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„Ablenkung von der vermuteten Zusammenarbeit zwischen Türkei und dem IS.“

 Gestern in Sulmanya. Demo der Partei Gorran "the change movement" und PKK und YPG Anhängern in der Nähe des Basars. Foto: Enno Lenze Lizenz: Copyright

Gestern in Sulmanya: Demonstration der Partei Gorran „the change movement“ und PKK und YPG Anhängern in der Nähe des Basars. Foto: Enno Lenze Lizenz: Copyright

Der Berliner Journalist Enno Lenze, Lesern dieses Blogs auch als Gastautor bekannt, berichtet zur Zeit wieder aus dem irakischen Teil Kurdistans. Dort griff die türkische Luftwaffe Stellungen der PKK an.

Ruhrbarone: Hallo Enno, wo hältst Du Dich gerade in Kurdistan auf?

Enno Lenze: Gerade bin ich in Sulaimaniyya , der zweitgrößten Stadt und sowas wie die zweite Hauptstadt. Kurdistan ist politisch zweigeteilt. In der Hauptstadt Erbil leben größten Teil Freunde der DPK hier in Sulaimaniyya die Freunde der PUK.

Ruhrbarone: Wie schätzt man bei Euch die Angriffe der Türkei ein? Vor allem als Angriff auf den IS oder mehr als Angriff auf die Kurden?

Enno Lenze: In dem fall waren es zwei oder vier F-16 der türkischen Luftwaffe die dich an der iranischen Grenze lang bis Kandil flogen und in einem Angriff mehrere PKK Stellungen Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

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Debatte: 
Der Westen verrät die Kurden für den IS…Welt
NRW: Polizei warnt vor rechtsfreien Räumen…Spiegel
NRW: NRW will Grenzkontrollen gegen Flüchtlinge…Welt
Debatte: Von der Leyen kritisiert Türkei für Angriffe auf PKK…FAZ
Debatte: Auf dem Weg in die Juristenherrschaft…Cicero
Debatte: Hauptsache, du siehst gut aus…Jungle World
Ruhrgebiet: „Es herrscht die reine Kaufwelt“…Stuttgarter Nachrichten
Bochum: Wohnprojekt Gerthe – Leben auf Zeche…Coolibri
Dortmund: Juicy Beats Absage war die richtige Entscheidung…Der Westen
Duisburg: Bettlaken als Wände – So leben Asylbewerber…Der Westen
Essen: Neugier auf neues Übergangswohnheim in Altenessen…Der Westen

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Nach türkischem Militäreinsatz – 2000 demonstrieren für die PKK

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In Düsseldorf haben am Nachmittag 2000 Menschen gegen den Militäreinsatz der Türkei gegen die PKK protestiert. Die türkische Armee hatte in der Nacht begonnen Stellungen der kurdischen Guerilla angegriffen. Bei der Demonstration sollte es eigentlich um den Anschlag von Suruc am letzten Montag gehen, bei dem 32 linke Jugendliche getötet wurden. Die Ereignisse in der vergangenen Nacht überschatteten allerdings das ursprüngliche Thema der Demonstration. In emotionalen Redebeiträgen wurde die türkische Politik kritisiert. Der Türkei wurde Zusammenarbeit mit dem „Islamischen Staat“ vorgeworfen. Die Protestierenden kündigten ihren Widerstand gegen die Türkei und ihre Unterstützung für die kurdische Bewegung an.

Aufgrund der NRW-weiten Sturmwarnung blieb es bei einer stationären Kundgebung. Nach der Kundgebung demonstrieren noch einige Hundert jüngere Aktivisten durch den Hauptbahnhof. Weiterlesen

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Premiere in Hamburg: Stollfilm startet

Hamburg – in wenigen Stunden ist es soweit. Der Film des Ruhrbarone-Autors Sebastian Bartoschek (ach herje, ich spreche von mir in der dritten Person) hat Premiere:
Ein Interview mit Dr. Axel Stoll.

Nach dem Buch Muss man wissen folgt ein Jahr nach dem Tod von Dr. Axel Stoll nun die Dokumentation, in der auch Ruhrbarone-Autor und Jurist Julius Hagen zu Wort gekommen ist.
Mitfilmemacher Alexa & Alexander Waschkau werden in Hamburg natürlich mit zugegen sein, um den Premiereabend in den Alsterfilmstudios (Drehort u.a. von Hoaxilla.tv) zu einem rauschenden Fest des neuen deutschen Dokumentarfilms (fragt mich nicht, was das heissen soll, klingt aber irgendwie pompös) zu machen.

Der Film ist ab Dienstag per Download zu erwerben; Aufführungen wird es in Ruhrgebietskino (naja, zumindest in einem) geben.

Auf unserem Periscope-Kanal werden wir Ruhrbarone heute kleine Eindrücke von der Premiere versenden. Also: folgt uns auf Persicope!

