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	<title>Kommentare zu: PFT &#8211; Das Problem des Ruhrverbandes &#8211; Eine Fallgeschichte</title>
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	<description>Journalisten bloggen das Revier</description>
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		<title>Von: Kerstin Lorenz</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pft-das-problem-des-ruhrverbandes-eine-fallgeschichte/comment-page-1/#comment-154</link>
		<dc:creator>Kerstin Lorenz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 22:48:39 +0000</pubDate>
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		<description>Mindestens zwischen Witten und Bochum-Dahlhausen kann man seit Jahren in Flußnähe regelmäßig einen unangenehmen, synthetischen Parfumgeruch wahrnehmen, begünstigt durch niedrigen Luftdruck. Beim Überqueren der niedrigen Holzbrücke beim Schwimmbad Heveney geht der Geruchsträger deutlich auf die Atemwege. Angeblich soll aber dennoch alles bestens sein. Da fehlt mir der Glaube! Es riecht nämlich genauso wie die Waschmittel und Weichspüler meiner Nachbarn. Weiß jemand, worum genau es sich handelt? Und enthält Weichspüler auch PFT, da weichgespülte Handtücher usw. kaum Feuchtigkeit aufnehmen? Davon gehen nämlich enorme Mengen ins Abwasser! Fragen über Fragen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mindestens zwischen Witten und Bochum-Dahlhausen kann man seit Jahren in Flußnähe regelmäßig einen unangenehmen, synthetischen Parfumgeruch wahrnehmen, begünstigt durch niedrigen Luftdruck. Beim Überqueren der niedrigen Holzbrücke beim Schwimmbad Heveney geht der Geruchsträger deutlich auf die Atemwege. Angeblich soll aber dennoch alles bestens sein. Da fehlt mir der Glaube! Es riecht nämlich genauso wie die Waschmittel und Weichspüler meiner Nachbarn. Weiß jemand, worum genau es sich handelt? Und enthält Weichspüler auch PFT, da weichgespülte Handtücher usw. kaum Feuchtigkeit aufnehmen? Davon gehen nämlich enorme Mengen ins Abwasser! Fragen über Fragen!</p>
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		<title>Von: Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pft-das-problem-des-ruhrverbandes-eine-fallgeschichte/comment-page-1/#comment-82</link>
		<dc:creator>Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 04:38:44 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Schraven, 

über die Schadstoffe hinaus gibt es an der Ruhr und in ganz Deutschland auch noch das Problem der Viren im Abwasser, in den Gewässern und im Trinkwasser. Die aktuellen Berichte zu Noroviren habe hier ihre Hauptursache, was das Auslösen der Norovirus-Epidemien angeht. Ist auch dieses Thema interessant für Sie? Gerne stelle ich Ihnen entsprechendes Material zur Verfügung. Wenige Messwerte, dafür eine Menge Literatur und eine epidemiologische Analyse unter Verwendung der Infektionsmeldedaten des Robert Koch-Institutes. 

Noroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank! 

Norovirus- und Rotavirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst, bevor sie von Mensch zu Mensch übertragen werden können, besonders augenfällig in Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen oder Kindergärten. In unseren Gewässern, auch im Grundwasser, kommen Viren vor. Unsere Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Kaltes Wasser konserviert ansteckende Viren. Die Norovirus- und Rotavirus-Infektionen folgen jedes Jahr streng dem Verlauf der Kälte im Wasser, im Boden und in den Wasserleitungen. Es ist offensichtlich, dass die winterlichen Norovirus- und Rotavirus-Infektionen von der Kälte abhängen. Unsere Lebensmittel haben das ganze Jahr über in etwa die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss das Trinkwasser die Norovirus- und Rotavirus-Infektionen auslösen! Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern, ohne Zusatz von Chemikalien. Dabei entstehen zusätzliche Kosten von lediglich 5 bis 7 ? pro Person und Jahr, für eine vierköpfige Familie also rund 2 ? im Monat. Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss die Infektionsketten durchbrechen. Die Ultrafiltration würde die Kosten im Gesundheitswesen, die Lohnnebenkosten und die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz reduzieren, auch bei anderen durch Trinkwasser übertragenen Infektionen. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die saisonale Influenza durch das Trinkwasser ausgelöst wird. 

