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Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

Rudolf Steiner um 1905 (Quelle: wikipedia)

Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt die Doppelausstellung: „Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart“ und „Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags“.

Vom 5. Februar 2011 – 22. Mai 2011 werden beide Ausstellungen nochmals gemeinsam unter dem Titel „Kosmos Rudolf Steiner“ im Kunstmuseum Stuttgart präsentiert.

Wie ist es möglich, dass der künstlerisch völlig untalentierte Rudolf Steiner, Begründer der esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“, gleich in zwei renommierten deutschen Kunstmuseen gezeigt wird?

Haben hier anthroposophische „Beziehungskünstler“ den größten PR-Coup in der Geschichte der Anthroposophie gelandet? Wurde dem Rassisten und selbsternannten Hellseher Rudolf Steiner in den Mantel der Seriosität geholfen?

Die „Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie“ haben das anthroposophische Beziehungsgeflecht unter die Lupe genommen, die Entstehungsgeschichte der Ausstellungen dokumentiert, hier der Lesetipp der Ruhrbarone:

„Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart“

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42 Kommentare zu „Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

  • #1
    hautnocheinenraus

    Das Waldorf-Bashing hier ist einfach nur noch oberpeinlich.

    Für den unbegründeten Satz “Wie ist es möglich, dass der künstlerisch völlig untalentierte Rudolf Steiner” waren aber viele Zeitgenossen von Friedrich Nietzsche bis Stefan Zweig begeistert von Rudolf Steiner und seinen Anschauungen sowie künstlerischen Auslegungen.

    Und für den Satz haben auch zu viele Künstler und Architekten Steiners Ideen nach seinem Tod aufgegriffen.

    Aber hauptsachte griffige Sätze gegen den Erzfeind, nicht wahr ;)

  • #2
  • #3
    Sebastian

    @ Malte

    Aber die Ruhrbarone sind doch so nah, und da gibt es so viel zum “Rassisten und selbsternannten Hellseher Rudolf Steiner”. Apropos “Begeisterung von Zeitgenossen” (Kommentar #1) – Kurt Tucholsky zu Rudolf Steiner:

    “Rudolf Steiner in Paris

    »Abrakadabra kadibar kadabra –
    Palle – palle! Muff! Muff! Muff!«
    Zauberer in einem Kindertheater

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Paris gewesen und hat hier einen Vortrag gehalten. Es war eine streng geschlossene Gesellschaft, man hatte mich nicht eingeladen, und so hatte ich Gelegenheit, den Ausführungen Herrn Steiners zu lauschen.

    Mit Paris hatte die Veranstaltung nicht allzuviel zu tun. Sie fand im Saal einer hiesigen wissenschaftlichen Gesellschaft statt, die nur die Räume, nicht die Wissenschaftlichkeit dazu gegeben hatte, und sie war in der Hauptsache von jenem ein wenig internationalen Mischmasch verbogener Menschen besucht, die ihr Manko auf Steiner abgewälzt haben: wenn aber eine den Geliebten nicht bekommen kann, einer gekündigt, einer überhaupt unbefriedigt ist, so ist das noch kein Grund, in der Philosophie umherzuschludern.

    Steiner trat auf. Der erste Eindruck: Klöpfer als Tartuffe. Auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Alfred Abel ist da – aber ohne dessen schönes Auge. Im ganzen sieht Steiner aus wie ein aus den Werken Wilhelm Buschs entlaufener Jesuit: Bauernschädel, gefalteter Komödiantenmund, Augen, die sich beim Sprechen nervös schließen und nur manchmal – in ff. Dämonie – die Zuschauer ansehen. Man hatte mir gesagt, dass ganze Nationen diesem Zauber unterliegen.

    Ich habe so etwas von einem unüberzeugten Menschen überhaupt noch nicht gesehen. Die ganze Dauer des Vortrages hindurch ging mir das nicht aus dem Kopf: Aber der glaubt sich ja kein Wort von dem, was er da spricht! (Und da tut er auch recht daran.)

