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Hetzen für den Frieden: “Muslime tragen den neuen Judenstern!”

naidoo_heulen

Wenn die größte Sangesheulsuse des Landes und der bestfrisierteste Experte sich zusammen tun, um dem an grauenhaften Gesängen nicht armen deutschem Liedgut eine weitere Untat zuzufügen, tut man gut daran, sich einen der Brechbeutel neben die Lautsprecher zu stellen, die der vorausschauende mobile Mensch des 21. Jahrhunderts gerne als Souvenir aus dem Flugzeug mitgehen lässt.  Xavier Naidoo, dessen Teilnahme an European Song Contest von einem gnädigen Gott verhindert wurde, hat gestern gemeinsam mit Jürgen Todenhöfer ein Lied gegen den Krieg veröffentlicht. Neben dem genretypischen  Gesäusel wie „Uhuhu Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Krieg, wenn wir das nicht sagen dürfen läuft doch etwas schief“ ließ Naidoo natürlich nicht die Gelegenheit aus zu zeigen, das regelmässiger Haschkonsum in Verbindung mit religiösem Wahn dafür sorgen kann, dass die Zahl der Gehirnzellen soweit zurückgeht, das man jede von ihnen am Morgen mit Namen begrüßen kann. Den besten Beweis liefert Naidoo mit folgender Textzeile:

“Muslime tragen den neuen Judenstern!”

Soweit ich mich erinnern kann, hat nahezu jeder, der in diesem Land auch nur etwas Verantwortung trägt, nach jedem islamistischen Anschlag betont, das man für diese Taten nicht alle Muslime verantwortlich machen kann und auf jeder Gedenkfeier waren Muslime dabei. Nicht nur, weil die Täter Muslime waren, sondern weil sich auch unter den Opfern immer Muslime befanden. Das galt für die Anschläge im Westen, aber auch für den Terror im Nahen Osten: Die meisten Opfer der Djihadisten sind Muslime. Nun so zu tun, als ob Muslime in Deutschland und im  Westen kurz vor einem Genozid stehen, denn nichts anderes als der Auftakt zur Shoah bedeutete der Judenstern, ist an Dummheit, Dreistigkeit und Bösartigkeit kaum zu überbieten.

Die Zeile passt zur Gesinnung von Darstellern wie Naidoo und Todenhöfer, die ihrem nicht allzu hellen Publikum Glaubwürdigkeit und Redlichkeit vorspielen, wo doch nur Selbstdarstellung, Zynismus und Dummheit sind. Das Stück wird sicherlich ein Erfolg und die Friedensbewegung um weitere Heerscharen an Trotteln bereichern. Aber ok, da gehören sie auch hin.

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87 Kommentare zu “Hetzen für den Frieden: “Muslime tragen den neuen Judenstern!”

  • #51
    kE

    @45: Eine "Integrations-Erklärung" ist ein schlechter Witz und eigentlich die Bankrotterklärung der Gesellschaft! Es erinnert irgendwie an die Schulordnungen, die Kinder dann unterschreiben müssen. Ein Mensch, ein Wort zählt wohl nicht.

    Wir haben ein klares Staatsverständnis und Gesetze, auf die unsere Vorfahren über viele Jahre hingearbeitet haben. Über diese Gesetze muss man wahrscheinlich informieren. Ein paar Grundrechte entsprechen nicht dem Selbstverständnis vieler anderer Gesellschaften. Das ist es aber auch. Danach gilt es, sich entlang dieser Leitbahn zu verhalten. Wenn dies mit dem eigenen Verständnis nicht übereinstimmt, muss man es trotzdem akzeptieren. Falls das dauerhaft nicht möglich ist, wird es besser sein, sich an anderer Stelle niederzulassen.

    @41:
    Ich bin da relativ simpel gestrickt. Ich glaube, dass es einem Opfer relativ egal ist, aus welchen Gründen es getötet, verletzt etc. wird.

  • #52
    Arnold Voss

    @ Sebastian Klein # 50

    Sebastian, können sie nicht lesen? Wo hat hier Jemand die Bedrohung der Muslime mit den Taten der IS gerechtfertigt? Kann es sein, dass i h r Weltbild etwas eingeschränkt ist?

  • #53
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Muslime sind die neuen Juden: Schauen Sie doch mal hier nach: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-05/kriminalitaetsstatistik-antisemitismus
    Zur Hetze: Jeder der in diesem Land Verantwortung trägt betont bei jeder Gelegenheit, dass die Masser der Muslime nicht mit dem IS und andere Djihadisten in einen Topf geworfen werden dürfen. Sicher, es gibt Hetze, aber es ist eine Minderheit die hetzt und zumindest in Westdeutschland stellt sich die Mehrheit dagegen. Und wie mächtig der Islam ist fragt auch keiner – dafür sind die meisten islamischen Staaten, wenn sie nicht gerade aus Zufall Öl haben, schlicht zu arm und zu unwichtig. Es geht immer um die Gefahr, die von den extremen Teilen dieser Religion ausgehen. Und schaut man sich die meisten Wahlergebnisse in den arabischen Staaten an, in denen gewählt werden konnte, ist dort ein sehr großer Teil der Bevölkerung nicht gerade angetan von Demokratie, Zivilgesellschaft, Menschenrechten und Individualismus.

  • #54
    Sebastian Klein

    @Arnold
    #34:
    "Es gibt Muslime, auch in Deutschland, die das unterstützen, dafür werben und sogar selbst z.B. zum IS gehen. Und es gibt Leute, die sich darüber wundern, dass dadurch die Stimmung gegenüber Muslimen insgesamt umschlägt."
    #39:
    "Stattdessen nenne mir einfach ein vergleichbares Verhalten wie von IS und Kosorten auf seiten des Judentums."

    Übersetzung:
    Muslime begehen Taten wie die vom IS. Juden tuen das nicht. Deswegen muss man sich nicht wundern, wenn die Stimmung gegenüber Muslimen umschlägt.
    Und da kann ich nur applaudieren. Mit so einer Argumentation reicht es auf jedenfall für einen Slot auf der Bühne nächsten Montag in Dresden als Einheizer.

  • #55
    Sebastian Klein

    Und auch dieser Kommentar hier:

    "Wenn die Muslime die neuen Juden sind, was sind dann die, die von Muslimen im Namen ihres Gottes zu Zeit abgeschlachtet , entführt, vergewaltigt, ausgepeitscht oder sonst wie terrorisiert werden?"

