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Lingby

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

Lingby, Mittwoch, 20. Januar, 22.00 Uhr, Stadtgarten/Studio672, Köln


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Sierau kein OB mehr

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

Ullrich Sierau

Ullrich Sierau hat sich als Oberbürgermeister in einem Schreiben an seine Mitarbeiter verabschiedet
Folgenden Text erhielten heute Morgen die Mitarbeiter der Dortmunder Stadtverwaltung:


“Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Innenministerium NRW, Bezirksregierung Arnsberg und das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen haben am 18.01.2010 rechtliche Bewertungen bzw. Hinweise zum Thema Wahlwiederholung gegeben.Ich habe nach Auswertung dieser Hinweise Herrn Stadtdirektor Pogadl am gestrigen Abend gebeten, die Leitung der Dortmunder Stadtverwaltung ab dem 19.01.2010 zu übernehmen.Ich werde ab dem 19.01.2010 der Stadt Dortmund wieder als Beigeordneter für Planung, Städtebau und Infrastruktur dienen. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit der letzten Monate. Die in dieser Zeit begonnene Neuorientierung der Verwaltung ist auf einem guten Weg und wird sicher Dank Ihrer Motivation und Hilfe erfolgreich weitergeführt.Für mich beginnt nun eine Zeit des Wahlkampfes.


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3 FÜR 7 – Drei Interventionsmöglichkeiten für die aktuelle Woche

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2010 | Von Jens Kobler

henrikibsen



Gestern im Lokalteil der Regionalzeitung: Populistischer Klassenkampf reinsten Wassers. Ein “Frei”-Bad in Essen soll geschlossen werden, und die Nutzer argwöhnen schon in der Überschrift, das Geld würde stattdessen bestimmt wieder irgendeinem Theater zukommen. Nun arbeiten einige Theatermenschen ja schon seit langem daran, sich durch Anpassung an den Massengeschmack oder Einbeziehung sozialer Aspekte etwas unangreifbarer zu machen, aber das wird in sozialen Brennpunkten wie dem Ruhrgebiet in Zukunft wahrscheinlich nicht genügen. Erst recht wenn ein Blatt wie die WAZ/NRZ das Match “Freibad vs. Theater” in einer Überschrift überhaupt aufmacht.

Warum nur? Weil die WAZ ja so der Anwalt der “Armen und Schwachen” ist? Aber was macht ein Freibad sozialer als Kultur? Der hohe Grad an Elendsidylle? Wurde inzwischen locker vergessen, was diese Oase eben genau für ein Korruptionsding und Millionengrab war und ist, im Gegensatz zu vielen gut wirtschaftenden Kulturinstitutionen? Eines ist klar: Umso mehr Größenwahn sich die Kulturelite hier gönnt, desto schärfer schlägt der Backlash zu. Aufpassen, Ruhr2010. Und wehe, wenn nicht! (Aber dann sind die meisten ja wieder weg.) Nun zu: “Peer Gynt”, “Treffen außerirdischer DJs”, “2-3 Straßen”.

Öffentliche Probe und Premiere von “Peer Gynt” (nach Henrik Ibsen, s. Foto) unter der Regie von Roger Vontobel (zuvor “Das Goldene Vlies”, “Die Orestie”) sind bereits ausverkauft – die Bewohner Essens scheinen sich nach wie vor nicht alle damit abgefunden zu haben, dass mensch doch gleich ins Stadion, den Puff oder die nächste Eckkneipe gehen kann. Und daran hat natürlich auch das Grillo unter Anselm Weber einen verdienstvollen Anteil. Mal schauen, ob die nächste Intendanz dann mehr “abschottet” – dann können wir uns hier bald fragen, was nach den Zechen, Kirchen und Bädern denn mit all den leer stehenden Theatern passieren soll. Die Disco im Grillo läuft ja eh schon ganz passabel, und der sympathische Fußballverein von nebenan könnte auch mal mehr Geld bekommen – dann mucken seine Anhänger auch nicht auf. Vielleicht ein Thema für die WAZ?