 

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Türkei im Krieg gegen die Kurden

Die PKK-Fahne vorm NRW Landtag, bei einer Demonstration im letzten Herbst.

Die PKK-Fahne vorm NRW Landtag, bei einer Demonstration im letzten Herbst.

Der Konflikt zwischen der Türkei und der als Terrororganisation geltenden PKK hat sich in dieser Woche drastisch zugespitzt. In der vergangenen Nacht griff die türkische Armee die Rückzugsgebiete der PKK an, auch von Angriffen auf kurdische Dörfer wird berichtet. Unter dem Vorwand, gegen den „Islamischen Staat“ vorzugehen, führt die Türkei nun eine groß angelegte Operation gegen ihren alten Feind, die Kurden, durch. Dies war schon gestern Morgen abzusehen. Über 200 Menschen wurden in der Türkei festgenommen, die Aktion wurde als Aktion gegen den IS gelabelt, bei einem Großteil der Verhafteten handelt es sich allerdings um Anhänger linker und pro-kurdischer Organisationen. Nach den Angriffen in der Nacht kündigte die PKK den Waffenstillstand mit der Türkei offiziell auf. Kurdische Jugendorganisationen rufen zur Revolte in der Türkei auf.

Das NATO-Land Türkei befindet sich im Krieg. Nicht etwa gegen den erklärten Feind „des Westens“, die Islamisten, sondern gegen den bisher effektivsten Gegner des IS, gegen die Kurden. Ja, ein paar Stellungen der Islamisten werden auch angegriffen, aber der Hauptfeldzug der Türkei richtet sich gegen die PKK und ihre Schwesterorganisationen jenseits der Grenze. Für die Türkei eine innen- wie außenpolitische Win-Win-Situation. Innerhalb der Türkei soll es so gelingen, die pro-kurdische Partei HDP zu schwächen, bei den letzen Wahlen hatte die Partei die 10-Prozent-Sperrklausel überwunden. Für die islamische AKP von Präsident Erdogan ist derzeit keine Regierungsbildung möglich. Bei wahrscheinlichen Neuwahlen könnte die HDP als Terrorpartei stigmatisiert oder sogar verboten werden. Außenpolitisch geht es der Türkei darum, das kurdische Autonomiegebiet in Syrien zu destabilisieren. Das Ansehen, dass die Kurden als Gegner des IS mittlerweile International genießen, stört die Machthaber in Ankara. Außerdem weckt das erfolgreiche Projekt Rojava auch bei den Kurden im Süden der Türkei den Wunsch nach mehr Autonomie.

Wenn der Konflikt zwischen der Türkei und der PKK nicht weiter eskalieren soll, braucht es jetzt eine kluge Politik „des Westens“. Die kurdischen Gruppen, die seit einem Jahr von den USA und europäischen Staaten unterstützt werden, benötigen weitere Unterstützung. Auf die Türkei muss Druck ausgeübt werden, gegen den „Islamischen Staat“ vorzugehen und nicht unter diesem Vorwand innenpolitische Probleme zu lösen. Aber auch die PKK und ihre Ableger müssen, bei aller berechtigter Wut und Verzweifelung, mit kühlem Kopf handeln. Morde an türkischen Polizisten sind nicht dazu geeigntet, große Sympathien zu erlangen.

Für heute rufen kurdische Gruppen zu Demonstrationen im ganzen Bundesgebiet auf. In Nordrhein-Westfalen wird um 14 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof protestiert.

Andere Demo-Termine: Frankfurt a.M., HBF, 15:00 – Berlin, Bernauerstr. 17:00 – Stuttgart, HBF, 16:30 – Hamburg, HBF, 16:00 – Ulm, Einsteindenkmal, 16:00 Uhr

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+++EILMELDUNG: JUICY BEATS SAMSTAG ABGESAGT+++

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Edit…die ersten Clubs in Dortmund melden sich zu Wort!

Oma Doris in Dortmund, Reinoldistr 2-4, lädt ab 18 Uhr zum Tanz ein. Die Acts werden noch bekanntgegeben.

Facebookevent!

MAD Club Dortmund meldet ebenfalls, dass die Party ab 23.59 Uhr wie geplant stattfinden wird.

Facebookevent!

Auf der Internetseite „Last Junkies On Earth“  findet ihr u.a. einen tollen Liveticker zu allen alternativen und verlegten Events rund um die abgesagte Juicy Beats im Westfalenpark!

Ich zitiere hier den soeben erschienen Text auf der Facebook-Seite der Juicy Beats:

+++EILMELDUNG: JUICY BEATS SAMSTAG ABGESAGT+++

 

Liebe Festivalbesucher,

für den heutigen Tag werden für Dortmund unwetterartige Windstärken und mögliche Orkanböen angekündigt, die die in unserem Sicherheitskonzept als zulässig definierten Windstärken sehr deutlich überschreiten. Aus diesem Grunde haben wir uns in Absprache mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Westfalenpark zu einer Absage des Juicy Beats Samstag entschieden, da eine sicher Durchführung nicht gewährleistet ist.

