
Die Duisburger Rapcombo ‘Die Bandbreite‘ soll Samstag auf dem Rheinhauser Stadtfest auftreten.
Verschwörungsspinnereien mit Gewerkschaftshintergrund: Die volle Bandbreite der Bandbreite. Foto: Bandbreite
Den Veranstaltern, dem örtlichen Werbering und Sponsoren wie der Stadtsparkasse gilt das Duo als lokalpatriotisch gesonnen und jugendlich zeitgemäß: Anfang des Jahres landeten die Deutschsprachler ihren größten Hit.
‘Dat is Duisburg’ ist eine leidlich humorige Hymne über die Eisenüttenstadt im Ruhrdelta. Das Werk wurde bei Youtube bislang 450 000 mal abgerufen und bescherte der Combo lokale Credibility.
Aber jenseits des harmlosen Fun-Raps hat die Bandbreite ein anderes Gesicht.
Die Band, deren Mitglieder in Kreisen der Gewerkschaftsjugend und der Sozialistischen Jugend - Die Falken - Rap-Workshops veranstalten, vertritt eine gefährliche Verschwörungslegende:
In ihrem Song ‘Selbst gemacht‘ machen die Musikpädagogen "die USA für den 11. September veranwortlich und werfen ihnen vor, Soldaten geopfert zu haben, um in den Zweiten Weltkrieg einzugreifen", notierte SpOn schon Ende November letzten Jahres.
Unter öffentlichem Druck bestätigt Bandbreiten-Rapper Wonja diesen Spinner-Standpunkt auf You Tube noch einmal explizit: "Wenn man sich Berichte anguckt, dann wird es plausibel, warum die Amerikaner Terroranschläge auf ihre eigenen Hochhäser verübt haben - Es gibt genügend Berichte im Internet, informiert Euch doch einmal darüber."
Dergleichen Spinnerthesen scheinen unter Linken beifallwürdig: Der Geschäftsführer der Duisburger Linken, Werner Wirtgen lud die Bandbreite zum traditionellen Fischessen der Linkspartei Aschermittwochs in die Rheinhauser Traditionsgaststätte Holzweiler.
Beifallspendende Parteipromis der geschlossenen Veranstaltung waren unter anderem der Bezirksgeschäftsführer der Gewerkschaft Verdi Thomas Keuer und das Linkspartei-Landesvorstandsmitglied Edith Froese. Und der Pressesprecher der NRW-Linkspartei, Ralf Michalowsky, bekannte auf Nachfrage: "Auch muss ich gestehen, dass ich applaudiert habe."



Das die USA (und natürlich die Briten) Deutschland befreit haben, werden ihnen die Deutschen nie verzeihen.
Comment von Stefan Laurin — 29. Mai 2008 @ 09:18
schreib nochmal “Spinner”, bitte
Comment von Philip — 29. Mai 2008 @ 10:40
@Thomas: kein guter journallistischer Stil! Finde es gar nicht gut, jemanden nur wegen seiner Weltanschauung (und sei sie noch so abstrus) anzufeinden. “Linke Spinnerbande” - was soll das?
Ich bin der letzte, der diese Band (die ich, bis auf deren besagtes Video, gar nicht kenne) verteidigen will, zumal ich die zitierten Äußerungen “etwas daneben” finde…aber ich reagiere ein bisschen allergisch, wenn eine persönliche Meinung derart in der Öffentlichkeit runtergeputzt wird (und das von einem Journalisten!)…wohin das führen kann, haben wir ja bei den Dixie Chicks sehen können (diese mutige us-amerikanische Frauencombo hat es gewagt den Präsidenten öffentlich zu kritisieren und ist daraufhin von allen Seiten angegiftet worden - bis hin zu Radioverbot etc.)…einen bestimmten Kodex sollte man in seiner Kritik schon einhalten…
Was die Verschwörungstheorien betrifft, so sind die einfach dumm und unreflektiert…die meisten Vertreter solcher Theorien glauben leider immer noch an den bösen Onkel im Hintergrund (in diesem Falle natürlich der personifizierte Uncle Sam), der geheime Pläne schmiedet und realisiert und dabei die Fäden in der Hand hält…
Das ist natürlich Quatsch!
Dennoch sollte ein kritischer Geist sich fragen dürfen, warum der beste Geheimdienst der Welt es nicht geschafft hat, eine derart komplexe Anschlagsserie wie die des 11/9 (die ja in den USA selbst vorbereitet worden war) im eigenen Land zu verhindern…das geht nicht in meinen Kopf hinein…ich persönlich habe schon von Anfang an die These vertreten, das “Teilbereiche” der verschiedenen geheimdienstlichen Organisationen in den USA von den Vorbereitungen der Anschläge weit mehr wussten als sie im Nachhinein bereit waren zuzugeben…und ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass einzelne geheimdienstliche Kräfte “aus politischen Gründen” nicht einschritten, einen “kleinen” Anschlag wohlweislich in Kauf nehmend, ohne freilich wirklich alle Zusammenhänge zu kennen, d.h. die Zahl, Brutalität und Größe der Anschläge vorausahnen zu können…aber irgendetwas ist im (Geheimdienst-) System…sicher schief gelaufen… was genau da falsch lief, wird wohl niemals aufzuklären sein…
Das ist zwar weit weg von jeder Verschwörungstheorie und hat eher mit der undurchschaubaren (Selbstläufer-)Struktur von Geheimdiensten (wieder ganz im Luhmannschen Sinne) zu tun…ich hoffe aber, Du wirst mich jetzt nicht gleich einen linken Spinner schimpfen, Thomas!
Was mir wesentlich mehr Sorgen in den letzten Jahren bereitet hat als irgendwelche abstrusen Verschwörungstheorien, war der aufblühende Anti-Amerikanismus in Europa (gerade auch in Deutschland!)…und der hatte nichts mit “links” und “rechts” zu tun, sondern eher damit, dass man mit der Bush-Regierung und dem Schröderschen Freibrief endlich die Legitimation fand mit der Siegermacht USA “ein bisschen abzurechnen” …das war (und ist!) in linken wie in rechten Kreisen gleichermaßen beliebt. Allzu schnell wurde “vergessen”, was wir den USA zu verdanken haben…”Dass die USA (und natürlich die Briten) Deutschland befreit haben, werden ihnen die Deutschen nie verzeihen”, wie Stefan meinte…
Das, was da in den letzten Jahren zum Teil öffentlich veranstaltet wurde, diese Gleichsetzung von Bush und USA z.B., fand ich ziemlich widerlich…ich kenne die USA von einem mehrmonatigen Aufenthalt ganz gut, hatte trotzdem immer auch ein recht kritisches Verhältnis zu dem Land, in letzter Zeit jedoch habe ich die Kultur erst richtig schätzen gelernt (Literatur, Musik)…die Stimmung in Europa hat mich regelrecht zu einem Amerikafreund gemacht…
Comment von Jens Weissenberg — 29. Mai 2008 @ 18:06
>kein guter journallistischer Stil! Finde es gar nicht gut, jemanden nur wegen seiner Weltanschauung (und sei sie noch so abstrus) anzufeinden
Also, meine Klappe ist so groß wie das First Amendment das umreißt.
Meinentwegen soll jedes Wesen jeden Stuß behaupten dürfen. Die Größe, das zuzulassen und auszuhalten, ist nix anderes als ein Konstituens von Demokratie.
Aber wenn mir jemand etwa die jüdische Weltverschwörung, die Überlegenheit der arischen Rasse, die Illuminaten oder Fakten darüber, daß die US den 9/11 gefingert hätten, an die Backe schwartet, dann erlaube ich mir, auch deutlich zu werden.
Obschon ich das hier weitgehend sachlich erledigt habe.
Im einschlägigen Fall hab’ ich das Credo dieser Bandbreiten-Combo mit Variationen des Wortes Spinner belegt - ich hätte auch paralellisieren können, so etwa:
Viele kleine arme Scheißer, nicht nur in Dunkeldeutschland, werden etwa durch Nazi-Oi! sozialisiert gewaltbereit gemacht. Ich weiß das auch, weil ich dabei war und drüber reportierte. Musik ist eine wesentliche Sozialisationsagentur im Jugendalter.
Jetzt kommen Vögel wie der Bandbreiten-Wonja und geben im Gewerkschaftsjugend-Umfeld Musikunterricht.
Da frag’ ich mich doch: Was kommt da noch so rüber? Welche Art und Richtung von Haß und Wahn könnte da eingeimpft werden? Mit heimlichem Lehrplan als kollateraler Effekt?
Früher hab’ ich mal für die ‘ran, das Jugendmagazin des DGB, geschrieben, Stefan übrigens auch, ich hatte da sogar ne Kolumne.
Damals hätten diese Bandbreiten-Vögel sowas von einem Arschtritt kassiert, gerade von Püttazubis im Ruhr- und im Saarrevier und solchen in den Metallberufen im Ruhrgebiet und im Frankfurter Gallusviertel -
jetzt fahren die da ihr Singspiel.
Ich bitte um Thesen darüber, was sich innerhalb der Gewerkschaftsjugend verändert hat.
>Linke Spinnerbande? - was soll das?
Ich schrieb nur von ‘Band’. Nicht von Bande: Banden sind nach Robin Hood, Schinderhannes, Pippi Langstumpf et al ehrbare Spontanorgansationen zur Umverteilung von Eigentum. Jedenfalls gemäß des nicht-perjorativen historischen Sprachgebrauches. (-:
Comment von Thomas — 29. Mai 2008 @ 20:21
Antiamerikanismus ist envogue. Vor allem bei Leuten die schlicht keine Ahnung haben worüber sie reden, wenn sie über die USA reden. Es gibt zweifellos ne Menge an der Politik der derzeitigen Regierung (und auch den vorherigen) dieses Landes zu kritisieren, aber selbst das tun die meisten Deutschen ohne jeden blassen Schimmer über die Hintergründe und unter Ausblendung der Tatsache, dass das innerhalb der USA schon lange und viel qualifizierter getan wird.
Die deutsche Linke, vor allem die, die in der gleich benamten Partei zu Hause ist, pflegt dabei im wesentlichen ihre identitätstiftenden Vorurteile. Diese Partei besteht nach meiner Erfahrung sowieso in der Mehrzahl aus Menschen denen es vor allem um den unbedingten Erhalt ihrer einmal gefassten Meinung über die Welt geht, egal wie sehr sich diese Welt verändert bzw.verändert hat.
Wer allerdings behauptet, dass der Anschlag auf das world-trade-center von der Regierung der USA selbst und absichtlich gesteuert wurde, der ist mit dem Begriff “Spinner” noch ausgesprochen fair bezeichnet. Glaubt denn wirklich jemand, dass, wenn das zweifelsfrei und seriös nachgewiesen worden wäre, Bush noch leben würde? Und wenn er noch leben würde, dass er dann nicht zumindest schon lange von seinen politischen Gegnern in den USA aus dem Amt geworfen worden wäre und im Gefängnis säße? Das nicht schon lange Hugo Chavez oder Putin oder sonst einer seiner internationalen politischen Gegener mit diesen Beweisen öffentlich angetreten wären? Für so einen Beweis bekäme man als Journalist in den USA übrigens nicht nur den Pulitzerpreis sondern soviel Geld, dass man den Rest seines Lebens sorgenfrei und sicher auf den Bahamas verbringen könnte.
