10

Essen: SPD hat das Rezept wiedergefunden, wie man im Ruhrgebiet eine Stadt verliert

Reinhard Paß. Foto: SPD NRW

Reinhard Paß. Foto: SPD NRW

Lange war es verloren, nun hat die SPD-Essen es wiedergefunden: Das Rezept, wie man als sozialdemokratische Partei eine Ruhrgebietsstadt verliert.

Trotz seit Jahrzehnten sinkender Wählerstimmen ist das Ruhrgebiet noch immer eine SPD-Hochburg. Am deutlichsten wird das bei den Oberbürgermeisterwahlen: Der alte Satz, dass im Ruhrgebiet auch ein Besenstiel gewählt werden würde, solange er rot angestrichen wäre, hat an Richtigkeit nie verloren. Bis auf wenige Ausnahmen wie Hamm oder Hagen haben längst wieder fast alle Oberbürgermeister  ein SPD-Parteibuch. Das war nicht immer so: In den 90er Jahren und knapp darüber hinaus gelang es der CDU in vielen Städten nicht nur Stimmen bei den Ratswahlen zu gewinnen, sondern auch Oberbürgermeister in viele Großstädten des Ruhrgebiets zu stellen: In Gelsenkirchen, Essen, Duisburg und Hamm hatten  Christdemokraten das Sagen. Auch in vielen kleineren Städten wie Gladbeck, Recklinghausen oder Marl wurde die SPD auf die Plätze verwiesen. In Städte wie Gladbeck oder Gelsenkirchen ging dem Sieg der Union ein Machtkampf in der SPD voraus. Wo die SPD zusammenhielt, wie in Dortmund, gelang es ihr auch einen Anfangs eher unpopulären Kandidaten wie Gerhard Langemeyer durchzusetzen. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  2

219,3 Kilometer im Fluss – Das Ruhr-Buch

Ruhrbuch CoverAuch wenn wir hier bei uns im Blog häufig über die aktuellen Zustände und negativen Entwicklungen in NRW, speziell auch im Ruhrgebiet, schimpfen und recht emotional diskutieren, vielen von uns ist natürlich trotzdem längst klar, dass diese Region auch ihre besonders lebens- und liebenswerten Seiten hat.

Falls sich jedoch jemand dessen noch immer nicht ganz so bewusst sein sollte, oder irgendwer vielleicht einen Freund oder Verwandten von Außerhalb noch von den vielen Schönheiten der Gegend in der wir hier leben überzeugen möchte, dann habe ich heute einen passenden Buchtipp für ihn bzw. sie:

In dieser Woche ist ein Buch erschienen, welches sich dem Fluss widmet, dem unsere Region ihren Namen zu verdanken hat. In „219,3 Kilometer im Fluss – Das Ruhr-Buch“ verarbeiten sechs Autoren/innen und ein Fotograf des im Verlag ‚hellblau‘ erschienenen Reportage- bzw. Fotobuches über die Ruhr ihre unterschiedlichen Eindrücke, welche sie entlang des Flusses in knapp 2 Jahren gesammelt haben. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Fußball im Nationalsozialismus (Teil 5) – Volkstrauertag

Volkstrauertag bei Münster. Quelle: Wikipedia, Foto: Corradox, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Volkstrauertag bei Münster. Quelle: Wikipedia, Foto: Corradox, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im fünften Teil seine Serie ‚Fußball im Nationalsozialismus‘ beschäftigt sich Ruhrbarone-Gastautor Thomas Weigle heute mit einigen persönlichen Gedanken, passend zum an diesem Wochenende anstehenden Volkstrauertag:

„Von Julius Hirsch habe ich zum ersten Mal im Jahr 2000 in der Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum des DFB gehört … Doch die Namen und die Schicksale der Opfer waren damals noch fast unbekannt… Wir beschlossen daher, die Rolle des Verbandes wissenschaftlich unabhängig aufzuarbeiten.“ Diese Einstellung von Theo Zwanziger unterscheidet sich fundamental von der des unsäglichen Hermann Neuberger, der als Vize 1972 Herbergers Bitte, den in Kanada lebenden Rekordtorschützen Gottfried Fuchs, der 1912 10 Tore im Spiel gegen Russland erzielte, zur Eröffnung des Münchener Olympiastadions 72 einzuladen ablehnte. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Im Lada nach Maiktschickistan

Tschick Foto: Sebastian Hoppe

Tschick Foto: Sebastian Hoppe


Junges Schauspielhaus Düsseldorf überzeugt durch Spiellust und gelungenes Konzept. Von unserem Gastautor Daniel Kasselmann.

