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Jugend Kultur Zentren 2010 – Teil 1: Das FZW in Dortmund (1)

In Ruhrgebiet | Am 21 Januar 2009 | Von Jens Kobler

Jugend- und Kulturzentren im Ruhrgebiet im Umbruch. Werden nun aus alternativen Initiativen harte Standortfaktoren? Wie finden die Macher einen Weg zwischen Förderungswürdigkeit und modernem Anspruch, wie den zwischen Kommerz und dem einer Anlaufstelle für Subkulturen? Im ersten Teil geht es um das FZW, das 2009 vom Westen der Stadt in die City Dortmunds ziehen wird. Im Gespräch: Rüdiger Jordan.

Das FZW:

Eröffnet 1968 als Jugendfreizeitstätte mit Minigolfanlage, Kegelbahn, Milchbar und Kino. Über Punk und die Folgen bald immer mehr Anlaufstelle für lokale Bands und tourende Bands aus aller Welt, vornehmlich mit Gitarren in der Hand. Zum städtischen Träger und der AWO gesellt sich 1988 der „Verein für unabhängige Kultur“, eine Gruppierung aus vielen Musikern, Sozialarbeitern und –pädagogen, Journalisten, Künstlern, Raumplanern und Architekten. Neben den etablierten Musikreihen (Konzerte, Partys) stehen einige Workshops und außerhalb platzierte Aktionen und Veranstaltungen vom Westendsommer bis zu den Juicy Beats, viele Events, einige eher rein sozial ausgerichtete Projekte. 2008 ist dann – nach einer Phase zwischen Professionalisierung und merklichem Altern der Belegschaft – das letzte volle Jahr in der Nähe des Westbahnhofs, denn es steht für den Sommer des Jahres ein Umzug in das „U“ mitten in der Innenstadt an.

Ruhrbarone?:
Was kommt eigentlich an die Stelle des alten FZW?

Rüdiger Jordan:

Das alte FZW wird nach der Schließung abgerissen und weicht einer Wohnbebauung. Für unsere Stammbesucher aus dem Viertel sind wir


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Von Oben: Obama

In Ruhrgebiet | Am 21 Januar 2009 | Von David Schraven

Eine sehr nette Nummer gibt es bei Geoeye. Die Jungs haben die komplette Obama-Party aus einem Satelitten abgeknipst. Sieht beeindruckend aus. Auch wenn mir in den letzten Reihen Lücken auffallen. Wer hat da geschwänzt?


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Ruhrgebiet Aktuell am Mittwoch

In Ruhrgebiet | Am 21 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet und mehr…

Ausschnitt: Der Westen

Offener Kanal: Land zieht den Stecker…Der Westen

Nette Werbung: Mal ein vernünftiger Kleiderschrank…Denkfabriklog

Ruhr2010: Es hakt beim U-Turm….Der Westen

Literatur: Ruhrgebiet ist mythisch…Junge Welt

Last: Bochum soll entschuldet werden…Ruhr Nachrichten

Neujahr: Baranowski-Ansprache online…Gelsenkirchen Blog

Schulkampf: Bezirksregierung gegen Gesamtschule im Sauerland…zoom

Räte: Zwerge dürfen bleiben…Der Westen

Umbau: Neues aus den Norden Gelsenkirchens…Hometown Glory

Wut: Schimpfen auf die Citibank…RP-Online


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Bürger wählen Ruhrstadt

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Alles nur nicht "Metropole Ruhr".