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann 
soddemann-aachen@t-online.de 
http://www.dugi-ev.de/information.html 

Auszüge aus der vorliegenden Fachliteratur: 

http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/ 
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 
Volume 50, Number 3 / März 2007 
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Gesundheitsschutz 2007, 50: 296?301. 
Online publiziert: 2. März 2007 
Professor Konrad Botzenhart 
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Tübingen, Bundesrepublik Deutschland 

Viren im Trinkwasser 

Zusammenfassung 
Viren im Trinkwasser können Infektionskrankheiten verursachen. Während dieses früher vor allem für die Hepatitis A und der Hepatitis E beobachtet wurde, sind in den letzten Jahren mehrere größere und kleinere Epidemien von Norwalkvirusinfektionen [Anm.: Norovirusinfektionen] beschrieben worden, auch in Europa. Alle trinkwasserrelevanten Viren stammen aus Fäkalien und sind im Abwasser auch nach mehrstufiger konventioneller Klärung regelmäßig noch nachweisbar. Sie sind den zugelassenen Desinfektionsverfahren gut zugänglich, soweit sie nicht in größere Partikel integriert sind. Folglich kommt der Partikelabscheidung bei der Aufbereitung eine besonders große Bedeutung zu. Die Virusfreiheit des abgegebenen Trinkwassers kann mit der erforderlichen Sicherheit durch virologische Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Die Untersuchung von 100-mL-Proben auf E. coli und coliforme Bakterien ist dafür ebenfalls nicht ausreichend. Bei Verwendung von möglicherweise kontaminiertem Rohwasser muss daher die Sicherheit der Verbraucher über eine von Fall zu Fall zu berechnende Leistungsfähigkeit der Aufbereitungsanlage gewährleistet werden. In die Berechnung gehen die Virusbelastung des Rohwassers, die Leistung der physikalisch-chemischen Partikelelimination und die Wirkung der Desinfektion ein. Die wirkungsbestimmenden Faktoren der Desinfektion, namentlich Konzentration und Einwirkungszeit bzw. die UV- Bestrahlungsstärke, müssen anhand des Infektionsrisikos durch Viren festgelegt und eingehalten werden, auch wenn sie aufgrund günstiger E.-coli-Befunde überhöht erscheinen. 
Schlüsselwörter: Trinkwasser, Viren, Desinfektion, Partikelelimination 


http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/206_m_ua.html 
umwelt?medizin?gesellschaft 19 2/2006, 140-145. 
Leena Maunula, Ilkka T.Miettinen, Carl-Henrik von Bonsdorff 

Von Trinkwasser ausgehende Norovirus-Epidemien 

Zusammenfassung 
Im Rahmen eines intensivierten Monitoring Programms zu lebensmittelbedingten Epidemien in Finnland wurden vom Trinkwasser ausgehende und durch Viren verursachte Krankheitsausbrüche untersucht. Die diagnostischen Maßnahmen umfassten Stuhluntersuchungen von Patienten mittels Elektronenmikroskopie und reverse Transkriptase-PCR (RT-PCR) auf Noroviren und Astroviren. Sobald ein Test positive Resultate für einen Virustyp ergab, wurde die zugehörige Trinkwasserprobe analysiert. Die Viruskonzentration erfolgte mittels positiv geladener Filter aus 1 L Proben. Während der Beobachtungsperiode 1998-2003 waren bei insgesamt 41 als wasserbedingt beschriebenen Epidemien zu 28 dieser Krankheitsausbrüche Wasserproben für Analysen verfügbar. Die Bewertung der RT-PCR-Ergebnisse der Patientenproben ergab bei 18 der Krankheitsausbrüche Noroviren als Ursache. Bei 10 Epidemien wurden in den zugehörigen Wasserproben ebenfalls Noroviren nachgewiesen. Mit Ausnahme eines Falls war die Amplicon-Sequenz dieser Viren identisch mit der bei Patienten gefundenen Virusart. Das weltweite Vorkommen von wasserbedingten Norovirus-Epidemien erfordert Maßnahmen zur Überwachung des Wassers auf Viren. 


