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Medienhaus Bauer setzt auf Paid-Content

In Ruhrgebiet | Am 9 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

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Auch das im Norden des Ruhrgebiets den Markt bestimmende Medienhaus Bauer (Recklinghäuser-Zeitung. Marler-Zeitung, Hertener-Allgemeine) hat nun, wie zuvor die Ruhr Nachrichten, sein Internet-Angebot auf Paid-Content umgestellt. 15 Artikel sind im Monat frei, danach geht die Bezahlschranke runter und man muss 9,90 Euro im Monat zahlen, um auf das Angebot zugreifen zu können. Da, wie bei den Ruhr Nachrichten, eine  Kooperation mit der Funke-Mediengruppe besteht, kann wer will aber noch auf Der Westen zugreifen – dort ist noch immer alles kostenlos. Mal schauen wie lange: Die Paid-Content Aktivitäten von Ruhr Nachrichten und Medienhaus-Bauer machen langfristig nur Sinn, wenn auch Der Westen ein Bezahlmodell einführt.


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‚Didi‘ Hamann: Ein weiterer Bayern-Experte in der Fußball-Fernsehlandschaft

In Ruhrgebiet, Umland | Am 9 Juli 2014 | Von Robin Patzwaldt

Dietmar Hamann. Quelle: Wikipedia, Foto: Jonesy702, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Dietmar Hamann. Quelle: Wikipedia, Foto: Jonesy702, Lizenz:CC BY-SA 3.0

Auch abseits der Weltmeisterschaft gibt es aktuell noch interessante Entwicklungen in der Fußballlandschaft. So wurde heute u.a. bekannt, dass ab der kommenden Bundesligaspielzeit ein weiterer ehemaliger Bayernspieler im TV als Experte auftreten wird.

Mit Dietmar ‚Didi‘ Hamann verstärkt der Pay-TV-Anbieter ‘Sky’ somit die ohnehin bereits von vielen Zuschauern kritisierte Dominanz des Rekordmeisters unter den Fernsehexperten in den nationalen Medien.

Aktuell präsentieren mit Mehmet Scholl und Oliver Kahn bereits bei ARD und ZDF zwei den ‚Bayern‘ noch immer nahestehende Experten ihre Spielanalysen zur Nationalmannschaft. Auch bei ‘Sky’ sind mit Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus bereits ehemalige prominente Bayernspieler landesweit präsent. Nun wird mit dem Ex-Nationalspieler Hamann noch ein weiterer hinzukommen. Das wird sicherlich nicht alle Fußballfreunde in der Republik erfreuen. weiterlesen… →


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WM: Brasilien hält dem Druck beim Halbfinale nicht stand und landet nun wieder in seinem Alltag

In Umland | Am 9 Juli 2014 | Von Robin Patzwaldt

Das Stadion in Belo Horizonte. Quelle: Wikipedia, Foto: Luan S.R. , Lizenz: CC BY-SA 3.0

Das Stadion in Belo Horizonte. Quelle: Wikipedia, Foto: Luan S.R. , Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es war ohne Zweifel ein historischer Fußballabend gestern in Belo Horizonte. Statt des erwarteten Spiels auf Augenhöhe gab es ein historisches 7:1 (5:0) der Deutschen Mannschaft gegen den Gastgeber Brasilien. Und das in einem Halbfinale eines großen Turniers des Weltfußballs. Ein Ergebnis, welches man mit normalen Maßstäben gemessen so sicherlich seit Jahrzehnten noch nicht erlebt hat.

Das Thema des Abends war neben einer konzentrierten und guten Leistung der Löw-Truppe dabei sicherlich die Drucksituation mit der die Auswahl Brasiliens schon während des gesamten Turniers sichtbar zu kämpfen hatte, und unter welchem sie gestern spektakulär zusammengebrochen ist. Tränenreich und schmerzlich wurde vielen Brasilianern gestern klar, der WM-Traum der Gastgeber ist brutalstmöglich zerplatzt, der Alltag hat das Land nun bald schon wieder. Und der ist, wenn man sich in diesem Zusammenhang auch noch einmal an die vor dem Turnier die Schlagzeilen bestimmenden Proteste im Lande erinnert, wahrlich nicht rosig. Das gestrige Desaster gegen die DFB-Auswahl hat die Brasilianer aus ihrem gut dreiwöchigen Traum geweckt. weiterlesen… →