Habt vielen Dank für Euer Verständnis, wir versprechen das Jubiläum im nächsten Jahr angemessen nachzuholen.

Alle Infos zur Ticketrückerstattung werden wir im Laufe der nächsten Woche bekanntgegeben.

Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Das Juicy Beats Team

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MDR versagt bei Berichterstattung über Nazi-Angriff in Dresden

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Von SpOn bis FAZ heißt es heute: „Angriff von Rechtsextremen“ in Dresden. Was ja auch klar wie Kloßbrühe ist: Erst wurde das THW bei den Vorbereitungsarbeiten behindert, dann wurden DRK-Helfer attackier – und schließlich kühlte der rechte Mob sein Mütchen an den Gegendemonstranten, die für die Flüchtlinge und ein weltoffenes Dresden protestiert hatten.

Die Polizei hatte mit erbärmlich wenig Kräften, die zudem unbehelmt waren, reichlich Mühe, die NPD-Anhänger im Zaum zu halten – und konnte nicht verhindern, dass ein ZDF-Team attackiert und mehrere Gegendemonstranten verletzt wurden.

Doch die einzige ARD-Quelle, die von tagesschau.de exklusiv verlinkt wird, die Homepage des Mitteldeutschen Rundfunks, schreibt von :

„Gewalt zwischen Asylgegnern und Befürwortern“

„In Dresden sind Gegner und Befürworter eines Zeltlagers für Asylbewerber verbal und tätlich aneinandergeraten.“

„Reporter vor Ort berichteten, Rechtsextreme hätten Gegendemonstranten mit Flaschen, Steinen und Böllern beworfen, nachdem sie zuvor von diesen mit Sprüchen provoziert worden seien.“

Motto: Wenn die Linken die lieben Nazis nicht provoziert hätten, wäre gar nix passiert. Am Ende werden die Gegner des Heims, die immerhin ein Grundrecht infrage stellen, zu ihrem Persönlichkeitsschutz auch noch verpixelt – im Gegensatz zu den Gegendemonstranten.


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Unwetterwarnung: Juicy Beats für Samstag abgesagt

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Wegen der aktuellen Unwetterwarnungen haben die Veranstalter das Festival Juicy Beats in Dortmund abgesagt:

Liebe Festivalbesucher,

nach Aussage des Deutschen Wetterdienstes werden für den heutigen Tag in Dortmund unwetterartige Windstärken und mögliche Orkanböen angekündigt, die die in unserem Sicherheitskonzept als zulässig definierten Windstärken sehr deutlich überschreiten. Aus diesem Grunde haben wir uns in Absprache mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Westfalenpark zu einer Absage des Juicy Beats Samstag entschieden, da eine sicher Durchführung nicht gewährleistet ist.

Habt vielen Dank für Euer Verständnis, wir versprechen das Jubiläum im nächsten Jahr angemessen nachzuholen.
Alle Infos zur Ticketrückerstattung werden wir im Laufe der nächsten Woche bekanntgegeben.
Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Das Juicy Beats Team

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Duisburg: Saison-Premiere in Liga 2 leider völlig verhauen, MSV!

Foto: MSV Duisburg

Foto: MSV Duisburg

Nein, so hatten sich die MSV-Fans unter den gut 25.000 im heimischen Stadion ihre Rückkehr in Liga 2 am Freitagabend ganz gewiss nicht vorgestellt. Ihre noch ziemlich euphorisch begrüßten ‚Zebras‘ waren gegen den etablierten Zweitligisten vom 1. FC Kaiserslautern am Ende völlig chancenlos, lagen schon nach ihren ersten 30 Minuten auf der endlich wieder etwas größeren Bühne des Profifußballs klar und fast schon schockierend hoch mit 0:3 im heimischen Stadion zurück, unterlagen schlussendlich dann auch glatt mit 1:3 (0:3).
Das nennt man wohl ‚Lehrgeld‘, was der MSV da am Freitag zahlen musste. Erst als der deutlich überlegene Gegner den sprichwörtlichen Fuß etwas vom Gas nahm, die klare Führung in Halbzeit zwei dann mehr und mehr zu verwalten begann, kam die Heimelf etwas besser ins Spiel, verkürzte auch zehn Minuten vor dem Ende, durch einen Kopfballtreffer nach Standardsituation durch Branimir Bajic (81.), zumindest noch auf ein erträgliches Resultat aus Sicht der Hausherren. Doch die völlig missglückte Ligapremiere des Neulings machte vermutlich bereits jedem neutralen Beobachter klar: Für den MSV Duisburg dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ganz harte Saison werden, bei der der angestrebte Nichtabstieg am Ende tatsächlich wohl ein sehr, sehr großer Erfolg, vielleicht sogar fast schon so eine Art sportliches Wunder wäre. Weiterlesen

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