paar abgewetzten Stühlen vor uralten resopalbeschichteten Tischen auch sitzen konnte.</p>
<p>Das eigentliche „Einkaufszentrum“ von Williamsburg lag damals entlang des  Broadways unterhalb der darüber aufgeständerten und schon erwähnte JMZ –Linie, genau auf der Grenze zwischen dem jüdischen und lateinamerikanischen Williamsburg. Eine kulturelle Demarkationslinie die drastischer nicht ausfallen konnte, denn es gibt nichts Widersprüchlicheres als der Unterschied zwischen dem Outfit einer lebenslustigen  Latina und einer strenggläubigen Jüdin.<br />
Die  immer schwarz und mit Käppi und/oder Hut gekleideten jüdischen Männer mit ihre langen gekräuselten Schläfenlocken vielen ebenfalls schon auf 100 Meter Entfernung zwischen den meistens wesentlich kleineren in der Regel mit  Baseballkappen behüteten männlichen Latinos auf. Die damals wie ein Fort bewachte und gesicherte örtliche Poststelle lag und liegt heute noch, wenn auch nicht weit vom Broadway entfernt, auf Latinogebiet.</p>
<p>Ansonsten fast an jeder Straßenecke die üblichen kleinen voll gepackten überteuerten und durch jede Menge Stahl  gesicherten „Marcetas/Markets“ für die Nahversorgung.  Sie wurden in der Regel von Latinos betrieben, die zwischen dem polnischen und dem jüdisch-orthodoxen Williamsburg entlang der Bedford Ave die Hauptbewohner waren. Dazwischen haben sich in den letzten 2 Jahrzehnten kontinuierlich die mehrheitlich weißen Neubewohner geschoben und dabei vor allem die Polen und die Latinos verdrängt, bzw. deren angestammten Wohngebiete dezimiert.</p>
<p>Zu Anfang die Künstler und Studenten, später immer mehr gutverdienende Yuppies und junge wohlhabende Familien. Bevor jedoch die Letzteren in Williamsburg das Straßenbild bestimmten, musste erst der berühmt berüchtigte Sicherheitsfaktor erhöht werden. Auch als aus den ersten Pionieren eine kleine Community geworden war, waren Straßenüberfälle und andere gewalttätige Auseinandersetzungen in L-City nichts Ungewöhnliches. Sie hatten sogar manchmal eine geradezu absurde Note, wenn man nicht selbst betroffen war.<br />
Ich hatte mittlerweile zusammen mit der Universität Aachen und der Columbia-Universität ein großes Studentenprojekt vorbereitet, dessen Kern ein  3monatiger Entwurfsworkshop  im Loft von S. war. Mit insgesamt 120 Studenten. Die waren jedoch nicht alle gleichzeitig da, sondern reisten jeweils in 10-20ger Gruppen an um dann 2 Wochen  intensiv  vor Ort zu arbeiten und zu recherchieren. Eine der anstrengendsten Zeiten meines ganzen Lebens, denn ich war der einzige fachliche und soziale Betreuer dieser jungintellektuellen Rasselbande.</p>
<p>Insgesamt hatten wir  in der Zeit drei  Überfälle und zwei Diebstähle und die völlige Zerstörung eines Leihwagens zu verzeichnen.  Die Überfälle fanden  in den drei damals klassischen Formaten statt: Messer, Baseballschläger und Pistolen. Alle glücklicherweise ohne jeden Personenschaden, denn alle StudentInnen waren von mir und S. direkt nach ihrer Ankunft ausführlich in „Streetsmartness“ unterrichtet  worden.  Keiner der Täter wurde trotz Anzeige  je von der Polizei gestellt wurde.</p>
<p>Eines Abends schlugen wir uns mal wieder zu Teddys durch.  Wir waren guter Laune bis von Hinten jemand „Attention“ brüllte.  Wir sprangen sofort auseinander und zwischen uns durch raste ein junger Schwarzer mit Irgendetwas, um das er fest seine rechte Hand klammerte. 10 Meter vor uns drehte er im vollen Lauf noch mal kurz den Kopf und rief laut und deutlich „Sorry“.  Ehe wir aus dem Staunen heraus kamen wetzte schwer atmend  ein älterer Latino zwischen uns durch. In einer Hand ein längeres Messer  und offensichtlich der Verfolger des flinkeren Afroamerikaners.  Und auch er drehte nach einigen Metern noch mal kurz seinen fast kahlen Schädel zu uns und brachte, wenn auch nicht so glasklar wie sein Vorläufer, ein deutlich hörbares „Sorry“ heraus.</p>
<p>Das war genau das, was  Prince viel später in seinem wundervollen Song „Style“ präziser besungen hat. „ I got no job, but I got style“.  Man könnte  die beiden Protagonisten dieser Geschichte aber auch im wahrsten Sinne des Wortes als Vorläufer der Street  Art bezeichnen, von der die spätere Künstler-Community Williamsburgs behauptet, dass sie sie erfunden habe.  Mit Sicherheit kann ich jedoch sagen, dass sie im Straßenraum  Williamsburgs mindestens 10 Jahre eher ästhetisch präsent war, als in Berlin. Zu der Zeit allerdings gab es noch keinen der in den üblichen Gazetten über Williamsburg schreiben wollte. Das etablierte Feuilleton hat es halt auch gerne etwas sicherer, ehe es auf Entdeckungsreise geht.</p>
<p>Für eben diese Sicherheit  sorgte dann die Künstler- und Studenten-Community  von Williamsburg selbst.  Zusammen mit den angestammten  Bewohnern, die die Zuzügler erst einmal sehr skeptisch beobachteten. Über die Jahre stellten sie jedoch fest, dass die Neuen auch Vorteile brachten.  Der wichtigste war ihre Anwesenheit selbst, und zwar auf den Straßen und das auch am Abend. Denn Künstler und Studenten gehen weltweit gerne aus, und wenn es nichts in der Nähe auszugehen gibt und die „Restos“  in Manhattan viel zu teuer sind, dann machen die sich schon mal selbst ihre Kneipen auf. Mit der Folge, dass dann auch im Dunkeln mehr Menschen auf der Straße sind und das macht diese  sicherer und die Überfälle auf ihnen weniger.</p>
<p>Erst recht wenn man dabei mit der Polizei zusammenarbeitet, bzw. diese sofort informiert, wenn was passiert oder aber sie immer wieder drängt, endlich was zu unternehmen. Oder aber wenn man sich einen bedrohlich aussehenden Hund kauft, der einen Nachts begleitet, wie es vor allem viele  der weiblichen heute so genannten Kreativen in Williamsburg zu dieser Zeit getan haben. Wenn man dann das preiswert gemietete und selbst renovierte Fabrikloft  noch preiswerter  an die etwas Mutigeren unter den Touristen untervermietet, kommen noch mehr Leute ins Viertel, füllen die selbst eröffneten Kneipen  und die Straßen die zu ihnen führen weiter auf.</p>
<p>Die New Yorker Polizei  fühlte sich ab da in diesem Stadtteil  wieder wohler, weil sie sich von der Bewohnerschaft beim Kampf gegen das Verbrechen unterstützt fühlt.  Sie kam häufiger, was wiederum die Straßensicherheit erhöhte und das lockte wiederum neue Leute in den Stadtteil, die sich bislang nicht getraut hatten und das wiederum vermehrte das Straßenleben und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. So ging allmählich die Zeit der Szene-Pioniere in die Zeit der sogenannten Scene-Builder über. Hierzu mehr in der nächsten Folge.</p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong><br />
Die Willamsburg Story I&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/from-%E2%80%9Cno-go%E2%80%9D-to-%E2%80%9Cmust-be%E2%80%9D-in-new-york-city-%E2%80%93-die-williamsburg-story-teil-1/">Klack</a></p>
<p>Die Willamsburg Story II&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-ii-gute-aussichten/">Klack</a></p>
<p>Die Willamsburg Story II&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/die-williamsburg-story-teil-3-im-visier-der-spekulanten/">Klack</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Tocotronic</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/tocotronic-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 06:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-programm]]></category>

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		<description><![CDATA[
Tocotronic, Freitag, 12. März, 20.00 Uhr, Dortmund, FZW. Ausverkauft - Keine Abendkasse!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/T2NxEmTq50M&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/T2NxEmTq50M&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<strong><a href="http://www.tocotronic.de/">Tocotronic</a>, Freitag, 12. März, 20.00 Uhr, Dortmund, FZW. Ausverkauft - Keine Abendkasse!</strong></p>
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		</item>
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		<title>Die Westentaschen-Westerwelle aus der Stadt am Fluss</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/die-westentaschen-westerwelle-aus-der-stadt-am-fluss/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 04:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Meier</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auf dem Platz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft-bis-zum-abi.png"></p>
<strong>Hannelore Kraft will Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen werden. Das ist keine so gute Idee. Denn Inhalte wie Inszenierung sind ein Katastrophe</strong>
<p>

Aus den Lautsprechern dröhnte preisgünstige Stimmungsmusik: „Olé, wir fahren zum Puff nach Barcelona, olé, olé!” Ein paar Meter weiter stand der damalige Vorsitzende der NRW-SPD und genoss die Mitt-August-Sonne. Weltmännisch saugte Franz Müntefering an seinem Zigarillo, als ihm die frisch gekürte Landtags-Kandidatin des Kreisverbandes Mülheim an der Ruhr vorgestellt wurde. „Hallo Franz”, sagte Hannelore Kraft schüchtern-devot, „ich bin die Neue”. Münte nickte wortlos. 
<p>
Von der Partei nominiert worden sei sie „zur allgemeinen Überraschung”, verkündet Kraft heute, gut zehn nach diesem historischem Treffen am Rande des „Hippenfests” der SPD Mülheim-Saarn. Auch sie selbst habe sich kaum Chancen ausgerechnet, für den Landtag kandidieren zu dürfen, <a href="http://www.marcusmeier.de/Bilder/krafts-ueberraschung.png">plaudert</a> die Vorsitzende der NRW-SPD offenherzig auf ihrer Webseite. Offenbar konnte sie ihr kleines Glück kaum fassen. 
<p>
Frank und frei: Bei dem Gedanken, Kraft könnte demnächst das bevölkerungsreichste Bundesland regieren, rufe auch ich eher eher „Oje” denn „Olé” aus. Sie erscheint mir ganz die als die Alte, also also wie „die Neue”.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft-bis-zum-abi.png" alt="" /></p>
<p><strong>Hannelore Kraft will Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen werden. Das ist keine so gute Idee. Denn Inhalte wie Inszenierung sind ein Katastrophe</strong></p>
<p>Aus den Lautsprechern dröhnte preisgünstige Stimmungsmusik: „Olé, wir fahren zum Puff nach Barcelona, olé, olé!” Ein paar Meter weiter stand der damalige Vorsitzende der NRW-SPD und genoss die Mitt-August-Sonne. Weltmännisch saugte Franz Müntefering an seinem Zigarillo, als ihm die frisch gekürte Landtags-Kandidatin des Kreisverbandes Mülheim an der Ruhr vorgestellt wurde. „Hallo Franz”, sagte Hannelore Kraft schüchtern-devot, „ich bin die Neue”. Münte nickte wortlos.</p>
<p>Von der Partei nominiert worden sei sie „zur allgemeinen Überraschung”, verkündet Kraft heute, gut zehn nach diesem historischem Treffen am Rande des „Hippenfests” der SPD Mülheim-Saarn. Auch sie selbst habe sich kaum Chancen ausgerechnet, für den Landtag kandidieren zu dürfen, <a href="http://www.marcusmeier.de/Bilder/krafts-ueberraschung.png">plaudert</a> die Vorsitzende der NRW-SPD offenherzig auf ihrer Webseite. Offenbar konnte sie ihr kleines Glück kaum fassen.</p>
<p>Frank und frei: Bei dem Gedanken, Kraft könnte demnächst das bevölkerungsreichste Bundesland regieren, rufe auch ich eher eher „Oje” denn „Olé” aus. Sie erscheint mir ganz die als die Alte, also also wie „die Neue”. Gewiss, ihre Webseite strotzt nicht mehr vor ganz kleinen Anfragen zu den Problemchen von Mülheim an der Ruhr, der – so jene die eigenen Potenziale realistisch einschätzende Selbst-Werbung: –  „Stadt am Fluss“.</p>
<p>Stattdessen lässt Kraft uns in ihre Vita blicken. Und zwar tief: Sie inszeniert sich als Arbeiterkind mit notwendigerweise beschränktem Horizont. <a href="http://www.marcusmeier.de/Bilder/kraft-im-pott.png">O-Ton</a> Kraft: „Mit Papa und Mama waren wir fast jede Woche auf einer anderen Familienfeier irgendwo im Ruhrgebiet. Viel weiter sind wir nicht gekommen.“ Das beeindruckt in Zeiten, in denen frau nicht mal ein Kaffee-Koch-Praktikum ergattert, ohne fünf Jahre Auslandsaufenthalt aufweisen zu können.</p>
<p><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft-nach-dem-abi.png" alt="" /></p>
<p>Als Gerüchte aufkamen, die FDP nähere sich dem rot-grünen Lager an, weil ihr die schwarz-gelben Felle davon schwimmen, drückte Kraft auf die Tuba. Das ist verständlich: <a href="http://www.ruhrbarone.de/zwischen-matschie-und-ypsilanti/">Tölpelhaft verbaut </a>hatte sie ihre bisher einzige realistische Koalitionsoption, in der sie Ministerpräsidentin und nicht nur Rüttgers Juniorpartnerin werden könnte. Also braucht sie eine strategische Alternative. Eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und Wirtschafts-Liberalen wäre eine solche. Fast schon ein wenig folgerichtig warf sie der Frei-wie-der-Hai-und-Spaß-dabei-Partei einen fetten Happen vor die Zähne. Sie gab den Westentaschen-Westerwelle: Langzeitarbeitslose will sie in Altenheimen oder Sportvereinen schuften sehen. Der Lohn der Fron: ein „symbolischer Aufschlag” auf den Hartz-IV-Satz.</p>
<p>„Gemeinwohlorientierter Arbeitsmarkt” nennt Kraft ihr Konzept. Es ist nicht so fürchterlich originell, wie jeder Ein-Euro-Jobber bestätigen wird. Und es wird den Facharbeiter, der mit 55 arbeitslos wird, zwei Jahre ALG I bezieht, dann sein Vermögen abschmelzen darf, um endlich den heiß ersehnten Hartz-IV-Antrag stellen zu können, kaum zur erneuten Wahl der SPD motivieren.</p>
<p>Neulich, beim Landesparteitag der SPD, rauschte Kraft an mir vorbei. „Hey“, dachte ich, „Madame trägt das allzu türkise Sakko von Anke Brunn aus dem Kölner OB-Wahlkampf 2000 auf!“ Über dieses Sakko schrieb ich damals, Brunn wirke darin wie die Schulpflegschafts-Vorsitzende eines Mädchenpensionats. Kann man so auflaufen, wenn man sich offiziell zur Spitzenkandidatin für eine Landtagswahl küren lassen will? Kraft kann. Und es wäre wurscht, wenn der Rest denn stimmen würde. Er stimmt aber nicht. Nirgends.</p>
<p>Nach Sigmar Gabriels fulminanter Parteitags-Rede traute Kraft sich nicht in die Bütt. Nicht einmal ein „Danke, lieber Sigmar, klasse Rede, werter Bundesvorsitzender!“ war von ihr zu vernehmen. Krafts Vater, so erfahren wir auf ihrer Webseite, war Schuhmacher. Das hat sie mit einem anderen großen Rhetoriker aus NRW gemein: Heinrich Lübke (alias &#8220;Schomakers Heini&#8221;) brachte es immerhin bis zum Bundespräsidenten. Olé!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-49/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-49/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 04:22:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-programm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7644</guid>
		<description><![CDATA[Antisemitismus: Bedingungslos für Israel?&#8230;xtranews
NRW: Kraft will aus der Westerwelle-Ecke&#8230;Zeit
Bochum: Weiter pleite&#8230;Der Westen
Ruhrgebiet: „Die Revierstädte werden abgekoppelt“&#8230;Der Westen
Ruhr2010: Local Hero Herten&#8230;Hometown Glory
Ruhr2010 II: Schimanski und Supermann&#8230;Sächsische Zeitung
Ruhr2010 III: Hast Du mal ´ne Straße?&#8230;Zeit
Pro NRW: Sitzblockaden sind keine Straftat&#8230;Hometown Glory
Grimme Preis: &#8220;Inas Nacht&#8221; beste Unterhaltung &#8230;Stern 
Schwule: NRW-Wahl - Hoffen auf den Wechsel&#8230;Queer
Pop: Tom Liwa&#8230;Coffee &#38; TV
Abmahner: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7563" title="dierkes" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/dierkes.jpg" alt="dierkes" width="200" height="231" /><strong>Antisemitismus: </strong>Bedingungslos für Israel?&#8230;<a href="http://www.xtranews.de/2010/03/11/sage-niemand-er-habe-es-nicht-wissen-koennen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">xtranews</a></p>
<p><strong>NRW: </strong>Kraft will aus der Westerwelle-Ecke&#8230;<a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-03/kraft-gabriel-hartz-debatte">Zeit</a></p>
<p><strong>Bochum: </strong>Weiter pleite&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Bochum-hat-auch-2010-nur-einen-Nothaushalt-id2706233.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Ruhrgebiet: </strong>„Die Revierstädte werden abgekoppelt“&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Die-Revierstaedte-werden-abgekoppelt-id2705592.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Ruhr2010:</strong> Local Hero Herten&#8230;<a href="http://hometown-glory.de/2010/03/10/local-heroes-herten/">Hometown Glory</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 II: </strong>Schimanski und Supermann&#8230;<a href="http://www.sz-online.de/Nachrichten/Kultur/Schimanski_und_Superman/articleid-2408929">Sächsische Zeitung</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 III:</strong> Hast Du mal ´ne Straße?&#8230;<a href="http://www.zeit.de/kultur/kunst/2010-03/2-3-strassen-ruhr?page=1">Zeit</a></p>
<p><strong>Pro NRW: </strong>Sitzblockaden sind keine Straftat&#8230;<a href="http://hometown-glory.de/2010/03/10/sitzblockaden-sind-keine-straftat/">Hometown Glory</a></p>
<p><strong>Grimme Preis:</strong> &#8220;Inas Nacht&#8221; beste Unterhaltung &#8230;<a href="http://www.stern.de/kultur/tv/adolf-grimme-preis-inas-nacht-beste-unterhaltung-1549773.html">Stern </a></p>
<p><strong>Schwule: </strong>NRW-Wahl - Hoffen auf den Wechsel&#8230;<a href="http://www.queer.de/detail.php?article_id=11871">Queer</a></p>
<p><strong>Pop: </strong>Tom Liwa&#8230;<a href="http://www.coffeeandtv.de/2010/03/11/ich-erinner-mich-an-alles/">Coffee &amp; TV</a></p>
<p><strong>Abmahner:</strong> Weiße Weste für Katja Günther&#8230;Lawblog</p>
<p><strong>SPD:</strong> Sozialdemokratische Zeitenwende&#8230;<a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EE1DB6E759A6C458080800C2244354DE6~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a></p>
<p><strong>Debatte:</strong> Die heimliche schwarz-grüne Republik&#8230;<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6690660/Deutschland-heimliche-schwarz-gruene-Republik.html">Welt</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SPD-Kraft will Hartz-IV-Kindern kein Geld für Nachhilfe geben</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/hannelore-kraft-will-hartz-iv-kindern-kein-geld-fur-nachhilfe-geben/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Schraven</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski.gif"><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski-300x169.gif" alt="ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski" title="ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski" width="300" height="169" class="alignleft size-medium wp-image-7533" /></a><strong>Gerade eben sagte die Spitzenkandidatin der SPD im NRW-Landtagswahlkampf, Hannelore Kraft, in der Sendung „Hart aber Fair“, sie sei dagegen, dass der Staat Kindern von Hartz-IV-Empfängern die Nachhilfe in der Schule bezahlt – als einzige Teilnehmerin der Diskussion. Kraft sagte, sie sei stattdessen der Meinung, dass man ein Schulsystem bräuchte, in dem keine Nachhilfe mehr nötig sei. Dafür solle der Staat sorgen.</strong>
<p>
Warum ich diese Position dumm finde? Weil sie so unrealistisch ist, wie eine Gehaltserhöhung nach der Weltrevolution. Übersetzen wir Hannelore Krafts Forderung nach einem Wahlsieg der SPD in Realpolitik, heißt das: Zuerst wird das Geld für die Bildungschancen armer Kinder weggelassen. Und drauf verwiesen, dass irgendwann das Bildungssystem die Nachhilfe überflüssig macht. In der Zwischenzeit schauen halt die armen Kinder in die Röhre. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski.gif"><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski-300x169.gif" alt="ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski" title="ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski" width="300" height="169" class="alignleft size-medium wp-image-7533" /></a><strong>Gerade eben sagte die Spitzenkandidatin der SPD im NRW-Landtagswahlkampf, Hannelore Kraft, in der Sendung „Hart aber Fair“, sie sei dagegen, dass der Staat Kindern von Hartz-IV-Empfängern die Nachhilfe in der Schule bezahlt – als einzige Teilnehmerin der Diskussion. Kraft sagte, sie sei stattdessen der Meinung, dass man ein Schulsystem bräuchte, in dem keine Nachhilfe mehr nötig sei. Dafür solle der Staat sorgen.</strong></p>
<p>
Warum ich diese Position dumm finde? Weil sie so unrealistisch ist, wie eine Gehaltserhöhung nach der Weltrevolution. Übersetzen wir Hannelore Krafts Forderung nach einem Wahlsieg der SPD in Realpolitik, heißt das: Zuerst wird das Geld für die Bildungschancen armer Kinder weggelassen. Und drauf verwiesen, dass irgendwann das Bildungssystem die Nachhilfe überflüssig macht. In der Zwischenzeit schauen halt die armen Kinder in die Röhre. </p>
<p>
Da das Schulsystem seit Jahrzehnten nicht in einen Nachhilfefreien Zustand gebracht werden konnte, vermute ich, Hannelore Krafts Idealbildungsystem kommt auch erst in ein paar Jahrzehnten – wenn überhaupt. Sie benachteiligt in der Zwischenzeit die Kinder, die sowieso wenig Chancen haben, um ihre geringe Chance auf Chancengleichheit. </p>
<p>
Reiche können sich nämlich auch heute und morgen Nachhilfe leisten, bis irgendwann einmal das Ideale Bildungssystem von Kraft Realität ist.  </p>
<p>
Die SPD-Spitzenkandidatin argumentiert wie ein politisches Greenhorn. Was würde Willi sagen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pro NRWs braune Freunde</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pro-nrws-braune-freunde/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/pro-nrws-braune-freunde/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 14:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[Monitor]]></category>