Der Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf erschien 2010, erreichte bisher eine Auflage von über 2 mio und wurde auf deutschen Bühnen in der Spielzeit 2012/2013 in 29 Inszenierungen 764 mal aufgeführt . Jetzt erlebte die Geschichte um zwei 14-jährige Jungs, die sich in einem geklauten Lada auf eine Reise in die Walachei machen, in der Inszenierung von Jörg Schwahlen ihre umjubelte Premiere im Jungen Schauspielhaus an der Münsterstraße 446.   Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  1

Duisburg: Lichterkette gegen Rassismus im Neumühl

Bild: Helmut Junge

Bild: Helmut Junge


Am Sonntag, den 16. November, um 17:00 Uhr formieren sich die Neumühler Bürger zu einer Lichterkette gegen den Rassismus in ihrem Stadtteil. Von unserem Gastautor Helmut Junge.

Organisiert von Unterzeichnern der Neumühler Erklärung und von den beiden Kirchen im Zentrum des Stadtteils, der katholischen Herz Jesu Gemeinde und der evangelischen Gnadenkirche, werden sich Neumühler Bürger zu einer Lichterkette zusammenschließen, um gegen die rassistische Stimmungsmache einzelner Neumühler Bürger, die von außen, vor allem von pro NRW gesteuert wird, zu protestieren. Es ist traurig aber wahr, dass es in unserem Stadtteil Leute gibt, die Menschen, die in Not geraten sind, die Hilfeleistung verweigern möchten. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  0

Der Ruhrpilot

Vom Baumarkt auf die Straße: Die Standarte der Nazipartei "Die Rechte"

Vom Baumarkt auf die Straße: Die Standarte der Nazipartei “Die Rechte”

 

NRW:  Verbot von Partei “Die Rechte” gefordert…Der Westen
NRW: Große Versprechen und ziemlich kleine Taten…Welt
NRW: AfD würde Einzug in den Landtag schaffen…Kölnische Rundschau
NRW: Gewinn mit Verlust…Post von Horn
Bochum: Stadtwerke-Chef Bernd Wilmert hört 2015 auf…Der Westen
Dortmund: Zu doof zum Googeln…taz
Duisburg: IHK zerreißt den Haushaltsentwurf…RP Online
Essen: “Die Höhe der Strafe bietet einen Fluchtanreiz”…Welt
Essen: Angelika Kordfelder will OB-Kandidatin der SPD werden…Der Westen
Kino: Nightcrawler – zynischer, aber sehr guter Film über Medien und Moral…Pottblog

RuhrBarone-Logo
  11

Offener Brief: Nahost-Konflikt in den Unterricht!

Tim Pickartz arbeitet mit Jugendlichen im Oberhausener Jugendzentrum Courage

Tim Pickartz arbeitet mit Jugendlichen im Oberhausener Jugendclub Courage

Der Oberhausener Erzieher Tim Pickartz richtet sich mit einem offenen Brief an NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. Darin fordert er, den Nahost-Konflikt im Schulunterricht zu behandeln. Er fordert, auch mit Blick auf muslimische Schüler, eine “realitätsnahe Bildung”, da der Konflikt gerade für diese prägend sei. Nächste Woche wird die WAZ zu dem offenen Brief einen Artikel veröffentlichen. 

Offener Brief an Sylvia Löhrmann, die  Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

ich besuchte vor einigen Tagen die Homepage des Schulministeriums NRW und stieß dabei auf den Punkt “Interkulturelle Schul- und Unterrichtsentwicklung”.