    (…)” weiter Kurt Tucholsky: http://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html

  • #4
    steinerimbrett

    @ Malte

    Ein wenig Distanz zum Doktor kann aber auch wirklich nicht schaden:

    http://www.steinerimbrett.wordpress.com/2010/08/16/da-täuschen-sie-sich

    @ HAUTNOCHEINENRAUS

    “Ich maße mir kein Urteil über die Anthroposophie an, denn mir ist bis heute nicht deutlich klar, was sie will und bedeutet; ich glaube sogar, daß im Wesentlichen die verführende Wirkung der Anthroposophie nicht an eine Idee, sondern an Rudolf Steiners faszinierende Person gebunden war.”
    (aus: Stefan Zweig – Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers)

    Das klingt jetzt nicht gerade nach Begeisterung, mehr so nach einer unguten Ahnung.

    “Waldorf-Bashing, griffige Sätze gegen den Erzfeind”?
    Griffige Vokabel deshalb, um der Sache auszuweichen, deretwegen die betreffenden Artikel geschrieben wurden? “Oberpeinlich” nur noch die Art und Weise, wie der Finger bestraft werden soll dafür, daß er doch tatsächlich der Wunde auf die Schliche kam.

  • #5
    Klaus

    Und dann natürlich noch:

    „…haben auch zu viele Künstler und Architekten Steiners Ideen nach seinem Tod aufgegriffen.“

    Kein Architekt und nur ein bekannter Künstler bezog sich auf Steiner: Joseph Beuys. Sicher ist das einer zu viel, aber es hält sich in Grenzen. Steiners eigene „Ideen“ bestehen allein in seiner Selbstvergötterung und die gibt künstlerisch nichts her. Deshalb gibt von ihm nichts „aufzugreifen“.

  • #6
    Klaus

    Auch die angebliche Begeisterung Friedrich Nietzsches für den Hellseher ist reiner Blödsinn, schon deshalb, weil Nietzsche 1889 zusammenbrach, nicht mehr aufnahmefähig war und 1900 starb, so dass er Steiners „Erleuchtung“ glatt verpasste.

    Wie die Anthroposophen zu ihren abwegigen Vereinnahmungen kommen, wird in Mission im Museum ja auch schön an dem Beispiel Franz Kafka gezeigt. Von ihm

    „wird ein kurzer Brief in Wolfsburg gezeigt, den Walter Kugler nicht zum ersten Mal präsentiert, um den gewünschten Eindruck zu erwecken. Kafka hatte Steiner 1910 auf dessen Wunsch eine „Arbeitsprobe“ seiner Prosa zugesandt und dazu ganze zwei Sätze geschrieben. Der „Geistesführer“ tingelte damals durch deutsche und europäische Großstädte, um für sich und seine „Bewegung“ zu werben, zeitweise organisiert von einer Berliner Konzertagentur. 1911 war Steiner in Kafkas Heimatstadt Prag zugegen. Kafka hörte sich einen Vortrag an und besuchte Steiner in seinem Hotelzimmer, um sich ein Bild aus der Nähe zu machen. In seinem Tagebuch notierte er anschließend seinen Eindruck, mit Bemerkungen wie denen, dass die Kleidung des Hellsehers im Tageslicht Staub und Flecken aufwies und ihm fortwährend die Nase lief. (Franz Kafka: Tagebücher, Frankfurt a. M. 1983, S. 43 ff.) Das war alles, was dem Schriftsteller zu Steiner einfiel. Der „Erleuchtete“ war für Kafka eine äußerst banale Person, der er nichts abgewinnen konnte.“

  • #7
    C. Ferch

    #1 | hautnocheinenraus

    was bringt dich als “anthroposoph” dazu, all diese unhaltbaren behauptungen aufzustellen, die sich in den folgenden kommentaren in nichts auflösen:

    weißt du es nicht besser ?

    oder müssen anthroposophen lügen ?

