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Mario Götze wird aktuell nicht ungerecht behandelt, er wird nur ständig gehörig überschätzt

Mit diesen Schuhen wurde das WM-Finalke gewonnen. Foto: Robin Patzwaldt

Mit diesen Schuhen wurde das WM-Finale gewonnen. Foto: Robin Patzwaldt

Was für ein medialer Aufschrei aktuell! Nationalspieler Mario Götze wird bei Bayern München mal wieder nicht eingesetzt. Auch beim jüngsten Gastspiel des Tabellenführers am Samstag in Köln sitzt er die kompletten 90 Minuten auf der Bank.

Einige Medien stricken daraus nun eine Art Verschwörung von Trainer Pep Guardiola gegen den jungen Kicker, den er einfach nicht mögen würde, den er mit Aussagen wie seine Nichtberücksichtigung wäre aktuell das ‚Beste für Bayern München‘ mutwillig ‚zerstören‘ wolle. Alles Quatsch! Und zwar gleich aus mehrerlei Gründen. Und das Pep Guardiola die derzeitigen Nicht-Berücksichtigungen von Mario Götze die „beste Lösung für Bayern München“ nennt, das ist schlicht die Wahrheit.

In einem hochkarätig besetzten Kader muss er halt die Spieler auf das Feld schicken, die dem Team seiner Meinung nach die besten Erfolgsaussichten garantieren. Und wenn, bei aktuell sieben Offensivkräften, ein Mario Götze eben nicht zu den zwei oder drei formstärksten gehört, dann spielt er halt auch nicht. Und offenbar schätzt Guardiola das aktuell noch immer genauso ein. Auch nicht wirklich erstaunlich, wenn Götze zuvor doch bekanntlich einmal mehr monatelang verletzt ausfiel.

Und so blieb für den 23-Jährigen dann eben auch nur ein Einsatz in den letzten acht Spielen seit seiner Rückkehr in den Kader. So ist das Geschäft. Kein Grund um an eine Art Verschwörung des Trainers gegen ihn zu glauben.

Natürlich ist das aktuell eine ziemlich traurige Bilanz für einen Spieler, dem ganz Fußball-Deutschland im Sommer 2014 noch kurzzeitig zu Füßen lag.

Doch gerade auch dieser Triumph, das entscheidende Tor im WM-Finale gegen Argentinien geschossen zu haben, kam für Götze damals ja in einer grundsätzlich eher schwierigen Zeit. Zuvor war es nämlich nicht das Turnier des gebürtigen Memmingers, fand er in der Startelf ja auch dort keine regelmäßige Berücksichtigung. Das wird inzwischen häufig verdrängt. Das Final-Tor übertünchte, ja verfälschte damals schon so einiges zu seinen Gunsten.

Und auch vor seinem Wechsel aus Dortmund nach München im Sommer 2013 war ja längst nicht alles so goldig, wie es jetzt gerne einmal dargestellt wird. Götze war auch beim BVB sehr häufig mit diversen Verletzungen außer Gefecht, war mehr eine Art Versprechung für bzw. auf eine große BVB-Zukunft, als ein tatsächlicher Leistungsträger im Team. Hin und wieder blitzte damals schon seine große Veranlagung auf. Über Monate konnte er das aber auch damals schon nicht wirklich auf den Platz bringen, was natürlich seinerzeit auch noch seinem jungen Alter geschuldet zu sein schien.

Rückblickend dürfte inzwischen zwar auch Götze selber, wenn er ehrlich mit sich ist, den Wechsel an die Isar, wo er sich in drei Jahren nicht durchsetzen konnte, als einen Fehler bezeichnen.

Was aus Götze in Dortmund geworden wäre, wenn er damals nicht für immerhin 37 Mio. Euro Ablöse in Richtung Süden gezogen wäre, das ist müßig zu diskutieren. Verletzungsanfällig und mit großen Formschwankungen ausgestattet wäre er vermutlich auch im Revier geblieben.

Götze ist auch längst nicht der erste Kicker der es in München schwer hatte sich durchzusetzen. Er wusste also bereits 2013, dass ein solcher Wechsel seine Tücken haben könnte. Er hat es trotzdem versucht. Das war sein gutes Recht, auch wenn er sich so ein Stück weit zwischen alle Stühle gesetzt hat.

In Dortmund inzwischen verschmäht, in München gescheitert. Was bleibt ihm nun für eine Option?