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Bonnie Rotten: “Ich bin ein Nerd”

In Umland | Am 9 Juli 2014 | Von Til Biermann

Bonnie Rotten. Foto: Til Biermann

Bonnie Rotten. Foto: Til Biermann

Bonnie Rotten kommt in ein Öko-Café nahe der Warschauer Straße und setzt sich auf eines der alten Sofas. Vor ihr stehen zwei Marmeladen-Bagels, die sie nicht anrührt. Sie trägt einen sehr kurzen, pinken Rock, ihr Körper ist mit teilweise makaberen Tattoos überzogen, ihrem Markenzeichen. Auf der Haut ihres Bauches steht: “Dead Girls don’t Cry”. Sie ist Anfang 20. 

Bonnie Rotten gehört zu den zurzeit erfolgreichsten amerikanischen Pornostars, im Januar gewann sie den “Porno-Oscar” in Las Vegas als beste Darstellerin. Mittlerweile produziert sie auch selbst schon Filme mit anderen Darstellern. Sie ist gut gelaunt, ein All American Girl mit weißen Zähnen und einem freundlichen Lächeln. Sie hat die Nacht gefeiert – obwohl sie in kaum einen der Berliner Szene-Klubs Einlass bekam. “Mich wollten die immer reinlassen, aber nicht die Typen, mit denen ich unterwegs war”, sagt sie. Ihre Hand tut weh, da sie aus Wut darüber auf eine Wand eingeschlagen hat. Ein Gespräch über ihren Weg in ihr eigenartiges Geschäft.

Wann bist Du in das Porno-Geschäft eingestiegen?

Bonnie Rotten: Ich fing an, als ich achtzehneinhalb war. Bin also jetzt weiterlesen… →


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Adam Bomb

In Ruhrgebiet | Am 9 Juli 2014 | Von Claudia Bender

Adam Bomb, Donnerstag, 10. Juli, 19.00 Uhr, Anyway, Essen


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Der Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 9 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

Marc Jan Eumann

Marc Jan Eumann

NRW: Rot-Grün mischt sich in Journalisten-Ausbildung ein…RP Online

Ruhrgebiet: Loveparade-Opfer wollen Schadenersatz…Welt

Ruhrgebiet: Jeder Zweite im Ruhrgebiet kennt den FDP-Chef nicht…RP Online

Ruhrgebiet: Beschäftigte der Stahlindustrie erhalten vier Prozent mehr Gehalt…Welt

Bochum: Neue Bochumer Sozialamtsleiterin hat kostspielige Ziele…Der Westen

Bochum: Bogestra schraubt ihr Fahrgastaufkommen auf Rekordhöhe…Der Westen

Dortmund: Kopftuchverbot gilt auch in anderen Dortmunder Krankenhäusern…Der Westen

Duisburg: Künstler wirft OB Link „Rechtsbruch“ vor…Bild

Duisburg: Bundesweite Kritik an Kunst-Zensur durch Duisburger OB…Der Westen

Duisburg: Neue Genossenschaft hilft Roma-Familien…RP Online

Essen: CDU Essen macht sich stark für „Helmut-Rahn-Stadion“…Der Westen

Essen: Wenig Personal – wenig Bürgernähe in Essener Bürgerämtern…Der Westen


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Die Geschichte des Ruhrgebiets als Minecraft-Video

In Ruhrgebiet | Am 8 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

Schönes Schüler-Projekt: Die Geschichte des Ruhrgebiets als Minecraft-Video. Gut, das vorläufige Ende ist ein wenig zu optimistisch ausgefallen, aber sehenswert ist das Video allemal.


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FDP: No Tears For The Creatures Of The Night

In Umland | Am 8 Juli 2014 | Von Stefan Laurin


Der Liberalismus – also die Idee der wirtschaftlichen und persönlichen Freiheit – ist nach wie vor für viele Menschen attraktiv, wenn er überzeugend vertreten wird. Das geht auch ohne FDP –  Wir brauchen eine neue Freiheitsbewegung. Der Artikel erschien bereits auf Novo Argumente.

Liberale schätzen den Markt: Auf ihm werden Waren ebenso angeboten wie Ideen. Und wenn sich ein Produkt nicht durchsetzt, gibt es keinen Grund, deswegen zu klagen. Sicher, für den Produzenten und seinen Mitarbeitern ist das eine schlechte Nachricht, aber sie hatten ihre Chance – andere waren besser, klüger in der Vermarktung oder preiswerter. Für das Verschwinden vom Markt kann es viele gute Gründe geben – die Dummheit der Konsumenten gehört nicht dazu.