Buchtitel aus dem Jahr 2000. Foto: Ruhrbarone

Die Bürger der im November gegründeten Stadt Ruhr wurden um die Jahreswende das erste Mal an  die Urnen gerufen: Die Frage über die die mittlerweile 891 Bürger des Reviers zu entscheiden hatten ,ging es um den  künftigen Namen des Ruhrgebiets. Zwei Vorschläge standen zur Auswahl: Stadt Ruhr oder Ruhrstadt. Das Votum war schließlich eindeutig: Von 353 abgegebenen Stimmen (Wahlbeteiligung immerhin 40 Prozent)  entfielen 65 Prozent auf Ruhrstadt und 29 Prozent auf Stadt Ruhr. Die verblieben fünf Prozent der "Bürger" reichten Vorschläge wie Metropole Ruhr oder Glückaufstadt ein, die aber am Gesamtergebnis nichts mehr änderten.
Der Begriff Ruhrstadt hat eine lange Geschichte: Er tauchte seit den 20er Jahren immer wieder auf und ist seitdem ein Symbol für den Einheitswillen der Region. Allerdings auch ein rotes Tuch für alle fast alle Kommunalpolitiker und Verbandsfunktionäre. Zu neuer Popularität kam der Begriff um die Jahrhundertwende als sich sowohl der damalige WAZ-Chefredakteur Uwe Knüpfer als auch die


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Zurück zur Urbanität

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Von der miesen Presse nach der Loveparade-Absage sichtlich überrascht traten heute Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz gemeinsam mit Martin Jansen, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz bei der Polizei Bochum und Ordnungsdezernentin Diane Jägers (CDU) die Flucht nach vorn an.

Jansen, Scholz, Jägers. Foto: Ruhrbarone

Auf einer Pressekonferenz legten die drei dar, warum eine Durchführung der Loveparade in Bochum unmöglich war – und warum es nicht an der Stadt alleine lag, dass die prollige Party in diesem Jahr ausfiel: „Wir haben dem Loveparade-Veranstalter Lopavent verschiedene Strecken angeboten, unter anderem die A40, die abgelehnt wurden: Lopavent bestand auf einer Loveparade in der Innenstadt und hatte sich frühzeitig auf das Motto „Zurück zu Urbanität“ festgelegt.“ In der Innenstadt sei eine solche Veranstaltung wie in Dortmunder mit – da wurden wohl aus Versehen die korrekten Zahlen genannt – 800.000 Besuchern nicht möglich. Auch wenn es keine Abschlusskundgebung gegeben hätte, denn für Bochum hatte Lopavent geplant, die Floats zusammen zu schließen und die gesamte Strecke zur Party-End-Zone zu machen.


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X ist Präsident

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von David Schraven

Barack Obama ist jetzt Präsident. Mit dem Eid auf die Lincoln-Bibel endet sein Wahlkampf. Nun muss er handeln.

Bislang gab er die Projektionsfläche. Die Menschen wollten das. Sie legten Ihre Hoffnungen auf ihn. Und Obama hat sie motiviert.

Ich habe gesehen, wie In Washington Leute an den Straßenrändern den Müll der vergangenen Jahre aufgesammelt haben. Auch Sektflaschen. Sie sagten: Mit Barack kommt eine neue Zeit.

Doch wer ist Obama wirklich. Wer ist dieser Mister X?

Ich bin gespannt.

Ich will es wissen. Mir ist klar, dass nach der Zeit der Freude und der Begeisterung nun die Zeit der Enttäuschung anbricht. Obama wird Menschen verletzten. Jeden Tag mehr. Er wird weder den Weltfrieden bringen, noch den Planten retten. 

Ich denke, wir müssen genügsam sein. Hinter dem X wird nur ein normaler Politiker…


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Tape-friendly Musicians – Gratis Live Konzerte

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Elmar Kok

Bin heute beim Surfen über das Internet Live Music Archive gestolpert und dort sind mir Augen und Ohren übergegangen. Denn dort gibt es Bestrebungen, alle Konzerte von "Tape-friendly Musicians" zu archivieren und in diversen Audioformaten dem Internetsurfer als Download oder als Stream zu präsentieren. Zur Erklärung: "Tape-friendly" sind jene Musiker, die das Mitschneiden auf Konzerten erlauben, sodass die Taper Zugang zum Audio-Equipment der Band haben, damit hochwertige Live-Mitschnitte entstehen.