  • #8
  • #9
    Klaus

    „kannst du das gerade mal an diesem zentralen werk steiners erklären“

    Darf ich mal kurz einspringen?

    Es handelt sich nicht direkt um Steiners Werk. Steiner gab mehr die Anweisungen, wie es sein sollte und posierte gelegentlich mit Werkzeug in den Händen neben der Skulptur. Obwohl er mit Hammer und Meißel ebenso versiert umzugehen vermochte wie mit Kreide und Tafel (vgl. Mission im Museum), aber allzu wenig Zeit hatte, blieb die praktische Ausführung doch weitgehend an Edith Maryon hängen. Bemerkenswert ist natürlich, wie es ihr mit seiner Hilfe gelang, die Christus-Figur völlig neu zu interpretieren und sie so aussehen zu lassen wie den Mahner und Künder Rudolf Steiner in Siegerpose.

    Ebenso erstaunlich ist das weltweite Aufsehen, das diese Skulptur erregte. Es kann nur verglichen werden mit der Blumenvase, die Lieschen Müller 1976 im Rahmen eines Volkshochschulkurses in Bottrop schuf, die seit demselben Jahr als verschollen gilt und von der keine Fotografien angefertigt wurden. Da Müllers einziges Werk laut Zeitzeugen keine rechten Winkel aufwies, muss von einer Inspiration durch Rudolf Steiner ausgegangen werden. Subtil verwies die Blumenvase auf den Heiligen Gral und den Keuschheits-Impuls, so wie es einst der Seher offenbarte:

    [i]„Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen, das waren solche Wesen, die keine Geschlechtsorgane von Fleisch und Blut, sondern solche von pflanzlicher Substanz besaßen. Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben. Und nun einen Blick in die Zukunft: Was heute noch niedrige Organe im menschlichen Körper sind, was am spätesten einbezogen wurde in die Fleischlichkeit, das wird auch am ersten wieder abfallen, verschwinden, verdorren am menschlichen Körper. Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner, geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.
    Gewisse Organe des menschlichen Körpers sind im Zerfall, andere sind auf der Höhe ihrer Entwicklungsfähigkeit angelangt; wieder andere sind erst im Beginne ihrer Entwicklung. Zu den ersten gehören die Fortpflanzungsorgane, zu den zweiten gehört das Gehirn; zu jenen, welche erst in der Keimanlage sich befinden, gehören das Herz und der Kehlkopf und alles, was mit der Bildung des Wortes zusammenhängt. Aus ihnen werden Organe herausgebildet, welche die Fortpflanzungsorgane in ihren Funktionen ersetzen und weit überragen werden. Sie werden im höchsten Sinne willkürliche Organe werden. Wenn der Mensch in der Luft durch das Sprechen Formen erzeugt und in der Zukunft das Wort schöpferisch wirken wird, dann wird der Mensch zu jener Keuschheit zurückgekehrt sein, welche die Pflanze bewahrt hat, aber es wird eine bewußte Keuschheit sein. (…) Was auf niederer Stufe als Pflanzenkelch der Sonne entgegengestreckt wurde, was den Sonnenstrahl als Liebespfeil aufnahm, das wird auf der höheren Stufe der zukünftigen Menschheit dem Kosmos wieder zugewendet werden als Kelch, der befruchtet wird vom Geistigen aus. Dies ist dargestellt im Heiligen Gral, dem leuchtenden Kelch, dessen Erreichung dem Ritter des Mittelalters als erhabenes Ziel vorschwebte.“ [/i]

    (Rudolf Steiner: GA 100, S. 251 f.)

  • #10
    Fabian

    @ Klaus (Kommentar #9)

    schöne Sonntags-Satire!

