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“Deine blauen Augen…”: Sigmar Gabriel macht Dieter Gorny zum Beauftragten für Kreative und Digitale Ökonomie

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Dieter Gorny Foto: ECCE


Den Pop-Sender Viva an die Wand gefahren, mit dem Lab Millionen verbrannt, mit ECCE auf dem Meer der Bedeutungslosigkeit gesegelt und die Popkomm gibt es auch nicht mehr  – Aus Sicht von Bundeswirtschaftsminister Gabriel scheint Dieter Gorny alle Voraussetzungen mitzubringen, um  “Beauftragter für Kreative und Digitale Ökonomie” zu werden.

Auf der heutigen Kulturkonferenz des Bundeswirtschaftsministerium tauchte dieses Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf:

„Wir sind uns darüber einig, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft von der Digitalisierung besonders betroffen ist. Ihre Innovationen und Produkte sind einerseits direkter Treiber wesentlicher gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen, die weit über die elf Teilmärkte der Branche hinausgehen. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung aber auch die Geschäftsmodelle der Branche. Von der Kultur- und Kreativwirtschaft ausgehende Innovationen berühren und prägen dabei auch andere Wirtschaftszweige und wirtschaftliche Erscheinungen, wie etwa ‚Industrie 4.0′ und die ‚Kreative und Digitale Ökonomie‘. Eine Verzahnung und Vermittlung der bestehenden Initiativen und Strategien der Kultur- und Kreativwirtschaft einerseits mit der Digitalen Agenda und der innovativen Digitalisierung der Wirtschaft erscheint mir daher erforderlich. Ich freue mich, dass Sie sich bereit erklärt haben, mich bei dieser Aufgabe als Experte beratend zu unterstützen und bestimme Sie zum ‚Beauftragter für Kreative und Digitale Ökonomie‘.“

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Alkoholverbote: Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist

Zunehmend denkt man darüber nach, den nächtlichen Alkoholverkauf zu verbieten. Auch beim Thema Alkohol nimmt die Obrigkeit einen kräftigen Schluck Paternalismus zu sich. Unser Gastautor Christoph Lövenich kommentiert den wenig maßvollen Umgang mit Alkoholregulierung.

„Warum ist Alkohol erlaubt?“, fragte jüngst die Schlagzeile in einem Online-Medium [1] mit empörten Unterton, als sei es heute schon erklärungsbedürftig, dass man überhaupt noch etwas darf. Im Artikel rät ein weißbekittelter Professor, doch mindestens zweimal pro Woche auf alkoholische Getränke zu verzichten. Das ist gleich doppelt so oft wie ein einzelner Veggie Day.

Gefährlich sei es, so der nächste angeführte ‚Experte‘, „regelmäßig Alkohol in immer höheren Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

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Flug 4U9525:
 Haltern trauert um 16 Schüler und zwei Lehrerinnen…Halterner Zeitung
Flug 4U9525: Das Rätsel um den stummen Sinkflug…Welt
Flug 4U9525: Haltern ringt um Fassung…FAZ
NRW: Protestaktion von RWE-Mitarbeitern vor Landtag abgesagt…Welt
Debatte: Abmahnung für Facebook-Share-Button ist Anwalt-Bullshit-PR…Netzpolitik
Debatte: „Der Terrorismus kann uns nicht einschüchtern“…Novo Argumente
Debatte: Intifada im Hörsaal…Jungle World
Debatte: Wo unsere grauen Herren online gehen…Welt
Debatte: Kapitalismuskritik und Gefühl – Du, was macht das mit dir?…Spiegel
Ruhrgebiet:
 A45 wird für 12 Tage gesperrt…Der Westen
Bochum: Karsten Finke legt sein Mandat nieder…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Stadtwerke-Jahresbilanz nochmal im Plus…Radio91.2
Duisburg: 
Loveparade: Staatsanwalt bedroht…RP Online
Duisburg: „Heimat“ ohne „Tümelei“:..Der Westen
Essen: Stadtwerke tricksen beim Wasserpreis…Der Westen
Essen: Glaubensfreiheit erlaubt keine Zerstörung…Welt
Essen: Alle Neubau-Tram-Strecken auf der Kippe…Der Westen

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Debatte: Bundesligaspiele zukünftig passend für den asiatischen Markt ansetzen?