Keine Frage, in den USA sind auch von höchster Stelle schon ne Menge Schweinereien begangen worden. Aber sie sind alle rausgekommen! Und das ist das, was die USA wirklich von den meisten Ländern dieser Erde unterscheidet! Das weiß auch George.W.Bush. Und dieser Mann ist eines garantiert nicht: Ein Selbstmörder.
Comment von Arnold Voß — 29. Mai 2008 @ 22:12
@Thomas: Das sind doch schon etwas mehr Informationen. Ich verstehe jetzt die Zusammenhänge besser…trotzdem: gerade für jemanden (wie mich), der nicht so im Thema “drin” ist, wäre eine größere Sachlichkeit (bzw. weniger Emotionalität) hilfreicher…
Und: die “Bande” war natürlich ein Schreibfehler… (-;
@Arnold: Was Sie ansprechen, sind die typischen Verschwörungstheorien, die gar davon ausgehen, dass auf höchster Ebene (hier: der Präsident) entschieden wurde…so etwas ist für mich ausgeschlossen…
Wir wissen doch alle, dass der Apparat in Demokratien nicht vom Kopf her gesteuert wird. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat nur wenig zu sagen und zu entscheiden, sondern er hat abzunicken und schön zu reden (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich gehe davon aus, dass nur wenig von dem, was Bush nach 9/11 gesagt hat, wirklich aus seinem Herzen sprach, sondern er hat nur so reagiert, wie ihm das seine Berater etc. vorgegeben haben. Das System entscheidet und erhält sich so selbst…deswegen sind die demokratischen “Familiendynastien” in den USA so wichtig - sie gewährleisten eine Fortsetzung des spezifischen (Regierungs-)Systems…
Ich meinte aber nicht Bush und die Regierung der USA, sondern das Geheimdienstsystem. Und Geheimdienste sind vor allem eines: geheim. Da existieren richtige Parallelwelten, die wir Normalbürger uns noch nicht mal im Traum vorstellen können. Und hier kann ich mir konspirative Einzelaktionen durchaus vorstellen, die aus welchen Gründen auch immer, Anschläge im eigenen Land in Kauf genommen haben. Ich betone: niemand wusste von der Größe der Anschläge und deren Ziele (World Trade Center etc.), davon werden wohl auch diejenigen Einzelakteure geschockt gewesen sein, deren Einzelentscheidungen (des Nichteinschreitens) in der Summe (!) zu diesen schrecklichen Anschlägen geführt haben. Und diese (Einzel-)Verantwortlichkeiten werden niemals an die Öffentlichkeit gelangen.
Comment von Jens Weissenberg — 30. Mai 2008 @ 06:54
Hier, weil es so schön zum Thema passt, ein Stück USA in der Metropole Ruhr:
http://ruhrstruktur.wordpress.com/2008/05/30/on-the-road-again/
Comment von Jens Weissenberg — 30. Mai 2008 @ 07:04
@Jens: Geheimdienste sind nicht in erster Linie geheim sondern Behörden. Schau Dir einen Sachbearbeiter im Straßenverkehrsamt an - er dürfte einem durchschnittlichen CIA Mitarbeiter noch am nächsten kommen. Nach allem was ich über 9/11 gelesen habe (Empfehlenswert: Wright: Der Tod wird euch finden) sind die Infos über den Anschlag in der Verwaltung hängengeblieben. Inkompetenz, Neid und Entscheidungsangst - das war keine Verschwörung, sondern schlichtes Verwaltungschaos. Und an das glaube ich eher als an Verschwörungen.
Comment von Stefan Laurin — 30. Mai 2008 @ 07:13
@ Thomas: Den (strukturellen?) Zusammenhang von ?Duisburg? und ?große Klappe? haben Sie hier ja schon das eine oder andere Mal thematisiert: Wenn der junge und großmäulige Wonja aus Duisburg also ein paar im Internet kursierende Räuberpistolen zu einem Lied zusammendampft, wohl wissend, dass die Bush-Administration und ihre Vorgängerinnen im Räuberpistolenerfinden eben auch keine Chorknaben waren, dann soll man das natürlich spinnert finden, aber da gleich von ?heimlichen Lehrplänen? zu fabulieren, ist dann doch ein wenig überspannt.
@ Arnold: Der Antiamerikanismus ist bislang ein Mehrgenerationen-Projekt, weniger eine Modeerscheinung. En vogue, und zwar nicht zu Unrecht, ist im Moment eher der Anti-Antiamerikanismus ? der aber mitunter auch seltsam-paranoide Blüten treibt, wenn diese ?Spinnerband? gleich mit der Nazikommunisten-Keule traktriert wird (wie vor ein, zwei Jahren geschehen).
Ansonsten sind Verschwörungstheorien (als alternative Form der Sinnsuche) ja immer dann besonders beliebt, wenn die Welt mal wieder kompliziert daherkommt. Und für einige so genannte Linke ist sie offensichtlich so kompliziert, dass auch schon mal derartige Räuberpistolen (wie ?9/11 selber gemacht?) als Teil der Welterklärung herhalten müssen. Die (aus welchen Gründen auch immer einiges geheim haltende) Geheimdienstverwaltung der USA macht?s ihnen dabei schön einfach. Vielleicht liegt es daran (ACHTUNG These), dass ihr ein paar notorische Anti-Amerikanisten, die sich am alten Supermacht-Anspruch der USA abarbeiten, immer noch lieber sind als Menschen, die sich gar nicht mehr für Amerika interessieren.
Comment von Dirk E. Haas — 30. Mai 2008 @ 10:22
@ Dirk
Der Antiamerikanismus im politischen Deutschland sitz für wahr tief. Eine Art Dauermodeerscheinung.Und vom Anti-Antiamerikanismus merke ich leider in den alltäglichen Gesprächen nícht viel.Die meisten europäischen Antiamerikaner haben bis heute nicht realisiert, dass der Kern des amerikanischen “Way of Life” von europäischen Einwanderern entwickelt wurde. Aber vielleicht ist das genau das Problem. Dass die USA aus der Idee eines anderen Europas entstanden ist.
Und Geheimdienste sind, wie der Name schon sagt, geheim, d.h. strukturell hinterhältig. Bösartig und lächerlich zugleich. Sozusagen ein Spiegelbild der Verschwörungsparanoiker. Was beider weltweiter Verbreitung und gegenseitige Ergänzung vielleicht schon hinreichend erklärt.
Comment von Arnold Voss — 30. Mai 2008 @ 11:22
Stefan setzte mich auf unserem zweiten Baronski-Meeting im Cafe Konkret in BO gestern abend davon in Kenntnis, daß der Pressesprecher der Linkspartei NRW, Ralf Michalowski, im Brotberuf ein städtischer Angestellter aus Gladbeck, zu meiner Sentenz über die Bandbreitencombo und deren irrsinnige Verschwörungsspinnereien und darüber, das jene bei der Linkspartei auf Beifall gestoßen sind, auch reagiert habe.
Inwieweit sich der Pressesprecher der Linkspartei NRW, dem man Landtagskandidatur-Ambitionen nachsagt, dazu einläßt - hier:
http://www.michalowsky.de/?Biographisches:Politisch
Ich persönlich finde die Einlassung sehr komisch und wünsche der Linkspartei NRW weiterhin alles Gute und Gottes Segen bei ihrer Pressearbeit.
Comment von Thomas — 7. Juni 2008 @ 08:07
Tja, Thomas McCarthy, so kann?s gehen, unversehens findet man sich in lustigen sektiererischen Auseinandersetzungen wieder, die mit dem alten Kassenschlager ?Das Leben des Brian? ja eigentlich ausreichend humoristisch gewürdigt schienen.
Aber, seien Sie ehrlich, aus der Nummer ?Brauner Saft und braunes Hackfleisch fressen Hirnzellen an?, ausgerechnet dargeboten von einem deutschen, ahnenforschenden und durch lebenslängliches Dauerlaufen stolz durchtrainierten VOLKShochschullehrerkörper, da hätte man mehr draus machen können als nur ?Weiterhin alles Gute und Gottes Segen?. Fragen Sie den guten alten Horst Tomayer! Oder dem Ostbahn-Kurti seinen Bruder, Kommissario Kottan. Der hat diese Woche in Jungle World behauptet: ?Von linkem deutschen Humor wird man nicht mal depressiv!?. (-;
Comment von Dirk E. Haas — 7. Juni 2008 @ 10:39
>Aber, seien Sie ehrlich, aus der Nummer ?Brauner Saft und braunes Hackfleisch fressen Hirnzellen an?, da hätte man mehr draus machen können als nur ?Weiterhin alles Gute und Gottes Segen?.
Ach, die sollen doch erst mal satisfaktionsfähig werden.
Aber: Da ist was dran.
Zumal: Ich bin Veggie. Und was braunen Saft angeht, so würze ich höchstens mit Shoju.
Nein, eigentlich bin ich sogar Medien-Pescetarianer.
(Ich nahm übrigens - als teilnehmend beobachtender Ethnograph, ich hab auch mal Völkerkunde gelernt - an Sitzungen - heißt wirklich immer noch so - eines Ortsverbandes der Linkspartei teil.
Da hab’ ich mal den Tagesordnungspunkt ‘Organisationsentwicklung’ durchgepaukt. Und vorgeschlagen, es müsse mal gemeinsam gegessen werden; etwa so:
Die Palifreunde sollten Falafel fritieren, das indonesienaffine Bundesvorstandsmitglied briete Sate-Spießchen, der pensionierte Lehrer mit der Datsche auf der Peloponnes servierte einen Choriatiki, die Venezuelafans mindestens Tapas, wer Cuba Si! sagt, kann zu Mojitos nicht Nein Danke! sagen; Orthocommie-Fans dagegen zelebrieren ihr Gallengesicht mit einem Gallengericht: Bortsch.
Hoch die internationale - Tasse!
Hat natürlich keine Sau in der Partei der bildungsfernen Schichten verstanden.)
Comment von Thomas — 7. Juni 2008 @ 20:28
Da wäre, anstelle des teilnehmenden Beobachtens, die teilnahmslose Beobachtung wohl opportuner gewesen.
Apropos Teilnahmslosigkeit: Gestern abend, im ?Tal der Fliegenden Messer? (www.muelheim-ruhr.de/cms/ruhrtriologie.html) wurde schön, laut und lang nachgedacht über einen Sozialismus, der nicht auf Wohlwollen, Liebe und Gutmenschsein beruhrt (ja, genau: ?beruhrt?). Sondern auf gegenseitiger Interessenlosigkeit.
Wer einen (ohne jede Ironie) wunderbar desparaten Abend (im Niemandsland Ruhrbania) verleben will: René Polleschs erster Teil seiner Ruhrtriologie ist noch bis zum 11. Juni hier im Ruhrgebiet zu sehen. Cooles, zeitgenössisches TheaterKino.