Ein Weggang aus München im Sommer erscheint derzeit mehr als wahrscheinlich. In Deutschland gibt es aktuell aber eigentlich keine wirklichen Optionen für ihn. Ein Zurück nach Dortmund? Wohl nicht. Ein Wechsel nach Wolfsburg? Möglich, aber dann sicherlich ein klarer Rückschritt.

Andere Vereine kommen derzeit wohl nicht ernsthaft in Frage.

Ein Wechsel ins Ausland? Möglich. Aber nach der ausgedehnten Erfahrung des Scheiterns in München sicherlich auch sehr riskant. Nicht jeder setzt sich in so jungen Jahren im Ausland entsprechend durch.

Vieles deutet daher aktuell wohl darauf hin, dass Mario Götze vor einer weit weniger glorreichen Zukunft steht, als man das noch vor ein paar Jahren gedacht hätte.

Aber Grund für viel Mitleid gibt es nun natürlich auch nicht. Götze ist ja nicht das erste Supertalent im Deutschen Fußball dessen Karriere den vielen Vorschusslorbeeren dann doch nicht gerecht werden konnte.

Seinen Platz in den Geschichtsbüchern des DFB hat er nach dem Siegtreffer von Rio bereits in jungen Jahren gefunden. Und finanziell dürfte er ohnehin auch schon längst für das gesamte Leben ausgesorgt haben. Sportlich ist und bleibt Mario Götze allerdings vermutlich wohl ein eher unerfülltes Versprechen.

Am Ende wurde und wird er seit Beginn seiner Profikarriere wohl ein gehöriges Stück weit überschätzt und medial überproportional emporgehoben. Nun geht er aktuell den umgekehrten Weg. Mal sehen wie weit noch…

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33 Kommentare zu “Mario Götze wird aktuell nicht ungerecht behandelt, er wird nur ständig gehörig überschätzt

  • #1
    Klaus Lohmann

    "Verletzungsanfällig und mit großen Formschwankungen ausgestattet" ist auch ein Marco Reus und der entwickelt sich bei uns trotzdem. Man hatte Götze vor diesem verfrühten Wechsel gewarnt und er hat nicht drauf gehört, so wie er allgemein in den letzten Jahren persönlich nicht sonderlich gereift zu sein scheint. Er wird so enden wie ein Podolski, der nun in einer Liga voller Gewalt und Kriminalität rumgurkt, während sich sein Lieblingsverein Köln auch ohne ihn fantastisch gemacht hat. Evt. kann er – egal, wo er zukünftig spielt – noch auf einen ähnlichen Rentenjob bei Jogi Löw hoffen, aber ein mehr an Vereins-Karriere hat er sich selbst vergeigt.

  • #2
    schranke

    Götze bei der WM nicht in der Startelf? Also mindestens gegen Portugal und gegen Ghana hat er angefangen.

    Nichtsdestotrotz stimmt die Aussage, dass es kein gutes Turnier für ihn gewesen wäre – wenn halt nicht das Finaltor dazu gekommen wäre.

  • #3
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Schranke: Ja, das stimmt. Ich ergänze mal rasch das Wort ‚regelmäßig‘. ‚Kein gutes Turnier‘ ist allerdings sogar noch freundlich ausgedrückt. Er galt in nicht wenigen Berichten vor dem Finale sogar als ausdrücklicher ‚Verlierer‘ im Deutschen Teams. Weiß heute nur anscheinend kaum noch jemand…

  • #4
    Bernd Overwien

    Ach ja, was für eine Diskussion. Ganz ehrlich: Mario Götze gehörte – wie Thomasz Rosicky oder vorher Andreas Möller – zu den Spielern beim BVB, für die ich ins Stadion gefahren bin. Ich habe mir immer gedacht: Mal fünf Minuten so Fußball spielen können wie die. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.
    Ach, das wollte ich noch hinzufügen. Matthias Sammer hat als DFB-Sportdirektor gesagt: "Wenn dieser Mario Götze nicht wenigsten 75 Länderspiele macht, dann haben wir beim DFB alles verkehrt gemacht". Dann wurde er Sportvorstand bei Bayern. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Und was die Zukunft anbetrifft: ich bin mir ganz sicher, wenn Liverpool ihn finanzieren kann, dann holt ihn Kloppo sofort an die Anfield Road. Der weiß wirklich, was der Junge kann.