Das Stadion von Werder Bremen. Foto: Robin Patzwaldt

Das Stadion von Werder Bremen. Foto: Robin Patzwaldt

Neues Futter für diverse Grundsatzdebatten rund um die Fußball-Bundesliga: Mit seiner aktuellen Kolumne auf dem Internetportal Transfermarkt.de sorgt Werder Bremens Sportchef Thomas Eichin ganz aktuell für weitere emotionale Debatten über die Zukunft der Liga unter den Fußballfans im Lande.
Eichin regt dort nämlich u.a. ganz offen einen neuen Verteilungsschlüssel für die Fernseheinnahmen an. Der 48-Jährige ehemalige Eishockeymanager führt hierbei die Auslastung des Stadions, die Zahl der mitgebrachten Fans in Auswärtsstadien, die Zuschauerzahlen im TV, die Mitgliederzahlen, und „Sympathiewerte” als mögliche zukünftige Richtwerte ins Feld. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

Nadia Lüders Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

Nadia Lüders Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

NRW: NSU-Ausschussvorsitzende Nadja Lüders tritt zurück…Spiegel
NRW: Krafts Aussagen zum Strukturwandel in der Kritik…NOZ
NRW: 366 geheime Atomtransporte…RP Online
NRW: Gewerkschaft warnt vor Aus für Braunkohle…Hannover Zeitung
Debatte: NSU-Ausschuss nimmt Schaden…Der Westen
Debatte: NPD-Verbotsverfahren – Scheitern mit Ansage…Publikative
Debatte: Wir schaffen eine gefährliche Welt!…Bild
Debatte: “Unsere Regierungen waren doch alle korrupt”…Welt
Ruhrgebiet: Hier kommen die Befreier…Bild
Bochum: Eiskirch ist OB-Kandidat der SPD…Der Westen
Dortmund: Kulturwerkstatt führt benachteiligte Jugendliche zur Premiere…Nordstadtblogger
Duisburg: Modell soll tausende Stromsperren verhindern…Der Westen
Essen: Das Obst für Arme wird knapp…Der Westen

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Das Dilemma mit den ‘Besentagen’

Na, alles im Sack? Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Na, alles im Sack? Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Der Frühling ist da! Zeit für den Frühjahrsputz!

Das denkt man sich wohl aktuell auch in vielen Städten der Region und ruft zum inzwischen schon fast traditionellen ‚Besentag‘ in der jeweiligen Kommune auf.
Und tatsächlich finden sich doch überall, mal mehr, mal weniger, freiwillige Putzhelfer, die die ursprünglich vor Jahren mal der jeweiligen Gemeindeverwaltung bzw. dem örtlichen Ver- und Entsorgungsbetrieb einer Stadt zugedachte Grundreinigung des Stadtgebietes zumindest ein kleines Stück weit mit zu übernehmen und die tatkräftig dabei mithelfen ihrer Heimatgemeinde wieder ein wenig mehr Sauberkeit zu verleihen.
Und das ist in vielen Städten ja aktuell auch dringend nötig, wenn man sich mal kritisch in der Region umschaut.
Zu sehr haben die Stadtverwaltungen in den letzten Jahren vielerorts schon an genau diesen Dienstleistungen gespart. Teils den großen finanziellen Nöten, teils aber auch einer in den letzten Jahren extremen Ausweitung der regelmäßig zu reinigenden und zu pflegenden Infrastruktur, einer schier explodierten Anzahl von Grünflächen und Verkehrsinseln geschuldet, der man nun nicht mehr Herr zu werden scheint. Und das alles bei einem inzwischen überall stark steigendem Kostendruck auf Grünflächenpflege und Stadtreinigung. Das Ergebnis sieht man jetzt.
Aktuell daher besonders häufig in den Lokalzeitungen zu finden: Vermeintlich besonders engagierte Bürger, die zusammen mit dem jeweiligen Bürgermeister und/oder ein paar Parteien- bzw. Vereinsvertretern öffentlichkeitswirksam posieren und jeweils ein paar Kilo Abfall vor den Augen der verbliebenen Lokalreporter wieder aus der Umgebung ihres Wohnortes verschwinden lassen. Ein gutes Gewissen im Nachgang der Veranstaltung natürlich bei allen Beteiligten inklusive! Auch an vielen Schulen findet eine solche Aktion derzeit unzählige Nachahmer. Besentage quasi überall! Weiterlesen

