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Fußball: Fanbewegung ‚FFGR‘ kämpft für Toleranz und gegen Rechtsextremismus

'Fußballfans gegen Rechts' Foto: Bildrechte bei 'FFGR'

Bei Facebook machte man mich vor ein paar Tagen auf die Gemeinschaft ‚Fußballfans gegen Rechts‘, kurz ‚FFGR‘, aus Berlin aufmerksam. Diese tritt dort offen für Toleranz und Fairplay ein. Und das eben auch vereins- und parteiübergreifend.

Ein, wie ich finde, durchaus unterstützenswertes Vorhaben, welches ich deshalb heute an dieser Stelle auch einmal kurz vorstellen möchte.

Die Organisatoren erklären zu ihrer Gemeinschaft:

“… Ganz egal ob in Hamburg, München, Dortmund oder Wien….egal in welcher Stadt, egal ob in England, Irland, Polen, Türkei, Holland oder Brasilien…egal in welchem Land…egal auf welchem Kontinent!!! In unserer Gesellschaft ist kein Platz für rechtsextremes und rassistisches Gedankengut.

WIR SIND GEGEN JEDE ART VON GEWALT * INTOLERANZ * FREMDENFEINDLICHKEIT * GEGEN HOMOPHOBIE und 100 % GEGEN RECHTS !!!

DAUERHAFTE ZIELE der vereins-und länderübergreifenden FAN-INITIATIVE von FFGR:

- Aktivierung von Fans, Fanclubs, Vereinen, Fanprojekten, Fanbetreuungen, Verbänden, Netzwerken und Initiativen gegen Rassismus und Rechtsextremismus nicht nur im Umfeld des Fußballs!

- Sensibilisierung von Fußballfans, insbesondere Jugendliche, aber auch von Verbänden, Vereinen und einer breiten Öffentlichkeit für das Problem von Rassismus und Diskriminierung im Fußball

- Qualifizierung von Multiplikatoren aus relevanten Fanorganisationen, Verbänden und Vereinen, Fan-Projekten, Fanbeauftragten

- Entwicklung und Darstellung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus mit relevanten Kooperationspartnern (Kooperationspartner werden dringend gesucht!) ….

Die vereins- und länderübergreifende Fan-Initiative FFGR ist Partner des bundesweiten Projektes “Wir stehen auf!” … im Rahmen der “Internationalen Wochen gegen Rassismus”… – Fans steht mit uns gemeinsam auf und setzt Zeichen!“

Derzeit wird die Aktion von Vereinsseite bereits offiziell vom Hamburger SV, dem FC ST. Pauli und vom FC Augsburg unterstützt! Weitere Partner sind willkommen.

Rechtsextremismus begleitet die Fußballszene ja leider schon seit Jahrzehnten. In den Diskussionen der letzten Wochen rund um das DFL-Papier ‚Sicheres Stadionerlebnis‘ wurde die Problematik des Rechtsextremismus unter Fans vieler Vereine leider etwas vernachlässigt.

Zu Unrecht, denn politische Radikalisierung unter Fußballfans verdient es natürlich unverändert entschlossen bekämpft zu werden.

Wer sich der Gemeinschaft bei Facebook anschließen möchte, mit Ihnen in Verbindung treten, oder sich zumindest näher über die geplanten Aktionen und Möglichkeiten informieren möchte, dem empfehle ich daher einen Blick auf folgende Seite bei Facebook:

www.facebook.com/FUSSBALL.FANS.GEGEN.RECHTS.

