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Fußball: EM 2020 wird in verschiedenen Ländern ausgetragen

In Ruhrgebiet | Am 6 Dezember 2012 | Von Robin Patzwaldt

Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc

Das Exekutivkomitee der Uefa hat heute auf seiner Sitzung in Lausanne beschlossen, dass die Fußballeuropameisterschaft im Jahre 2020 in mehreren europäischen Staaten stattfinden wird.

Die genauen Details sind derzeit noch offen. Sie sollen erst im Laufe des nächsten Jahres konkret besprochen und dann beschlossen werden.

Im Gespräch waren zuletzt zwischen 8 und 13 Ausrichterländer. Angeblich sollen auch Spiele in Deutschland (in Berlin) ausgetragen werden.

Wie mehrere Medien aktuell übereinstimmend berichten, sollen heute wohl alle Ländervertreter, mit Ausnahme der Türkei, diesem Plan von Präsident Michel Plantini zugestimmt haben.

Ich halte das Vorhaben für einen großen Fehler! Die Entscheidung scheint mir

doch sehr vom Kommerzgedanken bestimmt worden zu sein.

Denn eines dürfte doch jetzt schon klar sein, egal ob nun 8 oder gar 13 Länder die EM 2020 ausrichten werden, und egal wo die Spiele im Detail stattfinden werden, rechte EM-Stimmung dürfte unter diesen Voraussetzungen wohl kaum noch aufkommen.

Nachteilig dürfte ebenfalls sein, dass so fast nur noch ‚elitäre‘ Fans, Sponsorenvertreter usw. Eintrittskarten für die EM-Spiele ergattern werden, wenn in einem Land jeweils nur sehr wenige Spiele stattfinden können.

Damit läuft der Profi-Fußball mehr denn je große Gefahr den Kontakt zur eigentlichen Fanbasis zu verlieren.

Wirklich wundern tut mich die eingeschlagene Richtung der jüngsten Entwicklungen allerdings nicht mehr, wurde doch zuletzt auch die WM 2022 schon nach Katar vergeben.

Der begonnene Trend setzt sich nun also lediglich fort.

Sicher sehr zum Leidwesen vieler ‚echter‘ Fußballfans… Schade!


5 Kommentare zu »Fußball: EM 2020 wird in verschiedenen Ländern ausgetragen«

  1. #1 | Jan sagt am 6. Dezember 2012 um 18:45

    “rechte EM-Stimmung”? Kann ich gut drauf verzichten.

  2. #2 | dreamliner sagt am 6. Dezember 2012 um 18:57

    war nicht gerade “Weltklimagipfel”?

    ich sehe die “elitären Fans” schon im Privatjet von Austragungsort zu Austragungsort fliegen …

    (irgendwann dann WM in Grönland, wegen des angenehm milden Klimas)

  3. #3 | Robin Patzwaldt sagt am 6. Dezember 2012 um 19:00

    @Dreamliner: Ja, ich auch. Und die Stimmung in den Stadien geht gegen Null, da die ‘Fans’ beim Spiel alle noch am Buffet stehen… :-(

  4. #4 | igreen sagt am 6. Dezember 2012 um 21:47

    Naja, ich finde, auf den Versuch kommt es an. So kann auch Luxemburg, Slowenien, Estland, Litauen etc mal Spiele haben. Auch müssen dann die Kosten keine Volkswirtschaft komplett belasten. Ausserdem kann man das auch als eine weiteres zusammengehen von Europa ansehen. Ich warte mal ab, und kann danach das ganze bewerten…

  5. #5 | teekay sagt am 6. Dezember 2012 um 22:00

    Man kann sicherlich davon ausgehen, dass es der UEFA wie jeder anderen global Sportorganisation natuerlich in erster Linie um’s Geld geht. Mehr Austragungsorte/-laender heisst mehr Haupt-, Neben-, Unter- und Zwischensponsoren. Und es fuehrt zu einer weiteren Vereinheitlichung des Erlebnisses, denn Stadien und Austragungsorte werden genaueste Vorgaben bekommen, damit ein einheitliches Erlebnis zustande kommt. Es geht auch sicherlich nicht darum, dass kleine Laender mal ein Spiel abbekommen, sondern um grosse, einheitliche Bilder von jubelnden Fans in Paris, London, Berlin oder Rom um in ‘ganz Europa’ aus dem Fussballinteresse Geld zu schlagen. Die UEFA bekommt so noch mehr Einfluss auf nationale Organisationen, Verbaende usw. um eine ‘saubere’ Fussball-PR-Inszenierung auf hoechstem Niveau gepaart mit entsprechenden Sonntagsreden zur europaeischen Einheit als Produkt zu verkaufen. Friede, Freude, Eierkuchen…

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