Dort wird angeführt, dass “es bei der interkulturellen Schul- und Unterrichtsentwicklung um einen veränderten Blick der Institution Schule sowie der in ihr verantwortlich Handelnden auf die durch Migrationsprozesse veränderte gesellschaftliche Realität” geht.

Dieser Punkt machte mich stutzig und nachdenklich.

Ich arbeite als Betreuer im Jugendclub Courage Oberhausen, einer Integrationsgruppe und verbringe dort meinen Alltag mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die meist der muslimischen Community angehören bzw. durch die Familie in das muslimische Sozialgefüge hineingeboren werden.

Neben meiner Tätigkeit innerhalb der sozialen Gruppenarbeit, bin ich auch in unserer kostenlosen Hausaufgaben- und Lernhilfe tätig und muss immer wieder mit Entsetzen feststellen, dass der Geschichtsunterricht an den Schulen in NRW sich nicht mit dem “Nahost Konflikt” befasst. Allgemein scheint der Geschichtsunterricht inhaltlich mit dem zweiten Weltkrieg zu enden.

Warum spreche ich genau den Nahost Konflikt in diesem Weiterlesen

RuhrBarone-Logo
  12

HoGeSa – Gewaltaufrufe gegen Salafisten

HoGeSa bedroht Sven LauDas Netzwerk HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) hat sich mittlerweile eine Alternative zur Organisierung über Facebook geschaffen. In einem eigenen sozialen Netzwerk planen die Hooligans ihre Aktionen. Das Netzwerk, das vom Erscheinungsbild und den Funktionen eng an Facebook angelehnt ist, umfasst, obwohl es erst zu Wochenbeginn online ging, mehrere hundert Mitglieder. Und was dort gepostet wird hat es in sich.

Schon bevor die Demonstration in Hannover erlaubt wurde, planten dort Hooligans ihre Anreise in die niedersächsiche Landeshauptstadt. Auch unter die Gegendemonstranten wollen sich einige der rechten Hooligans mischen. Allgemein hat sich im HoGeSa-Netzwerk eine Mischung aus rechtem Stammtisch und organisiertem Neonazismus versammelt. Leise Kritik an Ausländerfeindlichkeit wird nicht geduldet, stattdessen haben die Scharfmacher das Wort.

So wundert es nicht, dass die Hooligans Aktionen gegen Koranverteilungen planen und auch mit Gewalttaten liebäugeln. Zu einem am Wochende geplanten Seminar der Salafisten um Pierre Vogel und Sven Lau in Wuppertal schreibt ein User: “… vielleicht habe ich ja Glück und der Vogel läuft mir vor die Flinte…”. Auch Sven Lau ist Ziel von Anfeindungen, über Besuche mit “20 Mann” bei Lau zuhause wird offen spekuliert.

Am Samstag werden sich in Hannover also zum zweiten Mal tausende Hooligans und Neonazis treffen, die Gewalt lieben. Für die Polizei eine unangenehme Aufgabe. Noch viel unangenehmer wird es aber, wenn die Hooligans anfangen, sich in klandestinen Zellen zu organisieren und im ganzen Land Muslime und die, die sie dafür halten, zu terrorisieren.

 

 

 

RuhrBarone-Logo
  1

Heute: Kämpfen für #brettbabsi!

Erleben wir beim Rudelgucken ein Herbstmärchen? (Foto: rhein-ruhr-skeptiker)

Erleben wir beim Rudelgucken ein Herbstmärchen? (Foto: rhein-ruhr-skeptiker)

Es wird spannend. Nur noch 12 Stunden dauert die Nominierungsphase fürs Goldene Brett - dem Preis für besondere Errungenschaft auf dem Gebiet der Esoterik, Pseudomedizin und feinstofflicher Beutelschneiderei der Gesellschaft für kritisches Denken.

Wir Ruhrbarone hatten ja bereits ausgeführt, dass zu hoffen steht, dass die bereits im Vorjahr nominierte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens dieses Jahr das Brett bekommen will. Weiterlesen

RuhrBarone-Logo