  • #5
    Jochen Hoff

    Ich als erklärter Bayern München Feind gebe Robin Patzwaldt recht. Allerdings stört mich die Häufung solcher Vorfälle bei den Bayern. Podolski, und auch eine Reihe anderer wurden mit großem Getöse aus ihren Mannschaften herausgekauft um diese Mannschaften zu schwächen und Bayern zu stärken.

    Die Bayern begreifen Transferpolitik imho als Teil der Kriegsführung gegen mögliche Gegner und können sich das ja auch leisten. Die Frage ist allerdings ob diese Haltung dem deutschen Fußball und den Spielern gerecht wird, oder ob man da eingreifen müsste.

  • #6
    Robert Müser

    Mein Beileid hält sich in Grenzen, denn:

    Es gab genug Stimmen, welche genau die jetzige Entwicklung vorhergesehen hatten, aber der Beraterstab hatte wohl eher sein eigenes Wohl mit vielen €€€€ im Sinne …

  • #7
    Klaus Lohmann

    @#5 Jochen Hoff: Diese Mär hält sich anscheinend hartnäckig. Aber spätestens mit dem Jobantritt von Sammer beim FCB hat dieser Frühstücksdirektor seine diesbezüglich verdächtigen Einkäufe gründlich "versammert", so dass Hoeneß und Rummenigge – auch getriggert durch die Erfolge des BvB – letztes Jahr einen neuen "Masterplan" Talentförderung aus den eigenen Reihen ins Leben rufen mussten, inkl. Trainingsgelände-Neubau in Fröttmanning für 70 Mios statt teurer Einkäufe für die Bank. Und auch der BvB kauft ja seit einiger Zeit große Talente der Konkurrenz weg, siehe Reus.

  • #8
  • #9
    Klaus Lohmann

    @#8 Thomas Weigle: Juventus Turin – BvB, CL-Finale 1997, Tor (des Jahres) Lars Ricken, 71. Minute… Danach lief Rickens Karriere – auch in der Nationalelf – nur noch nach unten.

  • #10
    Thomas Weigle

    @Klaus Lohmann In Erinnerung wird immer das erwähnte Tor bleiben und bei Bayern im Kader zu stehen, würde ich jetzt auch nicht ausschließlich als Tiefpunkt einer Fußballerkarriere betrachten.

  • #11
    Klaus Lohmann

    @Thomas Weigle: Auch Marcel Reif ist grad bei Sky90 anderer Meinung und sieht Götzes Karriere ziemlich am Ende, weil er halt in dieser Phase seiner Entwicklung so gut wie nicht mehr spielt. Das war sogar bei Ricken anders, der hatte danach ausreichend Einsätze.

  • #12
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Klaus #9: Ja, Ricken ist auch so ein Beispiel. Von vielen als Kapitän der DFB-Elf für die WM 2006 prognostiziert, konnte er die erwartete große Karriere nicht machen. Götze ist auf einem ähnlichen Weg, wie ich fürchte. Und natürlich hat auch Ricken am Ende eine schöne Karriere gehabt. Doch es war ihm eben auch mal deutlich mehr in Aussicht gestellt worden. Da gibt es schon Parallelen. Und natürlich ist es ’nett‘ im Kader der Bayern zu sein, muss er dazu ein toller Fußballer sein. Doch ein 23-Jähriger will eben auch kicken. Mit 35 kann er immer noch auf der Bank hocken. Hat z.B. ein Pizarro ja auch gemacht in München. Aber dann eben in einer ganz anderen Situation.

  • #13
    Thomas Weigle

    @ Robin, @Klaus Mit 23 ist man doch noch nicht am Ende, selbst wenn der gute M.Reif sich entsprechend mitteilt. Auch anderswo als bei Bayern wird guter Fußball gespielt, muss ja nicht die süperliga oder ein für faschistische Umtriebe berüchtigter römischer Verein sein.

  • #14
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Thomas: Natürlich ist er nicht am Ende. Aber die Karriereplanung war schon übel. Es gibt ja nicht wenige Tippgeber die Kickern immer raten erst einmal in Ruhe bei ihrem ‚Heimatverein‘ zu reifen. Ins Ausland, oder aber zu den Bayern, kann man dann doch auch noch später gehen, wenn man ausgereift ist. Für Götze war es, das zeigt sich jetzt, und viele hatten es damals schon vermutet, noch zu früh. Bei Podolski übrigens auch…. Jetzt hat die Karriere eine 3-jährige ‚Delle’`. Wie es von hier weitergeht ist offen. Er ist ja erst 23. Aber wenn er bis jetzt in Dortmund geblieben wäre, dann wäre es vermutlich für ihn besser gewesen, denn da hätte man ihn höher geschätzt. Keine Frage.

