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Erdogan Respekt beibringen


Bei Lichte betrachtet ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht mehr als das Staatsoberhaupt eines Schwellenlandes, das seine inneren Konflikte nicht friedlich lösen kann, wirtschaftlich gerade abstürzt und auf dem Weg in eine Diktatur ist. Seine Erfolglosigkeit und die seiner Regierung überdeckt Erdogan durch ein immer autoritäreres Auftreten: Das Referendum, für das er wohl auch in Deutschland werben will, beendet die Demokratisierung der Türkei auf absehbare Zeit. Der Welt-Korrespondent Deniz Yücel wird, wie hunderte Journalisten, mit fadenscheinigen Begründungen in der Türkei in Haft gehalten. Oppositionspolitiker werden verfolgt. In Deutschland sind Imame des Moscheeverbandes Ditib mutmaßlich als Spitzel tätig, türkische Konsulate sollen Eltern und Lehrer auffordern,  in Schulen  Erdogan-Kritiker auszuspionieren.

Wenn sich ein Land all dies gefallen lässt, zeigt es Erdogan nur, dass er machen kann was er will. Machtmenschen wie Erdogan nutzen eine solche Schwäche aus. Die Bundesregierung sollte alle Eltern auffordern, Mitarbeiter der türkischen Konsulate zu melden, die sie als Spitzel anwerben wollen. Die Konsulatsmitarbeiter können dann am nächsten Tag die Bundesrepublik verlassen. Wenn Ditib als Spionagezentrale auftritt, gehört der Verband verboten. AKP-Politiker, die hier, formal wie am Samstag in Oberhausen der türkische Ministerpräsident Yildirim, als Privatperson und damit ohne diplomatische Immunität, für die Todesstrafe und die Abschaffung der Demokratie werben, sollte die Einreise verweigert werden.“

Erdogan sagte im Dezember, er habe keinen Respekt vor der deutschen Justiz. Es ist Zeit, ihm diesen Respekt beizubringen.

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Der Ruhrpilot

Recep Tayyip Erdogan Foto: swiss-image.ch/Photo by E.T. Studhalter Lizenz: CC BY-SA 2.0


NRW:
 Spionage wegen Erdogan in Schulen?…General Anzeiger
NRW: Armin Laschet hat keine Angst vor „Konservativen Kreisen“…RP Online
NRW: Drei von vier Abschiebungen scheitern…Bild
Debatte: Sehr sehr gute Berichterstattung über Deniz Yücel…Prinzessinnenreporter
Debatte: Diese 14 Dinge kann jeder tun, um Wladimir Putin zu stoppen…Huffpo
Debatte: Schulz redet vom Morgen und meint nur das Gestern…Welt
Debatte: Bedingt zahlbereit…Cicero
Debatte: Wie viel Höcke muss sein?…FAZ
Debatte: Hassarchitektur und die Neue Linke…Novo Argumente
Bochum: Peter-Weiss-Preis 2008 wird in der Sparte Theater vergeben…WAZ
Dortmund: Braunes Haus…FAZ
Duisburg: TaM-Chefin kämpft um ihr Theater am Marientor…WAZ
Essen: Anti-AfD-Demo – Polizei und Bündnis kompromissbereit…WAZ

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Recht kurzweilig: Unfälle gibt es viele – aber auf der Arbeit?

Gina Bronner-Martin erklärt ausgewählte Themen und Urteile aus dem Wirtschaftrecht. (Foto: Andre Sebastiani)

Gina Bronner-Martin (50) ist schreibende Juristin und Medienpsychologin und lebt bei Landsberg. Ihre Artikelserie „Recht kurzweilig“ handelt von Themen und Urteilen aus dem Wirtschaftsrecht. Heute geht es um die Frage: was ist überhaupt ein Arbeitsunfall? Weiterlesen

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Wie geht plumpe Eigen-PR? Machs wie Polisphere!