http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/206_sodd.html
umwelt?medizin?gesellschaft 19 2/2006, 134-139. 
Soddemann W 

Mikrobiologische Trinkwasserüberwachung in Deutschland: weder unabhängig noch effizient 

Zusammenfassung 
Das System der Trinkwasserüberwachung in Deutschland wird als problematisch beurteilt, da Trinkwasseruntersuchungen nahezu ausschließlich von den Wasserversorgungsunternehmen selbst oder in ihrem Auftrag durchgeführt werd en. Deutsche Wasserversorgungsunternehmen sind meist öffentlich-rechtliche kommunale Betriebe, Zweckverbände oder privat-rechtliche Gesellschaften mit kommunaler Beteiligung. Für die gesetzliche Trinkwasserüberwachung sind - ebenfalls auf kommunaler Ebene - die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Dem Bund und den Ländern sind keine Aufgaben zur regelmäßigen Trinkwasserüberwachung vor Ort übertragen. Gechlortes Trinkwasser wird oft erst nach der Chlorung auf die Indikatorbakterien der Trinkwasserverordnung untersucht, so dass positive bakteriologische Befunde selten sein müssen. Negative bakteriologische Befunde sind keine Nachweise der Virenfreiheit. Untersuchungen auf pathogene Viren finden in Deutschland so gut wie nicht statt, obwohl aus einer Vielzahl von Untersuchungen bekannt ist, dass Viren im Trinkwasser enthalten und Auslöser von Epidemien sein können. Norovirus- und Rotaviruserkrankungen sind die von den Gesundheitsämtern dem Robert Koch-Institut Berlin am häufigsten gemeldeten Virusinfektionen in Deutschland. Das Futtermittel Tränkwasser wird, wenn überhaupt, meist nur auf wenige bakteriologische Parameter untersucht, gechlortes Tränkwasser meist nach der Chlorung. Mikrobiologische Belastungen in nicht gechlortem, ggf. auch in gechlortem Tränkwasser können zu einem hohen Antibiotikaeinsatz bei der Nutztiererzeugung und über das erzeugte Fleisch zu Antibiotikaresistenzen beim Menschen führen.
Die Trinkwasserüberwachung ist unabhängigen Behörden und Untersuchungsstellen der Länder zu übertragen. Auf die Indikatorbakterien der Trinkwasserverordnung ist stets vor der Chlorung zu untersuchen. Trinkwasser ist systematisch auch auf Noro- und Rotaviren zu untersuchen. Das Futtermittel Tränkwasser ist analog zu überwachen. 


Dies alles ist den Wasserversorgungsunternehmen und den Gesundheitsämtern bekannt, auch der Deutschen Bundesregierung, den Bundesbehörden und der Deutschen Trinkwasserkommission, die eine hohe Affinität zu den Wasserversorgungsunternehmen besitzt. 


Wilfried Soddemann 
Freier Wissenschaftsjournalist 
Ltd. Regierungsbaudirektor i.R. 
Bauassessor Dipl.-Ing. 
BBU e.V. Mitglied 
Bundesverband Buergerinitiativen Umweltschutz 
dugi e.V. Mitglied 
Deutsche Umwelt-Gesundheits-Initiative 
IGUMED e.V. Mitglied 
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin 
soddemann-aachen@t-online.de 
http://www.dugi-ev.de/information.html 
Epidemiologische Analyse: 
http://www.dugi-ev.de/TW_INFEKTIONEN_H5N1_20071019.pdf 