Hier nun ein kleiner Vorgeschmack von "Death Cab for Cutie":

 

Der Player, den es auf den Seiten des Archivs gibt sieht schöner aus, als diese "Embedded-Version", außerdem gibt es dort eine Tracklist dazu. Das herausragende an der ganzen Nummer ist zudem, dass


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Erbärmlich…

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Man sieht ja viel Elend auf YouTube, aber als ich dieses Video sah, dachte ich mir nur: Erbärmlich. Wie mies muß man sien um einen armen, alten Mann so vorzuführen. Es trägt übrigens die Überschrift

"Huge-T" verarscht Pfandjäger aufm Kool Savas Konzert *lol*"


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Ruhrgebiet für lau jetzt auch gedruckt

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Ruhrgebiet für lau ist seit langem eines der beliebtesten Blogs  im Revier. Nun haben die Macherinnen eine Printausgabe gestartet.

Auf 24 Seiten stellt das anzeigenfinanzierte Heft über 100 kostenlose Veranstaltungen vor. Der Kalender deckt den Zeitraum von Januar bis März ab. Etliche der dort vorgestellten Veranstaltung sind bislang nicht in der Online-Ausgabe erschienen. Das Heft erscheint in einer Auflage von 5.000 in  Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund und wird in erster Linie an den Unis verteilt. Wenn das Projekt gut läuft, sollen bald weitere Verteilstellen auch in anderen Städten dazu kommen.  Mehr dazu bei Ruhrgebiet für lau      …


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“Blogger shoppen”: Gebt ihnen mehr!

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

In ein paar Kommentaren habe ich ja klar gemacht, dass ich das Blogger-Sponsoring der Grünen entspannter sehe als David. Ganz besonders gilt das für den bevorstehenden Europa-Parteitag in Dortmund.

Ein günstiges Hotel, eine Zugkarte und ein paar Teller Erbsensuppe mit Tofu-Beilage – mehr bekommt auch die zweite Blogger-Gruppe nicht, die vom Partei der Grünen am kommenden Wochenende berichten wird. Im Ernst: Dafür kann man niemanden kaufen – davon ab war ich mir bei den Bloggern aus der ersten Rutsche die ich kannte, Jens und Lukas, auch ziemlich sicher, dass man sie nicht hätte kaufen können, wenn man die Tofu-Beilage gegen ein ordentliches Stück Mettwurst getauscht hätte.


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3 für 7 – 3 Kulturtipps für die nächsten 7 Tage

In Umland | Am 20 Januar 2009 | Von Jens Kobler

In einem Interview erzählte mir im letzten Jahr der Tänzer und Choreograph Felix Bürkle, dass in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich nach wie vor eher Schubladen denn das freie Spiel der Künste gelehrt werden. Und dem wird ja auch durchaus in den Feuilletons und Programmheften Rechnung getragen: Ein Konzert ist ein Konzert, aber eine Ausstellung ist eine Ausstellung, und ein Theaterstück ist keine Performance. Und das stimmt so natürlich nicht. Beispielhaft in dieser Woche also drei Veranstaltungshinweise, bei denen es schon auf die Augen der Betrachter ankommt.

Im Essener Katakomben Theater im Rüttenscheider Girardet Center findet am kommenden Wochenende das alljährliche Festival der Jazz Offensive Essen statt. Kurz zuvor aber auch ein Stück namens "Johnnys Jihad – American Taliban", aufgeführt vom Düsseldorfer Theater der Klänge. Ein erstaunlich aktuelles und "hartes" politisches Thema also, so dass man sich schon beinahe wünscht, die Düsseldorfer seien doch gleich den ganzen Weg gegangen und hätten "Jan Jihad – Ein Taliban aus Hagen" oder ähnliches gemacht. So bleibt natürlich ein wenig Distanz gewahrt, und Amerika muss wieder mal herhalten wenn es um den Abfall eines jungen Menschen vom Pfad der Aufklärung und Emanzipation geht. Dennoch, ein guter Akzent im gegenwärtigen oft arg mutlosen, befindlichkeitsfixierten und/oder bemüht klassenkämpferischen Theaterwesen.

Ebenfalls eher unüblich ist es wenn eine Ausstellung sich mit "Flyern aus der Club- und Barkultur Essens" beschäftigt. Denn Designwahn hin oder her, im Grunde meinen Flyer ja "Lies mich – geh hin – wirf mich weg". Aber den Veranstaltern von den Netzwerken modem und


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Jugend Kultur Zentren 2010 – Teil 1: Das FZW in Dortmund (2)

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Jens Kobler

fzw_riß

?:
Wenn solche Institutionen wie das FZW, die bis dahin so einen Inselcharakter hatten, jetzt also in die erste Liga aufsteigen, in das Visier der Gornys und Standortpolitiker geraten und Vorzeigeprojekte sein müssen: Wie bewahrt man dann die alten Tugenden?

Rüdiger Jordan:
Zur Gesellschaftsform kann ich noch nichts Definitives sagen. Dass die ökonomische Nische verloren geht und alles etwas anonym wird, das habe ich zuerst auch befürchtet. Aber der kleine Club ist mit einer 300er-Kapazität auch nicht größer als der jetzige, und selbst die große Halle hat erstaunlich viel Charakter. Wirtschaftlich gesehen muss da…


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Ruhrgebiet Aktuell am Dienstag

In Ruhrgebiet | Am 20 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Nachrichten aus dem Ruhrgebiet und mehr…

Tschüss: VRSTCK schließt…Pop Ruhr

Bloggertreff: Plogbar heute im Konkret…Pottblog

Terror: "Der Deutsche" hat Kontakte ins Ruhrgebiet…Der Tagesspiegel

Hoffnungsvoll: SPD glaubt eigener Umfrage…Der Westen


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X – 1: Die Last-Minute Obama-Party in Deinem Hinterhof

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2009 | Von David Schraven

Vorfreude. Morgen ist es soweit. Obama schwört den Eid. Auf den Stufen des Kapitols wird er sagen:

I do solemnly swear that I will faithfully execute the office of the President of the United States, and will to the best of my ability, preserve, protect, and defend the Constitution of the United States.

Und schwups ist er Präsident. Wir sollen mitfeiern, rät uns Obama in einer seiner Youtube-Ansprachen. Dazu sollen wir alle Nachbarschafts-Inaugurations-Parties organisieren. Wie immer erklärt uns das Obama-Team mit Detailverliebtheit wie das geht – eine Party planen:

Obama sagt:

Your party can be as simple as a group of neighbors gathering in a living room or local restaurant to watch the live broadcast and interact through text messaging.

Just tune into ABC at 8:00 ET/PT to watch the main event and hear musical performances by Beyonce, Mary J. Blige, Mariah Carey, Faith Hill, Jay-Z, Alicia Keys, Shakira, Stevie Wonder and Nick Cannon (as DJ).

Ich persönlich finde den Hinweis auf den Gig von Shakira und Alicia Keys toll. Mariah Carey ist ja eher abschreckend. :-)

Ja und die Idee in einer Kneipe über Twitter miteinander zu "interagieren" ist mir neu. Ich dachte da quatscht man. Aber das ist wohl jetzt unmodern.


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“Mini ? Der Anfang vom Ende der britischen Autoindustrie”

In Ruhrgebiet | Am 19 Januar 2009 | Von Stefan Laurin

Mit der Kultur der sechziger zwischen Mode und Mobilität beschäftigt sich am kommenden Wochenende eine Konferenz im Bahnhof Langendreer.

Veranstalter sind das Institut der Anglistik der TU Dortmund sowie das Englische Seminar der RUB. Zu hören gibt es Vorträge zum Beispiel von Jürgen Kramer über den Mini Cooper als Ausgangspunkt des Untergangs der britischen Autoindustrie   oder von Viola Hofmann zum Thema "Der Minirock – Ausdruck moderner Technologien am Körper".
Angesichts der trüben Wetterlage wird die Minirockdichte sicher eher niedrig sein. Ausser in dem Trash-Film  "Dracula jagt Mini-Mädchen". Das ganze Programm gibt es hier!