31

Platon und Pythagoras – beides Muslime?

Fikri Işık, sowas wie ein "Wissenschaftsminister" (Foto: Facebook)

Fikri Işık, sowas wie ein „Wissenschaftsminister“ (Foto: Facebook)

Ankara – Das rückständige Regime vom Bosporus, die sog. „Regierung“ Erdogan, legt nach. Vor knapp zwei Wochen hatte der „Regierungschef“ Erdogan für Furore (a.k.a. Kopfschütteln) mit seiner Aussage gesorgt, dass Muslime als Erste Amerika entdeckten. Nun legt Erdogans „Wissenschaftsminister“ nach.

Seiner Aussage nach entdeckten Muslime als erste, dass die Erde eine Kugel ist. Dies wirft nun eine spannende Frage auf: ist der Islam älter als gemeinhin angenommen? Denn bereits im griechischen Altertum (6. bis 4. Jahrhundert v. Christus) gingen Platon und Pythagoras von einer Kugelform der Erde aus. Waren sie Muslime? Ist der Islam 1200 Jahre älter als gedacht, und vor allem: wer wird der nächste aus der Junta Erdogans sein, der mit sensationellen Erkenntnissen versucht, ins Rampenlicht der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zu kommen?

(P.S.: Eine Antwort auf unsere Anfrage an Erdogan steht noch aus…)

RuhrBarone-Logo

31 Kommentare zu “Platon und Pythagoras – beides Muslime?

  • #1
  • #2
  • #3
    WALTER Stach

    Ich meine, die „Erkenntnisse“ von Erdogan und die seines Wissenschaftsministers und deren Veröffentlichtung lassen auf gewaltige Minderwertigkeitskomplexe schließen.

    Wenn man als Verantwortungsträger mit jemanden zu tun hat, der offenkundig gewaltige Minderwertigkeitskomplexe hat, dann sollte man die nicht als lächerlich abtun, dann hat man sie vielmehr im Umgang mit ihm zu bedenken und zu beachten.

    Ob das die politische Verantwortlichen in Deutschland, in der EU, in den USA auch so sehen und ob sie das in allem, was sie gegenüber der Türkei tun oder lassen , bedenken, beachten werden?

  • #4
  • #5
    Andreas Kyriacou

    @Yilmaz:
    Was genau ist am Artikel peinlich? Ist’s nicht eher peinlich, dass die Türkei von tumben Nationalisten regiert wird, die derartigen Unsinn von sich geben?

  • #6
    Arnold Voss

    Erdogan ist auch der Meinung das die Gleichberechtigung der Frau gegen ihre Natur ist. Bin gespannt, wann dazu sein Wissenschaftsminister „wissenschaftlich“ nachlegt. :-)

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/erdogan-lehnt-gleichberechtigung-von-mann-und-frau-ab-a-1004690.html

  • #7
  • #8
    Arnold Voss

    @ Walter Stach

    Ich glaube nicht, dass Erdogan unter irgendeinem Minderwertigkeitskomplex leidet. Das gleiche gilt für Putin. Es gibt auch für beide keinen Grund dafür, den sie sind aus eigener Leistung zu ihrer Macht gekommen, egal wie man diese jetzt politisch bewertet. Erdogan und auch Putin wissen genau was sie tun: Ihre persönliche Macht und den politischen Einfluss ihrer Länder vergrößern und das mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln.Es ist ihnen dabei relativ egal, wie andere Länder respektiver deren Politiker darüber denken. Entscheidend ist, ob ihnen die Mehrheit ihres Volkes folgt, bzw. ihnen glaubt.

  • #9
    Thomas Weigle

    @ Sebastian B. Ich kenne nur die mit dem Kanal. Meine Frage nach PC war rein rhetorisch, sozusagen mit einem fetten KICHER. Im Falle Erdogan und Co muss das mal erlaubt sein.

  • #10
    keineEigenverantwortung

    Bisher haben Politiker im Regelfall die Leistungen ihrer Nation in den Vordergrund gehoben.

    Hier geht es immer nur im die Leistungen von Anhängern einer Religionsgemeinschaft. Das ist eine Tendenz, die ich vor ein paar Jahren in dieser Form aus der Türkei nicht erwartet hätte.