  • #15
    Klaus Lohmann

    Ich glaube nicht, dass Götze mit 23 beruflich schon so abgezockt ist, dass er jeden Job rein zum Geldverdienen ausübt – oder wie ein Claudio Pizarro einfach spielt, wenn man ihn braucht und ansonsten den Tag genießt. Gerade nach dem Endspiel-/Weltmeisterruhm wird er spielen, zaubern und auch im Rampenlicht stehen wollen, weil er sich nur so, mit Spielpraxis auch weiter entwickeln kann. Und "Heldenstatus" gehört sich verdient, nicht nur drauf ausgeruht.

    Und wo Reif auch Recht hat bzw. was mich gestern genau so erstaunte – Götze scheint innerhalb des Teams ein Fremdkörper zu sein, den man nicht einbezieht und der sich aber auch selbst distanziert. Das ist dann für ihn doppelt schwer, sowohl beim FCB als auch bei anderen Vereinen mit evt. großen Erwartungen an einen Ex-37-Mio-Einkauf der Bayern ohne Spielpraxis. Schwere Hypothek… Einzige, letzte Chance wären die Fittiche von Spielerversteher Ancelotti in der nächsten Saison.

  • #16
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Klaus: Aber auch der neue Coach in München wird ja wieder etliche Leute auf seinen Positionen zur Wahl haben. Und erfahrungsgemäß bringt er im Sommer auch noch ein paar ‚eigene‘ Neuverpflichtungen mit. Ich würde an Götzes Stelle daher nicht mit allzu viel Verbesserungen für seine persönliche Situation rechnen.

  • #17
    thomas weigle

    Vielleicht wird er ja demnächst wieder in Dortmund und bei RUHRBARONS geschätzt, der Mario Götze!!

  • #18
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Thomas: Ich schätze ihn jetzt schon. Ist ein guter Kicker. Aber ich ‚überschätze‘ ihn nicht, wie offenbar so viele andere Leute. Wenn Götze bereit ist sich den Fanreaktionen in Dortmund zu stellen, der Preis stimmt, lass ihn wegen meiner ruhig zurückkommen. Ganz so viele Möglichkeiten hat er von Bayern kommend ja wohl eh nicht mehr. Und ob er in Liverpool zurechtkäme, das bezweifle ich, ehrlich gesagt. Kommt man also ziemlich schnell auf den Gedanken einer BVB-Rückkehr… Und wenn die Erwartungen realistisch bleiben, warum nicht…. Zumal wenn der BVB im Sommer andere Offensivkräfte verlieren sollte, so wie aktuell ja ebenfalls spekuliert wird.

  • #19
    thomas weigle

    @ Robin Problematisch ist eine Rückkehr nach DO allemal für Götze, denn Blumen wird man ihm zunächst nicht streuen. Wenn die Ablöse nicht so hoch wäre, denn das wird sie wohl werden, wäre es eher sinnvoll zu einem Verein zu gehen, in dem es nicht so von Stars wimmelt wie beim BVB. Finanziell muss er selbst doch ausgesorgt haben, so dass er sicher auch mit einem "normalen" Bundesligagehalt über die Runden käme, ohne bei der nächsten Suppenküche anstehen zu müssen.

  • #20
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Thomas: Aber Champions League wird er ja wohl auch zukünftig schon spielen wollen. Und da gibt es in D nicht so viele Kandidaten, bei denen es dazu dauerhaft eine realistische Chance gibt. Und Ausland ist erneut riskannt. Zumal er ja erst 23 ist und auch mit 28 noch nach England gehen könnte… Also bleiben ja wohl nur Bayern, Dortmund, Wolfsburg, Schalke (?), Leverkusen (?)…. und in ein paar Jahren vielleicht Leipzig.