Karte der deutschen Medienlandschaft

Was macht  ein Laden wie „Polisphere„, der sich selbst als „Denkfabrik“ sieht, aber irgendwo zwischen Lobby-Klitsche und PR-Bude changiert, um im Wahljahr ins Gespräch zu kommen? Er haut eine Karte der deutsche Medienlandschaft raus. Das ist nicht dumm, denn vor allem Medienleute interessieren sich für Medien und reden danach ganz fürchterlich viel über sowas. Und der gemeine Wutbürger ist auch nicht unglücklich, wenn er von irgendwas, was nicht nach einem Haufen Irrer aussieht, Stoff zum Argumentieren bekommt. Sowas kann man ordentlich machen, in dem man sich intensiv mit Medien auseinandersetzt. Oder man kann es machen wie Polisphere:

„Unsere Übersicht ist selbstverständlich nur eine Diskussionsgrundlage und keine wissenschaftliche Ausarbeitung, beruht auf persönlichen Einschätzungen (nicht nur des polisphere-Teams) und ist natürlich nicht abschließend (ja, die großen Regionalzeitungen fehlen…). Wir freuen uns auf konstruktives Feedback!“

Sieht so aus, als habe man mit ein paar Kumpels am Tresen geplaudert und dann mal alles aufgeschrieben, was denen nach ein paar Bieren so einfiel.  Zum Beispiel, dass man die Jungle World besser nicht lesen soll, aber die Junge Welt mehr „Basisinformationen“ bereit stellt.  Und ARD und ZDF, die beiden Vergnügungsdampfer  für Senile, verlässliche Nachrichtenquellen sind. Augsteins Wochenpostille für Pseudointellektuelle, Der Freitag, gilt dann als analytisch und nt-tv wird höher eingeschätzt als Spiegel-Online. Dazu der kumpelige Ton „Einfach nein“, „Besser nicht lesen“ – mit so einem Kram schafft man schnell Reichweite in den sozialen Medien bekommen, was dieser Artikel ja belegt, allerdings zeigt man auch, dass Kompetenz nicht gerade die eigene Stärke ist. Es ist nicht gut wenn alle darüber reden, dass man keine Ahnung hat. So geht plumpe Eigen-PR, die nach hinten losgeht.

Und dann gibt es da noch eine gewisse Nähe zu den gelobten Medien. Martin hat dazu etwas auf den Salonkolumnisten geschrieben.

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Der Ruhrpilot


NRW:
Landesregierung ist gegen möglichen Erdogan-Auftritt…Spiegel
NRW: Laschet will NRW an die Spitze der Bundesländer führen…RP Online
NRW: Neue Gemeinsamkeit im Rheinland…WR
Debatte: Die Feinde Europas…BaZ
Debatte: Die Welt steht vor ihrem „defining moment“…Welt
Debatte: Schulz und die Fehler…FAZ
Debatte: Das wundersame Schrumpfen der Schokoriegel…Novo Argumente
Ruhrgebiet: Das sind die Besucher-Hits der Industriekultur…Bild
Bochum: „Kulturrucksack“ für Jugendliche wird neu geschnürt…WAZ
Dortmund: Syrischer Gitarrist dreht Musikvideo in Bibliothek…WAZ
Duisburg: Aufregung um den Käufer des Theaters am Marientor…RP Online
Essen: Zeugen im EBE-Verfahren – Die Anweisungen kamen von oben…WAZ

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„Die Online-Medien nicht widerstandsfrei räumen!“

Kämpfer für gute Wissensvermittlung: Johannes Hinrich von Borstel (Foto: Nadine Städtner)

Man nennt es alternative Fakten – oder auch einfach Schwurbelei und Lügen: die Abwendung von Wissenschaft und Wahrheit. Gerade in den Sozialen Medien und online generell sind die Esoschwurbler besonders laut. Der neue Blog die-erde-ist-keine-scheibe.de will hier etwas dagegen setzen. Weiterlesen

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Impftrollfilm „Vaxxed“ stößt auf Protest

Gastautorin Dr. Müllner (30) berichtet über die geplante Deutschlandaufführung des Impftrollfilmes „Vaxxed“ (Foto: Mela Eckenfels)

Wir könnten heute in einer Welt leben, in der es keine Masern mehr gibt. Dem ist nicht so. Zu verdanken haben wir dies auch einem Mann, dessen Studie, die einen angeblichen Zusammenhang zwischen Autismus und der Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) herstellte, noch heute immer wieder von impfmüden Eltern herangezogen wird, um sich zu rechtfertigen. Die Studie in „The Lancet“ von Andrew Wakefield war gefälscht. Die Daten darin waren manipuliert worden, um einen Zusammenhang zu beweisen. Sie sollte in einem Gerichtsverfahren als Beweis dienen, bei denen Eltern mit autistischen Kindern gegen Impfmittelhersteller klagten. Der Arzt Wakefield verlor die Approbation. Die Studie wurde zurückgezogen. Doch ein Stein war ins Rollen gekommen. Ein Gastbeitrag der promovierten Biologin Anna Müllner (30). Weiterlesen

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