Comment von Dirk E. Haas — 8. Juni 2008 @ 11:33
So,
so einfach ist das hier also:
Menschen, die offizielle Versionen von Geschehnissen anzweifeln, werden einfach zu
kleingeistigen Spinnern erklärt, deren Horizont eine andere Erklärung garnicht zuließe als die
einer Verschwörung, deren Dimensionen unbekannt und außerhalb jedweder Reichweite für ‘Normalbürger’ sei.
Da wird ‘9/11 Truth’ mit ‘Bush-Bashing’ in einen Topf geworfen.
Da werden die Erschaffer eines Stückes moderner Kunst als ‘Spinnerbande’ bezeichnet.
Die Menschen in Deutschland (speziell die akademische und intellektuelle ‘Elite’) scheinen Opfer mächtiger
Komplexe zu sein, deren Existenz sie sich nicht einmal bewusst sind:
Das Volk ist USA-freundlich -> die Elite ist USA-kritisch.
Das Volk übernimmt langsam die USA-Kritik (selbst wenn auch oberflächlich) -> die Elite flüchtet vor dem Trend und übt sich in Abgrenzung -> Anti-Antiamerikanismus.
Und wenn dann nach 7 Jahren auch und endlich mal die selbstbeweihräuchernden Deutschen merken, dass das Märchen vom globalen Terrorismus nicht nur Schönheits-, sondern auch Logikfehler enthält, übt sich die Elite erst in Ignoranz, dann in Abgrenzung und schließlich im Nazi-Jargon (lieber Herr Thomas Meiser [Autor des 'Artikels'], Beleidigung war vor 65 Jahren ‘in’, da helfen auch Ihre unbeholfenen Ausflüchte nicht).
Ein wenig Aufklärungsarbeit:
die wenigsten 9/11-truth-interessierten Menschen (ich will sie hier mal der Einfachheit halber als Verschwörungstheoretiker, kurz VT, bezeichnen) glauben daran, dass die mächtigste politische Position innerhalb der Vereinigten Staaten die des Präsidenten ist. George Walker Bush hat wiederholt bewiesen,
dass er sich nur verdrahtet eloquent ausdrücken kann.
Desweiteren glauben die wenigsten VT’s an ‘die böse US-Regierung’. Wenn schon normalsterbliche den Schmarrn ‘19-Araber-kapern-4-Flugzeuge-und-haben-75%-Erfolg’ nicht akzeptieren und selbst auf Informationsreise gehen (im wilden, aber unmoderierten Internet, welches mittlerweile als elektronisches Archiv für die nur allzu leicht selektiv vergesslichen Medien TV, Radio, Print funktioniert), dann sollte man davon ausgehen, dass Geheimdienste, Regierungen, Militär und Medien auch ähnliche Erkenntnisse teilen müssten.
Offiziell geschieht das jedoch nicht. Stattdessen wird munter mitkreiert am Märchen ‘Globaler Terrorismus’.
Es wird Angst erzeugt in der westlichen Hemisphäre. Angst vor all den radikal-islamischen Extremisten (was ist mit all den radikal-katholischen bzw. den orthodoxen Christen?), Angst vor Menschen, die anders denken, Angst vor einem nuklearen Iran (Israel, anybody?), Angst vor bärtigen Menschen, die Religion ernst nehmen, Angst vor Menschen, die sich die Scheuklappen der Gesellschaft abreißen und sagen, was sie meinen.
Es wird eine schöne Schwarz-Weiß-Welt erschaffen mit Hilfe der Regierungen und der Medien (SPIEGEL-Titel: ‘Wie gefährlich ist der Islam?’). Wir haben die Guten gegen die Bösen. Auf Grund der Art des Krieges, der geführt wird (’K. gegen den Terror’), kann jeder böse sein oder böse werden. Jeder sollte seine Umwelt im Auge behalten, seine Nachbarn, seine Freunde, seine Familie. Wann war das zum letzten Mal der Fall?
Nach 9/11 hat es keine 2 Tage gebraucht, bis die Namen und Bilder der 19 Entführer bekannt waren und publik gemacht wurden.
Nach Lockerbie hat es mehr als 2 Jahre gedauert, diese Informationen zu extrapolieren.
Zw. 6 und 9 der angebichen Entführer vom 11. September haben sich in den Tagen, Wochen und Monaten nach den Anschlägen bei öffentlichen Behörden bzw. Medien gemeldet, wobei in einigen Fällen nicht nur Name, Alter etc. übereinstimmten, sondern auch die Fotos. Robert Mueller (ehem. FBI-Leiter) hat selbst zugegeben, dass die Identität der Entführer nicht zweifelsfrei feststehe.
Einer der Entführer wurde überführt, indem sein Pass am Rande der Trümmer der eingestürzten Welthandelstürme lag und von einem FBI-Mitarbeiter gefunden wurde. Dieser Pass (aus größtenteils Papier bestehend) muss demzufolge einen 400-500mph-Aufprall, die darauffolgende Kerosin-Explosion, das 20 Minuten lang schwelende Feuer in den Türmen, deren Stahl verdampfenden Einsturz und die damit verbundenen Temperaturen überstanden haben, um dann halbwegs unversehrt gefunden zu werden.
Die Türme waren ca. 400m hoch, sind in 9,5 resp. 11 Sekunden komplett in sich zusammengestürzt (dies sind die offiziellen Zahlen von NIST).
Die Erklärung der Einstürze war anfangs die ‘Pancake’-Theorie, laut welcher die Verbindungen des beschädigten Außennetzes zu den Etagen beeinträchtigt waren durch das zusätzliche Gewicht des Flugzeuges sowie der daraus resultierenden eingeschränkten Tragfähigkeit der Konstruktion, sodass eine Etage auf die darunterliegende gefallen wäre, um nachher einen Haufen zusammengepresster Etagen (Pfannkuchen) zu bilden.
Dass die offizielle Version nie einen wissenschaftlichen Hintergrund hatte, kann man daran erkennen, dass sie das gesehene beschreiben und daraus das geschehene ableiten können soll.
Da aber die Türme keine Pfannkuchenhaufen hinterlassen haben, musste eine neue Theorie her.
Diesmal waren die Feuer in den Türmen so unglaublich heiß, dass der Stahl der tragenden äußeren Netzkonstruktion wenn nicht geschmolzen, so doch wenigstens durch Hitze erweicht wurde, und nachfolgend habe während des Zusammensturzes eine riesige und immer größer werdende Masse die Materie darunter mit sich gerissen, halbwegs ohne Zeitverzögerung.
Das alles passt aber leider bis heute immer noch nicht, denn große Teile des Stahlbetons wurden pulverisiert und haben sich auf die Straßen New Yorks niedergelegt.
Wie so etwas bei einem gravitationsinduzierten Kollaps auftreten kann, ist NIST, Fema und generell jeder wissenschaftlichen Organisation der Welt zu erklären unmöglich.
Zu WTC7 gibt es nicht viel zu sagen: 47 Stockwerke hoch (ca. 200m), sicherstes Gebäude New Yorks (Notfallzentrale und -bunker des Bürgermeisters), Archiv der S.E.C. (Börsenaufsicht), C.I.A./F.B.I.-Joint Terrorism Investigation Headquarters. Nie von einem Flugzeug getroffen, wie viele andere der umstehenden Gebäude von Trümmern der einstürzenden Türme getroffen, kollabierte es am Spätnachmittag des 11. Septembers in 6 Sekunden, fiel beinahe kerzengerade in sich zusammen.
Der Zusammensturz wurde 20 Minuten zu früh auf BBC berichtet, während man das Gebäude noch im Hintergrund sieht. Barry Jennings’ originaler Zeugenbericht erzählt von Explosionen in den unteren Stockwerken des Gebäudes, bevor (!) die Türme eingestürzt sind.
In den 2 Jahren vor dem 11. September wurden durch NORAD mehr als 60 mal Kampfjets innerhalb weniger als 10 Minuten in die Luft geschickt, um auffällige bzw. verdächtige Flugobjekte zu eskortieren bzw. eine Drohkulisse in der Luft aufzubauen. 3 Monate vor 9/11 wurden die Prozeduren für Luftgefahrenabwehr geändert, sodass Kampfjets nicht mehr selbstständig und nach bestem Gewissen aufsteigen und etwas unternehmen konnten, sondern auf ein OK des Verteidigungsministers bzw. des Präsidenten warten mussten.
Am 12. September wurde wieder die alte Prozedur eingeführt.
Norman Mineta, ehem. Transport-Minister, beschreibt, wie Richard Cheney am Morgen des 11. Septembers schon gg. 09:26 Uhr den Abschuss einer sich im Anflug auf Washington D.C. befindlichen Passagiermaschine (dem Flugzeug, dass laut offizieller Version ins Pentagon geflogen ist) verhindert habe.
Es gibt hunderte Zeugenaussagen, die geteilt oder getrennt voneinander von folgenden Geschehnissen sprechen:
- kleinere und größere Becken von geschmolzenem Metall in den WTC-Trümmern (”looking like in a foundry”)
- dutzende Explosionen in den Kelleretagen bis zu den mittleren Stockwerken der Türme sowie WTC7
- weitere Explosionen am Pentagon
- die publizierten Flugschreiberdaten des Pentagon-Flugzeugs beschreiben eine Flugroute ohne Einschlag, ca. 15 Meter zu hoch, um das Pentagon zu treffen.
- Zeugenaussagen beschreiben den Flug des Pentagon-Flugzeuges ca. um 100m westlich verschoben relativ zur offiziellen Version.
Ich könnte die nächsten 5 Stunden hier sitzen und all die ‘Zufälle’ aufzählen, all die Fakten, die zu 9/11 bekannt sind, aber nicht durch die eigentlich zur öffentlichen Aufklärung verdammten Medien diskutiert, sondern ignoriert werden.
Wer von so etwas erzählt, gehört zur linken Spinnerbande, hört Sachen wie ‘get a life’ oder ‘man kann dem Internet nicht trauen’.
Mir macht das doch nichts aus, ob Ihr meinen Text komplett lest oder nur Quatsch darauf antworten wollt - wenn überhaupt. Ich bin schon vor 3 Jahren aus Deutschland ausgewandert und vermisse höchstens meine Freunde und Familie ab und an mal, nicht jedoch Fernsehen, Printmedien und Propaganda.
Wer sich dennoch angesprochen oder berührt oder dazu aufgefordert fühlt, sein Wissen in Bezug auf den 11. September und die darauffolgende Kette von Al-Qaeda-Terroranschlägen zu verbessern, dem rate ich zu folgenden Dokumentationen bzw. Webseiten:
Dokus: Loose Change Final Cut, Who Killed John O’Neill?, 9/11 Press For Truth, 9/11 Mysteries, Zero: An Investigation Into 9/11.
Webseiten: loosechange911.com, ae911truth.org, 911blogger.com.
Zu guter Letzt möchte ich jedem ans Herz legen, sich selbst zu informieren.