    Falls Lachen hier erlaubt ist: der offensichtlich komplett wahnsinnige Rudolf Steiner wird ja nicht nur auf ein naives Museumspublikum losgelassen, sondern auf die versammelte alternative Schülerschaft.

  • #11
    Klaus

    Satire?! – Das ist der Wortlaut des Hellsehers! (siehe Link)

    In den Kunstmuseen feiert man ihn als Universalgenie. Für Chefkurator Mateo Kries ist das Naturwissenschaft und Museumsdirektor Markus Brüderlin hofft, dass die anthroposophische Organisation durch die Ausstellung noch einige Jünger hinzugewinnt. Wie soll da noch Satire möglich sein?

    Nur die Bottroper Blumenvase, das gebe ich zu, war eine „geistige Schauung“ meinerseits.

  • #12
    Irrlichte

    Aha, jetzt wird hier also schon festgelegt, was künstlerisch talentiert und was nicht ist.
    Ist Beuys talentiert? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?
    Ist Picasso talentiert? Wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?

    Kann mal jemand von den Schlaubergern hier ein paar Definitionen von “guter Kunst” und “schlechter Kunst” reinstellen? Danke.

  • #13
    Stefan Laurin Autor

    @Irrlichte: Und ich habe schon seit Tagen vor mich hingesummt: “Sag mir wo die Waldis sind, wo sind sie geblieben…”

  • #14
  • #15
    Rudolf Steiner

    @ Irrlichte

    Endlich findet sich hier einer meiner Schüler ein, und klärt die Unwissenden auf! Ich habe es schon längst gesagt, wiederhole es hier nur noch einmal – ohne meine Geisteswissenschaft verliert die Menschheit ihre Gescheitheit:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.”

    “Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  • #16
    Klaus

    @ Anthro (Kommentar #12)

    „Aha, jetzt wird hier also schon festgelegt, was künstlerisch talentiert und was nicht ist.“

    Das ist schön ausgedrückt: „und was nicht ist“. Denn Ihre anschließenden Fragen ergäben nur dann einen Sinn, wenn Rudolf Steiner irgendwie als Künstler gelten könnte. Und das ist nicht. Hochstapelei und Irrsinn gelten nur Anthroposophen als Kunstgattung.

  • #17
    Irrlichte

    Ein wenig lesetechnische Nachhilfe für dich, lieber Klaus: Der Begriff “künstlerisch” stammt aus dem obigen Artikel und nicht von mir.
    Das hättest du auch selbst erkennen können, wenn du etwas weniger oberflächlich gelesen hättest…

  • #18
    Rudolf Steiner

    @ Irrlichte

    Bravo! Mein Schüler zeigt es den oberflächlichen Unwissenden.

    „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    Rudolf Steiner

  • #19
    steinerimbrett

    @ Irrlichte

    “Gute Kunst” ist nach Steiner, wenn sie der “Geistigen Welt” Tribut zollt dergestalt, daß ohne Ein- und Mitwirkung derselben Kunst weder entstehen kann noch darf.

    “Schlechte Kunst” ist nach Steiner jeder ausgeführte Pinselstrich, der sich der “geistigen” Handführung bewusst oder gar konfrontativ entzieht.

    Gar keine Kunst ist es, wenn nach Art der Wolfsburger (ab Februar 2011 auch Stuttgarter) Ausstellungen die zielgerichtete Täuschung den (fast perfekten) Rahmen abgibt:

    http://www.steinerimbrett.wordpress.com/2010/10/26/ein-lügen-kosmos

  • #20
    Steiner Spitze des Kulturlebens

    Pressekonferenz am Goetheanum als Auftaktfeier zum Jubiläumsjahr 150 Jahre Rudolf Steiner – Steiner-Jahr 2011

    Michaela Glöckler eröffnete die Veranstaltung mit einem Ausspruch Markus Brüderlins.

