“Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.?

Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück.
Es war die Größe, die G. an ihrer Waldorfschule als erstes auffiel: Die Größe der Klassen. „Ich hatte Klassen mit fast 40 Kindern, da ist ein vernünftiger Unterricht kaum möglich. Man kann in so einer großen Gruppe nicht auf die Probleme einzelner Kinder eingehen.“ Vor allem im Sprachunterricht sei die Klassengröße ein Problem. Internationale Studien, erklärt mir G., hätten erwiesen, dass 22 Kinder pro Gruppe die absolute Obergrenze seien.
Solche Studien allerdings hätten ihre Waldorfkollegen kaum wahrgenommen: „Die Waldorfpädagogik legt keinen wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“ Waldorfschulen, das würden viele Eltern unterschätzen, seien vor allem die Schulen der antroprosophischen Bewegung. Klar wurde das G. auf einer Fortbildungsveranstaltung. Das Thema: Der Umgang mit schwierigen Schülern. „Der Dozent hat uns eine einzige Methode des Umgangs beigebracht. Wir sollten nach Feierabend auf der Couch intensiv an den Schüler denken und so eine Beziehung von Seele zu Seele aufbauen. Das würde helfen.“
Viele Eltern würden die Bedeutung den Charakter als Bewegungsschule unterschätzen: „Die Waldorfschule hat den Ruf alternativ zu sein, im Prinzip ist sie aber eine Schulform mit einem sehr festgelegten Menschenbild und einer absolut überholten Methodik: In über 90 Prozent der Zeit fand bei uns an der schule klassischer Frontalunterricht statt.“ Die Schüler würden angehalten viel zu reproduzieren,
Das Image der Schulen und die Wirklichkeit würden nur selten übereinstimmen. Die Waldorfschulen seien aus Prinzip intransparent: „Es gibt keinen verbindlichen, dafür angeblich einen geheimen Lehrplan, über den immer mal wieder geredet wurde, aber den ich nie gesehen habe. Ein Problem sind aber auch die sehr großen Freiheiten jedes Lehrers, seinen Unterricht nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Niemand und muss sich von seinen Kollegen in seine Arbeit reinreden lassen. Haben die Kinder einen guten Lehrer, haben sie Glück, haben sie einen schlechten Lehrer, Pech. Eine inhaltliche Kontrolle habe ich nicht erlebt.“
G. hat viel Unfug gehört: In den unteren Klassen haben die Kinder Epochenunterricht über Zwerge und Gnome gehabt. Atlantis und Sagen waren Stoff im Fach Geschichte. „Sagen gehören in den Deutsch-, aber nicht in den Geschichtsunterricht“, weiß G., die studierte Historikerin ist.
Aber wie sollen das die Lehrer beurteilen? G. bestätigt einen Bericht des ZDF-Magazins Frontal aus der vergangenen Woche, in der die Qualifikation von Waldorflehrern bezweifelt wurde: „Bis in die achte Klasse hinein unterrichtete der Klassenlehrer bei uns alle Fächer – niemand kann so etwas qualifiziert leisten. Vor allem Waldorflehrer nicht, von denen viele keine wissenschaftliche Ausbildung haben. Wer seinen Namen tanzen kann muss nicht zwingend Ahnung von Mathematik haben.“
G. fand nicht alles schlecht an der Waldorfschule. Gut, dass bislang zum Teil der Hauptschulabschluss zum Teil erst nach 12 Schuljahren erreicht wurde, fand sie befremdlich. „Aber den Kindern tut es gut, mehr Zeit zum Lernen zu haben. Leider sind viele Kinder an der Waldorfschule unterfordert. Die Zeit wird nicht gut genutzt. Ich habe Kinder erlebt, die nach acht Jahren Fremdsprachenunterricht kaum Russisch oder Englisch sprachen.“
Gut sei die Waldorfschule hingegen wenn es um die Entwicklung der Kreativität gehe. „Es wird viel gemalt, getanzt und geschauspielert an den Waldorfschulen.“ Zwar hätten die Schüler nur wenig Mitspracherechte, wenn es um die Inhalte geht, aber diesen Teil des Angebots der Waldorfschulen fand G. gut.
Aber, erklärt mir G., ob die Qualität in diesem Bereich an jeder Waldorfschule gut sei, könne sie nicht beurteilen: „Jede Waldorfschule ist anders. Eltern wissen nie worauf sie sich einlassen und der Weg zurück auf eine konventionelle Schule ist schwierig. Das liegt an dem niedrigeren Niveau der Waldorfschulen und daran, dass die Waldorflehrer den Kindern Angst vor den normalen Schulen machen.“ Ein Kind das von der Waldorfschule auf ein Gymnasium wechseln will müsse damit rechnen, ein bis zwei Jahre zurückgestuft zu werden. Nach einem Jahr an einer Waldorfschule ist für G. klar: „Ich würde nie mein Kind an einer Waldorfschule anmelden.“






#1 | -Berry- sagt am 19. März 2009 um 16:26
hmm,
die Waldorfschule scheint Dir – Stefan Laurin – richtig quer zu sitzen.