Man muss keinen Hut aus Aluminium tragen, um kritisch zu denken. Stellt Euch selbst ein paar
Fragen, beantwortet sie für Euch selbst, und entscheidet dann, ob Ihr weiterhin dem Märchen ‘Globaler Terrorismus’ glauben möchtet.
Schöne Grüße aus den Niederlanden.
Björn
Comment von Björn L. — 28. Juli 2008 @ 14:50
Hallo Björn Werauchimmer! Warum halten Leute wie sie alle anderen für dümmer als sich selbst? Warum denken sie, dass alle anderen schlechter bzw. falsch informiert sind und nur sie über die richtigen Quellen verfügen. Warum sind sie davon überzeugt dass alle, die nicht ihrer Meinung sind,die falschen Schlußfolgerungen gezogen haben?
Es gibt Menschen die über noch viel mehr Informationen verfügen wie sie! Die weit aus klüger und intelligenter sind als sie es je sein werden. Denen ich und andere aus diesem Grund auch mehr trauen als ihnen. Die sich nicht über die vielen Terrortoten und -verletzen auf dieser Welt lustig machen in dem sie deren blutige Realität als “Märchen” bezeichnen. Ihr eingebildetes, besserwissendes und menschenverachtendes Gequatsche kotzt mich einfach nur an! Sein sie so nett und melden sich bitte hier nicht mehr.
Comment von Arnold Voß — 28. Juli 2008 @ 20:34
@Arnold: Du verstehst nicht was Björn meint: Die Amis müssen die Schuldigen sein. Haben sie doch zwei Weltkriege vom Zaun gebrochen, Menschen in KZs und Arbeitslager gesteckt, verbieten Frauen bis heute den Führerschein, halten Wahlen für nicht mit ihrer Religion vereinbar und richten gerne mal Straftäter öffentlich im Stadion hin. Diesen Leuten kann man nicht glauben - Oh, das waren alles gar nicht die USA?
Comment von Stefan Laurin — 29. Juli 2008 @ 00:39
@ Arnold: Nicht so voreilig; Björns performance ist ja vor allem Teil der weltumspannenden politischen Unterhaltungsindustrie, ohne die es bspw. solche preisgekrönten Serienhits wie ?24?, mit präsidentenkillenwollenden Präsidentenberatern, die zum Wohle ihres Landes mit russischen Atomwaffendesperados und arabischen Sprengköpfen konspirieren, gar nicht gäbe. Sehr viele Menschen mögen dieses Zeug (-:
Und auch einiges von dem, was Björn, überwiegend im Gestus des narzisstisch gestörten Aufklärers, zu berichten weiß, ist unterhaltsam: z.B. die Idee, dass ein BBC-Reporter live über den Zusammensturz eines Gebäudes berichtet, das aber zu diesem Zeitpunkt im Hintergrund noch zu sehen ist und erst 20 Minuten später, also nach dem Bericht, zusammenstürzt. Akte X, würde ich sagen; zumindest ein Fall für Medientheoretiker.
Auch ganz groß, eher fürs politische Poesiealbum: ?Man muss keinen Hut aus Aluminium tragen, um kritisch zu denken? (was ja implizit heißt, dass man genau das normalerweise tun würde).
Insofern fände ich es schade, wenn Sie, Björn, sich, Arnolds Wunsch folgend, nie mehr aus Ihrem selbst gewählten ?Exil? (lustig, so aus der Welt ist Holland ja nun auch nicht) zu Wort melden würden. Mich interessieren in punkto Märchenterrorismus einige der bislang noch nie veröffentlichten Ungereimtheiten bezüglich der Anschläge in Bali, Madrid, London und etwaige Zusammenhänge zu dubiosen Börsentransaktionen ? und natürlich die Antwort auf eine Frage, die ich mir, ganz in Ihrem Sinne, immer wieder selbst gestellt habe: ?Wer bezahlt denn nun den Märchenonkel Osama bin Laden? Wie starb er und wo lebt er jetzt??
Comment von Dirk E. Haas — 29. Juli 2008 @ 09:57
@Dirk: Wie ich sehe verfolgen auch Sie regelmäßig 24. Ich bin gespannt, wie sie Jack aus dem Konsulat rauskriegen.
Comment von Stefan Laurin — 29. Juli 2008 @ 10:09
O.K. Jungs, ich war etwas heftig. Aber solche Typen nerven nun mal systematisch. Verfüge leider nicht immer über eure medientheoretisch durchaus fundierte Gelassenheit.
Comment von Arnold Voß — 29. Juli 2008 @ 10:43
@ Stefan: Um ehrlich zu sein, ich sah gestern meine erste Folge der neuen Staffel. Nicht zu wissen, was in den vorherigen Folgen passiert war, minderte das Vergnügen aber keineswegs ? ganz im Gegenteil: Alles wirkte noch einen Tick verzwickter. Und neurotischer. Lustig: der hausarrestierte Logan mit beginnendem Osamabart. Seine Frau allerdings (die desparate Präsidentengattin, aus dem letzten Jahr) habe ich vermisst. Ist sie tot?
Comment von Dirk E. Haas — 29. Juli 2008 @ 11:03
@Dirk: Ich habe nur Teile der ersten Staffel gesehen und verfoge jetzt die sechste - seit der ersten Folge. Was aus der alten First Lady geworden ist weiß ich nicht, aber auf Wikipedia finden Sie einen ausführlichen Serien-Guide. Klar, 24 ist neurotisch und verzwickt - und wirklich abgefahren. Im Vergleich zu den paranoiden Erzählungen von unserem guten Björn allerdings fast so realistisch wie eine Grimme-Preis gekrönte Dokumentation.
Comment von Stefan Laurin — 29. Juli 2008 @ 11:14
@ Arnold Voß
Zuerst einmal fine ich andere Leute nicht dümmer als meinereiner. Diese Zeiten sind schon länger vorbei.
‘Dumm ist der, der dummes tut.’
‘Ignorant ist der, der dummes tut oder gutes unterlässt, obwohl er es besser weiß.’
So schwarz/weiß habe ich wirklich gedacht, als ich vom Wahlbetrug USA 2000 und 2004 über den Irakkrieg bis zum Thema Terrorismuslüge kam. Mittlerweile sind mir die Menschen egal, denn wen interessiert das Schicksal anderer, mehr oder weniger weit entfernter Menschen, wenn man einen iPod, ein SUV, neueste Klingeltöne oder
Eintrittskarten für RTL-Modelcasting-Sendungen hat.
Danke, Herr Voss, dass sie mit keinem Wort auf meine Argumentation bzw. auf die Liste der Verdachtsmomente eingehen. Übrigens - nur zu Ihrer Info, denn die anderen scheinen das verstanden zu haben - bezieht sich das Wort ‘Terrorismus-Lüge’ nur auf den angeblich so gefährlichen globalen Terrorismus. Niemand käme ernsthaft auf die Idee, das Drama im Nahen Osten bzw. in Afghanistan und Irak als “Märchen” zu bezeichnen, wohl eher als Albtraum, den wir verwöhnten Westler nur aus dem Fernsehen kennen.
@ Stefan Laurin
Nein, das waren nicht die USA. In den USA werden nur flächendeckend Sammelcamps aufgebaut, auf rechtlicher Grundlage des Patriot Act bzw. Patriot Act II. Geheime Entführungen von Verdächtigen, kein Recht auf juristische Hilfe, ‘Habeus Corpus’ ist eh ausgehebelt. Freie Meinungsäußerung ja, aber bitte in dafür speziell vorbereiteten ‘Free Speech Zones’. Genehmigte Folter unter der Doktrin der Terrorismus-Abwehr.
Umfassende Überwachung ohne Verdachtsmoment - persönlich, elektronisch, ohne richterliche Genehmigungen, wenn es die Annahme unmittelbarer Gefahr erlaubt.
Desweiteren ist, werter Herr Laurin, Ihr Kommentar ein schäbiger Versuch, mich in die Anti-Amerikanismus-Schublade zu stecken.
Ich bin schon lange kein Anti-Amerikaner mehr, seit ich Amerikaner kennengelernt habe. Und da habe ich verblüffenderweise kaum Unterschiede zu gewöhnlichen Deutschen festgestellt.
Blindes Vertrauen in die Medienlandschaft, wobei man natürlich Bild/Fox nicht so glauben darf, dafür aber doch bitte der New York Times/Spiegel/FAZ. In den USA sind 2 von 3 Kindern stark übergewichtig, in Deutschland 3 aus 5. In den USA hat man die Wahl zw. zwei großen Parteien, die sich praktisch nur im Namen unterscheiden. Wenn man die kleineren wählt, hat man seine Stimme praktisch verschenkt. Erinnert mich stark an Deutschland.
Aber wir Deutschen sind ja kultiviert! Europa überhaupt. ‘Die da drüben’ sind doch alle dumm, einfältig, kennen nicht mal die Länder, die sie bombardieren… gott, was bin ich diese Sprüche Leid.
Deutsche sind dem TV fast genauso hörig wie US-Amerikaner. Deutsche sind die fettesten Europäer. Und Deutsche finden sich dennoch selbst heimlich so toll, weil Schröder mal die Welt angelogen hat:
‘Wir halten uns aus dem Irakkrieg raus!’
Mehr will ich zu Ihrer, werter Herr Laurin, Schiene gar nicht sagen.
@ Dirk E. Haas
Ihre versuchte Form der Psycho-Analyse ist völlig unangebracht.
Wenn Sie nach Youtube.com surfen und dort ‘BBC WTC7′ eingeben, können Sie sich selbst davon überzeugen -
die BBC hat den Einsturz des Salomon-Gebäudes (WTC7) mehr als 20 Minuten zu früh berichtet.
Honni soit qui mal y pense, aber evtl. ist im Script des Tages einfach etwas durcheinander geraten.
Der Hut aus Aluminium ist ein Sinnbild für das Image, das einem anders Denkenden ohne Verzögerung aufgehalst wird.
Glaube ich nicht an den Einzelschützen Oswald, habe ich einen Alu-Hut auf.
Glaube ich nicht an den Einzeltäter McVain, habe ich einen Alu-Hut auf.
Glaube ich nicht an 19 Höhlenkämpfer mit dem Wissen, Transpondersignale perfekt koordiniert abzuschalten,
habe ich einen Alu-Hut auf.
24 ist unterhaltsam, mehr auch nicht. Ich habe die Serie vor 2 Monaten das erste Mal gesehen, vor 4 Jahren habe ich mich das erste mal mit alternativen Theorien zum Terrorismus beschäftigt. Soviel zur These, dass eine Fernsehserie meine (oder anderer Leute -) politische Auffassung beeinflusst hätte.
Ich habe seitenweise ‘merkwürdige’ Informationen zu Bali, Djerba, London und Madrid gelesen.
Eine Firma aus dem Sicherheitskomplex führte am Tag der Londoner Anschläge - nur ein paar Stunden früher - Übungen durch, an exakt denselben Haltestellen und exakt derselben Bushaltestelle, die auch durch die angeblichen Attentäter benutzt wurden (die betroffene Buslinie fuhr an dem betreffenden Tag laut Fahrplan nicht). Nachher wurde das durch unsere fixen Medien als Zu- und Glücksfall bezeichnet, weil man durch diese Übungen koordinierter helfen konnte.