Ganz ähnlich sieht die Sache beim Untergang der FDP auf Bundesebene aus: Nicht die Wähler waren zu dumm, die Qualitäten der FDP zu beurteilen, sondern die FDP war in einer denkbar schlechten Form: Das Personal war unglaubwürdig, die Leistungen in der Koalition miserabel und die Aussichten, dass sich dies in Zukunft verbessern würde, nicht vorhanden. weiterlesen… →


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WM: Der Weg zu einer kurzfristigen Trennung des DFB von Joachim Löw führt wohl nur noch über den Titel

In Umland | Am 8 Juli 2014 | Von Robin Patzwaldt

Joachim Löw. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Joachim Löw. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy, Lizenz:CC BY-SA 3.0

Heute Abend steht es also an, das große WM-Halbfinale der DFB-Auswahl gegen die Gastgeber vom Rekordweltmeister aus Brasilien. Und nach alledem was man so hört und liest, tritt die von Bundestrainer Joachim Löw betreute Deutsche Auswahl nicht in der Rolle des Außenseiters an. Der Optimismus scheint auf breiter Linie in das häufig als überkritisch angesehene ‚Schland‘ zurückgekehrt zu sein. 

Auf Fanmeilen und in Gaststätten wird sich manch einer heute Abend wieder in einen nationalen Rausch hineinsteigern. Und zwar im doppelten Sinne. Das muss man nicht mögen und diese Umstände haben wir hier zuletzt auch schon häufiger mal thematisiert.

Ich möchte mich daher heute mal etwas anderen Gedanken widmen, und mir ist völlig klar, dass ich mich in Anbetracht der aktuellen Positivstimmung im Lande damit sicherlich bei vielen Lesern hier ‚unbeliebt‘ mache. Ich sage es trotzdem, in der Hoffnung bei all der Lobhudelei rund um die ‚Schland‘-Kicker vielleicht doch noch mal den ein oder anderen kritischen Gedanken über die jüngsten Monate der Amtszeit von Joachim Löw und Co. in die Diskussionen hineinzubringen:

Ich wünsche mir nämlich jetzt den Titel für die Löw-Truppe, da die Weltmeisterschaft der inzwischen sicherste verbliebene Weg zu einem Wechsel im Amt des Bundestrainers ist! weiterlesen… →


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Öffentlich-Rechtliche Schonkost für die Massen?

In Umland | Am 8 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

Hasso Mansfeld

Hasso Mansfeld

Der Kommunikationsberater und European-Kolumnist Hasso Mansfeld beobachtet die Entwicklung der Medienbranche.  Grund zum Optimismus sieht er nicht.

Ruhrbarone: Herr Mansfeld, Sie haben beruflich Kontakt zu vielen Redaktionen. Wie schlimm ist die Stimmung in der Branche?

Hasso Mansfeld: Die Stimmung ist mies. Alle Journalisten wissen, dass die Branche vor gravierenden Veränderungen steht. Und allen Redakteuren ist klar, dass es auch sie selber bei der nächsten Sparrunde treffen kann. Die älteren Kollegen freuen sich nur noch darüber, dass sie sich wohl in die Altersteilzeit “retten” können. Bei den jüngeren Kollegen bemerke ich oft schon einen gewissen Defätismus.

Ruhrbarone: Die Verlage scheinen optimistischer zu sein als die Journalisten. Dort ist viel von neuen Geschäftsmodellen die Rede.

Mansfeld: Ja, digitale Geschäftsmodelle funktionieren, die mit Hotelvermittlung oder Autovermietung Geld verdienen. Aber das gilt nicht für die journalistischen Produkte der Verlage. Was wir an Erfolgsmeldungen von Springer oder Holzbrinck hören, sind deshalb alles Nebelkerzen, die den wahren Zustand der Verlage verschleiern sollen. Die Wahrheit ist vielmehr: Den Verlagen ist immer noch keine die Antwort auf die Digitalisierung eingefallen. Es fehlt ihnen schlicht und weiterhin ein journalistisches Geschäftsmodell.