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Hobbyliga Süd-West

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2010 | Von David Schraven

Immer wieder nett zu sehen, wie sich die Kicker anderer Länder begrüßen. Erinnert irgendwie an das Spiel Barisspor Riemke gegen Westfalia Wattenscheid. :-)


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Ruhrpilot – Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

opel_logo

dielinkenrw
Opel: Nick Reilly sieht viele Baustellen …Ruhr Nachrichten

Duisburg: Düstere Aussichten für den Arbeitsmarkt…Der Westen

Dortmund: Nazis griffen Polizei an…Ruhr Nachrichten

Ruhr2010: Bochum – Kulturhauptstadt1999…50 H

Haiti: Gala in Bochum…Der Westen

FDP: Steuererleichterung zu ersteigern…Zoom

Duisburg: Das Jahr wird gut…xtranews

Verkehr: Eiserner Rhein vor dem Aus…RP Online

Fußball: Liebling der Nordkurve…Stern

ELENA: Zwei Petitionen veröffentlicht…Netzpolitik

Tippspieltroubble: Bei der Westen werden Tagessieger erledigt… Zebrastreifenblog


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Heuchelei bei den Hotel-Millionen

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2010 | Von Daniel Drepper

geld

FDP und CSU sind käuflich und die Bundesregierung verabschiedet haarsträubende Gefälligkeitsgesetze für ihre fleißig spendende Klientel! So oder so ähnlich drückt sich die SPD derzeit aus, spricht sie über die Steuersenkungen der schwarz-gelben Koalition für ihre Freunde aus der Hotelbranche. Schließlich hatten FDP (laut Spiegel über eine Millionen) und CSU (laut SZ in etwa das Dreifache) in den letzten Jahren und damit im Vofeld der Mehrwertsteuersenkungen von 19 auf sieben Prozent richtig dick Parteispenden kassiert. So recht die Opposition haben mag mit ihrer Entrüstung: Wer im Lehmhaus sitzt, sollte nicht an Wände pinkeln …

Der Aufschrei ist groß. “Erschrocken” ist die Opposition, der Staat werde “geplündert”, für die SPD sei jetzt “Zahltag”. Zurecht. Die Aktion von schwarz-gelb war frech, um nicht zu sagen dreist. Doch manch einer sollte sich mit seinen anklagenden Aussagen besser ein wenig zurückhalten. SPD-Fraktionsvize Joachim Poß zum Beispiel sagte Spiegel-Online, CSU und FDP seien “in den letzten Jahren offensichtlich zu reinen Lobbyvereinen degeneriert”. Die FDP mache weiter “Politik für bestimmte Wählergruppen, um deren Spendengelder abzugreifen”. Solch eine Aussage aus dem Mund von Poß – dafür ist die Bezeichnung Heuchelei fast noch untertrieben.


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Sierau bleibt vorläufig im Amt

In Ruhrgebiet | Am 18 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

wahlwiederholung11

In einem Schreiben von Ferdinand Aßhoff, dem Hauptdezernenten der für Dortmund zuständigen Kommunalaufsicht des Regierunsbezirks Arnsberg an Dortmund OB Ullrich Sierau, stellen Land und das Regierungspräsidium heute klar, dass sie sich wegen der Frage der Rechtssicherheit nicht zu der Zulässigekit der Klagen verschiedener Bürger gegen die OB-Wahl äussern werden und auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen warten.

Konsequenz: OB Ullrich Sierau kann vorläufig im Amt bleiben. Aßhoff fordert ihn in dem Schreiben, hier als PDF , allerdings zur Zurückhaltung in der Amtsführung auf.