Die Spanische Regierung hat schon 2006 öffentlich verlauten lassen, dass es keinen (gerichtsfähigen) Hinweis darauf gebe, dass El Kaida/Al Qaeda involviert gewesen wäre.
Wer an den durch unsere scharsichtige Polizei und unseren fähigen BND vereitelten Regionalzug-Terrorplot glaubt, kann sich meiner Meinung nach gerne wieder vor den Fernseher setzen.
Osama Bin Laden mag tot sein oder auch nicht. Er mag sich in arabischen Ländern aufhalten oder auch nicht.
Eins ist jedoch sicher: er wird niemals geschnappt werden. Denn damit könnte der Westen ja den “Krieg für den Terror” direkt abblasen. Es sei denn, man denkt sich noch eine andere, größere Art von Anschlag aus, den man irgendeinem anderen bösen Mann in die Schuhe schieben könnte -
wieso nicht Gysi? Oder die ehem. RAF-”Terroristen”? Oder Ralph Nader. Vielleicht ja doch Kim-Il?
Die Börsentransaktionen sind niemals untersucht worden, aber wer hätte das auch erwarten können?
Kroll Inc. kauft ja sofort alles auf, was Probleme bereiten könnte.
Schönen Gruß aus Amsterdam,
Björn
Comment von Björn L. — 29. Juli 2008 @ 11:19
Schade, Björn, jetzt habe ich ja doch nichts Neues über Bali, Madrid, London erfahren, und über Mr. Bin Laden und seine Finanziers schon gleich gar nicht. Wirklich keine Idee? ? Vielleicht müsste man der Spur mit den russischen Plutonium-Morden noch mal nachgehen ? viele fragen auch nach der neuen Rolle von Abu Garcia ? Lassen Sie uns wissen, wenn Sie so weit sind!
Bis dahin begnügen wir uns mit dem lustigen Einfall, Gysi und die beiden ehemaligen RAF-Terroristen Ralph Nader und Kim Jong-il zu neuen globalen Bösewichten zu ermächtigen. Hihi.
Comment von Dirk E. Haas — 29. Juli 2008 @ 16:43
Zwischen RAF-Terroristen und Nader/Kim war ein Komma zur Anzeige einer Auflistung.
Egal, diese Methoden kenne ich zuhauf. Wer nach ‘Loose Change Final Cut’ und ‘9/11 Press For Truth’ noch immer glaubt, ich rede paranoiden Schwachsinn, der kann das dann auch weiterhin tun. Ich würd mir nur wünschen, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, denn gratis im Netz zu sehen gibt es diese Filme ja.
Björn
Comment von Björn L. — 29. Juli 2008 @ 21:40
Björn, natürlich halten sie alle anderen für dümmer, zumindest aber für uninformierter als sich selbst. Jeder Satz ihrer Argumentation beweist es. Da gibt es nicht einen Funken von Selbstzweifel geschweige denn nur die ansatzweise Hinterfragung ihrer Quellen. Mit keinem Wort werden Quellen erwähnt die etwas anderes aussagen, geschweige denn wird abwägend darauf bezuggenommen.
Einerseits wird nach ihrer Ansicht überall gelogen und betrogen, warum also bei ihren Quellen gerade nicht? Einerseits verdächtigen sie Jeden und Alle, warum aber nicht auch ihrer eigenen Informanten? Was macht sie denen gegenüber so sicher? Kennen sie die alle persönlich und können sie diese so kontrollieren, dass die sie gar nicht betrügen können? Sind sie vielleicht so eine Art von Informationsgott? Allwissend vielleicht? Oder haben sie einfach nur gerne Recht?
Im letzteren Fall würde ich ihnen empfehlen, sich, anstatt sich mit solchen Idioten wie uns hier herum zu schlagen,um eine Halbtagsvertretung für den Papst zu bemühen. Der Mann ist so etwas von beschäftigt und könnte dringend Entlastung gebrauchen. Und er ist ihnen, glaube ich, irgendwie seelenverwandt. Er behauptet nämlich geradezu felsenfest der Stellvertreter von Jemandem zu sein, von dem niemand bislang nachweisen konnte, ob es ihn wirklich gibt, der dafür aber alles weiß weil er alles sieht. Und das glauben ihm Millionen, ja Milliarden von Menschen.
Comment von Arnold Voss — 30. Juli 2008 @ 09:59
@ Arnold Voss
Lese ich da einen kleinen Bildungskomplex aus Ihren Kommentaren heraus? Vielleicht mal das Abi/Studium geschmissen (oder nie probiert)?
Das wäre jedenfalls eine Erklärung für rhetorische Ergüsse à la:
“Verfüge leider nicht immer über eure medientheoretisch durchaus fundierte Gelassenheit”
Völliger Humbug, und ein armseliger Versuch, intelligent zu wirken.
Abgesehen davon scheinen Sie, Herr Arnold Voß, sich niemals ernsthaft mit der Materie Globaler Terrorismus der Vergangenheit beschäftigt zu haben (an dieser Stelle ist der 11. September gemeint) und es scheint Sie auch gar nicht zu kümmern.
Die Quellen der Informationen, die ich angebe, sind Live-Aufnahmen von diversen Fernsehsendern sowie Live-Kommentare von Radiosendern. Diese enthalten an sich schon eine Vielzahl an Zeugenaussagen, deren Statements vor Ort und zeitnah aufgenommen wurden.
Ob man Demokrat, Republiker, Libertarian oder Anarchist ist: WTC7 ist in weniger als 7 Sekunden komplett und symmetrisch eingestürzt, und die BBC hat dies fast 20 Minuten zu früh berichtet.
http://youtube.com/watch?v=ejjySUVOGKA&feature=related
Ob man ein Freund von Verschwörungstheorien ist oder deutscher Innenminister: Feuerwehrmänner und First-Responders sprechen eindeutig von ‘Pools’ von geschmolzenem Metall, welches noch 6 Wochen nach den Anschlägen die Aufräumarbeiten lokal unmöglich machten.
Die Quelle hierzu ist die Dokumentation der beiden Naudet-Brüder, die die einzige mehr oder weniger hochqualitative Aufnahme des Einschlages des Flugzeuges in den Nordturm aufgezeichnet haben.
http://youtube.com/watch?v=cCdRA09pztM
(bitte angucken und nicht nur blind gegenkommentieren)
Den Vergleich mit dem Massenmörder Ratzinger verbitte ich mir.
Au revoir,
Björn
Comment von Björn L. — 30. Juli 2008 @ 11:31
Björn, abschließend nun mal ohne Unterhaltungsfaktor: Sie müssen hier keine Aufklärungsarbeit über 9/11 leisten; vor gefühlten 20 Jahren sind Leute wie von Bülow, Wisnewski und dieser Typ von der TAZ (den Namen weiß ich nicht mehr, jedenfalls der mit den Hanfbüchern) mit ähnlichen Plots durch die hiesige Medienlandschaft getingelt. Wir wissen bereits Bescheid (und müssen uns auch nicht darüber unterhalten, wer warum wie den Terrorismus instrumentalisiert).
Wir wissen auch: Chaos, Entropie und Paranoia (also der Versuch, dem Ganzen, das gar kein Ganzes ist, eine leichter begreifliche Logik, einen erkennbaren Sinn, zu geben) gehören zusammen. Manchmal hat Paranoia ein Moment von denkwürdiger Voraussicht; die ?alternativen Theorien? zu 9/11 sind das bislang schuldig geblieben.
Comment von Dirk E. Haas — 30. Juli 2008 @ 11:45
Sorry Björn, aber ich kann vor Lachen nicht schreiben.
Comment von Arnold Voß — 30. Juli 2008 @ 20:31
Björn,
das blöde an Verschwörungen ist, das immer sehr viele Menschen etwas davon mitbekommen haben müssten. Nehmen wir einmal an, der 11.9. wäre eine Verschwörung der US-Regierung. An so einer Aktion müssten hunderte von Mitwissern beteiligt sein. Nicht einer von denen würde versuchen die Geschichte an eine Zeitung zu verkaufen (und diese Story wäre verdammt viel wert), nicht einer verplappert sich bei seiner Frau? Am Tresen? Will vor seinem Tod sein Gewissen erleichtern? Ein Youtube Film ist kein ganz so beeindruckender Beweis: Mit ein wenig Geschick kann man so einen Film heute auf jedem Rechner manipulieren. Außerdem: Die Übertragungen von CNN und ARD waren damals synchron - und zeitgleich liefen die selben Meldungen über Spon, wurden Menschen vor Ort am Telefon interviewt - oder waren auch die ARD, der Spiegel, CNN, N-TV und alle anderen Teil einer Verschwörung? Wußten vielleicht alle außer Dir, was wirklich läuft? Und sind vielleicht auch Arnold und Dirk eigentlich Spezialisten für Desinformation, die beim FBI unter den Decknamen Eagle und Falcon geführt werden? Es gilt jedenfalls der schöne Satz aus Twin Peaks: Die Eulen sind nicht was sie scheinen…
Comment von Stefan Laurin — 30. Juli 2008 @ 21:11
Stefan, dem Mann ist nicht zu helfen. Der weiß gar nicht was Ironie, geschweige denn Selbstironie ist. Er hat diesen speziellen Grad an intelligenter Verblödung erreicht der nicht mal mehr einem Therapeuten zugänglich wäre. Geschweige denn einem Spaßvogel. Wir sollten ihm deswegen auch nicht weiter antworten, ja nicht mal mehr zuhören.
Comment von Arnold Voß — 31. Juli 2008 @ 09:08
@ Stefan Laurin
Das Problem der vielen Mitwisser ist eine alte Kamelle,
aber das mache ich dir nicht zum Vorwurf, denn man soll sich ja immer selbst hinterfragen.
Das Prinzip der Kompartmentalisierung wird schon seit Jahrhunderten angewandt, in Zeiten elektronischer Kommunikationsmittel ist diese natürlich ungleich effektiver:
jeder erfährt genau soviel, wie zur Ausführung eines Jobs notwendig ist.
Das hat schon beim Manhattan-Projekt funktioniert, richtig?
Kompartmentalisierung ist Basis-Prinzip bei jeder hierarchischen Organisation - sei es Militär, Sozialamt oder Konzern. Das erzeugt ‘plausible deniability’ bzw.
‘glaubwürdige Bestreitbarkeit’
Youtube als Quelle zu kritisieren finde ich ein wenig überflüssig, da die Filme, die ich ca. 1 Jahr lang in Amsterdam gratis verteilt habe, in einwandfreier Qualität kostenlos zum Download angeboten werden.
Youtube ist lediglich ein Mittel, um mehr Menschen gleichzeitig zu erreichen.
Die Übertragungen von CNN, ARD etc. waren nicht synchron.
Stattdessen haben sich diverse deutsche Sender einfach bei diversen amerikanischen nationalen Sendern eingeklinkt und selbst kommentiert.