		<category><![CDATA[Pro NRW]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7620</guid>
		<description><![CDATA[

Ende März will Pro NRW in Duisburg einen &#8220;Moschee Kongress&#8221; veranstalten und in zahlreichen Städten des Ruhrgebiets vor Moscheen &#8220;Mahnwachen&#8221; halten. Rechtsradikal? Das will Pro NRW nicht sein. Man gibt sich demokratisch, bieder und engagiert. Der Monitor Beitrag aus der vergangenen Woche blickt hinter die Fassade der Partei des ehemaligen Funktionärs der rechtsradikalen Deutschen Liga [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/L316LS23LW0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/L316LS23LW0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>
Ende März will Pro NRW in Duisburg einen &#8220;Moschee Kongress&#8221; veranstalten und in zahlreichen Städten des Ruhrgebiets vor Moscheen &#8220;Mahnwachen&#8221; halten. Rechtsradikal? Das will Pro NRW nicht sein. Man gibt sich demokratisch, bieder und engagiert. Der Monitor Beitrag aus der vergangenen Woche blickt hinter die Fassade der Partei des ehemaligen Funktionärs der rechtsradikalen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Liga_für_Volk_und_Heimat">Deutschen Liga für Volk und Heimat</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Beisicht">Markus Beisicht</a>. Er zeigt auf, wie eng die Partei mit Neonazis aus ganz Europa zusammen arbeitet und im Prinzip vor allem eine Waschanlage für angebliche Ex-Nazis ist: Die bekommen bei Pro NRW eine Krawatte um den Hals gehängt, mässigen ein wenig ihr Auftreten und werden als gute, demokratische Politiker präsentiert.<br />
Auch wir haben hier  bei den Ruhrbaronen schon häufiger über Pro NRW berichtet:</p>
<p>
Pro NRWs zwielichtiger Gspusi aus Österreich&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/pro-nrws-zwielichtiger-gspusi-aus-osterreich/">Klack</a></p>
<p>
Ex-Pro  NRW Boss im Ruhrgebiet konvertiert zum Islam&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/pro-boss-im-ruhrpott-islamfeind-konvertiert-zum-islam/">Klack</a></p>
<p>
Pro NRW: Kevin braucht Kohle&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/pro-nrw-kevin-braucht-kohle/">Klack</a></p>
<p>
Pro NRW: Hauer verliert vor Gericht&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/pro-nrw-kg-hauer-verliert-vor-gericht/">Klack</a></p>
<p>
Protest gegen Pro NRW&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/protest-gegen-pro-nrw/">Klack</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ruhrbarone.de/pro-nrws-braune-freunde/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Linkenpolitiker Dierkes: &#8220;Das läppische Existenzrecht Israels&#8221;</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/linkenpolitiker-dierkes-das-lappische-existenzrecht-israels/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/linkenpolitiker-dierkes-das-lappische-existenzrecht-israels/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 11:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7608</guid>
		<description><![CDATA[<object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fC81JHDx9os&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fC81JHDx9os&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object>
<p>
Für Hermann Dierkes, den <a href="http://www.linksfraktion-duisburg.de/imrat.html">Fraktionsvorsitzenden</a> der Linkspartei im Duisburger Rat, ist das Existenzrecht Israels "läppisch".  Am 16. April <a href="http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/">will Dierkes</a> im Internationalen Zentrum in Duisburg aus seinen Buch: 


<blockquote><em>Bedingungslos an der Seite Israels - nur bedingt auf der Seite des internationalen Rechts" vorlesen.</em></blockquote>


<p>
Das Video zeigt Dierkes auf dem Trotzkistenkongress <a href="http://marx21.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=497&#38;Itemid=75">Marx is muss</a>, der im vergangenen November in Berlin stattfand. Dort diskutierte er  mit Gesinnungsgenossen über sein Buch. Gleiches könnte am kommenden Dienstag in Duisburg passieren: Israelhetze in städtischen <a href="http://www.duisburg.de/micro/izduisburg/ueberuns/102010100000161540.php">Räumen</a> - im Duisburger Internationalen Zentrum (IZ). Ein Gespräch mit dem Leiter des IZ: Hier, im <a href="http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/">Update</a> unten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fC81JHDx9os&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fC81JHDx9os&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
<p>
Für Hermann Dierkes, den <a href="http://www.linksfraktion-duisburg.de/imrat.html">Fraktionsvorsitzenden</a> der Linkspartei im Duisburger Rat, ist das Existenzrecht Israels &#8220;läppisch&#8221;.  Am 16. April <a href="http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/">will Dierkes</a> im Internationalen Zentrum in Duisburg aus seinen Buch: </p>
<blockquote><p><em>Bedingungslos an der Seite Israels - nur bedingt auf der Seite des internationalen Rechts&#8221; vorlesen.</em></p></blockquote>
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Das Video zeigt Dierkes auf dem Trotzkistenkongress <a href="http://marx21.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=497&amp;Itemid=75">Marx is muss</a>, der im vergangenen November in Berlin stattfand. Dort diskutierte er  mit Gesinnungsgenossen über sein Buch. Gleiches könnte am kommenden Dienstag in Duisburg passieren: Israelhetze in städtischen <a href="http://www.duisburg.de/micro/izduisburg/ueberuns/102010100000161540.php">Räumen</a> - im Duisburger Internationalen Zentrum (IZ). Ein Gespräch mit dem Leiter des IZ: Hier, im <a href="http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/">Update</a> unten.</p>
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		<title>Die Williamsburg-Story  Teil 3: Im Visier der Spekulanten</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/die-williamsburg-story-teil-3-im-visier-der-spekulanten/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/die-williamsburg-story-teil-3-im-visier-der-spekulanten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnold Voss</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rest der Welt]]></category>