    Zum Thema Rolle der Frau:
    Eine Adoptivtochter Atatürks war die erste Kampfpilotin der Welt.

    So kann sich die Rolle der Frau ändern.

  • #11
  • #12
  • #13
    Alreech

    was sind schon Platon und Pythagoras im Vergleich zu Abdullah Alḥa ẓred ?
    Seine Forschungen auf dem Gebiet der nichteuklidische Geometrie sind bahnbrechend. Allerdings streiten viele ab, das er ein Muslim gewesen ist, unter anderem mit der Begründung das er seine Wohnung mit älteren Zeichen versehen hat, was eher auf einen alten Aberglauben als auf islamische Frömmigkeit schließen läßt.

  • #14
  • #15
    WALTER Stach

    Arnold,
    ich habe den Minderwertigkeitskomplex lediglich als Möglichkeit erwogen, mehr nicht.

    Es gibt bekanntlich viele Menschen, die es durch eigene Leistung “ zu etwas gebracht haben“, zu Geld, zu Macht, zu…….und die sich nicht trotzdem, sondern gerade deswegen nach für sie wahrnebarem Respekt, ja nach Anerkennung -für sich, für ihre Leistung- sehnen und die folglich so Manches, was Dritten belanglso erscheint, als despektierlich ihnen gegenüber werten. Und dann sagt „man“ eben schon ‚mal , dann tut „man“ eben schon ‚mal etwas, um diesen Respekt, diese Anerkennung zu erhalten -auch um den Preis der Lächerlichkeit-, was Dritten unerklärlich ist.

    Ich meine, Erdogan hat außerordenlich Positives für die Türkei und für die große Mehrheit der Menschen in der Türkei erreicht -mit welchen Mitteln und Methtoden auch immer-. Gerade deshalb und weil er nach wie vor in der Türkei eine große Mehrheit in der Bevölkerung hinter sidh weiß, scheint er sich nach weltweitem Respekt und weltweiter Anerkennung zu sehnen -für sich und für sein Land. Objetiv hätte er m.E. auf sich und sein Landdn bezogen keinen Anlaß zu Minderwertigkeitskomplexen. Subjektiv könnte das bei ihm -und bei vielen seiner Landsleute-anders aussehen.

    Ich habe die Möglichkeit eines Minderwertigkeitskomplexes zudem deshalb erwähnt, weil man sie, wenn man es denn mit Erdogan -mit dem türkischen Staat- zu tun hat, nciht außer Acht lassen darf, um sein Tun oder Unterlassen einschätzen, einordnen zu können.

    Ich schließe nciht aus, daß ich aufgrund dieser Überlegungen jetzt nicht nur in die Ecke der Putin-Versteher, sondern auch in die der Erdogan-Versteher gestellt werde oder gar in die Ecke der Putin-Erdogan Freunde. Deshalb wiederhole ich -zum X-ten Male die simple Erkenntnis, daß man das konkrete, das zu erwartende Tun oder das Unterlassen “ von Freund oder Feind“ gleichermaßen nur dann einigermaßen zutreffend einschätzen kann, wenn man versucht, so zu denken, so zu fühlen wie sie das möglicherweise tun.

  • #16
    Klaus Lohmann

    @#15 WALTER Stach: Tut mir leid, aber so dummdreist wie Erdogan möchte ich nicht „denken“ oder mich in ihn „einfühlen“. Hier veröffentlicht ein Autokrat seine persönlichen Bildungslücken, um sich in den Augen seiner Wähler als „einer von ihnen“ zu präsentieren und um bei den anstehenden Parlamentswahlen im nächsten Jahr die ungebildete Mehrheit der Türken auf seine Seite zu ziehen.

    Mit diesem Habitus ist schon Ahmadinedschad im Irak letztlich gescheitert und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es Erdogan in Kürze ähnlich ergehen wird, wenn er weiter derart bösartig gegen den Westen und die Nato hetzt.

