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Glühwein und Feuerkraft: Heute auf den Weihnachtsmarkt

Frankfurter Weihnachtsmarkt Foto: Suburbi Lizenz: CC BY-SA 3.0
Frankfurter Weihnachtsmarkt Foto: Suburbi Lizenz: CC BY-SA 3.0

Frankfurter Weihnachtsmarkt Foto: Suburbi Lizenz: CC BY-SA 3.0

Zwölf Tote und zahlreiche Verletzte – wahrscheinlich, sagt die Polizei mittlerweile, war das ein Anschlag. Wer für ihn verantwortlich ist, ist noch nicht (8.46 Uhr) sicher, auch wenn alles auf einen islamistischen Hintergrund hindeutet.

Aber egal wer dahinter steckt: Heute sollten wir auf den Weihnachtsmarkt gehen, feiern, Glühwein trinken, Schaschlik essen oder Jägermeister trinken. Wir sollten uns keine Angst einjagen lassen und zeigen, dass wir unser Leben so weiterleben werden wie wir es wollen. Und ja, wenn wir wissen wer dahinter steckt, sollten wir alles tun, um die Verantwortlichen zu vernichten. Glühwein und Feuerkraft sollten unsere Antworten sein.

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5 Kommentare zu “Glühwein und Feuerkraft: Heute auf den Weihnachtsmarkt

  • #1
    Walter Stach

    Stefan Laurin,
    ich denke, daß eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland sich so verhalten wird. Zugleich wird man aber verständlicherweise feststellen müssen, daß das weniger für diejenigen gelten dürfte, die in Berlin zu Hause sind.

    ( "Glühwein und Feuerkraft"…..meinst Du "Glühwein und Feierkraft"…..???)

    Wie man selbstbewußt und zuversichtlich trotz solcher Anschläge sein Alltagsleben möglichst "so wie immer" fortsetzen kann, haben uns u.a. die Menschen in Paris mehrfach gezeigt , aber auch die Menschen in Nizza und seinerzeit die New-Yorker nach dem 9.11. Das schaffen "wir" auch!

    PS
    Wenn ich die aktuelle Berichterstattung und Kommentierung verfolge, überkommt mich das "große Kotzen", wenn die AFD u.a. erklärt: "Das sind Merkel- Tote". Und wenn ich noch mehr Kotzen könnte, dann darüber, daß offenkundig die AFD dafür von vielen Deutschen Beifall bekommt -und mit Sicherheit noch mehr Zustimmung bei den Wählern.
    Wird der Terroranschlag in Berlin die AFD-Zustimmung bei der Bundestagswahl von bisher geschätzten etwa 10-13 % auf 2o % erhöhen? Naheliegend wäre das. Allerdings wäre dieses weder ein revolutionärer Akt noch würde dadurch eine von ca. 8o % der Wähler getragene demokratische Parlamentsmehrheit gefährden noch die Bildung einer stabilen demokratischen Koalitionsregierung -durch wen auch immer-, geschweige denn das 2o %Wählerstimmen für die AFD substantiell das demokratisch-rechtstaatliche Gemeinwesen erschüttern.

    Ich meine also -zusammengefaßt:

    Als Bürger werde ich mich um ein Verhalten bemühen, wie es Stefan Laurin fordert.

    Als Verfassungspatriot wünsche ich mir, daß trotz dieses schrecklichen Ereignisses niemand das in Frage stellt, was unsere Verfassung, unser Verfassungsverständnis ausmacht, nämlich die staatliche Gewährleistung eines individuellen Lebensraumes, in der sich jeder Mensch frei und eigenverantwortlich entfallen kann. Und das gilt nicht trotz des Terroranschlages in Berlin, sondern gerade wegen dieses Anschlages : "Jetzt erst recht"!!

    Letzteres wird zudem dazu beitragen, daß ich mich nicht weniger, sondern noch mehr als bisher
    gegen alle die völkischen Nationalisten, gegen die Faschisten, Rassisten und Fremdenhasser positionieren werde -egal in welchem poltischen Gewande sie daher kommen- und das umsomehr, wie sie versuchen werden, kriminelle Aktionen von Menschen für ihre Zwecke zu mißbrauchen -kriminelle Aktionen, ua. eben auch Terroranschläge wie jetzt in Berlin,die erwiesenermaßen von Menschen begangen wurden -und weiterhin begangen werden- , die als Flüchtlinge, als Asyl-Suchende nach Deutschland gekommen sind.