    Markus Brüderlin, Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, hatte bei einem seiner PR-Auftritte zur Wolfsburger Steiner-Ausstellung gesagt, “man müsse Rudolf Steiner den Anthroposophen wegnehmen.”

    Michaela Glöckler sah dies als positives Zeichen, dass Rudolf Steiner immer selbstverständlicher in die Spitze des Kulturlebens eingereiht wird.

  • #21
    steinerimbrett

    Richtiggehend originell: Glöckler nimmt ausgerechnet Brüderlin zum Anlass, um auf den Beinahe-Durchbruch Steiners in der gegenwärtigen Kulturwelt zu verweisen. Nicht nur, daß man mit u.a. Brüderlin in Wolfsburg einen willfährigen Vollstrecker anthroposophischer Nabelschau und der damit einhergehenden zielgerichteten Täuschung der Öffentlichkeit gefunden hat – eine eigens arrangierte Selbstbeweihräucherungs-Show wird schamlos umetikettiert als seriöses Tribut unabhängiger und unvoreingenommener Museumsmacher an Rudolf Steiner und sein stets auf “Ganzheitlichkeit” ausgerichtetes Werk. Lustiger geht`s nimmer, scheinheiliger aber auch nicht…

  • #22
    Rudolf-Steiner-Sekte feiert sich selbst

    @ steinerimbrett

    “… arrangierte Selbstbeweihräucherungs-Show …”

    Die Rudolf-Steiner-Sekte feiert sich selbst. Einige Rudolf-Steiner-Sektierer feiern lieber mit grosser Gästeliste in Wolfsburg, als in Dornach, im kleinen Kreis.

    Aber weiß man’s? Vielleicht war Markus Brüderlin auf beiden Steiner-Sekten-Parties …

  • #23
    Eurythmie-Flashmob am Kölner Hauptbahnhof

    “Eurythmie-Flashmob am Kölner Hauptbahnhof” von der Rudolf-Steiner-Sekte, aka der Alanus-Sekten-Hochschule …

    http://www.kultur-in-bonn.de/nachrichten/anzeige/article/alanus-rektor-weiht-rudolf-steiner-express-ein-1297846176.html

    Alanus-Rektor weiht Rudolf-Steiner-Express ein

    Kunstaktionen und erster Eurythmie-Flashmob am Kölner Hauptbahnhof.

    Sonderzug erinnert an den Begründer der Anthroposophie. Wahrnehmung im Mittelpunkt.

    Am 24. Februar startet in Köln der Rudolf-Steiner-Express – ein Kultur-Sonderzug, der im 150. Geburtsjahr des österreichischen Philosophen und Begründers der Anthroposophie die wichtigsten Stationen seines Lebens und Wirken ansteuert. Die Zugtaufe übernimmt Marcelo da Veiga, Rektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, wie die Hochschule mit Sitz in Alfter mitteilt.

    An verschiedenen Orten am Kölner Hauptbahnhof führen Studenten Performances auf, die mitten im Reisetrubel zum Hingucken, Hinhören und Wahrnehmen verführen sollen. Teilnehmen wird auch der weltberühmte Pantomime Milan Sladek, selbst Dozent an der Alanus Hochschule. Mit einer Gruppe von Studenten nimmt er stereotype Verhaltensformen von Reisenden und Wartenden unter die Lupe, um zum feierlichen Akt der Zugtaufe durch Rektor Marcelo da Veiga überzuleiten.

    Im Zug selbst greift eine szenische Lesung leicht ironisch Rudolf-Steiner und seine Thesen auf. Dabei werden in gängige Vorurteile, polemische Behauptungen und wilde Gerüchte zur Anthroposophie ebenso zu Wort kommen, wie Steiner selbst – in Zitaten.

    Auf dem Bahnhofsvorplatz wird der erste Eurythmie-Flashmob der Welt stattfinden. Eine noch unbestimmte Zahl von Teilnehmern, die über Online-Netzwerke von der Aktion erfahren, zeigt eine spontane, kollektive Eurythmie-Darbietung.