Wilfried Soddemann befasst sich mit technischem Umweltschutz, Umwelt- und Trinkwasserhygiene sowie der Epidemiologie der Infektionserkrankungen in Deutschland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Schraven, </p>
<p>über die Schadstoffe hinaus gibt es an der Ruhr und in ganz Deutschland auch noch das Problem der Viren im Abwasser, in den Gewässern und im Trinkwasser. Die aktuellen Berichte zu Noroviren habe hier ihre Hauptursache, was das Auslösen der Norovirus-Epidemien angeht. Ist auch dieses Thema interessant für Sie? Gerne stelle ich Ihnen entsprechendes Material zur Verfügung. Wenige Messwerte, dafür eine Menge Literatur und eine epidemiologische Analyse unter Verwendung der Infektionsmeldedaten des Robert Koch-Institutes. </p>
<p>Noroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank! </p>
<p>Norovirus- und Rotavirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst, bevor sie von Mensch zu Mensch übertragen werden können, besonders augenfällig in Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen oder Kindergärten. In unseren Gewässern, auch im Grundwasser, kommen Viren vor. Unsere Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Kaltes Wasser konserviert ansteckende Viren. Die Norovirus- und Rotavirus-Infektionen folgen jedes Jahr streng dem Verlauf der Kälte im Wasser, im Boden und in den Wasserleitungen. Es ist offensichtlich, dass die winterlichen Norovirus- und Rotavirus-Infektionen von der Kälte abhängen. Unsere Lebensmittel haben das ganze Jahr über in etwa die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss das Trinkwasser die Norovirus- und Rotavirus-Infektionen auslösen! Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern, ohne Zusatz von Chemikalien. Dabei entstehen zusätzliche Kosten von lediglich 5 bis 7 ? pro Person und Jahr, für eine vierköpfige Familie also rund 2 ? im Monat. Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss die Infektionsketten durchbrechen. Die Ultrafiltration würde die Kosten im Gesundheitswesen, die Lohnnebenkosten und die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz reduzieren, auch bei anderen durch Trinkwasser übertragenen Infektionen. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die saisonale Influenza durch das Trinkwasser ausgelöst wird. </p>
<p>Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann<br />
<a href="mailto:soddemann-aachen@t-online.de">soddemann-aachen@t-online.de</a><br />
<a href="http://www.dugi-ev.de/information.html" rel="nofollow">http://www.dugi-ev.de/information.html</a> </p>
<p>Auszüge aus der vorliegenden Fachliteratur: </p>
<p><a href="http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/" rel="nofollow">http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/</a><br />
Bundesgesundheitsblatt &#8211; Gesundheitsforschung &#8211; Gesundheitsschutz<br />
Volume 50, Number 3 / März 2007<br />
Bundesgesundheitsbl &#8211; Gesundheitsforsch &#8211; Gesundheitsschutz 2007, 50: 296?301.<br />
Online publiziert: 2. März 2007<br />
Professor Konrad Botzenhart<br />
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Tübingen, Bundesrepublik Deutschland </p>
<p>Viren im Trinkwasser </p>
<p>Zusammenfassung<br />
Viren im Trinkwasser können Infektionskrankheiten verursachen. Während dieses früher vor allem für die Hepatitis A und der Hepatitis E beobachtet wurde, sind in den letzten Jahren mehrere größere und kleinere Epidemien von Norwalkvirusinfektionen [Anm.: Norovirusinfektionen] beschrieben worden, auch in Europa. Alle trinkwasserrelevanten Viren stammen aus Fäkalien und sind im Abwasser auch nach mehrstufiger konventioneller Klärung regelmäßig noch nachweisbar. Sie sind den zugelassenen Desinfektionsverfahren gut zugänglich, soweit sie nicht in größere Partikel integriert sind. Folglich kommt der Partikelabscheidung bei der Aufbereitung eine besonders große Bedeutung zu. Die Virusfreiheit des abgegebenen Trinkwassers kann mit der erforderlichen Sicherheit durch virologische Untersuchungen nicht nachgewiesen werden. Die Untersuchung von 100-mL-Proben auf E. coli und coliforme Bakterien ist dafür ebenfalls nicht ausreichend. Bei Verwendung von möglicherweise kontaminiertem Rohwasser muss daher die Sicherheit der Verbraucher über eine von Fall zu Fall zu berechnende Leistungsfähigkeit der Aufbereitungsanlage gewährleistet werden. In die Berechnung gehen die Virusbelastung des Rohwassers, die Leistung der physikalisch-chemischen Partikelelimination und die Wirkung der Desinfektion ein. Die wirkungsbestimmenden Faktoren der Desinfektion, namentlich Konzentration und Einwirkungszeit bzw. die UV- Bestrahlungsstärke, müssen anhand des Infektionsrisikos durch Viren festgelegt und eingehalten werden, auch wenn sie aufgrund günstiger E.-coli-Befunde überhöht erscheinen.<br />
Schlüsselwörter: Trinkwasser, Viren, Desinfektion, Partikelelimination </p>
<p><a href="http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/206_m_ua.html" rel="nofollow">http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/206_m_ua.html</a><br />
umwelt?medizin?gesellschaft 19 2/2006, 140-145.<br />
Leena Maunula, Ilkka T.Miettinen, Carl-Henrik von Bonsdorff </p>
<p>Von Trinkwasser ausgehende Norovirus-Epidemien </p>
<p>Zusammenfassung<br />