Ruhrbarone: Wie würden Sie denn den wirtschaftlichen Zustand der journalistischen Produkte der Verlage beschreiben?

Mansfeld: Geht es um deren journalistisches Geschäftsmodell, gibt es dafür nur ein Wort: defizitär. Selbst Traditionsmarken wie zum Beispiel die FAZ oder das Handelsblatt machen mit ihren Blättern Millionenverluste pro Jahr. Der Spiegel vderdient noch ordentlich weiterlesen… →


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Der Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 8 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

Sören Link (SPD) grinst. Mit 15 Prozent der Zustimmung aller Wahlberechtigten hat er Chancen OB in Duisburg zu werden.

Sören Link (SPD)

Duisburg: Kunstzensur vom Oberbürgermeister…Der Westen

NRW: Haushaltssperre – Land verschiebt Empfänge…Welt

Ruhrgebiet: Das Ruhrgebiet wird für Seehofers Maut-Irrsinn zahlen müssen…Der Westen

Bochum: Ausschüsse des Rates sollen größer werden…Pottblog 

Bochum: Kunst mit Wow!-Effekt…Der Westen

Dortmund: Präsidium des PEN tagt in Dortmund…Kamen-Web

Duisburg: Kunstprojekt weckt alte Ängste…Handelsblatt

Duisburg: Oberbürgermeister verhindert Skulptur mit Hinweis auf Loveparade-Katastrophe…RP Online

Duisburg: Totlast” überfordert Duisburg…Xtranews

Duisburg: Stadt sagt Kunstprojekt von Gregor Schneider ab…NOZ

Duisburg: Ruhrtriennale – Stadt  sagt Gregor Schneiders Installation „Totlast“ ab…Revierpassagen

Duisburg: Ein Mandat weniger – Jugendring sauer auf CDU und SPD…Der Westen

Essen: Geht mit Sjöstedt die letzte Hoffnung von Karstadt?…Welt

Essen: Karstadt-Chefin schmeißt frustriert hin…FAZ

Essen: Karstadt am Abgrund….Spiegel

Essen: Karstadt-Investor Berggruen Vermeintlicher Wohltäter…Süddeutsche

Essen: Gespräche über Umbenennung des Stadions laufen…Der Westen


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Bier-Protest auf Bochum-Total – “Heute kein König”

In Ruhrgebiet | Am 7 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

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Gefühlt zum ersten Mal, seitdem die Urwälder Bochums im Schlick versanken und langsam zu Steinkohle wurden, gab es in diesem Jahr auf Bochum Total  kein Bier der ortsansässigen Brauerei Fiege, sondern König Pilsener . Das schmeckte vielen Bochumern nicht und einer von ihnen, Jörg, hat sich sogar ein eigenes Protest-Shirt gemacht. Das wollen nun ganz viele haben – Jörgs Shirt könnte ein Renner werden – zumindest im Jahr 2015, wenn es wieder Köpi an den Bierbuden geben sollte. Von den Krombacher-Becher sollte sich übrigens niemand irritieren lassen – da war Fiege drin!


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Update: Ruhrparlament: SPD und Grüne bieten CDU Gespräche an – CDU gesprächsbereit

In Ruhrgebiet | Am 7 Juli 2014 | Von Stefan Laurin

Thomas Eiskirch

Thomas Eiskirch

Ein stümperhaftes Wahlgesetz des Landes hat ein Chaos um das Ruhrparlament verursacht. SPD und Grüne bieten nun der Union an, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Mit einem gemeinsamen Brief haben sich heute SPD und Grüne an die CDU im Ruhrgebiet gewandt:

„Die derzeitige Zusammensetzung der neuen  Verbandsversammlung muss den Gesetzgeber zum Handeln veranlassen. Die  Vorgänge zeigen: Eine Verbandsversammlung dieser Größe ist weder arbeits- noch  handlungsfähig. Die Regeln für die Zusammensetzung müssen daher überarbeitet  werden. Außerdem ist eine Sperrquote erforderlich, damit der Wählerwille nicht durch  Kleinstparteien verzerrt werden kann und gleichzeitig erhebliche Mehrkosten für die  Allgemeinheit entstehen.“