    Das zentrale Thema der Aktionen ist die Wahrnehmung. “Der Bahnhof ist voll von Geschichten. Ein buntes Kaleidoskop, grob umrissen zwischen Abschied und Wiedersehen, Alltag und Einmaligkeit”, so René Harder, Professor für Schauspiel. “Die Menschen kommen sich räumlich nah, doch haben die Wenigsten miteinander zu tun. Wir fragen danach, ob sie sich gegenseitig eigentlich wahrnehmen.”

    Eine Slow-Motion-Aktion thematisiert Bewegung als Eigenwert, nicht als Mittel zum Zweck. Darsteller, die sich zu immer größeren Gruppen zusammenfinden, schreiten in Zeitlupe zwischen den wartenden oder zum Zug eilenden Menschen Richtung Gleis 1 – und fordern damit die Reaktionen und die Wahrnehmung der Passanten und Pendler heraus.

    Der Sonderzug zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners (1861-1925) fährt vom 24. bis 28. Februar von Köln über Steiners Geburtsort Donji Kraljevec (Kroatien) nach Wien und zurück. Er steuert dabei die wichtigsten Stationen von Steiners Leben und Wirken an. An Bord sind Vertreter aller Facetten der Anthroposophie, von Waldorfpädagogik über anthroposophische Medizin bis hin zur biologisch-dynamische Landwirtschaft.

    Der Geburtstagszug steht sinnbildlich für Rudolf Steiners “Leben auf Reisen”: Steiner wurde vermutlich in einer Bahnstation geboren, wuchs als Sohn eines Bahnbeamten auf und verbrachte viele Stunden seines Lebens in Zügen und Wartesälen.

    Voraussichtlicher Zeitplan am Kölner Hauptbahnhof:

    8.00 – 9.00 Uhr Performance “Slow Motion”, Domtreppen bis Gleis 1

    8.30 – 8.50 Uhr Eurythmie-Flashmob, Bahnhofsvorplatz

    9.00 – 9.20 Uhr Performance “Starring Still – Bewegt/Unbewegt”, vorauss. Gleis 1

    9.00 – 9.10 Uhr Pantomime mit Milan Sladek, Gleis 1

    9.10 Uhr Zugtaufe durch Rektor Marcelo da Veiga, Gleis 1

    9.19 Uhr Abfahrt des Zuges, Gleis 1

    ab 9.40 Uhr Szenische Lesung “Steiner Research”, im Zug

  • #24
    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    „150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist. (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  • #25
    max

    Das Magazin der Sekte Anthroposophie “info 3″ brüstet sich mit “befreundeten Medien” wie dem WDR:

    http://www.facebook.com/info3verlag

    “Info3: Wow! Jetzt überbieten sich die befreundeten Medien aber in ihren Würdigungen. Gut so! Ein ganzer Radio-WDR 5-Thementag am 25. Februar: “Umstrittener Visionär – Wer war Rudolf Steiner?”

    Umstrittener Visionär – Wer war Rudolf Steiner? WDR 5-Thementag am 25. Februar 2011 18.02.2011 – WDR. http://www.wdr.de

  • #26
    rocri

    Boah, ey, Ihr seid ja wirklich ganz tolle hier. Steiner-Bashing vom Feinsten. Es ist immer gut ein schönes Feindbild zu haben, dann hat man einen richtig guten Lebenszweck. Komisch, dass die Leute, die so geifern, immer irgendwie was “verkrampftes” haben. Und noch besser, dass es zum Thema Kunst halt doch noch ein paar mehr Meinungen gibt als eure wirklich differenzierten….