Im Rahmen eines intensivierten Monitoring Programms zu lebensmittelbedingten Epidemien in Finnland wurden vom Trinkwasser ausgehende und durch Viren verursachte Krankheitsausbrüche untersucht. Die diagnostischen Maßnahmen umfassten Stuhluntersuchungen von Patienten mittels Elektronenmikroskopie und reverse Transkriptase-PCR (RT-PCR) auf Noroviren und Astroviren. Sobald ein Test positive Resultate für einen Virustyp ergab, wurde die zugehörige Trinkwasserprobe analysiert. Die Viruskonzentration erfolgte mittels positiv geladener Filter aus 1 L Proben. Während der Beobachtungsperiode 1998-2003 waren bei insgesamt 41 als wasserbedingt beschriebenen Epidemien zu 28 dieser Krankheitsausbrüche Wasserproben für Analysen verfügbar. Die Bewertung der RT-PCR-Ergebnisse der Patientenproben ergab bei 18 der Krankheitsausbrüche Noroviren als Ursache. Bei 10 Epidemien wurden in den zugehörigen Wasserproben ebenfalls Noroviren nachgewiesen. Mit Ausnahme eines Falls war die Amplicon-Sequenz dieser Viren identisch mit der bei Patienten gefundenen Virusart. Das weltweite Vorkommen von wasserbedingten Norovirus-Epidemien erfordert Maßnahmen zur Überwachung des Wassers auf Viren. </p>
<p><a href="http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/206_sodd.html" rel="nofollow">http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/206_sodd.html</a><br />
umwelt?medizin?gesellschaft 19 2/2006, 134-139.<br />
Soddemann W </p>
<p>Mikrobiologische Trinkwasserüberwachung in Deutschland: weder unabhängig noch effizient </p>
<p>Zusammenfassung<br />
Das System der Trinkwasserüberwachung in Deutschland wird als problematisch beurteilt, da Trinkwasseruntersuchungen nahezu ausschließlich von den Wasserversorgungsunternehmen selbst oder in ihrem Auftrag durchgeführt werd en. Deutsche Wasserversorgungsunternehmen sind meist öffentlich-rechtliche kommunale Betriebe, Zweckverbände oder privat-rechtliche Gesellschaften mit kommunaler Beteiligung. Für die gesetzliche Trinkwasserüberwachung sind &#8211; ebenfalls auf kommunaler Ebene &#8211; die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte zuständig. Dem Bund und den Ländern sind keine Aufgaben zur regelmäßigen Trinkwasserüberwachung vor Ort übertragen. Gechlortes Trinkwasser wird oft erst nach der Chlorung auf die Indikatorbakterien der Trinkwasserverordnung untersucht, so dass positive bakteriologische Befunde selten sein müssen. Negative bakteriologische Befunde sind keine Nachweise der Virenfreiheit. Untersuchungen auf pathogene Viren finden in Deutschland so gut wie nicht statt, obwohl aus einer Vielzahl von Untersuchungen bekannt ist, dass Viren im Trinkwasser enthalten und Auslöser von Epidemien sein können. Norovirus- und Rotaviruserkrankungen sind die von den Gesundheitsämtern dem Robert Koch-Institut Berlin am häufigsten gemeldeten Virusinfektionen in Deutschland. Das Futtermittel Tränkwasser wird, wenn überhaupt, meist nur auf wenige bakteriologische Parameter untersucht, gechlortes Tränkwasser meist nach der Chlorung. Mikrobiologische Belastungen in nicht gechlortem, ggf. auch in gechlortem Tränkwasser können zu einem hohen Antibiotikaeinsatz bei der Nutztiererzeugung und über das erzeugte Fleisch zu Antibiotikaresistenzen beim Menschen führen.<br />
Die Trinkwasserüberwachung ist unabhängigen Behörden und Untersuchungsstellen der Länder zu übertragen. Auf die Indikatorbakterien der Trinkwasserverordnung ist stets vor der Chlorung zu untersuchen. Trinkwasser ist systematisch auch auf Noro- und Rotaviren zu untersuchen. Das Futtermittel Tränkwasser ist analog zu überwachen. </p>
<p>Dies alles ist den Wasserversorgungsunternehmen und den Gesundheitsämtern bekannt, auch der Deutschen Bundesregierung, den Bundesbehörden und der Deutschen Trinkwasserkommission, die eine hohe Affinität zu den Wasserversorgungsunternehmen besitzt. </p>
<p>Wilfried Soddemann<br />
Freier Wissenschaftsjournalist<br />
Ltd. Regierungsbaudirektor i.R.<br />
Bauassessor Dipl.-Ing.<br />
BBU e.V. Mitglied<br />
Bundesverband Buergerinitiativen Umweltschutz<br />
dugi e.V. Mitglied<br />
Deutsche Umwelt-Gesundheits-Initiative<br />
IGUMED e.V. Mitglied<br />
Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin<br />
<a href="mailto:soddemann-aachen@t-online.de">soddemann-aachen@t-online.de</a><br />
<a href="http://www.dugi-ev.de/information.html" rel="nofollow">http://www.dugi-ev.de/information.html</a><br />
Epidemiologische Analyse:<br />
<a href="http://www.dugi-ev.de/TW_INFEKTIONEN_H5N1_20071019.pdf" rel="nofollow">http://www.dugi-ev.de/TW_INFEKTIONEN_H5N1_20071019.pdf</a> </p>
<p>Wilfried Soddemann befasst sich mit technischem Umweltschutz, Umwelt- und Trinkwasserhygiene sowie der Epidemiologie der Infektionserkrankungen in Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel Ullrich</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pft-das-problem-des-ruhrverbandes-eine-fallgeschichte/comment-page-1/#comment-81</link>
		<dc:creator>Daniel Ullrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 00:01:33 +0000</pubDate>
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		<description>?Der Ruhrverband sagte zur WAZ, dass einige Arnsberger Daten auf falschen Werten beruhten. ?Die Bezirksregierung ist bei der Berechnung der PFT-Fracht der Kläranlage Rahmedetal von einer theoretischen Wassermenge ausgegangen. Ersetzt man diese durch die tatsächliche Menge, die der Ruhrverband ermittelt hat, ergibt sich eine viel geringere PFT-Fracht. Statt 300 Gramm PFT pro Tag waren es 170?, sagte ein Sprecher.? (http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/1/20/news-17511117/detail.html)