  • #21
  • #22
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Thomas: Ich brauche die auch nicht. Aber wenn es sie denn nun einmal gibt, dann ist es mir lieber ‚mein‘ Team ist da mit dabei… 😉

  • #23
    Klaus Lohmann

    Ich würde eher Wolfsburg oder sogar Liverpool bei Kloppo tippen, wenn die nä. Saison international spielen. Tuchel hat m.E. nicht die richtige Freude an solchen "mono-aktiven" Nur-Stürmern, da könnte sich allerhöchstens ein kleines Interesse ergeben, wenn bei uns nun ein echter Abgang-Run wichtiger Angriffs- und Mittelfeldakteure einsetzt. Aber bei geschätzten 20-25 Mios wird Aki nicht mitmachen wollen.

  • #24
    Walter Stach

    Robin,
    ich höre und lese so eben aus bzw. in verschiedenen Medien, daß der BVB dabei sein soll, "ernsthaft" eine Rückholaktion in Sachen Götze anzugehen -für 2o Mio €?
    Wenn die Mehrheit der BVB-Fans so wie ich immer noch nicht das W i e des Götze-Wechsels zu den Bayern vergessen haben, dann wäre eine solche Aktion für den BVB-Vorstand mit Blick auf die BVB-Fans ein sehr, sehr riskantes Geschäft, egal, ob das Geschäft sich finanziell bei einem Vergleich der seinerzeitigen Verkaufssumme mit den jetzt gehandelten 2o Mio für den BVB als außerordentlich vorteilhaft erweisen könnte und egal, ob Götze sportlich -trotz aller Kritik, trotz aller sportlichen Fragezeichen- für den BVB ein Gewinn wäre.
    Oder bin ich der einzige unter den BVB-Fans "der nicht vergessen kann und nicht vergessen will?

    PS
    Zum Fußballer Götze ganz allgemein:
    Ich neige zu der Annahme, daß dem "fußballerisch" überdurchschnittlich veranlagten Spieler Götze die Mentalität fehlt -Durchsetzungsfähigkeit, Durchsetzungswille, unbedingter Siegeswille-, die Guardiola von seinem Stammpersonal erwartet. Von daher erscheint es mir logisch, daß Götze für Guardiola nicht zum Stammpersonal zählt. Da nicht jeder Bundesligist seine Spieler nach den Maßstäben eines Guardiola zu messen in der Lage ist, wird Götze , falls er die Bayern verläßt, nicht arbeitslos werden. Aber zurück zum BVB? Für mich -sh. oben- unvorstellbar.

    Thomas Weigle,
    "Suppenküche……"
    Wenn Götze morgen seine Fußballschuhe an den Nagel hängen würde, hätte er doch für sein gesamtes , hoffentlich noch sehr langes Leben " finanziell ausgesorgt". Deshalb muß man sich also um ihn nicht sorgen.

  • #25
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Walter: Erfahrungsgemäß vergessen Fußballfreunde doch, ähnlich wie Wähler 😉 , immer recht schnell. Wenn ein ungeliebter Spieler erst einmal 2 oder 3 Tore geschossen hat, oder tolle Leistungen abliefert, dann trägt man ihn gerne auch mal rasch auf den Schultern durch die Stadt. Gibt diverse Beispiele. Ein aus meiner Sicht unterschätztes ist aktuell Manuel Neuer, dem die Bayern-Fans nach seinem Wechsel aus Schalke in Richtung Isar ernsthaft aufzwingen wollten nicht in der Bayern-Kurve zu jubeln und ähnlichen Wahnsinn. Und frag die Herrschaften mal heute nach Neuer… 😉

  • #26
    Walter Stach

    Robin,
    ja, da könntest Du bezogen auf die Fußball-Fans im allgemeinen , hier konkret bezogen auf die BVB-Fans und ihre Beziehung zu Götze, wenn er denn wieder das BVB-Trikot anziehen würde, richtig liegen, aber bei mir liegst Du ganz und gar nicht. Das W i e des Wechsels von Götze war schon ein im negativen Sinne besonderes, was alle BVB-Fans emotional außerordentlich betroffen gemacht hat. Und das kann ich und das will ich nicht vergessen!

  • #27
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    Ich habe heute irgendwo eine Online-Umfrage gesehen, wonach rund 2/3 der Leute meinten, dass eine Götze-Rückkehr nach Dortmund sinnvoll wäre. Mal abwarten. Noch sind es ja nur Spekulationen. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob das wirklich eine so gute Idee wäre. Hängt halt auch davon ab was aus Gündogan, Micki, Hummels und Auba wird. Könnte im Sommer ja plötzlich arg viel Geld in der Transfer-Kasse des BVB sein….