Theoretisch sein ein Parlament mit über 1000 Sitzen denkbar . Der Grund: Die Berechnungsklausel im RVR-Gesetz, die sich allerdings nahezu wortgleich in der  Landschaftsverbandsordnung (LWL und LVR) findet, führt dazu, dass einzelne direkt  aus den Städten und Kreisen entsandte Mitglieder sowie deren Stimmergebnisse  die Gesamtgröße der Verbandsversammlung bestimmen. Nachdem die weiterlesen… →


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Duisburg ist überflüssig – und will es auch bleiben

In Ruhrgebiet | Am 7 Juli 2014 | Von Honke Rambow

Photo 1: HAUS u r, Rheydt 1985 - today © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst Bonn

Passt doch eigentlich super zu Duisburg. (HAUS u r, Rheydt 1985 – today
© Gregor Schneider / VG Bild-Kunst Bonn)

Es ist ja wirklich nicht so, dass Duisburg nicht etwas gute Presse gebrauchen könnte. So nach Loveparade und Landesarchiv, Sauerland und Küppersmühle. Da ist doch eigentlich Kunst immer ganz gut geeignet. Und Duisburg bekam das Marketing-Bonbon auf dem hochglanzpolierten Silbertablett serviert: Gregor Schneider sollte eine seiner spektakulären und publikumsträchtigen, gleichfalls aber seltenen Installationen in Duisburg realisieren. Das hatten sich das Lehmbruck Museum und die Ruhrtriennale gemeinsam ausgedacht. Gregor Schneider wurde zum Star der Kunstszene, als er eingeladen wurde seine über Jahre hinweg im Haus seiner Eltern entwickelte begehbare Rauminstallation Haus Ur im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2001 nachzubauen. Damals gewann er prompt den Goldenen Löwen.

Jetzt plante Schneider also eine großangelegte Installation im Lehmbruck Museum und drumherum. Durch Röhren sollten die Besucher in verschiedene  – bei Schneider zu erwarten: alptraumhaft, klaustrophobische – Räume gelangen. Klar, kein gutes Thema in der Stadt der Loveparade-Katastrophe. Aber laut der Pressemitteilung der Ruhrtriennale war die Zusammenarbeit zwischen Festival, Museum, Künstler und Stadt sehr kooperativ. Schneider sei etliche Kompromisse eingegangen, um alle Sicherheitsansprüche der verschiedenen beteiligten Ämter zu erfüllen. Laut Ruhrtriennale waren Sicherheitsbedenken aber auch gar nicht der Grund dafür, dass Duisburg nun die Installation abgesagt hat. Der Grund sei gewesen: Die Arbeit passe nicht in die Stadt.

Und vielleicht liegt Duisburg damit ganz richtig. Vielleicht ist es einfach zu spät, dass noch einmal positive Schlagzeilen aus der Stadt am Rhein kommen. Vielleicht müssen wir ja nur das Lehmbruck-Museum abbauen und in Essen wieder aufbauen und dann sprengen wir den Rest, der da so noch rum steht. Stimmt, Duisburg, es hat einfach keinen Sinn mehr mit dir. Wir machen dich zu. Tschüss.


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Bochum: Heilt Rot-Grün eigenverschuldete Schlappe bei der Ausschusswahl?

In Ruhrgebiet | Am 7 Juli 2014 | Von Georg Kontekakis

Rathaus Bochum

Rathaus Bochum

Nach dem (zufälligerweise zeitgleich zu Bochum Total) Total-Versagen von Rot-Grün im Bochumer Rat haben sich die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen überlegt, wie sie ihr Wahldebakel korrigieren können. Schließlich ist es eher unpraktisch, wenn in einem Ausschuss (oder gar mehreren) die an sich rot-grüne Ratsmehrheit in der Minderheit liegt. Und das nur, weil die Oppositionsparteien eventuell anders abstimmten als von SPD und Grünen gedacht. In einer Sondersitzung des Rates soll die Sitzanzahl in den kritischen Ausschüssen vergrößert werden und dadurch – nach Meinung von Rot-Grün – das Problem gelöst werden.

So berichten es jedenfalls die Kollegen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in der heutigen Montagsausgabe.

Der SPD-Fraktion zufolge seien “taktische Spielchen” der Opposition schuld gewesen, und dass es “im Vorfeld nicht erkennbar” gewesen sei, dass die AfD-Liste auch die Stimmen von NPD und ProNRW erhalten würden.

Da fragt man sich natürlich – in welchen beiden Ratssitzungen war die SPD bisher? Wohl nicht in Bochum, oder? weiterlesen… →