BBC hat sich zu der Sache mit dem zu früh verlauteten Kollaps von WTC7 schon geäußert, und dies auf das Chaos an dem Tag geschoben. Dass man etwas geschehenes übersehen kann, glaube ich ja noch, aber dass man etwas noch nicht noch nicht geschehenes gut beschreibt, stößt mir schon auf.
Wer sich diese Diskussion anschaut, wird bemerken, dass meine Position gar nicht ernst genommen wird. Mal wird 24 erwähnt, dann wird unterstellt, ich hielte jeden, der Kontra-Argumente liefert, für einen Regierungsspitzel, und zu Arnold muss ich gar kein Wort verlieren, er hat sich ja selbst schon aufgegeben - schade wenn man den Menschen nicht das Wort verbieten kann, oder, Herr Voß?
Nochmal @ Stefan Laurin
Ich kann mir denken, dass die Welt noch viel schlimmer, komplexer und widerwärtiger ist als die paar Dinge, die ich bisher erfahren habe, glauben machen.
Daraus zu schließen, dass ich aktiv bzw. mein Unbewusstsein versucht, all dem Grauen einen zentralen Sinn zu geben, einen Angriffspunkt, um etwas an der Welt ändern zu können, muss ich Sie enttäuschen:
ich habe meine Hoffnung für die Menschheit schon etwas länger verloren, und ob ich hier oder dort ein paar Menschen wachrüttle, wird nichts ändern. An der Welt jedenfalls. An mir schon. Es gibt mir nämlich ein gutes, warmes, befriedigendes Gefühl, wenn ich Menschen die Terrorismus-Lüge näher bringen kann und damit eine Erkenntniskette auslöse, die dazu führt, dass jemand den Fernseher wegschmeißt, die gesammelten Spiegel-Ausgaben wegschmeißt und dann bald auch so wie ich einen Schreikrampf nach dem anderen bekommt, wenn er bei Freunden/Familie Fernsehbildung à la RTL/N24 mit ansehen muss.
Spricht von Ihnen eigentlich jemand eine Fremdsprache außer Englisch? Bzw. Englisch überhaupt?
Ich weiß dass es ziemlich nervig ist, nicht an einer Diskussion teilnehmen bzw. nicht in ihr voran zu kommen, bloß weil man einen oder mehrere Links nicht nachvollziehen kann. Das ist nicht überheblich gemeint, sondern ein Angebot, dass ich die Informationen und Links, die ich hier bereitstelle, möglichst auf Deutsch verfasst wurden (was ich nicht garantieren kann).
@ Arnold Voß
Bitte gewöhnen Sie sich diese ad-hominem-Angriffe ab, das wirkt unseriös und zeigt ein Desinteresse am Fortschritt einer Diskussion.
Björn
Comment von Björn L. — 31. Juli 2008 @ 10:08
@Björn: …und die Geheimhaltung hat auch beim Manhatten Projekt nicht funktioniert: Stalin wußte alles…Sorry, aber weil es ein alter Hut ist, muß es noch lange nicht falsch sein.
Comment von Stefan Laurin — 31. Juli 2008 @ 10:18
@ Stefan Laurin
was beweist das denn? Habe ich irgendwo behauptet, dass niemand darüber Bescheid weiß? Bestechung hat schon immer funktioniert. Aber Regierungen, Geheimdienste, Konzerne und andere Organisationen haben vor anderen Methoden der Kontrolle des Informationsflusses noch nie zurückgeschreckt.
Da werden Leute ‘gesuicedet’ (mir fällt jetzt keine deutsche passende Übersetzung ein), oder möchte man mir jetzt hier erklären, dass solche Machenschaften nicht stattfinden?
Dass ich/wir im großen und ganzen nix ändern können, weiß ich selbst, was einen nicht davon abhalten sollte, gutes in der eigenen kleinen Welt zu tun.
Kategorischer Imperativ und so…
Comment von Björn L. — 31. Juli 2008 @ 14:06
Respekt für dein Durchhaltevermögen, Björn. Einige Leute wollen diese Tür nicht öffnen, ich denke das ist psychologisch bedingt. Eine Art Schranke im Gehirn, ein Selbstschutz für das eigene Weltbild, für das eigene Gefühl von Selbstbestimmung und Geborgenheit. Die Welt ist für viele leichter zu ertragen, wenn man annimmt, dass Propaganda nur von den Bösen verwendet wird und die Bösen immer die Anderen sind. Schließlich wollen unsere Regierungen doch nur das Beste für uns und würden uns niemals belügen. NIEMALS! Sowas können doch nur nur linke überhebliche unreflektierte Spinner denken. Da wird dann lieber wild ins Lächerliche gezogen und abgelenkt, anstatt sich produktiv an der Diskussion zu beteiligen. Es war schon immer so und es wird immer so sein. Versuchen wir trotzdem so viele Menschen aufzuwecken wie möglich…
An den Rest hier: Ohne Euch zu nahe treten zu wollen, aber vielleicht solltet ihr das Ganze mal etwas unvoreingenommener betrachten. Auch wenn es weh tut.
Comment von Jamal — 3. August 2008 @ 22:19
@Björn, Jamal: Bei allen Fehlern: Ich vertraue den westlichen, demokratischen Gesellschaften - bei allen Fehlern, bei allen Makeln.
Comment von Stefan Laurin — 4. August 2008 @ 00:20
Jamal, nein, das linke überhebliche *** bin ich, und das sagt Ihnen: Hier gibt es nichts mehr produktiv zu diskutieren (?produktiv? wohlgemerkt). Und der messianische Quatsch (?so viele Menschen aufwecken wie möglich?) gehört zum Repertoire rechter Evangelisten.
Wenn Sie links sein wollen und sich offensichtlich ein wenig für die USA interessieren: Die dortige Immobilien- und Finanzkrise ist echtes Schlaraffenland, und zwar für Kapitalismuskritik von der eher produktiven Sorte (da muss man auch nicht jahrelang wild über Pfützen geschmolzenen Metalls spekulieren ?). Wrap your head around that!
Comment von Dirk E. Haas — 4. August 2008 @ 08:48
@ Jamal
Danke. Das Durchhaltevermögen ist das Resultat aus eineinhalb Jahren Aktivismus auf der Straße. Für einige mag die Zahl groß klingen, für andere klein, ich habe insgesamt ca. 2000 DVD’s von diesen Dokus kopiert und verteilt, und meine eigene Einschätzung ist, dass es bei 95% der Leute wirklich etwas gebracht hat. Die restlichen 5% bestanden größtenteils aus Deutschen (ich lebe in Amsterdam, darum der Hinweis), die selbstherrlich jegliche alternative Theorie als Bush-Bashing abgetan und die kostenlosen Filme abgelehnt haben. Soviel zum toleranten und weltoffenen Deutschland.
@ Stefan Laurin
Welche Demokratien? Du möchtest z.B. Deutschland eine Demokratie nennen? Dann holst du aber ganz schön weit aus.
Mal wieder könnte dir Volker Pispers etwas dazu erzählen, z.B. wie sozial die Politik der Sozialen Partei Deutschlands ist, bzw. wie pazifistisch die Grünen als mitregierende Partei sind.
Vielleicht fragst du aber auch einfach die Menschen, die ohne Vorwarnung, ohne Anspruch auf rechtlichen Beistand, ohne Kontakt zu Familie und Freunden in Geheimgefängnisse in der ganzen Welt gebracht werden (vorzugsweise Syrien, Guantanamo, Polen, Russland, USA, etc.) und erst nach Jahren (bitte auf der Zunge zergehen lassen) wieder freikommen. Die Transport-Flüge laufen übrigens via Frankfurt, Schiphol, Berlin, Düsseldorf, etc. etc., und unsere Länder müssen den Geheimdiensten wohl Blankoschecks ausgestellt haben, andernfalls dürften diese Flüge nicht stattfinden. (soviel zum nationalen und internationalen Recht - das hast du genau solange, bis es sich jemand anders überlegt und dir erhitzte Metallstäbe in den Harnleiter einführt, bis du dir denkst: ’scheiße, Guantanamo kann nicht schlimmer sein, ich sag jetzt einfach irgendwas, damit das aufhört’.
Nochmal, damit Ihr das vielleicht jetzt mal rafft:
Habeus Corpus ist tot.
@ Dirk E. Haas
Es ist ja nicht so, als ob so ein Verschwörungstheoretiker wie ich (ich benutze das Wort nur, um es Euch einfacher zu machen, mich in eine Schublade zu stecken) ausschließlich ‘9/11!’ ruft. Die Finanzkrise ist ja nun nicht so neu, der mögliche Kollaps des Dollars wird an uns hier drüben nicht so ohne weiteres vorbeigehen. Wirtschaftler sagen dazu, dass sei völlig normal und eine normale Entwicklung des Marktes, und alles würde sich zyklisch normalisieren.
Abstraktionen schön und gut, aber was das für die einzelnen Menschen bedeutet, entgeht den meisten Leuten, und vor allem Wirtschaftsexperten.
Uns geht es ja in Europa nicht besser als denen in den USA, das ist ja ein Nebeneffekt der Globalisierung.
Aber Kapitalismus-Kritik wirst du bei mir nicht lesen, denn es scheitert einfach immer am Prinzip Mensch.
Klingt abgedroschen, aber es ist wie mit dem Putzplan in der WG: der kann so locker oder restriktiv gehalten werden wie nur möglich, am Ende sind es die WG-Bewohner schuld, ob es müffelt oder nicht.
Björn
Comment von Björn L. — 4. August 2008 @ 19:12
@Björn: Natürlich ist Deutschland eine Demokratie. Ist es eine perfekte Demokratie? Natürlich nicht - die gibt es nicht. Wenn Parteien ihr Profil ändern ist das nicht undemokratisch - die Wähler entscheiden dann, ob sie diese Veränderung unterstützen oder nicht. Wenn sie es nicht tun, bieten sich ihnen Alternativen. Wo ist das Problem? Zu den Gefangenen: Der Westen befindet sich im Krieg und hat sich nicht immer so verhalten, wie es sein müsste. Das haben westliche Medien aufgegriffen, eine US-Gericht hat die Rechtlosigkeit in Guantanamo aufgehoben, die hiesigen Medien haben über die Flüge berichtet und Du konntest DVDs verteilen, auf denen eine absolute Minderheitsmeinung vertreten wurde. Du kannst auch in diesem Blog Deine Meinung schreiben. Es gibt Bücher zu kaufen, die Deine Thesen stützen. Zeig mir ein System, das keine Demokratie ist, dass sich so verhält und ein solches Maß an Meinungs- und Handlungsfreiheit bietet - vor allem in einer Zeit nach 9.11, Madrid, London, Djerba… . Die westlichen Demokratien sind nicht perfekt - aber sie sind das beste politische System in der Geschichte der Menschheit - und ich hoffe, wir werden dieses System weiter entwickeln und weiter verbreiten können.