Dieser Beitrag ist nahezu identisch mit dem Beitrag vom 09. märz http://www.ruhrbarone.de/waldorfschuler-ohne-abschluss/
zuerst möchte ich mich für mögliche Rechtschreibfehler entschuldigen. Mein möglicherweise holprige Schreibweise ist Folge meiner Nationalität (Niederländisch) und nicht weil Waldorfschüler wäre. Die habe ICH nämlich nicht besucht.
Leider.
Aber dafür dürften meine Kinder die Waldorfschule in Dortmund besuchen. Beide haben mittlerweile studiert. Und beide haben das Studium innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen.
Und beide haben das Vergnügen problemlos eine Stelle gefunden zu haben.
Heidrun G. meint: ?Ich würde nie mein Kind an einer Waldorfschule anmelden.?
Wenn “ich” Kritik auf der Waldorfschule habe, ist es meist die doch elitäre Zusammenstellung der Elternhäusern. In der Klasse meiner Tochter kamen die SchülerInnen meist aus Arztfamilien. Wenn ich mich recht erinnere waren es 8. Eine vergleichbare hohe Zahl waren Kindern von/aus Lehrerfamilien. Meist LehrerInnen aus staatlichen Schulen.
Und die restlichen. Auch nicht die Looser dieser Welt: Selbstständigen oder die eher höher Angestellten.
Kein Querschnitt dieser Gesellschaft und das hat mich zu der Zeit auf jedem Fall doch gestört. Kaum Ausländerfamilien, erst recht keine dunkelhäutige.
Meine Kinder würde ich wieder an der Waldorfschule anmelden.
ach ja:
“Wer seinen Namen tanzen kann muss nicht zwingend Ahnung von Mathematik haben.”
Meinen Sie damit, WaldorfschülerInnen sind etwa drei Stunden wöchentlich damit beschäftigt ihren Namen zu tanzen? Drei Jahre lang – immer wieder den Namen tanzen. Und tanzen und tanzen!
Sollte das tatsächlich mal passieren, wird dieses tanzen so lange dauern wie einmal in die Nase bohren. 5 bis 10 min. Glauben Sie mir, DAS hat noch keiner das Abitur gekostet
#2 | Peter A. sagt am 19. März 2009 um 16:52
Vorweg: ich respektiere natürlich, dass Frau G. ihr Kind nicht an einer Waldorfschule anmelden würde. Das soll jeder machen wie er will und sicher ist die Waldorfschule auch nicht für jeden was.
Aber mich würde einmal interessieren, an welcher Waldorfschule Heidrun G. unterrichtet hat. Ich war selbst 13 Jahre Waldorfschüler und weiß, dass die Waldorfschule nicht perfekt ist. Aber das, was Frau G. schreibt, klingt doch sehr skurril und übertrieben.
Gruppen von über 40 Kindern gibt es im sogenannten “Hauptunterricht” in den ersten zwei Schulstunden. Danach, in den Fachstunden, werden die Klassen geteilt oder gedrittelt. So ergeben sich weniger als 22 Kinder pro Lerngruppe in den Sprachunterrichten, wie internationale Studien dies fordern.
“Die Waldorfpädagogik ist die empirisch am besten erforschte Reformpädagogik”, sagt Prof. Dr. Heiner Ullrich, Uni Mainz. Und er muss es wissen, publiziert er doch seit Jahrzehnten teils sehr kritisch über Waldorfpädagogik. Es gibt viele gemeinsame Kolloquien, der Austausch zwischen Erziehungswissenschaft und Waldorfpädagogik ist rege. Ich könnte zahlreiche viel beachtete empirische Studien zur Wirksamkeit der Waldorfpädagogik nennen, stellvertretend seien genannt:
-Heiner Barz, Dirk Randoll (Hrsg.): Absolventen von Waldorfschulen. Eine empirische Studie zu Bildung und Lebensgestaltung ehemaliger Waldorfschüler
-Werner Helsper, Heiner Ullrich, Bernhard Stelmaszyk, Davina Höblich, Gunther Graßhoff, Dana Jung: Autorität und Schule: Die empirische Rekonstruktion der Klassenlehrer-Schüler-Beziehung an Waldorfschulen
-Ulrike Keller: Quereinsteiger: Wechsel von der staatlichen Regelgrundschule in die Waldorfschule
Brater, Michael: Interkulturelle Waldorfschule : Evaluation zur schulischen Integration von Migrantenkindern
Soviel zum Vorwurf, “Waldorf” würde sich gegenüber wissenschaftlicher Überprüfung verschließen.
Was den Lehrplan angeht, so gibt es den, er ist frei zugänglich: “Tobias Richter: Pädagogischer Auftrag und Unterrichtsziele – vom Lehrplan der Waldorfschule.” Das Waldorflehrer freier sind bei der Umsetzung des Lehrplanes, nicht aber beim Erreichen der Lernziele, das ist aus meiner Sicht ein Vorteil.
