1

Jugend Kultur Zentren 2010 – Teil 2: Das KKC in Essen

In Ruhrgebiet | Am 28 Januar 2009 | Von Jens Kobler

Was und warum machen eigentlich all die Kulturzentren im Ruhrgebiet? Im ersten Teil antwortete darauf Rüdiger Jordan vom Dortmunder FZW. Sozusagen wegen vieler Anfragen erfolgt im zweiten Teil ein Kurzbericht über das KKC, einst neben Frankfurt und Berlin wohl das aktivste Studierenden eigene Veranstaltungscafé.
Was ist es heute?

Viele Erinnerungen schon beim Weg vom Campus die Treppe hinunter und das Gefühl, dass früher eine Art "schmuddelig aber unser" die Einstellung meiner AStA-Generation zu diesem Beton-Vorhof ausgemacht hatte. Dementsprechend auch die verwitterten Plakate an den Fenstern der Studierendenvertretung; später werde ich feststellen dass dort im Schnitt zweimal vier Stunden Anwesenheit pro ReferentIn und Woche auf den Türschildern stehen. Vor 15 Jahren – und vor dem Crash in Essen und den Studiengebühren und Bachelors…


  1

Twitterfestival im Unperfekthaus

In Ruhrgebiet | Am 28 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Im Februar findet im Unperfekthaus ein Twitterfestival statt.

Die Veranstalter sind sich in ihrer Mail über die hostorische Dimension des Ereignisses nicht ganz sicher: Ist es das erste Twitterfestival des Ruhrgebiets oder gar das Erste der Republik? Niemand weiß es. Sicher ist nur: Das Twitterfestival findet 12. Februar ab 19.00 Uhr im Unperfekthaus statt. …


  4

Von der Schwierigkeit Polit-PR im Internet…

In Ruhrgebiet | Am 28 Januar 2009 | Von Elmar Kok

… günstig und wahrheitsgemäß und authentisch zu verbreiten, haben wir ja hier schon einmal, zweimal, dreimal, viermal berichtet. Nun hat der neue Oppositionsführer im hessischen Landtag, Thorsten Schäfer-Gümbel (TSG) sich ein Glaubwürdigkeitsproblem eingefangen. Wie Tilla Pe hier berichtet, ließ sich mal eben schnell feststellen, dass TSG nicht immer gleich TSG ist.

Und diesmal ist es nicht die Titanic-Redaktion die für TSG twittert, sondern es soll diese auf Polit-PR spezialisierte Agentur sein, die sich zumindest für diesen einen Beitrag verantwortlich zeichnet. Und deren Geschäftsfeld es erstaunlicherweise ist, sich mit neuen Medien und dem Wahlkampf darin auszukennen. Netzpolitik.org hat sich auch schon mit dem Fall beschäftigt und merkt dabei noch an, wie problematisch es sei, dass die…


Werbung


  2

Eine neue Welt

In Ruhrgebiet | Am 28 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Vor 15 Jahren war ich das erste Mal online. Es war alles ein wenig anders als heute…

Modems. Foto: lus

Im Winter 93/94 stand ich vor einer großen Investition: Ich wollte ein Modem kaufen. Die hießen damals Fax-Modems, aber faxen zu machen interessierte mich nicht. Das war nicht ganz einfach: Bis auf wenige sehr teure Geräte, die man bei der Telekom kaufen musste, waren alle anderen Modems illegal. Ich kaufe meines, mit 1200 Baud ein Mittelklassemodell per Versand – legal durfte ich es nur im Ausland betreiben.

Mein Ziel waren die Mailboxen, das Newsnet. Ich hatte darüber in ein paar Büchern gelesen und einmal bei einem Freund – stolzer Besitzer eines Akustikkopplers – einen eher enttäuschenden Blick in die neue digitale Welt geworfen…


  0

Ruhrgebiet Aktuell am Mittwoch

In Ruhrgebiet | Am 28 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet und mehr.

Hertie: Kaufhäuser schließen auch im Revier…FAZ

Auszeichnung: Goldener Schlagstock für Schalke...Der Westen

Obama: Das Präsi-Schnitzel…Buer en blog

Verwertung: Auf ein VG Wort…Pottblog

Ausstellung: HAP Grieshaber…Hometown Glory

Ruhr2010: Haniel wird Hauptsponsor…RP Online

Nazis: Pantförder fordert NPD-Verbot…RZ

Sparkommissar: Bajohr wirft fin…Der Westen


  1

D für dauert länger

In Ruhrgebiet | Am 27 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Ruhr3D will das ganze Ruhrgebiet online 3D darstellen. Bis man was sehen kann, wird noch einige Zeit vergehen.