		<category><![CDATA[Immobilien]]></category>

		<category><![CDATA[New York]]></category>

		<category><![CDATA[Williamsburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die  metropolitane Immobilienwirtschaft, New York nennt sich nicht umsonst  „ The World Capital of Real Estate“ , hatte zu dieser Zeit schon länger eine Blick in die „Outer Boroughs“ geworfen. Die Entdeckung der Urban-Waterfront war seit dem spektakulären städtebaulichen Projekt Battery-Park-City in vollem Gange, aber noch sehr stark auf die Wasserlinie um Manhattan fokussiert.
Die weitsichtigeren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7597" title="williamsburg3" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg3.jpg" alt="williamsburg3" width="300" height="225" /><strong>Die  metropolitane Immobilienwirtschaft, New York nennt sich nicht umsonst  „ The World Capital of Real Estate“ , hatte zu dieser Zeit schon länger eine Blick in die „Outer Boroughs“ geworfen. Die Entdeckung der Urban-Waterfront war seit dem spektakulären städtebaulichen Projekt Battery-Park-City in vollem Gange, aber noch sehr stark auf die Wasserlinie um Manhattan fokussiert.</strong></p>
<p>Die weitsichtigeren unter New Yorks Immobilienspekulanten, die örtlichen Banken eingeschlossen, hatten Williamsburg jedoch schon im Visier. Ebenso den  heute so genannte DUMBO-Bezirk unterhalb der Manhattan-Bridge, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls hafenzugehöriges Gewerbegebiet mit riesigen Lagerhäusern war. Down Under the Manhattanbrige Overpath, wie DUMBO mit vollem Namen heute heißt, wurde jedoch aus einer (Immobilien)Hand entwickelt, während Williamsburg von mehreren Developern und lokalen Hauseigentümern/Spekulanten stufen- und straßenweise in den Griff genommen wurde.</p>
<p>Williamsburg war nämlich, im Gegensatz zum sehr sehr viel kleineren DUMBO-Bereich, außerhalb seiner Waterfront noch zum großen Teil bewohnt. DUMBO, was auch eine eigene Story wert wäre, war dagegen reines Gewerbegebiet das damals schon fast völlig leer Stand. Umgewandelt musste die  arbeitsbezogene  Waterfront jedoch in beiden Fällen werden ehe damit richtiges  Geld verdient werden konnte und zwar in ein Wohngebiet mit eben dem spektakulärem Blick auf Manhattan, der mich bei  meinem ersten Besuch  so fasziniert hatte.<br />
Sowas dauert auch im schnellen aber doch sehr demokratisch organisierten New York sehr lange. In Williamsburg wuchs, im Gegensatz zum  DUMBO-Bezirk obendrein in der kommenden Zeit etwas heran, was die Developer zwar nicht geplant, was ihn aber letztlich die beabsichtigte Aufwertung  erheblich erleichtert hat. S. und seine Freunde waren nur die erste Vorhut von etwas, das in nur wenigen Jahren zur regelrechten Invasion werden sollte. Die Übernahme der reichlich vorhandenen gewerblichen und wohnungsmäßigen Leerstände durch die heute so genannten „Kreativen“.</p>
<p>Williamsburg g a l t in der Stadt nicht nur als arm und gefährlich. Es  w a r es auch wirklich. Wenn auch weniger als das nicht weit davon gelegenen Bushwick oder das sogenannten und gänzlich schwarze BedStuy, ausgeschrieben Bedford Stuyvesant. Diese No-Go-Arrea wurde durch die späteren Filme bzw. „Joints“ von Spike Lee, dem ersten in Amerika und später auch in Europa berühmten afroamerikanischen Regisseur, auch über Brooklyn hinaus bekannt. Er war zu der Zeit, als ich Brooklyn zum ersten Mal aufsuchte, knapp über 20 Jahre alt und hatte seinen ersten Independent Film gedreht: She´s gotta have it. Eine wundervolle Komödie über eine Afroamerkanerin, aus Brooklyn natürlich, die gleichzeitig mit 4, natürlich afroamerikanischen, Männern flirtete. Natürlich in schwarz weiß gedreht und  Spike Lee war, wie in independent Filmen mit Minibudget nicht unüblich,  nicht nur Regisseur  sondern auch einer der 4 schwarzen  (Proto)Typen, die er in ihren Rollen witzig und selbstironisch persiflierte.</p>
<p>Nicht nur das schwarze New York lachte sich einen Ast, aber alle weißen New Yorker wussten natürlich, dass keiner von ihnen diesen Film hätte genauso drehen dürfen. Und Spike Lee wusste das natürlich auch. Am meisten schmunzeln mussten jedoch  alle darüber, dass einer der Liebhaber aus Manhattan kam. Er war affektiert, selbstverliebt und obendrein kein guter Liebhaber, und diese Anspielung verstand natürlich auch ganz New York City. Der ewige Zwist zwischen den eingebildeten und hochnäsigen „Manhattanies“ und den ehrlich-offenen und bodenständigen „Brooklynites“, den ich erst später so richtig durchschaute, war hier ganz in schwarzer  Haut gespiegelt.<br />
Jahre später lernte ich nämlich beim Tango im Central Park ein  eingefleischtes  Manhattan-Girl   kennen. Auch sie ist mir bis heute eine sehr gute Freundin geworden, während ich S. später wieder aus den Augen verloren habe. J. war aber erst vor einem Jahr bereit, mit mir nicht in Manhattan sondern in Brooklyn essen zu gehen, weil man das ihrer Meinung nach, außer bei Peter Lugers,  genauso wenig könnte, wie wohnen.</p>
<p>Peter Lugers galt und gilt bis heute als das beste Steakhouse von ganz New York. Man muss  sich mindestens eine Woche vorher dort einen Tisch buchen. Die Limousinen standen damals in Reihe vor der Tür und die Security. Denn das wunderschöne alte Brownston-Gebäude, in dem der deutsche Einwanderer Peter Luger Ende des 18. Jahrhunderts sein Restaurant eröffnete, stand zwar nicht weit von Manhattan, genauer gesagt am Brooklynfuß der Williamsburg Bridge. Aber eben der Williamsburg- und nicht der gar nicht weit davon entfernt gelegenen Brooklyn Bridge.</p>
<p>Da stand und steht heute das weltberühmte River-Cafe direkt am Wasser und man konnte dort, und kann natürlich auch heute noch, an warmen Sommerabenden unbeschwert draußen herumlaufen, um die Skyline von Downtown Manhattan in der Abendsonne erglühen zu sehen. Wenn man aus Peter Lugers raus kam, wollte man dagegen ganz schnell in die mitgebrachte Limo mit Fahrer oder in das nächste Taxi. Da es aber in der Gegend aus verständlichen Gründen nicht viele gab, hatten die Manager von Peter Lugers selber welche angeheuert, die immer abfahrbereit zur Verfügung standen.<br />
Heute würde einem das kaum einer mehr glauben, denn die Williamsburg Waterfront ist mittlerweile genauso so sicher wie die Wasserterasse des River Cafes. Und viel größer. Damals allerdings standen dort bedrohlich leere und herunter gekommen Lagerhäuser, die riesige und noch aktive Domino-Sugar-Raffinerie und einige der zentralen Müllverarbeitungs- und Weitertransportstationen der Stadt New York. Alles was die „Manhattanies“ halt nicht mehr so haben wollten. Und genau so sahen das auch die noch verbliebenen Einwohner von Williamsburg.</p>
<p>Anders die Künstler und Studenten in Manhattan.  Sie waren, wie S. auf Grund ihres in der Regel knappen Budgets dort immer mehr unter Druck geraten. Soho war zu diesem Zeitpunkt schon komplett gentrifiziert.  Die Lower Eastside  und das East Village standen kurz  davor bzw. war die Sache rund um den Tomskin Square schon wohnungsmäßig  im vollen Gange.  Den ebenso herunter gekommenen und drogenverseuchten Union Square  an der 14th Street versuchten die Stadtväter durch eine Dependance der New York University zurück zu erobern und hatten damit in den kommenden Jahren auch zunehmend Erfolg.</p>
<p>In der Welthauptstadt der Immobilienspekulation hatte das jedoch eine unausweichliche Folge: kontinuierliche bis exponentielle Mietpreissteigerungen. In dieser Zeit schrieb eine Studentenzeitschrift, ich glaube sogar die der Columbia Universität, dass Williamsburg eigentlich gar nicht so unsicher sei wie behauptet würde und nur eine Station von Manhattan entfernt läge. Was eindeutig stimmte, vor allem aber insgesamt nur 4 U-bahnstationen vom Union Square, an dem genau die neue Filiale der NYU entstand. Mit einem mal war damit eine U-Bahnlinie ins Bewusstsein der Stadt gerückt, die bislang – mit Ausnahme der „Brooklynites“ die sie regelmäßig benutzen mussten - kaum jemand kannte: Die L.</p>
<p>Die L-Linie läuft im wahrsten Sinne des Wortes quer durch Manhattan um dann, im Gegensatz zur JMZ, unter dem Wasser nach Brooklyn vor zu stoßen. Über Williamsburg und Bushwick geht sie dann über die Broadway-Junction ebenfalls tief in dieses Stadtgebiet hinein. In dem kurzen Stück innerhalb Manhattans heißt die L auch die 14Th Street Line, weil sie dort von der 8Th Avenue komplett und genau unterhalb dieser Verkehrsader verläuft.<br />
Dadurch hat sie verkehrstechnisch einen für ihre Nutzer uneinholbaren Vorteil: Sie quert nicht nur alle wichtigen Subwaylinien Manhattans sondern sie erlaubt dank ihrer Bahnhöfe auch den schnellen Umstieg in jede von ihnen. Selbst zur Columbia Universität in Harlem geht es dadurch, dank des Express-Local-Systems selbst von Brooklyn aus vergleichsweise schnell.<br />
Aber nur, wenn man in Williamsburg, also genau auf der anderen Seite des Eastriver, eine Studentenbude hatte. Möglichst nah am ersten L-Haltepunkt hinter dem Fluss. Der hieß damals wie heute Bedford Avenue und um ihn herum ist das äußerst quirlige, hippe  und teure Zentrum des neuen Williamsburg entstanden.</p>
<p>Als ich die Bedford Avenue zum ersten Mal in meinem Leben entlang lief, und sie ist verdammt lang, war sie das genau Gegenteil. Hierzu weiter in der nächsten Folge&#8230;<br />
Die Williamsburg Story Teil 1&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/from-%E2%80%9Cno-go%E2%80%9D-to-%E2%80%9Cmust-be%E2%80%9D-in-new-york-city-%E2%80%93-die-williamsburg-story-teil-1/">Klack</a></p>
<p>
Die Williamsburg Story Teil 2&#8230;<a href="http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-ii-gute-aussichten/">Klack</a></p>
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		<title>Die Aeronauten</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/die-aeronauten/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

		<category><![CDATA[Die Aeronauten]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Aeronauten, Donnerstag, 11. März, 20.00 Uhr, Pretty Vacant, Düsseldorf
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/EAW76x_wG14&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/EAW76x_wG14&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Aeronauten">Die Aeronauten</a>, Donnerstag, 11. März, 20.00 Uhr, Pretty Vacant, <a href="http://www.prettyvacant.de/">Düsseldorf</a></strong></p>
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		<title>Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-48/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-48/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7591</guid>
		<description><![CDATA[Antisemitismus: Es muss in Deutschland möglich sein&#8230;xtranews
Antisemitismus II: Lieber Herr Dierkes&#8230;Prospero
Antisemitismus: III: Lieber Onkel Adolf, mach was!&#8230;Unkreativ
NRW I: Umfragetief für Bundesregierung&#8230;Spiegel
NRW II: Hannlore Kraft und ihre Patzer&#8230;RP Online
NRW III: Kommt ein Lichtlein her…Sprengsatz
Opel I: Widerstand gegen Einenkel&#8230;Zeit
Opel II: Bochumer Werk in Gefahr&#8230;Der Westen
Ruhr2010 I: &#8220;Die Städte im Ruhrgebiet sind geteilt&#8221;&#8230;NZZ
Ruhr2010 II: Kemnade International in Gefahr&#8230;Ruhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7563" title="dierkes" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/dierkes.jpg" alt="dierkes" width="200" height="231" /><strong>Antisemitismus:</strong> Es muss in Deutschland möglich sein&#8230;<a href="http://www.xtranews.de/2010/03/10/es-muss-in-deutschland-moeglich-sein/">xtranews</a></p>
<p><strong>Antisemitismus II:</strong> Lieber Herr Dierkes&#8230;<a href="http://nurmeinstandpunkt.wordpress.com/2010/03/09/lieber-herr-dierkes/">Prospero</a></p>
<p><strong>Antisemitismus: III: </strong>Lieber Onkel Adolf, mach was!&#8230;<a href="http://unkreativ.net/wordpress/?p=8655&amp;utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Blogunkreativnet+%28blog.unkreativ.net%29&amp;utm_content=Google+Reader">Unkreativ</a></p>
<p><a href="http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Zwei-Dortmunder-Neonazis-wegen-Mai-Krawallen-angeklagt-id2697269.html"></a><strong>NRW I: </strong>Umfragetief für Bundesregierung&#8230;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682702,00.html">Spiegel</a></p>
<p><strong>NRW II: </strong>Hannlore Kraft und ihre Patzer&#8230;<a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Hannlore-Kraft-und-ihre-Patzer_aid_830215.html">RP Online</a></p>
<p><strong>NRW III: </strong>Kommt ein Lichtlein her…<a href="http://www.sprengsatz.de/?p=2992">Sprengsatz</a></p>
<p><strong>Opel I: </strong>Widerstand gegen Einenkel&#8230;<a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2010-03/opel-bochum-einenkel">Zeit</a></p>
<p><strong>Opel II: </strong>Bochumer Werk in Gefahr&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Rainer-Einenkel-sieht-Bochumer-Opel-Werk-wieder-in-Gefahr-id2680399.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 I:</strong> &#8220;Die Städte im Ruhrgebiet sind geteilt&#8221;&#8230;<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/ruhr_2010_interview_rolf_heinze_1.5168205.html">NZZ</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 II: </strong>Kemnade International in Gefahr&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Bochum-Festival-Kemnade-International-in-Gefahr;art932,842629">Ruhr Nachrichten</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 III:</strong> Als Kölns Erzbischof zu Tode kam&#8230;<a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article6711419/Als-Koelns-Erzbischof-zu-Tode-kam.html">Welt</a></p>
<p><strong>Fußball:</strong> Bloggen über das kleine Derby&#8230;<a href="http://www.pottblog.de/2010/03/09/vfl-bochum-vs-borussia-dortmund-die-bloggervorschau/">Pottblog</a></p>
<p><strong>Sicherheit:</strong> Datenleck in Münster&#8230;<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/datenleck-macht-betroffen/">Netzpolitik</a></p>
<p><strong>Pop: </strong>Farside&#8230;<a href="http://kochplattenteller.blogspot.com/2010/03/matt-flores-henry-l-floating-ep-farside.html">Kochplattenteller</a></p>
<p><strong>Rechte:</strong> Zwei Nazis vor Gericht&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Zwei-Dortmunder-Neonazis-wegen-Mai-Krawallen-angeklagt-id2697269.html">Der Westen</a></p>
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		<item>
		<title>Steuer-CD: Nicht nur für UBS-Kunden wird es eng</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/steuer-cd-nicht-nur-fur-ubs-kunden-wird-es-eng/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/steuer-cd-nicht-nur-fur-ubs-kunden-wird-es-eng/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7583</guid>
		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7584" title="ubs" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ubs.png" alt="ubs" width="201" height="201" /><strong>Langsam sickert durch, welche Daten sich auf den angekauften Steuer-CDs befinden. Für Steuerhinterzieher wird die Luft immer dünner - und das Zeitfenster, in dem man sich stellen kann immer kleiner.</strong>
<p>
Nach Informationen der Ruhrbarone sollen den Steuerbehörden zum Teil Kundendaten  der Banken UBS, HSBC, Julius Baer und dem Versicherungskonzern Generali vor. Die Datensätze zeigen teilweise  sowohl den Einzahler, den Zeitpunkt von  Einzahlungen und die erzielten Zinserträge. Nach Einschätzung von Experten ist damit die Indentifikation der Täter über einen Abgleich mit den Finanzamtsdaten problemlos möglich.

Noch, so unsere Informationen, seien die Täter nicht ermittelt und könnten mit einer Selbstanzeige einem Strafverfahren entgehen. Dieses Zeitfenster wird sich aber in wenigen Tagen schließen. Dann drohen neben hohen Steuernachzahlungen auch Vorstrafen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7584" title="ubs" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ubs.png" alt="ubs" width="201" height="201" /><strong>Langsam sickert durch, welche Daten sich auf den angekauften Steuer-CDs befinden. Für Steuerhinterzieher wird die Luft immer dünner - und das Zeitfenster, in dem man sich stellen kann immer kleiner.</strong></p>
<p>
Nach Informationen der Ruhrbarone sollen den Steuerbehörden zum Teil Kundendaten  der Banken UBS, HSBC, Julius Baer und dem Versicherungskonzern Generali vor. Die Datensätze zeigen teilweise  sowohl den Einzahler, den Zeitpunkt von  Einzahlungen und die erzielten Zinserträge. Nach Einschätzung von Experten ist damit die Indentifikation der Täter über einen Abgleich mit den Finanzamtsdaten problemlos möglich.</p>
<p>Noch, so unsere Informationen, seien die Täter nicht ermittelt und könnten mit einer Selbstanzeige einem Strafverfahren entgehen. Dieses Zeitfenster wird sich aber in wenigen Tagen schließen. Dann drohen neben hohen Steuernachzahlungen auch Vorstrafen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Update: Israelboycotteur Dierkes will in Duisburg lesen - ausgerechnet bei den Multikultis</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/israelboycotteur-dierkes-will-in-duisburg-lesen-ausgerechnet-bei-den-multikultis/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 13:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Meiser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-politik]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