Also den Hauptschulabschluss nach der 12. Klasse habe ich ja noch nie gehört! Ich habe nach 13 Jahren mein Zentralabitur in BaWü gemacht, es gibt kein Waldorfabitur. In den Abschlussprüfungen liegen die WaldorfschülerInnen nie unter dem Durchschnitt der Regelschüler, oft etwas darüber. Und es gibt keine Schulform, die einen höheren Prozentsatz an Abiturienten hervorbringt. Zum Vergleich: Die Abiturientenquote an Regelschulen (2005/06) ist 29,9 Prozent, plus 13,6 Prozent Fachhochschulreife ergibt 43,5 Prozent. An Waldorfschulen machten im gleichen Zeitraum 67,7 Prozent der SchülerInnen Abitur, und 7,7 Prozent Fachhochschule, ergibt gesamt 75,4 Prozent. Das gibt doch zu denken?
Die Frage, ob Lehrer gut ausgebildet sind oder nicht dürfte sich damit eigentlich auch beantworten.
Bester Gruß
#3 | Heidrun G. sagt am 19. März 2009 um 17:59
@Peter A.
Ohne Zweifel gibt es empirische Untersuchungen über Waldorfschulen. Die von Ihnen angeführte Literatur gibt aber nicht nur die “Wirksamkeit”, sondern genausogut die “Unwirksamkeit” einiger Felder der Waldorfpädagogik wieder.
Viel interessanter erscheint mir der Hinweis auf die Qualität der Lehrer an Waldorfschulen. Die läßt sich also mit einem Vergleich der Abi-Quoten von Regel- und Waldorfschule beweisen?? Mit einem äußerst geringen Anteil an Migrantenkindern und wenigen Schülern aus sozial schwachen Verhältnissen ist eine Vergleichbarkeit mit Regelschulen lediglich polemisch. Der Aussagewert tendiert gegen null. Auch die von Ihnen angeführten Untersuchungen bestätigen doch, dass die Elternhäuser überproportional aus dem Bildungsbügertum stammen. Das entzieht einem Vergleich die Grundlage.
Außerdem sei die Frage erlaubt, wie hoch der Anteil an Schülern ist, der schon vor Prüfungen durch entsprechende Beratungsgespräche seitens der Schule erst gar nicht die Prüfung ablegen, weil das Scheitern voraussehbar ist…
Darüber hinaus ist der Anteil an Schülern, die nur durch Nachhilfelehrer den Stoff bewältigen, recht hoch…
Auf die eigentlichen Kritikpunkte gehen Sie leider nicht ein.
#4 | Stefan Laurin sagt am 19. März 2009 um 22:34
@Berry: Ich bin der letzte Mensch auf Erden, bei dem Sie sich für Rechtschreibfehler entschuldigen müssen.
Und ja, mir sitzt die Waldorfschule quer. Erst einmal aus den von Ihnen genannten Gründen: Ich mag keine Privatschulen und bin ein Freund der öffentlichen Schulen. Ich bin der Ansicht dass es für Kinder gut ist, auch Kinder aus anderen Schichten kennen zu lernen, auch zu erfahren was Arbeitslosigkeit etc. bedeutet. Das für Ihre Kinder die Waldorfschule OK war freut mich (und das ohne jede Hähme). Aber ich kannte auch Waldorfschüler die keinerlei politische Bildung erfahren haben und denen ich (nachdem sie Abitur hatten) erklären durfte, was ein Kanzler ist, was ein Bundespräsident ist und was die Zweitstimme ist. Ich habe das ganz normal auf der Schule gelernt. Dafür kannten sie sich wirklich mit Zwergen und Wichteln aus. Ich fand das erschreckend. Übel finde ich die Ideologie von Steiner, die rassistische Elemente hat. Ich mag es nicht, das eine Bewegung Die auf Steiners Ideen beruht Schulen betreiben darf. Ich halte ziemlich viel von der Aufklärung und sehr wenig von Esoterik und Okkultismus – und in diese Bereiche gehört Steiner. Ich weiß das jede Waldorfschule anders ist, was die Kritik an “den” Waldorfschule erschwert. Aber Heidrun G. war an einer. Vielleicht hatten ihre Kinder einfach nur Glück.
#5 | Arnold Voß sagt am 19. März 2009 um 23:48
Die Waldorfschule ist nichts anderes als eine religiöse Schulform. In Bezug auf die Auswahl ihrer Lehrer agiert sie entsprechend wie ein sogenannter Tendenzbetrieb. Auf diese Weise ist eine ernst zu nehmende interne Diskussion über die Pädagogik selbst unmöglich. Damit findet auch eine Erneuerung und gesellschaftliche Anpassung der Schule an veränderte Verhältnisse nur begrenzt und wenn überhaupt nur sehr langsam statt. Eine echter Dialog konträrer Meinungen ist nämlich ausgeschlossen bzw. können die Kritiker nur dann im System bleiben, wenn sie sich letztlich den ?Bewahrern? fügen. Diesbezüglich gibt es jedoch graduelle Unterschiede zwischen den einzelnen Schulen in ihrer inneren Liberalität.
