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Petition: AKP-Fan fordert Einreiseverbot in die Türkei für FDP Politiker

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Der Duisburger Bilgili Üretmen hat auf der Plattform Change eine Petition gegen die Mainer FDP-Politiker Tobias Huch gestartet.  Üretmen, der sich selbst als „Troll“ der türkischen Regierungspartei AKP bezeichnet, will erreichen, das Huch ein Einreiseverbot für die Türkei erhält. Die Petition richtet sich an das türkische Parlament.  Üretmen stört das Engagement Huchs für die Kurden:

Auf seiner Facebook-Seite, die mittlerweile eine Fanbasis von rund 200.000 Followern hat, warb er kürzlich für die, in der Türkei verbotene Terrororganisation YPG, indem er sich mit einem T-Shirt mit dem Schriftzug „YPG“ selbst ablichtete . Auch führt er offenkundig Propaganda gegen den demokratisch gewählten Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan indem er zb. ihn ständig als Diktator betitelt oder aber auch immer wieder in Vergleiche mit Adolf Hitler implementiert.

Die YPG ist einer der Hauptfeinde des Islamischen Staates (IS) und einer der Verbündeten der USA.  Der türkische Ministerpräsident Erdogan, ein bekennender Islamist, nutzt den Syrien-Konflikt vor allem für Schläge gegen die Kurden und weniger gegen den Islamischen Staat.

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6 Kommentare zu “Petition: AKP-Fan fordert Einreiseverbot in die Türkei für FDP Politiker

  • #1
    Helmut Junge

    Die Türkei hat mit Georgien, Armenien, dem Iran, dem Irak, Syrien, Griechenland, Bulgarien, Aserbaidschan und der Insel Zypern insgesamt neun (9) geografische Nachbarn.
    Ihre militärischen Aktivitäten sind nachlesbar in allen Medien, also kein Geheimnis:
    In den Norden Iraks dringen immer wieder türkische Truppen ein, nach Syrien schießt die türkische Armee zur Zeit fast täglich Granaten und will das auch weiterhin tun, griechisches Teritorium wird immer mal wieder absichtlich mit Kriegsflugzeugen überflogen, obwohl beide Länder Natomitglieder sind, und in Zypern befinden sich seit 1974 völkerrechtlich nicht anerkannt türkische Truppen.
    Also 4 von 9 Nachbarn leiden unter militärische Aktivitäten des Nachbarn Türkei. Das ist beinahe die Hälfte der Nachbarn.
    Dazu kommt: Im innern werden ganze Städte abgeriegelt und darüber der Ausnahmezustand verhängt.
    ABER: Die Türkei fühlt sich von terroristischen Nachbarn umgeben! Das muß man sich mal überlegen, und hier in Deutschland leben Türken, die das alles offenbar gutheißen und darüber hinaus sogar Politiker beim großen Khan anschwärzen, die Sympathien für Opfer dieser Politik zeigen. Was für eine Welt!
    Huch, da stimmt doch wohl was nicht!

  • #2
    Walter Stach

    Stefan Laurin,
    darf Herr Üretmen das?
    Ja, m.E. gibt es keine rechtlichen Bedenken.
    Und er darf das selbstverständlich auch dann, wenn Andere , wenn möglicherweise die Mehrheitsgesellschaft in Deutschland sein Tun für absolut falsch und für politisch verwerflich halten.
    Dass Üretmen sich mit seinem Tun einer kontroversen politischen Debatte aussetzt, wird ihm klar sein. Möglicherweise hat er ja exakt diese Debatte herausgefordert, und auch das steht ihm frei.

    Soweit "so gut" oder soweit "so schlecht".

    Wenn ich darauf hoffe, daß Herr Üretmen bei dieser Gelegenheit ‚mal das, was ihm in Deutschland freisteht, mit dem vergleicht, was ihm -oder Anderen- in einer ähnlichen Situation in der Türkei freistehen oder was ihm durch den von "seiner" AKP geführten Staat verboten würde, hoffe ich dann vergebens? Über Schlußfolgerungen, die Herr Ütrem nach einen solchen Vergleich ziehen könnte, will ich erst gar nicht spekulieren.

  • #3
    der, der auszog

    Bilgili Üretmen erklärt den Genozid an den Armeniern:
    https://www.youtube.com/watch?v=Nx7Mcp4dSCM

    Bilgili Üretmen erklärt die Deutschen und die Kurden:
    https://www.youtube.com/watch?v=DvM1CDo9JFI

    Es gibt Deutschtürken, die der Doppelten Staatsbürgerschaft nicht würdig sind, denen die Türkische eigentlich reichen sollte.

  • #4
    ozzy

    Sehr bemerkenswert und löblich die Aktion von Bilgili Üretmen. Endlich mal einer der den Mut aufbringt und gegen solche politischen Hetzer vorgeht, die Propaganda gegen ein ganzes Volk betreiben, wie auch vor 70 Jahren gegen Juden. Ich werde jedenfalls diese Petition mit freuden unterstützen und unterschreiben. Die Türkei muss sich offen gegen solche Leute zu wehr setzen. Wehret den Anfängen!

  • #5
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Lesen Sie mal ein Geschichtsbuch, bevor sie Kritik an der türkischen Regierung mit der Judenverfolgung gleich setzen.

  • #6
    John Matrix

    Der AKP-Spinner mal dahingestellt und der Kampf der YPG in allen Ehren, aber: Ein FDPler mit Kommi-T-Shirt? Ruhrbarone pro Kommis? Gelsenkirchen liegt am Meer…

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