Comment von Stefan Laurin — 4. August 2008 @ 19:55
Na da geht’s ja schon wieder los, Herr Haas. “Gehört zum Repertoire rechter Evangelisten” … “wenn Sie links sein wollen”. Ich würde sagen DAS gehört zum Repertoire typischer Schubladendenkender. Oder von Leuten, die Andersdenkende durch solche Aussagen diskreditieren wollen. Ich ordne mich weder rechts noch links ein, sondern vertrete einfach meine Ansichten. Und ich befasse mich durchaus mit mehr als dem 11. September, auch der aktuellen Finanzkrise und ihren Ursachen. Nur ist der 11. September ein aktuelles Ereignis, dessen Auswirkungen wir Tag für Tag zu spüren bekommen und an dem sich die Verlogenheit des gesamten Systems erkennen lässt - Wenn man will. Ich würde sagen der 11. September war der Wegbereiter für die meisten Grundrechtsbeschneidungen im 21. Jahrhundert, und das weltweit. Von Kriegen ganz zu schweigen. Aber sie bevorzugen da lieber sanfte Kapitalismuskritik. Bloß nicht zu viel in Frage stellen. Ist ja jedem selbst überlassen… Momentan leben wir hier ja auch noch in einem recht freiheitlichen System - da sind wir alle froh drüber. Wenn ich davon ausgehen würde, dass das auch so bleibt würde mich der ganze “Quatsch” ja auch herzlich wenig kümmern. Aber ich sehe leider täglich, wie uns unsere Freiheiten mehr und mehr genommen werden - ob als Gründe nun Terrorismus, Urheberrechtsverletzungen oder Klimawandel herhalten müssen spielt letztendlich keine Rolle.
Wenn alle erkannt haben wohin die Reise geht ist es vielleicht zu spät um wieder umzukehren. Ich kann nur hoffen dass ich mich irre - so wie viele andere “Spinner jeder Couleur”
Comment von Jamal — 4. August 2008 @ 21:39
@ Björn & Jamal: Politische Ansichten, egal wie ?persönlich? sie sind, werden selbstverständlich auch politisch gewertet; also bitte kein Gejammer über Schubladendenken. Nachdem wir nun wissen, dass Sie letztendlich das ?Prinzip Mensch? bzw. die Verlogenheit des gesamten Systems für das Elend dieser Welt verantwortlich machen, kann ich Ihnen versichern, dass Sie niemand mehr für linke Spinner hält.
Comment von Dirk E. Haas — 5. August 2008 @ 08:57
@ Stefan Laurin
ja klar, ‘natürlich’ ist Deutschland eine Demokratie *g
so hab ich zumindest vor Jahren auch noch gedacht. Und dann hab ich die Scheuklappen entfernt, sprich TV weggeschmissen und unabhängige Medien gesucht.
Deutschland eine Demokratie?
Wer SPD wählt, wählt anti-soziale Politik.
Wer CDU/CSU wählt, wählt anti-soziale Politik.
Wer Grüne wählt, wählt rückgratlose Opportunisten, die sich - wenns hart auf hart kommt - schonmal für Kriege aussprechen bzw. nichts gegen Waffenlieferungen in die gesamte Welt haben.
Wer FDP wählt, ist eh verloren.
Wer NPD oder ähnliches wählt, tut dies entweder aus Protest oder aber aus genereller Unwissenheit und Ignoranz. Klar, wenn man sein Leben lang hinterm selben Horizont lebt, wirds schwer, Xenophobie abzubauen.
Wer Links wählt.. nun ja, das weiß man noch nicht, aber das Theater, dass die SPD veranstaltet, zeigt schon ziemlich gut, wie sehr es der Politik um das Wohl des Volkes geht, und nicht etwa um Public Relations, falschen Stolz oder einfach nur um’s Prinzip.
Das Ergebnis all dieser Scheinpolitik ist, dass die große Koalition regiert, und dass sie weiter regieren wird, falls kein allzu starker Wind von Links weht.
Große Koalition. Heißt: Große Mehrheit. Heißt: UnsKannsAmAllerwertestenVorbeigehenWasIhrVonUnsWolltDennWirWerdenEhWiedergewählt.
Repräsentativ-Demokratie. Ganz tolles System. Ganz großes Tennis.
Also, Stefan Laurin, wenn ich Ihre Aussage mal beim Wort nehmen will,
ist ein System nicht repressiv, bloß weil es nicht auf den ersten Blick totalitär wirkt.
Deutschland muss eine funktionierende Demokratie sein, weil wir ja im Internet bloggen können. Weil wir rumschreien können, ohne erschossen zu werden. Weil die Medien ja frei sind. Und das Kapital übrigens auch.
Dazu fällt mir nur folgendes ein:
“It’s called the American Dream because you have to be asleep to believe it.”
(George Carlin, r.i.p.)
Das System macht die Menschen zu unselbstständigen, TV-süchtigen, FastFood-essenden, iPod-tragenden, Mac-benutzenden, kritisch denkende Menschen als ‘Linke Spinnerbande’ bezeichnenden Schafen. Zombies. 1984 ist heute.
Die westlichen Demokratien sind das beste politische System der Menschheit?
Im Vergleich mit welchen anderen Systemen denn?
Was sollen diese abgedroschenen, inhalt- und hirnlosen Aussagen über Dinge, von denen Sie so offensichtlich keine Ahnung haben?
Waren Sie jemals außerhalb Deutschlands? Außerhalb Europas?
Wir im Westen sind so egozentrisch, dem Iran in sein Atomprogramm reinzureden. Die ‘westliche Wertegemeinschaft’ probiert ja alles, um diese Angelegenheit diplomatisch zu lösen, was ungefähr solange gut geht, bis ein weiterer Anschlag irgendwo irgendwann (vorzugsweise noch vorm Winter) alle Dämme brechen lässt und alle wieder ‘Krieg!’ schreien. Der Iran ist noch dieses Jahr dran, und unsere Medienmaschinerie wird das mitfabrizieren, wird uns indoktrinieren und unsere Hirne weichkochen, bis auch wir denken, dass die ‘Bedrohung Islam’ ääh tschuldigung, ‘Bedrohung Iran’ ausgemerzt werden muss. Am besten mit Waffen aus deutscher Produktion, wir wollen ja auch dran verdienen. Endlich mal wieder. Wir haben zwar Israel neulich wieder Atom-Uboote zukommen lassen, aber das sind ja immer nur Geschenke.
Überhaupt Israel! Der Iran hat noch nicht einmal eine Bombe fertiggestellt und wird schon gegrillt, während Israel, das arme, arme Israel, das ja täglich von diesen arabischen Teufeln angegriffen wird, munter sein nicht ganz so geheimes Atomwaffenarsenal aufstockt. Da sagt keiner was.
Und ja, Herr Stefan Laurin, oder auch ‘The brain formerly known as Arnold Voß’, ich sehs schon kommen - als nächstes werde ich mit Holocaust-Leugnern in eine Schublade gesteckt. Geben Sie’s ruhig zu: es lag Ihnen auf den Lippen, bzw. auf den Fingern. Sowas nennt man Medien-Konditionierung.
Oder, salopp gesagt, Hirnwäsche.
Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.
Björn
Comment von Björn L. — 6. August 2008 @ 12:23
@Björn:
- “Wir haben zwar Israel neulich wieder Atom-Uboote” - Deutschland produziert keine Atom-U-Boote und Israel besitzt keine
- Wenn Ihnen die Parteien nicht passen: Gründen Sie doch eine
- “Das System macht die Menschen zu unselbstständigen, TV-süchtigen, FastFood-essenden, iPod-tragenden, Mac-benutzenden, kritisch denkende Menschen als ?Linke Spinnerbande? bezeichnenden Schafen. Zombies. 1984 ist heute.” Warum soll “das System” wollen das wir Macs benutzen und nicht Windows? Was hat “das System” davon, wenn wir Fast-Food essen und nicht ins Gourmet-Restaurant gehen?
- Wer ist eigentlich dieses System? Ich habe es bislang noch nicht getroffen - stell es mir mal vor. Würde ich gerne kennen lernen - scheint was drauf zu haben.
Comment von Stefan Laurin — 6. August 2008 @ 13:10
@ Stefan Laurin
Ihr kindischer und auf keinen Fall ernst zu nehmender Kommentar ist bezeichnend für die Medienlandschaft in diesen Zeiten.
Deutsche U-Boote der ‘Dolphin’-Klasse wurden an Israel verkauft/verschenkt, und dann zu Atom-Ubooten umgebaut. Man kann das so auslegen, dass Deutschland mit verbundenen Augen Militärgut an Israel abgibt, um dann nicht mal entrüstet zu reagieren, wenn Israel diese Maschinerie entsprechend umbaut.
Schön dass Sie so gut informiert sind, Herr Stefan Laurin
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2003/10/13/a0107
http://www.tagesschau.de/inland/meldung136402.html
http://www.bits.de/public/stichwort/dolphin3.htm
Desweiteren ‘will’ das System nicht, dass wir Macs oder Windows benutzen. Das System will gar nichts, sonst wäre es ja eine Anthropomorphisierung.
Es geht - das wissen Sie allerdings schon - darum, dass die Konsumgesellschaft kritisches Denken unterdrückt.
Fast Food macht dick und ist ungesund, außer man geht vernünftig damit um.
Das scheinen jedoch die meisten Menschen nicht hinzukriegen, vielleicht hat das was damit zu tun, dass
Deutschland das durchschnittlich fetteste Land Europas ist.
Kranke Menschen sind leichter zu kontrollieren (oder soll ich schon ‘administrieren’ sagen?), genau wie
Menschen in Angst.
Zitat Stefan Laurin: ‘Wenn Ihnen die Parteien nicht passen: Gründen Sie doch eine.’
Großartige Lösung. Das hat mir aber schon jemand vorweggenommen mit der Linken. Die vertritt zwar auch nicht mal annähernd 100% meiner politischen Meinungen, aber immerhin wurde sie von Menschen gegründet, denen das Scheuklappen-System zu wenig war.
Herr Stefan Laurin, welch realistische Chancen hätte denn zum Beispiel meine neugegründete Partei in einem Land, in dem 35% der Wahlbevölkerung seit 50 Jahren SPD wählen und die SPD seit Jahrzehnten Politik zu Lasten dieser 35% macht und diese 35% daraus nicht schlau werden und /immer weiter/ diese SPD wählen, bloß weil ein anderes Gesicht auf den Plakaten steht?
Gar keine, richtig. Deswegen bin ich ausgewandert.
Sie, Herr Stefan Laurin, mögen vielleicht klassisch gebildet sein, aber im Grunde genommen wissen Sie garnichts, und wie die Sau im Schlamm fühlen Sie sich so richtig wohl.
Angenehmes Dahinsiechen noch
Björn
Comment von Björn L. — 6. August 2008 @ 13:59
Stefan. Björn.
>?Wir haben zwar Israel neulich wieder Atom-Uboote? - Deutschland produziert keine Atom-U-Boote und Israel besitzt keine
Genau.
http://www.naval-technology.com/projects/dolphin/
Jedenfalls haben die IDF niedliche Basecaps mit dem Logo der - ich glaube fünf - in Deutschland bei HDW gefertigten U-Boot-Flottille, das zumindest ikonografisch eine gewisse geheimnisvolle Stärke nahelegt; ich bekam mal eine geschenkt und trage diese Kappe gern, etwa wenn ich mit meinem Kamerateam in Migrantenstadtteilen meiner Sprengel unterwegs bin.