  • #27
  • #28
    rocri

    Na und, wo ist das Problem? Vergleich mal mit Wolfgang Flatz, Beuys oder Schliengensief. Oder meinetwegen mit Branding und Pina Bausch.
    Nur weil *du* es nicht verstehst, heißt dass nicht, dass es keine Kunst ist.
    Das gilt nicht nur für Steiner, sondern für die oben erwähnten auch. Flatz ist mit seinen Aktion für 99% der Deutschen sicher indiskutabel, trotzdem isses Kunst.
    Ich find’s halt immer amüsant, das es Leute gibt, deren Lebenszweck es zu sein scheint, Steiner zu bashen. Als ob es nichts wichtigeres im Leben gibt…

  • #29
    rocri

    Kleiner Nachschlag zum Thema Rassismus: In Holland gab es dazu ein nicht von Anthroposophen besetzte Kommission, die das untersucht hat: 16 Stellen aus 89000 Seiten. Im Kontext mit dem Rest aber unterm Strich wohl eher als nicht im Kern der Sache stehend zu bewerten…
    Nachzulesen mit Quellenangabe hier
    http://www.waldorf.net/html/texte/kommission.htm
    Erkärt Ihr mir dann doch mal, warum es die “Interkulturelle Waldorfschule” in Mannheim gibt, dass ist echt nicht die Wohlhabenden-Gegend. Dürfte dann ja eigentlich gar nicht sein. Von Schulen etc. in Südamerika und Afrika mal ganz abgesehen….

  • #30
  • #31
    biodynamische Butterbrote für Otto Schily

    “Im Anschluss an die Matinée hatten die Gäste bei einem Empfang mit Butterbroten und Säften aus biodynamischer Produktion Gelegenheit zum Austausch.”

    da wird sich steiner-sektenmitglied otto schily aber gefreut haben, über die steiner-stullen

    es menschelt, und menschelt, und menschelt, bei anthroposophens, “Menschlichkeit als zentrales Thema”, http://www.themen-der-zeit.de/content/Menschlichkeit_als_zentrales_Thema.1410.0.html

  • #32
    Andreas Lichte

    @ biodynamische Butterbrote für Otto Schily

    Anthroposophen sind Profi-Menschler.

    Hardcore-Anthroposoph Michael Mentzel menschelt besonders gut mit seiner website “Themen der Zeit”. Da ja auch der Artikel “Menschlichkeit als zentrales Thema”.

    Siehe zu Michael Mentzel und seinem anthroposophischen Stützpunkt Schloss Hamborn:

    “Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen”

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-schloss-hamborn-das-anthroposophische-zentrum-in-ostwestfalen/

  • #33
  • #34
    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes

    “Rudolf Steiner in Paris

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Paris gewesen und hat hier einen Vortrag gehalten. (…)

    Immer, wenn übersetzt wurde, dachte ich über diesen Menschen nach. Was für eine Zeit –! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler, der sommerabends zu Warnemünde, wenns regnet, im Kurhaus eine »Réunion« gibt, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger –! Wie groß muß die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit –! (…)”

    Kurt Tucholsky, “Rudolf Steiner in Paris”: http://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html

  • #35
    Sekten-Sammler

    … könne aber keine Antwort auf die Frage stehen, ob Steiner nun Prophet oder Scharlatan war … nö, Rudolf Steiner war geisteskrank

    http://www.schwaebische.de/region/wir-im-sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-Schon-58-000-bei-Stuttgarter-Steiner-Schau-_arid,5064161.html

    Schon 58 000 bei Stuttgarter Steiner-Schau

    STUTTGART / dpa Die Ausstellung zum 150. Geburtstag des Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) ist schon jetzt eine der erfolgreichsten Ausstellungen im Kunstmuseum Stuttgart. Bereits 58 000 Besucher haben sich seit Anfang Februar die Ausstellung über das Werk des so einflussreich wie umstrittenen Reformers angesehen, hieß es. «Wir haben einen Nerv getroffen», sagte Eva Klingenstein, Sprecherin des Kunstmuseums. Der Begründer der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik habe in Stuttgart aber auch im Umland eben eine «ganz große Anknüpfung». Auch das wissenschaftliche Begleitprogramm sei stets ausverkauft gewesen. «Wir wurden überrannt.»