    Niemand bei klarem Verstand heißt gut, was der IS in Syrien/Irak tut oder auch was radikale Palästinenser in Israel tun. Aber das kann doch keine Relativierung dafür sein, dass aktuell auf UNSEREN Straßen schwangere Frauen ins Krankenhaus getreten werden, weil sie als Muslima zu erkennen sind.

  • #56
    Arnold Voss

    Sie können immer noch nicht lesen, Sebastian? Wo steht bei mir, dass ich es es gut finde, dass schwangere Frauen ins Krankenhaus getreten werden, weil sie als Muslima zu erkennen sind. Wo steht bei mir, dass Juden die besseren Menschen sind?

    Sie werfen mir Hetze vor, und drehen gleichzeitig meine Wort und Sätze so, wie es in ihren verleumderischen Kram passt. Sie beantworten keine meiner Fragen, sondern schließen aus meinen Fragen auf mein Weltbild. Sie gehen nicht auf das ein, was ich ihnen zu meinem Weltbild geschrieben habe und stempeln mich trotzdem zum Pegida-Fan.

    S i e sind hier der Hetzer, Sebastian.

  • #57
    Gerd

    #48Muslime sind die neuen Juden

    "ehhhhhhhm,
    ich sehe keine Spiegel und Stern Cover mit Davidsternen vor schwarzen Hintergrund mit dem Titel " Wie Mächtig sind die Juden" …."

    Schauen sie mal auf Webseiten wie den Muslim Markt.

    "ich sehe auch keine patriotischen Europäer gegen die judaisierung des Abendlandes… "

    Logisch! Erstens begehen Juden nicht mindestens einmal pro Woche irgendwo auf der Welt einen Terroranschlag und zweitens verlassen Juden Europa, weil es ihnen wegen der islamischen Judenfeindlichkeit hier zu gefährlich wird.

    @Lohmann:

    Danke für den erneuten Beleg ihrer Ahnungslosigkeit. Scheinbar gibt es doch ein paar Moscheen, die wie jede einzelne Synagoge und jedes jüdische Gemeindezentrum geschützt werden müssen. Aber nicht notwendigerweise vor Ungläubigen. Der Brandanschlag auf die sunnitische Moschee in Bad Salzuflen letztes Jahr wurde von Jesiden begangen.

    http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Lippe/Detmold/1949835-Brandanschlag-in-Bad-Salzuflen-Haupttaeter-beschuldigen-sich-vor-Gericht-gegenseitig-Wer-hat-die-Moschee-angezuendet

  • #58
    Helmut Junge

    Ich dachte immer, daß gerade die radikalen Moslems den Holocaust meist bestritten hätten. Wenn sie ihn jetzt für ihre eigenen Zwecke vereinnahmen wollen, scheinen sie ja doch, immerhin, den Holocaust nicht mehr leugnen zu wollen.

  • #59
    llamaz

    Sorry, ich kann ja Naidoos Musik auch nicht austehen. Trotzdem ist dieser Beitrag an – Zitat: "Dummheit, Dreistigkeit und Bösartigkeit kaum zu überbieten."
    Wenn jede Woche tausende Menschen gegen eine angeblich bevorstehende "Islamisierung des Abendlandes" auf die Straße gehen, es dieses Jahr bereits dutzende von Übergriffen auf Moscheen gab und Politiker sich ins Fernsehen setzen und von Flüchtlingen schwadronieren die ja angeblich zu "80 muslimische junge Männer seien" und der Philologenverband vor "sexuellen Abenteuer" zwischen Schülerinnen und "attraktiven muslimischen Männern" warnt, ein Bürgemeister in Bayern Türken als "Gesindel" bezeichnet – dann zu behaupten hier in Deutschland sei alles in Ordnung weil angeblich jeder der " der in diesem Land auch nur etwas Verantwortung trägt, nach jedem islamistischen Anschlag betont, das man für diese Taten nicht alle Muslime verantwortlich machen kann" das ist schon ziemlich dumm und dreist.
    Und bösartig ist es wenn man dann eine Zeile eines Liedes dazu missbraucht um einen Sänger nur weil man ihn aus verschiedenen Gründen nicht ausstehen kann der "Hetze" zu bezichtigen und ihm verbal eins überzubraten.

  • #60
    jecasc

    Wirklich ziemlich weit hergeholt, was der Xavier da singt. Welche westlichen Politiker würden denn auf die Idee kommen Muslime generell für Terror verantwortlich zu machen. Oder womöglich sogar fordern Muslime zu registrieren wie Juden im Dritten Reich?
    Mal überlegen… Ach ja. Z.B. der derzeitigen Umfragen zu Folge vermutlich nächste republikanische Präsidentschaftskandidat der USA zum Beispiel.

    Daneben gibt es in Europa eine Vielzahl von Politikern insbesondere im Osten – wie z.B. Orban in Ungarn – die Moslems grundsätzlich kein Asyl gewähren wollen.
    Ihr hier auf Ruhrbarone lebt wohl in eurer eigenen Realität.

  • #61
    Klaus Lohmann

    @Gerd: "..warum benötigt keine Moschee rund um die Uhr Polizeischutz?" Falls korrekte Antworten auf Ihre dummen Fragen für Sie "Ahnungslosigkeit" ist, gäbe es noch die Möglichkeit, dass Jemand Ihres Vertrauens Ihnen das Internet vorliest – so lange, bis Sie die Texte auch kapieren.

  • #62
    Klaus Lohmann

    @llamaz:
    "..dann zu behaupten hier in Deutschland sei alles in Ordnung.."

    Und bitte wer behauptet das hier? Ist Lesekompetenz für euch Spontan-Islam-Heroinen eigentlich dermaßen fremd, dass man sich Gedanken über eure absenten Medienkenntnisse machen muss?

  • #63
    Natalie Grams

    Hey liebe Ruhrbarone.
    Mit eurem Artikel habt Ihr es bis in unsere Lokalzeitung RNZ geschafft. Ihr werdet dort zitiert mit (….) XNs neuer Songtexte sei an ,Dummheit, Dreistigkeit und Bösartigkeit kaum zu überbieten‘. Und das in der Zeitung, die XN hier lokal ,kennt‘:-) Lg aus dem Rhein-Neckar-Raum

  • #64
  • #65
    Sebastian Klein

    @Arnold #56
    "Sie werfen mir Hetze vor, und drehen gleichzeitig meine Wort und Sätze so, wie es in ihren verleumderischen Kram passt. Sie beantworten keine meiner Fragen, sondern schließen aus meinen Fragen auf mein Weltbild."