Vor fast einem Jahr hat sich Thomas Meiser hier mit einem Projekt beschäftigt, dass zu schön war, als dass es ohne Probleme hätte gelingen können: Ruhr3.de.
Das gesamte Ruhrgebiet 3D, über zwei Millionen Gebäude, alles online – mit Schnittstelle zu Google. Super.  Eine schöne Idee. Um  so trister  Meisers Fazit: "Man kriegt nix zu sehen."
Und daran hat sich bis heute auch nix geändert. Noch immer sind die Daten nicht öffentlich zugänglich, was nach Auskunft von Dr. Wolfgang Beckröge, Leiter des Referates Regionalinformation beim RVR, zwei Gründe hat:  Es gibt noch gar nicht so viel zu sehen  und schon für das, was da ist,  reicht die technische Bandbreite kaum aus. "Wir wollen ja keine grauen Kästen veröffentlichen, sondern die 3D-Modelle der Häuser mit sehr genauen Texturen." Und diese Präzision koste nach wie vor extrem viel Bandbreite. Man kennt das von Google. Dazu kommt: Während Städte wie Dortmund, Gelsenkirchen, Bochum und Essen mit der 3D-Modellierung ihrer Städte recht weit sind, tun sich finanziell klamme Städte  wie Oberhausen


  0

Grimme-Online-Award startet

In Ruhrgebiet | Am 27 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Am 1. Februar startet der Grimme-Online-Award.

Der Grimme-Online-Award hat einen ganz großen Vorteil: Im Gegensatz zum Grimme-Preis, bei dem TV-Sendungen prämiert werden, können die Preisträger  sogar die Party genießen, denn die Preisverleihung findet NICHT in Marl statt, sondern in Köln. 
Ansonsten gilt: Man kann sich ab dem 1. Februar bewerben oder jemanden finden, der einen für den Preis vorschlägt. Preise gibt es für Internetprojekte in den Kategorien  Information,  Bildung, Unterhaltung und Spezial. Dazu kommt ein Publikumspreis. Zu den früheren Preisträgern gehörten Ehrensenf, Spreeblick und Stefan Niggemeier. Fast zur Tradition gehört es auch, dass der Preisträger vorher schon online bekannt ist oder irgendwas mit der Jury schief läuft.  Wer sich ein Bild von…


  0

3 FÜR 7 – Ausgehtipps, immer noch wöchentlich

In Ruhrgebiet | Am 27 Januar 2009 | Von Jens Kobler

sonic-youth-fanzine.jpg

"Live" ist das große Ding, heißt es. Warum auch nicht. Nur ist "live" halt auch oft einfach "von der Kanzel predigen", und dem gegenüber lassen sich manche Filme, Bilder oder Installationen doch wesentlich anmutender an. Vor allem wenn es quasi um großes Kino geht: Filme, Jim Rakete, Sonic Youth.

Bereits seit dem 18. Januar hängen in der Ludwiggalerie des Schlosses Oberhausen unter dem Titel "1/8 sec. – Vertraute Fremde" Fotografien von Jim Rakete. Das Schloss in der Nachbarschaft von Autobahnkreuz, Konsumhausen Mitte und McD, genau. Also erstmal irgendwie eine stimmige Veranstaltung: großen Pop gegen großes Übel setzen. Gezeigt werden nicht nur die erwartbaren Schwarzweiß-Portraits von (ihm) bekannten Prominenten, sondern auch eine Studioinstallation und ein recht frischer Film über den Schröder-Freund und Digital-Feind…


  1

RWI-Chef steigt auf

In Ruhrgebiet | Am 27 Januar 2009 | Von David Schraven

Einen herzlichen Glückwunsch senden die Ruhrbarone an den Präsidenten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Christoph Schmidt, 46. Wie das „Handelsblatt“ meldet, wird er neues Mitglied des Sachverständigenrates des Bundes – dem sogenannten Rat der Wirtschaftsweisen. Er folgt auf den amtierenden Vorsitzenden Bert Rürup, der Ende Februar aus dem Rat ausscheidet.

Einen ersten Job hat Schmidt im neuen Amt zu bewältigen. Er muss mit seinen vier Ratskollegen den neuen Vorsitzenden der Weisen wählen. Favorit für den Job ist Wolfgang Wiegard. Rürup hatte den Vorsitz von März 2005 an.


  0

Ruhrgebiet Aktuell am Dienstag

In Ruhrgebiet | Am 27 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet und mehr…

Explosionen: Dambusters in den Top-Ten…Denofgeek

Ermittlung: Politiker Lustreisen in Essen…Der Westen

Ruhig: Zumwinkel zum Urteil…FAZ

Der Westen: Blogger sollen DPA-Spuren löschen…Blogbar

IVW: Der Westen und RP-Online…Pottblog

Integration: Die meisten woll…RP-Online

Vision: Internet 1969…Backslash

Belohnung: Geld für pünktlichen Schulbesuch…RN

Pleitewelle: Arztpraxen vor dem Aus…Der Westen


  2

Frank-Walter Obama?

In Ruhrgebiet | Am 26 Januar 2009 | Von Marcus Bensmann

 

Der SPD Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier macht den Obama. Und Steinmeier tut etwas dafür. Er will, dass Deutschland Häftlinge aus dem Lager in Guantanamo in Deutschland aufnimmt. Wie mag wohl auf Murat Kurnaz, der jahrelang in Guantanamo leiden musste, Steinmeiers neu entdeckte Menschlichkeit wirken? Nun gut, jeder kann sich ändern, auch der SPD Kanzlerkandidat, nur hat er das auch?