Bei einem Einsatz in Rotterdam für ein kollaboratives Feature kurz nach Koll. Theo von Goghs Tod - nur zur Erinnerung: ein Islamist hatte Theo ermordet - und wegen dessen hat dieses von mir - natürlich nur aus Sonnenschutzgründen - gewählte Bekleidungsphlegma für genau die Riotszenen gesorgt, die wir im Kasten haben wollten.
Ich will damit nicht sagen, daß ich so zionistisch wie Golda Meir bin, gewiß nicht, ganz früher war ich sogar so sozialistisch wie Mosche Dajan - allein, ich weiß seit seinerzeit, daß es durchaus Wesen gibt, die an die urbane Legende, eigentlich gar ein Faktum, von den angeblichen, den angeblich realen, den realen israelischen Atom-U-Booten glauben.
Und das ist auch gut so.
Verdammt gut so - daß es diesen Zickenfickern in den Hinterkopf gebrannt ist.
So - jetzt beende ich diesen phlilosemitsch-geostrategischen Gedanken und schalte mein I-Tunes um von Zion Train nach Bruce Springsteen:
‘I was born in the U.S.A.’, Live in New York City.
Comment von Thomas — 6. August 2008 @ 13:59
Na endlich! Die Maus ist geboren: Es war die Konsumgesellschaft. Sie ist schuld.
Übergewichtige Araber flogen in ein mit Tausenden fettleibiger Couchkartoffeln bestücktes WTC. Dass da alles ein bisschen schneller zusammenfällt, darauf hätten die Pfannkuchentheoretiker selber kommen können. Und die Pfützen an den Stützen; das war kein Metall, sondern ? genau ? Fett.
Und ab.
Comment von Dirk E. Haas — 6. August 2008 @ 15:22
Und damit hat sich dieser Blog selbst disqualifiziert.
Für jeden zum nachlesen, falls denn überhaupt Interesse besteht.
Dirk Haas, sich in solch einer Form über die Opfer des 11. Septembers lustig zu machen ist anscheinend OK und wird gebilligt, nicht jedoch die offizielle Verschwörungstheorie zu bekämpfen.
Ciao, ich bin raus. Ihr habts nicht anders verdient
Comment von Björn L. — 6. August 2008 @ 15:59
Netter Versuch, Björn. Aber Sie wissen, das Belustigen ist ganz allein Ihren “Theorien” gewidmet, exklusiv sozusagen. Sie werden hier nicht ernst genommen; ja, das ist die Wahrheit.
Comment von Dirk E. Haas — 6. August 2008 @ 17:19
Dirk, was für eine grundgestimmt fröhliche Geduld du hast! Ich ziehe meinen Hut!
Aber was macht Björn jetzt ohne uns? Wohin mit diesen grandiosen welterklärenden Geistessprüngen? Wer könnte dieses Superhirn denn verdient haben wenn nicht wir?
Ich weiß es: Björn, es kann nur Björn selbst sein. Björns Hirn hat sich sich selbst verdient. Es hört sich sicher auch selbst gerne zu. Und Björn findet sich dabei sicher auch ganz toll. Für Björn ist also gesorgt.
Aber was machen wir ohne Björn? Kann man so jemanden einfach aus seinem Gedächtnis streichen?
Hey, wer ist Björn?
Comment von Arnold Voß — 5. September 2008 @ 03:01
Björn könnte zu einem Konzert der Bandbreite gehen. In Duisburg findet
wieder mal eines statt. Veranstaltet von der Linkspartei. Unbelehrbare
unter sich!
http://www.dielinke-duisburg.de/
Comment von Thomas — 5. September 2008 @ 07:40
Arnold, es gibt drei Arten von Antworten, die ich geben kann:
Wer den Diskurs über alternative ?Theorien? zu 9/11 vermisst, wird von Mathias Bröckers und seinem writers blog bei Zweitausendeins weiterhin gut bedient (Vorsicht, er hat nicht den gleichen juvenilen Charme wie Björn).
Wer einen wirklich schönen Roman über das Erwachsenwerden unter Paranoiabedingungen lesen möchte, dem sei ?Waffenwetter? vom guten Dietmar Dath anempfohlen (es gibt, selbstverständlich, auch eine Homepage der Protagonistin des Romans: http://www.claudiastarik.de).
Und es wird, wenn nicht vorher der Dritte Weltkrieg ausbricht, auf der Emscherinsel ein Ruhrgebietsrathaus für nützliches Wissen geben; dort sind Superhirne, die etwas im Ruhrgebiet Nützliches wissen, herzlich willkommen. Nun raten Sie mal, welches Superhirn nicht auf der long list steht!
Comment von Dirk E. Haas — 5. September 2008 @ 11:02
Ihr könnt ja weiterhin alles kategorisch ablehnen, was euerm Weltbild widerspricht,
aber wenn ihr ernsthaft an der Wahrheit interessiert seid, empfehle ich Euch den neuesten NIST-Report.
Der behauptet, dass WTC7 (das Salamon-Gebäude) ausschließlich durch Bürofeuer eingestürzt ist.
Der Bericht (und damit kommen nicht mal die Skeptiker klar [Skeptiker nennen wir die Leute, die die offizielle Version verfechten] ) behauptet auch,
dass die Trümmer durch den Einsturz des Nordturms keinen relevanten Schaden an der Südwestseite von WTC7 ausgelöst und damit auch keinen Einfluss auf die Statik hatte.
Ausschließlich das für 7 Stunden vereinzelt brennende Bürofeuer habe den Stahlträger Nr. 79 geschwächt, welcher das Gebäude praktisch alleine aufrecht hielt.
(ich denke mir das nicht aus, das steht im NIST-Bericht)
Ich habe mehrere nicht in Verschwörungstheorien involvierte Ingenieure bzw. Statiker und Architekten gefragt, und ihnen mehrere Videos vom Einsturz von WTC7 sowie die thermographische Analyse von NIST gezeigt, und kein einziger von ihnen konnte der Feuer-Theorie irgendwelche Glaubwürdigkeit abgewinnen.
Nicht Ihr seid mit mir geduldig, ich bin es mit Euch.
Nun gut, außer mit Arnold Voß, der den Leuten hier mental und rhetorisch hinterherläuft.
Macht selber das Experiment - geht zu einem Architekten/Bauingenier/Statiker und macht den WTC7-Test.
Hier kommt übrigens wieder Popper ins Spiel: auch die offizielle Version ist nur eine Theorie, und nur eine nicht kohärente Beobachtung lässt das ganze Konstrukt zusammenstürzen. WTC7 ist der Schlüssel.
Björn
Comment von Björn — 15. September 2008 @ 05:44
@Björn: Der NIST-Report ist identisch mit der Aussage in einer 9.11 Dokumentation, die letzte Woche im Fernsehen lief: Durch den Anschlag auf die beiden Türme wurden durch umherfliegende Trünner Feuer ausgelöst, die den Zusammenbruch verursacht haben. Die Verschwörungstheoretiker behaupteten hingegen, WTC7 sei gesprengt worden um Spuren zu verwischen - dieser Aussage widerspricht der NIST-Report. Björn, was soll Dein Posting?
Comment von Stefan Laurin — 15. September 2008 @ 07:23
@Stefan und Dirk
Schade, Björn braucht uns doch. Er will einfach nicht nur sich selbst zuhören und sich selbst danach zustimmen. Er braucht auch Zustimmung von anderen. Zumindest aber Aufmerksamkeit.
@ Björn
Björn, ich bekomme langsam Mitleid mit ihnen.
Comment von Arnold Voss — 15. September 2008 @ 18:03
@ Arnold: Ich sagte ja bereits: Björns charmante Art und Weise, uns von den alternativen Theorien zu überzeugen, hat phasenweise echten Unterhaltungswert:
?Macht selber das Experiment - geht zu einem Architekten/Bauingenier/Statiker und macht den WTC7-Test.? ? Wenn das mal nicht als Aufruf zu einer Straftat ausgelegt werden wird ?
Und ?Hier kommt übrigens wieder Popper ins Spiel? ? da muss man gar nichts zu sagen, da weiß man sofort, was für ein Juwel dieser Satz ist.
Mitleid reicht also nicht; für solche Sätze (ich erinnere auch noch mal an die Hüte aus Aluminium) gebührt ihm unser Dank.
Comment von Dirk E. Haas — 16. September 2008 @ 07:53
O.K. Dirk. Aber dann geht das hier ewig weiter, oder?
Comment von Arnold Voß — 16. September 2008 @ 15:57
Eine ganz schöne Ausdauer legt Ihr an den Tag.
Gegen hermetisch abgeriegelte Weltbilder kommt man mit Argumenten eh nicht an.
Ich staune, dass es offenbar wirklich Leute gibt, die sich mit diesem kruden Zeug so intensiv beschäftigen und dabei auch noch so penetrant missionarisch sind. Bloß Spaß scheinen sie keinen zu haben oder zu verstehen.
Muss man sich Sorgen machen, dass der Blog hier zum Sammelbecken von Ver(w)irrten wird? Wäre schade. Apropos: Was machen eigentlich Petra und das G.R.P.-Dings?
Comment von Barbara Underberg — 16. September 2008 @ 19:31
Keine Sorge! Wir machen das nur, weil Ausflüge in die Welt des Irrationalen den Verstand für den doppelten Boden jeder Realität schärfen. Die Frage, was dahinter steckt, ist nun mal der entscheidende Motor der Neugierde und zugleich das Tor in das Labyrinth systematischer Selbstverwirrrung.
Comment von Arnold Voß — 16. September 2008 @ 22:04
björn hat recht. punkt. heut euch selber mal zu.
Comment von RnD — 15. Juni 2009 @ 16:56
Also ehrlich.. Informiere Dich mal und dann kannst Du solche hirnlosen Artikel hier schreiben..
Alle gleich als Spinner hinstellen.. Genau das sind die richtigen..
Comment von Ich — 7. Juli 2009 @ 12:23
Ich sag nur eins:
Lets get empirical.
Ich kann mir hundert Diskussionen von Fachleuten über das Ereignis anschauen. Oder mich selbst mit dem Thema beschäftigen, und versuchen, mir ein eigenes Bild zu machen.
Ich bin seit einigen Monaten überzeugt, dass die größte Spinnerthese die ist, dass ein paar Handvoll Terroristen mit Teppichmessern nicht aufgehalten werden konnten, und dass in allen nachfolgenden Ermittlungen es nicht möglich war, weitergehende Hintergründe aufzudecken.
Thomas Meiser, give me five…
Comment von Anonym — 17. Juli 2009 @ 13:08
@Jens #3
Du schreibst:
>Allzu schnell wurde ?vergessen?, was wir den USA zu verdanken haben?
Du hast du nur allzu recht. as haben die Deutschen nicht alles gelernt, von der Nation, wo Schwarzr im Bus bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein noch für Weiße aufstehen mussten.
Vor allem vergessen wurde das hier:
Hitlers amerikanische Lehrer
Comment von Mein Parteibuch — 30. Juli 2009 @ 02:04