  • #17
    Zahal

    Na ja für Erdogan ist die USA auch nie auf dem Mond gewesen

    http://israelmatzav.blogspot.de/2014/11/erdogan-us-never-landed-on-moon.html

    Einen bescheuerten Präsidenten muss man auch kritisieren dürfen, daß er zudem aktiv die Terrorbande der IS unterstützt ist mehr als sich ein Nato-Mitgliedsstaat sich erlauben dürfte….

  • #18
    Janina

    Erdogan im Verzweiflungsdelirium ist echt so ein richtig Ich-Schwaches autoritativ-in-sich selbst gescheitertes Würstchen. Der wurde entweder vom Papa gestillt oder die kleine Erdowahn Ödipussy würde immer noch gerne die eigene Mama heiraten.

    Erbärmlicher sind nur noch Menschen, welche die Lehre und den an sich gscheiterten Zwerg zum Vorbild der eigenen Lebensführung auserkoren haben und sich völlig mit ihm identifizieren, so dass sie sogar sich und die eigene Sippe mit ihm eins wissen. @ Yilmaz

  • #19
    WALTER Stach

    -16-,-17-,18
    Ich meine, daß Erdogan als politische Führungspersönlichkeit in den vorangeganen Beiträgen maßlos unterschätzt wird und damit auch die Folgen seiner Politik für die Türkei und die gesamte Region nicht hinreichend genug objektiv abgeschätzt und beurteilt werden kann.
    Es geht nicht darum, ob und wie ich nach meinen (!!) Maßstäben das Denken und Handeln von Erdogan werte -moralisch oder ob seiner intellektuellen Qualitäten- und schon gar nicht geht es darum ,wie ich Erdogan als Menschen einzuschätzen vermag.

  • #20
    Wolfram Obermanns

    @ W. Stach
    „Ich meine, daß Erdogan als politische Führungspersönlichkeit in den vorangeganen Beiträgen maßlos unterschätzt wird und damit auch die Folgen seiner Politik für die Türkei und die gesamte Region nicht hinreichend genug objektiv abgeschätzt und beurteilt werden kann.“
    Dem würde ich zustimmen wollen. Ein Blick auf die Karte z. B zeigt die Türkei fast zu 360° von Krisenstaaten umgeben – und was sind das zum Teil für Krisen. Welche Auswirkungen hat das auf die Türkei? Ganz erstaunlich geringe negative. Weder ist der Bürgerkrieg mit den Kurden besonders virulent, noch ist das Tourismusgeschäft eingeschränkt, noch leidet die übrigen Wirtschaft besonders unter dem katastrophalen Umfeld. Das muß man erstmal schaffen!
    Einer Spekulation über mögliche Komplexe will ich mich nicht anschließen. Mir scheint eher, Erdoğan hat seine politischen Ziele erreicht und hat heute keine Idee mehr wie es weitergehen könnte, ohne sich selbst (u. a. als konservativer Muslim) untreu zu werden. Das erklärt m. E. die Spiegelfechterei und funktionierende Öffentlichkeitsarbeit (nach innen) eher als irgendwelche psychische Probleme.

    Ähnliches gilt scheinbar für Putin. Er hat (immerhin) die bestehenden Verhältnisse stabilisiert, aber er hat keinerlei Idee, wie eine gedeihliche Zukunft für Russland organisiert werden könnte, ohne die innenpolitische Stabilität zu gefährden.

  • #21
    Klaus Lohmann

    @#20 Wolfram Obermanns: Erdogan hat „keine Idee mehr“?? Was für ein naiver Trugschluss.

    Als der vor Monaten frisch gewählte Staatspräsident will Erdogan die parlamentarische Demokratie in der Türkei langsam umwandeln in ein Präsidialsystem mit deutlich mehr Befugnissen und mehr Einfluss des Präsidenten auf das Parlament. Dazu muss aber seine AKP bei den Parlamentswahlen im Juni 2015 deutlich gewinnen, um die notwendige Verfassungsänderung hinzubekommen. Und Erdogan macht heute eben das, was er als Seemannssohn am besten kann – einen ultrapopulistischen Wahlkampf.

  • #22
    Wolfram Obermanns

    #21 K. Lohmann
    Da steht bei mir nicht einfach er habe „keine Idee“ mehr und darum ist da auch kein naiver Trugschluß.
    Was bleibt denn einem Potentaten an Zielen übrig, wenn er für andere so recht nichts mehr zu erreichen weiß?

