Karel Gott – Wie sich die Ruhrbarone einmal durch die Saure-Gurkenzeit gerettet haben

"Wir brauchen Klicks, Klicks, Klicks", sagte der griechischstämmige Chef vom Dienst während der Telefonkonferenz und pedikürte sich seine Fußnägel oberhalb der Terasse seines Penthauses im Bochumer Bermudadreieck.
Der zu kurz geratene Freakshow-Reporter, eingehuscht zwischen seinen Apple-Rechnern, sprach in sein juwelenverziertes IPhone mit Blick auf den Kölner Zentralfriedhof:
"Eine Wundertüte, es braucht eine Wundertüte. Aber vegan."
Den Ball nahm der protestantische Prediger auf, wiederum in Bochum, er nahe der Sternwarte, auf sein Stadion Ausblick heischend, zog ihm den Zahn:
"Nicht ohne Evaluation unserer Ethikrichtlinien", sprach der Missionar – wie weiland Gerd Müller niemals einköpfte.
Nichts was den Bottroper auf dem Kinderfahrrad beeindruckte: "Mit den Menschen reden, rauskitzeln, und zwei Negierungen in der Herleitung sind eh zu kompliziert."
Dieweil hörte der verlässliche Grafiker in Herten die ganze Show leichten Fußes mit.
Ralf und ich haben uns dann irgendwie schnell auf Karel Gott geeinigt, um diesen No-Beitrag wegzuhauen, der nur dazu dient, Euch Leser bei der Stange zu halten
Jedenfalls, Karel Gott, der zieht immer. Und irgendwie gibts auch einen aktuellen Anlaß:
Karel Gott wurde am 14. Juli siebzig Jahre alt.
Hier ist ein Song des Geisterreiters. Und eine Illu von Ralf Wasselowski.





#1 | Ralf Wasselowski sagt am 29. Juli 2009 um 21:36
Das ist kein Trash Leute.
Hört euch mal die Musik an, die teils von John Cage (“Minimal Music” und “Ambient”) beeinflußt, Dinge vorbereitet hat, die man einem Schlagerfuzzi nicht zutraut. Natürlich kennt ihr nur die Hits und macht euch lustig darüber. Aber kennt ihr auch die B-Seiten? Kein anderer hat so viele publiziert wie er. Nur Madigmacher behaupten, er hätte ausschließlich B-Seiten veröffentlicht.
Die Texte sind im Zuge des Untergangs der Cut-Up-Technik nicht mehr zu bewerten.
Karel Gott – das hätte mal der deutsche Bob Dylan werden können. Das mörderische Business hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. So kam er in die Hölle. Kein Zuckerschlecken bei dem Namen.
Deutsche Volksmusik? Das möchte ich nicht. Karel Gott? Den doch.
#2 | Mit-Leser sagt am 29. Juli 2009 um 22:57
Zugegeben: Eure Telefonkonferenzen klingen spannend. Aber ob man mit Volksmusik, youtube-Videos für Frank Steinmeier und kleinen Skandalen aus langweiligen Vorstädten die gewünschten Klicks erreicht? Ich bin mir da nicht so sicher?
(Auf der anderen Seite hab ich ja gerade mehrmals Klick gemacht – war aber tatsächlich irgendwie langweilig. Heute.)
#3 | Ralf Wasselowski sagt am 29. Juli 2009 um 23:33
Siehste. Biste uns auf den Leim gegangen.
#4 | David aus Frankreich sagt am 1. August 2009 um 12:08
Was ein Unsinn
#5 | Karel Gott: Das posthum(an)e Bild-Musik-Crossover? | endoplast.de sagt am 27. August 2009 um 17:30
[...] wird weiter darüber berichten. Dem Vernehmen nach wurde heute Nacht bei den Kollegen von den Ruhrbaronen ebenfalls etwas über Karel Gott gebracht, ohne auf das Bild einzugehen. Karel Gott, ein Gigant der [...]