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3 für 7 – Ausgehtipps am Dienstag

In Ruhrgebiet | Am 19 Mai 2009 | Von Jens Kobler

Bei der Zusammenstellung der Themen dieser Woche fiel dem Autor einmal wieder etwas auf. Nämlich wie von der Pressemitteilung bis hin zum Kuratieren von Ausstellungen selten die tatsächliche Aussage einer Veranstaltung transportiert wird. Das mag manchmal gewisse diplomatische Gründe gegenüber Beteiligten oder Sponsoren haben, macht aber meist den Zugang für Uneingeweihte besonders schwer. Deshalb diesmal in schonungsloser Offenheit die reine Wahrheit über: Klaviere, Geister, Sozialismus.


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Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 19 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

Nazis: Zahl der Straftaten gestiegen…Spiegel

Pro NRW: Gegendemo in Gelsenkirchen…Hometown Glory

Armutsreport: Dortmund ist die ärmste Stadt in NRW…Der Westen

Armutsreport II: Der Überblick…Stern

Armutsreport III: Wie die Deutschen sich arm rechnen…Welt

Opel: Wer wird Retter?…FAZ

Karstadt: Arcandor will nicht mit Kaufhof…Welt

Umwelt: Riesen-Revier-Reservat?…Bild

KIndergartenstreik: Eltern murren leise…Ruhr Nachrichten


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Update: Die schwierige Kulturhauptstadt

In Ruhrgebiet | Am 18 Mai 2009 | Von David Schraven

Heute hat mich ein Bekannter gefragt, warum wir Ruhrbarone nicht mehr und intensiver auf die Kulturhauptstadt einprügeln. Ich habe gestockt und gesagt, nun, eigentlich finde ich die Kulturhauptstadt verdammt wichtig. Ohne die Kulturhauptstadt wären heute wahrscheinlich die meisten Projekte der Internationalen Bauausstellung IBA platt wie tausend andere Brachen. Und eigentlich fand ich die IBA nicht schlecht.

Gut, sagte mein Gesprächpartner, die IBA wurde von vielleicht einem duzend Leute gemacht. Bei der Kulturhauptstadt sind bald sechs Duzend beschäftigt.

Ich musste kurz stutzen und zugeben, dass es eigentlich immer schwieriger wird, das Prestigeprojekt von Heinz-Dieter Klink, Oliver Scheytt, Fritz Pleitgen und Wulf Bernotat zu verteidigen. Es hagelt schlechte Nachrichten.

Zunächst die Nummer mit der Vernetzung. Sie ist nicht da. Der einzige offizielle Partner – eine Rechtsanwaltkanzlei. Die Hauptsponsoren – nicht mal alle mit Logo vertreten. Die Metro/Haniel ist immer noch nicht dabei. Sei es weil die Ruhr 2010 es nicht gebacken bekommt, das Logo einzubauen, sei es, weil die Metro/Haniel kein Logo geschickt hat.Sei es, weil die Metro/Haniel keinen Vertrag unterschrieben hat.

Und dann die internen Dinge. Kann sich noch wer an die Logo-Posse erinnern? Dass alle Blogger nur das Ruhr2010-Logo nach einer vorhergehenden Gewissenprüfung verwenden sollten?

— Update: —

Ein Freund hat mir gerade das Co-Branding-Paper der Kulturhauptstadt geschickt. 60 Seiten. Hier kann man es runterladen. Klack. Auf Seite 13 steht das "Wording" der Ruhr 2010. Man darf nicht sagen. "Die Ruhr 2010 hat zum Ziel…." 


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?Ich hoffe, dass es bei der Grundaussage dreier Verwaltungseinheiten bleibt?

In Ruhrgebiet | Am 18 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Während die CDU im Ruhrgebiet droht, von der Forderung eines eigenen Ruhrbezirks abzurücken, hat das Ruhrgebiet neue Verbündete bekommen: Die Kammern im Rheinland. Sie setzen auf Kooperation und Bürokratieabbau. Wir sprachen mit Dr. Udo Siepmann, dem Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.

Ruhrbarone: Seit wann verfolgen die IHKs Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein ihre Rheinland-Initiative?