  • #23
    Klaus Lohmann

    @#22 Wolfram Obermanns:
    Nochmal – Erdogan benötigt keine Ziele „für Andere“, er möchte ganz simpel als Autokrat die parlamentarische Demokratie in der Türkei durch seine Personalunion ersetzen und damit auflösen. Wie er einen ungebildeten Großteil der Wähler dahingehend überzeugen will, sehen wir ja grad in seinen Verdummungskampagnen.

    Ein höheres Ziel kann so ein Tölpel auf dem Weg zum Diktator nicht haben. Dieses politische Ziel hat er aber noch lange nicht erreicht und braucht einige Zwischenschritte.

  • #24
    Wolfram Obermanns

    Nochmal:
    Merken Sie nicht, das ich ihnen inhaltlich in meinem letzten Posting, was die aktuelle Politik Erdoğans betrifft, zugestimmt habe?

  • #25
    Klaus Lohmann

    @#24 Wolfram Obermanns: Rhetorische Fragen in anonymen Blogs/Foren begleite zumindest ich mit einem 😉
    Sie etwa nicht?
    😉

  • #26
  • #27
    WALTER Stach

    Wenn wir über Erdogan-Putin, über das, was Inhalte und Ziele ihrer Poltik sein könnnten, nachdenken und sogar auf Putin-Erdogan bezogen Gemensamkeiten auszumachen glauben, dann erlaube ich mir dazu ergänzende/wiederholende Anmkerungen:

    Beide scheinen mir nicht nur das politiches Tagesgeschäft in ihrem jeweiligen Land zu beherrschen. Beide können sich, soweit das von Außen überhaupt beurteilt werden kann, auf eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung ihres Landes stützen.

    Beide scheinen mir auch politisch-strategisch zu denken, wenn es um die Wahrung , den Ausbau alldessen geht, was ihrer Nation im internationalen Wettkampf um Macht und Einfluß dienlichh sein kann.
    Insofern ist es nciht überraschend, daß beide Staaten offenkundig mehr als bisher kooperieren wollen. Beiden geht es u.a., m.E. für jedermann erkennbar,darum, sich im nationalen Interessen nicht den politisch-wirtschaftlich-militärischen Herrschaftsansprüchen der USA unterwerfen zu müssen.

    Also:

    Wie schon unter -19-angemerkt:
    Es ist für die Beurteilung der Inhalte, der Ziele anderer Staaten bwz. der darauf(!!) ausgerichteten Politik ihrer politischen Führung und für die Einschätzung möglicher nationaler und internationaler Folgen dieser Politik ehe schädlich als hilfreich, dafür Kriterien zu nutzen, die z.B. abstellen auf eine Analyse der Psyche der Betreffenden oder darauf, ob ihr Tun/Unterlassen aus der Sicht Dritter -z.B. der EU, z.B. Deutschlands- vertretbar erscheint und schon gar nicht sollte eine solche Beurteilung darauf abgestellt sein, ob und inwieweit das Tun/das Unterlassen, die Inhalte, die Ziele ihrer Poltik kompatibel sind mit dem, was für „die westlcihe Welt“ Grundnprinzipien freiheitlich-demokratischen Staats- und Gesellschaftsorndungen zu sein hat.

    Mit Blick auf die Politik von Putin und Erdogan noch eine Anmerkung:

    Die Ukraine-Krise, aber auch andere Konklikte könnten, unabhängig vom Ausgang im einzelnen, noch mehr als bisher erkennbar das relativ stabile internatinale Gefüge gehörig ins wanken bringen:
    Brasilien, Russland, Indien, China -BRIC-Staaten-, dazu die Türkei -demnächst der Iran?- . Verbündete, weil……..?
    Dazu gehört auch das Hinterfragen der zukünftigen Positionierung weiterer anderer Staaten. In Europa scheint die Frage naheliegend zu sein mit Blick darauf, wie sich zukünftig mittelfrisitg Ungarn, Serbien positionieren werden -im Konflikt USA/EU einerseits und….-sh.oben-anderseits?