    Richtig. Denn du bemerkst nicht mal mehr, wie du relativierst. Und das finde ich echt bedenklich.
    Ich muss doch keine Frage mehr beantworten, die impliziert, dass Muslime nun mal Dinge tun wie die vom IS, während Juden das nicht tun. Und dann rechtfertigst du – wie oben schon gezeigt – auch noch, dass die Stimmung gegen Muslime umschwenkt. Das ist eine so gefährliche Denkweise, die du hier an den Tag legst, dass sich damit eigentlich jede weiter Diskussion erledigt hat.

    Und der Gerd ist einfach noch mal ein Stück weit härter, denn der nennt Pegida hier fast beim Namen und zeigt Verständnis für dieses neurechte Affentheater, denn "Juden begehen ja nicht beinahe einmal pro Woche einen Terroranschlag".

    Habt ihr hier noch alle beisammen? Ihr suhlt euch in eurem Kampf gegen den Antisemitismus und lasst dann solche Dinger platzen? Bei manchen hat man hier den Eindruck, es ginge nicht um Antisemitismus, sondern lediglich um Antiislamismus, der in den Kampf gegen Judenfeindlichkeit projiziert wird – die angesprochenen Israelflaggen bei Pegida lassen grüßen.

  • #66
    Arnold Voss

    Warum fällt ihnen das Lesen immer noch schwer, Sebastian? Ich r e c h t f e r t i g e N I R G E N D W O , dass die Stimmung gegen Muslime umschwenkt. Ich stelle nur fest, dass Pegida und Konsorten wahrscheinlich nur noch eine, wenn auch unappetittliche politische Randerscheinung wären, wenn es den weltweiten zunehmenden islamistischen Terror nicht gäbe, der obendrein immer weiter ins Zentrum Europas rückt.

    Sie sind schlicht irre, Sebastian, wenn sie, statt – zumindest eine – der Ursachen für diesen Stimmungsumschwung in diesem systematischen r e l i g i ö s e n Terror zu sehen, denen die Schuld geben, die ihn zum Thema machen. Wenn sie meine diesbezügiche Religionskritik absichtlich in Islamfeindlichkeit umdeuten, um dann gegen mich zu hetzen.

    Es gab immer schon weit verbreitete antimuslimische Ressentiments in Deutschland und in Europa, vermischt mit allgemeinen Fremdenhass. Aber dass sie in ein solch aggressives Verhalten umschlagen, wie wir es zur Zeit beobachten, hat eben nicht nur was mit diesem Ressentiments sondern mit dem zu tun, dass ein Teil der Muslime keinen Frieden mit den anderen Religionen und erst Recht nicht mit Ungläubigen wie mir will.

    Das hat mich nie davon abgehalten, mit den Muslimen zu kooperieren und auch praktisch zusammenzuleben, die nicht so denken. Erst recht weil das die Mehrheit ist. Aber ich habe schlicht die Schnauze voll von Leuten, die so tun als hätte dieser Terror nichts mit Religion, bzw. in diesem Fall nichts mit dem Islam zu tun, bzw. wären die Muslime, die ihn praktizieren, eigentlich gar keine. Es ist vielmehr genau dieser islamistische Terror selbst, der eine hetzerische Instrumentalisierung überhaupt erst ermöglicht.

    Der einzige der hier relativiert, sind sie, Sebastian, in dem sie keinen Unterschied zwischen den Religionen sehen wollen. In dem sie das tun, fallen sie auch den Muslimen in den Rücken, die sehr wohl sehen, dass sich auch in ihrem Religionsverständnis etwas ändern muss, wenn es ein friedliches Zusammenleben mit anderen Religionen und mit Atheisten wie mir geben soll.

    Ich selber hätte am liebsten, wenn es überhaupt keine Religionen (mehr) auf dieser Welt gäbe, zumindest aber, dass alle Gläubigen ihre jeweilige Religion als Privatsache ansehen würden. Aber da dem nicht so ist, verteidige ich die Religionsfreiheit als die Möglichkeit, dass Menschen zumindest ihre Religion frei wählen können, wozu natürlich auch die Entscheidung gegen jede Religion gehört.

    Falls sie näheres dazu von mir wissen wollen lesen sie hier weiter:

    http://www.ruhrbarone.de/da-der-glaube-grenzenlos-ist-darf-es-die-religionsfreiheit-nicht-sein/97471

    http://www.ruhrbarone.de/wenn-du-sie-nicht-ernst-nimmst-toeten-sie-dich/99128

  • #67
    Sebastian Klein

    Alles klar. Pegida ist Religionskritik.
    Ich bin raus. Ich hab dich jetzt 3x mit der Nase darauf gestoßen wo du relativierst, du bist nicht willens oder nicht fähig, es zu begreifen.

    Nur um eines mal ganz klar zu sagen:
    Meine Ablehnung von Antisemitismus ist nicht Ursache, sondern FOLGE einer bestimmten Geisteshaltung. Der Geisteshaltung nämlich, dass ich niemanden aufgrund dessen beurteile, was er ist, sei es Nationalität, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung. Be- und Verurteilen kann man nur Taten und Be- und Verurteilen kann man nur Individuen. Und daraus folgt unweigerlich, dass ich Antisemitismus ablehne, aber natürlich auch Islamophobie. Und daraus folgt auch, dass ich zwar antisemitische Tendenzen bei Teilen der Muslime ablehne, mich das aber nicht davon abhält GLEICHZEITIG Islamophobie genau so stark abzulehnen wie Antisemitismus – egal, wie diese begründet wird. Ich fange doch nicht an, ein Verständnis für die Vorbehalte gegen Muslime zu entwickeln, weil ANDERE Muslime auch schreckliche Taten begehen. Ich fange doch nicht an, eine Rangfolge von Opfergruppen zu erstellen, die ich gegeneinander abwäge.

    Du lässt Sympathie erkennen für die, die Muslime ablehnen, weil sie Muslime sind. Du pauschalisierst Menschen aufgrund ihrer Religion und machst Individuen mitverantwortlich für die Gruppe, in die DU sie einsortierst. Du forderst auf, zu Vergleichen zwischen der Gruppe der Muslime und der Gruppe der Juden und machst so unschuldige Muslime mitverantwortlich für die Taten anderer Muslime. Und gleichzeitig legst du einen Wertmaßstab an: Die Juden sind für dich die sympathischere Gruppe, denn die begehen ja keine Terrorakte. Und damit konfrontiert, dass Muslime Opfer sind im alltäglichen Rassismus in Deutschland entgegnest du, wenn Muslime Opfer seien, was wären denn dann die Opfer der Muslime – und damit relativierst du jeden rassistischen Übergriff auf Muslime und entwertest das Leid von Individuen. Du steckst die schwangere Muslima, die hier auf der Straße zusammengetreten wurde, WEIL sie vor dem IS geflohen ist, in eine Schublade mit dem IS. Du machst die Opfer zu Tätern. Wenn das nicht zynisch und relativierend ist, was dann?

    Und damit ist von mir zu diesem Thema endgültig alles gesagt und zwar nicht nur einmal.

  • #68
    Klaus Lohmann

    "Ich fange doch nicht an, eine Rangfolge von Opfergruppen zu erstellen, die ich gegeneinander abwäge."

    Doch, Sebastian, das hast Du von Anfang an hier getan. Du merkst es bloß nicht, aber das interessiert nach Deinen Beleidigungen und persönlichen Anmaßungen eh‘ Niemand mehr hier. Schönes Trollen noch!

  • #69
    Arnold Voss

    Wie willst du mit Jemanden ernsthaft über Religion diskutieren, der Religionszugehörigkeit genauso betrachtet wie Geschlecht oder Nationalität. Der deswegen Vergleiche zwischen Religionen ablehnt und damit genau die Relativierung und die Opferhierarchie erzeugt, die er vermeiden wollte. Aber vielleicht ist/war er wirklich nur ein Troll. Ein selbstherrliches Arschloch war er aber auf jeden Fall.

  • #70
    WALTER Stach

    Arnold,
    da wir uns seit langer Zeit " via Ruhrbarone" kennen und ich Dich als Humanisten zu schätzen weiß,, erlaube ich mir, einige wenige Anmerkungen zu der hier laufenden kontrovesen Diskussion Dir gegenüber, nicht gegenüber Anderen, zu machen:

    Käme "man" nicht einfacher, käme "man" nicht unmißverständlich, käme man nicht "klarer und wahrer" an den Kern dessen heran, was hier kontrovers ist oder kontrovers zu sein scheint, wenn " man" zunächst alle kultur-geschichtlichen, alle theologischen, alle philosophischen, alle religiösen, alle machtpolitischen Erwägungen, Erklärungen, Rechtfertigungen ausblendet, wenn "man" zudem ausblendet, ob die Meinungsäußerung eines Diskutierenden diesem als einem Gott-Gläubigen, enem Muslim, enem Christen….einem Atheisten, einem….zuzurechnen, zuzuordnen ist, mit all so suggerierten Vorurteilen?

    Ich versuche den für mich "einfacheren Weg" kurz zu skizzieren:

    Um Abstraktionen zu umgehen, formuliere ich meinen sehr subjektiven Ausgangspunkt wie folgt, ein Ausgangspunkt meines hier anstehenden Denkens, das Dir,, Arnold, aus einschlägigen Diskussionen mit mir hinreichend im Grundsatz hinreichend bekannt ist ( Aus Diskussionen zwischen enem bekennenden Atheisten mit mir als bekennendem kaht. Christen. Dieses nur als Hinweis für diejenigen, die uns insofern nicht kennen.)

    Eine menschenwürdige, einen menschengerechte Gesellschaft ist ohne Akzeptanz des Postulates von der unverletztlichen Würde eines jeden Menschen nicht möglich. Deshalb gehört es zu den fundamentalen Pflichten eines jeden Einzelnen, ener jeden Gesellschaft, eines jeden Staates, dieses Postulat anzuerkenne und zu schützen.

    Folglich hat jeder, hat jede Gesellschaft, hat jeder Staat alles abzulehnen und ggfls. zu bekämpfen, was mit diesem Postulat nicht zu vereinbaren ist, was ihm widerspricht, was darauf angelegt sein kann, dieses Postulat in Frage zu stellen.

    Arnold,
    darauf gestützt gibt es für mich keinen Anlaß, von Menschen wissen zu müssen, ob sie Juden, ob sie Christen, ob sie Muslime, ob sie Atheisten sind, welcher Rasse sie angehören, woher sie kommen.
    Ich begegne allen Menschen mit einer positiven oder aber negativen Grundhaltung, je nachdem , ob und wie sie das vorgenannte Postulat akzeptieren oder ablehnen. Und das schließt jegliche , Organisation mit ein -gesellschaftliche Gruppierungen jedweder Art, Religionsgmeinschaften, Parteien, Staaten -in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft-..

    Arnold,
    mache ich es mir zu einfach, wenn ich auf dieser Grundlage versuche, dem hier wahrzunehmnden Konflikt – enem tatsächlichen oder einem vermeintlichen?- näherzukommen, letztlich mit dem Ziel, mir ‚mal wieder die Grundlage meiner eigenen Position aus Anlaß dieser Kontroverse bewußt zu machen, nicht nur, aber eben auch wenn es um Antisemitismus, Anti-Islam, Anti….geht.?

    Es geht doch im Kern nicht um Antisemitismus, Antislamismus,Anti-Chrisentum, Anti-Hinduismus und morgen um Anti……, sondern im Kern beruht jedes dieser "Anti-Ismen" gleichemaßen auf der Idee, daß Menschenlichkeit, daß die Würde enes Menschen abhängig sind, von…….. und daß folglich eine Differenzierung von Menschlichkeit, von Menschenwürde statthaft, ja sogar geboten ist, weil………… und das darauf aubauend, Menschen in ihrem Menschsein, in ihrem Lebensrecht unterschiedlich gewertet und gewichtet werden dürfen.

    Sollten wir, müßten wir -ich meine mit Wir alle diejenigen, die sich in unser freiheitlich-pluralen Gesellschaft dem Postulat von der unverletztlichen Würde eines jeden Menschen verpflcihtet fühlen- nicht stärker und immer wieder diese unsere Grundsatzposition in diverse Diskussionen, z.B. in die hier laufende, einbringen?
    "Erkennen wir ansonten vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr"
    bzw. erkennen wir ansonsten nicht mehr das was uns, was unsere Gesellschaft letztlich im innersten zusammenhält, zusammen halten sollte und was die gemeinsame, allgemen gültige Basis für uns ist wider gegen Alle und wider gegen Alles, was dem vorg.Postulat aus welchen Gründen auch imme und in welcher Quantität und Qualität auch immer entgegensteht?

  • #71
    Arnold Voss

    Walter, du bist für mich sozusagen der Prototyp des aufgeklärten Gottgläubigen. Gebildet, aber nicht eingebildet, gottergeben ohne menschenfeindlich zu sein, kirchlich aber nicht klerikal. Du bist ein überzeugter Demokrat und zugleich ein überzeugter Christ. Ich käme deswegen nicht im Traum auf die Idee, mich vor dir fürchten zu müssen. Menschen wie du sorgen obendrein dafür, dass das Christentum als ganzes sich humanistisch weiterentwickelt und autoritäre sowie totalitär-bibelgläubige Strömungen im Christentum eingedämmt werden können.

    Wärest du mit diesem Kopf Muslim, hättest du innerhalb dieser Glaubens- und Kirchenwelt erheblich Probleme mit vielen deiner Mitgläubigen, mit so manchen Iman und vor allem mit jeder Form des Salafismus. Du wärest schon lange vor den meisten Muslimen wegen des islamistischen Terrors auf die Straße gegangen, hättest die diesbezügliche Diskussion in deiner Moschee gesucht und dich für den innterreligiösen Frieden eingesetzt.

    Hättest du als Muslim öffentlich die gleichen Diskussion mit mir als Atheisten geführt wie hier und dabei auch noch öffentlich akzeptiert, dass das eben auch eine mögliche und anerkennenswerte Denkrichtung im Rahmen der Religionsfreiheit ist, hättest du erst Recht Probleme mit vielen deiner muslimischen Mitgläubigen bekommen. Wohlmöglich wärest du sogar dafür ermahnt oder sogar bedroht worden.

    Das ist es, worum es mir bei dieser Diskussion hier ging. Religion ist eben ncht gleich Religion. Religion kann menschenfeindlich sein, und die islamische hat damit zu Zeit weitaus größere Probleme als die christliche oder die jüdische. Wer das bestreitet, der will diesen Unterschied nicht sehen und mit solchen Leuten komme ich auf keinen gemeinsamen Nenner.Es ist mir dabei völlig egal ob sie mich deswegen für islamophop halten oder nicht. Sie leiden vielmehr – so mein Eindruck gerade nach der Diskussion mit Sebastian Klein – unter Islamophobie-Phobie.

  • #72
    Helmut Junge

    Arnold, Walter, die Aussage, daß die Muslime den neuen Judenstern tragen, enthält ein Element, das hier noch nicht herausgearbeitet wurde. Das ist die kollektive Anklage gegen alle Nichtmuslime.
    ALLE sind demnach schuldig, du, ich, Walter eingeschlossen, obwohl wir zu denen gehören, die immer sagen, daß es bestimmte, genau definibare Elemente sind, die den Terror verursachen und nicht alle Muslime. Die obige Aussage aber differenziert nicht. Die läßt nur einen Schluß zu, und der heißt, daß die nichtmuslimische Mehrheit insgesamt zuläßt, das Muslime hier stigmatisiert werden. Und so etwas kann nur im Interesse von Leuten liegen, die polarisieren wollen. Und Polarisierung ist eben genau das Ziel von Terroristen.

  • #73
    WALTER Stach

    Arnold, Helmut,
    warum muß ich in den letzten Jahren verstärk registrieren, daß das, was uns gemein ist, nämlich unabhängig von religiösen/weltanchaulichen Meinungen -erstrecht losgelöst von parteipoliitschen Präferenzen- darauf zu bauen, daran festzuhalten, daß " für uns ganz selbstverständlich" das Prinzip, "der Glaubenssatz" von der unverletztlichen Würde eines jeden (!)Menschen die gemeinsame, die unverrückbare Basis unseres gesamten gesellschaftspolitischen Denken und Handels ist und wir gemeinsam dafür eintreten, daß die Basis für das Denken und Handeln aller Menschen zu sein hat.
    Daß ich mich dabei, dann und wann, sozusagen meine Menung absichernd und diese bekräftigend, auf Art.1 (1) unserer Verfassung berufe, ist letztlich nur eine "normative Argumentation", allerdings für den politischen Alltag in Deutschland keine nebensächliche.
    Warum ist der Mehrheit in unserer Gesellschaft -auch der großen Mehrheit junger Menschen!- dieses Grundverständnis von der gemeinsamen Basis, auf der die freie-plurale Gesellschaft und der freiheitlich-demokratische Rechtstaat gegründet snd, völlig fremd -und das mit zunehmender Tendenz?

    Das hat dann u.a. zur Folge, daß in Diskussionen mit Anhängern der Pegida-Bewegung oder der AFD völlig aneinander vorbeigerdet wird, daß die Pegida-AFD Anhänger die Meinung anderer gar nicht nachvollzihen können, weil ihnen jegliches Verständnis für d a s Grundprinzip unseres Zusammenlebens fehlt, nämlich das Verständnis und die nicht zu hinterfragende Akzeptanz "der unverletzlichen Würde eines jeden Menschen".
    Das hat auch zur Folge, daß in Diskussionen über Antisemitismus, über den Islam, über den Islamismus oftmals aneinander vorbeigeredet wird, daß der eine den anderen gar nciht verstehen kann, weil es an dieser "an und für sich" selbstverständlcihen Basis fehlt.

    Das hat auch zur Folge, daß in Diskussionen über Integrationsprobleme, z.B. bezogen auf Flüchtlinge/Zuwanderer muslimischen Glaubens, oftmals anenander vorbeigeredet oder daß man sich in Nebensächlichkeiten verliert. Es ist nicht darüber zu diskutieren, o b z.B. Zuwanderer welcher Glaubensrichtung, welcher Weltanschauung auch immer, den Verfassungsgrundsatz von der unantasbaren Würde enes jeden (!!) Menschen zu akzeptieren haben, denn das hat selbstverständlcih zu sein, sondern nur darüber, was das z.B. für ihr alltägliches Leben zu bedeutet hat oder welche Konsequenzen letztlch das Strafrecht vorsieht, wenn "die Würde eines anderen Menschen" verletzt wird.
    Letzterem könnte mit dem Versuch einer Relativierung begegnet werden.
    Können " wir" -Gesellschaft und Staat – glaubwürdig von Flüchtlingen, von Zuwanderer diese sebstverständliche Akzeptanz eines Grundprinzipes unserer Gesellschaft- und Staatsordnung erwarten, wenn sie vielen Einheimischen fremd ist und sich diese ihre wachsende Entfremdung tagtäglich anhand ihrer Worte und anhand ihrer Taten feststellen läßt? Und können "wir" -Gesellschaft und Staat- glaubwürdig von Flüchtlingen und Zuwanderern………., wenn der Staat nicht ohne Wenn und Aber, nicht bedingungslos im großen wie im kleinen legislativ,judikativ, exekutiv dem Prnizip von der unantastbaren Würde eines jeden Menschen Rechnung trägt -präventiv und repressiv?

    Arndol, Helmut,
    diese unsere gemeinsame Grundposition verhindert keinen Strei zwischen uns, sondern nutzt diesem, wenn es um konkrete gesellschaftspoltische Fragen und um die Suche nach pragmatischen Antworten auf diese Fragen geht, z.B. dann, wenn wir über die Positionierung Deutschlands zu aktuellen politischen Entscheidung der derzeitigen Regierung in Israel streiten -sh deren.Siedlungspolitik im sog. Westjordanland-. Allderdings führen Meinungsstreitigkeiten dieser Art zwischen uns nie dazu, daß "das menschliche Maß" verloreng geht -weder bei Sach- noch bei Personalstretigkeiten-.

    Warum diese Überlegungen/Erwägungen?
    Nach Inhalt und Diktion habe ich oftmals bei Disk.beiträgen auch hier bei den Ruhrbaronen den Eindruck, daß aneinander vorbeigeredet wird, daß der eine den anderen nicht versteht, gar nciht verstehen kann, weil es eben nicht das vorstehend mehrfach erwähnte gemeinse Fundament gibt, auf dem gesellschaftspoltisches Denken und Handeln in Deutschland beruhen sollte, beruhen muß!

  • #74
    Thomas Weigle

    @Helmut Junge #58 Schönes Argument, kann ich mich@ Walter Stach#64 nur anschließen.

  • #75
    Der Flo

    Oha! Jetzt ist es sogar Marek Lieberberg zuviel geworden: http://www.tz.de/stars/neuer-judenstern-lieberberg-distanziert-sich-naidoo-5935572.html

    Bin mal gespannt, wie sich jetzt die mehr als 100 Claquere des Herrn N. erklären werden. Ich hoffe doch sehr, dass sich der eine oder andere kritische Journalist finden wird, der den Herren Mittermeier, Schweiger, Delay, Adorf, Maffay, BossHoss und wie sie alle heissen, ein paar unangenehme Fragen zum neuesten Ouevre der christlich-rechtsnationalen Heulboje aus Neu-Jerusalem (a.k.a. Mannheim) und vor allem auch zu seinem neuen Spezi Herrn Todenhöfer stellt.

    Und vielleicht – aber auch nur vielleicht – nehmen sich die entsprechenden Herrschaften dann endlich mal das wohl berühmteste Zitat des Dieter Nuhr zu Herzen. Aber das dürfte wohl dann doch ein frommer Wunsch bleiben…

  • #76
    Thorsten Stumm

    @Der Flo

    Wir Ruhrbarone haben den ganzen Verlauf mit Herrn Naidoo begleitet. Wir haben sofort nach der Anzeige in FAZ Hern Lieberberg kontaktiert. Ohne Ergebnis…..

    Auch die anderen Unterstützer sind nie auf nur ein Argument eingegangen. Warum sollte sich das jetzt gross ändern ?

    Die werden sich nach dieser Aktion von Herrn Naidoo nicht noch weiter selbst beschädigen ….

  • #77
    Arnold Voss

    @ Helmut Junge @ Walter Stach

    Hast du erstmal das Generalopfer ausgemacht, findet sich eben auch schnell der Generaltäter. Alle anderen halt. Leute wie Sebastian Klein brauchen das. Die können dann so richtig recht haben und gegen alle pöbeln, die den Islam kritisieren. Nach dem Motto: Islamkritik = Islamfeindschaft = Pegida. Da ist jede Debatte unmöglich.

    Ich gehe davon aus, dass Jemand wie Sebastian Klein sehr wohl die demokratische Verfassung als gemeinsames Fundament mit mir hat. Aber wer ein Generalopfer gefunden hat , der kann keine Kritik an diesem mehr zulassen. Erst recht keine, in der andere potentielle Opfergruppen ins Spiel gebracht werden. Opfer stehen bei ihm jenseits jeden Vergleichs. Damit kann man dann auch beliebig den Holocaust ins Spiel bringen. Und auf diese Weise sind dann alle die Sebastian Kleins – ob sie es wollen oder nicht – ganz nahe bei Xavier Neidoo.

  • #78
    Der Flo

    @ Thorsten Stumm, #76:

    "Auch die anderen Unterstützer sind nie auf nur ein Argument eingegangen. Warum sollte sich das jetzt gross ändern ?"

    Tja, irgendwie hoffe ich ja, dass da wenigstens ein paar Leuten klar wird, für wen sie sich da gerade eingesetzt haben. Ich weiss – dass ist eine sehr optimistische Haltung. Aber bekanntermassen stirbt ja die Hoffnung zuletzt.

    Unter den Unterzeichnern der Annonce befinden sich mehrere Künstler, die ich bislang sehr geschätzt habe – ich bin seit fast 30 Jahren ein grosser Fan von Herbert Grönemeyer (und das u.a. auch wegen seiner nicht selten kritischen Texte), seit mehr als einem Jahrzehnt ebenso von Michael Mittermaier. Und auch den Prinzen, Sasha, The BossHoss oder auch Mario Adorf war ich bislang sehr wohlgesonnen. Es wäre mir persönlich einfach sehr recht, die Solidaritätsbekundung dieser Menschen pro X.N. einfach nur in die Kategorie "Fehler, die einem mal passieren können" einordnen zu können. Aber ich muss mich anscheinend wohl oder übel mit dem Gedanken vertraut machen, ihre Kunst nie mehr so unbelastet wie früher geniessen zu können.

    Und das fuchst mich irgendwie gewaltig!

    Aber abgesehen davon ein riesiges Lob für Eure journalistische Arbeit in dieser Sache.

  • #79
    Helmut Junge

    Die Abfrage nach der Treue zum Grundgesetz hat F.J.Degenhardt in seinem Songtext: Befragung eines Kriegsdienstverweigerers in meinen jungen Jahren satirisch behandelt. Seither weiß ich, daß das keine wirkungsvolle Methode ist, Menschen einzustufen. Auf direkte Befragung sagt doch jeder, daß er 100%ig dahintersteht. Wir müssen davon ausgehen, daß das auch für Schariabefürworter gilt, wenn mit einer solchen Befragung evtl. persönliche Nachteile verknüpft wären. Daß solche Leute heutzutage noch ehrlich ein Bekenntnis zur Scharia und damit gegen das Grundgesetz ablegen, zeigt nur, daß es für solche Aussagen keine Repressalien zu befürchten gibt. Das allein widerlegt schon die Aussage im Liedtext von Herrn Naidoo, daß Muslime den neuen Judenstern tragen müsse.
    Mit dieser Aussage macht sich dieser Musikant, ob gewollt oder unbedacht, aber nicht zum Verbündeten der vielen Muslimen, die niemals etwas anderes als unsere Gesetzgebung gefordert haben, schon gar keine Scharia, sondern genau zum härtesten Kern von Extremisten, die offen das Grundgesetz ablehnen, und weil das Mißtrauen im Rest der Bevölkerung erweckt, sich gerne kollektiv hinter andere Muslime verstecken wollen. (wie ein Fisch im Wasser) Blöd für Herrn Naidoo, daß er selber dabei seinen Kopf deutlich aus dem Wasser heben muß. Alle sagen, "Ach guck mal, der Herr Naidoo."
    Nebenbei hatte ich vor einigen Wochen nur eine mäßige Vorstellung davon, wer der Herr Naidoo ist.
    Sein Bekanntheitsgrad ist also mindestens gerinfügig gestiegen.

  • #80
    Laubeiter

    Sehr geehrte Ruhrbarone
    ich haben in Ruhrbarone selten so eine Polemik gegen Personen gelesen. Mag sein, dass die im Artikel kritisierten Personen Schimären aufsitzen den von ihnen verfassten Liedern und Texten, aber die Polemik kommt mir so vor, als wollte der Autor sich als Supatopcheckabunny profilieren. Ich gehe auf Ruhrbarone.de wegen differenzierten Versuchen, was Neues zu beschreiben, nicht für Polemik gegen Leute, die eh keiner mag.

  • #81
    Gerd

    Ein paar Daten aus den USA zum Thema:

    59% aller religiös motivierten Hassverbrechen werden gegen Juden begangen, nur 14% gegen Moslems.

    Jews Are Still the Biggest Target of Religious Hate Crimes – News – Forward.com
    http://forward.com/news/325988/jews-are-still-the-biggest-target-of-hate-crimes/?attribution=articles-hero-item-text-1

  • #82
    WALTER Stach

    Helmut -79-
    auch, aber nicht nur aus altersbedingten Gründen wußte ich bisher von Naidoo nichts! Ich werde mich auch weiterhin für ihn und das, was er produziert, nicht interessieren.

    Ich habe deshalb ganz bewußt in dieser Diskussion weder was zur Person Naiidoo im allgemeinen, zu seinen bisherigen Produktionen noch konkret etwas zu der Textpassage gesagt, die Anlaß für die laufende Diskussion ist.
    Ich habe lediglich diesen Anlaß wahrgenommen, um meine Überlegungen,meine Betrachtungen in die Diskussion einzubringen, um mit ihnen zu verdeutlichen, daß in Deutschland gewaltig am Fundament dessen gerüttelt wird, was seit 1949 unsere Gesellschafts- und Staatsordnung getragen und ausgemacht hat.
    Dieses gewaltige Rütteln am Fundament unserer Staats- und Gesellschaftsorung geschieht sowohl durch hier lebende, durch hier poltisch agierende radikal-fanatische Islamisten – teilweise "ferrngesteuert" durch den IS- als auch und durch extrem Rechtsradikale, die in der Pegida-Bewegung und bei der AFD ihr "politisches Zuhause" gefunden haben.

    Diese aktuelle gesellschaftspoltische Situation könnte ja, so meine ich, Anlaß sein, sich wieder ‚mal an das zu erinnern, was unsere Gesellschafts- und Staatsordnung substantiell ausmacht, was sie entscheident prägt , was sie von anderen Gesellschafts- und Staatsordnungen unterscheidet, was letztendlich auch die Menschen, die in Deutschland leben, zusammenhält, zusammenhalten sollte und bisher mehrheitlich auch zusammengehalten hat, was mir "verteidigungswürdig/verteidigungswert ist"" sollte und was ich "schlicht und einfach" kompriert mit dem Hinweis auf das Postulat von der unverletztlichen der Würde eines jeden einzelnen Menschen wiedergegeben habe -enschließlich der Verweisung auf Art.1(1.)GG, auf dem nicht nur alle dann im GG folgenden Menschenrechte/Grundrechte aufbauen, sondern dessen Inhalt zum sog. verfassungsrechtlichen Minimum gehört, das heißt, er ist jeder Verfassungsänderung entzogen; nicht gefeit ist der Inhalt des Art.(1)GG vor einem Verfassungsbruch, der dann einem revolutionären Akt gleichkäme, von dem -immerhin – Rechtsextreme in Deutschland offen und öffentlich fabulieren.

    Nachgedacht und diskutiert werden könnte in diesem Zusammenhang über Begrifflichkeiten ,die mehr und mehr in der politische Literatur zu finden sind, wie
    "islamistischer Faschismus" wie "Neo-Faschismus" und wie " neue völkische Bewegungen".

  • #83
    WALTER Stach

    Gerd,
    und die restlichen 41 % gegen….?
    -14% gegen Moslems und der "verbleibende Rest" von 27% gegen….?