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Ungleichheit und Demokratie: Ein Teil des Puzzles fehlt

KongressPolitischeBildungVom 19. bis zum 21. März fand in Duisburg der 13. “Bundeskongress Politische Bildung” statt. Rund 600 Interessierte aus Wissenschaft, Schule, Sozialarbeit und politischer Bildung hatten sich in der Stadt eingefunden, um über “Ungleichheiten in der Demokratie” zu diskutieren. Die Themenbereiche waren breit gefächert: Es ging nicht nur um Klassiker wie Wahlbeteiligung, politisches Engagement, Bildung oder Migration, sondern auch um Aspekte wie die Arbeitswelt, die Technologisierung und Dataisierung der Gesellschaft und auch der Politik. Diese Themen müssen analysiert, wissenschaftlich auseinandergenommen und Lösungsstrategien entwickelt werden. Dazu braucht es auch einen Blick auf die Praxis. Um über die Klassiker im Bereich Ungleichheit zu diskutieren, ist Duisburg wohl ein idealer Ort, und so versuchte der Kongress auch, dem Fachpublikum einen Input aus der Stadt zu geben. Dies gelang allerdings nur zum Teil.

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Update: Nazis hetzen wieder auf Facebook

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Facebook hat offenbar dem Dortmunder Ableger der Nazi-Partei “Die Rechte” den Zugriff auf seinen Facebook-Account gesperrt. Siegfried “SS-Siggi” Borchardt, der Kreisvorsitzender der Partei beklagt sich auf Facebook über die Sperre. Schon seit Tagen war es auf der FB-Seite der Rechtsradikalen merkwürdig ruhig – nun ist klar warum.

Ungünstig für die Partei: Sie befindet sich in den Vorbereitungen zu einem Aufmarsch am kommenden Wochenende. Das Facebook Seiten von Rechtsradikalen sperrt, ist selten. Umso bemerkenswerter nun diese Aktion des Kommunikationsunternehmens.

Update: Die Nazis kommen wieder an ihren FB-Account heran. Ob die Seite wirklich gesperrt war oder ob die Nazis einfach ihr Passwort vergessen hatten ist unklar.
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Wir haben bei Facebook nachgefragt und pflegen die Antwort ein, sobald sie uns vorliegt.

 

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Mangelware Psychotherapie: Über Sucht, Selbsthilfe und das Smartphone als Therapeut

„Ich heiße Karl und bin Alkoholiker“. Um die organisierte Selbsthilfe ranken sich viele, popkulturell aufgeladene Mythen. Vor allem die US-amerikanische Filmindustrie hat Selbsthilfegruppen als soziologisches Phänomen aufgegriffen, so z.B. bei der Romanverfilmung „fight club“. Trotz der vermeintlichen Alltäglichkeit können Scham, aber auch andere Hürden, den Zugang zu professioneller Hilfe erschweren.

Dagegen eröffnet das Web 2.0 Ratsuchenden mit psychischen Problemen den Zugriff auf eine breite Palette an sog. „E-Mental-Health“-Dienstleistungen. Neben der psychosozialen Online-Beratung über gemeinnützige Organisationen und Patientengruppen könnte zukünftig auch die psychotherapeutische Behandlung als Internettherapie zur Verfügung stehen. Über die Risiken und Nebenwirkungen der Entwicklungen zur internetbasierten „Hilfe zur Selbsthilfe“ sprach unsere Gastautorin Jennifer Apolinário-Hagen mit Siegfried Tasseit. Weiterlesen

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