Auf diese Weise ist die Waldorfschule trotz ihrer überdurchschnittlichen Elternbeteiligung und ihrem besonderen Zugang zu ihren Schülern im Kern eine undemokratische, wenn nicht antidemokratische Einrichtung. Ganz abgesehen davon, dass Steiner selbst nicht als besonderer Freund der Demokratie bekannt ist. Die Eltern spielen dieses Spiel jedoch oft gegen besseres Wissen mit, weil sie sich in dieser Schule eine besondere Betreuung ihrer Kinder erhoffen und weil sie sie von den sozialen Problemen der staatlichen Schulen fernhalten wollen.
Das wiederum führt zu einer partiell recht doppelmoralischen Atmosphäre, denn die Kinder bekommen natürlich mit, dass ihre Eltern keineswegs nach den Regeln und Werten Leben, die ihnen in der Schule ?gepredigt? werden. Oft werden sie sogar gebeten, den Lehrern nichts davon zu erzählen. Kinder die gegen dieses ?System? opponieren respektive geistig und seelisch damit nicht klar kommen, kommen in allergrößte Schwierigkeiten und werden mitsamt ihren Eltern über kurz oder lang aus der Schule gedrängt. Oder sie tauchen erst gar nicht dort auf, wenn sich die Erziehungsberechtigten genügend und jenseits der offiziellen Verlautbarungen kundig gemacht haben.
Es gibt aber auch eine Menge Kinder die damit bestens klar kommen, weil sie den besonderen Ansatz dieser Schule zusammen mit ihren Eltern auch weitest gehend zu leben versuchen. Und die Gruppe natürlich, die die ungeschriebenen doppelmoralischen Regeln der Schule perfekt beherrschen. Für beide zusammen und das heißt für die überwiegende Mehrheit der Eltern und Schüler wird und ist die Waldorfschule dadurch sicherlich die richtige Schule.
#6 | Angelika Hörner sagt am 20. März 2009 um 15:46
Auslöser für die Anmeldung unserer Tochter in der Waldofschule war ihr Geschichtsheft (Realschule Klasse 9): Abhandlung Gründung Deutsches Reich 1871 bis 1900. Im letzen Fünftel der Heftseite kam die Überschrift: Ursachen der Oktoberrevolution in Rußland 1917 und einige Daten. Auf mein Unverständis hin, antwortete mir meine Tochter, man hätte noch schnell in den letzten 10 Minuten der Unterrichtsstunde ein neues Thema angefangen. Meine Tochter konnte mir kaum etwas über das Deutsche Reich erklären noch die Ursachen der Oktoberrevolutioon darlegen.
Vorangegangen waren diesem “Ereignis” Unmut über das Lernen für die nächste Klassenarbeit, die Persönlichkeitseinschätzung der Schüler nach Zensuren, schulmeisterliche Belehrungen zu Elternabenden (nur 3 x im Jahr). Wir hatten immer den Eindruck, es gehe nur um den Lernplan und die Zensuren. Die Angst, keine Ausbildungsstelle zu bekommen, wurde ständig als Druckmittel für gute Zensuren benutzt.
Dieses Druckmittel gibt es in der Waldorfschule nicht. Dafür aber ausführliche schriftliche Einschätzung der Leistung und monatliche Elternabende – zu denen die Eltern auch kommen!!!! Wir und unsere Tochter empfanden ein Bemühen um jeden Schüler. Durch das sehr gute Verhältnis zum Elternhaus konnten Probleme rechtzeitig besprochen werden. Besonders die Anregungen über Kunsthandwerke wie Weben, Tischlern, Steinmetzen, Zeichnen und Schauspielern während des Schulunterrichts (auch Samstags) förderten das Selbstbewußtsein unserer Tochter. Vom lernschwächsten bis zum hochintelligentesten Schüler wurden alle mitgezogen. Nie haben wir einen religiösen oder spirituellen Einfluss bemerkt. Die Realschul-und Abiturprüfungen mussten vor schulfremden Lehrern (vom Regionalschulamt beaufsichtigt) abgelegt werden.
Unsere Tochter ist heute nach einem Sozialpädagogikstudium begeisterte Kindergärtnerin, ein Klassenkamerad studiert in Tokio Verkehrstechnik, ein anderer ist Pädagoge geworden, andere Tischler, Florist, Arzt.
#7 | Andreas Lichte sagt am 29. Mai 2009 um 10:58
Hallo “Ruhrbarone”,
ich bin ausgebildeter Waldorflehrer, habe aber darauf verzichtet, für eine fundamentalistische, religiöse Gemeinschaft – die Anthroposophie – zu arbeiten.