Dr. Udo Siepmann: Eine engere Zusammenarbeit im Rheinland haben unsere Vollversammlungen schon im Jahre 2003 explizit gefordert. Im vergangenen Jahr haben unsere fünf Kammern (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln und Krefeld) die IHK-Initiative Rheinland ins Leben gerufen. Dahinter steht unsere Überzeugung, dass nunmehr Politik und Verwaltung, aber auch die breite Öffentlichkeit erkennen müssen, dass das Rheinland in Deutschland der einzige Ballungsraum ist, der noch nicht in den Strukturen einer Metropolregion arbeitet.


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“Ruhrbezirk in dieser Legislaturperiode…”

In Ruhrgebiet | Am 18 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Eigentlich war die Landesregierung angetreten, den Verwaltungswirrwarr in NRW aufzulösen: Aus fünf aufgeblasenen Regierungsbezirken sollten drei abgespeckte Regionalbezirke entstehen. Nun verlässt der Mut sogar die CDU-Ruhr. Wie gut, dass es da die Kammern im Rheinland gibt.

Eingeknickt? Oliver Wittke

Irgendwann einmal war Oliver Wittke ein eifriger Kämpfer für einen eigenen Ruhrbezirk. Ob als Oberbürgermeister von Gelsenkirchen oder als Verkehrsminister im Kabinett von Jürgen Rüttgers, Wittke stieg immer in den Ring, wenn es darum ging, die Idee eines eigenen Bezirks für das Ruhrgebiet voranzutreiben. Noch im Sommer 2005 erklärte Wittke in einem Interview: „Wie werden noch in dieser Legislaturperiode die fünf Regierungsbezirke und die beiden Landschaftsverbände zu drei Regionalbezirken zusammenschließen – einen für Westfalen, einen für das Rheinland und einen für das Ruhrgebiet. Im letzteren


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Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 18 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

Opel: Fiat sucht die Entscheidung…Handelsblatt

Streik: Erzieherinnen machen weiter…RP Online

Kaufhäuser: Schluckt Kaufhof Karstadt?…Ruhr Nachrichten

Industrie: Neuew Stahlwerk in Schwerte…Ruhr Nachrichten

Ruhr-Marathon: Warten im Regen…Der Westen


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Glücksritter in der Casa Box

In Ruhrgebiet | Am 17 Mai 2009 | Von Meriem Benslim

 

 

Was ist Glück? Schon Aristoteles versuchte sich an dieser Frage. Ist Glück ein Zustand, ein Prozess oder schlichtweg unerreichbar? In einer Welt aus Finanzkrisen, perfektem Sex und absoluten Karrieren scheinen immer nur die Anderen zu wissen, was uns glücklich macht. Das Stück „Glücksritter“ gibt uns diese Frage zurück – holt sie zurück in das kollektive Bewusstsein. Es zeigt junge und alte Menschen die sich erfrischend authentisch und herrlich unkonventionell auf die Suche nach Antworten machen. Dabei gewährt uns Regisseurin Mirjam Strunk Einblicke in die ganz privaten Gedanken der Darsteller und provoziert zugleich mit grotesken, bis hin zu befremdlichen Ideen unserer Gesellschaft. Was bedeutet Glück für einen Millionär, eine Prostituierte oder einen Sterbenden? Die Glücksritter beweisen Mut zur Kritik, die sich nicht nur auf…


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Zappa lebt – in Bochum

In Ruhrgebiet | Am 17 Mai 2009 | Von Doc Rock

 

Papa wäre hocherfreut gewesen: Sohnemann Dweezil Zappa (Foto) setzt nun schon seit geraumer Zeit die schrägen Töne seines Daddys auf der Bühne um und rockte in Bochum die bestuhlte Jahrhunderthalle. Trotz des fortgeschrittenen Alters der meisten Zappa-Jünger hielt es diese bei der fast dreistündigen Show oftmals nicht auf den Sitzen, denn Zappas Klangkaskaden mit All-Time-Favourites wie "Zombie Woof" sind immer noch schlichtweg umwerfend.

HIER geht es zu weiteren Fotos des Konzerts.