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Gorny: “Berlin ist langsam satt…”

In Ruhrgebiet | Am 18 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

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Dieter Gorny

Dieter Gorny ist als Direktor der Kulturhauptstadt RUHR.2010 für den Bereich Kreativwirtschaft verantwortlich. Der Gründer des Musikkanals VIVA erklärt im Interview, warum das Dortmunder U keine Museum werden darf, es im Ruhrgebiet genung Konzerthäuser gibt und welche Chancen die legendäre Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet hat

Kreativquartiere in Dinslaken, Dorsten und Unna – Ist das nicht wieder die typische Kirchturmpolitik, die wir im Ruhrgtebiet seit Jahrzehnten kennen und bei der es nur darum geht, dass jeder etwas vom Kuchen abbekommt? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, sich auf die drei Quartiere im Revier zu konzentrieren, die wirklich die Chance haben, sich weiter zu entwickeln: Essen-Rüttenscheid, das ViktoriaQuartier in Bochum am Bermudadreieck und das Klinik- und Kreuzviertel in Dortmund in der Nähe des Dortmunder U?
Ja und nein. Erstens: Dinslaken ist eine Ausnahme. Dort geht es darum, über das Vehikel Kreativquartier eine Diskussion zwischen den verschiedenen Interessengruppen, den Planern, der Politik und der Wirtschaft, über die Entwicklung eines urbanen Quartiers anzustoßen. Da geht es auch um das Selbstverständnis als Stadt, und diese Diskussion hat in Dinslaken viel bewegt. Unna wird kein Kreativquartier im herkömmlichen Sinn, sondern eine Bildungs- und Weiterbildungsstätte. Der Ort, das alte Durchgangslager in Massen, ist so skurril, dass man damit etwas machen muss. Dort kann man kontemplativ über Zukunft nachdenken. Wir werden dort Kongresse veranstalten, aber planen keine Ansiedlung von Unternehmen.

Ursprünglich sollten sich dort aber Künstler ansiedeln.
Die Idee ist leider nicht realisierbar. Wir mussten einsehen, dass so etwas an diesem Standort entweder gar nicht oder nur mit sehr hohen Subventionen möglich gewesen wäre. Bei den von Ihnen genannten Quartieren sieht das alles anders aus: Sie haben so zentrale Lagen, dass man aus ihnen etwas machen kann. Aber wir sind immer noch in der Vorbereitungsphase.


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Dortmund: Sierau wartet weiter auf Innenministerium

In Ruhrgebiet | Am 18 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

sierau2

Ullrich Sierau

Dortmund hat im Moment noch einen Oberbürgermeister. Da über das Wochenende keine neuen Nachrichten aus dem Innenministerium kamen, hat Ullrich Sierau seinen Dienst normal angetreten.

Im Laufe des Tages rechnet man in der Dortmunder Verwaltung jedoch mit einer Mitteilung aus dem Innenministerium, ob die Einsprüche normaler Bürger gegen die OB-Neuwahlahl eine aufschiebende Wirkung haben oder nicht. Die meisten Juristen gehen allerdings davon aus, dass nur Sierau und der Arnsberger Regierungspräsident Helmut Diegel ein Einspruchsrecht haben, das beide allerdings nicht genutzt haben. Eine solche Rechtsauskunft war schon über das Wochenende erwartet worden, aber nicht zugestellt worden. Hätten die Einsprüche gegen die OB-Wahl keine aufschiebende Wirkung und wäre die OB-Wahl damit wahrscheinlich rechtlich in Ordnung, müsste Sierau heute sein Büro räumen und wäre ab 0.00 Uhr kein OB mehr sondern wieder Planungsdezernent.


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The Vibrators

In Ruhrgebiet | Am 18 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

The Vibrators und UK Subs, Dienstag, 19. Januar, 20.00 Uhr, Zakk, Düsseldorf


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Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 18 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

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Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet. NRW: Linkspartei startet Landtagswahlkampf…Der Westen Ruhr2010: Das unbekannte Programm…WDR Ruhr2010 II: Istanbul feiert Programmstart…Zeit Ruhr2010 III: Wer ist wir?…Welt Ruhr2010 IV: Die Affäre Manon…Gelsenkirchen Blog Ruhr2010 V: Neue Bewerbungsrunde für A40 Party…Pottblog Medien: Springers 68er Archiv online…FIXMBR Dortmund: Boomende Einkaufsstadt…Der Westen Sprache: “Niemand ist objektiv”…Kontextschmiede SPD: …entdeckt das Internet…Pottblog Bielefeld: …gibt es angeblich doch…Ruhr Nachrichten Erinnerung: Wie Nostalgieeffekte entstehen…Frontmotor Umland: Streit um Schulen im Sauerland…Zoom


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So gehts: Berühmt werden durchs bloggen!