		<category><![CDATA[wasser]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7559</guid>
		<description><![CDATA[<strong><a href="http://www.ruhrbarone.de/dierkes-hetzt-wieder-gegen-israel/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7563" title="dierkes" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/dierkes-150x150.jpg" alt="dierkes" width="150" height="150" />Hermann Dierkes,</a> der überregional als Antisemit bekannt gewordene Fraktionsvorsitzende der Duisburger Linkspartei promotet sein neues Buch nun auch in seiner Heimatstadt.</strong>
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/681b95ac1d2946c19e3abcecbf19c9a1" alt="" width="1" height="1" />
<p>
Sein gemeinsam mit der Friedensaktivistin <a href="http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_deutsch/sophia_deeg.htm">Sophia Deeg</a> verfasstes Werk <em>Bedingungslos an der Seite Israels - nur bedingt auf der Seite des internationalen Rechts</em> wurde von dem zum trotzkistischen Flügel seiner Partei neigenden Transportfacharbeiter im Ruhestand schon wiederholt angepriesen. In München oder <a href="http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=&#38;cccpage=27022010ArtikelPolitikKneffel1">Berlin</a> etwa.
<p>
Dabei verstieg sich Dierkes auf einem Kongreß seiner trotzkistischen Gesinnungsfreunde zu einer <a href="http://www.ruhrbarone.de/dierkes-live-vor-symapthisanten-zur-deutlichkeit-enttarnt/">antisemitischen Tirade</a>, die von seinen Gesinnungsfreunden auf einem Schweizer Videohoster dokumentiert wurde.
<p>
Nachdem wir hier darauf hinwiesen und es in der Folge zu hochfrequenten Abrufen des Videos kam, wurde die Schimpfrede von den Videoeinstellern gelöscht, wie der Schweizer Hoster bestätigt.
<p>
Anschliessend wurde eine bereinigte Fassung des Videos von den selben Einstellern eingestellt.
<p>
Nun will Dierkes seine Israel delegitimierenden Thesen ausgerechnet in einem Kulturinstitut mit interkulturellem Anspruch in seiner Heimatstadt zum Vortrag bringen: Im <a href="http://www.duisburg.de/micro/izduisburg/ueberuns/102010100000161540.php">Internationalen Zentrum</a> (IZ) am Innenhafen. Am Dienstag, den 16. Marz 2010 ab 19 Uhr. Laut Angaben der Duisburger Linksfraktion.
<p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.ruhrbarone.de/dierkes-hetzt-wieder-gegen-israel/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7563" title="dierkes" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/dierkes-150x150.jpg" alt="dierkes" width="150" height="150" />Hermann Dierkes,</a> der überregional als Antisemit bekannt gewordene Fraktionsvorsitzende der Duisburger Linkspartei promotet sein neues Buch nun auch in seiner Heimatstadt.</strong><br />
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/681b95ac1d2946c19e3abcecbf19c9a1" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Sein gemeinsam mit der Friedensaktivistin <a href="http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_deutsch/sophia_deeg.htm">Sophia Deeg</a> verfasstes Werk <em>Bedingungslos an der Seite Israels - nur bedingt auf der Seite des internationalen Rechts</em> wurde von dem zum trotzkistischen Flügel seiner Partei neigenden Transportfacharbeiter im Ruhestand schon wiederholt angepriesen. In München oder <a href="http://www.berlinerumschau.com/index.php?set_language=&amp;cccpage=27022010ArtikelPolitikKneffel1">Berlin</a> etwa.</p>
<p>Dabei verstieg sich Dierkes auf einem Kongreß seiner trotzkistischen Gesinnungsfreunde zu einer <a href="http://www.ruhrbarone.de/dierkes-live-vor-symapthisanten-zur-deutlichkeit-enttarnt/">antisemitischen Tirade</a>, die von seinen Gesinnungsfreunden auf einem Schweizer Videohoster dokumentiert wurde.</p>
<p>Nachdem wir hier darauf hinwiesen und es in der Folge zu hochfrequenten Abrufen des Videos kam, wurde die Schimpfrede von den Videoeinstellern gelöscht, wie der Schweizer Hoster bestätigt.</p>
<p>Anschliessend wurde eine bereinigte Fassung des Videos von den selben Einstellern eingestellt.</p>
<p>Nun will Dierkes seine Israel delegitimierenden Thesen ausgerechnet in einem Kulturinstitut mit interkulturellem Anspruch in seiner Heimatstadt zum Vortrag bringen: Im <a href="http://www.duisburg.de/micro/izduisburg/ueberuns/102010100000161540.php">Internationalen Zentrum</a> (IZ) am Innenhafen. Am Dienstag, den 16. Marz 2010 ab 19 Uhr. Laut Angaben der Duisburger Linksfraktion.</p>
<p>Das IZ ist als Fachstelle für politische Bildung der Duisburger Volkshochschule beigeordnet und liegt wenige hundert Meter vom jüdischen Gemeindezentrum entfernt.</p>
<p>In der Vergangenheit war das Internationale Zentrum allerdings schon öfter der Ort obskurer Veranstaltungen.</p>
<p>Regelmäßig trifft sich etwa am Flachsmarkt das <a href="http://www.netzwerk-gegen-rechts.org/">Duisburger Netzwerk gegen Rechts</a>. Zu der antifaschistischen Bündnisorganisation zählt nach eigenen Angaben neben der marxistisch-leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) auch der ebenfalls der im <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Politiker-fordern-Verbot-des-HDR-id1393005.html">Verfassungsschutzbericht</a> aufgelistete Verein für Würde und Rechte des Menschen (HDR).</p>
<p><a href="http://www.hdr-org.de/">HDR</a> nahm am 19. Jauar 2010 an einer Protestkundgebung gegen die deutsch-israelische Kabinettssitzung in Berlin teil und rief Mitte Januar 2009 in Duisburg-Hochfeld unter dem Totenbanner eines Häuptlings der Hamas zu einer <a href="http://www.ruhrbarone.de/unter-dem-banner-des-scheichs/">antiisraelischen Demonstration</a> auf, die wegen Tumulten abgebrochen werden mußte.</p>
<p>Nach Informationen der Ruhrbarone bot auch der lokale Ableger der rechtspopulistischen Organisation Bürgerbewegung NRW mindestens eine öffentlich angekündigte Veranstaltung im Duisburger Internationalen Zentrum an.</p>
<p>Am 29. September 2006 unter dem harmlosen Titel: Integration und usere Gesellschaft - Folgen für die Politik.</p>
<p>Unklar ist zur Stunde, was die für Duisburgs Internationales Zentrum Verantwortlichen in Stadtverwaltung und Kommunalpolitik von der - gelinde gesagt - seltsamen Veranstaltungsraumvergabe ihres multikulturell angelegten VHS-Ablegers so halten..</p>
<p><strong>Update: Mittwoch, 10. März 2010, 11.30 Uhr.</strong></p>
<p>Gerade rief mich Wolfgang Esch, Leiter des Duisburger Internationalen Zentrums (IZ) an.</p>
<p>Das IZ würde zu 80 vH für Veranstaltungen der lokalen Volkshochschule genutzt, die Raumnutzung anderer Gruppierungen mache lediglich 20 vH aus.</p>
<p>Diese Gruppierungen wären in ihrer Themenauswahl bei den Versammlungen der Multikulturalität verplichtet.</p>
<p>Als leuchtende Beispiele nannte der Sozialpädagoge etwa die IG Metall, die DIDF, Amnesty International und selbst die CDU Landtagsfraktion habe im IZ das Bürgergespräch gesucht.</p>
<p>Dies dokumentiere das breite Spektrum der politischen Veranstaltungen im IZ und den pluralistischen Ansatz bei der Raumvergabe, auf den er, Esch, &#8220;schon ein wenig stolz sei&#8221;.</p>
<p>Auf die Frage, warum etwa die rechtspopulistische Bürgerbewegung Duisburg 2006 im IZ eine Veranstaltung abhalten konnte, sagte Esch: &#8220;Das hat mich der Staatsschutz auch gefragt.&#8221;</p>
<p>Auf die Frage, warum der im Verfassungschutzbericht NRW erwähnte Verein Human Dignity And Rights etwa als Bündnisorgansation des Duisburger Netzwerkes gegen Rechts dort schon lange Zeit tagen würde,</p>
<p>sagte Esch: &#8220;Den HDF kenne ich von seinen Anfängen her. Anfänglich ist der HDF angetreten als Menschenrechtsorganisation im Geiste des Islam, diesen Ansatz fand ich interessant. Nun schreiben die ihre Flugblätter in türkischer Sprache, der bin ich leider nicht mächtig.&#8221;</p>
<p>Auf die Frage, ob es dem Image der Stadt Duisburg förderlich wäre, daß Hermann Dierkes, der von vielen Seiten als Antisemit angesehen würde, in einer städtischen Einrichtung sein Buch anzupreisen beabsichtige, welches Dierkes anderorts im Kontext mit einer den Holcaust relativierenden Schimpfrede vorstellte,</p>
<p>sagte Esch, daß ihm diese Vorgänge bislang nicht bekannt wären.</p>
<p>Dierkes jedenfalls habe in Duisburg langjährige Verdienste als Gewerkschafter und Kommunalpolitiker, seine Partei säße im Stadtrat.</p>
<p>Hinsichtlich der Ordnungsmässigkeit der Raumvergabe habe er, Esch, bis zur Stunde keine Bedenken. Zumal eventuelles Propagieren von verfassungsgefährdenden Inhalten auf der geplante Veranstaltung zur Stunde nicht erkennbar sei.</p>
<p>Die Veranstaltung sei öffentlich zugänglich, ein jeder könne dort als Teilnehmer mit seiner Meinung beitragen.</p>
<p>Wolfgang Esch betonte dann noch, daß er, der Leiter des Internationalen Zentrum &#8220;ein Mann der Basis&#8221; sei, die Stadtverwaltung wäre hierarchisch aufgebaut, Behördenchef wäre der Oberbürgermeister.</p>
<p>Esch sagte weiterhin, er persönlich mache sich den Israelboycott-Aufruf des linken Fraktionsvorsitzenden Dierkes nicht zu eigen, er habe heute morgen noch eine Jaffaorange gegessen und würde das auch weiterhin tun.</p>
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		<title>3 FÜR 7 - Drei Veranstaltungen der Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Kobler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-programm]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/3604cb7cadf04ef0bf33f8895cb9c423" width="1" height="1" alt=""><img height="300" align="left" width="210" style="margin-right: 10px;" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/tom-liwa-210x300.png" alt="tom-liwa" title="tom-liwa" width="210" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-7551" /><strong>Etats werden gekürzt, es wird debattiert. Alleine die Veranstaltungen, die schnell noch für 2010 entwickelt worden sind, stehen direkt wieder zur Disposition. Der Konkurrenzdruck steigt. Kulturarbeit, Sportstätten, Jugendarbeit werden gegeneinander aufgewogen. Plötzlich erhält Standortpolitik ein noch höheres Gewicht, als eh schon beim Thema Kulturhauptstadt (da vor allem als Tourismus- bzw. weicher Faktor): Was nutzt diese und jene Veranstaltung oder Institution der Kommune, vielleicht den Bürgern? Und was wird eigentlich aus dem Colosseum in Essen? Kann man da nicht den RWE rein...? Die Tipps: Tom Liwa, Der Pott Filmt, Tocotronic.</strong>
<p>
Persönliches zu <a href="http://tomliwa.de/">Tom Liwa</a>: Damals als der Autor dieser Zeilen von heute auf morgen das Kulturprogramm im KKC Essen bewerkstelligen musste (und die Konzertszene an der Ruhr etwas mit-aktualisieren wollte), fragte er sich: Wen rufe ich an, damit ich schnell gute Empfehlungen für gute Leute bekomme, mit denen ich gerne zusammen arbeite? Er rief Tom Liwa an (und hatte schnell direkt gute Agenturen, gute Tontechnik und nicht unwichtige Konzerte). Warum ihn? Wer sich heute den Künstler Tom Liwa anschaut, bemerkt typischwerweise eher nur Spurenelemente von dem, was damals die Flowerpornoes ausgestrahlt haben: Leben können hier, aber mit Blick nach Draußen. Diese Mischung aus Nicht-Abfinden, leichter Hippiekommunen-Haftigkeit, Kümmern, Freund(schaft)lichkeit und natürlich die zur Aufrechterhaltung dieser Haltung nötige Schutzschicht aus höflicher Arroganz und Ablehnung gegenüber offenkundig bornierten Nicht-Verstehern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/3604cb7cadf04ef0bf33f8895cb9c423" width="1" height="1" alt=""><img height="300" align="left" width="210" style="margin-right: 10px;" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/tom-liwa-210x300.png" alt="tom-liwa" title="tom-liwa" width="210" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-7551" /><strong>Etats werden gekürzt, es wird debattiert. Alleine die Veranstaltungen, die schnell noch für 2010 entwickelt worden sind, stehen direkt wieder zur Disposition. Der Konkurrenzdruck steigt. Kulturarbeit, Sportstätten, Jugendarbeit werden gegeneinander aufgewogen. Plötzlich erhält Standortpolitik ein noch höheres Gewicht, als eh schon beim Thema Kulturhauptstadt (da vor allem als Tourismus- bzw. weicher Faktor): Was nutzt diese und jene Veranstaltung oder Institution der Kommune, vielleicht den Bürgern? Und was wird eigentlich aus dem Colosseum in Essen? Kann man da nicht den RWE rein&#8230;? Die Tipps: Tom Liwa, Der Pott Filmt, Tocotronic.</strong></p>
<p>Persönliches zu <a href="http://tomliwa.de/">Tom Liwa</a>: Damals als der Autor dieser Zeilen von heute auf morgen das Kulturprogramm im KKC Essen bewerkstelligen musste (und die Konzertszene an der Ruhr etwas mit-aktualisieren wollte), fragte er sich: Wen rufe ich an, damit ich schnell gute Empfehlungen für gute Leute bekomme, mit denen ich gerne zusammen arbeite? Er rief Tom Liwa an (und hatte schnell direkt gute Agenturen, gute Tontechnik und nicht unwichtige Konzerte). Warum ihn? Wer sich heute den Künstler Tom Liwa anschaut, bemerkt typischwerweise eher nur Spurenelemente von dem, was damals die Flowerpornoes ausgestrahlt haben: Leben können hier, aber mit Blick nach Draußen. Diese Mischung aus Nicht-Abfinden, leichter Hippiekommunen-Haftigkeit, Kümmern, Freund(schaft)lichkeit und natürlich die zur Aufrechterhaltung dieser Haltung nötige Schutzschicht aus höflicher Arroganz und Ablehnung gegenüber offenkundig bornierten Nicht-Verstehern. Das kann ein Mann alleine schwer schultern, oder er gerät schnell in den Verdacht von Larmoyanz und Pose. Genau dem aber setzt sich Tom Liwa <em>(Foto: Amadis)</em> verstärkt gern aus, demnächst wieder mit einem neuen Album. Er hat aber auch seine Bandprojekte, verstärkt das Tim Isfort Orchester als Type von hier und hat sich so auf die Dauer dagegen abgesichert, zu einem Klischee zu verkommen. So rettet sich vielleicht dieses Besondere - indem es schwieriger zu finden, zu okkupieren ist. (Erschreckend: Wer sich alles Intimstfolker aus den Staaten gibt, aber Tom nicht zuhören (ver)mag.)</p>
<p>Wie oben angesprochen gibt es in diesem Jahr auch einiges Neues im Jahresprogramm der Kulturfestivals. Und wie Ende des letzten Jahres angesprochen in dieser Kolumne, wird dabei nicht zuletzt der Faktor Film für die hiesige Kulturwirtschaft hier und da noch einmal hervorgehoben. Natürlich stellt sich dabei - wie <a href="http://www.ruhrbarone.de/die-68er-die-89er-und-das-geneigte-publikum-kurzfilmtage-oberhausen-2008/">hier</a> zuletzt anhand der Oberhausener Kurzfilmtage diskutiert - die Frage, ob nicht der Film nach der Musik die nächste Branche sein wird, in der garantiert nicht mehr viel zu holen ist. Andererseits könnte behauptet werden, Filmen tue wie Fotografieren und Musik machen ja inzwischen fast jedeR, also sei das unbestritten durchsetzbar und Populärkultur vom Feinsten, und daher relativ kürzungsresistent. <a href="http://www.der-pott-filmt.de/">&#8220;Der Pott Filmt&#8221;</a> kann jedenfalls mit einem eingespielten Veranstalterkollektiv (nennen wir es Lobby?) und einem den Filmemacher/innen gerecht werdenden Konzept aufweisen - dass hierbei cinemaphile Menschen aus Brandenburg oder Chile ausgeschlossen werden, übersehen wir dann doch einfach mal wohlwollend.</p>
<p>Häme kommt mit dem Erfolg. So sagte der Autor dieser Zeilen letztens zu einem sich nicht in den Charts tummelnden Musiker von der Ruhr: &#8220;Komisch, genau jetzt wo ich so in etwa weiß, was <a href="http://www.fzw.de/programm-info/id/139/tocotronic.html">Tocotronic</a> falsch gemacht haben, sind die auf 1.&#8221; Zum Glück nur in etwa, so dass das hier auf keinen Fall expliziert und in Stein gemeißelt werden kann. Und außerdem: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=sWSGtnYwbyk">1:1</a> ist ja schon lange vorbei, nicht wahr? Dass HIM aber ausverkauft ist im FZW, und nicht die geschätzten Tocos &#8230; das mag dann doch noch zu denken geben am Ende - falls gewünscht natürlich nur.</p>
<p><a href="http://www.bahnhof-langendreer.de/index.php?article_id=36&#038;clang=0">Tom Liwa</a> am Mittwoch.<br />
Der Pott Filmt ab Donnerstag.<br />
<a href="http://www.fzw.de/location.html">Tocotronic</a> (und Dillon) am Freitag.</p>
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		<title>Williamsburg II: Gute Aussichten</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/williamsburg-ii-gute-aussichten/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:32:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnold Voss</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rest der Welt]]></category>