Hier gibt es mehr infos zur Ausbildung der Waldorflehrer, den Waldorfschulen ganz allgemein, und mir:
- ?Seminar für Waldorfpädagogik Berlin? – ein Interview mit Andreas Lichte
http://blog.ebook-insel.de/2008/10/22/seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin-ein-interview-mit-andreas-lichte/
Ich habe unter anderem an den folgenden TV-Beiträgen mitgearbeitet:
- “Betrifft: Wie gut sind Waldorfschulen?”
http://www.youtube.com/watch?v=x8aCwm7bzQ4
- Frontal 21: “Kritik an Waldorf-Lehrern – »Wir haben die meiste Zeit gesungen«”
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/710932?inPopup=true
Ich war Gutachter im Indizierungsverfahren der “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” (BPjM) wegen Rassismus gegen 2 Bücher Rudolf Steiners, siehe für den aktuellen Stand:
- “Bundesprüfstelle an der Nase herumgeführt”
http://brightsblog.wordpress.com/2008/11/24/bundesprufstelle-an-der-nase-herumgefuhrt/
#8 | Bastian sagt am 20. August 2009 um 10:25
coole fortsetzung, interview von andreas lichte mit den ruhrbaronen:
http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/
Waldorfschule: Vorsicht Steiner
Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten ? warum?
Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:
?Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.?
Ruhrbarone: Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?
…
#9 | erdem muazzez sagt am 11. November 2009 um 12:31
sehr geerhete Frauen/herren
ich bin schon 4 jahre in Deutschlan leben. ich habe ein Kind.Er geht momentan kinderhaus.er ist 4 jahre alt.ich möchte ihm Waldofschule scheiken.ich habe bei ihnen informaion gelesen.ich freu mich…….
Mit freundlichen Grüßen
Erdem Muazzez
#10 | Gertrud Kiefer-Volkert sagt am 30. November 2009 um 12:32
Und wer sich die Binnenlogik zu Gemüte führen möchte, kann z.B. auf der Homepage von Hermann Keimeyer nachlesen, wie die neuesten Meldungen aus der geistigen Welt so lauten. Keimeyer ist ein selbsternanntes Medium, das angeblich Kontakt zum kosmischen Christus hat. Er kennt sich also aus mit dem Weltenplan, kann sozusagen in der von Steiner als Erkenntnisquelle (mit der z.B. über Reikarnationen von bedeutenden Politikern “forscht”!) gerühmten Akasha-Chronik lesen, seine Lesart ist angeblich christlich, christlich-politisch sozusagen. So etwas sollte man schon wissen. Tja, wahre Anthroposophie eben! Diese Anthroposophie ist Grundlage der Waldorfpädagogik und wird es bleiben, so lange bis sie verboten wird. Vielleicht diskutieren wir auch noch in hundert Jahren darüber.
#11 | Die Waldorfschulen informieren » ruhrbarone sagt am 8. Dezember 2009 um 18:06
[...] „Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.“ Eine ehemalige Waldorflehrerin blickt zurück. [...]
#12 | De steinerschool informeert « Steinerscholen.com sagt am 16. Dezember 2009 um 01:51
[...] Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden. Een gewezen steinerschoolleerkracht blikt terug [...]
#13 | Sabine sagt am 1. Februar 2010 um 10:32
…finde es hoch interessant, dass Leute, die nichts mit der Waldorfschule zu tun haben bzw. keine Kinder dort haben, so viel Negatives zu berichten haben…
Klar jede Schule (egal ob Privat- oder staatl. Schule) steht und fällt mit den Menschen, die dort arbeiten bzw. lehren. Für meinen Sohn, der übrigens zwei Jahre lang eine staatliche Schule besucht hat, konnte ich bisher nur Positives verbuchen. Und ich sehe mich eher als kritischen Menschen, der weder besonders alternativ noch der typ. Waldorf-Elterntyp ist (falls es den überhaupt gibt..). Das Eltern bei jeder Schulform präsent sein sollten, das versteht sich ja von selbst. Nur wer sich kümmert, der ist am Jahresende nicht über die Noten im Zeugnis seines Kindes überrascht. Und die Waldorfschule fordert dieses Kümmern und den Austausch mit den Eltern mehr ein, als dies an staatl. Schulen der Fall ist. Für uns gilt jederzeit wieder!
Und für alle, die sich nur und ausschließlich den Texten von und über Herr Steiner widmen, kann ich nur empfehlen sich doch mal eine Waldorfschule/ Unterricht mal direkt anzuschauen. Das halte ich für sehr viel ergiebiger als dieses nutzlosen, endlosen Diskussionen……
#14 | Andreas Lichte sagt am 1. Februar 2010 um 11:44
@ Sabine
Sie schreiben: “Und für alle, die sich nur und ausschließlich den Texten von und über Herr Steiner widmen, kann ich nur empfehlen sich doch mal eine Waldorfschule/ Unterricht mal direkt anzuschauen …”
Haben Sie sich denn den Unterricht direkt angeschaut?
Ich auf jeden Fall, ich habe unterrichtet, u.a. an der “Waldorfschule Märkisches Viertel Berlin”.
