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NRW: Rot-Grün plant radikales Rauchverbot

In Ruhrgebiet | Am 21 Mai 2012 | Von Stefan Laurin

Grüne Volkserzieherin Barbara Steffens

Rot-Grün plant ein radikales Rauchverbot in NRW.

Glaubt man der heutigen Ausgaben der WAZ – und es gibt keinen Grund das nicht zu tun – plant  die Landesregierung ein radikales Rauchverbot nach bayerischen Vorbild. Die Grünen haben das offensiv vertreten, die SPD in ihrem Programm  einen Interpretationsspielraum gelassen. Das Verbot wird zu einem massiven Kneipensterben in NRW führen, auch wenn Hannelore Kraft vor der Wahl bestritten hat, dass es so etwas in Bayern gab. Aber Kraft glaubt ja auch, dass sie früher einmal eine richtige Unternehmensberaterin war und man Landeshaushalte mit Schulden saniert.

Die Initiative “Sozialdemokraten gegen totale Rauchverbote” ruft indessen dazu auf, noch einen letzten Anlauf gegen die rot-grüne Volkserziehungspolitik zu starten. Schaden kann das nicht:

Liebe Genossinnen, liebe Genossen,
liebe Freundinnen, liebe Freunde,

am Dienstag beginnen die Koalitionsverhandlungen in NRW. Wenn ihr aus NRW seid, schreibt doch noch vorher euren Landtagsabgeordneten, eure Landtagsabgeordnete an und teilt eure Meinung zu den von den GRÜNEN geforderten totalen Rauchverbote mit.
Bittet sie, sich gegen diese Bevormundungen (auch in Bezug auf die „E-Zigarette“, besser E-Dampfgerät) auszusprechen.

Wenn ihr die SPD gewählt habt, schreibt auch warum ihr dies trotz der von den GRÜNEN geforderten totalen Rauchverbote gemacht habt (es gab ja sehr viele gute Gründe, SPD zu wählen!).

Wer euer Abgeordnete ist, findet ihr u.a. hier:
http://www.abgeordnetenwatch.de/nordrhein_westfalen_2010_2012-389-0.html und auch hier könnt ihr euch an sie öffentlich wenden.

Die E-Mailadresse, wenn ihr euch nicht öffentlich äußern wollt, findet ihr hier:
http://www.spd-fraktion.landtag.nrw.de/spdinternet/www/startseite/Koepfe/Abgeordnete/index.jsp

In Hamburg liberalisiert die SPD übrigens das Rauchverbot.



61 Kommentare zu »NRW: Rot-Grün plant radikales Rauchverbot«

  1. #51 | Arnold Voss sagt am 23. Mai 2012 um 13:11

    @ Amo # 45

    Bevor sie entschieden widersprechen sollten sie erst mal entschieden lesen:

    http://www.upi-institut.de/upi44.htm

    Es geht auch als Selbsttest auf die harte Tour: Einfach ins Auto setzen und die Abgase ins Wageninnere leiten. Ich garantiere ihnen, dass sie schon nach einer Minute die Alternative in Form von 4 Kettenrauchern bevorzugen würden. ;-)

  2. #52 | 68er sagt am 23. Mai 2012 um 13:42

    @ Arnold Voss

    Ich sehe das Krebsrisiko das durch den Straßenverkehr gegeben ist, ähnlich kritisch wie Sie. Nach den von Ihnen verlinkten Zahlen gibt es wohl auch mehr Lungenkrebstote durch Autoabgase als durch Passivrauchen. Das Schlimme ist, dass sich die Faktoren teilweise noch gegenseitig verstärken.

    Deshalb gibt es ja mittlerweile auch die strengeren Abgasnormen, die Partikelfilter, Umweltzonen etc., die nach meiner Meinung die Freie Fahrt für frei Bürger leider noch viel zu wenig einschränken. Tempo 100 auf Autobahnen fehlt noch, die Umweltzonen auch für die Autobahnen etc. pp.

    Vielleicht erfinden Sie ja einen Abgasfilter für Zigaretten, der den Verwender beim Benutzen nicht verblendet. ,-)

  3. #53 | Nansy sagt am 23. Mai 2012 um 13:43

    @ Eva, nur für dich: „Holleri du dödl di, diri diri dudl dö.”

    http://www.youtube.com/watch?v=D4zivYeH2m8
    ;-)

  4. #54 | Nansy sagt am 23. Mai 2012 um 13:46

    @ Eva, nur für dich, oder für diejenigen, die die Jodelschule noch nicht absoviert haben: “„Holleri du dödl di, diri diri dudl dö.”

    http://www.youtube.com/watch?v=D4zivYeH2m8
    ;-)

  5. #55 | 68er sagt am 23. Mai 2012 um 13:52

    @ Peter Podewitz

    Das war jetzt ein gutes Argument von Ihnen, denn wenn ich als nichtrauchender Jodler bei Ihnen vorbeijodeln dürfte, wäre der Intershop kein “Raucherclub” mehr. Oder ich müsste dort Mitglied werden.

    Wir sehen, dass es vor allem mit der Durchführung der Regelung Probleme geben wird, wenn sie zu streng gefasst wird, darf man nachher als minderjähriges Kind seine betrunkenen Eltern nicht mehr aus dem Raucherclub nach Hause holen oder im Intershop nichtrauchend jodeln. Wenn es zu lax wird, bringt es auch nichts.