    Bisher habe es nur wenige Ausstellungen mit derart großem Andrang gegeben, sagte Klingenstein. Abgesehen von den beiden Ausstellungen im Eröffnungsjahr 2005 seien die zur Porträt-Kunst von Otto Dix (2007/2008) mit 100 000 Besuchern und die zum Triptychon mit 67 000 besonders erfolgreich gewesen. Da die Steiner-Ausstellung noch bis zum 22. Mai laufe, werde sie sich in dieser Liste bis zum Ende sicher auf Rang zwei schieben.

    «Kosmos Rudolf Steiner» beleuchtet erstmals umfangreich die kulturgeschichtliche Bedeutung des Philosophen. Auf 2000 Quadratmetern macht die Ausstellung auch den Einfluss Steiners auf die zeitgenössische Kunst sichtbar. Am Ende der Ausstellung könne aber keine Antwort auf die Frage stehen, ob Steiner nun Prophet oder Scharlatan war – vielmehr gehe es dem Kunstmuseum um «eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema».

    (Erschienen: 21.04.2011 13:32)

  • #36
    "Okkult-Faschisten Steiner"

    “Wolfsburg oder Kinshasa. Es kocht im Hinterhirn

    Die Achse des Guten, Wolfgang Röhl, 14.05.2010

    Dass das Kunstmuseum Wolfsburg den Anthroposophie-Guru Rudolf Steiner als “Vordenker von Kunst und Gesellschaft” feiert, erstaunt nicht. Teile des Kunstbetriebs waren schon immer komplett plemplem. Dass aber der “Spiegel”, dessen Leser sich bisher wenigstens vor esoterischem Schwachsinn sicher wähnen durften, den Okkult-Faschisten Steiner in einem langen Bericht über die Ausstellungen als “skrurril” bezeichnet, ihn respektvoll einen “großen Irren” nennt – Betonung auf groß – und von Steiners “merkwürdigen Sätzen über zum Beispiel Afrikaner” raunt, verwundert schon eher. Steiners Ausführungen über den Neger an sich und als solchen lesen sich zum Beispiel so: “Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben…”

    Weiter mit Steiner: “Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn er in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird das drinnen fortwährend richtig gekocht und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…)”.

    Irgendwie skurril. Wie noch vieles andere an diesem großen Vordenker von Kunst und Gesellschaft.”

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/wolfsburg_oder_kinshasa_es_kocht_im_hinterhirn/

  • #37
    Rudolf Steiner und die Schlümpfe

    “MAK: Rudolf Steiner und die Schlümpfe

    (…) Die Ausstellung “Rudolf Steiner – Die Alchemie des Alltags” im Wiener MAK unterschlägt die bedeutendste Spur, die der Begründer der Anthroposophie in der Welt der Architektur hinterlassen hat: Das Schlumpfhaus.

    Dabei ist die Ähnlichkeit dieses Gebäudes zu dem von Steiner mitentworfenen “Haus Duldeck” frappant. Und bei der Dreistigkeit, mit der die vom Vitra Design Museum konzipierte Schau jedes von der Natur inspirierte Design mit Steiner in Verbindung bringt, hätte sich das Heim von Schlumpfine zumindest einen Ehrenplatz verdient (…)”

    weiter: http://kurier.at/kultur/3917930.php

  • #38
    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: (…) Und welche Freiheit, welche Kreativität sind gemeint in einer Schulphilosophie, deren Erfinder weder als Demokrat, noch als Ästhet hervorgetreten ist, sondern der eine autoritäre Geisteshaltung einnahm und eine naturalistische Schrumpfästhetik bevorzugte? (…)”

    zum vollständigen Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

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  • #42

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