    Und in diesen Auseinandersetzungen wollen Putin für Russland und Erdogan für die Türkei das aus ihrer Sicht Beste. Und China, und Indien, und Brasilien, und……..!
    Um das aus ihrer (!!)Sicht Beste zu erreichen, scheint ihnen mehr und mehr an einer engere Kooperation unterenander gelegen zu sein als an einer Kooperation mit den den USA und der EU. Sich damit auseinanderzusetzen gebietet die politische Vernunft.

    Putin und Erdogan für politische politische Dummköpfe zu halten, widerspricht jeder vernunftgeleiteten Politik, wenn andere Staaten, andere politische Führungskräfte sich mit ihnen auseinanderzusetzen haben.
    Putin und Erdogan sind für mich : radikal nationalistisch-konsvervativ.

    Bemerkenswert ist doch insofern, daß diese meine „Bewertung“ offensichtlch mittlerweile von „radikal national-konvervativen“ Parteien in EU-Staaten geteilt wird. Letzteres darf ebenfallls nicht in einer vernunftgesteuerten Poltik unbeachtet bleiben , z.B. in Frankreich, z.B. in Deutschland -sh.AFD.

    Abschließend dazu noch einmal sinngemäß das, was ich, um Mißverständnisse zu vermeiden, bereits abschließend unter -15- gesagt habe:
    Die Politik eines Staates, die Poltik politischer Führungskräfte kann nur verstanden werden, kann in ihren Folgen nur dann einigermaßen verläßlich eingeschätzt werden, wenn man versucht, sich in die Interessenslage des betr.Staates, in das Denken und Handeln der politischen Führungspersönlichkeiten eines solchen Landes zu versetzen.Wenn man dann zu insofern nachvollziebaren Gründen/Erklärungen iher Politik kommt, kann daraus nicht gefolgert werden, daß „man“ damit das Tun/das Unterlassen von Staaten, von politischen Führungskräften rechtfertigt oder gar für gut befindet -gut für wen, für uns?- .

    Klaus Lohmann,
    „nur so nebenbei“…

    Erdogan :
    Wahlkampf- „Verdummungskampagne“ und.“die ungebildeten Wähler auf seine Seite……“
    Erinnert mich an so Manchen, der seine Meinung zu anderen Wahlkämpfen, zu einem Teil der Wählerschaft in anderen Staaten kundgetan hat. Erkenntnisgewinn für die Türkei und für andere Staaten?

    Ganz generell:
    Bei mir festigt sich der Eindruck -unabhängig von der hier laufendne Diskussion-, daß die USA, daß die EU, daß Deutschland weltweit auf wachsende Distanz stoßen -z.B. auch in ganz Südamerika-, weil „wir“ bei jeder Gelegenheit mit großen Worten und Gesten allen Anderen unsere „geistig moralische Überlegenheit““ vorhalten , ihnen unsere Staats- und Gesellschaftsordnung als die einzig richtige mit missionarischem Eifer verkünden, ja sogar mit Waffengewalt „beibringen wollen“. Wenn sich jemand im Privaten so verhalten würde, wäre niemand ob der Reaktion des Anderen verwundert. Staaten, Gesellschaften sollten im jeweils eigenen Interesse und letztlich im Interesse aller „anders miteinander umgehen“!

  • #28
    Klaus Lohmann

    @#27 WALTER Stach: Die Aussagen dieses Blogartikels skizzieren eine pure Verdummungskampagne des Regimes Erdogans, eine Lügengeschichte internationalen Ausmaßes, wie sie angehende oder praktizierende Diktatoren immer schon zur permanenten Dummhaltung ihres größtenteils ungebildeten Volkes angewendet hatten.
    Ich bin nicht der Staat und brauche mir demzufolge keinen Kopp über bilaterale Beziehungen oder diplomatische Verstrickungen mit Erdogans Türkei machen. Und das bleibt auch gut so.