Eine Schule im “Sozialen Brennpunkt” Märkisches Viertel, auf die kein einiges Kind aus dem Sozialen Brennpunkt geht … siehe zum Thema Waldorfschule als “Ausländerfreie Zone”, bzw. Schule ohne Kinder aus “sozial benachteiligtem Milieu”:
http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-37883
#15 | Andreas Lichte sagt am 1. Februar 2010 um 11:48
@ Sabine
Vielleicht sollten Sie doch einmal Steiner lesen, als ausgebildeter Waldorflehrer sage ich Ihnen:
A L L E S , was in Waldorfschule passiert, beruht letztlich auf der Anthroposophie Rudolf Steiners.
Werden Eltern darüber informiert? Ich habe einen Eltern-Info-Abend einer Berliner Waldorfschule besucht, um diese Frage zu klären, siehe den Artikel:
“Die Johannes-Schule Berlin – wie Waldorfschulen Eltern aufklären”
http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/
#16 | SwENSkE sagt am 3. März 2010 um 18:33
Lieber Hr. Lichte,
Leute die so missionarisch agieren wie Sie das tun machen mich immer EXTREM mißtrauisch.
#17 | Andreas Lichte sagt am 3. März 2010 um 20:06
@ SwENSkE
welchen Verdacht haben Sie denn?
Hier noch jemand anders, den Sie verdächtigen dürfen:
http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-curriculum-und-karma-das-anthroposophische-erziehungsmodell-rudolf-steiners/
“Waldorfschule: Curriculum und Karma – das anthroposophische Erziehungsmodell Rudolf Steiners
Die anthroposophische Pädagogik ist eine Mogelpackung für Herrschaft. Sie beutet das vielfach anzutreffende Orientierungsbedürfnis aus, um die Herrschaft einer selbsterwählten Elite zu begründen. Von unserem Gastautor Klaus Prange. (…)”
#18 | Paul Kuhn sagt am 31. März 2010 um 17:28
Als ausgebildeter Waldorflehrer sollte man schon wissen, das es “die”Waldorfschule gar nicht gibt.
#19 | Andreas Lichte sagt am 31. März 2010 um 19:21
@ Paul Kuhn
was besseres fiel Ihnen nicht ein?
Was sagen Sie dazu, dass die “Ausbildung” zum Waldorflehrer eine Steiner-Gehirnwäsche ist? Und das nicht nur am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”, wo ich sie machte, lese:
“Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm
#20 | Andreas Lichte sagt am 31. März 2010 um 19:23
@ Paul Kuhn
… damit wir uns auch wirklich richtig verstehen … zur “Steiner-Gehirnwäsche” … hier noch ein Brief, der die Ausbildung zum Waldorflehrer am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” beschreibt:
“M.S.
Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
Beuthstr. 6-8
10117 Berlin
Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte
Berlin, 28.2.2007
Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,
ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.
Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.
Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.
Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.
Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.
Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.
Mit freundlichen Grüßen
M.S.”
#21 | Anna sagt am 30. September 2010 um 19:06
Krasser Kommentar von Frau G.
Ich bin von der Waldorfschule in die 10.Klasse eine Gymansiums gewechselt und musste dort am Ende auch direkt die zentralen Prüfungen schreiben für die Zulassung zur Oberstufe.
Ohne probleme und mit der 1 vor dem Komma auf dem Abschlusszeugnis mit dem Realschulabschluss bin ich jetzt in der Oberstufe.
Der Anteil an schlechten, unmotivierten Lehrern ist auf dem Gymansium höher als auf der Waldorfschule. Dass auf dem Gymnasium mehr Wissen vermittelt wird, stimmt. Ich bin auch zufrieden mit dem Schulwechsel. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass auf dem Gymnasium mehr “Oberflächendenker” sind, die möglichst dem Lehrer nur alles Recht machen und keine Eigeninitiative, keine eigenen Vorstellung oder Denkansätze besitzen.
Die Mischung bei mir fand ich ideal, denn ich habe die Waldorf-Erziehnung genossen und kann nun nach meinen Vorlieben die Fächer wählen und bringe Leistung ohne zu viel Druck.
So ist die Behauptung (und ich bin nicht die einzige die gewechselt hat) dass Waldorfschüler zurückgestellt werden müssen, Müll. Es ist eine Umstellung, die nicht von selbst läuft, aber der Mensch ist ja anpassungsfähig.
Nur dieses Leistungsdenken ist doch doof, ganz ohne gehts auch nicht.
Nun, ich werde mir mal die Stilmittel der Lyrik aneigen.
#22 | Andreas Lichte sagt am 30. September 2010 um 23:54
@ Anna
warum schreibst du deine Werbe-Botschaften anonym?
Lass uns doch wissen, wer die Musterschülerin “Anna” – “mit der 1 vor dem Komma auf dem Abschlusszeugnis” – ist, auf welcher wunderbaren Waldorfschule sie war, usw.
#23 | Andreas Lichte sagt am 30. September 2010 um 23:55
Das Dossier zur Waldorfschule und zur “Ausbildung” von Waldorflehrern am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”:
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_dossiers/waldorfschule_anthroposophie/
“Waldorfschule & Anthroposophie”
Markus Beauchamp, Nicole Glocke, Andreas Lichte: “Rudolf Steiner in Berlin”
Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte über den Begründer der Waldorf-Pädagogik.
