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NDR schickt Naidoo für’s Deutsche Reich zum #ESC2016

Naidoo 6

Naidoo 6Gebührenzahler, freut Euch! Das Geld, das Ihr immerzu brav dem Öffentlichen-Rundfunk zahlt, kommt nun einem ganz besonderen Zweck zugute. Der NDR hat entschieden:  Xavier Naidoo wird beim  Eurovision Song Contest 2016 die Bundesrepublik vertreten.

Oder doch eher das Deutsche Reich?

Freilich nicht! Glaubt ja nicht, dass der Mann fragwürdig sei, der schon in aller Offenheit die durchgeknalltesten Thesen vertreten hat. Unser aller ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber weiss es besser:

Xavier Naidoo ist weder rechtspopulistisch noch homophob oder antisemitisch.

Aber weil unser Troubadour nicht so recht an die Existenz der Bundesrepublik glauben will, wird es für ihn eventuell ein wenig schwierig ein Land zu vertreten, das (Zitat Naidoo) „kein echtes“ ist.

Da wird der Mannheimer in Stockholm wohl für das Deutsche Reich antreten müssen. Das wäre nicht nur eine kulturelle Kuriosität, sondern auch noch eine historische.

Dank der Kreativität des Norddeutschen Rundfunks wird  beim Eurovision Song Contest ein Sänger antreten, der nichts anfangen kann mit der Existenz des Gemeinwesens, das er repräsentieren soll. Da sage noch einer, die Gebührengelder würden bei unseren Rundfunkbeamten die Kreativität ersticken.

Naidoo 8

«Xavier Naidoo steht seit Langem für Werte wie Frieden, Toleranz, Liebe.»
Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator

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20 Kommentare zu “NDR schickt Naidoo für’s Deutsche Reich zum #ESC2016

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin

    @timo: Wir sind dafür, dass die Deutschland GmbH in die Rechtsform der AG überführt wird 🙂

  • #3
  • #4
    Thomas Nückel (FDP)

    Mit Naidoo greift der NDR für die ARD voll daneben
    Ein Verschwörungstheoretiker mit zumindest fragwürdigem Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland und Hang zu antisemitischen und homophoben Auslassungen taugt als Repräsentant Deutschlands bei einem Fest der Völkerverständigung und der Toleranz in keinster Weise.
    Man fragt sich, was die ARD in dieser Frage geritten hat. Diese Entscheidung ist ein Fehlgriff sondergleichen. Sie muss dringend überdacht werden.

  • #5
    Robin Patzwaldt

    Abgesehen von den höchst merkwürdigen Ansichten des Herrn Naidoo selber, finde ich auch das gewählte Auswahlverfahren völlig daneben. Diverse Songs von einem Sänger vorzubereiten um dann als Zuschauer einen davon auswählen zu können, das erinnert mich nicht wirklich an eine Auswahl eines Liedes für den Wettbewerb, sondern mehr an eine gigantische Werbeveranstaltung für den zuvor bestimmten Interpreten. Also gleich in doppeltem Sinne: Völlig daneben! 🙁

  • #6
    Thorsten Stumm

    Ist nicht der ESC in der Gaycommunity sowas wie ein Feiertag…..und da soll dann ein homophober Sänger für Deutschland antreten….und sowas muss ich zwangsfinanzieren…..ich will mein Geld zurück…ich will keine Grundversorgung mit Doofheit…..

  • #7
    Klaus Lohmann

    Die Erklärung ist eigentlich banal: Nachdem letztes Mal dieser Andreas Kümmert als Favorit aus Angst die NDR-Show öffentlich hat platzen lassen, will der NDR diesmal wohl alle Karten ziehen, um bloß nicht noch einmal so eine Blamage zu erleiden. Da spielt dann auch homophe und verfassungsfeindliche Ideologie keine Rolle, hauptsache der Rubel rollt.

  • #8
  • #9
  • Pingback: Xavier Naidoo zum ESC: Viele Fragen und zwei Petitionen @ gwup | die skeptiker

  • #11
    bob hope

    @ #3: eher: Denn heute, da hört ihn Deutschland und morgen die… Abgesehen davon, dass der Contest eh eine Farce ist, frage ich mich trotzdem, was in den Gremien der ARD gerade abgeht. Kann sich eigentlich nur um einen Sabotageakt handeln. Da scheint jemand die allgemeine Lage ausgenutzt zu haben. Die Stimmen aus Ungarn, Polen, Russland oder Tschechien dürften ihm jedenfalls sicher sein. Dazu im Tal der Ahnungslosen Einschaltquoten auf SED-Niveau.

  • #12
    Klaus Lohmann

    Wer bei OpenPetition gg. den Reichs-Xavier voten möchte – hier geht’s lang: https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-teilnahme-von-xavioo-naidoo-am-eurovision-song-contest-2016

  • #13
    JR

    So despektierlich dieser Typ (Korrigiert von Admin) sein mag; wenn man den hirnlosen Chauvinisten-Zirkus ESC über Jahre zum "Kult" hochlabert, muss man sich eben nun ernsthaft darüber unterhalten, ob auch der richtige Clown auftritt. Selbst schuld.

  • #14
    JR

    Sorry, ich hatte kurz die niedrige Hemmschwelle bzgl. Abmahnungen bei Herrn Naidoo nicht auf dem Schirm, danke für die Entschärfung.

  • #15
  • #16
    Alreech

    Beim SWR senden sie ein Interview in dem ein Politologe und Hochschullehrer dazu aufruft Demonstranten zu kriminalisieren und mit unrechtmäßiger Polizeigewalt zu drangsalieren.

    Der NDR wählt für den Songcontest jemand aus der die Souveränität Deutschlands abstreitet und die Legende von satanistischen Kinderschänderkulten besingt.

    Wer darauf keinen Bock hat:
    Beschwerde beim Rundfunkrat.

    Zahlung der Rundfunkbeiträge einstellen, gegen den Gebührenbescheid klagen.

    Und wenn man ganz angepisst ist: Anzeigen wegen Volksverhetzung sind nicht nur gegen Facebookmanger möglich die Hetze durch die Akquise von Werbkunden finanzieren, sondern auch gegen Intendanten von öffentlich-rechtlichen Sendern.
    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk darf kein rechtsfreier Raum sein in dem Hetzer ungestraft agieren können !

  • #17
    Thomas Weigle

    Eines scheint auch diesmal wieder sicher: am deutschen Musikwesen wird die Welt weiterhin nicht genesen. Ist doch auch schön.

  • Pingback: Links anne Ruhr (20.11.2015) » Pottblog

  • #19
    JuppSchmitz

    Warum nicht?
    Ein "Reichsdeutscher" zu Gast bei Antisemiten das macht doch Sinn!
    Nur zur Erinnerung: Als in Malmö Juden (schwedische Staatsbürger!) attackiert wurden,
    sagte der sozialdemokratische Bürgermeister, das sei völlig in Ordnung, weil Israel
    ja Palästina besetze. In Upsala (?) wurde die jüdische Gemeinde von der
    Gedenkveranstaltung zur Reichsprogromnacht ausgeladen,
    man wollte lieber mit den "neuen Juden" vulgo Palästinensern feiern.
    Mr. Kotzbrocken liegt damit doch voll im Trend!

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