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Rettet den Blätterwald (5) – Heute: TV klar

In Ruhrgebiet | Am 17 Mai 2009 | Von Jens Kobler

Das (Lokal- bzw. National-)Fernsehen! Und dann noch ein Magazin zum Thema! Erinnerungen werden wach: Knackige Uhrzeiten und Sendungstitel. Manche bekamen gar einen kleinen Text, wenige andere gar ein Foto. „Programmzeitschriften“ nennen dieses Genre auch heute noch manche Menschen – und einige kaufen sie auch noch! Diese lose Artikel-Serie hingegen behandelt Printobjekte, zu denen der Autor fast jedes Mal nahezu feierlich schwört, sie ob totaler Nutzlosigkeit nach Veröffentlichung des Artikels nie wieder zu kaufen. Diesmal also Thema im deutschen Blätterwald: Besonders kleinkarierte Depressiva.

Die aktuelle Ausgabe (sorry, das Foto ist zum Selbst-Interpretieren): Auf dem Cover das Profil einer nahezu Mitleid heischenden Frau namens Suzan Anbeh, die irgendetwas mit einer Sendung namens „Kriminalist“ zu tun hat. Eine „Sommerpause“ wird hierzu angekündigt. Ein erstaunlicher Aufmacher. Darunter der Identitätstifter-Werbeslogan „Alles drin, alles dran, alles klar!“ mit der Detail reichen Erläuterung „Rezepte, Medizin-Tipps, Schicksale, Horoskop, Rätsel, Verbraucher-Tipps, Ihr aktuelles TV-Programm“ nebenan. Was genau soll die Fernsehnation sonst noch interessieren? Aha: „Giftalarm in Parks & Gärten“, „Musikantenstadl“, „Schutzimpfungen“, „Toskana“. Bestimmt irgendwie nahe liegend.

Ins Heft:


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Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 17 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

AGR: Viel Geld für Müll…Der Westen

Schnaps: Kinder-Angst-Atlas…Ruhr Nachrichten

Ruhr Marathon: Alle Infos…Der Westen

Protest: Aktionstag in Berlin…Spiegel

Linkspartei: Wessis zerstöre Partein von innen…Welt


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Schämt Euch – Christen!

In Ruhrgebiet | Am 16 Mai 2009 | Von David Schraven

Foto: flickr.com / conanil

Toleranz ist der Kern einer freien Gesellschaft. Nicht Beliebigkeit. Toleranz. In Frankfurt wird in wenigenTagen der hessische Kulturpreis verliehen. Ein Preis sollte an Navid Kermani aus Köln gehen. Doch die hessische Staatskanzlei unter Roland Koch (CDU) hat nun den Preis aberkannt. Es gab einen Eklat.

Man könnte jetzt einmal über die Taktlosigkeit sprechen, jemanden einen Preis zu verleihen und dann wieder abzuerkennen. CDU-Bundestagspräsident Norbert Lammert hält das für eine Posse.

Man könnte über die Methode sprechen, wie das geschah. Kermani wurde nicht von Kochs Behörde informiert, dass ihm der Preis aberkannt worden ist. Er erfuhr es von einem Reporter, der ihn um eine Stellungnahme zu dem peinlichen Fall bat.

Man könnte auch drüber sprechen, wie die Koch Behörde später log, als sie sagte, Kermani sei sehr wohl informiert worden und der Autor erzähle Quatsch. Das Vorgehen der Kochianer erinnert an die butalstmögliche Aufklärung. Aber egal.

Ich will über den Hintergrund reden: Kermani wurde der Preis aberkannt, weil sich zwei seiner drei Mitpreisträger beschwerten, sie wollten nicht zusammen mit dem Muslim ausgezeichnet werden. Der katholischen Kardinal Karl Lehmann und der ehemalige evangelische EKHN-Kirchenpräsident Peter Steinacker sagten, sie würden die Annahme des Preises ablehnen, weil Kermani sich in einem Artikel über die Götzenabetung des Kreuzes ausgelassen hätte.

Der Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden, Salomon Korn, ist der dritte Preisträger. Er hat nichts gegen Kermani. Und störte sich nicht weiter an dem Bildersturm.

Das Verhalten der beiden Christen ist in meinen Augen nicht nachvollziehbar. Zunächst geht es um Toleranz.

Deswegen wurden Vertreter von allen drei Religionen ausgezeichnet.

Zur Toleranz gehört es, Verständnis von der eigenen Religion zu haben, die anderen Religionen in ihren Eigenarten zu akzeptieren und die Unterschiede zu begreifen.

Der Streit um die Bilderverehrung ist uralt. So alt wie das Christentum, das Judentum und der Islam.