Novo88 (5-6 2007), S. 56, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm
Nicole Glocke: “Inkarnieren zum Klavier”
Nicole Glocke über ihre Erfahrungen am Seminar für Waldorfpädagogik in Berlin.
Novo88 (5-6 2007), S. 57-59, http://www.novo-magazin.de/88/novo8857.htm
Andreas Lichte: “Die Welt in meinen Füßen”
Andreas Lichte über die Seriosität von Waldorfschulen.
Novo82 (5-6 2006), S. 16-18, http://www.novo-magazin.de/82/novo8216.htm
Andreas Lichte: “Vom zweifelhaften Erfolg der Waldorf-Pädagogik”
Andreas Lichte über esoterische Anthropologie und deren Unvereinbarkeit mit aufklärerischer Bildung.
Novo 73/74 (11 2004-02 2005), S. 22-24, http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm
Andreas Lichte: “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”
Erlebnisbericht eines Hospitanten, der das Weite suchte.
Novo71 (7-8 2004), S. 38-43, http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm
#24 | Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden sagt am 1. Oktober 2010 um 11:28
*hüstel*
Sie sitzen allen Ernstes mitten in der Nacht am Rechner und fragen nach dem Klarnamen und dem der besuchten Schule eines Schulmädchens?
Und dann? Soll Sie Ihnen vielleicht noch Photos schicken? Selbstverständlich nur, um zu belegen, daß sie nicht in Wirklichkeit z.B. Malte oder Detlev heißt?
Und Sie schicken Ihr dann dafür ganz viele Links zu Kommentaren zu Artikeln mit Links zu Kommentaren zu Artikeln mit Links zu Kommentaren zu Artikeln?
Wenn man nichts mehr merkt, vor lauter Beißreflex…
Pardon, das mußte einfach mal raus. Mir geht es jetzt auch direkt schon viel besser.
Schönes Wochenende allenthalben!
PS: Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden ist nicht mein wirklicher Name!
#25 | Frank sagt am 1. Oktober 2010 um 11:39
@ Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden
du hättest so schön Werbung machen können, für die wunderbare Waldorfschule. Und jetzt das übliche “im Abgang schal mit einem leicht säuerlichen Nachgeschmack”.
#26 | Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden sagt am 1. Oktober 2010 um 12:13
Nö, hätte ich nicht. Muß ich auch nicht. Will ich auch nicht.
Ich lese täglich die Ruhrbarone. Als Substitution zum WAZ-Abonnement quasi. Und mich stößt dieser geifernde Stil, der hier schon seit Monaten durch die Kommentarspalten schwappt, ab. Unappetitlich. Alle paar Wochen läßt sich dann mal jemand unbedarfterweise auf eine “Diskussion” mit ihm ein, und da capo. Anfangs fand ich es noch amüsant. Aber so Klöpse wie oben verderben mir dann echt den Spaß. Man sieht förmlich die Eifersabbertröpfchen am Monitor. Und es kommt doch wirklich nix bei rum.
#27 | Frank sagt am 1. Oktober 2010 um 14:03
@ Neindankeichmöchtenichtgestalktwerden
Bei solchen Kommentaren wie deinen, was soll denn “dabei rum kommen”?
#28 | toby sagt am 2. Oktober 2010 um 08:11
@ Anna #21
eigenlob stinkt !
#29 | Rosemary sagt am 12. Januar 2011 um 20:15
Für meinen Sohn war die Waldorfschule der blanke Horror…
Er war total unterfordert und gelangweilt. Das ganze Singen und Malen machte ihm keinen Spaß. Die Klasse war groß und viele sozial extrem schwierige Kinder in der Klasse, die Klassenlehrerin konnte nicht damit umgehen, Beschwerden von Eltern hatten keine Konsequenzen. Mein Sohn verweigerte sich total, wollte nicht mehr zur Schule.
Heute halte ich das ganze Waldorf-Konzept für gefährliche “panmäßige Kinderverdummung”.
Mein Sohn besucht jetzt eine staaliche Grundschule und geht gerne zur Schule! Mathematik ist sein Lieblingsfach. Im Lesen und Schreiben hat er, Dank Waldorfschule, starke Defizite, die wir noch aufarbeiten müssen.
Eine Bekannte nahm ihren Sohn von der Waldorschule, weil er in der 5. Klasse noch nicht lesen und schreiben konnte! Er besucht heute eine staatliche Gesamtschule und es geht ihm gut.
Ich kann nur jedem von der Waldorfschule abraten!!!
#30 | Rosemary sagt am 12. Januar 2011 um 20:37
Noch ein Wort zu dem ständig gebetsmühlenartig wiederholten Argument, an der Waldorfschule würden statistisch mehr Schüler Abitur machen, als an Regelschulen. Tausendmal habe ich es im Internet gelesen.
Winston Churchill sagte einmal: “Ich glaube nur Statisktiken, die ich selber gefälscht habe.”
Nun in der Statisktik werden nur die Schüler gezählt, die zum Abitur zugelassen werden. Verschwiegen wird aber, dass meistens nur Schüler zugelassen werden, die das Abi wahrscheinlich auch schaffen. Die Schüler die nicht zum Abitur zugelassen werden bzw. die die Waldorfschule vorher schon verlassen, werden nicht mit berücksichtigt.
Meine Erfahrungen im Bekanntenkreis sehen ganz anders aus. Die Haupfächer werden an Waldorschulen auf einem extrem niedirgen Niveu unterrichtet, viele Waldorfschüler schaffen den Schulwechsel in eine staatliche Schule nur sehr schwer und alle haben große Defizite. Das sagen auch alle Lehrer an staatlichen Schulen, die ehemalige Waldorfschüer unterichten.
Von der Tatsache, dass der Geschichtsuntericht an Waldofschulen wohl eher einer Märchenstunde gleicht, mal ganz zu schweigen…
#31 | Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“ sagt am 16. Juli 2011 um 16:50
“Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“
Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)
Hopmann: (…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.
Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)”
das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/
#32 | Marion sagt am 9. September 2011 um 23:34
Hallo , ich bin neu hier und lese mit grossem Interesse…..habe drei Waldorfschueler einer bayrischen Schule in meiner Nachhilfe, die ich in einer Fremdsprache soweit bringen soll, dass sie erstmal überhaupt für die Abiturklasse zugelassen werden. Nach 11 Jahren Fremdsprachenunterricht können die jungen Leute nichts, gar nichts.Die einfachsten Strukturen fehlen, nichts ist abrufbar vorhanden. null. Ich habe bei Adam und Eva beginnen müssen, buchstäblich. Nach nur 6 Wochen gemeinsamen Arbeitens sind sie auf dem Stand der Realschüler nach einem Jahr des Lernens, was beweist, dass es nicht an Ihnen gelegen hat sondern an der (Nicht-) Vermittlung des Stoffes, oder ?
Vor etwa 16 Jahren durfte ich einen Vortrag des leitenden Kinderarztes Dr. Mittelstrass an der Filderklinik in Filderstadt- Bonlanden zum Thema Neurodermitis hören. Achteckiger Raum, orangefarbene Wände, Edelsteine in der Mitte, Gedichte ……Vortrag. dann wurden Fragen zugelassen. Auf meine Bitte, doch zu erklären (deshalb war ich gekommen, akuter Anlass), was die von ihm beschriebenen Therapieformen der Schulmedizin voraus haetten (das war alles sehr obskur geblieben) , laechelte der Herr mich an und sagte : Ich ziehe es vor, zur naechsten Frage ueberzugehen. BASTA. Und dieses Schweigen habe ich über die Jahre immer wieder erlebt wenn ich mit Anthroposophen zu tun hatte. Eine inhaltliche Auseinandersetzung schaetzt man offenbar gar nicht.
Was meine Nachhilfeschüler anbelangt, so bitte ich um Verstaendnis, dass ich hier keine Schule nenne, sie wären sehr leicht zu identifizieren und es steht mir nicht zu, sie in die öffentliche Diskussion zu bringen.
ich persönlich fange eigentlich jetzt erst an, mir wirklich eine Meinung zu dem Thema zu bilden, meine Kinder waren/sind an staatlichen Schulen, gut geraten, einer studiert.
Abschliessende Frage, gibt es einen Lehrplan für die OS, aus dem ich erkennen
Kann, wie der Lehrer seine Schüler auf das Abi vorbereiten soll?
Danke für Tipps !!
#33 | Marion sagt am 9. September 2011 um 23:36
Verzeihung, ich bin hier noch am Ueben, ja ich möchte über Kommentare zu meinem Artikel informiert werden
Danke
marion
#34 | Andreas Lichte sagt am 10. September 2011 um 10:02
@ Marion #32
Danke für Deinen Kommentar!
– Du bestätigst damit eine Studie, die herausgefunden hat, dass an der Waldorfschule der meiste Nachhilfe-Unterricht von allen Schulformen in Anspruch genommen wird
– Du bestätigst eine persönliche Erfahrung: ich habe mal jemanden kennengelernt, der seinen Lebensunterhalt mit Nachhilfe-Unterricht für Waldorfschüler verdiente
Deine Frage: “gibt es einen Lehrplan für die OS, aus dem ich erkennen
Kann, wie der Lehrer seine Schüler auf das Abi vorbereiten soll?”
Da bin ich gerade überfordert. Aus meiner Erfahrung (als ausgebildeter Waldorflehrer) kann ich Dir nur sagen, dass die offiziellen Lehrpläne der Waldorfschule nicht viel mit der Schulwirklichkeit zu tun haben … natürlich steht im Lehrplan auch nicht, dass die Kinder statt Sprachen “Atlantis” lernen, sonst gäbe es wohl Schwierigkeiten mit der staatlichen Förderung.