 

Foto: Armin Kübelbeck

Barack Obama hat angekündigt, Guantanamo zu schließen, und die zuvor von Bush sanktionierten Folterpraktiken zu verbieten. Als Begründung diente Obama der einfache und doch so richtige Satz:"Wir foltern nicht."

Gilt dieser Satz auch für Steinmeier und die SPD? Zweifel sind angebracht. Viele Sozialdemokraten empörten sich gerne über Bushs Folterpraxis, aber ignorieren Steinmeiers enge Beziehungen mit Unrechtsregimen.


  5

Her mit den Erneuerbaren

In Ruhrgebiet | Am 26 Januar 2009 | Von Paul Havers

Wieder einmal gibt es Streit um die hohen Stromkosten in Deutschland. Dieses Mal geht der Aluminiumhersteller Norsk Hydro auf die Barrikaden. Gibt es keinen Discount beim Stromeinkauf, dann könnte noch im Februar die Hütte in Neuss dicht gemacht werden.

Die Hersteller stecken mit dem Einbruch der Alu-Preise an der Börse in der Klemme, viele schreiben rote Zahlen. So auch die Hydro-Hütte in Neuss, immerhin die größte ihrer Art in Deutschland. Grundproblem sind nicht die Aluminiumpreise an der Börse, sondern die Strompreise in Deutschland. Für die Herstellung des Metalls werden Unmengen davon gebraucht. Die Hütte in Neuss verbraucht so viel wie die Stadt Düsseldorf.

Die letzten Neubauten haben daher in Brasilien oder dem Nahen Osten stattgefunden. Da ist billiger Strom verfügbar, gewonnen aus Wasserkraft oder Gas. Die deutschen Hersteller können da bei den Kosten nicht mithalten. Dass zeigt sich in dieser Krise und an der drohenden Schließung des Neusser Werks. Hydro steht aber nicht alleine da. Auch andere Hütten verbrauchen viel Strom, um Kupfer, Stahl oder andere Metalle zu produzieren.


  1

Landschaftsverbände sollen sparen

In Ruhrgebiet | Am 26 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Im Namen der Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets hat Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz einen Brief an die Landschaftsverbände  geschrieben. Die Städte wollen eine Erhöhung der Umlage für die Zwangsverbände verhindern.

Noch kassiert der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) von seinen Mitgliedkörperschaften eine Umlage von 14,6 %. Mit diesem Geld finanziert er nicht nur Krankenhäuser und Pflegeheime, sondern auch Verlage  und Nahverkehrsunternehmen im Münster- und Sauerland.
Damit soll bald Schluss sein: Der Verband, der natürlich weit weg vom Ruhrgebiet im wohlhabenden Münster residiert, will künftig so viel Kohle wie seine in Düsseldorf ansässigen Kollegen aus dem Landschaftsverband Rheinland (LVR): 15,8 Prozent.


  5

“Starkes Sozialsystem hemmt Integration”

In Ruhrgebiet | Am 26 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Für Dr. Dirk Halm vom Zentrum für Türkeistudien (ZfT) bietet die Einwandererstudie des Berlin-Instituts wenig neue Erkenntnisse. Das ZfT warnt vor einem Ranking der Migrantengruppen.

„Es gibt viele Gründe, warum sich Migranten aus der Türkei mehr Probleme bei der Integration haben als andere Gruppen, aber es ist unfair so zu tun, als ob es an der mangelnden Integrationswilligkeit liegt“, so Dr. Dirk Halm vom Zentrum für Türkeistudien in Essen. Natürlich spielen laut Halm die relativ große Fremdheit der Kultur und auch die Religion eine wichtige Rolle. 93 % aller in Deutschland lebenden Türken oder türkischstämmiger Migranten heiraten innerhalb ihrer Community – Integration über familiäre Beziehungen fällt, im Gegensatz zu anderen Migrantengruppen, so fast vollkommen weg. Türken und Deutsche bleiben…


  0

Wie das so läuft, mit dem Konjunkturgeld im Pott

In Ruhrgebiet | Am 26 Januar 2009 | Von David Schraven

Foto: flickr.com / Phreak 2.0

Das Konjunkturpaket für die Städte im Ruhrgebiet kommt. Doch wie nach der versprochenen Kohle schnappen? Wie in Essen bereiten sich die Gemeinden zwischen Duisburg und Dortmund darauf vor, eine Antragsflut auszulösen. Nur an ein gemeinsames Vorgehen des Reviers scheint keiner zu denken.

Das Büro 13.39 im Essener Rathaus ist schmucklos. Bis auf diesen mächtigen Baum, der mitten im Zimmer wächst. Es ist ein Ficus. Er streckt seine Äste weit von sich, wie die Arme eines erwachsenen Mannes. Die obersten Blätter biegen sich erst an der Decke herab. Hartwig Steinbrink fühlt sich hier wohl. Der Leiter des Umweltamtes kann die Ruhe des Baumes gerade gut gebrauchen, denn Steinbrink leitet in Essen die Operation „Konjunkturpaket II.“

Es steht viel auf dem Spiel.