In allen Religionen ist oder war die Verehrung von Götzen,


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Ruhrpilot

In Ruhrgebiet | Am 16 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet

Foto: LWL

Ausstellung: Mythos Varusschlacht…Stern

Opel I: Regierung stellt Ultimatum…Welt

Opel II: Regierung verheddert sich…Spiegel

Bochum: Haushalt geplatzt…Ruhr Nachrichten

Ruhr2010: Finanzierungsprobleme…Der Westen

NRW: Land finanziert Schulessen weiter…Der Westen

Haushalt II: Oberhausen darf nicht ausbilden…Der Westen

Geburtstag: 80 Jahre Gasometer…Focus

Kleintiere: Kaninchenschänder gefasst…Welt

Sport: Ruhr-Marathon…Ruhr Nachrichten

 


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RWE hat den Käse – Essent kann gekauft werden

In Ruhrgebiet | Am 15 Mai 2009 | Von David Schraven

 

RWE-Chef Jürgen Großmann und sein Strategievorstand Leo Birnbaum haben es geschafft. Heute Abend hat das Parlament von Nordbrabant dem Verkauf des niederländischen Versorgers Essent an den Essener Energieriesen zugestimmt. Damit kann RWE nun über 86 Prozent der Essent Anteile verfügen und den Holländer komplett intergrieren – inklusive Gewinnabführungsvertrag und Satzungsmacht.

Heute abend stimmten 33 Abgeordnete nach einer teils kontroversen Debatte dafür, dass die Provinz ihre Anteile an dem Versorger an die Essener abgibt. 21 stimmten dagegen. RWE hatte für die Übernahme des niederländischen Konzerns insgesamt 9,3 Mrd Euro geboten. Die Provinz Nordbrabant hielt 30,8 Prozent an Essent und war damit größter Anteilseigner. Vor drei Wochen haben die Abgeordneten noch noch mit 28 zu 26 Stimmen gegen den Deal gestimmt.

Nach Ansicht der Regierung von Nordbrabant war das Angebot von RWE aber einfach zu attraktiv, um abgelehnt zu werden. Außerdem sei es unsinnig gewesen, Anteile zu halten, wenn die anderen Kommunen schon die Mehrheit an Essent aufgegeben hätten. Schon am Mittwoch hatte RWE 56 Prozent am Versorger unter Kontrolle gebracht, nachdem andere Provinzen dem Geschäft zugestimmt hatten. Nach Ansicht der Befürworter eines Verkaufs haben die holländischen Kommunen in einem freien Energiemarkt keine Chance im europäischen Wettbewerb zu bestehen.


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Update: Gelsenkirchen klagt gegen Einkaufszentrum

In Ruhrgebiet | Am 15 Mai 2009 | Von Stefan Laurin

Im nördlichen Ruhrgebiet gibt es Streit um eine geplantes Einkaufszentrum.

Frank Baranowski

Aus der Ankündigung wird Ernst: Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat auf seiner gestrigen Sitzung  beschlossen, gegen den Bau des Einkaufszentrums Arcaden in Recklinghausen zu klagen. Gelsenkirchens OB Frank Baranowski hatte in den vergangenen Monaten immer wieder gedroht, gegen die Pläne des Essener Projektentwicklers mfi vorzugehen. Unabhängig vom Ergebnis könnte diese Entscheidung eine Zeitverzögerung für das auch in Recklinghausen umstrittene Projekt bedeuten sowie Investoren verunsichern – auch wenn der Hauptinvestor, Henderson Global Investors, die Chancen Gelsenkirchens sich durchzusetzen eher gering einschätzt.


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Deutschland, ein Damenrad

In Ruhrgebiet | Am 15 Mai 2009 | Von Christoph Schurian

 

Wir erleben feierliche Tage. Gestern im Bundestag, die Debatte zum 60. Geburtstag vom Grundgesetz. Vor einer Woche die Festveranstaltung der CDU zum selben Thema plus "20 Jahre Mauerfall" klick. Heute dann die passend patriotische Wurfpostsendung eines Fahrradhändlers. Welche  Wahrheit in Motiv und Form:  Deutschland, ein weißes Alu-Damenrad namens Pegasus, mit Gelsattel auf Continental Contact Reifen. Schaltung mit Rücktrittbremse. Testurteil: Kauftipp, sehr gut!