    Und von wem gehen die religösils-motiveren Gewalttaten -"Hassverbrechen"- in den USA aus, z.B. diejenigen, die zu 59% gegen Juden, zu 14 % gegen Moslems und zu 27% gegen…(?)gerichtet sind?

    Eine Antwort auf diese Frage wäre einer weiteren Sachdiskussion dienlich. Ich kenne sie nicht.

    Interessant könnte es zudem sein, ‚ mal zu erfahren, wie hoch in absoluten Zahlen sog. religiös-motivierte Gewaltverbrechen in den USA insgesamt sind und wie hoch in Deutschland , und das dann auch in Relation zur jeweiligen Bevölkgerungszahl.

    (Ergänzende Anmerkung:
    "Der Vernehmen" nach werden Gewaltaten -bis hin zum Mord- in denUSA auch durch sog. Evangelikaler ausgebübt, z.B. gegenüber dem Personal von Kliniken, in denen legal Abtreitungen durchgeführt werden, weil…….?
    Ich hoffe, daß diese Frage nicht wider jede Logik ausgelegt wird als Relatvierung von Gewallt gegen Juden -hier bezogen auf die USA-. )

  • #84
    WALTER Stach

    Bei SPIEGELonline lese ich soeben einen Beitrag unter der Überschrift:

    KLARSFELD warnt vor Le Pen:

    "Viele Juden würden Franrkeich verlassen müssen".

    In dem Beitrag wird Klarsfeld u.a. zitiert mit einem Vergleich 1933 Deutschland und Franrkeich 2o17 (Präsidentschaftswahlen).

    Jüdische Franzosen haben also in Furcht zu leben sowohl vor radikal-fanatischen Islamisten als zukünftig noch mehr als bisher vor den rechtradikalen Nationalisten vor allem dann, wen Le Pen Präsidentin werden sollte.

    Ich habe von dieser "realexstierenden" und sich unter ener Präsidentin nach Meinung von Klarsfeld verschärfenden doppelten Bedrohung in meinem o.a. Beitrag – 82- im 4.Absatz gesprochen, nicht bezogen auf bestimmte Personengruppen, nicht konkret bezogen auf Juden, sondern ganz generell bezogen auf das Fundament jeder freiheitlich-pluraler Gesellschaft und jedes demokr.-rechtstaatlich verfaßten Staates.

    Zudem "passen " die bei SPIEGELonline zitierten Bemerkungen von Beate Klarsfeld als bedenkenswerter Aspekt zu der von mir ebenfalls im Beitrag -82- im letzten Absatz als naheliegend angesprochenen Diskussion zum Thema "Faschismus " a.) im Sinne eines sog. islamistischen Faschismus und b.) im Sinne eines "völkischen" Faschismus.
    Leider komme ich als kaht.Christ nicht daran vorbei, anstelle des Begriffes "völkischer "Faschismus den eines "christlich-kath.Faschismus a la Franco" bezogen auf den Front National, bezogen auf die Parlamentsmehrheiten/Regierungen in Polen, in Ungarn nachdenkenswert zu nennen.

  • #85
    Gerd

    Walter,

    in meinem Beitrag ist ein Link. Öffne ihn und deine Fragen werden beantwortet werden. Selbst wenn man kein Englisch kann, sollte man die Infografik verstehen:

    http://assets.forward.com/images/675x/hate-crimes-chart-1449181453.jpg

    Was die Auswanderung von Juden aus Frankreich angeht, die ist schon seit über einem Jahr sehr hoch. Und keineswegs aus dem Grund, den Klarsfeld und SPON herbeifantasieren.

  • #86
    WALTER Stach

    Gerd,
    werde ich gleich lesen.
    Gerd,
    ich denke, die Gründe für die massive Auswanderungen jüdischer Franzosen sind in der Tat nicht neu, weil 2o17 Le Pen zur französichen Präsidentin gewählt werden können.

    Mit dem Erstarken des Front National in den län letzten Jahren ist auch in Frankreich die Bereitschaft gewachsen, den latenten Antisemitismus offen zu zeigen -Gewaltakte eingeschlossen -und umgekehrt . Es finden die französischen Antisemiten im immer stärker werdenden Front National ihr politsches Zuhause, auch wenn Le Pen versucht, die antisemitische Position des Front National bei ihren öffentlichen Auftrtten "herunterzuspielen".
    Für mich es naheliegend, daß diese Gründe für die massive Auswanderung jüdiische Franzosen aus deren Sicht extrem wachsen, wenn sie davon ausgehen, von Le Pen als Präsidentin ab 2o17 regiert zu werden.
    Insofern ist m.E. der Vergleich 1933 – 2o17 von Klarsfeld naheliegend, Schon vor 1933 -vor der sog. Machtübernahme Hitlers- haben viele jüdische Deutsche aufgrund der immer häufig zu registrieren antisemitischen Aktionen, z.B. durch die SA, Deutschland verlassen; erstrecht -soweit das dann noch möglich war-als sich abzeichnete, daß es eine Regierung "unter Hitler" geben könnte und dann ja uch gegeben hat.

    Unabhängig von der aktuellen Sorge jüdischer Franzosen mit Blick auf die Präsidentwahl 2o17 in Frankreich registriere ich in Motivien/Zielen -den Antisemitismus einbezogen- in Frankreich, in Polen, in Unganr, in der Tschechei, in der Slowakei politische Zustände bzw. politische Entwicklungen, die mich an die 193o er Jahre in Europa erinnern und die es durchaus rechtfertigen, über "Neo-Faschismus" oder über "neue völkische Bewegungen" nachzudenken oder sogar……..sh.84.abschließend mit Blick auf Franco-Spanien von "christlich-kath.Faschismus".
    Pegida/AFD sind Bewegungen in Deutschland, die bekanntlich offen ihre Sympathien mit Le Pen, mit Front Nationa und mit den derzeit in Ungarn, in Polen "Herrschenden" und mit deren poltischen Motiven und Zielen äußern; "Brüder im (Un-)Geiste".

    .

  • #87
    Der Flo

    Ja, was denn nun, Herr Lieberberg: http://www.musikexpress.de/marek-lieberberg-distanziert-sich-doch-nicht-von-xavier-naidoo-452883/
    Ist der Herr Naidoo nun ein Guter oder ein Böser? Oder vielleicht einfach nur ein unsagbar Dummer? Erklären Sie uns das bitte mal.

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