In Ruhrgebiet | Am 17 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

Mit diesem Blog wird man berühmt!

Ich habe da gerade eine Mail bekommen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

steigern Sie Ihre Bekanntheit im Internet mit Ihrer Teilnahme am Projekt365!

Zum Jahresanfang 2010 startete auf dem Blog xxx das Projekt365. Hierbei veröffentliche ich an jedem Tag einen Beitrag über eine Webseite, ein Online-Angebot, einen Künstler, ein StartUp oder ein anderen Internet-Projekt. Die Beiträge werden unabhängig von mir geschrieben und mit mindestens einem Backlink versehen. Zudem besteht die Möglichkeit Fotos und Videos einzubinden oder spezielle Unterseiten zu verlinken. Dadurch rückt Ihre Werbebotschaft gezielt in den Vordergrund.


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Bildung und Technologie statt noch mehr Kultur

In Ruhrgebiet | Am 17 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

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fred_zoll_schachtzeichen

Mitten im Jahr der Kulturhauptstadt wird die industrielle Kulturförderung im Pott massiv in Frage gestellt. Und das mit Recht, denn im Gegensatz zur Kultur hat das Ruhrgebiet in anderen Bereichen wie Bildung und Forschung erheblichen Nachholbedarf. Theater und Musikhallen gibt es genug. Das hat der Initiativkreis Ruhr (IR) herausgefunden. In einer Studie, die den Ruhrbaronen vorliegt. Wie wir weiter erfahren haben, wird deshalb im Initiativkreis derzeit heftig über die künftige Förder-Ausrichtung des wichtigsten Clubs der Ruhr-Industrie diskutiert: Mehrere Mitglieder wollen weniger Geld für Kultur ausgeben. In der Konsequenz könnte die Industrieförderung für Spaß und Spiel deutlich zurückgefahren werden.

Kurz vor Weihnachten, wenige Wochen vor dem Beginn des Kulturhauptstadtjahres, brach der Konflikt offen auf: Evonik-Chef Klaus Engel, nicht gerade eine Freund von Initiativkreis-Moderator Wulf Bernotat, forderte künftig weniger Geld für das Klaviervestival Ruhr. Die WAZ berichtete, dass Engel die hohen Mittel für das Klavierfestival in einem Brief an Bernotat als das „falsche Zeichen der Ruhrwirtschaft an die Menschen der Region” bezeichnete.


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Band of Skulls

In Ruhrgebiet | Am 17 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

Band of Skulls, Montag, 18. Januar, 21.00 Uhr, Gebäude9, Köln


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Ruhrpilot – Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

In Ruhrgebiet | Am 17 Januar 2010 | Von Stefan Laurin

Ruhr2010: Winkelmann ist der Glöckner des Turms…Der Westen Ruhr2010 II: Herzliche Rivalität…Tagesspiegel Ruhr2010 III: Germany combats foreign competition with culture…Pittsburgh Tribune Ruhr2010 IV: Temporäre Stadt an besonderen Orten…Hometown Glory Thomalla: Orgasmusfähig, unabhängig, lässig…Gelsenkirchen Blog Verkehr: Essener Hauptbahnhof eingeweiht…Der Westen Rohde: Wenn ich wiedergeboren werde, dann als Wal…SZ Theater: Yemej HaShoah – Jugendtheater gegen das Vergessen…Bo Alternativ Medien: Ich bin Schmutzkonkurrenz…Prospero