    Freiheitliche Demokraten in Deutschland aus allen politischen Lagern jenseits der AFD müssen sich leider noch mehr als bereits bisher geschehen daran gewöhnen, dass die Freiheit einen großen Preis einfordern kann, z.B. in Form von Terroranschlägen trotz aller Präventionsmaßnahmen des Staates und daß eben auch in Deutschland -befördert durch solche Anschläge -die latent bestehende, aber in der Vergangenheit weitgehend verheimlichte völkisch-nationalistische Gesinnung, der Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit sich mehr und mehr , immer drastischer , immer ungehemmter öffentlich äußern werden -be- und gefördert durch Pegida, AFD u.a.

    Im Sinne von Stefan Laurin werde ich mich mit Frau und Enkel (9) heute nachmittag -wider die bisherige Planung – zum Weihnachtsmarkt nach Do begeben. Und wenn dann dort die Neo-Nazis heute besonders präsent sein sollten, werden sie hoffenlich feststellen, daß die Menschen ihnen und ihren Parolen mit Gleichmut und/oder Verachtung begegnen.

  • #2
    kE

    Natürlich werde ich mein freies Leben so weiterführen wie ich es gewohnt bin. Auch wenn andere dies hassen.
    Meine Vorfahren haben nicht über viele Jahre Freiheiten und Rechte erkämpft, damit wir sie beim kleinsten Gegenwind wieder abgeben. Dies gilt auch für zu viele Schnüffeleien des Staates gegen alle Bürger.

    Wir müssen unsere Freiheit aber auch schützen und insbesondere gegen Gewalt vorgehen. Dies wurde in Berlin seit Jahren versäumt. Deshalb werde ich dort auch vorerst nicht mehr feiern gehen oder Veranstaltungen besuchen.

    Dass trotz der Anschläge in Paris die Polizei in NRW das Umfeld um den Kölner Dom nicht schützen konnte, zeigt, dass unsere Innenpolitiker und Sicherheitskräfte die neuen Herausforderungen ignorieren. "Broken Windows" sind überall, aber die Justiz handelt nicht. Sie wartet zu häufig auf Eskalationen, bevor sie wirksam handelt.

    Wir müssen unsere Freiheit beibehalten, sollten uns aber auch nicht ungeschützt zeigen. Dass so viele Menschen ohne Identitätsnachweis aus Terrorismus-Zentren einreisen konnten, war ein Fehler. Ich bleibe dabei. Diese Kontrollen bei den wenigen Menschen schafft jeder Flughafen in Dritte Welt Ländern.
    Unsere Behörden müssen endlich auf die Globalisierung und die Freiheiten reagieren. Nur so können wir unsere Freiheit genießen.
    Bei "meinen" Innenministern aus dem Land und Bund vermisse ich Konzepte, die wirken können.

    BTW: Wie soll man alle Menschenansammlungen meiden?

  • #3
    thomas weigle

    Ich hasse Weihnachtsmärkte, aber noch mehr die, die mich nun durch ihre Verbrechen zwingen, solche zu besuchen.

  • #4
    Walter Stach

    Ich habe mir vorgenommen, kurzfristig nicht mehr an einer Diskussion über den Terrorakt in Berlin teilzunehmen.
    Die endlose Berichterstattung, die ununterbrochenen Kommentierungen, die mediale Geilheit auf Neuigkeiten, und wenn sie nur aus der Wiedergabe einer nichtssagenden Wortmeldung eines Politikers, eines Journalisten "vor Ort" oder eines sog. Poltik-Wissenschaftlers bestehen, erschlagen mich -physisch und psychisch. Ich kann mich nicht und ich will mich auch nicht in dieses "Getümmel" begeben und mich von ihm hinreißen lassen, wider den Verstand, wider die Vernunft bis zum "Gehtnichtmehr" einen sog. ad hoc Meinungsaustausch zu betreiben.

    U.a. deshalb habe ich mich darüber gefreut, daß Robin Patzwald mich mit seinem einschlägigen Kommentar hier bei den Ruhrbaroen zum Fußball (FCB versus Red Bull) dazu animiert hat, darüber nachzudenken und dazu meine Meinung zu sagen.

  • #5
    Bebbi

    Ich werde Weihnachtsmärkte weiterhin meiden mit all ihrem Glühwein, Gedränge, Kitsch, Lärm und weil sie vor allem Radverbindungen durch die Dortmunder City blockieren.

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