  • #28
    Walter Stach

    Robin,
    bei t-online läuft auch eine Umfrage.
    Rd. 6o dagegen, rd. 4o % dafür.
    Warten wir ‚mal ab.
    Interessanter als eine so allgemeine Umfrage, an der sich jedermann beteiligne kann, wäre es m.E., ein "Stimmungsbild" von den BVB-Fans zu bekommen.

    Robin,
    im übrigen:
    Für mich ginge keine Welt unter, nicht einmal meine BVB-Welt, wenn Götze zum BVB zurückkommen und wenn die große Mehrheit der Fans wider meine Position "den verlorenen Sohn" mit offenen Armen in DO begrüßen würde.

    Robin,
    was haben "wir " für Sorgen!
    Mir tut es allerdings emotional gut, daß ich jetzt und hier über die Causa Götze fabulieren kann und nicht ständig über den IS und die jüngsten Terrorakte nachdenken muß.

  • #29
    thomas weigle

    @ Robin Logisch, da passt kein noch so dünnes Papier zwischen uns beide, nur leider wird im Stadtwald in FFM höchstens dann CL stattfinden, wenn Dortmund Bayern etc eine Platzsperre haben.
    @ Walter Stach Ja, dass denke ich eigentlich auch, selbst wenn er a la Kruse hier und da ein paar tausend Euro im Taxi liegenlassen würde oder er im Pokern nicht Dritter einer WM werden würde.

  • #30
    Bernd Overwien

    Gestern Mats Hummels im Sportstudio gesehen und gehört (!). Das mit der Götze-Rüclkehr (wie auch von der "Süddeutschen" kolportiert ) scheint soooo weit gar nicht hergeholt. Angeblich habe er schon 2015 zurück gewollt, aber da hätten die Bayern kühl kalkuliert die Transfersumme zu hoch gesetzt. Jetzt sind laut SZ 20 Mio. im Gespräch, was der BVB mit Blick auf die CL wohl stemmen könnte. Ich denke eher, dass Spieler wie Hummels oder auch Mikki ihre Karriere mit Blick auf Titel planen. Ich behaupte: mit Götze hätte der BVB zur Zeit sechs Punkte mehr.

  • #31
    Robin Patzwaldt Artikelautor

    @Bernd: Seit dem Auftritt von Hummels gestern im Sportstudio mache ich mir deutlich mehr ‚Sorgen‘, dass Hummels im Sommer vom BVB weggeht… Und wenn Gündogan, Hummels und evtl. auch Micki gehen sollten, dann wäre Götze sicherlich automatisch eine vielversprechende Lösung für den dann notwendigen Ersatz…

  • #32
    ke

    @30:
    Wenn es nur um Titel geht, kann das Ziel nur Barca oder Bayern sein. Da gibt es eine Titel-Garantie. Notfalls sorgen die Mitspieler dafür.
    Die englischen Vereine mit den großen Gehaltszahlungen haben ja schon Probleme mit der CL-Quali.

    BTW: Auch unsere Borussen waren in den letzten Jahren in einigen Endspielen. Die Leistungsträger mit den Titelwünschen hätten nur das Spiel ihres Lebens im Endpspiel machen müssen.

    Der Holländer hat in den letzten Endspielen gezeigt, wie man Spiele selber entscheiden kann, um dann auch Titel zu holen.

  • #33
    Klaus Lohmann

    @Robin: Ich hatte gestern bei Hummels eher das Gefühl, dass er mit der jetzigen Situation beim BvB – zwei Titel sind ja noch offen – und mit Tuchel als Trainer eigentlich sehr zufrieden ist und da auch noch Perspektiven sieht. Aber rein für die Reifung als Mensch wäre natürlich jetzt das Ausland genau richtig. Muss er selbst wissen.

    Götze muss das auch für sich selbst entscheiden. Evt. wäre es für eine Rückkehr sogar besser, wenn Löw ihn – nach seinem Gespräch mit Mario über eben einen Wechsel – erst gar nicht mit nach Frankreich nimmt – keine Verletzungsgefahr, vielleicht dann auch billiger zu haben. Weil 20 Mios für einen Spieler mit so wenig Spielpraxis schon eine ziemlich hohe Hürde sind.

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