Plausibel? Erklärt möglicherweise die Daten, aber noch lange nicht die frisierten Tabellen und die gesamte Informations Vertuschungspoltik von Ruhrverband, Umweltministerium und Bezirksregierung...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>?Der Ruhrverband sagte zur WAZ, dass einige Arnsberger Daten auf falschen Werten beruhten. ?Die Bezirksregierung ist bei der Berechnung der PFT-Fracht der Kläranlage Rahmedetal von einer theoretischen Wassermenge ausgegangen. Ersetzt man diese durch die tatsächliche Menge, die der Ruhrverband ermittelt hat, ergibt sich eine viel geringere PFT-Fracht. Statt 300 Gramm PFT pro Tag waren es 170?, sagte ein Sprecher.? (<a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/1/20/news-17511117/detail.html" rel="nofollow">http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/1/20/news-17511117/detail.html</a>)</p>
<p>Plausibel? Erklärt möglicherweise die Daten, aber noch lange nicht die frisierten Tabellen und die gesamte Informations Vertuschungspoltik von Ruhrverband, Umweltministerium und Bezirksregierung&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jens Weissenberg</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pft-das-problem-des-ruhrverbandes-eine-fallgeschichte/comment-page-1/#comment-79</link>
		<dc:creator>Jens Weissenberg</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 14:27:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=173#comment-79</guid>
		<description>hallo david schraven,