    Wenn ich mir dann noch vorstelle, dass die Regelungen möglicherweise von Politessen überwacht werden, wird mir auch ein wenig mulmig…

  6. #56 | amo sagt am 23. Mai 2012 um 17:11

    @ #51 | Arnold Voss sagt am 23. Mai 2012 um 13:11

    @ Amo # 45

    Bevor sie entschieden widersprechen sollten sie erst mal entschieden lesen:

    http://www.upi-institut.de/upi44.htm

    Diesen Hinweis gebe ich gerne zurück, lesen.
    Es ging nicht um die Zahl von z.B. Krebstoten im Jahr, sondern die Gefährdung in einer Minute.

    “nimmt an jeder städtischen Straßenkreuzung pro Minute mehr krebserrregende Stoff auf”

    Wenn ein Kind jeden Tag zur Schule läuft, ist nicht die ganze Zeit ein Raucher daneben. Klar?
    Die Dauer der Beeinträchtigung ist also eine ganz andere.
    Zudem würde ich mir mal die zitierte Studie anschauen. Die letzte Auflage ist von 1999, die Daten zum großen Teil aus den 80zigern.. Da sind schon 2 ganze Generation PKW durch. Die Restbestände an PKW ohne KAT und mit verbleitem Benzin – die sind entscheidend für die krebserregenden Emissionen – haben sich sicherlich um den Faktor 100 reduziert.
    (zur Info, wie es damals war.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14021297.html
    Interessant zu erkennen, was die technisch verbessert wurde, und die Wirtschaft ist nicht untergegangen und wir leben nicht auf Bäumen.)

    Also nicht nur irdendwo lesen (warum gibt es seit 10 Jahren keine Veröffentlichung von diesem tollen Institut), sondern auch mal mitdenken.

    “Es geht auch als Selbsttest auf die harte Tour: Einfach ins Auto setzen und die Abgase ins Wageninnere leiten.”
    Diese Selbstmordvariante funktiert eben nicht mehr bei 99% der Fahrzeuge, die heute auf der Straße fahren. CO-Gehalt im Abgas ist schlicht “zu niedrig”.

    Wenn man beim PKW und der Industrie solche Erfolge hat (um klarzustellen, das Lob gehört nicht der Industrie, sondern denen, die für die Luftreinheit engagiert haben), muss man sich nicht das Gift aus den Zigarettenqualm antun lassen.

  7. #57 | Peter Podewitz sagt am 23. Mai 2012 um 18:04

    @ Amo
    Stimmt: das Gift aus dem Zigarettenqualm müssen Sie sich wirklich nicht antun lassen. Zum Beispiel, indem Sie einfach nicht in Raucherkneipen gehen. Problem gelöst, alle glücklich.
    Und zu den ins Wageninnere geleiteten Abgasen: mich persönlich haben Sie jetzt zwar neugierig gemacht, aber ich möchte Ihnen doch dringend vom Selbstversuch abraten. Vielleicht erstmal mit dem E-Bike ausprobieren.
    Ihre übrige Argumentation erschließt sich mir nich vollständig: “Wenn ein Kind jeden Tag zur Schule läuft, ist nicht die ganze Zeit ein Raucher daneben.” Muß ja auch gar nicht: das besorgt ja der Strassenverkehr, siehe Arnold Voß.

  8. #58 | Arnold Voß sagt am 24. Mai 2012 um 00:43

    @ amo # 56

    http://www.sueddeutsche.de/auto/abgase-who-grenzwerte-fuer-feinstaub-in-eu-viel-zu-hoch-1.828242

    Es nützt nicht viel, wenn der relative Giftausstoß weniger wird, wenn die Anzahl der Emittenten und die Anzahl der gefahrenen Kilometer ständig weiter ansteigt.

    Aber es ist gut, wenn man noch ein paar Illusionen hat.

  9. #59 | amo sagt am 24. Mai 2012 um 15:52

    @ #58 | Arnold Voß sagt am 24. Mai 2012 um 00:43

    Ihr Betrag/Link belegt die These kein bischen, da einfach nur dargestellt wird, dass Feinstaub gefährlicher ist als angenommen.
    Wieviel ein PKW oder eine Zigarette emittiert, steht da doch gar nicht.

  10. #60 | Kaiser sagt am 6. Juni 2012 um 18:37

    Was wohl feststeht, ist dass sich die Industrie von der Verbotswut der Politik drangsaliert fühlt, man sehe nur den Kommentar auf der Homepage dieses Herstellers: http://www.vitasmoke.de/
    Ich kann das auch ein Stückweit nachvollziehen. Besonders wenn man sich so uneinig ist, was jetzt eigentlich die medizinsichen Eckdaten sind, ist es blanker populismus der da immer vor Wahlen aufkommt und den leuten ihre Private Freiheit einschränkt.

  11. #61 | Arnold Voss sagt am 6. Juni 2012 um 19:09

    @ Amo # 58

    Den Unterschied können sie, wie schon gesagt, selbst genau testen.

    Setzen sie sich in ein Auto und lassen Autoabgase nach aktueller Normreinigung ins Wageninnere leiten. Daneben setzen sie ihren Freund in ein Auto, in dem ein Raucher sitzt und sich eine Zigarette nach der anderen reinzieht. Beides natürlich bei geschlossenen Fenstern.

    Ich bin mir sehr sicher, dass sie eher aus dem Auto mit den Abgasen aussteigen als ihr Freund aus dem Auto mit dem Kettenraucher. ;-)

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