		<category><![CDATA[New York]]></category>

		<category><![CDATA[Williamsburg]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7545" title="williamsburg2" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg2.jpg" alt="williamsburg2" width="300" height="225" /><strong><p>Den Hauptgrund für die kommende Aufwertung von Williamsburg bekam ich im wahrsten Sinne zu sehen, nachdem ich von S. an der mehrfach verriegelten großen Stahltür des 6-stöckigen Fabrikgebäudes abgeholt, mit einem uralten klapperigen Lastenaufzug in das oberste Geschoss geholpert war und dort durch eine weitere mit drei Schlössern und einem inneren Querbalken verschlossen Eisentür in ein riesiges, rundum verglastes Loft geführt wurde: Den unverstellten Blick auf Manhattan und die Williamsburg Bridge.</strong>
<p>
Genauer gesagt auf drei Brücken, denn hinter der stadtteilbezogenen Wasserüberführung reihten sich in südlicher Blickrichtung weiter die Manhattan- und die Brooklyn Bridge auf. Noch überwältigender war jedoch der Besuch des direkt über dem Loft liegenden riesigen flachen Dachs mit dem typischen aufgeständerten Wasserbehälter. S. hatte sich die oberste Fabriketage mit einer Künstlerkollegin geteilt, wobei sie den kleineren Teil, dafür aber die eigentliche Wassersichtfront mit westlichem direktem Blick auf Manhattan bekommen hatte. Dafür verfügte S. über sage und schreibe 600 m² mit den drei anderen Blickseiten von denen zwei, die südliche und die nördliche, wenn auch seitlich, ebenfalls die Skyline im Visier hatten. Nach Westen konnte man weit über Brooklyn selbst schauen.
<p>
Auf dem Dach gab es die Totale und das übertraf alles was ich auf den Rooftops in Manhattan mit Ausnahme vom damals noch existierenden World Trade Center und vom jetzt immer noch existierenden Empire State Building gesehen hatte. Die Skyline war von außen gesehen nämlich mindesten so beeindruckend wie von innen. Von hier aus war sie in der ganzen Länge zu betrachten. Von Downtown bis Midtown. Selbst die Queensborough Bridge, die, wie der Name schon sagt, den gleichnamigen Borough mit Manhattan verbindet und ebenso mächtig und filigran wie die Williamsburg Bridge ist, war von hier aus im ständigen Blickfeld.
<p>
Dieses Panorama war und ist der Grund für das, was die folgenden 25 Jahre mit ganz Williamsburg geschehen sollte: die systematische soziale und bauliche Aufwertung die meistens auch mit einer Veränderung und Verjüngung der sozialen Struktur der Bewohner einhergeht, die von Fachleuten so genannte Gentrification. Diesen Wahnsinnsblick hatte man nämlich auch dann, wenn man hier nicht so hoch wohnte, und zwar direkt am Wasser. Ebenso unverstellt, noch näher an Manhattan und für alle. Die Williamsburg-Waterfront war aber zu diesem Zeitpunkt nur an wenigen Stellen zugänglich, denn die Blocks entlang des East River waren immer noch gewerblich-industriell genutzt, wenn auch bei weitem nicht mehr so intensiv wie noch in den 60ger und 70ger Jahren.  Die Deindustrialisierung New Yorks war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon fast abgeschlossen und die gewerblichen Leerstände in Williamsburg entsprechend groß und vielzählig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7545" title="williamsburg2" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg2.jpg" alt="williamsburg2" width="300" height="225" /><strong>Den Hauptgrund für die kommende Aufwertung von Williamsburg bekam ich im wahrsten Sinne zu sehen, nachdem ich von S. an der mehrfach verriegelten großen Stahltür des 6-stöckigen Fabrikgebäudes abgeholt, mit einem uralten klapperigen Lastenaufzug in das oberste Geschoss geholpert war und dort durch eine weitere mit drei Schlössern und einem inneren Querbalken verschlossen Eisentür in ein riesiges, rundum verglastes Loft geführt wurde: Den unverstellten Blick auf Manhattan und die Williamsburg Bridge.</strong></p>
<p>Genauer gesagt auf drei Brücken, denn hinter der stadtteilbezogenen Wasserüberführung reihten sich in südlicher Blickrichtung weiter die Manhattan- und die Brooklyn Bridge auf. Noch überwältigender war jedoch der Besuch des direkt über dem Loft liegenden riesigen flachen Dachs mit dem typischen aufgeständerten Wasserbehälter. S. hatte sich die oberste Fabriketage mit einer Künstlerkollegin geteilt, wobei sie den kleineren Teil, dafür aber die eigentliche Wassersichtfront mit westlichem direktem Blick auf Manhattan bekommen hatte. Dafür verfügte S. über sage und schreibe 600 m² mit den drei anderen Blickseiten von denen zwei, die südliche und die nördliche, wenn auch seitlich, ebenfalls die Skyline im Visier hatten. Nach Westen konnte man weit über Brooklyn selbst schauen.</p>
<p>Auf dem Dach gab es die Totale und das übertraf alles was ich auf den Rooftops in Manhattan mit Ausnahme vom damals noch existierenden World Trade Center und vom jetzt immer noch existierenden Empire State Building gesehen hatte. Die Skyline war von außen gesehen nämlich mindesten so beeindruckend wie von innen. Von hier aus war sie in der ganzen Länge zu betrachten. Von Downtown bis Midtown. Selbst die Queensborough Bridge, die, wie der Name schon sagt, den gleichnamigen Borough mit Manhattan verbindet und ebenso mächtig und filigran wie die Williamsburg Bridge ist, war von hier aus im ständigen Blickfeld.</p>
<p>Dieses Panorama war und ist der Grund für das, was die folgenden 25 Jahre mit ganz Williamsburg geschehen sollte: die systematische soziale und bauliche Aufwertung die meistens auch mit einer Veränderung und Verjüngung der sozialen Struktur der Bewohner einhergeht, die von Fachleuten so genannte Gentrification. Diesen Wahnsinnsblick hatte man nämlich auch dann, wenn man hier nicht so hoch wohnte, und zwar direkt am Wasser. Ebenso unverstellt, noch näher an Manhattan und für alle. Die Williamsburg-Waterfront war aber zu diesem Zeitpunkt nur an wenigen Stellen zugänglich, denn die Blocks entlang des East River waren immer noch gewerblich-industriell genutzt, wenn auch bei weitem nicht mehr so intensiv wie noch in den 60ger und 70ger Jahren.  Die Deindustrialisierung New Yorks war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon fast abgeschlossen und die gewerblichen Leerstände in Williamsburg entsprechend groß und vielzählig.</p>
<p>So waren S. und seine Künstlerfreunde auch an ihre Lofts gekommen. In den ersten 3 Etagen ihrer Fabrik wurde jedoch noch körperlich schwer gearbeitet. Einer der vielen sogenannten Sweatshops auf Niedrigstlohnbasis die zu diesem Zeitpunkt noch in New York mit ihrer Verlagerung in die Entwicklungsländern konkurrieren konnten. Die Latinos der Umgebung fanden hier noch bezahlte Arbeit, mussten dafür jedoch Arbeitsbedingungen akzeptieren, die auch den New Yorker Behörden die Haare hätten zu Berge stehen lassen, wenn sie den vorbei gekommen wären. In solche Gegenden kamen die städtischen Ordnungskräfte aus gutem Grunde jedoch nicht so oft und die Arbeitslosigkeit in solchen Vierteln war so hoch, dass die, die dort noch Arbeit fanden, froh waren, dass sie überhaupt eine hatten.</p>
<p>Wenn man jedoch von dem Panoramablick auf dem Dach oder aus den riesigen fabrikmäßigen Fenstern eingefangen war, vergaß man das alles sehr schnell. Erst recht wenn man wusste, wie billig er war. S. zahlte für das ganze Loft nicht mehr als 600$, also etwas mehr als 1$ pro Quadratmeter. Und die eine U-bahn-Station von Manhattan entfernt. Er war genau deswegen aus Manhattan weggegangen. Dort konnte schon damals ein noch nicht erfolgreicher Künstler die Miete selbst in der letzten Bruchbude nicht mehr bezahlen. Heute können es selbst die Erfolgreichen kaum noch.</p>
<p>Jetzt wird das auch nicht Williamsburg immer schwieriger. S. wurden vor ein paar Monaten mehrere 100.000$ von seinem Landlord geboten, wenn er nur endlich ausziehen würde. Der Umzug selbst würde ihm natürlich sowieso bezahlt. Seine Miete ist auch schon lange höher als zu Anfang. Aber durch die für amerikanische Verhältnisse immer noch recht mieterfreundliche Gesetzgebung des Staates und der Stadt New York, ist sie, dank eines kunstgesonnenen Rechtsanwaltes, den S. in Ermangelung von Bargeld immer nur mit Bildern bezahlt hatte, für ihn immer noch bezahlbar. Im Verhältnis zu den jetzigen Neuvermietungen sogar spottbillig. Was seinen Landlord natürlich in den Wahnsinn treibt.</p>
<p>Arbeitsplätze gibt es in der Fabrik überhaupt keine mehr. Dafür eine neuen Aufzug, der gesetzlich die Voraussetzung für die offizielle Wohnvermietbarkeit schafft und damit für enorme Mietsprünge bei Neuvermietungen. Hintergrund ist ein lange Kampf der New Yorker Immobilienkamarilla zur Veränderung der Bodennutzungsregelung in Williamsburg, die am Wasser vor allem industrielle Nutzung vorsieht bzw. vorsah. Sie haben ihn am Ende gewonnen, mussten dabei aber ein paar Kompromisse mit der Bevölkerung schließen, die gerne noch gewerbliche Arbeitsplätze im Stadtteil behalten hätte. Nicht zuletzt weil die ihrer insgesamt eher niedrigen Ausbildung entsprachen.<br />
Aber dazu in der nächsten Folgen mehr.</p>
<p><strong>Williamsburg Story: <a href="http://www.ruhrbarone.de/from-%E2%80%9Cno-go%E2%80%9D-to-%E2%80%9Cmust-be%E2%80%9D-in-new-york-city-%E2%80%93-die-williamsburg-story-teil-1/">Teil I </a></strong></p>
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		<title>Dub Spencer &amp; Trance Hill</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dub Spencer &#38; Trance Hill, Mittwoch, 10. März, 20.00 Uhr, Underground, Köln
Mehr bei den Ruhrbaronen zur Band beim Klickklack
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/jE1lzBvj0r0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jE1lzBvj0r0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<strong><a href="http://www.dubspencer.ch/">Dub Spencer &amp; Trance Hill</a>, Mittwoch, 10. März, 20.00 Uhr, <a href="http://www.underground-cologne.de/">Underground</a>, Köln</strong></p>
<p>Mehr bei den Ruhrbaronen zur <a href="http://www.ruhrbarone.de/moderne-dubologen_umberto-echo_dub-spencer_trance_hill/">Band beim Klickklack</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-47/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 07:59:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-politik]]></category>

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		<description><![CDATA[NRW: Wie Westerwelle, nur anders&#8230;FAZ
NRW II: Kraft im Interview&#8230;Ruhr Nachrichten
NRW III: Kraftloser Beifall in den eigenen Reihen&#8230;taz
Ruhr2010: Im Revier wackeln die Kulturetats&#8230;Welt
Ruhr2010 II: Poetry Slams im Revier&#8230;Hamburger Abendblatt
Ruhr2010 III: Gastro App&#8230;Ruhr Nachrichten

Kirche: Auch Papst darf durch den Kakao gezogen werden&#8230;Law Blog
Kirche II: Dortmunder Grüner entschuldigt sich&#8230;Ruhr Nachrichten
Dortmund: SPD-Chef Drabig spürt Rückenwind&#8230;Der Westen
Rechte: Der Antiislamismus von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4085" title="kraft_ruettgers" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/01/kraft_ruettgers-300x212.jpg" alt="kraft_ruettgers" width="300" height="212" /><strong>NRW: </strong>Wie Westerwelle, nur anders&#8230;<a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EA4DF2CC058A049A89FA947E26C6EEBC0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a></p>
<p><strong>NRW II: </strong>Kraft im Interview&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/Ich-sage-genau-das-Gegenteil-von-Herrn-Westerwelle;art1572,841608">Ruhr Nachrichten</a></p>
<p><strong>NRW III:</strong> Kraftloser Beifall in den eigenen Reihen&#8230;<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/kraftloser-beifall-in-den-eigenen-reihen/">taz</a></p>
<p><strong>Ruhr2010: </strong>Im Revier wackeln die Kulturetats&#8230;<a href="http://www.welt.de/die-welt/regionales/article6697644/Im-Revier-wackeln-die-Kulturetats.html">Welt</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 II: </strong>Poetry Slams im Revier&#8230;<a href="http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1412272/Slam-Poeten-tragen-Meisterschaft-aus.html">Hamburger Abendblatt</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 III:</strong> Gastro App&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Bochum-Mit-Ruhr-2010-App-geht-Kultur-durch-den-Magen;art932,841460">Ruhr Nachrichten<br />
</a></p>
<p><strong>Kirche: </strong>Auch Papst darf durch den Kakao gezogen werden&#8230;<a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/03/08/auch-papst-darf-durch-den-kakao-gezogen-werden/">Law Blog</a></p>
<p><strong>Kirche II: </strong>Dortmunder Grüner entschuldigt sich&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Dortmund-Bezirksbuergermeister-entschuldigt-sich;art930,841714">Ruhr Nachrichten</a></p>
<p><strong>Dortmund: </strong>SPD-Chef Drabig spürt Rückenwind&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Wir-verspueren-Rueckenwind-id2693285.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Rechte: </strong>Der Antiislamismus von Pro NRW&#8230;<a href="http://www.bo-alternativ.de/2010/03/08/der-antiislamismus-von-pro-nrw/">Bo Alternativ<br />
</a></p>
<p><strong>Rechte II:</strong> Dortmunder Grüne kritisieren Polizei&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/nrw/redo/Gruene-kritisieren-Dortmunder-Polizei-Opferfamilie-nicht-ueberrascht;art1544,841786">Ruhr Nachrichten </a></p>
<p><strong>Hartz IV: </strong>Abbild einer verkommenen Gesellschaft&#8230;<a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6693991/Hartz-IV-als-Abbild-einer-verkommenen-Gesellschaft.html">Welt</a></p>
<p><strong>Unis: </strong>Mercator-Stiftung unterstützt Revier-Unis&#8230;<a href="http://www.bild.de/BILD/regional/koeln/dpa/2010/03/08/mercator-gruendet-forschungsinstitut-fuer.html">Bild</a></p>
<p><strong>Kultur: </strong>Zielgruppen-Lyrik&#8230;<a href="http://www.gelsenclan.de/index.php/zielgruppen-lyrik/">Gelsenkirchen Blog</a></p>
<p><strong>Soziales: </strong>Tuisa&#8230;<a href="http://hometown-glory.de/2010/03/09/tuisa/">Hometown Glory</a></p>
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		<title>Politik der verbalen Zauberformeln</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 19:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Wasselowski</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski.gif" alt="ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski" width="553" height="312" class="alignnone size-full wp-image-7533" />
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<strong>Slow train coming:</strong> Die NRW-Wahl ruckelt näher, die Parteienlandschaft wackelt und die Parteien <a href="http://www.endoplast.de/2010/03/08/die-vorausschauende-kraft-oder-wer-braucht-eigentlich-sozialdemokratinnen/">ringen um Aussagen,</a> damit sie Slogans bringen können, die Wähler beeindrucken. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski.gif" alt="ruhrbarone_sozialdemokraten_wasselowski" width="553" height="312" class="alignnone size-full wp-image-7533" /></p>
<p><strong>Slow train coming:</strong> Die NRW-Wahl ruckelt näher, die Parteienlandschaft wackelt und die Parteien <a href="http://www.endoplast.de/2010/03/08/die-vorausschauende-kraft-oder-wer-braucht-eigentlich-sozialdemokratinnen/">ringen um Aussagen,</a> damit sie Slogans bringen können, die Wähler beeindrucken. Was sagt die SPD über die schwer Vermittelbaren? Hartz-IV-Empfänger sollen zukünftig umsonst arbeiten - das aus dem Mund einer Partei, die sich traditionell den sozial Schwachen verpflichtet fühlt. Notwendigkeit oder Vernachlässigung der eigenen grundlegenden Ziele? Was hätte Willy Brandt dazu gesagt? Wäre sein Lächeln milde wie das der Mona Lisa gewesen, weil er keinen anderen Weg gesehen hätte, oder hätte er dafür gestritten, eine politische Alternative zu bringen?</p>
<p>Wahlaussagen prägen das Image der Parteien nachhaltig. Sie zementieren eins ums andere mal die politische Positionierung. Die Wirtschaftskrise lädt dazu ein, wie im Schlußverkauf populäre Versprechen abzugeben. Wohin es führt, wenn man die nicht hält, sieht z.B. die FDP zur Zeit. Wenn die (finanziellen) Probleme drücken, liegt andererseits eine Aussage wie die zu Hartz IV leicht auf den Lippen einer Partei.</p>
<p>Aber unabhängig vom Tagesgeschäft und der großpolitischen Wetterlage, wo bleibt die Programmatik, für die eine Partei steht? Die SPD betreibt wohl Zielgruppensplitting: Die Sozial Schwachen gibt sie an die Linken ab. Aber wer soll sie dann wählen?</p>
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		<title>Milliardenauftrag für die deutsche Bahn wackelt</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/milliardenauftrag-fuer-die-deutsche-bahn-wackelt/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Schraven</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img width="240" height="69" align="left" style="margin-right: 10px;" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/image/logo-db-bahn.png" alt="" /></p><strong>Gerade haben wir bei den Ruhrbaronen etwas von der Freitags-Sitzung der Vergabekammer in Düsseldorf gehört. Eine Bombe für die Deutsche Bahn. Die Vergabe des Nahverkehrsauftrages im Ruhrgebiet droht zu scheitern. Das Geschäft hat ein Volumen von rund 1000 Millionen Euro. </strong>
<p>
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hatte diesen lukrativen Vertrag für den Unterhalt der S-Bahnen ohne Ausschreibung an die Deutsche Bahn vergeben. <a href="http://www.ruhrbarone.de/offene-fragen-bei-bahn-vrr-einigung/">Das ganze lief ab, wie eine Erpressung.</a> Private Konkurrenz wurde nicht zugelassen, stattdessen drohte die Bahn damit, ausstehende Millionen bei den klammen Kommunen einzutreiben, wenn diese nicht spurten. Vor der Vergabekammer sagte der Anwalt der Bahn am Freitag wörtlich: die privaten Unternehmen seien nur in der Lage „Mickey-Mouse-Verträge“ zu erfüllen, aber nicht so Milliardengeschäfte, wie den Nahverkehr im Pott. Das könne nur die Bahn.
<p>
Die Konkurrenz der Bahn sieht das anders.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="240" height="69" align="left" style="margin-right: 10px;" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/image/logo-db-bahn.png" alt="" /></p>
<p><strong>Gerade haben wir bei den Ruhrbaronen etwas von der Freitags-Sitzung der Vergabekammer in Düsseldorf gehört. Eine Bombe für die Deutsche Bahn. Die Vergabe des Nahverkehrsauftrages im Ruhrgebiet droht zu scheitern. Das Geschäft hat ein Volumen von rund 1000 Millionen Euro. </strong></p>
<p>
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hatte diesen lukrativen Vertrag für den Unterhalt der S-Bahnen ohne Ausschreibung an die Deutsche Bahn vergeben. <a href="http://www.ruhrbarone.de/offene-fragen-bei-bahn-vrr-einigung/">Das ganze lief ab, wie eine Erpressung.</a> Private Konkurrenz wurde nicht zugelassen, stattdessen drohte die Bahn damit, ausstehende Millionen bei den klammen Kommunen einzutreiben, wenn diese nicht spurten. Vor der Vergabekammer sagte der Anwalt der Bahn am Freitag wörtlich: die privaten Unternehmen seien nur in der Lage „Mickey-Mouse-Verträge“ zu erfüllen, aber nicht so Milliardengeschäfte, wie den Nahverkehr im Pott. Das könne nur die Bahn.</p>
<p>
Die Konkurrenz der Bahn sieht das anders. Gegen die verschobene Vergabe hatten mehrere Unternehmen vor der Düsseldorfer Vergabekammer geklagt. Es ist der größte Vertrag, der jemals in Deutschland angegriffen wurde. Am Freitag war mündliche Verhandlung und es kam raus, dass die Richter das ähnlich wie die Kläger sehen. Auch große Verträge müssen öffentlich ausgeschrieben werden. </p>
<p>
Für die Steuerzahler kann das eigentlich nur von Vorteil sein. Der Nahverkehr im Ruhrgebiet ist relativ teuer. Das meiste Geld sackt sich die Bahn ein. Wie lukrativ das Geschäft mit den S-Bahnen ist, kann man gut an der Bilanz der Bahn-Tochter DB-Regio sehen. Das Unternehmen macht bei einem Umsatz von 6,5 Mrd Euro eine Eigenkapitalrendite von gut über 30 Prozent. Selbst die Deutsche Bank will nur 25 Prozent haben – und trägt dafür jede Menge Risiko, was man von der Bahn nicht sagen kann. </p>
<p>In zwei Wochen wird die Vergabekammer ihre Entscheidung bekannt geben. Wenn es bei dem Tenor der mündlichen Verhandlung bleibt, würde erstmals eine Einzelvergabe im Wert von rund eine Mrd. Euro gekegelt. Sollte das so sein, kann die Bahn dagegen noch Beschwerde beim Oberlandesgericht einlegen. </p>
<p>Ich persönlich glaube, Wettbewerb täte der Bahn gut. </p>
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		<title>From “No Go” to “Must Be” in New York City – Die Williamsburg-Story  Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 09:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arnold Voss</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Rest der Welt]]></category>

		<category><![CDATA[New York]]></category>

		<category><![CDATA[Williamsburg]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7516" title="williamsburg_bridge" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg_bridge.jpg" alt="williamsburg_bridge" width="300" height="283" /><strong>Ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich zum ersten Mal nach Williamsburg kam. Es war im Sommer 85 an einem dieser feucht-heißen „Nothing is hotter than July“ Tagen. Die damals ziemlich runter gekommenen Waggons der JMZ-Linie, auf der NYC-Subway-Map auch heute noch braun eingezeichnet, hielten kreischend an der ersten Station in Brooklyn. Sie waren, vollgepackt mit mehrheitlich farbigen, eher ärmlich gekleideten Passagieren, durch das Stahlgestrüpp der Williamsburg-Bridge über den East River gekrochen um danach auf einer aufgeständerten Schienenkonstruktion in einem knappen Bogen über dem Broadway zu landen. Ja, Brooklyn hatte zu meinem Erstaunen auch einen Broadway und der führt tief ins Innere dieses Mehr-Millionen-Boroughs, der vor der Eingemeindung nach New York City die viertgrößte Stadt der USA war.</strong>
<p>
Über diesem „Broadway für Arme“ scheppert und knirscht bis heute mit ohrenbetäubendem Lärm über viele Kilometer eine der längsten U-Bahnlinien der Stadt hinaus nach Jamaika Center. Fährt man sie in die andere Richtung dann geht es mit ihr über Downtown Manhattan wieder nach Brooklyn bis fast an den Atlantik.
<p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7516" title="williamsburg_bridge" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/williamsburg_bridge.jpg" alt="williamsburg_bridge" width="300" height="283" /><strong>Ich erinnere mich noch sehr genau, wie ich zum ersten Mal nach Williamsburg kam. Es war im Sommer 85 an einem dieser feucht-heißen „Nothing is hotter than July“ Tagen. Die damals ziemlich runter gekommenen Waggons der JMZ-Linie, auf der NYC-Subway-Map auch heute noch braun eingezeichnet, hielten kreischend an der ersten Station in Brooklyn. Sie waren, vollgepackt mit mehrheitlich farbigen, eher ärmlich gekleideten Passagieren, durch das Stahlgestrüpp der Williamsburg-Bridge über den East River gekrochen um danach auf einer aufgeständerten Schienenkonstruktion in einem knappen Bogen über dem Broadway zu landen. Ja, Brooklyn hatte zu meinem Erstaunen auch einen Broadway und der führt tief ins Innere dieses Mehr-Millionen-Boroughs, der vor der Eingemeindung nach New York City die viertgrößte Stadt der USA war.</strong></p>
<p>
Über diesem „Broadway für Arme“ scheppert und knirscht bis heute mit ohrenbetäubendem Lärm über viele Kilometer eine der längsten U-Bahnlinien der Stadt hinaus nach Jamaika Center. Fährt man sie in die andere Richtung dann geht es mit ihr über Downtown Manhattan wieder nach Brooklyn bis fast an den Atlantik.</p>
<p>
Die Williamsburg Bridge die zu diesem Zeitpunkt, wie die Queensborough Bridge noch heute, vor Rost nur so strotze, ist eine der schönsten Brücken der Stadt. Komplett aus zigtausenden Stahlstäben gebaut die mit Abermillionen von Nieten zu einem gut 2km langen Ingenieurkunstwerk zusammengesetzt worden sind, ist sie nach gut 20 Jahren Reparaturzeit und fast eine Milliarde Dollar Material- und Arbeitskosten jetzt wieder in einem fast neuen Zustand. Sie verbindet Williamsburg mit der Lower-Eastside in Manhattan, damals noch „Loi Saida“ genannt, weil sie zum größten Teil von Latinos bewohnt wurde. Wie zu diesem Zeitpunkt auch ein großer Teil ihres städtebaulichen Gegenübers namens Williamsburg in Brooklyn.</p>
<p>
Ihre fußläufige Überquerung galt in der Dunkelheit als lebensgefährlich. Tagsüber war sie die „Poor-People-Bridge“, denn sie wurde vor allem von Leuten begangen die sich nicht mal die U-Bahn leisten konnten, aber trotzdem jeden Tag zur Arbeit nach Manhattan mussten. Wer genug Geld hatte nahm sich nachts ein Taxi über die Brücke und musste sich daran gewöhnen, dass der Fahrer wie automatisch die Sicherheitsknöpfe der Türen betätigte, wenn er ihren Scheitelpunkt passierte.</p>
<p>
Manche, in der Regel weiße, Fahrer weigerten sich zu diesem Zeitpunkt sogar überhaupt über die Brücke Richtung Brooklyn zu fahren. Sicherheitshalber nahm man sich einen der schwarzen Chauffeure weil die, bis heute, in der Regel überall hin fahren. Seit einigen Jahren gondeln allerdings alle Cabdriver gerne über die Brücke, weil auf der anderen Seite statt Gefahr eine Menge Touren auf sie warten. Williamsburg ist mittlerweile eines der hippsten Stadtteile vom ganzen Big Apple. Mit Sicherheit aber zur Zeit neben Brooklyn Hights der bekannteste Neighbourhood in Brooklyn.</p>
<p>
Was die internationale Kunstszene betrifft, gilt dieser Stadtteil seit der Jahrtausendwende sogar als Must Go Arrea. Als ich dort an diesem Tag zum ersten Mal auftauchte wäre das dort niemand auch nur im Traum eingefallen. Dabei hatte mich ein Künstler dorthin eigeladen, den ich ein paar Tage vorher auf eine Party in Manhattan kennen gelernt hatte und der in den folgenden Jahren ein guter Freund wurde. Er hatte mich allerdings vorgewarnt. Ich sollte möglichst von der U-Bahn aus direkt den Bus benutzen, sprich möglichst wenig zu Fuß gehen.</p>
<p>
Das Drive-By-Shooting war zu dieser Zeit in bestimmten Stadtteilen New Yorks bei Drogendealern gerade in Mode geraten und Williamsburg gehörte dazu. In solchen Fällen hatte man sich nach dem ersten Schuss sofort flach auf den Boden zu werfen und, wenn Kinder dabei waren, diese fest an sich, ja noch besser unter sich zu drücken. Das geschah nicht täglich, aber einmal im Monat konnte man fest damit rechnen, und man wusste nie genau wo. Überfälle waren dagegen in solchen Stadtteilen wie Williamsburg an der Tagesordnung. Aber auch hier gab es Regeln. Geld abgeben und Fresse halten. Kein Versuch sich zu wehren. Keinen einzigen!</p>
<p>
Besser war es auch, immer etwas Geld dabei zu haben. Die Superdroge Crack hatte zu diesem Zeitpunkt die Stadt in den Griff zu nehmen begonnen und die Jungs- und Mädels die dringend neuen Stoff brauchten waren nicht zimperlich, wenn es bei den Überfallenen gar nichts zu holen gab. Sie waren selbst für Leute die sich an den Straßenraub gewöhnt hatten nicht mehr einzuschätzen.</p>
<p>
Also nahm ich treu den Bus und als ich in der Nähe des uralten Fabrikgebäudes ausstieg, in dem S. wohnte hatte ich gehörigen Schiss. Müll auf der Straße. Jedes dritte Gebäude war zugenagelt oder nur zum Teil bewohnt. Aber die Leute in den Straßen machten nicht den Eindruck, dass sie mich gleich überfallen wollten. Sie waren jedoch sichtlich erstaunt, dass sich ein gut gekleideter Weißer in ihre Gegend wagte.</p>
<p>
Ich traute mich nicht nach dem Weg zu fragen und fand, weil ich das New Yorker Straßensystem mittlerweile durchschaut hatte, selbst zur Berry Street Ecke South Third. Ich nahm den kürzesten Weg, was eingeweihte in solchen Stadtteilen nicht unbedingt tun, und zwar genau weil sie sich dort gut auskennen. Zu jeder No-Go-Arrea gehörten nämlich noch die No-No-Go Bereiche, die aber meistens nur einen einzelnen Block oder sogar nur eine Block-Straße oder -Ecke ausmachten. Davon gaben es in Williamsburg einige und einer davon genau da wo ich her spazierte. Aber das Glück ist bekanntlich mit den Anfängern.</p>
<p>
Später lernte ich solche Ecken nicht nur in diesem Stadtteil zur riechen bevor ich sie passierte. Über die Monate und Jahre konnte ich alle sozialen und baulichen Symptome lesen, die  die verschiedenen Abstufungen von Gefahr in dieser Stadt sichtbar machten, bevor man so weit drin steckte, dass es wirklich riskant wurde. Ich bin bis heute nicht ein einziges Mal überfallen worden.</p>
<p>
Jetzt kann man sich nicht nur durch Williamsburg ohne jede Angst bewegen. Ich habe diesen Wandel von der No-Go- zur Must-Go-Arrea vor allem in diesem Viertel über nun fast 25 Jahre haut nah mit bekommen, denn ich habe seit 1985 fast jedes Jahr für mindestens 2 Monate dort gelebt. Ich werde in weiteren 9 Folgen darüber berichten, wie in dieser Zeit aus dem verrotteten und gefährlichen Viertel, nur eine U-Bahnstation von Manhattan entfernt, ein heute so genanntes Kreativquartier wurde.</p>
<p>
Eines über das mittlerweile auch das weltweite Feuilleton und die Reisemagazine berichten, die allerdings sehr wenig darüber wissen, wie so ein Prozess in Wirklichkeit verläuft und was er für die Leute vor Ort bedeutet.</p>
<p>
Foto: j<a href="http://www.flickr.com/photos/jontintinjordan/">ontintinjordan</a></p>
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		<title>Die Linke protestiert</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/die-linke-protestiert/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[linkspartei]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7508" title="linke_protestiert1" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/linke_protestiert1.jpg" alt="linke_protestiert1" width="500" height="280" />
<p>
Fotomontage: <a href="http://twitpic.com/15eqvp">Peter Breuer</a> via <a href="http://wirres.net/article/articleview/5516/1/6/">Wirres</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7508" title="linke_protestiert1" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/linke_protestiert1.jpg" alt="linke_protestiert1" width="500" height="280" /></p>
<p>
Fotomontage: <a href="http://twitpic.com/15eqvp">Peter Breuer</a> via <a href="http://wirres.net/article/articleview/5516/1/6/">Wirres</a></p>
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		<title>The Intersphere</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/the-intersphere-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[
The Intersphere, Dienstag, 9. März, 20.00 Uhr, Die Werkstatt, Köln
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="640" height="385" data="http://www.youtube.com/v/175TfpPX_rs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/175TfpPX_rs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/theintersphere">The Intersphere</a>, Dienstag, 9. März, 20.00 Uhr, <a href="http://www.werkstatt-koeln.de/">Die Werkstatt</a>, Köln</strong></p>
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		<item>
		<title>Ruhrpilot - Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssystem-fur-das-ruhrgebiet-46/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7501</guid>
		<description><![CDATA[Kindesmissbrauch: Dortmunder Grüner für Kirchenaustritt&#8230;Ruhr Nachrichten
NRW: Gewerkschaften gegen Kraft&#8230;Spiegel
NRW: Kraft stört rot-grüne Phantasien&#8230;taz
NRW III: Das große Zocken&#8230;Zeit
NRW IV: Die Nerven liegen blank&#8230;Post von Horn
Gesellschaft: Ausflug ins schwarz-grüne Milieu&#8230;FAZ
Ruhr2010: Museen tun sich zusammen&#8230;Der Westen
Gelsenkirchen: In einem Tag um die Welt&#8230;Gelsenkirchen Blog
Verkehr: Wettrüsten mit Stauinformationen&#8230;Frontmotor
Umland: Medizinischer Notstand abgespeckt&#8230;Zoom
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7502" title="roesner_gruene" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/roesner_gruene.jpg" alt="roesner_gruene" width="250" height="242" /><strong>Kindesmissbrauch: </strong>Dortmunder Grüner für Kirchenaustritt&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Dortmund-Bezirksbuergermeister-fordert-zu-Kirchenaustritt-auf;art930,840287">Ruhr Nachrichten</a></p>
<p><strong>NRW:</strong> Gewerkschaften gegen Kraft&#8230;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682233,00.html">Spiegel</a></p>
<p><strong>NRW: </strong>Kraft stört rot-grüne Phantasien&#8230;<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/kraft-stoert-rot-gruene-fantasie/">taz</a></p>
<p><strong>NRW III:</strong> Das große Zocken&#8230;<a href="http://www.zeit.de/2010/10/NRW">Zeit</a></p>
<p><strong>NRW IV: </strong>Die Nerven liegen blank&#8230;<a href="http://post-von-horn.de/2010/03/07/die-nerven-liegen-blank/comment-page-1/#comment-30">Post von Horn</a></p>
<p><strong>Gesellschaft: </strong>Ausflug ins schwarz-grüne Milieu&#8230;<a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E7B79EF8A6FC24DEBB70D666AC2CAD000~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">FAZ</a></p>
<p><strong>Ruhr2010: </strong>Museen tun sich zusammen&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/staedte/witten/Jetzt-vereint-20-Revier-Museen-id2687199.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Gelsenkirchen: </strong>In einem Tag um die Welt&#8230;<a href="http://www.gelsenclan.de/index.php/in-einem-tag-um-die-welt/">Gelsenkirchen Blog</a></p>
<p><strong>Verkehr: </strong>Wettrüsten mit Stauinformationen&#8230;<a href="http://frontmotor.blogspot.com/2010/03/wettrusten-der-stauinformationen.html">Frontmotor</a></p>
<p><strong>Umland: </strong>Medizinischer Notstand abgespeckt&#8230;<a href="http://www.schiebener.net/wordpress/?p=6910">Zoom</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Problem von SPD-Kraft heißt Ex-SPD-Clement</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/das-problem-von-spd-kraft-heist-ex-spd-clement/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/das-problem-von-spd-kraft-heist-ex-spd-clement/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 23:16:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Schraven</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Auf dem Platz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7488</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft.png"><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft.png" alt="kraft" title="kraft" width="400" height="66" class="alignleft size-full wp-image-7490" /></a><strong>Die Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl in NRW, Hannelore Kraft, hat sich zu Hartz IV geäußert. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682124,00.html">Im Spiegel-Interview</a>. Sie sagt, gut ein Viertel der Leute kriege sowieso keinen Job mehr, deswegen sollen die für einen Appel und einen Ei auf ihre Hartz-IV-Kohle anschaffen gehen. Alten Leuten vorlesen und so einen Krams. Mein Gott, welch ein Dejavu.
</strong>
<p>
Mir hat mal ein Kumpel die Geschichte von einem Interview mit Hannelore Kraft erzählt. Es ging um dies und das. Kraft wollte vor allem nichts mehr zu der Linkspartei sagen, wurde unwirsch und wiederholte andauernd: "Fragen sie mich nach Inhalten." Offenbar hat der Spiegel genau das jetzt gemacht. Er hat nach Inhalten gefragt.
<p>
Und es kommt raus, was alle schon immer wussten. Hannelore Kraft ist so mäßig. So mittelmäßig. Es ist wie das Drehbuch für einen schlechten Gag: Zunächst reden sich alle wuschig über einen möglichen Erfolg bei einer Auftragsvergabe, sagen wir Häuser sollen gebaut werden, der Sekt wird schon mal kalt gestellt für die Party danach und dann sagt einer, aber wir sind doch eine Versicherung, wir bauen gar keine Häuser. Dann schaut noch einer auf das Verfallsdatum der Pullen und stellt fest, das Zeug ist auch schon lange faul. Dumm gelaufen. Die Laune ist versaut. Und dann geht noch der Auftrag an die Konkurrenz. Tusch. 
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Ungefähr so läuft das auch bei Kraft. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft.png"><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/kraft.png" alt="kraft" title="kraft" width="400" height="66" class="alignleft size-full wp-image-7490" /></a><strong>Die Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl in NRW, Hannelore Kraft, hat sich zu Hartz IV geäußert. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682124,00.html">Im Spiegel-Interview</a>. Sie sagt, gut ein Viertel der Leute kriege sowieso keinen Job mehr, deswegen sollen die für einen Appel und einen Ei auf ihre Hartz-IV-Kohle anschaffen gehen. Alten Leuten vorlesen und so einen Krams. Mein Gott, welch ein Dejavu.<br />
</strong></p>
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Mir hat mal ein Kumpel die Geschichte von einem Interview mit Hannelore Kraft erzählt. Es ging um dies und das. Kraft wollte vor allem nichts mehr zu der Linkspartei sagen, wurde unwirsch und wiederholte andauernd: &#8220;Fragen sie mich nach Inhalten.&#8221; Offenbar hat der Spiegel genau das jetzt gemacht. Er hat nach Inhalten gefragt.</p>
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Und es kommt raus, was alle schon immer wussten. Hannelore Kraft ist so mäßig. So mittelmäßig. Es ist wie das Drehbuch für einen schlechten Gag: Zunächst reden sich alle wuschig über einen möglichen Erfolg bei einer Auftragsvergabe, sagen wir Häuser sollen gebaut werden, der Sekt wird schon mal kalt gestellt für die Party danach und dann sagt einer, aber wir sind doch eine Versicherung, wir bauen gar keine Häuser. Dann schaut noch einer auf das Verfallsdatum der Pullen und stellt fest, das Zeug ist auch schon lange faul. Dumm gelaufen. Die Laune ist versaut. Und dann geht noch der Auftrag an die Konkurrenz. Tusch. </p>
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Ungefähr so läuft das auch bei Kraft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eigene Politikideen entwickelt. Als sie Europaministerin in NRW war, hat sie noch über das Nettofonds-Modell zur Verteilung von EU-Fördermitteln in Deutschland fabuliert, als SO GUT WIE ALLE anderen Bundesländer das schon abgeschrieben hatten. Hannelore hatte wohl keiner Bescheid gesagt, sie redete Unfug.</p>
<p>Bei Hartz IV jetzt ist es ähnlich. Sie wiederholt einfach das gleiche Zeug weiter, dass ihr wichtigster Förderer Wolfgang Clement vorgebetet hat, als der noch in der SPD war. Das ist mein Dejavu. Die Gedanken von Wolfgang Clement leben in Hannelore Kraft fort. Wahrscheinlich auch die Ideen zur Leuchtturmförderung und so ein Zeug. Schließlich war Kraft mal bei der Mülheimer Zenit GmbH beschäftigt - einer der NRW-Fördergesellschaften, die mit an den gescheiterten Leuchtturm-Projekten gearbeitet hat.</p>
<p>Der Spiegel hat Hannelore Kraft einfach zu einem Thema befragt, wahrscheinlich war das vorher nicht abgesprochen, Hannelore Kraft wusste nicht was sie sagen sollte und sprach halt das, was sie noch im Kopf hatte. Eben das, was Clement und all die anderen aus dieser Denkrichtung - wie etwa Frank-Walter Steinmeier - ihrer Partei eingehämmert hatten, bis diese noch 23 Prozent bei den Bundestagswahlen bekam. </p>
<p>Man kann daraus viele Schlüsse ziehen. Über die Position von Hannelore Kraft im Strömungswirbel ihrer Partei etwa. Mir ist aber ein anderer besonders wichtig: Hannelore Kraft ist auf jeden Fall keine versierte Wahlkämpferin. Sie hat mit dem Interview die Chancen der SPD bei den Landtagswahlen erheblich beschädigt. Sie hat jeden daran erinnert, der es schon fast vergessen hatte, warum die SPD nochmal so tief in der Krise steckt.</p>
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		<title>Heute auf der Halde Haniel - ein Blick über das Revier</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 22:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Schraven</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/haniel.jpg"><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/haniel.jpg" alt="haniel" title="haniel" width="800" height="163" class="alignleft size-full wp-image-7484" /></a>
<p>Zunächst sieht das Wetterpanorama schön aus. Nicht auf dem Foto hier, aber in echt. Spannend finde ich besonders die braune Dunstglocke über dem Pott. Man kann sie über dem Horizont liegen sehen. Diese Glocke ist echt. Man kann sie sehen, riechen und schmecken. Das ist Grobstaub und Feinstaub und Abgase und sonst so aller Dreck. Wir atmen das jeden Tag und haben es auf der Haut. <p>Ich hab das Panorama mit meinem Handy gemacht, deswegen ist das nicht so doll - aber immer noch OK. Man kann sehen, um was es geht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/haniel.jpg"><img src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/haniel.jpg" alt="haniel" title="haniel" width="800" height="163" class="alignleft size-full wp-image-7484" /></a></p>
<p>Zunächst sieht das Wetterpanorama schön aus. Nicht auf dem Foto hier, aber in echt. Spannend finde ich besonders die braune Dunstglocke über dem Pott. Man kann sie über dem Horizont liegen sehen. Diese Glocke ist echt. Man kann sie sehen, riechen und schmecken. Das ist Grobstaub und Feinstaub und Abgase und sonst so aller Dreck. Wir atmen das jeden Tag und haben es auf der Haut.
<p>Ich hab das Panorama mit meinem Handy gemacht, deswegen ist das nicht so doll - aber immer noch OK. Man kann sehen, um was es geht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fakelaki in Düsseldorf</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 14:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-7472" title="hellas" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/hellas.jpg" alt="hellas" width="300" height="190" /><strong>Ein griechischer Arzt aus Duisburg brauchte einen Reisepass. Beim Konsulat in Düsseldorf wollte er ihn beantragen. Dumm für ihn, dass er Fakelaki nicht kannte, griechisch für das Geldtütchen, das auch Beamtenherzen öffnet.</strong>
<p>
Andreas P., wir haben den Namen aus naheliegenden Gründen verändert, ist Arzt und lebt in der Nähe von Düsseldorf. Geboren wurde er in Deutschland, seine Eltern zogen Anfang der sechziger Jahre ins Bergische Land. Deutscher wurde P. nie: "Ich bin und fühle mich als Europäer und Grieche und innerhalb der EU macht die Staatsangehörigkeit ohnehin keine großen Unterschied mehr."
<p>
Wie bei vielen Griechen lebt auch P.s Verwandtschaft in aller Welt: Er hat Onkels, Tanten, Neffen und Nichten in den USA, in Kanada und Australien. Als er vor ein paar Jahren nach Australien fahren wollte, brauchte er einen neuen Pass. Das Foto im alten Ausweis zeigte noch einen Jüngling mit lockigen Haaren, mit dem P. heute eher wenig Ähnlichkeit hat.
<p>
P. fuhr nach Düsseldorf in das für ihn zuständige griechische Konsulat. Einen Pass zu beantragen, ist in Deutschland keine große Sache: Man legt seinen Personalausweis vor, ein paar Fotos und zahlt seine Gebühr. Das war's.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-7472" title="hellas" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/03/hellas.jpg" alt="hellas" width="300" height="190" /><strong>Ein griechischer Arzt aus Duisburg brauchte einen Reisepass. Beim Konsulat in Düsseldorf wollte er ihn beantragen. Dumm für ihn, dass er Fakelaki nicht kannte, griechisch für das Geldtütchen, das auch Beamtenherzen öffnet.</strong></p>
<p>
Andreas P., wir haben den Namen aus naheliegenden Gründen verändert, ist Arzt und lebt in der Nähe von Düsseldorf. Geboren wurde er in Deutschland, seine Eltern zogen Anfang der sechziger Jahre ins Bergische Land. Deutscher wurde P. nie: &#8220;Ich bin und fühle mich als Europäer und Grieche und innerhalb der EU macht die Staatsangehörigkeit ohnehin keine großen Unterschied mehr.&#8221;</p>
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Wie bei vielen Griechen lebt auch P.s Verwandtschaft in aller Welt: Er hat Onkels, Tanten, Neffen und Nichten in den USA, in Kanada und Australien. Als er vor ein paar Jahren nach Australien fahren wollte, brauchte er einen neuen Pass. Das Foto im alten Ausweis zeigte noch einen Jüngling mit lockigen Haaren, mit dem P. heute eher wenig Ähnlichkeit hat.</p>
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P. fuhr nach Düsseldorf in das für ihn zuständige griechische Konsulat. Einen Pass zu beantragen, ist in Deutschland keine große Sache: Man legt seinen Personalausweis vor, ein paar Fotos und zahlt seine Gebühr. Das war&#8217;s. Auf dem griechischen Konsulat stellte sich die Sache für P. etwas komplizierter dar. Er sollte seine Geburtsurkunde vorlegen, Meldebescheinigungen für jede Stadt besorgen, in der er jemals gewohnt hat und die Zeugnisse aller Schulen, die er jemals besucht hat. P. wunderte sich, notierte sich alle Unterlagen die er beibringen musste und machte sich auf, sie zu besorgen.</p>
<p>
P.: &#8220;Nach fünf Wochen und zahlreichen Stunden im Auto hatte ich alles zusammen und war wieder im Konsulat in Düsseldorf.&#8221; Die Konsulatsmitarbeiterin war nicht ganz zufrieden. Für die Zeit, in der er vor seinem Studium eine Pflegerausbildung gemacht hatte, reichte ihr nun das Abschlusszeugnis nicht mehr aus. P. solle doch gefälligst belegen, dass er während der dreijährigen Ausbildung wirklich die Berufsschule besucht hat. Man gab sich unbürokratische: Fünf Halbjahreszeugnisse würden reichen. Für das sechste Halbjahr gab es ja schon das Abschlusszeugnis. P. war das zu dumm. Er verlies das Büro und bekam keinen Pass. Im Warteraum erzählte er die Geschichte einem anderen Griechen. Der zuckte nur mit den Schultern. Er müsse nun einmal nachhelfen.</p>
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P. verstand damals nicht, wie das gehen sollte - nachhelfen. Für ihn war es einfach nur die griechische Bürokratie, die verrückt spielte. Heute weiß P. es besser: &#8220;Hätte ich hundert oder zweihundert Euro zu den Unterlagen gelegt, hätte ich den Pass innerhalb weniger Tage bekommen.&#8221; Fakelaki - das Wort kannte P. damals noch nicht. </p>
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		<title>Justus Parker</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 09:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alles über Pop]]></category>

		<category><![CDATA[Beatz und Kekse]]></category>

		<category><![CDATA[Justus Parker]]></category>

		<category><![CDATA[wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[
Justus Parker, Montag, 8. März, 20.00 Uhr, Beatz und Kekse, Wuppertal
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/H84gUyOtWhY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/H84gUyOtWhY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<strong><a href="http://www.myspace.com/justusparker">Justus Parker</a>, Montag, 8. März, 20.00 Uhr, <a href="http://www.beatzundkekse.de/">Beatz und Kekse</a>, Wuppertal</strong></p>
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		<title>Ruhrpilot - Das Navigationssytem für das Ruhrgebiet</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/ruhrpilot-das-navigationssytem-fur-das-ruhrgebiet/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 09:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

		<category><![CDATA[ruhr2010-programm]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=7461</guid>
		<description><![CDATA[NRW: SPD - Autoritär, sozial und erfolgreich&#8230;Welt
NRW II:  CDU und Linke schimpfen über Krafts Hartz-IV-Vorstoß&#8230;Spiegel
Kirche: Verbieten, auflösen, Vermögenswerte einziehen&#8230;xtranews
Kirche II: Katholische Kirche mahnt Blogger ab, der über Missbrauch berichtet&#8230;Wirres
Ruhr2010: Un catalizador del desarrollo económico y social&#8230;Ine
Ruhr2010 II: Hier feiert das junge Istanbul&#8230;Welt
Dortmund: Klinikum halbiert Defizit&#8230;Ruhr Nachrichten
Pop: Sky and Sand&#8230;Der Westen
Initiativkreis: Ruhrgebiet plant Ökostadt&#8230;FTD
Politik: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4166" title="spd_waehlen" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/01/spd_waehlen-225x300.jpg" alt="spd_waehlen" width="174" height="232" /><strong>NRW: </strong>SPD - Autoritär, sozial und erfolgreich&#8230;<a href="http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article6673712/Autoritaer-sozial-und-erfolgreich.html">Welt</a></p>
<p><strong>NRW II: </strong> CDU und Linke schimpfen über Krafts Hartz-IV-Vorstoß&#8230;<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682163,00.html">Spiegel</a></p>
<p><strong>Kirche: </strong>Verbieten, auflösen, Vermögenswerte einziehen&#8230;<a href="http://www.xtranews.de/2010/03/06/verbieten-aufloesen-vermoegenswerte-einziehen/#utm_source=feed&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=feed">xtranews</a></p>
<p><strong>Kirche II: </strong>Katholische Kirche mahnt Blogger ab, der über Missbrauch berichtet&#8230;<a href="http://www.nerdcore.de/wp/2010/03/06/katholische-kirche-mahnt-blogger-ab-die-uber-missbrauch-berichten/">Wirres</a></p>
<p><strong>Ruhr2010:</strong> Un catalizador del desarrollo económico y social&#8230;<a href="http://www.lne.es/oviedo/2010/03/07/catalizador-desarrollo-economico-socialbr/882751.html">Ine</a></p>
<p><strong>Ruhr2010 II: </strong>Hier feiert das junge Istanbul&#8230;<a href="http://www.welt.de/die-welt/reise/article6663469/Hier-feiert-das-junge-Istanbul.html">Welt</a></p>
<p><strong>Dortmund: </strong>Klinikum halbiert Defizit&#8230;<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Dortmund-Klinikum-halbiert-Defizit;art930,839544">Ruhr Nachrichten</a></p>
<p><strong>Pop: </strong>Sky and Sand&#8230;<a href="http://www.derwesten.de/kultur/Wie-Paul-Kalkbrenner-ein-Stueck-Berlin-nach-Dortmund-holte-id2683864.html">Der Westen</a></p>
<p><strong>Initiativkreis: </strong>Ruhrgebiet plant Ökostadt&#8230;<a href="http://www.ftd.de/wissen/mensch/:umweltschutz-ruhrgebiet-plant-oekostadt/50084912.html">FTD</a></p>
<p><strong>Politik: </strong>Die schwarz-grüne Republik&#8230;<a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article6673412/Die-schwarz-gruene-Republik.html">Welt</a></p>
<p><strong>Internet: </strong>Fakten zur aktuellen Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung&#8230;<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/fakten-zur-aktuellen-diskussion-um-die-vorratsdatenspeicherung/">Netzpolitik</a></p>
<p><strong>Umland: </strong>Streit um Bildung in den Bergen&#8230;<a href="http://www.schiebener.net/wordpress/?p=6887">Zoom</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pohlmann: &#8220;Wir wurden vor der Kommunalwahl in Dortmund dreist belogen!&#8221;</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pohlmann-wir-wurden-vor-der-kommunalwahl-in-dortmund-dreist-belogen/</link>
		<comments>http://www.ruhrbarone.de/pohlmann-wir-wurden-vor-der-kommunalwahl-in-dortmund-dreist-belogen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 12:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Glaube, Sitte, Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[<img class="alignleft size-full wp-image-5986" title="pohlmann" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/02/pohlmann.jpg" alt="pohlmann" width="200" height="250" /><strong>Das Ereignis schreibt Geschichte. Am 9. Mai wird erstmals in einer deutschen Großstadt eine Oberbürgermeisterwahl wiederholt. Der Grund: Im Wahlkampf haben SPD Politiker um den ehemaligen OB Gerhard Langemeyer ein gigantisches Haushaltsloch verschwiegen. Im August unterlag Joachim Pohlmann (CDU) klar gegen Ullrich Sierau. Diesmal könnte es spannender werden.</strong>
<p>
<strong>Herr Pohlmann, wann war Ihnen klar, dass die Wahl wiederholt wird?</strong>
<p>
Nach der Ratssitzung im November, war klar, dass die SPD mit ihrem Wahlbetrug nicht durchkommen und es zu Neuwahlen kommen würde. Dass jetzt nur die OB-Wahl (und die Wahl der BV Brackel), aber nicht die Ratswahl wiederholt wird, finde ich bedauerlich. Dortmund braucht klare und ehrliche Verhältnisse. Da hat die SPD wohl Angst vor Ihren Wählern.
<p>
<strong>Als Langemeyer nach der Wahl erklärte, dass Dortmund pleite ist ...</strong>
<p>
… war ich wütend über die Dreistigkeit, mit der ich und alle anderen Dortmunder von der SPD, dem OB und dem Planungsdezernenten Sierau belogen wurden. Uns war klar, dass Dortmund größere wirtschaftliche Probleme hat, als die SPD es im Wahlkampf eingestehen wollte, aber eine solche Katastrophe? Ich habe auf jeder Podiumsdiskussion erklärt, dass ich als OB als erstes einen Kassensturz machen würde, um einen Überblick über die Haushaltslage zu bekommen. Sierau machte sich darüber lustig und erklärte, es gäbe einen täglichen Kassensturz und daher auch keine Geheimnisse. Später will er dann von allem nichts gewusst haben, obwohl nachgewiesen ist, dass er seit dem Frühjahr über das Desaster im Bilde war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5986" title="pohlmann" src="http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/2010/02/pohlmann.jpg" alt="pohlmann" width="200" height="250" /><strong>Das Ereignis schreibt Geschichte. Am 9. Mai wird erstmals in einer deutschen Großstadt eine Oberbürgermeisterwahl wiederholt. Der Grund: Im Wahlkampf haben SPD Politiker um den ehemaligen OB Gerhard Langemeyer ein gigantisches Haushaltsloch verschwiegen. Im August unterlag Joachim Pohlmann (CDU) klar gegen Ullrich Sierau. Diesmal könnte es spannender werden.</strong></p>
<p>
<strong>Herr Pohlmann, wann war Ihnen klar, dass die Wahl wiederholt wird?</strong></p>
<p>
Nach der Ratssitzung im November, war klar, dass die SPD mit ihrem Wahlbetrug nicht durchkommen und es zu Neuwahlen kommen würde. Dass jetzt nur die OB-Wahl (und die Wahl der BV Brackel), aber nicht die Ratswahl wiederholt wird, finde ich bedauerlich. Dortmund braucht klare und ehrliche Verhältnisse. Da hat die SPD wohl Angst vor Ihren Wählern.</p>
<p>
<strong>Als Langemeyer nach der Wahl erklärte, dass Dortmund pleite ist &#8230;</strong></p>
<p>
… war ich wütend über die Dreistigkeit, mit der ich und alle anderen Dortmunder von der SPD, dem OB und dem Planungsdezernenten Sierau belogen wurden. Uns war klar, dass Dortmund größere wirtschaftliche Probleme hat, als die SPD es im Wahlkampf eingestehen wollte, aber eine solche Katastrophe? Ich habe auf jeder Podiumsdiskussion erklärt, dass ich als OB als erstes einen Kassensturz machen würde, um einen Überblick über die Haushaltslage zu bekommen. Sierau machte sich darüber lustig und erklärte, es gäbe einen täglichen Kassensturz und daher auch keine Geheimnisse. Später will er dann von allem nichts gewusst haben, obwohl nachgewiesen ist, dass er seit dem Frühjahr über das Desaster im Bilde war.</p>
<p><strong>Wird der Wahlkampf jetzt härter? Der vergangenen Kommunalwahlkampf galt ja als fair.</strong></p>
<p>Auf jeden Fall wird er kürzer. Und fair war der vergangene Wahlkampf nicht.  Sierau und ich haben uns nicht beschimpft, aber die SPD und ihr Kandidat haben mit falschen Zahlen gearbeitet und alle Bürger betrogen.</p>
<p><strong>Auf den Ruhrbaronen <a href="http://www.ruhrbarone.de/umfragen-sind-keine-wahlergebnisse/">erklärte</a> Ullrich Sierau im vergangenem Sommer, Dortmund sei auf dem Weg zum  wirtschaftlichen Tausendfüßler und daher nicht so stark von den Einbrüchen der Gewerbesteuer betroffen als dies andere Städte sind.</strong></p>
<p>In Dortmund sind die Einnahmen durch die Gewerbesteuer, wie in vielen anderen Städten auch, massiv zurückgegangen – um etwa 30% - und  der Tausendfüßler ist leider nur ein schöner Traum. 20.000 Beschäftigte in Dortmund arbeiten bei der Stadt oder in städtischen Betrieben. Zum Teil werden mittelständische Unternehmen vergrault, weil sie ja ein Konkurrent für den Konzern Stadt sein könnten. Ich halte viel von Udo Mager, dem Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, aber er könnte noch mehr leisten, wenn er nicht durch die derzeitige Politik gegängelt  würde.</p>
<p><strong>Sie wollen privatisieren?</strong></p>
<p>Ich bin kein Ideologe, und ich halte viel von starken kommunalen Unternehmen: Die DEW, die EDG oder DSW21 machen einen sehr guten Job, und ihre Mitarbeiter haben große Opfer gebracht, um die Unternehmen rentabel zu machen. Ich bin für Mindestlöhne, um sie vor Dumping-Konkurrenz zu schützen - auch wenn das in meiner Partei einige anders sehen. Aber ich habe auch nichts gegen private Investoren . Nehmen sie als Beispiel das Klinikum Dortmund: Dort haben wir einen Investitionsstau in Höhe von ca. 300 Millionen Euro. Wer dreißig Jahre nichts in seine „Stadttochter“ investiert, darf sich nicht wundern. Die Stadt ist pleite und kann nicht investieren - auch wenn der OB und Sierau es im Wahlkampf versprochen und das Versprechen dann ganz schnell danach wieder gebrochen haben. Die städtischen Töchter dürfen es nicht, aber irgendwoher muss das Geld kommen, damit das Klinikum auch in Zukunft seine Aufgaben wahrnehmen kann. Warum soll nicht über einen privaten Investor nachgedacht werden? Wer sagt denn, dass man am Ende nicht mit einem kirchlichen Träger eine Einigung erzielt? Ich bin da völlig offen. Die Stadt muss nicht alles selbst machen. Ich bin für das Subsidaritätsprinzip. Warum sollen nicht verstärkt Kirchen oder Wohlfahrtsverbände Kindergärten betreiben? Das sind doch keine skrupellosen Heuschrecken, wie die SPD es immer als Schreckgespenst an die Wand malt.</p>
<p><strong>Aber mit weniger Kindergärten in Eigenregie werden Sie das Defizit alleine nicht bekämpfen können?</strong></p>
<p>Das ist mir klar. Wir werden auch bei der  Verwaltung sparen und Effizienz fördern müssen, und wir werden um Gebührenerhöhungen im ein oder anderen Fall nicht umhin kommen. Wer behauptet, wir sind in ein oder zwei Jahren aus der Haushaltskrise raus, belügt die Menschen erneut. Auf uns warten, um es mit Churchill zu sagen, Blut, Schweiß und Tränen. Jeder wird spüren, dass die Stadt sparen muss. Wir dürfen uns aber auch nicht kaputtsparen. Dortmund muss eine attraktive Stadt mit einer guten Schulversorgung und einem guten Kulturangebot bleiben. Dafür brauchen wir auch die Hilfe von Land und Bund, aber darauf können wir uns derzeit nicht allein verlassen. Wir müssen den größten Teil der Arbeit selbst erledigen, u. z. jetzt!   Große Chancen sehe ich aber auch in der Zusammenarbeit mit den anderen Städten oder Kreisen Ob beim Thema Katasteramt, Gesundheitsamt oder bei Schwimmbädern oder Kultureinrichtungen, wir müssen über die Stadtgrenzen hinaus denken. Übrigens auch was die Finanzierung von zentralen Einrichtungen betrifft: Das Theater Dortmund sorgt auch dafür, unsere Nachbarstädte attraktiver zu machen. Wir sollten auch einmal über Umlagefinanzierung solcher regional wichtiger Institutionen sprechen. Oberzentrum ist schön und gut, aber das zahlen wir alle allein? Dortmund braucht   insgesamt eine neue Kultur des sorgsamen Umgangs mit Geld und vor allem keine „Nur-Leuchtturm-Projekte“</p>
<p><strong>Den gibt es bislang nicht?</strong></p>
<p>Wenn eine Mitarbeiterin, wie in der Kokain-Affäre, die Stadt relativ leicht um über eine Million Euro betrügen kann, scheint Sorgfalt im Umgang mit dem Geld der Bürger nicht immer eine Stärke in der Dortmunder Spitzenverwaltung gewesen zu sein. Oder nehmen sie den Neubau des FZW - einer wichtigen Institution. Aber warum wurde dort ohne Ausschreibung eine Beschallungsanlage eingebaut, die für die Westfalenhalle ausreicht? Die Sorgfalt, die ich anstrebe, wird auch den ehemaligen OB-Gerhard Langemeyer betreffen. Er hat durch seinen Wahlbetrug der Stadt massiv geschadet. Ich sehe gute Aussichten, ihn vor Gericht auf Schadenersatz zu verklagen. Durch sein RWE-Aufsichtsratsmanadat verdient er ja noch immer sehr gut und hat die ausreichenden Mittel.</p>
<p><strong>Gut verdienen wird künftig  auch der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Hengstenberg, der vor kurzem zur EDG gewechselt ist.</strong></p>
<p>Das entsprach nicht meinen Vorstellungen von „Anstand“- dass Verfahren, der Weg dahin war für mich nicht sauber und darf künftig nicht mehr passieren. Ich habe einen Verhaltenskodex vorschlagen, der dafür sorgt, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Das wird derzeit in der Partei diskutiert.</p>
<p><strong>Mit welcher Mehrheit wollen sie eigentlich arbeiten, wenn sie zum OB gewählt werden?</strong></p>
<p>Wir reden mit den Grünen, wir reden mit der SPD, wir haben die FDP und die Bürgerliste im „Wahlboot“, es gibt grün-schwarze Koalitionen auf Bezirksebene…</p>
<p><strong>&#8230; man hört, es gibt nach dem 9. Mai eine große Koalition.</strong></p>
<p>Das höre ich auch, glaube es aber nicht. Die CDU hat in den vergangenen Jahren nach meiner Meinung zu eng mit der SPD in Dortmund zusammengearbeitet.  Zur Belohnung gab es mal einen Amtsleiter, mal einen in der Leitung eines städtischen Betriebes. Mit dieser Haltung hat sich die CDU keinen Gefallen getan, und das merkt man auch an den schlechten Wahlergebnissen. Die CDU muss klar erkennbar sein, und das geht nicht in einer großen Koalition mit der SPD. Davon würden nur die Sozialdemokraten profitieren. Die Fraktion hat einen neuen Vorsitzenden und der bringt viel frischen Wind.</p>
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		<title>Spandau Ballet</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 09:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Laurin</dc:creator>
		
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Spandau Ballet, Sonntag, 7. März, 20.00 Uhr, Popperhalle, Düsseldorf 
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<strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spandau_Ballet">Spandau Ballet</a>, Sonntag, 7. März, 20.00 Uhr, <a href="http://www.philipshalle.de/">Popperhalle</a>, Düsseldorf </strong></p>
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