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7 Kommentare zu “Fußball: Fanbewegung ‚FFGR‘ kämpft für Toleranz und gegen Rechtsextremismus

  • #1
    Walter Stach

    Robin,
    wir sind wieder beim Thema Rechtsradikalismus, jetzt aus Anlaß einer Aktion von Fuballfans.
    Grundsätzliches Neues, so denke ich, kann eine Diskussion darüber hier im Blog nicht bringen.
    Trotzdem gestatte ich mir zwei Bemerkungen:

    1.
    Wär es nicht besser, statt von Rechtsradikalismus von Neo-Nationalsozialismus zu sprechen?
    Wer im sog. Parteienspektrum eine sog. rechte Position innehat und für diese radikal eintritt, sollte der nicht auch begrifflich klar abgegrenzt werden von den “Neo-Nazis”?
    Ich kenne einige sog.wertkonservative Menschen, z.B. aus dem christlich-katholischen Milieu, die sich selbst politisch rechts verordnen und die eine durchaus radikale politische Überzeugung vertreten, die aber auf rassistische, auf antisemitische, auf menschenunwürdige Äußerungen genau so allergisch reagieren wie Du und ich.

    Ich weiß, daß meine Frage nicht unproblematisch ist mit Blick auf gedankliche Verwurzelung des Neo-Nationalsozialismus.
    Ich habe bei Gelegenheit hier im Block aufgrund ähnlicher Überlegungen schon ‘mal angeregt, statt von Rechtsradikalismus und von Faschismus zu sprechen, weil dieser Begriff meines Erachtens umfassender ist als der des Neo-Nationalsozialismus, wohl wissend um inhaltiche Probleme, die es auch diesbezüglich gibt.

    Also wird es vermutlich bei dem gängigen Gebrauch des Begriffes “Rechtsradikalismus” bleiben, wohl auch deshalb, weil mittlerweile jedermann damit gedanktlich Gleiches verbindet.
    2.
    Du wirst wahrscheinlich so wie ich alltäglich konfrontiert sein mit rassistschen und antisemtischen Äußerungen, manchmal in Witze verpackt, aber deshalb nicht weniger schlimm;im Gegenteil.

    W i r alle sind folglich täglich gefordert, dem zu begegenen.

    Und daran -also an u n s e r e m alltäglichen Widerstand und Widerspruch gegenüber allem, was rassistisch,antisemitisch, menschenunwürdig diffamierend ist, mangelt es.
    (Gelegentlich aus purer Bequemlichkeit -auch bei mir – oder auch aus Angst, -auch bei mir-, wenn ich mich meiner Überzeugung entsprechend z.B. mit einem Ultra aus der Neo-Nazi-Szene vor,während oder nach einem Fußballspiel verbal auseinandersetzten müßte.)

  • #2
  • #3
    Walter Stach

    Korrektur -erster Absatz, fünfter Halbsatz:
    ” statt von Rechtsradikalismus von Faschismus……” -das und gehört da nicht hin.

  • #4
  • #5
    Walter Stach

    -2-Freidenker:

    Ich bin nicht willens, mich mit dem Inhalt Ihres Satz-Beitrages intellektuell auseinanderzusetzen.
    Das passiert mir, wie Ihnen bekannt, immer wieder, wenn Sie sich hier zu Wort melden.
    Das liegt vermutlich nach Ihrer Wahrnehmung an mangelnden intellekturellen Fähigkeiten meinerseits, eines Sozialdemokraten, den man auch Sozialist nennen darf.

  • #6
    Unwissender

    “oder Brasilien”

    Gibt es in Brasilien wirklich ein Nazi-Problem ?!?

    Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen…

  • #7
    Nansy

    Wie heißt es so schön?: “Problem von Rassismus und Diskriminierung im Fußball”

    Seltsam, dass Diskriminierung und Faschismus immer nur mit Fußballfans in entsprechendem Outfit und mit entsprechenden Parolen in Verbindung gebracht wird.
    Wenn Diskriminierungen allerdings von Funktionären und Anzugträgern ausgehen, dann geht bei unseren Demokratiewächtern überhaupt keine Warnlampe an.
    Wenn also Fifa-Präsident Sepp Blatter Alkohol und Tabak für den Ursprung allen Übels hält, und diese Substanzen in Fussballstadien künftig generell verbieten will, ist das offenbar kein Zeichen von Ausgrenzung und Gesundheitsfaschismus. Mich erstaunt diese Art der selektiven Wahrnehmungsstörung immer wieder:

    http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Blatter-will-Alkohol-und-Tabak-in-Stadien-verbieten-19285945#talkback

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