mich hat es schon immer gewundert, dass der pft-skandal in der metropole so &quot;niedrig gehängt wird&quot;. schließlich geht es um die gesundheit der bevölkerung sowie die lebensqualität in der metropole ruhr. 

deine arbeit ist klasse. das wird wohl investigativer journalismus genannt...solche journalisten braucht die metropole ruhr...bleib am ball! (und halte uns auf dem laufenden)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo david schraven,</p>
<p>mich hat es schon immer gewundert, dass der pft-skandal in der metropole so &#8220;niedrig gehängt wird&#8221;. schließlich geht es um die gesundheit der bevölkerung sowie die lebensqualität in der metropole ruhr. </p>
<p>deine arbeit ist klasse. das wird wohl investigativer journalismus genannt&#8230;solche journalisten braucht die metropole ruhr&#8230;bleib am ball! (und halte uns auf dem laufenden)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: David Schraven</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pft-das-problem-des-ruhrverbandes-eine-fallgeschichte/comment-page-1/#comment-75</link>
		<dc:creator>David Schraven</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 00:29:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=173#comment-75</guid>
		<description>Hi Daniel,

Der Ruhrverband weiß genau, wer das Gift einleitet. Sein Problem: Die Typen haben schon für das Abwasser bezahlt. Also muss der Ruhrverband dafür gerade stehen. Für den Rest braucht es politischen Druck.

Ich hab das Stück für die Welt am Sonntag morgen geschrieben. Da schreib ich auch in der Regel, oder auch in der Welt oder der Berliner Morgenpost. Oder wer sonst noch zahlt. :-)

Wir machen gerade eine about-us-Seite. Da steht dann sowas drin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Daniel,</p>
<p>Der Ruhrverband weiß genau, wer das Gift einleitet. Sein Problem: Die Typen haben schon für das Abwasser bezahlt. Also muss der Ruhrverband dafür gerade stehen. Für den Rest braucht es politischen Druck.</p>
<p>Ich hab das Stück für die Welt am Sonntag morgen geschrieben. Da schreib ich auch in der Regel, oder auch in der Welt oder der Berliner Morgenpost. Oder wer sonst noch zahlt. <img src='http://www.ruhrbarone.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir machen gerade eine about-us-Seite. Da steht dann sowas drin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel Ullrich</title>
		<link>http://www.ruhrbarone.de/pft-das-problem-des-ruhrverbandes-eine-fallgeschichte/comment-page-1/#comment-74</link>
		<dc:creator>Daniel Ullrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 22:10:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ruhrbarone.de/?p=173#comment-74</guid>
		<description>Kann der Ruhrverband nicht nachvollziehen woher die PFT-Abwässer kommen? Die Industriebetriebe müssen dann halt zu Kasse gebeten werden um die Aufrüstung der Kläranlagen zu finanzieren. Die DSK/RAG zahlt doch auch extra für die Grubenwasser-Einleitung...

Welche Zeitung/Zeitschrift muss ich kaufen, um solche Recherchen zu unterstützen und darauf aufbauende Artikel zu lesen? Gilt eigentlich für alle ruhrbarone hier, wo schreibt ihr, wenn nicht hier?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kann der Ruhrverband nicht nachvollziehen woher die PFT-Abwässer kommen? Die Industriebetriebe müssen dann halt zu Kasse gebeten werden um die Aufrüstung der Kläranlagen zu finanzieren. Die DSK/RAG zahlt doch auch extra für die Grubenwasser-Einleitung&#8230;</p>
<p>Welche Zeitung/Zeitschrift muss ich kaufen, um solche Recherchen zu unterstützen und darauf aufbauende Artikel zu lesen? Gilt eigentlich für alle ruhrbarone hier, wo schreibt ihr, wenn nicht hier?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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