  • #29
    Arnold Voss

    @ Walter Stach

    Alles grundsätzlich nicht falsch. Aber der allergrößte Teil der Ukrainer will nun mal zu Europa gehören. Die Iraker und die Kurden rufen nicht Russland zur Hilfe, sondern die USA. Das gleiche gilt für die nicht-islamistische syrische Opposition. Fast alle demokratischen Kräfte in autokratisch- bis diktatorische geführten Regimen rufen nicht nach Unterstützung durch Leute wie Erdogan oder Putin sondern wie Obama oder Merkel. Europa und die USA müssen eigentlich nur lernen, dass man nur die unterstützt, die auch die Unterstützung wollen. Damit hätten beide schon genug zu tun.

  • #30
    Thomas Weigle

    @ Arnold Sehe ich auch so. Allerdings wird ein entsprechender Antrag der Ukraine heiße Diskussionen und Proteste auslösen, vor allem unter den Winterfriedrichs.

  • #31
    WALTER Stach

    Arnold, einverstanden.
    Zur Klarstellung:
    Meine Beiträge hier und aus vergleichbaren Anlässen sind nicht der Versuch, eine eigenständige Meinung vorzutragen, die in der Sache eine realistische Problemlösung aufzeigt -weder in der Ukraine – Krise noch in der Konfliktregion „Naher-Osten“. Ich habe dazu keine, jedenfalls keine auch nur ansatzweise realistische.

    Mit meinen Beiträgen wollte ich lediglich daran erinnern, daß es m.E. in der Prozessen, die zu Problemlösungen führen sollen, daran zu mangeln scheint, sich zu Beginn und im Prozess immer wieder in die Position des Gegenüber zu versetzen, um seine Motive, seine Taktik, seine Strategie, seine Ziele verstehen zu können. Geschieht das nicht, kann es m.E. nicht zu einer Konfliktlösungen kommen! Das ist für jedermann nachvollziebar alltäglich im Privaten festzustellen, in allen denkbaren gesellschaftlichen Konflikten und eben auch in Konflikten zwischen Nationen/Staaten (und Religionen).
    Bei der Gelegenheit, weil ich das bisher versäumt habe, und weil das damit zu tun hat, sich in die Position des Gegenüber zu versetzen:
    Ich habe hier und da den Eindruck, daß man sich in der sog. westlichen Welt nicht stets (!!) bewußt macht, daß der Gegenüber -hier Russland mit Putin- neben den USA nach wie vor über das mächtigste Atomwaffenarsenal und über die meisten atomwaffentragende Langstreckenraketen verfügt. Wenn man sich Russland/Putin ohne dieses Arsenal vorstellt, dann wir einem möglicherweise hinreichend klar, warum sich Russland/Putin gestützt auf dieses Arsenal als Gegenüber der sog. westlichen Welt anders verhält als viele andere Staaten auf dieser Welt.

    W.Brandt war sich dessen stets bewußt, als er Schritt für Schritt versucht hat, eine Annäherung zwischen Ost-und West auf den Weg zu bringen. Ihm war bewußt, daß Drohungen, daß Demütigungen, daß das stetige Demonstrieren einer politisch-moralisch bessern westlichen Welt gegenüber „dem Osten“ nicht nur „nichts bringen würde“, sondern daß das letztendlich sogar friedensgefährdend hätte sien können. Und er war sich „Tag und Nacht“ bewußt, daß ein Krieg zwischen Ost und West , zwischen Atommächten, zu totalen Vernichtung Deutschlands, weiter Teile Europas und beim Einsatz führen würde und daß der Einsatz einiger weniger Wasserstoffbomben, die sind ja auch heute noch vorhanden, das Ende der Menschheit bedeuten könnte. Wird das von alldenen, die „im Weten“einer Politik militärischer Stärke gegenüber Russland-Putin das Wort reden, die Russland mit einer Nato-Präsenz an dessen Westgrenze drohen, mitgedacht, mit bedacht? Leider -so scheint mir- muß jetzt wieder an das sog.Gleichgewicht des Schreckens erinnert werdenm da dessen Basis nach wie vor existiert. Ich kann nicht sagen, welche konkreten Konsequenzen das für die Politik in der Ukraine-Krise zu haben hätte. Ich kann nur sagen, daß man sich dieses Faktes beiderseitig „Tag und Nacht“ bewußt sein sollte, eben acuh dann, wenn man morgen hier wie dort und miteinander über Problemlösungen nachdenkt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *