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E.ON-Kraftwerk ‚Datteln 4‘: „Die Beteiligungsverfahren sind nicht nur für die ‘Profis’“

Franziska Krasnici

Franziska Krasnici

Weitestgehend still war es zuletzt um das juristisch umstrittene E.ON-Steinkohlekraftwerk ‚Datteln 4‘ geworden, welches nach einem gerichtlichen Baustopp nun aktuell einen neuen Anlauf zur Inbetriebnahme nimmt. Auf Antrag von E.ON führt die Bezirksregierung Münster jetzt das Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und nach dem Wasserhaushaltsgesetz durch.
Die dazugehörigen Antragsunterlagen, die zusammen je Ausfertigung stolze 91 Aktenordner füllen, liegen vom 14. April bis zum 13. Mai 2015 bei der Bezirksregierung in Münster und in neunzehn Städten der Region (darunter u.a. Datteln, Waltrop und Marl) öffentlich aus.
Ganz schön viel bedrucktes Papier, welches da auf Kraftwerksinteressierte und -kritiker wartet.
Für die Ruhrbarone habe ich das Ganze zum Anlass genommen mich mit E.ON-Projektkommunikatorin Franziska Krasnici noch einmal kurz über die aktuelle Situation und den Stand der Dinge auszutauschen.
Ruhrbarone: Frau Krasnici, man hat ja schon länger nichts Aktuelles mehr vom Fortgang der Dinge in Sachen ‚Datteln 4‘ in der Öffentlichkeit gehört. Nun beginnt also bald die erneute Auslegung der Unterlagen. Wie stellt sich denn kurz zusammengefasst der aktuelle Sachstand bei E.ON in Sachen ‚Datteln 4‘ dar? Weiterlesen

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Naziaufmarsch in Essen: “Vieles ist machbar”

Vom Baumarkt auf die Straße: Die Standarte der Nazipartei "Die Rechte"

Vom Baumarkt auf die Straße: Die Standarte der Nazipartei “Die Rechte”


Am 1. Mai will die Nazi-Partei Die Rechte in Essen aufmarschieren. Das Bündnis Essen stellt sich quer (ESSQ) organisiert den Protest. Wir sprachen mit Max Adelmann von ESSQ.

Ruhrbarone: Wart ihr überrascht dass die Rechte bei euch aufmarschieren will?

Max Adelmann: Ja, durchaus. Denn Die Rechte hat in Essen keine nennenswerte Basis. Bei der Bundestagswahl bekam sie nur rund 70 Stimmen in ganz Essen.

Ruhrbarone: Mit wie vielen Nazis rechnet ihr am 1. Mai?

Adelmann: Das ist schwer einzuschätzen. Laut Polizei/Presse wurden 200 Nazis angemeldet. Bei den 1. Mai-Demonstrationen in Dortmund in den vergangenen Jahren waren die Teilnehmerzahlen höher. Es ist aktuell auch zu erkennen, dass sich Leute aus dem Bereich “Hogesa” bei der Rechten zur Teilnahme melden. Weiterlesen

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Kommt zur Vernisage der WEISSEN WOELFE

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Wir möchten Euch einladen zur Vernissage am 15. April zum Comic „WEISSE WÖLFE“ in das Schauspielhaus Dortmund (Foyer). Die Ruhrbarone sind Sponsoren der Vernisage.

Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Die Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Und heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. Das gemeinnützige Recherchebüro CORRECT!V ist ihren Spuren gefolgt.

Im Jahr 2000 erschoss ein 31-jähriger Neonazi bei einer Verkehrskontrolle drei Polizisten in Dortmund. Nicht weit entfernt wurde der Mörder kurze Zeit später tot aufgefunden. In der rechtsradikalen Szene Dortmunds tauchten anschließend Flugblätter auf. Darauf stand: „3:1 für Deutschland.“

Ende März 2006 gab es einen Brandanschlag auf ein türkisches Bildungszentrum. Der Anschlag wurde nie aufgeklärt. Das Zentrum stand auf der Anschlagsliste des NSU, die Jahre später in Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

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NRW: 
Städte sollen nicht mehr zocken…RP Online
NRW: Prozess vertagt, Abou-Nagies Anhänger johlen…Welt
NRW: Bund und Länder reden über Finanzausgleich…Tagesspiegel
Debatte: Was die SPD tun muss, um Kanzlerpartei zu werden…Welt
Debatte: Ban nennt Flüchtlingslager Jarmuk „die tiefste Hölle“…FAZ
Debatte: PKK bittet Deutschland um Entschuldigung…Spiegel
Ruhrgebiet: 4,2 Millionen Euro – Was die Funke-Manager verdienen…Kress
Ruhrgebiet: Via-Krise – Treffen der Oberbürgermeister verschoben…Der Westen
Ruhrgebiet: Judenhäuser – Die Gettos von nebenan…Der Westen
Ruhrgebiet: Wut-Brief für ein Trauerspiel namens Via…Der Westen
Bochum: Streitgespräch zwischen OB-Kandidat  Wendland und  Pottblogger…Pottblog
Dortmund: Landesminister Schneider wird Schirmherr des Fördervereins der Mitternachtsmission…Nordstadtblogger
Duisburg: Sechs Verletzte nach Unfall bei Hüttenwerken…Der Westen
Duisburg: Revierpark Mattlerbusch braucht dringend eine Geldspritze…Der Westen
Essen: Expertin bezweifelt massiven Schlafentzug bei Middelhoff…Berliner Zeitung
Essen: OB Paß startet neue Dialog-Reihe in den Stadtteilen…Der Westen
Herne: Die verkannteste Stadt in Deutschland…Welt
Kino: The F-Word – Von wegen nur gute Freunde…Pottblog 

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Prof. Ernst: Charles ist das beste Argument, die Monarchie abzuschaffen

20150126_Nazis_UmschlBücher – Edzard Ernst (67) ist einer der bekanntesten europäischen Vertreter im Kampf der Wissenschaftlichkeit gegen Pseudowissenschaft und Paramedizin.

Bis heute legendär ist seine Auseinandersetzung mit Prinz Charles, den der mittlerweile emeritierte Professor für Alternativmedizin einen “Schlangenölverkäufer” nannte.

Nun erscheint seine Autobiografie  “Nazis, Nadeln und Intrigen. Erinnerungen eines Skeptikers” – ein schöner Anlass für ein kurzes Interview. Weiterlesen

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Heute vor 70 Jahren wurde Georg Elser ermordet


Am heutigen 09.April, vor inzwischen exakt 70 Jahren, wurde Johann Georg Elser, der am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller ein Bombenattentat auf Adolf Hitler verübte, welches aber scheiterte, da dieser den Saal ungewöhnlich früh bereits wieder verlassen hatte, im KZ Dachau von SS-Leuten erschossen.
Passend zu diesem tragischen Jahrestag startet in den Kinos heute ein Film über sein Leben, welcher sich sicher anzuschauen und zu diskutieren lohnen dürfte.

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Der Ruhrpilot

Garrelt Duin Foto: SPD Niedersachsen Lizenz: CC

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NRW: Der Breitband-Ausbau in Nordrhein-Westfalen stockt…RP Online
NRW: Schüler bekommt Abi-Aufgaben wohl nicht vorab…RP Online
Debatte: Die Botschaft von Gauweiler und Pegida…Welt
Debatte: Entweder Gabriel oder Gabriel…FAZ
Debatte: „Keiner will eine Schnüffelpolizei“…Cicero
Debatte: Unfrieden in der Friedensbewegung…Jungle World
Debatte: Die da oben schreiben doch eh, was sie wollen!…Spiegel
Ruhrgebiet: Wirtschaft fordert Kooperation der Städte…Der Westen
Ruhrgebiet: Freies Internet für alle…Der Westen
Bochum: Die dunkle, unbekannte Seite des Campus…Bo Alternativ
Dortmund: Wegweiser als Beratungsstelle…Radio91.2
Duisburg: Autobahnbaustellen schaden Handel…RP Online
Duisburg: Sofa auf Brücke – Künstler müssen Feuerwehreinsatz nicht bezahlen…Der Westen
Essen: Uni Essen weist Hygiene-Vorwürfe gegen Kinderklinik zurück…Der Westen
Essen: Licht in Middelhoffs Zelle war immer eine Sekunde an…Welt
Essen: Amnesty International sorgt sich um Middelhoff…Bild

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Globuli: Kein Zucker auf Rezept!

In Antigua und Barbuda wird sogar vor Homöopathen gewarnt! (Foto: David Stanley / Flickr / CC-BY 2.0)

In Antigua und Barbuda wird sogar vor Homöopathen gewarnt! (Foto: David Stanley / Flickr / CC-BY 2.0)

Gesundheit – wer in Deutschland eine psychische Störung hat, wartet mitunter bis zu einem Dreivierteljahr auf einen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten. Kranke Menschen erhalten so oftmals nicht zeitnah wirksame Behandlung.
Hingegen ist es kein Problem,  “magische” Zuckerkügelchen zu erhalten – für die die Allgemeinheit zahlen muss. Das soll sich jetzt ändern. Weiterlesen

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Der Ruhrpilot

ISIS Quelle: Youtube

ISIS Quelle: Youtube


NRW:
Land kämpft gegen wachsende Salafistengemeinde…Welt
NRW: SPD-Politiker zweifelt im Braunkohlestreit Zahlen von RWE an…Der Westen
NRW: Streit um Anwesenheitspflicht für Studenten…RP Online 
NRW: Bistümer machen Profit mit Schulden…Telepolis
Debatte: Fatale Toleranz für Neonazis…Cicero
Debatte: “In Tröglitz ist eine Kultur der Abwertung am Werk”…Welt
Debatte: Kühle Zeiten…FAZ
Debatte: Tröglitz ist nicht überall…Cicero
Ruhrgebiet: Stillstand im Ballungsraum…DW
Ruhrgebiet: Via-Krise auf dem Höhepunkt…Der Westen
Ruhrgebiet: DHL-Online-Service beliefert Ruhrgebiet mit Lebensmitteln…Der Westen
Ruhrgebiet: SPD-Regionalkonferenz zu TTIP…Bo Alternativ
Bochum: Theaterzentrum sucht die Öffentlichkeit…Der Westen
Dortmund: Rechtsextreme greifen Bahn-Mitarbeiter an…Bild
Duisburg: Initiative sucht Kontakt zu den Flüchtlingen…Der Westen
Essen: CDU fordert weniger Standgenehmigungen für Salafisten…Der Westen
Essen: Middelhoff in Uniklinik verlegt…FAZ
Essen: Warum Middelhoff so streng überwacht wurde…Welt
Gelsenkirchen: Kein Platz für Nazis…Der Westen
Umland: Pornos der Gewalt vor dem Kölner Dom…Tapfer im Nirgendwo

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Tag der Solidarität mit den Opfern des NSU und Gedenken an Mehmet Kubasik

Tag der Solidarität mit den NSU Opfern, Foto: Ulrike Märkel

Tag der Solidarität mit den NSU Opfern, Foto: Ulrike Märkel

Über 150 Menschen nahmen am Samstag an der Kundgebung zum Gedenken an Mehmet Kubasik, der am 04. April 2006 vom rechtsterroristischen NSU in Dortmund umgebracht worden ist, teil. Mehrere Migrantenorganisationen und Vereine hatten dazu aufgerufen, auch Vertreter der Kölner Vereinigung „Keupstrasse ist überall“ waren gekommen, um ihre Solidarität zu zeigen. Der Demonstrationszug startete an dem ehemaligen Kiosk der Familie Kubasik und endete an dem Mahnmal der NSU-Opfer. Dort wurde  von der Tochter des Ermordeten, Gamze Kubasik, ein Kranz niedergelegt. Die Stimmung war gedrückt, auch weil sich in dem Münchner Prozess gegen die mutmaßliche Mittäterin Beate Zschäpe und die anderen Angeklagten nicht viel bewegt. Die Zeugen schweigen, die Sicherheitsbehörden mauern – und die Verstrickungen des Verfassungsschutzes kommen immer mehr zu Tage.

Carsten Ilius, Anwalt der Familie Kubasik

Carsten Ilius, Kubasiks Anwalt

Die Redner, darunter auch der Berliner Opferanwalt Carsten Ilius, machten deutlich, das es wichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten. Nicht nur für die Angehörigen der Mordopfer, sondern auch für die Aufklärung der NSU Taten sei das Gedenken wichtig: „Wir wissen vieles immer noch nicht!” Als der Kranz für Mehmet Kubasik niedergelegt wurde, kam es zu einem Zwischenfall. Ein vorbeigehender Nazi zeigte den Hitlergruß. Es kam nach einem kleinen Tumult am Rande noch vor Ort zu mehreren Anzeigen. Im Anschluss an die Demonstration lud der Verein Bezent e.V. zu einer Podiumsdiskussion ein. Die ehemalige NSU-Untersuchungsausschuss-Vorsitzende Nadja Lüders (SPD), die am Samstag eigentlich mit auf dem Podium sitzen sollte, war nicht anwesend. Sie war letzte Woche vom Vorsitz zurückgetreten. Dass sie den Vorsitz des NSU- Untersuchungsausschuss überhaupt angenommen hatte – wohl wissend, dass ihr ehemaliger Mandant, der Polizistenmörder Michael Berger, ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen sein wird, „ist unsäglich“, meinte Ilius gegenüber den Ruhrbaronen. Weiterlesen

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